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Medi-Karriere Magazin Pflegeberufe: Gehälter, Ausbildungen und Weiterbildungen

Pflegeberufe: Gehälter, Ausbildungen und Weiterbildungen

Pflegeberufe: Gehälter, Ausbildungen und Weiterbildungen

Inhaltsverzeichnis

  1. Pflegeberufe allgemein
  2. Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  3. Altenpfleger/in
  4. Pflegehelfer/in
  5. Pflegedienstleitung (PDL)
  6. Stellenmarkt

Pflegeberufe bieten vielfältige Karrierewege und gute Beschäftigungsperspektiven. Der steigende Pflegebedarf und der Fachkräftemangel sorgen für eine hohe Nachfrage nach qualifiziertem Personal. Zu den wichtigsten Berufen zählen Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte und Pflegefachassistenten. Die Ausbildung, Aufgaben und Gehälter unterscheiden sich je nach Qualifikation. Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Pflegeberufe, ihre Verdienstmöglichkeiten und beruflichen Perspektiven.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflegeberufe: Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Pflegefachassistenten und leitende Pflegekräfte.
  • Ausbildung: Die generalistische Pflegeausbildung dauert drei Jahre.
  • Pflegefachassistenz: Ab 2027 bundesweit einheitliche Ausbildung mit regulär 18 Monaten Dauer.
  • Ausbildungsvergütung: Im TVAöD-Pflege 1.490,69 € bis 1.653,38 € brutto monatlich für angehende Pflegefachkräfte.
  • Pflegemindestlohn: Seit Juli 2026 zwischen 16,52 und 21,03 Euro brutto pro Stunde, abhängig von der Qualifikation.
  • Arbeitsorte: Krankenhäuser, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und weitere Gesundheitseinrichtungen.
  • Perspektiven: Fachweiterbildungen, Pflegedienstleitung, Pflegemanagement und Studium.

Inhaltsverzeichnis

  1. Pflegeberufe allgemein
  2. Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  3. Altenpfleger/in
  4. Pflegehelfer/in
  5. Pflegedienstleitung (PDL)
  6. Stellenmarkt

Pflegeberufe allgemein

Die Vielfalt der Pflegeberufe ist groß. Wer in diesen Berufen arbeitet, kann mit Menschen aller Altersstufen zu tun haben: von Säuglingen über Jugendliche zu Erwachsenen und Senioren/-innen. Eine der Pflegeausbildungen, die eine Chance auf das Arbeiten mit kranken Kindern ermöglicht, ist die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege-Lehre.

Pflegeberufe lassen sich allgemein in die folgenden Kategorien einteilen:

  • Helfer/innen und Assistenzberufe in der Pflege: Alltagsbetreuer/in, Heilerziehungspflegehelfer/in, Fachkraft für Pflegeassistenz, Fachkraft für Haushaltsführung und ambulante Betreuung, Sozialassistent/in
  • Pflegeberufe mit generalistischer Pflegeausbildung: Pflegefachmann/-frau, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in, Altenpfleger/in
  • Pflegeberufe für Menschen mit Behinderung: Heilerziehungspfleger/in
  • Pflegeberufe mit Studium (Bachelor of Arts): Pflege, Pflegemanagement, Pflegepädagogik
  • Pflegeberufe mit Studium (Bachelor of Science): Hebammenkunde, Pflege (duales Studium), Pflegewissenschaft

Die Ausbildungsinhalte legt die jeweilige Prüfungsverordnung fest; den gesetzlichen Rahmen sowie die Arbeitszeitenregelungen definiert das Pflegeberufegesetz.

Wie hoch ist der tarifvertragliche Mindestlohn in der Pflege?

