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Medi-Karriere Medizinische Berufe Hebamme

Hebamme: Duales Studium und Berufsbild

Hebamme Studium

Ausbildungstyp

Studium

Ausbildungsdauer

3 - 4 Jahre

Voraussetzung

Abitur

137 freie Jobs
als Hebamme

  • Ausbildung
  • Gehalt
  • Bewerbung
  • Jobs
  • Karrierewege

Hebammen begleiten Frauen und Familien in einer der wichtigsten Phasen ihres Lebens: Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit dem Neugeborenen. Der Beruf verbindet medizinisches Fachwissen mit sozialer Beratung und praktischer Geburtshilfe. Seit der Reform des Hebammengesetzes erfolgt die Ausbildung ausschließlich über ein duales Studium der Hebammenwissenschaft. Gleichzeitig sind Hebammen auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt und übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben im Gesundheitssystem. Wer sich für diesen Beruf interessiert, findet hier alle wichtigen Informationen zu Studium, Aufgaben, Gehalt und Karrierechancen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Studium: Duales Bachelorstudium der Hebammenwissenschaft
  • Dauer des Studiums: In der Regel 7 Semester
  • Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.) und staatliche Prüfung
  • Inhalte des Studiums: Medizinische Grundlagen, Geburtshilfe, Betreuung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sowie wissenschaftliches Arbeiten
  • Vergütung im Studium: Einkategorisierung in TVHöD während des dualen Hebammenstudiums
  • Gehalt im Beruf: Median etwa 4.380 Euro Euro brutto monatlich
  • Arbeitsorte: Krankenhäuser, Geburtshäuser, Hebammenpraxen oder freiberufliche Tätigkeit

Was macht eine Hebamme?

Hebammen sind Experten für die Betreuung von Frauen während der Schwangerschaft, Geburt, im Wochenbett und bis zum Ende der Stillzeit. Sie führen Untersuchungen bei der Schwangeren und dem Neugeborenen durch und beraten bei Fragen und Problemen. Daneben erbringen sie Hilfe in der Schwangerschaft und im Wochenbett. Bei Schwangerschaftsbeschwerden wie Wassereinlagerungen, Sodbrennen oder Rückenschmerzen, steht die Hebamme mit ihrer langjährigen Erfahrung zur Seite.

Viele Beschwerden können durch gezielte Maßnahmen, wie eine Ernährungsumstellung, Akupunktur oder naturheilkundliche Mittel gelindert werden. Einige Hebammen bieten neben dem bekannten Geburtsvorbereitungs-Kurs für Eltern zudem Akupunkturkurse oder Schwangerschaftsyoga an. Auch psychische Beschwerden, wie Ängste, depressive Gefühle und Stress während der Schwangerschaft, können mit der Hebamme besprochen werden. Wenn Risiken oder Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf auftreten, stehen die Hebammen in Kooperation mit einem Gynäkologen, um die bestmögliche Versorgung für jede Frau zu gewährleisten.

Unter der Geburt unterstützen Hebammen die schwangere Frau bei deren Atmung, zeigen ihnen Wege der natürlichen Schmerzlinderung auf und stehen unterstützend mit Massagen und Wärmebehandlungen zur Seite. Sie untersuchen die Gebärende und überwachen selbstständig den Geburtsverlauf sowie Wohlbefinden von Mutter und Baby. Nach der Entbindung betreuen Hebammen Mutter und Kind im Wochenbett und der Stillzeit. Eine Nachsorgehebamme kommt für die Wochenbettbesuche anfangs sogar täglich, um die frisch gebackene Mutter und das Baby zu unterstützen. Sie kontrolliert das Gewicht sowie den Allgemeinzustand des Babys und untersucht die Rückbildung der Gebärmutter und überwacht die Heilung von Geburtsverletzungen der Mutter.

