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Medi-Karriere Weiterbildung Übersicht Pain Nurse

Pain Nurse: Weiterbildung und Berufsbild

Pain Nurse Weiterbildung

Ausbildungstyp

Fort- beziehungsweise Weiterbildung

Ausbildungsdauer

35 bis 120 Unterrichtseinheiten

Voraussetzung

Abgeschlossene Berufsausbildung

18 freie Jobs
als Pain Nurse

  • Weiterbildung
  • Gehalt
  • Jobs

Pain Nurses sind speziell weitergebildete Pflegefachpersonen, die Menschen mit akuten, chronischen oder tumorbedingten Schmerzen begleiten. Sie erfassen und dokumentieren Schmerzen, beraten Betroffene und Angehörige, setzen pflegerische Maßnahmen um und arbeiten eng mit Ärzten und weiteren Berufsgruppen zusammen. Die Bezeichnung ist nicht bundesweit einheitlich geregelt; Zugang, Umfang, Abschluss und Kosten unterscheiden sich daher je nach Anbieter. Von der eigenständigen Qualifikation Algesiologische Fachassistenz und der ärztlichen Schmerztherapie ist die Tätigkeit klar abzugrenzen. Der folgende Überblick zeigt Voraussetzungen, Inhalte, Kosten, Aufgaben und berufliche Perspektiven.

Das Wichtigste in Kürze

  • Berufsbild: Pain Nurses sind Pflegefachpersonen mit zusätzlichen Kompetenzen im pflegerischen Schmerzmanagement.
  • Bezeichnung: „Pain Nurse“ ist in Deutschland keine bundesweit einheitlich geregelte oder geschützte Berufsbezeichnung.
  • Voraussetzungen: Für die Spezielle Schmerzpflege wird in der Regel ein anerkannter Pflegeabschluss verlangt.
  • Dauer: Umfang und Aufbau unterscheiden sich. Aktuelle Angebote reichen beispielsweise von 35 Unterrichtseinheiten bei der ALFA DGS bis zu 120 Unterrichtseinheiten bei der Speziellen Schmerzpflege.
  • Abschluss: Je nach Anbieter wird ein Zertifikat einer Bildungseinrichtung oder Fachgesellschaft vergeben. Eine allgemeine staatliche Anerkennung besteht nicht.
  • Kosten: Aktuelle Kursbeispiele liegen zwischen rund 590 und 1.700 Euro.
  • Aufgaben: Dazu gehören Schmerzassessment, Dokumentation, pflegerische Maßnahmen, Beratung, Edukation und interprofessionelle Zusammenarbeit.

Pain Nurse – Voraussetzungen

Die Voraussetzungen richten sich nach dem gewählten Angebot.

Eine Weiterbildung zur Speziellen Schmerzpflege nach dem Curriculum der Deutschen Schmerzgesellschaft richtet sich grundsätzlich an Pflegefachpersonen. Dazu zählen insbesondere:

  • Pflegefachkräfte
  • Gesundheits- und Krankenpfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
  • Altenpfleger mit einer entsprechenden Berufserlaubnis
  • akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen

Ein aktuelles Angebot des Berliner Bildungscampus verlangt eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Pflegefachberuf. Angehörige anderer Berufsgruppen können dort zwar teilnehmen, erhalten jedoch lediglich eine Teilnahmebescheinigung.

Davon zu unterscheiden ist die Algesiologische Fachassistenz DGS. Dieses Angebot richtet sich an nichtärztliches medizinisches Fachpersonal. Für die Teilnahme muss mindestens das zweite Ausbildungsjahr eines medizinischen Assistenzberufs nachgewiesen werden. Zugelassen werden beispielsweise Medizinische Fachangestellte und andere Beschäftigte in medizinischen Assistenzberufen.

Neben der beruflichen Qualifikation sind folgende persönliche Fähigkeiten hilfreich:

  • Einfühlungsvermögen
  • gute Kommunikationsfähigkeit
  • sorgfältige Beobachtung und Dokumentation
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Teamfähigkeit
  • psychische Belastbarkeit
  • Bereitschaft zur regelmäßigen Fortbildung

Vor der Anmeldung sollte verbindlich geklärt werden, welche Grundqualifikation der Anbieter verlangt und welche Berufs- oder Abschlussbezeichnung nach dem Kurs geführt werden darf.