Seit dem 1. Juli 2026 gelten in Pflegebetrieben nach der Pflegearbeitsbedingungenverordnung höhere Mindestlöhne. Pflegehilfskräfte erhalten mindestens 16,52 Euro brutto pro Stunde. Für qualifizierte Pflegehilfskräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung gelten 17,80 Euro. Pflegefachkräfte erhalten mindestens 21,03 Euro. Zum 1. Juli 2027 steigen die Beträge erneut. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn beträgt seit Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. Der spezielle Pflegemindestlohn gilt nicht für sämtliche Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Tarifvertraglicher Mindestlohn 2026

Stundenbruttolohn nach Qualifikation und Berufserfahrung (gerundet)

Alle Angaben in Euro

Wie viel verdient man in einem der Pflegeberufe ohne Ausbildung?

Wie viel man in der Pflege ohne Ausbildung verdient, hängt u.a. von der Tätigkeit ab und davon, ob man in einen Tarifvertrag fällt oder nicht. Generell gilt jedoch: Pflegehilfskräfte verdienen im Mittel 3.363 Euro brutto monatlich in der stationären Krankenpflege; in der Altenpflege sind es 3.098 Euro. Das monatliche Bruttomediangehalt von Betreuungskräften bzw. Alltagsbegleitern beträgt ca. 2.987 Euro. Pflegeassistenten/-innen in der Gesundheits- und Krankenpflege verdienen meist zwischen 2.963 und 3.942 Euro. Heilerziehungshelfer/innen erhalten median um die 3.316 Euro brutto pro Monat.

Pflegeberufe: Gehaltsübersicht

Bei den folgenden Angaben handelt es sich um Mittelwerte der ungefähren Einstiegsgehälter. Das tatsächliche Gehalt hängt davon ab, ob Tarifverträge zur Anwendung kommen, in welchem Bundesland man arbeitet, wie als man ist, welches Geschlecht man hat u.v.m.

Berufsbezeichnung Mediangehalt brutto/Monat
Alltagsbetreuer/in 2.987 €
Altenpflegehelfer/in 3.098 €
Fachkraft für Haushaltsführung und ambulante Betreuung 3.349 €
Fachkraft für Pflegeassistenz 3.363 €
Hebamme / Entbindungspfleger 4.380 €
Heilerziehungspflegehelfer/in 3.316 €
Heilerziehungspfleger/in 4.263 €
Pflegeassistent/in 3.363 €
Pflegefachmann/-frau 4.329 €
Sozialassistent/in 3.238 €
Sozialbetreuer/in 3.162 €

Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit

Pflegeberufe: Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sind „Allroundtalente“ bei ambulanten Pflegediensten oder in Krankenhäusern. Die Anforderungen an den Beruf sind komplex und vielfältig. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen übernehmen heutzutage auch immer öfter Aufgaben, die früher ausschließlich Ärzten/-innen vorbehalten waren.

Aufgaben und Schwerpunkte im Arbeitsalltag

Welche Aufgaben Gesundheits- und Krankenpfleger/innen im Arbeitsalltag wahrnehmen, hängt vom medizinischen Fachgebiet ab. Die Aufgaben in der Chirurgie unterscheiden sich z.B. von denen in der Onkologie, Orthopädie oder Psychiatrie. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen übernehmen jedoch meist grundpflegerische Maßnahmen der Körperpflege von Patienten/-innen und die Kontrolle der Vitalwerte. Darüber hinaus verabreichen sie Medikamente und dokumentieren sämtliche Behandlungen, Beobachtungen und Pflegemaßnahmen in den Patientenakten.

Wie kann man Gesundheits- und Krankenpfleger/in werden?

Seit 2020 führt der reguläre Ausbildungsweg über die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Sie verbindet theoretischen Unterricht an einer Pflegeschule mit praktischen Einsätzen in verschiedenen Versorgungsbereichen. Eine Vertiefung wird bereits im Ausbildungsvertrag vereinbart. Unter bestimmten Voraussetzungen können Auszubildende für das letzte Ausbildungsdrittel einen gesonderten Abschluss in der Altenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege wählen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die duale Ausbildung zum/-r Gesundheits- und Krankenpfleger/in dauert insgesamt drei Jahre. Teil der praktischen Ausbildung ist es, die im theoretischen Part gelernten Kenntnisse anzuwenden. Im Pflegedienst stellt sich das Fachpersonal jeden Tag neuen Herausforderungen. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die gesundheitliche Versorgung für die Gesellschaft ist. Die Wahl eines Pflegeberufs bedeutet dementsprechend auch ein Stück weit die Entscheidung etwas zur Gesundheit aller in Deutschland beizutragen.