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Hebammenausbildung – Überblick

Seit dem Jahr 2020 erfolgt die Ausbildung zur Hebamme in Deutschland ausschließlich über ein duales Studium der Hebammenwissenschaft. Die frühere schulische Berufsausbildung wurde abgeschafft. Wer Hebamme werden will, sollte bestimmte formelle sowie persönliche Voraussetzungen mitbringen.

Voraussetzungen für den Hebammenberuf

Eine Geburt kann aufregend und schön, aber gleichzeitig auch angsteinflößend und kompliziert sein. Daher sollte man eine hohe psychische Belastbarkeitsgrenze und viel Empathie mitbringen. Verantwortungsbewusstsein und Sorgfaltsind ebenfalls wichtige Eigenschaften. Außerdem sollte man flexibel sein, da sich Geburten und Geburtsverläufe nie planen lassen. Darüber hinaus braucht man gute kommunikative Fähigkeiten und Überzeugungskraft, um Gebärende von notwendigen Maßnahmen, z.B. einem Kaiserschnitt, argumentativ überzeugen zu können.

Gute Noten in den Fächern Biologie, Chemie, Deutsch und Mathematik sind gute Grundvoraussetzungen für das Hebammenstudium, aber keine Pflicht.

Zugangsvoraussetzungen für das Hebammenstudium

Für das Bachelorstudium der Hebammenwissenschaft wird in der Regel die Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur oder Fachhochschulreife) benötigt. Alternativ kann auch eine abgeschlossene Berufsausbildung im Pflegebereich mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung den Zugang ermöglichen. Sprich ein der folgenden Ausbildungen:

  • Ausbildung zum/-r Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Ausbildung zum/-r Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Ausbildung zum/-r Pflegefachfrau/-mann

oder:

eine Ausbildung “zur für die allgemeine Pflege verantwortliche[n] Krankenschwester oder Krankenpfleger im EU-Ausland, sofern die Ausbildung den europarechtlichen Vorgaben entspricht” (§ 10 Abs. 1 HebG)

Weitere Voraussetzungen:

  • gesundheitliche Eignung für das Hebammenstudium
  • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache
  • einwandfreies Führungszeugnis

Entscheidend ist ein Studienvertrag mit einer Hochschule sowie ein Praxisvertrag mit einer kooperierenden Praxiseinrichtung, beispielsweise einer Klinik oder Geburtshilfeeinrichtung. Diese unterscheiden sich je nach Hochschule und sind auf den entsprechenden Infoseiten zu finden.

Hebammen Studium

Aufbau Hebammen-Studium

Das Hebammen-Studium zeichnet sich durch einen hohen Praxisanteil aus. Die Praxiseinsätze werden im Krankenhaus und im ambulanten Bereich (bei freiberuflichen Hebammen oder in einem Geburtshaus) absolviert. Hier ein exemplarischer Studienverlaufsplan der HTW Saar im Umfang von 210 Credit Points (CP) und gleichmäßiger Verteilung über 7 Semester.

Ausbildungsreform und gesetzliche Grundlagen

Die Hebammenausbildung wurde mit dem Hebammenreformgesetz am 1. Januar 2020 reformiert und modernisiert. Hebammen werden nunmehr akademisch im Rahmen eines dualen Studiums ausgebildet. Rechtliche Grundlagen bilden das neue Hebammengesetz (HebG) sowie die dazugehörige Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV).