Pain Nurse Infografik

Pain Nurse - Berufsbezeichnungen kurz erklärt

Pain Nurse: „Pain Nurse“ ist in Deutschland keine bundesweit einheitlich geregelte oder geschützte Berufsbezeichnung. Der Begriff wird häufig für Pflegefachpersonen verwendet, die sich im pflegerischen Schmerzmanagement weiterqualifiziert haben.

Algesiologische Fachassistenz (ALFA): Die Algesiologische Fachassistenz ist eine eigenständige Zusatzqualifikation für nichtärztliches medizinisches Fachpersonal. Zugang, Umfang und Abschluss hängen vom jeweiligen Anbieter ab. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) bietet beispielsweise ein eigenes ALFA-Curriculum für medizinische Assistenzberufe an. ALFA und Pain Nurse sind deshalb nicht in jedem Fall gleichbedeutend.

Abgrenzung zum Schmerztherapeuten: Als Schmerztherapeuten werden im medizinischen Kontext insbesondere Ärzte bezeichnet, die über eine entsprechende schmerzmedizinische Qualifikation verfügen, etwa die ärztliche Zusatz-Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“. Sie diagnostizieren Schmerzerkrankungen und verantworten die medizinische Behandlung. Pain Nurses übernehmen dagegen pflegerische Aufgaben im Schmerzmanagement und arbeiten innerhalb ihrer beruflichen Kompetenzen eng mit Ärzten und weiteren Berufsgruppen zusammen.

Pain Nurse – Inhalt der Weiterbildung

Die konkreten Inhalte unterscheiden sich je nach Curriculum und Zielgruppe. Typische Themen einer pflegebezogenen Weiterbildung im Schmerzmanagement sind:

  • Grundlagen der Anatomie und Schmerzphysiologie
  • Entstehung und Chronifizierung von Schmerzen
  • akute, chronische und tumorbedingte Schmerzen
  • Schmerzerfassung und Schmerzassessment
  • Dokumentation und Evaluation
  • medikamentöse Schmerzbehandlung
  • Wirkung und Nebenwirkungen von Analgetika
  • nichtmedikamentöse pflegerische Interventionen
  • Umgang mit besonderen Patientengruppen
  • Schmerzmanagement bei älteren oder kognitiv eingeschränkten Menschen
  • psychologische, soziale und kulturelle Einflussfaktoren
  • Edukation und Beratung von Patienten und Angehörigen
  • interprofessionelle Zusammenarbeit
  • rechtliche und ethische Grundlagen
  • Qualitätssicherung
  • DNQP-Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege“

Moderne Curricula beschränken sich nicht auf die Vermittlung von Fachwissen. Die Teilnehmer sollen lernen, komplexe Schmerzsituationen einzuschätzen, pflegerische Maßnahmen personenzentriert zu planen und deren Wirksamkeit systematisch zu überprüfen.

Pain Nurse – Dauer und Aufbau der Weiterbildung

Da die Qualifikationen nicht bundesweit einheitlich geregelt sind, gibt es keine allgemein gültige Dauer. Auch Präsenzanteile, Selbststudium und Prüfungsformen unterscheiden sich.

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Spezielle Schmerzpflege

Eine Qualifizierung nach dem Curriculum der Deutschen Schmerzgesellschaft kann beispielsweise insgesamt 120 Unterrichtseinheiten umfassen. Beim Berliner Bildungscampus verteilen sich diese auf:

  • 80 Unterrichtseinheiten angeleitetes Lernen beziehungsweise Präsenzzeit
  • 40 Unterrichtseinheiten selbstorganisiertes Lernen
  • abschließendes Kolloquium

Der Unterricht kann Präsenzveranstaltungen, digitale Lernformate, Selbststudium und Fallarbeit kombinieren.

Algesiologische Fachassistenz DGS

Das ALFA-Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin umfasst:

  • 15 Kapitel
  • insgesamt 35 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
  • Video-Vorträge und begleitende Skripte
  • Multiple-Choice-Lernerfolgskontrollen
  • eine Bearbeitungszeit von höchstens sechs Monaten

Der Kurs gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn mindestens 70 Prozent der Lernerfolgskontrollen bestanden wurden.

Andere Anbieter führen deutlich abweichende Formate durch. Das Evangelische Bildungszentrum Essen bietet beispielsweise einen Kurs mit 41,5 Unterrichtseinheiten an. Allgemeine Aussagen wie „eine Pain-Nurse-Weiterbildung dauert immer 80 bis 200 Stunden“ sind daher nicht möglich.

