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Medi-Karriere Medizinische Berufe Ernährungsberater – Ausbildung und Beruf

Ernährungsberater – Ausbildung und Beruf

Ernährungsberaterin Berufsbild

Ausbildungstyp

Weiterbildung

Ausbildungsdauer

3 bis 15 Monate

Voraussetzung

Mittlerer Schulabschluss

62 freie Jobs
als Ernährungsberater/in

  • Ausbildung
  • Gehalt
  • Jobs

Die Ausbildung zum Ernährungsberater wird für viele Menschen immer interessanter. Die Ernährung ist ein wichtiges Thema und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Jedoch ist die Ernährungsberatung gleichzeitig auch ein sehr komplexer Bereich. Es kann daher leicht zu Verwirrung und Überforderung kommen. Hier können Ernährungsberater als kompetente Partner Orientierung für die Ernährung im weiteren Leben bieten.

Welche Voraussetzungen benötigt werden, welche Inhalte zur Ernährungsberater-Ausbildung gehören und wie sich der typische Arbeitsalltag gestaltet? Alle wichtigen Informationen gibt es in diesem Artikel.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Art der Ausbildung: Weiterbildung, Fernlehrgang oder Studium im Bereich Ernährung
  • Zugangsvoraussetzungen: Je nach Anbieter unterschiedlich, häufig ohne feste Vorgaben
  • Weiterbildungsdauer: Circa drei bis 15 Monate, je nach Lehrgangsform
  • Weiterbildungssform: Präsenzunterricht, Fernstudium oder berufsbegleitende Weiterbildung
  • Ausbildungsinhalte: Ernährungslehre, Ernährungspsychologie, Beratung, Gesundheitsförderung und Recht
  • Ausbildungsgehalt: Keine Vergütung, stattdessen fallen Lehrgangskosten an
  • Mediangehalt: Rund 3.539 Euro brutto monatlich
  • Arbeitsaufgaben: Ernährungsberatung, Ernährungspläne erstellen, Anamnese durchführen und Klienten begleiten
  • Arbeitsorte: Kliniken, Beratungsstellen, Arztpraxen, Fitness- und Gesundheitseinrichtungen sowie Selbstständigkeit
  • Weiterbildungsmöglichkeiten: Spezialisierungen, Fachfortbildungen und zusätzliche Zertifizierungen

Was macht ein Ernährungsberater?

Ernährungsberater helfen Menschen, die ihre Ernährung umstellen wollen bzw. aus verschiedenen Gründen auf bestimmte Aspekte der Ernährung verstärkt achten müssen oder wollen. In ihrem Service erstellen sie zum Beispiel einen individuellen Ernährungsplan. Dabei berücksichtigen sie die spezielle Situation sowie spezifische Bedürfnisse. Außerdem stehen sie ihren Klienten motivierend zur Seite, um die gesteckten Ziele auch zu erreichen.

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Ernährungsberater – Ausbildung

Wer eine Ausbildung zum Ernährungsberater absolvieren möchte, kann aus verschiedenen Möglichkeiten wählen. Die Berufsbezeichnung des Ernährungsberaters ist allerdings nicht gesetzlich geschützt, daher gibt es keine einheitlichen Regelungen. Es gibt Lehrgängen für eine berufliche Weiterbildung als auch Fernstudiengänge. Auch der Einstieg über ein Studium der Ökotrophologie oder Ernährungswissenschaften ist möglich. Die Weiterbildung zum Ernährungsberater ist somit durch interne Vorschriften der Einrichtungen geregelt. Dadurch unterscheiden sich Zugangsvoraussetzung und Dauer.

Ernahrungsberater Ausbildung überblick

Zugangsvoraussetzungen

Für eine Ernährungsberater-Ausbildung gibt es aus oben genannten Gründen keine festen Einstiegsvoraussetzungen. Je nach Anbieter kann ein Mindestalter oder ein bestimmter Schulabschluss bzw. eine Ausbildung oder ein Studium notwendig sein. Wer sich für eine Tätigkeit in diesem Berufsfeld interessiert, sollte jedoch die grundlegenden Soft Skills mitbringen. Insbesondere Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Motivationsfähigkeit sind essenziell. Im Berufsalltag ist der Kontakt zu Menschen regelmäßig gegeben. Um ihnen die verschiedenen Aspekte der Ernährung verständlich nahezubringen und sie bei der Ernährungsumstellung optimal zu unterstützen, ist oft Fingerspitzengefühl nötig.