Studienaufbau

1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6. Semester 7. Semester
Grundlagen der Hebammenwissenschaft (9 ECTS) Methoden der empirischen Sozialforschung (7 ECTS) Vertiefung der Methoden der empirischen Sozialforschung / Projekt (5 ECTS) Professionenentwicklung im inter- und transdisziplinären Spannungsfeld (6 ECTS) Fachberufliche Kompetenzen I – Begleitung in der Schwangerschaft (30 ECTS) Fachberufliche Kompetenzen II – Praktische Geburtshilfe (30 ECTS) Fachberufliche Kompetenzen III – Begleitung in Wochenbett, Stillzeit und früher Elternschaft (30 ECTS)
Gesundheitsförderung und Prävention (9 ECTS) Lebensphasen der Frau (5 ECTS) Internationale Perspektiven auf Frau und Gesundheit (5 ECTS) Bachelor-Abschlussarbeit mit Kolloquium (13 ECTS)
Betreuungskonzepte und Ansätze der Krisenbewältigung (5 ECTS) Beratung und Edukation in der Hebammenarbeit (5 ECTS)
Familie als Handlungsfeld (5 ECTS) Handlungsstrategien in der Hebammenarbeit (5 ECTS) Wahlpflichtmodul – Freies Wahlpflichtmodul (5 ECTS)
Wahlpflichtmodul 1 (Wahlpflichtbereich 1 oder 2) (12 ECTS) Wahlpflichtmodul 2 (Wahlpflichtbereich 1 oder 2) (8 ECTS) Evidence Based Practice (10 ECTS) Wahlpflichtmodul 4 (Wahlpflichtbereich 1 oder 2) (6 ECTS)
30 ECTS 30 ECTS 30 ECTS 30 ECTS 30 ECTS 30 ECTS 30 ECTS

Ausbildungsinhalte

Das Studium der Hebammenwissenschaft ist stark praxisorientiert und kombiniert theoretische Lehrveranstaltungen an der Hochschule mit praktischen Einsätzen in kooperierenden Praxiseinrichtungen, meist Kliniken oder Geburtshilfeeinrichtungen. Zudem stehen Fächer wie Anatomie, Gynäkologie, Kinderheilkunde und Pharmazie, aber auch Ernährungslehre, Hygienelehre, Psychologie und Gesundheitswissenschaften auf dem Stundenplan. Zu den wichtigsten Inhalten des Studiums zählen der physiologische sowie regelwidrige Verlauf einer Schwangerschaft, Techniken der Geburtshilfe sowie Nachsorgemaßnahmen für Neugeborene und Mütter, etwa auch Rückbildungsmaßnahmen für den Beckenboden und die Begleitung in der Stillzeit.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zur Hebamme erfolgt in Deutschland seit 2020 ausschließlich über ein duales Studium der Hebammenwissenschaft.

Das Studium dauert in der Regel sieben Semester und schließt mit dem Bachelor of Science (B.Sc.) sowie der staatlichen Prüfung zur Hebamme ab.

Die frühere schulische Berufsausbildung zur Hebamme wurde mit dem Hebammengesetz 2020 abgeschafft.

Ausbildungsorte

Durch den hohen Praxisbezug wird der Studiengang der Hebammenwissenschaft an Hochschulen und Fachhochschulen angeboten und mit einer praktischen Ausbildung bei einem Praxispartner kombiniert. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage sind die Studienplätze in der Regel stark begrenzt und die Hochschulen nehmen pro Semester oft nur eine begrenzte Anzahl an Studierenden auf.

Der praktische Teil des Studiums findet in kooperierenden Praxiseinrichtungen statt, zum Beispiel in Kliniken mit Geburtshilfeabteilungen, Geburtshäusern oder bei freiberuflich tätigen Hebammen.

Ausbildungsabschluss

Das duale Studium der Hebammenwissenschaft schließt mit einer staatlichen Prüfung sowie dem akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.) ab. Erst nach erfolgreichem Abschluss und der staatlichen Anerkennung darf die Berufsbezeichnung Hebamme geführt werden.