Präsenzunterricht, berufsbegleitende Kurse und E-Learning

Weiterbildungen im Schmerzmanagement werden als Präsenz-, berufsbegleitende oder digitale Kurse angeboten. Während Präsenzveranstaltungen den direkten Austausch ermöglichen, lassen sich berufsbegleitende Angebote durch einzelne Unterrichtstage oder Blocktermine mit dem Beruf verbinden. E-Learning-Kurse bieten dagegen mehr zeitliche und örtliche Flexibilität, wobei hybride Formate Onlineunterricht, Präsenzphasen und Selbststudium kombinieren.

Entscheidend ist jedoch nicht allein die Unterrichtsform, sondern vor allem, ob Zielgruppe, Curriculum, Umfang, Praxisbezug, Prüfung und Zertifikat zum angestrebten Tätigkeitsbereich passen.

Abschluss und Anerkennung

Da die Weiterbildung zur Pain Nurse nicht bundesweit einheitlich geregelt ist, gibt es keine allgemeine staatliche Anerkennung. Je nach Anbieter erhalten Absolventen stattdessen ein Zertifikat als Pflegefachperson für Spezielle Schmerzpflege, als Algesiologische Fachassistenz oder lediglich eine Teilnahmebescheinigung. Auch Zertifikate einer Fachgesellschaft sind fachliche Qualifikationsnachweise und daher nicht mit einem staatlich anerkannten Berufsabschluss gleichzusetzen.

Vor der Anmeldung sollten Interessierte deshalb prüfen, welches Curriculum zugrunde liegt, für welche Berufsgruppe der Abschluss vorgesehen ist und ob der Arbeitgeber ihn anerkennt. Außerdem sind Prüfungsform sowie mögliche Fortbildungs- und Rezertifizierungspflichten zu beachten. Für die Algesiologische Fachassistenz DGS wird beispielsweise eine regelmäßige Rezertifizierung angeboten, für die grundsätzlich mindestens sechs anerkannte Kreditstunden nachzuweisen sind.

Pain Nurse – Kosten der Weiterbildung

In vielen Fällen übernimmt der Arbeitgeber die Kosten vollständig oder teilweise. Möglich sind außerdem Bildungsurlaub, landesspezifische Förderprogramme oder eine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit. Ein Anspruch besteht jedoch nicht automatisch.

Eine Förderung beschäftigter Arbeitnehmer nach § 82 SGB III kommt nur infrage, wenn unter anderem:

  • die Weiterbildung über eine kurzfristige arbeitsplatzbezogene Anpassungsfortbildung hinausgeht,
  • der Berufsabschluss in der Regel mindestens zwei Jahre zurückliegt,
  • in den vergangenen zwei Jahren keine Weiterbildung nach dieser Vorschrift gefördert wurde,
  • die Maßnahme mehr als 120 Stunden dauert und
  • Maßnahme und Bildungsträger für die Förderung zugelassen sind.

Damit erfüllen viele kompakte Pain-Nurse- oder ALFA-Kurse die zeitlichen Voraussetzungen des § 82 SGB III nicht.

Soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, richtet sich die reguläre Übernahme der Lehrgangskosten nach der Betriebsgröße:

  • unter 50 Beschäftigte: grundsätzlich bis zu 100 Prozent
  • 50 bis 499 Beschäftigte: grundsätzlich 50 Prozent
  • ab 500 Beschäftigte: grundsätzlich 25 Prozent

Bei Beschäftigten ab 45 Jahren oder schwerbehinderten Beschäftigten können in Betrieben mit weniger als 500 Beschäftigten bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten übernommen werden. Zusätzlich kann der Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten.

Da es sich um eine Einzelfallentscheidung handelt, sollte die Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit immer vor Beginn der Weiterbildung erfolgen.