Wie viel verdient ein/e Gesundheits- und Krankenpfleger/in?

Ausführlicheres zum Gehalt von Gesundheits- und Krankenpflegern/-innen gibt es hier. Auszubildende im öffentlichen Dienst erhalten gemäß TVöD-Pflege (TVöD-P) folgende Ausbildungsgehälter:

TVÖD Pflege Ausbildungsvergütung
1. Ausbildungsjahr 1.490,69 €
2. Ausbildungsjahr 1.552,07 €
3. Ausbildungsjahr 1.653,38 €

Gültig von 01.05.2026

Quelle: TVAöD - Pflege

Examinierte Pflegefachkräfte verdienen im TVöD-VKA bei Eingruppierung in P7 seit Mai 2026 zwischen 3510,30 € und 4305,40 € brutto monatlich. Der Einstieg erfolgt regulär in Stufe 2. Mit steigender Berufserfahrung erhöht sich das Tabellenentgelt. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit können hinzukommen.

Wie viel verdient man pro Stunde?

Bei einer tariflichen Wochenarbeitszeit von 39 Stunden entspricht das TVöD-Einstiegsgehalt von 3.510,30 Euro einem rechnerischen Stundenlohn von rund 20,70 Euro. In Stufe 6 steigt dieser auf etwa 25,40 Euro. Zuschläge können den tatsächlichen Verdienst erhöhen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen gibt es vielfältige Optionen zur Weiterbildung, meist eine Fachweiterbildung in einem bestimmten Bereich. Dies sind z.B. Fachkraft für außerklinische Intensivpflege, Fachkrankenpfleger/in Intensivpflege/Anästhesie sowie in der Hospizpflege, Chirurgie, Schmerztherapie (Weiterbildung zur Pain Nurse) oder Psychiatrie. Eine Weiterbildung im Bereich der Hygiene befähigt zur Hygienefachkraft.

Wer eine Führungsposition anstrebt, kann eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung (PDL) oder Stations- bzw. Bereichsleitung machen. Nicht zuletzt bietet sich auch ein Studium an: Die Studiengänge Pflegewissenschaft, Pflegemanagement, Gesundheitsmanagement oder Advanced Nursing Practice verbinden Pflege und Management miteinander. Auch Fachbereichsspezialisierungen sind möglich, z.B. in der Palliativpflege, Psychiatrie, Prävention oder als Gerontopsychiatrische Fachkraft.

Ausbildungsplätze als

Ausbildung zum Pflegefachmann 2026 (w/m/d)
Bad König
Asklepios Schlossberg Klinik Bad König
29.10.2026

Ausbildung staatlich geprüfte:r Sozialassistent:in (w/m/d)
13355 Berlin
DDA Destiny Diversity Academy GmbH
22.10.2026

Sozialassistent*in - staatlich geprüft - 2-jährige Ausbildung
13507 Berlin
Euro Akademie Berlin
22.10.2026

Ausbildung Sozialassistent (m/w/d)
13509 Berlin
GALB
22.10.2026

Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/d)
93104 Sünching
Caritas
22.10.2026

Ausbildung Sozialassistent/in (m/w/d) staatlich geprüfter Berufsabschluss
10587 Berlin-Charlottenburg
Grone Bildungszentren Berlin GmbH gemeinnützig
22.10.2026

Praxisintegrierte Ausbildung – PIA – zum Erzieher (m/w/d)
Sinn
AWO Kreisverband Karlsruhe Stadt e V
22.10.2026

Ausbildung zum Augenoptiker (w/m/d) für 2026
20249 Hamburg
Fielmann AG
22.10.2026

