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Medi-Karriere Medizinische Berufe Pflegefachfrau

Pflegefachfrau / Pflegefachmann – Ausbildung und Berufsbild

Pflegefachfrau Ausbildung

Ausbildungstyp

Duale Ausbildung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Voraussetzung

Mittlerer Schulabschluss

518 freie Ausbildungsplätze als Pflegefachfrau / Pflegefachmann

  • Ausbildung
  • Ausbildungsvergütung
  • Ausbildungsplätze
  • Gehalt
  • Bewerbung
  • Jobs
  • Karrierewege
  • Weiterbildung

Die Ausbildung als Pflegefachfrau / Pflegefachmann fasst seit Beginn des Jahres 2020 die Ausbildungsgänge der Alten- und Krankenpflege in einer generalistischen Ausbildung zusammen. Pflegefachleute können später sowohl in Seniorenheimen und anderen Einrichtungen der Altenpflege als auch in Krankenhäusern und Kliniken arbeiten.

Details zur Ausbildung, zum Berufsbild und zum Gehalt gibt es hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre (Verkürzung möglich)
  • Ausbildungsform: Generalistische Ausbildung mit Theorie und Praxis
  • Abschluss: Staatlich anerkannte Prüfung (schriftlich, mündlich, praktisch)
  • Einsatzbereiche: Krankenhäuser, Pflegeheime, ambulante Dienste, Reha-Einrichtungen
  • Mediangehalt: 12.182 Euro brutto monatlich
  • Einstiegsgehalt: ca. 3187,41 € brutto monatlich
  • Karrierechancen: Sehr gut durch Fachkräftemangel und viele Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Arbeitszeiten: Schichtdienst, Wochenend- und Feiertagsarbeit üblich

Was macht ein/e Pflegefachfrau / Pflegefachmann?

Als Pflegefachfrau / Pflegefachmann ist man für die Betreuung von kranken und pflegebedürftigen Menschen zuständig. Dabei hilft man ihnen zum Beispiel bei der Körperpflege und Nahrungsaufnahme. Nach ärztlicher Anordnung versorgen Pflegefachleute Wunden, führen Infusionen durch oder nehmen Blut ab. Auch die Vorbereitung auf operative Eingriffe kann zum Berufsalltag gehören. Je nach der Spezialisierung, die man gewählt hat, arbeitet man dabei mit Patienten/-innen verschiedener Altersgruppen.

Neben den Aufgaben mit direktem Patientenkontakt haben ausgebildete Pflegefachkräfte auch organisatorische Aufgaben zu erledigen. Die Planung von pflegerischen Maßnahmen, Verwaltung des Arzneimittelbestandes und die Qualitätssicherung fallen unter anderem in den Aufgabenbereich einer/-s Pflegefachfrau / Pflegefachmanns. Der Alltag in diesem Beruf gestaltet sich daher sehr abwechslungsreich und es sind diverse Spezialisierungen möglich.


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Pflegefachfrau/ Pflegefachmann – Ausbildung

Die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann wurde mit dem Pflegereformgesetz  neu geschaffen. Folgende Ausbildungen wurden damit in der neuen generalistischen Ausbildung zusammengefasst:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Altenpfleger/in

Neue Ausbildung Pflegefachfrau /-mann seit 2020

In der generalistischen Ausbildung zur Pflegefachfrau/-mann können Interessierte seit Januar 2020 an entsprechenden Berufsfachschulen den Beruf erlernen. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob sie eine Schule für Altenpflege oder Krankenpflege besuchen. Generalistisch bedeutet, dass man alle Pflegebereiche im Rahmen der Ausbildung kennenlernt.

Innerhalb der Ausbildung zur Pflegefachfrau / Ausbildung zum Pflegefachmann lernt man alles über die Berufsfelder und kann sich anschließend entscheiden, in welchem Bereich man tätig werden möchte. Je nach Ausbildungsstätte ist es auch möglich, sich im letzten Ausbildungsjahr auf ein Berufsfeld zu spezialisieren.