Schriftliche Prüfung der Hebammenausbildung

Gegenstand des schriftlichen Teils der staatlichen Prüfung sind Kompetenzen in folgenden Kompetenzbereichen laut HebStPrV:

  • Kompetenzbereich I: Selbstständige und evidenzbasierte Förderung und Leitung physiologischer Prozesse während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit; Erkennen von Risiken und Regelwidrigkeiten bei der Frau und dem Kind sowie Gewährleistung einer kontinuierlichen Hebammenversorgung unter Hinzuziehung der erforderlichen ärztlichen Fachexpertise.
  • Kompetenzbereich II: Wissenschaftsbasierte Planung, Organisation, Durchführung, Steuerung und Evaluation auch von hochkomplexen Betreuungsprozessen unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit, Effektivität, Qualität, Gesundheitsförderung und Prävention während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit
  • Kompetenzbereich IV: Personen- und situationsorientierte Kommunikation während des Betreuungsprozesse
  • Kompetenzbereich V: Verantwortliche Gestaltung des intra- und interprofessionellen Handelns in unterschiedlichen systemischen Kontexten, Weiterentwicklung der hebammenspezifischen Versorgung von Frauen und ihren Familien sowie Mitwirkung an der Entwicklung von Qualitäts- und Risikomanagement-Konzepten, Leitlinien und Expertenstandards

Mündliche Prüfung

Gegenstand des mündlichen Teils der staatlichen Prüfung sind Kompetenzen in den Kompetenzbereichen IV und V (siehe oben) sowie VI: Reflexion und Begründung des eigenen Handelns unter Berücksichtigung der rechtlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen sowie Beteiligung an der Berufsentwicklung

Dabei werden Bezüge zum Kompetenzbereich I hergestellt.

Praktische Prüfung

Der praktische Teil der staatlichen Prüfung besteht aus drei Prüfungsteilen. Gegenstand des praktischen Teils der staatlichen Prüfung sind:

  • im ersten Prüfungsteil Schwerpunkte aus dem Kompetenzbereich I.1 „Schwangerschaft“
  • Im zweiten Prüfungsteil Schwerpunkte aus dem Kompetenzbereich I.2 „Geburt“ der Anlage 11
  • Im dritten Prüfungsteil Schwerpunkte aus dem Kompetenzbereich I.3 „Wochenbett und Stillzeit“

Die Abläufe der drei praktischen Teile sind jeweils:

  1. Vorbereitungsteil
  2. Fallvorstellung (Dauer max. 15 Minuten)
  3. Durchführung der geplanten und situativ erforderlichen Betreuungsmaßnahmen
  4. Reflexionsgespräch (Dauer max. 15 Minuten bzw. 30 Minuten in Teil 2)

Abschlussarbeit Hebammenstudium

Während des Studiums der Hebammenwissenschaften  werden nach § 25 Absatz 2 des Hebammengesetzes Modulprüfungen durchgeführt.

Am Ende des Studiums erhalten die Absolventen den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.). Dazu ist die erfolgreiche Anfertigung einer Bachelor-Abschlussarbeit erforderlich. Die Arbeit dient als Nachweis, dass die notwendigen Kenntnisse erworben und selbständig wissenschaftlich und praxisbezogen zu einem spezifischen Thema der Wahl angewendet werden können. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel drei Monate.

Nach bestandener staatlicher Prüfung erhalten die Absolventen die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Hebamme.

Perspektiven nach der Ausbildung

Wer sich bereits auf Hebammensuche begeben hat ist vermutlich mit dem Problem vertraut: Tendenziell bekommen schwangere Frauen bei ihrer Suche nach einer Hebamme viele Absagen. Das kostet Zeit und Nerven. Hebammen werden händeringend gesucht und die Perspektiven nach dem Studium sind mehr als rosig. Hebammen sind chronisch ausgebucht und grundsätzlich gibt es leider viel zu wenige in Deutschland, was nicht zuletzt den schlechten Arbeitsbedingungen geschuldet ist. Mit der Akademisierung schwingt auch die Hoffnung mit, dass sich mehr junge Menschen dafür entscheiden, Hebamme oder Entbindungshelfer zu werden und unter anständigen, fairen Bedingungen arbeiten zu können.