Ausbildung Pflegefachmann (m/w/d) 01.04.2027 (bis zu 1.653€) Albert-Schweitzer-Haus Köln
50999 Köln
Diakonie Michaelshoven Pflege und Wohnen gGmbH
22.10.2026

Ausbildung Pflegefachkraft (w/m/d) Start 2027
Zirndorf
K S Gruppe
22.10.2026

Ausbildung zum/zur Medizinischen Fachangestellten (w/m/d)
Düsseldorf
Med Rheinland Gesellschaft mit beschränkter Haftung Med GmbH
22.10.2026

Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten sozialpädagogischen Assistent*in
Sengelmannstraße 49, 22297 Hamburg
fachschule für soziale arbeit alsterdorf
22.10.2026

Sozialpädagogische Fachkraft in der Inklusiven Ausbildung (bbA) in Teilzeit
Trier 54294
BÜS Bürgerservice gGmbH
22.10.2026

Auszubildende zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/div)
Hohndorf
fliedner mobil Hohndorf
22.10.2026

Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (m/w/d)
Korschenbroich, Mönchengladbach, Viersen
Evangelische Stiftung Hephata
22.10.2026

Sachbearbeitung (w/m/d) Ausbildungsberatung Hauswirtschaft Teilzeit
/ Wiesloch
Landratsamt Rhein Neckar Kreis
22.10.2026

Praxisintegrierte vergütete Ausbildung (PivA) zum staatlich anerkannten Erzieher (m/w/d)- Waldkita
0 km
Stadt Braunfels
22.10.2026

Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (m/w/d)
Jüchen, Meerbusch
Evangelische Stiftung Hephata
22.10.2026

Auszubildende zum/zur Pflegefachmann/-frau (m/w/d)
Grefrath
Ev Altenzentrum Oedt
22.10.2026

Auszubildende zum/zur Medizinischen Fachangestellten (m/w/d) - Medic-Center Neustadt
Fürth
MCN Medic Center Nürnberg GmbH
22.10.2026

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als

Pflegeberufe: Altenpfleger/in

Altenpfleger/innen pflegen, betreuen und beraten hilfsbedürftige Senioren/-innen ambulant zu Hause oder in einer Seniorenpflegereinrichtung. Sie unterstützen ältere Menschen bei der Bewältigung des täglichen Lebens, z.B. bei der Körperpflege, beim Essen oder beim Anziehen. Darüber hinaus unterhalten sie die Senioren/-innen, motivieren sie zu aktiver Freizeitgestaltung und einem gesunden Lebensstil. Gelegentlich begleiten sie ihre Patienten/-innen bei Behördengängen oder Arztbesuchen.

Aufgaben und Schwerpunkte im Arbeitsalltag

Altenpfleger/innen nehmen vielfältige Tätigkeiten wahr, die sich individuell nach dem jeweiligen Gesundheitszustand ihrer Patienten/-innen richten. Sie nehmen meist pflegerische und medizinische Aufgaben wahr, z.B. das Beobachten und Analysieren von Krankheitsverläufen. Darüber hinaus motivieren sie zu Bewegungsübungen, überwachen die Einnahme von Medikamenten und wechseln ggf. Verbände sowie übernehmen die Wundpflege. Allgemein unterstützen Altenpfleger/innen ältere Menschen bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben wie z.B. Ankleiden, Körperhygiene, Nahrungsaufnahme, Haushaltsführung und Freizeitgestaltung.

Wie kann man Altenpfleger/in werden?

Seit Januar 2020 existiert die klassische Altenpfleger/innen-Ausbildung nicht mehr, sondern die bundeseinheitlich neu geregelte Form der generalistischen Pflegeausbildung. Sie ermöglicht die Spezialisierung in der Altenpflege im dritten Lehrjahr.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum/-r Altenpfleger/in dauert drei Jahre und ist eine duale Ausbildung. Die Lehre kann man aber auch in Teilzeit abschließen. Das dauert dann maximal fünf Jahre.