Zugangsvoraussetzungen

Vorausgesetzt für die Ausbildung zur Pflegefachfrau / Pflegefachmann wird ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss). Daneben kann die Ausbildung auch mit einem Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in der Pflege wie zum Beispiel als Pflegehelfer/in absolviert werden. Des Weiteren benötigt man häufig ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung, ein polizeiliches Führungszeugnis und ggf. ein Vorpraktikum. Bei der Bewerbung wird auf gute Noten in Biologie, Chemie, Ethik, Deutsch und auch Mathematik geachtet. Diese Schulfächer bieten nämlich eine Grundlage für den späteren Beruf, da man ein gutes Verständnis für die biologischen Zusammenhänge des menschlichen Körpers, der Krankheiten und Therapiemaßnahmen benötigt und zum Beispiel für die Abrechnungen der Pflegeleistungen mit Zahlen umgehen muss.

Über die Schulfächer hinaus sollte man aber auch bestimmte persönliche Eigenschaften besitzen. Denn die Ausbildung zum Pflegefachmann/ zur Pflegefachfrau und die spätere Arbeit im Beruf ist anspruchsvoll, erfordert ein hohes Verantwortungsbewusstsein und großes Einfühlungsvermögen. Als Pflegefachfrau/-mann kümmert man sich um die unterschiedlichsten Patienten/-innen und sollte auf deren Bedürfnisse eingehen können. Gute Kommunikationsfähigkeiten und eine freundliche Art sind hier enorm wichtig.

Manchmal hat man es mit schwierigen, ungeduldigen oder uneinsichtigen Patienten/-innen zu tun. In diesen Fällen braucht man Durchsetzungsvermögen, Geduld und Konfliktfähigkeit. Man muss in der Lage sein Notfallsituationen richtig einzuschätzen, dabei ruhig bleiben und schnelle Entscheidungen treffen. Es ist im Allgemeinen ein recht stressiger Beruf, der auch belastend werden kann, insbesondere wenn man häufiger mit schwer kranken Patienten/-innen arbeitet. Wichtige Eigenschaften für die Ausbildung zum Pflegefachmann/-frau und die spätere Arbeit im Beruf sind psychische und physische Belastbarkeit. Entsprechende gesundheitliche Eignung wird vorausgesetzt. Dies sollte man bei der Berufswahl berücksichtigen.

Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann dauert 3 Jahre und führt zu einer staatlich anerkannten Abschlussprüfung. Dabei werden 2.100 Stunden theoretische Inhalte an der Pflegeschule vermittelt, während 2.500 Stunden als praktische Ausbildung bei Arbeitgebern im Gesundheitswesen wie Kliniken, Krankenhäusern oder Altenwohn- und Pflegeheimen absolviert werden. Der genaue Ablauf kann sich jedoch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.

In der praktischen Ausbildung absolvieren Auszubildende an verschiedenen Einrichtungen der Gesundheits- und Altenpflege. In der Regel lernen sie dabei zunächst die stationäre Langzeitpflege in Pflegeheimen oder Krankenhäusern kennen. Anschließend finden Einsätze in der ambulanten Pflege statt. Der Praxisteil dient zur Vertiefung der theoretischen Unterrichtsinhalte und bringt den Auszubildenden den späteren Arbeitsalltag näher.

Ausbildungsinhalte

Im theoretischen Unterricht lernen angehende Pflegefachleute unter anderem medizinisch-naturwissenschaftliche Grundlagen und verschiedene Pflegetechniken kennen. Sie erfahren, wie sie pflegebedürftige Personen fördern und belegen Fächer wie Gesundheitserziehung. Wie Pflegeprozesse gestaltet, organisiert und gesteuert werden sind ebenfalls Inhalte der Ausbildung.

Sie lernen weiterhin:

  • wie man Menschen in der Bewegung und Selbstversorgung unterstützt
  • wie man Menschen in kurativen Prozessen pflegerisch unterstützt
  • wie man in Notfallsituationen handelt
  • alles zur Prävention

Darüber hinaus belegen sie Deutschunterricht und erfahren, worauf es bei der Kommunikation mit unterschiedlichen Menschen ankommt. Auch die Qualitätssicherung gehört zum Lehrplan, denn in der Pflege sind zahlreiche Qualitätsstandards zu erfüllen.