Hebamme – Gehalt während der Ausbildung

Studierende der Hebammenwissenschaft erhalten bei einem kommunalen Träger, etwa einem städtischen Krankenhaus, während des gesamten dualen Studiums in der Regel eine monatliche Vergütung von 1.515 Euro. Grundlage dafür ist der Tarifvertrag für Studierende in dualen Hebammenstudiengängen im kommunalen öffentlichen Dienst (TVHöD). An privaten oder kirchlichen Einrichtungen kann die Vergütung abweichen und teilweise etwas niedriger ausfallen, bewegt sich jedoch häufig in einer vergleichbaren Größenordnung.

Hebamme – Gehalt im weiteren Berufsleben

Das Gehalt einer Hebamme kann stark variieren. Dabei ist es vor allem ausschlaggebend, ob die Geburtshelferin in einer öffentlichen oder privaten Einrichtung tätig ist. Zudem ist für viele Hebammen auch der Schritt in die Selbstständigkeit denkbar. In diesem Fall ist das Einkommen abhängig von der Zahl der Frauen, die betreut werden. Für jede Leistung werden feste Honorarsätze mit den Krankenkassen abgerechnet. Bei der Arbeit in einer kommunalen Klinik richtet sich das Gehalt als Hebamme nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD-P). Hebammen zählen zur Entgeltgruppe P11 und erhalten demnach zwischen 4184,40 € und 4960,96 € monatlich.

Berufsanfängerinnen erhalten ein niedrigeres Gehalt im Vergleich zu Hebammen mit mehrjähriger Berufserfahrung. Kirchliche Einrichtungen orientieren sich an der tariflichen Bruttogrundvergütung, bei privaten Trägern ist das Gehalt als Hebamme hingegen frei verhandelbar.

Das mittlere Gehalt einer Hebamme liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit derzeit bei etwa 4.380 Euro brutto monatlich. Das Einstiegsgehalt beträgt etwa 3.600 Euro brutto monatlich.

Entgeltgruppe 1 2 3 4 5 6
P 16 - 5.240,05 € 5.415,90 € 5983,76 € 6645,71 € 6937,70 €
P 15 - 5132,29 € 5293,23 € 5695,60 € 6177,16 € 6361,06 €
P 14 - 5013,53 € 5170,59 € 5563,22 € 6096,68 € 6194,02 €
P 13 - 4894,78 € 5047,94 € 5430,82 € 5707,28 € 5778,68 €
P 12 - 4657,22 € 4802,61 € 5166,04 € 5389,29 € 5493,13 €
P 11 - 4419,71 € 4557,30 € 4901,27 € 5129,69 € 5233,54 €
P 10 - 4184,40 € 4312,38 € 4675,42 € 4850,63 € 4960,96 €
P 9 - 3992,39 € 4184,40 € 4312,38 € 4558,59 € 4662,42 €
P 8 - 3701,21 € 3862,80 € 4075,58 € 4247,92 € 4488,98 €
P 7 - 3510,30 € 3701,21 € 3998,33 € 4149,59 € 4305,40 €
P 6 3012,49 € 3187,41 € 3363,47 € 3737,95 € 3833,41 € 4013,41 €
P 5 2907,18 € 3146,33 € 3216,62 € 3334,09 € 3422,22 € 3629,25 €

Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027

Quelle: TVÖD-P

Hebamme – Aufgaben im Arbeitsalltag

Der Beruf Hebamme ist komplex und mit viel Verantwortung verbunden. Je nachdem ob man im Krankenhaus, Geburtshäusern oder als freie Hebamme arbeitet, kann sich der Arbeitsalltag etwas unterscheiden. Grundsätzlich sind sie für die Schwangerenberatung, Geburtsvorbereitung, Geburtsbegleitung und Wochenbettbetreuung zuständig.