Pain Nurse Stellenangebote

Stationsleitung / Pflegerische Leitung (m/w/d) Chest Pain Unit (Kardiologie)
Darmstadt
Klinikum Darmstadt GmbH
25.09.2026

Pflegefachkraft / Krankenschwester (m/w/d) für unsere Chest Pain Unit (Kardiologie)
Darmstadt
Klinikum Darmstadt GmbH
23.09.2026

Pflegefachkraft als stellvertretende Stationsleitung / pflegerische Leitung (m/w/d) Chest Pain Unit (Kardiologie)
Darmstadt
Klinikum Darmstadt GmbH
23.09.2026

Pflegefachkraft – Notfallambulanz/Chest Pain Unit (w/m/d)
Koblenz
Katholisches Klinikum Koblenz Montabaur
26.09.2026

Stellvertretende Stationsleitung (w/m/d) für unsere Intensiv Care Unit
Chest Pain Unit (CPU)/ Intermediate Care (IMC)
Wilhelmshaven, Niedersachsen, Hamburg
Klinikum Wilhelmshaven gGmbH
17.09.2026

Stationsleitung Pflege - Konservative Intensivmedizin und Chest Pain Unit
Berlin
Unbefristet Vivantes Auguste Viktoria Klinikum Klinik für Innere Medizin Kardiologie Diabetologie und konservative Intensivmedizin Stat A
17.09.2026

Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) / Pflegefachkraft (m/w/d) / Notfallsanitäter (m/w/d) für unsere Chest Pain Unit
Berlin
Park Klinik Weissensee
17.09.2026

Pflegefachkraft (m/w/d) Chest Pain Unit
Ellmaierstraße 23, 83022 Rosenheim, Deutschland
RoMed Kliniken
16.09.2026

Pain Nurse / Pflegerische/r Schmerzexpertin / Schmerzexperte (w/m/d) für die Stereotaxie und Neuroc (KHS-43940)
50937 Köln
Universitätsklinikum Köln
16.09.2026

Pain Nurse (w/m/d) für unsere Schmerzambulanz (m/w/d)
Bochum
Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum GmbH
16.09.2026

Pflegefachkraft (m/w/d) Chest Pain Unit (CPU) - kardiologische Station
Quedlinburg
Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben GmbH
16.09.2026

Pflegeexpertin/Pflegeexperte Chest Pain Unit (CPU) (m/w/d)
Bitterfeld
Gesundheitszentrum Bitterfeld Wolfen gGmbH
16.09.2026

MFA (m/w/d) als Stationsassistenz für unsere Intermediate Care / Chest Pain und Stroke Unit
Groß-Umstadt, Seeheim-Jugenheim
Kreiskliniken Darmstadt Dieburg
16.09.2026

Pflegefachkräfte (m/w/d) für die Aufnahmestation/Chest Pain Unit
95445 Bayreuth
Klinikum Bayreuth GmbH
16.09.2026

Pflegefachkräfte und Notfallsanitäter (m/w/d) für die Notaufnahmen inkl. Chest Pain Unit und Aufnahmestation
95445 Bayreuth
Klinikum Bayreuth GmbH
16.09.2026

Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) ?als Pain Nurse oder algesiologische Fachassistenz
Bremen
Roland Klinik gGmbH
16.09.2026

Stationsleitung Pflege - Konservative Intensivmedizin und Chest Pain
Berlin Schöneberg
Vivantes Auguste Viktoria Klinikum
15.09.2026

Pain Nurse (m/w/d)
Duisburg
Helios
03.08.2026

Leitung Pain Nurse (m/w/d)
Duisburg
Helios
03.08.2026

Pain Nurse – Schmerzklinik (m/w/d)
Kaufungen
Helios
03.08.2026

Zu den freien Pain Nurse Jobs

Pain Nurse – Gehalt

Die Weiterbildung zur Pain Nurse befördert Pflegekräfte nicht direkt in eine höhere Lohnklasse, dennoch können sie mit dem erweiterten Wissen und neuem Tätigkeitsbereich gute Chancen auf eine Gehaltserhöhung haben. Das Mediangehalt für Pain Nurses liegt bei 3.808 Euro.

Pain Nurse – Aufgaben

Pain Nurses sind Pflegefachpersonen mit vertieften Kompetenzen im Schmerzmanagement. Welche Aufgaben sie konkret übernehmen, hängt vom Einsatzort, der Stellenbeschreibung und dem Behandlungskonzept der Einrichtung ab.