Theoretische Ausbildung Pflegefachfrau-/mann Jahr 1/2 Jahr 3
Pflegeprozesse und Pflegediagnostik
in akuten und dauerhaften
Pflegesituationen verantwortlich planen,
organisieren, gestalten, durchführen,
steuern und evaluieren.
680 Std. 320 Std.
Kommunikation und Beratung
personen- und situationsbezogen gestalten.
200 Std. 80 Std.
Intra- und interprofessionelles Handeln
in unterschiedlichen systemischen
Kontexten verantwortlich gestalten und
mitgestalten.
200 Std. 100 Std.
Das eigene Handeln auf der Grundlage
von Gesetzen, Verordnungen und
ethischen Leitlinien reflektieren und
begründen.
80 Std. 80 Std.
Das eigene Handeln auf der Grundlage
von wissenschaftlichen Erkenntnissen
und berufsethischen Werthaltungen
und Einstellungen reflektieren und
begründen.
100 Std. 60 Std.
Stunden zur freien Verteilung 140 Std. 60 Std.
Gesamt 1.400 Std. 700 Std.

Die Inhalte der praktischen Ausbildung unterscheiden sich je nach Einrichtung und Station. Im Verlauf der Ausbildung sollen jedoch die allgemeinen Bereiche stationäre Akutpflege, stationäre Langzeitpflege und ambulante Akut-/Langzeitpflege abgedeckt werden. Genauer lernt man ebenso die Bereiche der allgemein-, geronto-, kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung kennen und verbringt einen Pflichteinsatz in der pädiatrischen Versorgung. Auch ein Praxiseinsatz in der Pflegeberatung oder Rehabilitation ist vorgesehen. Somit deckt man im Verlauf der Ausbildung das breite Spektrum der Einsatzorte für Pflegefachfrauen / Pflegefachmänner ziemlich gut ab.

Praktische Ausbildung Pflegefachfrau-/mann Ausbildungsjahr 1/2 Ausbildungsjahr 3
Orientierungseinsatz zu Beginn der Ausbildung beim Ausbildungsbetrieb 400 Std. 0
Pflichteinsatz Stationäre Akutpflege 400 Std. 0
Pflichteinsatz Stationäre Langzeitpflege 400 Std. 0
Pflichteinsatz Ambulante Akut-/Langzeitpflege 400 Std. 0
Pflichteinsatz pädiatrische Versorgung 120 Std 0
Pflichteinsatz psychiatrische Versorgung 0 120 Std.
Vertiefungseinsatz im Bereich eines Pflichteinsatzes 0 500 Std.
Weitere Einsätze zur freien Verteilung 0 160 Std.
Gesamt 1.720 Std. 780 Std.

Ausbildungsdauer

Die generalistische Ausbildung zur/-m Pflegefachfrau / Pflegefachmann dauert in der Regel drei Jahre. Wer jedoch bereits eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung vorzuweisen hat, kann die Ausbildungsdauer um bis zu zwei Jahre verkürzen. Auch Auszubildende, die bereits einen der Assistenz- und Helferberufe (zum Beispiel die Ausbildung zum/-r Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in) erlernt haben, können die Ausbildung zur Pflegefachkraft um ein Drittel verkürzen.

Pflegefachfrau Ausbildung Aufbau

Ausbildungsorte

Der theoretische Anteil der Ausbildung zur Pflegefachkraft findet an einer Pflegeschule statt. Den praktischen Teil absolvieren Auszubildende an verschiedenen Einrichtungen der Gesundheits- und Altenpflege. In der Regel lernen sie dabei zunächst die stationäre Langzeitpflege in Pflegeheimen oder Krankenhäusern kennen. Anschließend finden Einsätze in der ambulanten Pflege statt.

Ausbildungsplätze als Pflegefachfrau / Pflegefachmann

Ausbildung zum Pflegefachmann 2026 (w/m/d)
Bad König
Asklepios Schlossberg Klinik Bad König
26.06.2026

Ausbildung Pflegefachassistent/in (m/w/d)
33178 Borchen
Caritas Altenhilfe im Erzbistum Paderborn gGmbH
13.07.2026

Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau/Pflegefachkraft (d/w/m) in Köln
50996 Köln
CURA Seniorenwohn und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau (m/w/d)
50935 Köln
Caritas Bildungszentrum für Pflege GmbH
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachkraft (m/w/a) in unserer ambulanten Pflege in Köln
50996 Köln
CURA Seniorenwohn und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachkraft (m/w/d) ab 01. Oktober 2026
Bergisch Gladbach
Quirlsberg Diakonischer Gesundheitscampus
13.07.2026