Vorkenntnisse in Biologie, Chemie und Mathe sind ebenfalls hilfreich, um ein gutes Verständnis für die biologischen und chemischen Grundlagen der Ernährung entwickeln zu können.

Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau

Da es unterschiedliche Ausbildungsmodelle für die Weiterbildung zum Ernährungsberater gibt, sind Aufbau und Form der Ernährungsberater-Ausbildung häufig uneinheitlich. Es gibt Wochenendseminare, die meist nur einen kleinen Teil dieses komplexen Themas bearbeiten.

Darüber hinaus existieren aber auch viele berufsbegleitende Angebote. Die entsprechenden Ausbildungskataloge definieren dann wöchentliche Ziele. Sehr häufig handelt es sich um Fernstudien. Daher können sich Auszubildende ihre Lernzeit selbst gestalten. Prüfungen können als Präsenzveranstaltung aber auch online abgehalten werden. Hier ein beispielhafter Überblick über die Themenbereiche und Unterrichtseinheiten:

Bereich Module Unterrichtseinheiten
Anerkennungsfähige Module Prävention ernährungsmitbedingter KrankheitenMethoden der ErnährungserhebungErnährungssoziologie 78
Empfohlenes Modul EDV-unterstützte Nährwertberechnung 9
Pflichtbausteine Ernährung und GesundheitErnährungspsychologieMethodik und Didaktik in der BeratungGesprächsführung – Theorie und MethodenPraxis der GesprächsführungMarketing und ProjektplanungQualitätssicherung in der Ernährungsberatung und EvaluationRechtliche Situation der Ernährungsberatung in Deutschland 216
Gesamtdauer Alle Module zusammen 303

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Da es eine Vielzahl an Anbietern gibt, ist eine genauere Recherche angeraten. Seriöse Anbieter sind normalerweise sehr transparent und liefern Interessierten Studienbroschüren auf Anfrage. Oft bieten sie auch die Möglichkeit, den Lehrgang vorab min. 2-4 Wochen kostenlos zu testen.

Ausbildungsinhalte

Während der Weiterbildung zum Ernährungsberater werden sämtliche Themen der Ernährung behandelt. Die Lerninhalte gehen aber auch darüber hinaus. So sind Methoden der Ernährungserhebung, Ernährungssoziologie und Ernährungspsychologie Teil der Ausbildung. Ebenso enthalten sind auch die EDV-unterstützte Nährwert-Berechnung, die Methodik und Didaktik in der Beratung, sowie Marketing und Recht.

Weiterhin brauchen Ernährungsberater konkrete Kenntnisse darüber, welche gesundheitlichen Folgen eine spezielle Ernährung nach sich ziehen kann. Beispielsweise kann es bei einer rein pflanzlichen Kost zur Unterversorgung mit bestimmten Mikronährstoffen kommen. Welche Optionen zur Verfügung stehen, um einer solchen Fehlernährung vorzubeugen, muss der Ernährungsberater wissen. Hier eine beispielhafte Modulübersicht:

Modul Lernfeld
Modul 1 Grundlagen der Ernährung
Modul 2 Verdauung
Modul 3 Stoffwechsel und Energiebereitstellung
Modul 4 Makronährstoffe
Modul 5 Kohlenhydrate
Modul 6 Fette
Modul 7 Proteine
Modul 8 Mineralstoffe
Modul 9 Vitamine
Modul 10 Wasser
Modul 11 Sekundäre Pflanzenstoffe
Modul 12 Sporternährung
Modul 13 Ernährung im Leistungssport
Modul 14 Adipositas
Modul 15 Ernährungsformen zur Gewichtsreduktion
Modul 16 Ernährungspsychologie
Modul 17 Essstörungen
Modul 18 Nahrungsergänzung
Modul 19 Ernährungspläne
Modul 20 praktische Anwendung

Ausbildungsdauer

Je nachdem, wo sich Ernährungsberater ausbilden lassen, variiert die Dauer der Weiterbildung. Abhängig von Art und Anbieter der Ernährungsberater-Ausbildung, können Zeiten zwischen wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten zusammenkommen. Die Weiterbildungen dauern je nach Lehrgangsform unterschiedlich lang. Ein Fernstudium umfasst etwa 9 bis 15 Monate. Eine umfassende Fortbildung dauert in Vollzeit meist 3 Monate, in Teilzeit bis zu 12 Monate. Es gibt außerdem Kompakt- und Wochenendkurse, die nur wenige Tage umfassen.