Typische Aufgaben sind:

  • Schmerzen systematisch erfassen und dokumentieren
  • geeignete Assessmentinstrumente auswählen und anwenden
  • Schmerzverläufe beobachten
  • Wirkung und Nebenwirkungen angeordneter Therapien kontrollieren
  • pflegerische Maßnahmen planen, durchführen und evaluieren
  • nichtmedikamentöse Maßnahmen anwenden
  • Patienten im Umgang mit Schmerzen und Medikamenten schulen
  • Angehörige nach Einwilligung des Patienten informieren und beraten
  • Ärzte und weitere Berufsgruppen über Beobachtungen informieren
  • an Schmerzvisiten und Fallbesprechungen teilnehmen
  • an der Entwicklung und Umsetzung von Schmerzstandards mitwirken
  • Kollegen zum Schmerzmanagement schulen
  • Qualitätsdaten erheben und Verbesserungsmaßnahmen begleiten

Je nach Einrichtung können Pain Nurses in einem Akutschmerzdienst tätig sein und Patienten nach Operationen betreuen. Tägliche Besuche bei allen frisch operierten Patienten gehören jedoch nicht automatisch zu jeder Pain-Nurse-Stelle.

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Pain Nurse – Arbeitszeiten

Die Arbeitszeiten hängen von der konkreten Stelle ab. Freigestellte Pain Nurses oder Beschäftigte eines Akutschmerzdienstes arbeiten häufig überwiegend tagsüber. Wer die Zusatzqualifikation im Rahmen einer regulären Tätigkeit auf einer Station, in einem Pflegeheim oder bei einem ambulanten Pflegedienst einsetzt, kann dagegen weiterhin im Schichtdienst sowie nachts und an Wochenenden arbeiten.

Eine allgemeine Aussage, Pain Nurses hätten üblicherweise keine Nacht- oder Wochenenddienste, ist daher nicht möglich.

Pain Nurse – Einsatzorte

Eine Pain Nurse oder Pflegende im Bereich des Schmerzmanagements können in sämtlichen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen arbeiten – Pflegeheime, im Krankenhaus, bei ambulanten Pflegediensten oder aber auch im Hospiz. Nach einem zusätzlichen Lehrgang sind Pain Nurses in der Lage, eine leitende Rolle in Spezialteams zu übernehmen.

Stellenangebote für Pain Nurses

Wer aktuell auf der Suche nach einer neuen Stelle im Bereich Pflege ist, findet bei Medi-Karriere eine große Auswahl an Jobs als Pain Nurse,  Gesundheits- und Krankenpfleger-Jobs, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger-Jobs sowie zahlreiche Ausschreibungen für Altenpfleger.

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Häufige Fragen

  1. Was ist eine Pain Nurse?
  2. Eine Pain Nurse ist eine Pflegefachperson mit zusätzlichen Kenntnissen im pflegerischen Schmerzmanagement. Sie erfasst und dokumentiert Schmerzen, begleitet angeordnete Therapien, plant pflegerische Maßnahmen und berät Patienten sowie Angehörige.

  3. Ist „Pain Nurse“ eine geschützte Berufsbezeichnung?
  4. Nein. Die Bezeichnung ist in Deutschland nicht bundesweit einheitlich geregelt oder gesetzlich geschützt. Deshalb können sich Voraussetzungen, Umfang, Inhalte und Abschluss der angebotenen Weiterbildungen deutlich unterscheiden.

  5. Wer kann eine Weiterbildung zur Pain Nurse absolvieren?
  6. Die Weiterbildung zur Speziellen Schmerzpflege richtet sich grundsätzlich an ausgebildete Pflegefachpersonen. Dazu gehören beispielsweise Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner, Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie entsprechend qualifizierte Altenpfleger. Für andere Qualifikationen können abweichende Voraussetzungen gelten.

  7. Sind Pain Nurse und Algesiologische Fachassistenz dasselbe?
  8. Nicht grundsätzlich. Die Bezeichnungen werden von Anbietern teilweise ähnlich verwendet, stehen aber nicht zwingend für dieselbe Qualifikation. Die Algesiologische Fachassistenz DGS ist beispielsweise ein eigenständiges Weiterbildungsangebot für nichtärztliches medizinisches Fachpersonal. Eine Weiterbildung zur Speziellen Schmerzpflege richtet sich dagegen an Pflegefachpersonen.

  9. Was ist der Unterschied zwischen einer Pain Nurse und einem Schmerztherapeuten?
  10. Pain Nurses verantworten das pflegerische Schmerzmanagement innerhalb ihrer beruflichen Kompetenzen. Sie führen Schmerzassessments durch, beobachten Verläufe, beraten Betroffene und setzen pflegerische Maßnahmen um. Ärztliche Schmerztherapeuten diagnostizieren Schmerzerkrankungen und verantworten die medizinische Behandlung einschließlich der Verordnung von Medikamenten.