Ausbildung als Pflegefachhelferin / Pflegefachhelfer (m/w/d)
93053 Regensburg
medbo KU Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz
13.07.2026

Ausbildung / Umschulung zum staatlich geprüfter Pflegefachhelfer (m/w/d) 2026
97616 Bad Neustadt an der Saale
RHÖN KLINIKUM CAMPUS BAD NEUSTADT
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachassistent/in (m/w/d)
50999 Köln
Diakonie Michaelshoven e V
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachassistent/-in
50935 Köln
Caritas Bildungszentrum für Pflege GmbH
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau (m/w/d)
85276 Pfaffenhofen an der Ilm
Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste DAA mbH
13.07.2026

Auszubildende als Pflegefachfrau / Pflegefachmann (w/m/d) zum 01. Januar 2027
50937 Köln
Uniklinik Köln
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau (m/w/d) in Bayern
82362 Weilheim in Oberbayern
CURATA Care
13.07.2026

Ausbildung zur Pflegefachperson (m/w/d)
61348 Bad Homburg vor der Höhe
Vitos Hochtaunus gGmbH
13.07.2026

Auszubildende als Pflegefachfrau / Pflegefachmann (w/m/d) zum 01. April 2027
50937 Köln
Uniklinik Köln
13.07.2026

Verkürzte Ausbildung Pflegefachfrau / Pflegefachmann (w/m/d) Einstieg ins 2. Ausbildungsjahr zum Januar, April, August oder Oktober
50937 Köln
Uniklinik Köln
13.07.2026

Auszubildende als Pflegefachfrau / Pflegefachmann (w/m/d) zum 01. Oktober 2026
50937 Köln
Uniklinik Köln
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachfrau/Pflegefachmann (3 Jahre)
64293 Darmstadt
apm
13.07.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau (m/w/d)
50968 Köln
Pflegeschule VfA e V Verein für soziale Angelegenheiten
13.07.2026

Auszubildende zum Pflegefachassistent*in (Altenpflegefachhelfer*in) in MV- Ausbildungsdauer 1,5 Jahre
23966 Wismar
Diakonie Nord Nord Ost
13.07.2026

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Pflegefachfrau / Pflegefachmann

Ausbildungsabschluss

Die Ausbildung zur/-m Pflegefachfrau / Pflegefachmann schließt nach dem letzten Ausbildungsdrittel mit einer staatlichen Prüfung ab. In der Regel besteht diese aus einer mündlichen, schriftlichen und praktischen Prüfung.

Bereits nach Ende des zweiten Ausbildungsdrittels findet eine Zwischenprüfung über die bis dahin erlernten Inhalte statt. Nach der bestandenen Zwischenprüfung kann man sich außerdem entscheiden, ob man die Ausbildung als Pflegefachfrau / Pflegefachmann fortsetzt oder lieber den Abschluss als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in oder Altenpfleger/in erwerben möchte.

Perspektiven nach der Ausbildung

Aufgrund des Fachkräftemangels in der Pflege sind Pflegefachfrauen / Pflegefachmänner stets sehr gefragt. Je nach gewählter Spezialisierung findet man also in diversen Einrichtungen Arbeitsplätze. Als potentielle Arbeitgeber kommen insbesondere folgende in Frage.

Arbeitgeber als Pflegefachfrau/-mann

Als Pflegefachfrau bzw. -mann findest Du bei folgenden Arbeitgebern passende Stellen:

  • Krankenhäuser
  • Kliniken
  • Altenwohn- und Pflegeheime
  • Einrichtungen für betreutes Wohnen
  • Ambulante Pflegedienste
  • Medizinische Versorgungszentren

Neben einer Vielzahl an Anpassungsweiterbildungen zu Themen wie Pflegedokumentation oder Digitalisierung kann man sich auch beruflich weiterbilden, um eine Führungsposition anzustreben. Die Ausbildung legt somit einen sehr guten Grundstein für eine Karriere in der Pflege.

Pflegefachmann – Ausbildungsvergütung

Die Ausbildung als Pflegefachkraft soll dem Gesetzgeber zufolge angemessen vergütet werden. Wie hoch genau das Gehalt während der Ausbildung ausfällt, unterscheidet sich je nach Ausbildungsstätte, Träger und geltendem Tarifvertrag.