Auch ein wesentlich zeitintensiveres Fernstudium ist möglich. Interessenten sollten sich daher an ihren individuellen Zielen orientieren und die passende Ausbildung darauf aufbauend zusammenstellen.

Offene Fragen vorab klären!

Genaue Infos zur Ausbildungsdauer, den eventuellen Kosten sowie dem Ausbildungsort findet man auf den Webseiten der konkreten Anbieter. Offene Fragen kann man beispielsweise über eine dort angegebene Telefonnummer oder E-Mail-Adresse klären. So weiß man danach ganz genau, was auf einen zukommt und ist vorbereitet.

Ausbildungsorte

Grundsätzlich besteht für angehende Ernährungsberater freie Wahl bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz. Besteht allerdings Interesse an der Möglichkeit, seine Leistung und Angebote mit der Krankenkasse abzurechnen, muss die Weiterbildung an einem anerkannten Ausbildungsinstitut stattfinden. Für die Abrechnung bestimmter Ernährungsberatungen mit Krankenkassen sind häufig anerkannte Zusatzqualifikationen erforderlich. Anerkannte Zertifizierungen bieten beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) oder der Verband der Oecotrophologie (VDOE) an. Sie ermöglichen den prestigeträchtigen Zertifikatszusatz DGE und VDOE. Für diese Weiterbildungen ist es allerdings nötig, bereits eine Berufsausbildung als Diätassistent oder ein Studium, zum Beispiel im Bereich der Ernährungswissenschaften, abgeschlossen zu haben.

Bei den vielen privaten Anbietern werden Vorerfahrungen in diesem Bereich oder ein bestimmter Abschluss nicht unbedingt vorausgesetzt. Das Angebot an Ausbildungsplätzen für Ernährungsberater ist groß und wächst weiter. Daher sollten auch hier die individuellen beruflichen Ziele als Kompass bei der Entscheidungsfindung gelten. Abhängig von Anbieter und Lehrgangsart lernt man entweder zu Hause oder in den Räumlichkeiten des Lehrgangsanbieters.

Ausbildungsabschluss

Der Ausbildungsabschluss hängt davon ab, für welche Ausbildungsform sich angehende Ernährungsberater letztlich entscheiden. Bei kurzen Fortbildungen übers Wochenende werden häufig nur Teilnahme-Urkunden ausgehändigt. Diese sind aber auch keinem echten Ausbildungsabschluss gleichzustellen.

Anders verhält es sich, wenn beispielsweise ein Fernstudium in Betracht gezogen wird. Dieses dauert häufig mehrere Monate oder gar Jahre. Außerdem erfolgen neben einigen Zwischenprüfungen auch schriftliche Abschlussprüfungen. Teilweise wird stattdessen eine Abschlussarbeit verlangt. Am Ende der Weiterbildung erhalten Teilnehmer je nach Anbieter ein Zertifikat oder einen institutseigenen Abschluss. Die genaue Bezeichnung hängt vom jeweiligen Bildungsträger ab.

Perspektiven nach der Ausbildung

Viele Ernährungsberater bieten ihre Dienste im Rahmen medizinischer Beratung an. Häufig erlangen Ärzte, Heilpraktiker oder Ernährungswissenschaftler die Zusatzqualifikation „Ernährungsberater“. Dadurch ermöglichen sie eine noch umfassendere und ganzheitliche Betreuung ihrer Patienten. Ernährungsberater können aber auch im Auftrag der gesetzlichen Krankenkassen Maßnahmen der Primärprävention durchführen. Diese dienen der Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung bei den Versicherten. Außerdem werden Versicherte dadurch über die wichtigsten Aspekte einer gesunden Ernährung informiert und geschult.

Des Weiteren können sie im Verlags- und Zeitschriftenwesen Beschäftigung finden und journalistisch zum Thema gesunde Ernährung arbeiten. Auch eine selbstständige Tätigkeit ist durchaus denkbar. Viele Menschen wünschen sich Hilfe bei diesem umfangreichen Thema. Dabei können die Aufgabengebiete so vielgestaltig sein, wie die Ernährung selbst.