  11. Wie lange dauert die Weiterbildung?
  12. Eine einheitliche Dauer gibt es nicht. Die Algesiologische Fachassistenz DGS umfasst beispielsweise 35 Unterrichtseinheiten. Eine Qualifizierung zur Speziellen Schmerzpflege kann insgesamt 120 Unterrichtseinheiten einschließlich Selbststudium umfassen. Je nach Anbieter dauert der Kurs einige Wochen oder mehrere Monate.

  13. Ist die Weiterbildung staatlich anerkannt?
  14. Eine bundesweit einheitliche staatliche Anerkennung der Pain-Nurse-Weiterbildung besteht nicht. Je nach Angebot erhalten Absolventen ein Zertifikat einer Bildungseinrichtung oder Fachgesellschaft. Eine fachgesellschaftliche Zertifizierung ist nicht mit einem staatlich anerkannten Berufsabschluss gleichzusetzen.

  15. Wie viel kostet die Weiterbildung?
  16. Die Kosten hängen von Umfang, Format und Anbieter ab. Aktuelle Angebote bewegen sich beispielsweise zwischen rund 590 und 1.700 Euro. Hinzukommen können Kosten für Anreise, Unterkunft, Lernmaterialien oder eine spätere Rezertifizierung.

  17. Kann die Weiterbildung gefördert werden?
  18. Eine Kostenübernahme durch den Arbeitgeber oder eine Förderung durch öffentliche Stellen kann möglich sein. Die Förderung nach § 82 SGB III setzt allerdings unter anderem eine Weiterbildungsdauer von mehr als 120 Stunden und die Zulassung von Maßnahme und Bildungsträger voraus. Viele kompakte Pain-Nurse- und ALFA-Kurse erfüllen diese Voraussetzungen nicht.

  19. Verdient eine Pain Nurse automatisch mehr?
  20. Nein. Ein Weiterbildungszertifikat führt nicht automatisch zu einer Gehaltserhöhung oder höheren tariflichen Eingruppierung. Entscheidend sind die tatsächlich übertragene Tätigkeit, der Arbeitgeber, der Tarifvertrag, die Entgeltgruppe und mögliche Funktionszulagen.

  21. Wo können Pain Nurses arbeiten?
  22. Mögliche Einsatzorte sind Krankenhäuser, Akutschmerzdienste, Schmerzambulanzen, Intensivstationen, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Hospize sowie onkologische, palliative und rehabilitative Einrichtungen.

  23. Dürfen Pain Nurses Schmerzmedikamente selbstständig verordnen?
  24. Nein. Pain Nurses dürfen verschreibungspflichtige Medikamente nicht eigenständig verordnen. Sie können die Wirkung und Nebenwirkungen angeordneter Medikamente überwachen, Auffälligkeiten weitergeben und die Therapie innerhalb klar geregelter Zuständigkeiten begleiten.

Quellen
  1. Deutsche Schmerzgesellschaft e. V.: Curriculum zum pflegerischen Schmerzmanagement, 2021
    https://www.schmerzgesellschaft.de/... (letzter Zugriff am 24.09.2026)
  2. Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe: Qualifizierung Spezielle Schmerzpflege
    https://www.bildungscampus-berlin.de/... (letzter Zugriff am 24.09.2026)
  3. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V.: Curriculum Algesiologische Fachassistenz (ALFA)
    https://www.dgschmerzmedizin.de/... (letzter Zugriff am 24.09.2026)
  4. Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V.: Algesiologische Fachassistenz DGS und Rezertifizierung
    https://www.dgschmerzmedizin.de/... (letzter Zugriff am 24.09.2026)
  5. Deutsches Pflegeportal: Schmerzexpertin/Schmerzexperte – Algesiologische Fachassistenz
    https://www.deutsches-pflegeportal.de/... (letzter Zugriff am 24.09.2026)
  6. Bundesministerium der Justiz: § 82 SGB III – Förderung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
    https://www.gesetze-im-internet.de/... (letzter Zugriff am 24.09.2026)
  7. Bundesagentur für Arbeit: Individuelle Förderung von Beschäftigten
    https://www.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 24.09.2026)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Florentina Blakaj
Florentina Blakaj
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 24.09.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Voraussetzungen
  2. Inhalt der Weiterbildung
  3. Dauer und Aufbau der Weiterbildung
  4. Kosten der Weiterbildung
  5. Gehalt
  6. Aufgaben
  7. Arbeitszeiten
  8. Einsatzorte
  9. Stellenangebote

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