Wie viel verdient ein/e Altenpfleger/in?

Die Ausbildungsvergütung richtet sich seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz. Im TVAöD-Pflege erhalten Auszubildende seit Mai 2026 zwischen 1.490,69 € bis 1.653,38 € brutto monatlich. Examinierte Pflegefachkräfte verdienen im TVöD-VKA bei Eingruppierung in P7 zwischen 3.510,30 und 4.305,40 Euro. Kirchliche und private Arbeitgeber können abweichende Vergütungen zahlen.

Wie viel verdient man pro Stunde?

Im TVöD-VKA beträgt der rechnerische Stundenlohn für Pflegefachkräfte in Entgeltgruppe P7 bei 39 Wochenstunden etwa 20,70 bis 25,40 Euro brutto. Kirchliche und private Arbeitgeber können andere Arbeitszeiten und Vergütungsregelungen haben. Deshalb lassen sich ihre Stundenlöhne nicht pauschal angeben.

Wie kann ich mich weiterbilden?

Altenpfleger/innen können folgende Fachspezialisierungen absolvieren: Palliativ- und Hospizpflege, gerontopsychiatrische Pflege, klinische Geriatrie und Rehabilitation oder außerklinische Intensivpflege. Darüber hinaus gibt es Weiterbildungen zum/-r Alltagsbegleiter/in, zur Pflegedirektion, Stationsleitung oder Pflegedienstleitung. Auch eine Weiterbildung zum/-r Fachwirt/in in der Alten- und Krankenpflege oder zum/-r Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen ist möglich. Darüber hinaus können Altenpfleger/innen studieren, z.B. Angewandte Gesundheitswissenschaft, Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik oder Pflegemanagement.

Pflegeberufe: Pflegehelfer/in

Pflegehelfer/innen sind bei der Betreuung von pflegebedürftigen Menschen unverzichtbar: Sie sorgen dort für Sauberkeit und Hygiene, wo sich Pflegebedürftige aufhalten. Außerdem assistieren sie bei der Körperpflege und Nahrungsaufnahme der Patienten/-innen, helfen bei der Essensausgabe und begleiten Patienten/-innen zu Untersuchungen bzw. Behandlungen.

Aufgaben und Schwerpunkte im Arbeitsalltag

Zu den wichtigsten Aufgaben von Pflegehelfern/-innen gehört die Patientenbetreuung, z.B. die Hilfe beim Aufstehen, Laufen, Essen und Waschen sowie Umlagerung im Bett und das Wechseln der Bettwäsche. Auch die Vorbereitung und Reinigung von Instrumenten und Gerätschaften gehört dazu, ebenso wie die Mitwirkung bei diagnostischen Maßnahmen oder der Blutentnahme.

Pflegehelfer/innen nehmen und verschicken auch Proben wie Urin, Stuhl oder Auswurf an Labore. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Assistenz bei sogenannten einfachen Behandlungen, die Medikation nach ärztlicher Anweisung, das Anlegen und Wechseln von Verbänden, die Mithilfe bei der Überwachung des Patientenzustands und die Mitarbeit an Nachtwachen.

Was ist der Unterschied zwischen Pflegehelfer/in und Pflegehilfskraft?

Pflegehilfskräfte erhalten meist neben ihren Aufgaben vertiefende Einblicke in z.B. Arbeitsorganisation und -methodik, Grundlagen der Krankheitslehre, Krankenbeobachtung und Hygiene. Pflegehelfer/innen erhalten darüber hinaus Einblicke in die Themen Pflegekonzepte und -techniken sowie persönliche Grenzen und Grenzerfahrungen. Die Unterschiede im praktischen Pflegealltag bzw. in den Aufgaben sind also gering.