Zudem steigt das Gehalt mit jedem Ausbildungsjahr, so dass es nach drei Jahren höher ist als im Jahr eins oder Jahr zwei. Der Tarifvertrag öffentlicher Einrichtungen sieht folgendes Gehalt vor:

Pflegefachfrau/-mann Ausbildungsvergütung

Gehalt je Ausbildungsjahr. Alle Angaben in Euro brutto pro Monat.


Quelle: Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD)

Pflegefachmann – Gehalt

Die Bundesagentur für Arbeit gibt für Pflegefachkräfte ein mittleres monatliches Bruttogehalt von 12.182 Euro an. Im öffentlichen Dienst erfolgt die Eingruppierung in die Entgeltgruppe P7 nach dem TVöD. Abhängig von der Berufserfahrung bewegt sich das Gehalt dabei zwischen 3187,41 € und 4013,41 € brutto im Monat. Dabei unterscheidet der Tarifvertrag zwischen den Grundstufen 1 und 2 sowie den darauf aufbauenden Entwicklungsstufen 3 bis 6.

Pflegefachfrau/-mann Gehalt

Verdienst nach Berufserfahrung nach TVÖD. Alle Angaben in Euro brutto pro Monat.

Besonders durch die Art des Arbeitgebers kann das Gehalt als Pflegefachfrau / Pflegefachmann sehr unterschiedlich ausfallen. Gute Chancen auf ein höheres Gehalt hat man, wenn man in einer öffentlichen Einrichtung arbeitet. Diese bezahlen nach den Tarifen des Öffentlichen Dienstes. Dort kann man mit den Jahren, die an Berufserfahrung hinzukommen, stetig in höhere Gehaltsstufen aufsteigen. Auch kirchliche Einrichtungen bezahlen nach Tarif, allerdings haben sie dafür ihre eigenen Tabellen.

Ist man in einer privaten Einrichtung beschäftigt, wird man nicht tariflich entlohnt. Da diese Arbeitgeber die Vergütungen, die sie zahlen, selbst festlegen, können diese sehr unterschiedlich ausfallen und gegebenenfalls auch niedriger als bei kirchlichen oder öffentlichen Trägern.

Mehr und ausführlichere Informationen zum Gehalt gibt es im Artikel:

  • Gehalt Pflegefachfrau / Pflegefachmann in Deutschland

Aufgaben im Arbeitsalltag

Die Aufgaben im Berufsleben von Pflegefachfrauen / Pflegefachmännern hängt grundsätzlich von dem konkreten Arbeitsbereich, der Einrichtung und der möglichen Spezialisierung ab. In der Altenpflege begleiten und unterstützen sie Senioren/-innen bei der Bewältigung des täglichen Lebens.

Im Bereich der Krankenpflege sind sie für die Betreuung und Pflege von Patienten/-innen aller Altersgruppen im Krankenhaus oder der Klinik zuständig. Pflegefachleute können auch in der Heilerziehungspflege tätig werden. In diesem Bereich arbeiten sie mit Menschen mit Behinderungen zusammen.

Im Allgemeinen versorgen und betreuen sie also die Patienten/-innen der jeweiligen Einrichtung, assistieren bei ärztlichen Maßnahmen und sind für die Dokumentation der Patientendaten zuständig. Folgende Aufgaben kommen als Pflegefachfrau und Pflegefachmann auf einen zu:

Pflegerische Maßnahmen

Bei der Versorgung von Patienten/-innen fallen diverse Aufgaben an. Neben grundpflegerischen Maßnahmen wie Körperpflege oder Bettung und Lagerung der Patienten/-innen fallen weitere Tätigkeiten an wie folgende:

  • Blutdruck messen
  • Puls messen
  • Temperatur messen
  • Körpergewicht wiegen
  • Medikamente verabreichen
  • Wunden versorgen
  • Verbände anlegen
  • Infusionen legen
  • Transfusionen durchführen
  • Blutentnahmen

Als Pflegefachfrau / Pflegefachmann bereitet man Patienten/-innen zudem auf sämtliche weitere pflegerischen Maßnahmen vor.