Schwangerschaftsbegleitung

Hebammen unterstützen und beraten Frauen ab Beginn der Schwangerschaft zu allen physischen und psychischen Aspekten. Sie können nicht nur eine Schwangerschaft feststellen, sondern stehen den Frauen hinsichtlich sämtlicher relevanter Themen zur Seite. Darüber hinaus beraten sie die Schwangeren hinsichtlich schwangerschaftsgerechter Lebensführung, Hygiene, Ernährung, Pflege und Versorgung von Säuglingen. Auch informieren Hebammen über gesetzliche und soziale Hilfen oder bieten Maßnahmen zur Unterstützung bei belastenden Lebenssituationen an. Zudem halten sie Geburtsvorbereitungskurse, lehren Atemtechniken und informieren über Untersuchungen und Ablauf von Schwangerschaft und Geburt.

Geburtshilfe

Während der Geburt unterstützt die Hebamme die werdende Mutter. In Deutschland ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass eine Hebamme während der Geburt anwesend ist. Zudem sind die Geburtshelferinnen dazu bemächtigt, Geburten allein zu leiten. Sie beruhigen die Gebärende während des Geburtsprozesses und leiten sie zur optimalen Atemarbeit an. Hebammen überwachen Wehen, sowie den Gesundheitszustand von Mutter und Kind, führen ggf. einen manuellen Dammschutz durch, versorgen oder nähen Geburtsverletzungen und führen im Notfall erste Hilfemaßnahmen durch.

Wochenbett-Betreuung

In der Zeit des Wochenbetts schaut die Hebamme in regelmäßigen Abständen bei der frisch gebackenen Mutter vorbei und hilft, die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie das Stillen zu fördern. Neben der Klärung medizinischer Fragen geht es in den ersten Lebenstagen vor allem darum, dass Mutter und Kind eine gute und enge Beziehung zueinander aufbauen (Bonding). Der psychosoziale Aspekt spielt also eine wesentliche Rolle. Die Hebamme beobachtet außerdem die Rückbildungs- und Abheilungsvorgänge und gibt Hilfestellung bei Schwierigkeiten.

Weitere Aufgaben

Hebammen können auch Vorsorgeuntersuchungen durchführen und den Verlauf der Schwangerschaft überwachen, indem sie Untersuchungen wie den Leibesumfang messen sowie Gewicht, Herztöne und Blutdruck der Mutter kontrollieren oder die Lage und Entwicklung des Kindes feststellen. Die Ausstellung des Mutterpasses erfolgt jedoch in der Regel durch einen Arzt, während Hebammen die darin dokumentierten Vorsorgeuntersuchungen ergänzen und begleiten können.

Hebamme – Arbeitszeiten

Je nachdem wo eine Hebamme arbeitet, hat sie unterschiedliche Arbeitszeiten. In der Klinik gibt es zwar relativ geregelte Arbeitszeiten, jedoch sind Bereitschafts- und Schichtdienste üblich. Konzentriert man sich als freie Hebamme nur auf die Vor- und Nachsorge zum Beispiel in Form von Kursen, ohne ein Angebot der Geburtshilfe, lässt sich ein geregelter Arbeitsalltag mit festen Arbeitszeiten realisieren.

Hebamme – Wo kann gearbeitet werden?

Hebammen können in Krankenhäusern, in Hebammenpraxen oder Geburtshäusern tätig werden. In Krankenhäusern arbeiten Hebammen in den sogenannten geburtshilflichen Stationen wie dem Kreißsaal, der Schwangerenstation oder der Wochenbettstation, wo sie ein Studium zur Stationsleitung qualifiziert. Auch Schwangerenberatung und die Elternschule gehören zu ihrem Einsatzgebiet. Es ist jedoch auch nicht unüblich, dass Hebammen freiberuflich tätig sind. Dann betreuen sie werdende Mütter auch bei einer Hausgeburt oder bei der ambulanten Nachsorge.