Bewerben und eine Stelle finden

Wer sich für ein Berufsbild entschieden hat und einen der Ausbildungsplätze für Pflegefachpersonen ergattern möchte, muss ein paar Aspekte bei der Bewerbung beachten. Dabei kommt es zum Beispiel auf die Reihenfolge der Bewerbungsmappe an und man kann seine Chancen durch eine gelungene Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch erhöhen. Fragen, die sich im Bewerbungsprozess ergeben, kann man dann beispielsweise im direkten Kontakt mit dem Arbeitnehmer klären oder auch per E-Mail. Egal wie: Es bekundet auf jeden Fall ernsthaftes Interesse am Job.

Wie kann man Pflegehelfer/in werden?

Bis Ende 2026 gelten für die Pflegehilfe- und Pflegeassistenzausbildung unterschiedliche landesrechtliche Regelungen. Ab 1. Januar 2027 startet die bundesweit einheitliche Pflegefachassistenzausbildung. Sie ersetzt schrittweise die bisherigen landesrechtlichen Ausbildungswege. Die neue Ausbildung dauert regulär 18 Monate in Vollzeit und sieht eine angemessene Ausbildungsvergütung vor.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die bisherigen landesrechtlichen Pflegehilfe-Ausbildungen dauern je nach Bundesland meist ein bis zwei Jahre. Ab 2027 beträgt die reguläre Ausbildungsdauer der neuen Pflegefachassistenz 18 Monate in Vollzeit. Die Ausbildung verbindet theoretischen Unterricht mit praktischen Einsätzen in verschiedenen Pflegeeinrichtungen.

Wie viel verdient ein/e Pflegehelfer/in?

Die Vergütung bisheriger Pflegehilfe-Ausbildungen hängt vom jeweiligen Ausbildungsmodell und Träger ab. Die genannten Beträge von 649 und 766 Euro sind keine allgemein gültigen Ausbildungsgehälter. Ab 2027 sieht die neue bundesweite Pflegefachassistenzausbildung eine angemessene Vergütung vor. Nach der Ausbildung unterscheiden sich die Gehälter je nach Qualifikation, Arbeitgeber und Tarifbindung. Ausführlicheres zum Gehalt von Pflegehelfern/-innen gibt es hier.

Wie viel verdient man als ungelernte/r Pflegehelfer/in?

Für Pflegehilfskräfte ohne einschlägige Ausbildung gilt seit dem 1. Juli 2026 ein Pflegemindestlohn von 16,52 Euro brutto pro Stunde. Zum 1. Juli 2027 steigt dieser auf 16,95 Euro. Die Regelung gilt für Beschäftigte in Pflegebetrieben, die unter die Pflegearbeitsbedingungenverordnung fallen.

Wie viel verdient man pro Stunde?

Qualifizierte Pflegehilfskräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung und entsprechender Tätigkeit erhalten seit Juli 2026 mindestens 17,80 Euro brutto pro Stunde. Ab Juli 2027 steigt der Pflegemindestlohn auf 18,26 Euro. Für ungelernte Pflegehilfskräfte gelten niedrigere Mindestentgelte.

Weiterbildungsoptionen

Pflegehelfer/-innen können sich in den Bereichen Krankenpflege, Krankenbetreuung, Pflegedokumentation oder Hygiene weiterbilden. Die Ausbildung zur Pflegefachkraft wird besonders oft gewählt, denn hierbei können einige Teile der Helferausbildung angerechnet werden, was die Dauer entsprechend verkürzt. Auch eine kaufmännische Fortbildung zum/-r Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen ist denkbar. Mit Hochschulzugangsberechtigung kann auch ein Studium in Pflegemanagement, Pflegewissenschaft oder Pflegepädagogik angeschlossen werden.

Pflegeberufe: Pflegedienstleitung (PDL)

Als Pflegedienstleitung nimmt man organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben im Pflegebereich wahr. PDL koordinieren und organisieren die Abläufe in einer Pflegeeinrichtung oder einem Pflegebereich, u.a. die Personalbedarfsermittlung, Mitarbeiterauswahl, Koordination von Weiterbildungsmaßnahmen oder Dienstplanerstellung. Auch Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement sind wichtige Aufgaben, ebenso Controlling und Finanzen.