Pflegebedarf ermitteln und dokumentieren

Bevor pflegerische Maßnahmen durchgeführt werden können, muss zunächst die Ermittlung des Pflegebedarfs durchgeführt werden. Denn erst wenn genau festgestellt wurde, was dem/-r Patienten/-in fehlt, kann gemeinsam mit den Ärzten/Ärztinnen geplant werden, welche Maßnahmen ergriffen werden. Der Pflegebedarf und die Maßnahmen müssen dann wiederum genauestens dokumentiert werden, um nachvollziehen zu können, welche Behandlungen warum bei Patienten/-innen durchgeführt wurden.

Beratung von Patienten/-innen und Angehörigen

Nicht nur Patienten/-innen müssen auf pflegerische Maßnahmen vorbereitet werden, sondern auch ihre Angehörigen. Dabei erklärt man als Pflegefachkraft den Patienten und Angehörigen die Maßnahmen, beantwortet Fragen und nimmt etwaige Sorgen und Ängste. Auch wenn es um Rehabilitation geht, steht man als Pflegefachfrau / Pflegefachmann den Patienten/-innen zur Seite und berät sie zu den einzelnen Schritten.

Weitere Aufgaben

Der Beruf als Pflegefachfrau / Pflegefachmann ist sehr abwechslungsreich, weswegen es eine Vielzahl weiter Aufgaben im Arbeitsalltag gibt. Neben der Vorbereitung der Visite gehört zu den Aufgaben auch die regelmäßige Besprechung des Behandlungsverlaufs der Patienten mit Ärzten/Ärztinnen. Man ist außerdem für die vorschriftsmäßige Verwaltung von Arzneimitteln zuständig. Zudem fallen auch Verwaltungsaufgaben wie Dokumentation und Abrechnungen an.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Mit einer Weiterbildung können sich Pflegefachleute auf einen bestimmten Fachbereich spezialisieren, Fachkenntnisse vertiefen, administrative Fähigkeiten verbessern und sogar eine Führungsposition anstreben. Mit höheren Qualifikationen lässt sich außerdem die Vergütung erhöhen.

In der Pflege gibt es zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, somit haben Pflegefachleute die Qual der Wahl. Sie können sich zum Beispiel auf die Geriatrie, Psychiatrie, Intensivpflege, Schmerztherapie (durch die Weiterbildung zur Pain Nurse) oder Palliativpflege spezialisieren.

Weiterbildungsmöglichkeiten für eine Leitungsposition

  • Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Betriebswirt im Sozialwesen
  • Betriebswirt Management im Gesundheitswesen
  • Weiterbildung zur Stationsleitung

Studium im Pflegebereich

  • Medizinische Assistenz
  • Pflegemanagement
  • Pflegewissenschaft
  • Public Health
  • Medizinstudium

Wer seinen Berufsalltag nicht verlassen möchte, hat bei vielen Studiengängen die Option diese berufsbegleitend oder dual zu studieren.

Pflegefachfrau / Pflegefachmann – Arbeitszeiten und Einsatzorte

Die Arbeit im Pflegebereich setzt Flexibilität voraus. In der Regel ist man als Pflegefachfrau / Pflegefachmann im Schichtdienst tätig. Je nach Einsatzbereich können auch Nachtdienste anfallen. Ebenso gehört die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen zum Standard. Für diese Wochenend- und Feiertagsdienste gibt es aber immerhin Sonderzuschläge.

Wer geregeltere Arbeitszeiten möchte, findet diese beispielsweise bei Diensten der ambulanten Pflege, als Pflegekraft im Gesundheitsamt, in Einrichtungen des betreuten Wohnens oder beim Wechsel zu einer Verwaltungsposition innerhalb eines Krankenhauses. Auch mit einer Weiterbildung zur Heim- und Einrichtungsleitung hat man gute Chancen auf weniger unregelmäßige Dienstzeiten.

Pflegefachkräfte werden dringend gesucht. Nach abgeschlossener Ausbildung bestehen daher gute Aussichten auf einen sicheren Arbeitsplatz. Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner sind im Bereich der Pflege breit aufgestellt und können zum Beispiel in Krankenhäusern, Facharztpraxen, Gesundheitszentren, Seniorenheimen, sozialen Einrichtungen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder bei Pflegediensten angestellt werden.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wer sich noch weiter spezialisieren möchte, findet auch dazu zahlreiche Wege und Fachrichtungen. Wer einmal angefangen hat, als Pflegefachkraft zu arbeiten, bewegt sich in einem Berufsfeld, das ständig im Wandel ist und immer Raum zur Entwicklung gibt. So bleibt der Arbeitsalltag immer vielseitig und man muss nicht am selben Arbeitsort bleiben, wenn sich die Interessen mit den Arbeitsjahren verändern oder konkretisieren.