Ernährungsberater – Gehalt in der Ausbildung

Während der Ausbildung zum Ernährungsberater wird in der Regel keine Vergütung gezahlt. Es ist im Gegenteil sogar so, dass in die Weiterbildung investiert werden muss. Erst nach der erfolgreichen Beendigung der Ausbildung und wenn eine entsprechende Anstellung gefunden ist, kann mit dem ersten Gehalt gerechnet werden.

Die Kosten für die Weiterbildung können sehr unterschiedlich ausfallen. Sie können zwischen ein paar Hundert bis zu einigen Tausend Euro liegen. Des Weiteren müssen auch Arbeitsmaterialien, Fahrtkosten und der Lebensunterhalt aus eigener Tasche finanziert werden. In den meisten Fällen wird die Weiterbildung aber berufsbegleitend in Teilzeit oder als Fernstudium angeboten. Dadurch haben viele angehende Ernährungsberater durch den bestehenden Beruf eine finanzielle Grundlage.

Zusätzlich gibt es weitere Unterstützungsmöglichkeiten. Dazu gehören beispielsweise der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit, Förderprogramme der Bundesländer oder Bildungskredite. Es lohnt sich in jedem Fall, sich umfangreich über alle Optionen zu informieren.

Ernährungsberater – Gehalt im weiteren Berufsleben

Das Gehalt von fertig ausgebildeten Ernährungsberatern kann sehr unterschiedlich ausfallen. Einfluss auf die Vergütung haben unter anderem die Branche, die Art der Einrichtung sowie regionale Faktoren. Größere Betriebe zahlen häufig höhere Gehälter als kleinere Arbeitgeber. Auch in Großstädten liegt das Ernährungsberater-Gehalt oft über dem Niveau ländlicher Regionen. Darüber hinaus spielt das Alter beziehungsweise die Berufserfahrung eine wichtige Rolle, da erfahrene Fachkräfte meist ein höheres Einkommen erzielen.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor ist die Tarifgebundenheit des Arbeitgebers. Staatliche und kirchliche Einrichtungen orientieren sich an Tarifverträgen und zahlen daher häufig andere Gehälter als private Arbeitgeber. Bei einer staatlichen Einrichtung, die nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) vergütet, kann ein Ernährungsberater in Entgeltgruppe 9b zwischen 3.691,52 € und 4.746,88 € verdienen. Kirchliche Einrichtungen nutzen sogenannte Arbeitervertragsrichtlinien (AVR). Bei der Diakonie erhalten Ernährungsberater in Entgeltgruppe 8 beispielsweise zwischen 4.118,87 € und 4.858,25 € pro Monat.

Das Einstiegsgehalt allgemein liegt bei rund 2.865 Euro brutto monatlich. Das Mediangehalt beträgt rund 3.539 Euro brutto pro Monat. Die Gehaltsspanne schwankt jedoch je nach Qualifikation, Arbeitgeber und Berufserfahrung deutlich.

Mehr Infos zum Gehalt eines Ernährungsberaters findest Du hier:

  • Ernährungsberater-Gehalt
Pflege Gehalt Mehr Geld Seit März

Gehalt und Tarifverträge

Alles zu den Themen Gehalt und Tarifverträge mit Informationen zu Verdienstmöglichkeiten in Klinik, Praxis und MVZ.

Mehr zu Gehalt und Tarifverträge

Ernährungsberater – Aufgaben im Arbeitsalltag

Der Arbeitsalltag wird für Ernährungsberater nicht langweilig. Ernährung ist ein sehr umfangreiches Thema. Es gibt unzählige Aspekte zu bedenken, wodurch die Anforderungen vielschichtig und hoch sind. Sie brauchen sowohl eine hohe soziale als auch eine fundierte fachliche Kompetenz.

Ernährungsanamnese durchführen

Je nach dem aus welchen Gründen die Klienten einen Ernährungsberater aufsuchen, gilt es zuerst den aktuellen Gesundheitszustand zu bestimmen. Dazu werden Daten wie Gewicht, Alter, Geschlecht und Größe erfasst und der Body Mass Index ermittelt sowie der Körperfettanteil gemessen. Außerdem werden Ess-, Trink- sowie Lebensgewohnheiten erfasst. Ein Ernährungstagebuch hilft dabei den Kunden als auch dem Ernährungsberater selbst. Auf Basis dieser Daten baut die weitere Beratung auf und verändert möglicherweise auch die Zielsetzung.