Hebamme Stellenangebote

Hebamme (w/m/d) Kreißsaal Perinatalzentrum Level 1
Hamburg
Asklepios Klinik Altona
21.08.2026

Hebamme gesucht – mit Herz und Leidenschaft
Stans
Geburtshaus Stans GmbH
17.08.2026

Hebamme w/m/d, Einsatzgebiet BUNDESWEIT
Düsseldorf
Dr. Grosch Consulting GmbH, GHS Grosch Hebammen Service
13.08.2026

Gesundheitsfachkraft Frühe Hilfen (m/w/d) (Kinderkrankenpfleger*in, Gesundheitspfleger*in, Hebamme / Entbindungspfleger*in)
Osterholz-Scharmbeck
Landkreis Osterholz
12.08.2026

Hebamme, Entbindungspfleger (w/m/d)
Öhringen
Hohenloher Krankenhaus
19.08.2026

Hebammenkunde – Duales Studium (B.Sc.) (w/m/d)
Koblenz
Katholisches Klinikum Koblenz Montabaur
18.08.2026

MFA / Hebamme / Rettungssanitäter für die Blutplasmaspende (m/w/d)
Alter Posthof 1, 52062 Aachen
Plasma Service Europe GmbH
03.08.2026

Hebamme / Entbindungspfleger für den Kreißsaal
13589 Berlin
Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
03.08.2026

Hebamme auf Honorarbasis
Nürnberg
Evangelische Familien Bildungsstätte gemeinnützige GmbH
03.08.2026

Hebamme (m/w/d) in Festanstellung
Sankt-Johannis-Mühlgasse 19, 90419 Nürnberg
Diakoneo KdöR
03.08.2026

Hebamme (d/w/m)
Berlin-Wedding
Charit
03.08.2026

Pflegefachkraft / Hebamme (d/w/m) für unsere Wochenbettstation
12101 Berlin
St Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof GmbH
03.08.2026

Hebammen / Entbindungspfleger (m/w/d)
46236 Bottrop
Marienhospital Bottrop gGmbH
03.08.2026

Duales Studium Bachelor Angewandte Hebammenwissenschaft
Hoserkirchweg 63, 41747 Viersen
Allgemeines Krankenhaus Viersen GmbH
03.08.2026

Pflegefachkraft oder Hebamme – Wöchnerinnenstation (m/w/d)
28755 Bremen
Klinikum Bremen Nord
03.08.2026

Hebamme (m/w/d)
Mainz
DIE GYN PRAXIS MVZ GmbH
03.08.2026

Hebamme Kreißsaal (m/w/d)
Leibnizstraße 21, 65191 Wiesbaden
Helios
03.08.2026

Praxisanleitende Hebamme Wochenbettstation (m/w/d)
Leibnizstraße 21, 65191 Wiesbaden
Helios
03.08.2026

Pflegefachkraft oder Hebamme - Wöchnerinnenstation (m/w/d)
Theodor-Heuss-Allee 14, 28215 Bremen
Freie Hansestadt Bremen
03.08.2026

Hebamme / Entbindungspfleger (m/w/d)
Haarbergstraße 72, 99097 Erfurt
Katholisches Krankenhaus St Johann Nepomuk
03.08.2026

Zu den freien Hebamme Jobs

Hebamme – Weiterbildungsmöglichkeiten

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Weiterbildungen gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, mit denen man nicht nur das Fachwissen als Hebamme erweitern und vertiefen, sondern auch sein Gehalt verbessern kann. In medizinischen und therapeutischen Berufen lernt man nie aus, da sich der medizinische Kenntnisstand konstant weiterentwickelt.

Mit einer Weiterbildung zur Fachwirtin in der Alten- und Krankenpflege, Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen, zur Pflegedienstleitung oder Stationsleitung können Hebammen vor allem eine höhere Position anstreben.