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Zu den freien Pflegefachfrau / Pflegefachmann Jobs

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Häufige Fragen

  1. Was ist ein/e Pflegefachfrau / Pflegefachmann?
  2. Ein/e Pflegefachfrau / Pflegefachmann ist eine ausgebildete Pflegefachkraft. Vielen geläufiger ist noch die Berufsbezeichnung Krankenschwester oder Gesundheits- und Krankenpfleger/in geläufiger. Als Pflegefachfrau / Pflegefachmann kümmert man sich um pflegebedürftige Menschen in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Kliniken, aber auch bei ambulanten Pflegediensten.

  3. Was verdient man als Pflegefachfrau / Pflegefachmann?
  4. Als Pflegefachfrau / Pflegefachmann verdient man zwischen zwischen 3187,41 € und 4013,41 € brutto im Monat. Neben der Erfahrung hängt das genaue Gehalt einer/-s Pflegefachfrau /Pflegefachmanns aber auch von vielen weiteren Faktoren ab. Dazu zählen das Alter, das Geschlecht, das Bundesland und die Region, in der man tätig ist, aber vor allem die Art der Einrichtung, in der man arbeitet. Bei öffentlichen und tariflichen Trägern verdient man in der Regel mehr Gehalt, da diese nach einem Tarifsystem vergüten. Bei privat geführten Häusern ist dies nicht der Fall. Diese legen ihre Gehälter selbst fest, wodurch es zu geringeren Verdiensten kommen kann.

  5. Was muss man als Pflegefachfrau / Pflegefachmann können?
  6. Als Pflegefachfrau / Pflegefachmann sollte man über viel Empathie, eine gute Kommunikationsfähigkeit, Nervenstärke und körperliche Ausdauer verfügen. Nicht zuletzt sollte man medizinisch und naturwissenschaftlich interessiert sein, um alle medizinischen Hintergründe verstehen und danach handeln zu können.

  7. Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Pflegefachfrau / Pflegefachmann?
  8. Zu einer Bewerbung als Pflegefachfrau / Pflegefachmann gehören Lebenslauf, Anschreiben und Anlagen wie Zeugnisse und Zertifikate. Im Lebenslauf sollten die wichtigsten schulischen beruflichen Stationen stehen, mit der aktuellen Position zuerst. Beim Bewerbungsschreiben kommt es darauf an, die eigenen Fähigkeiten und die persönliche Motivation mit den Zielen des Unternehmens zu verknüpfen und so zu belegen, dass man die richtige Person für die Stelle ist.

  9. Welche Fächer hat man in der Ausbildung zur/-m Pflegefachfrau / Pflegefachmann?
  10. In der Ausbildung zur/-m Pflegefachfrau / Pflegefachmann hat man Fächer wie Arzneimittellehre, Hygiene und medizinische Mikrobiologie, Anatomie, Biologie und Physiologie sowie Grundlagen der Psychologie, Soziologie und Pädagogik.

  11. Was kann man nach der Ausbildung zur/-m Pflegefachfrau / Pflegefachmann machen?
  12. Nach der Ausbildung zur/-m Pflegefachfrau / Pflegefachmann kann man in Alten- und Pflegeheimen, in der ambulanten Pflege, aber auch in Krankenhäusern und Kliniken oder beim Gesundheitsamt arbeiten. Wer eine verantwortungsvollere Tätigkeit mit mehr Gehalt ausüben möchte, kann sich auch für eine Weiterbildung entscheiden, beispielsweise als Heim- und Einrichtungsleitung, Stationsleitung oder als Praxisanleiter/in. So stehen einem nach der Ausbildung noch viele Wege offen.

Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Antonia Knobel
Antonia Knobel
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 22.04.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht ein/e Pflegefachfrau/-mann?
  2. Ausbildung
  3. Ausbildungsvergütung
  4. Gehalt im weiteren Berufsleben
  5. Aufgaben im Arbeitsalltag
  6. Weiterbildungsmöglichkeiten
  7. Arbeitszeiten
  8. Stellenangebote

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