Aufgaben und Schwerpunkte im Arbeitsalltag

Die Pflegedienstleitung übernimmt maßgebliche Aufgaben in der Personalführung, z.B. die Dienstplaneinteilung oder Einstellungen. Sie organisieren die Patientenaufnahme, ermitteln individuelle Pflegebedürfnisse und erstellen Dienstanweisungen und Arbeitsanordnungen. Auch Qualitätsmanagement gehört dazu, z.B. die Entwicklung von Pflegestandards und -konzepten.

Wie kann man Pflegedienstleitung werden?

Pflegedienstleitung kann jede/r werden, der/die eine abgeschlossene Berufsausbildung der Arbeitsfelder Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in, Pflegefachkraft oder Altenpfleger/in absolviert hat.

Darüber hinaus muss man als Qualifikation mindestens zwei Jahre praktische Berufserfahrung in den letzten acht Jahren gesammelt haben und eine Weiterbildungsmaßnahme für leitende Funktionen mit einem Umfang von mindestens 460 Stunden abgeschlossen haben.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Pflegedienstleitung ist keine klassische Ausbildung. I.d.R. sind mehrere Jahre Berufserfahrung und 460 Stunden Fortbildung nötig, um die Berufstätigkeit ausüben zu können.

Wie viel verdient eine Pflegedienstleitung?

Das Monatsgehalt einer Pflegedienstleitung beträgt gemäß Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit ca. 5.232 Euro brutto. Ausführlicheres zum Gehalt von PDL gibt es hier.

Wie viel verdient man pro Stunde?

Ausgehend vom Mediangehalt von 5.232 Euro entspricht der Stundenlohn einer Pflegedienstleitung 30 Euro. In der Regel nimmt das Gehalt mit steigender Berufserfahrung zu.

Wie kann ich mich weiterbilden?

Pflegedienstleitungen können sich in medizinischen oder verwaltungstechnischen Bereichen weiterbilden. Dies sind insbesondere Gesundheitsmanagement, Qualitätsmanagement, Mitarbeiterführung, Konfliktmanagement oder IT im Gesundheitswesen sowie Fachweiterbildungskurse für Pflegedokumentation und -planung, Personalbedarfsermittlung, -beschaffung und -auswahl und ambulante Pflege. Es sind auch folgende Studiengänge möglich: Master of Social Management, Master of Public Health, Gesundheitsmanagement, Pflegewissenschaft, Pflegemanagement oder Sozialgerontologie sowie Supervisor.

Stellenangebote – Den passenden Pflegeberuf finden

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Häufige Fragen zu Gehältern in der Pflege

  1. Welche Pflegeberufe gibt es?
  2. Zu den wichtigsten Pflegeberufen zählen Pflegefachfrau und Pflegefachmann, Pflegehelfer und Pflegefachassistenten. Weitere Karrierewege bieten die Kinderkrankenpflege, Altenpflege und Pflegedienstleitung.

  3. Wie lange dauert die Ausbildung in der Pflege?
  4. Die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert regulär drei Jahre in Vollzeit. Ab 2027 gibt es außerdem eine bundesweit einheitliche Pflegefachassistenzausbildung mit einer Dauer von 18 Monaten.

  5. Wie viel verdient man in der Pflegeausbildung?
  6. Angehende Pflegefachkräfte erhalten im TVAöD-Pflege seit Mai 2026 zwischen 1.490,69 und 1.653,38 Euro brutto monatlich. Die Höhe hängt vom Ausbildungsjahr und vom geltenden Tarifvertrag ab.

  7. Wie hoch ist der Pflegemindestlohn 2026?
  8. Seit Juli 2026 beträgt der Pflegemindestlohn 16,52 Euro für Pflegehilfskräfte und 17,80 Euro für qualifizierte Pflegehilfskräfte. Pflegefachkräfte erhalten mindestens 21,03 Euro brutto pro Stunde.

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Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Autor
Isabelle Konnegen
Isabelle Konnegen
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 06.11.2026

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