Es gibt auch viele Fachweiterbildungen, die es ermöglichen in einem konkreten Teilbereich das Wissen zu vertiefen, z.B. in der Geburtsvor- und Nachbereitung, Atemtherapie oder Lehrtätigkeit für Berufe in der Pflege an Krankenpflegeschulen. Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung oder ähnliche Qualifikation verfügt, kann auch ein (weiteres) Studium in Betracht ziehen, zum Beispiel Gesundheitswissenschaften, Management für Gesundheitsfachberufe oder Pflegewissenschaften.

Passende Stellenangebote für Hebammen finden

Auf der Suche nach passenden Stellen für Hebammen? In unserem Stellenportal bei Medi-Karriere finden sich viele Jobs im Gesundheitswesen in ganz Deutschland wie z. B. Stellenangebote für Hebammen, Jobs für Entbindungshelfer oder Krankenschwester-Stellen.

Häufige Fragen zu Hebamme – Studium & Beruf

  1. Was ist eine Hebamme?
  2. Hebammen betreuen und unterstützen Frauen ab der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit. Sie führen Untersuchungen bei Mutter und Kind durch und beraten bei Fragen und Problemen.

  3. Was muss man als Hebamme wissen?
  4. Fächer wie Anatomie, Gynäkologie, Kinderheilkunde und Pharmazie, aber auch Ernährungslehre, Hygienelehre, Psychologie und Sozialpädagogik stehen auf dem Stundenplan der Hebamme. Zu den wichtigsten Inhalten des Studiums zählen der atypische und normale Verlauf einer Schwangerschaft, Techniken der Geburtshilfe sowie Nachsorgemaßnahmen von Neugeborenen und Müttern.

  5. Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Hebamme?
  6. Auch eine Bewerbung für Hebammen sollte die Grundlagen Bewerbungsschreiben, Lebenslauf sowie relevante Zeugnisse und Zertifikate umfassen. Dabei dient das Anschreiben zur Schilderung der persönlichen Motivation. Ein lückenloser Lebenslauf sollte den beruflichen und schulischen Werdegang übersichtlich gliedern. Von Zeugnisse und Zertifikate werden nur die wichtigsten bzw. notwendigen beigelegt.

  7. Wie lange dauert die Ausbildung zur Hebamme?
  8. Das Studium der Hebammenwissenschaft dauert je nach Hochschule 3 bis 5 Jahre und umfasst sechs bis acht Semester.

  9. Was kann man nach dem Hebammen-Studium machen?
  10. In Krankenhäusern arbeiten Hebammen auf den geburtshilflichen Stationen. Auch Schwangerenberatung und die Elternschule gehören zu ihren Tätigkeitsbereichen. Nicht unüblich ist eine freiberufliche Tätigkeit. Dann betreuen Hebammen werdende Mütter auch bei einer Hausgeburt oder bei der ambulanten Nachsorge.

Quellen
  1. Bundesagentur für Arbeit, „Hebamme“, https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/8838 (letzter Zugriff am 04.03.2026).
  2. Bundesagentur für Arbeit, „Entgeltatlas: Hebamme“, https://web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/8838 (letzter Zugriff am 04.03.2026).
  3. Bundesministerium für Gesundheit, „Hebammen“, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/gesundheitswesen/gesundheitsberufe/hebammen (letzter Zugriff am 04.03.2026).
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Antonia Knobel
Antonia Knobel
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 02.06.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht eine Hebamme?
  2. Hebammenausbildung
  3. Voraussetzungen für den Hebammenberuf
  4. Aufbau Hebammen-Studium
  5. Ausbildungsinhalte
  6. Ausbildungsdauer
  7. Ausbildungsorte
  8. Ausbildungsabschluss
  9. Gehalt während der Ausbildung
  10. Gehalt im weiteren Berufsleben
  11. Aufgaben im Arbeitsalltag
  12. Arbeitszeiten
  13. Wo kann gearbeitet werden?
  14. Weiterbildungsmöglichkeiten
  15. Passende Stellen

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Hebamme w/m/d, Einsatzgebiet BUNDESWEIT
Düsseldorf 13.08.2026
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