Individuelle Zielbesprechung

Ernährungsberater arbeiten mit verschiedenen Menschen an unterschiedlichen Zielen. Es kann zum Beispiel um eine gesunde Ernährung im Allgemeinen, Diäten bei Übergewicht, Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten oder eine spezielle Ernährungsweise für Sportler oder Schwangere gehen. Auch eine Umstellung auf vegane oder vegetarische Kost kann von Ernährungsberatern begleitet werden. Erst die vollständige Analyse des IST-Zustands legt dar, in welche Richtung eine Ernährungsveränderungen vorangetrieben werden sollte.

Ernährungsplanung und -steuerung

Auf Anamnese und Analyse der Essgewohnheiten baut die Ernährungsplanung auf. Die Pläne müssen von Zeit zu Zeit angepasst werden und die Kunden bei Problemen beraten. Motivation zum Durchhalten ist hier entscheidend für den Erfolg.

Analysen und Beratung

In ihrem Berufsalltag halten Ernährungsberater Einzel- oder Gruppenberatungen ab. Dabei analysieren sie das Essverhalten, entwickeln Ernährungspläne und gehen auf individuelle Probleme ein. Im Rahmen der Analyse und Beratung wird erklärt, welche Lebensmittel das Wohlbefinden steigern und welche eher schädlich sind. Dies findet nicht nur in der Theorie statt. Neben der Beratung bieten Ernährungsberater teilweise Hausbesuche und begleitete Einkaufstrainings an. Eine gemeinsame Zubereitung der Speisen kann ebenso zu den Aufgaben gehören.

Workshops und Seminare

Weitere Aufgabenbereiche für Ernährungsberater können in der Verbraucherinformation liegen. Ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse werden zielgruppengerecht und verständlich für Informationsveranstaltungen, Workshops oder Seminaren aufbereitet und dort präsentiert. Dabei kann es zum Beispiel um Themen gehen wie:

  • Welche Produkte enthalten versteckte Zucker und Fette?
  • Wie kann man Mahlzeiten fettarm zubereiten oder besonders vitaminschonend kochen?

Ernährungsberater – Arbeitszeiten

Als Ernährungsberater arbeitet man in der Regel zu geregelten Bürozeiten zwischen dem frühen Morgen und dem späten Nachmittag. Die Arbeitszeiten orientieren sich häufig an den Öffnungszeiten von Praxen, Kliniken, Reha-Einrichtungen oder Beratungsstellen. Schichtdienst gehört normalerweise nicht zum Berufsalltag eines Ernährungsberaters. Dennoch können die Arbeitszeiten je nach Arbeitgeber und Tätigkeitsbereich variieren. Wer beispielsweise in Kliniken oder Gesundheitseinrichtungen tätig ist, übernimmt gelegentlich Beratungen am Abend oder an Wochenenden. Auch selbstständige Ernährungsberater richten ihre Termine häufig nach den zeitlichen Möglichkeiten ihrer Klienten aus. Ungeplante Überstunden können entstehen, wenn Beratungsgespräche länger dauern, Dokumentationsaufgaben anfallen oder kurzfristige Termine eingeschoben werden müssen.

Ernährungsberater – Wo kann gearbeitet werden?

Ernährungsberater können in den verschiedensten Einrichtungen tätig werden. Da Ernährung ein Thema ist, das alle Menschen gleichermaßen betrifft, sind den Perspektiven kaum Grenzen gesetzt. Mögliche Arbeitsorte für Ernährungsberater sind:

  • Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
  • Verbraucher- und Ernährungsberatungen
  • Anbieter von Ernährungs- und Gesundheitsseminaren
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Sport-, Fitness-, Wellness- und Erholungseinrichtungen
  • Heime
  • Medienunternehmen
  • Arztpraxen
  • Heilpraktikerpraxen
  • Auf selbstständiger Basis im Bereich der Beratung bei entsprechender Qualifikation

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Ernährungsberater – Weiterbildungsmöglichkeiten

Ernährungsberater arbeiten in einem sehr komplexen Fachbereich. Mit wachsenden Erkenntnissen über die Ernährung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit, steigen auch die Anforderungen an Ernährungsberater. Daher stehen eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Beispielsweise könnte eine Spezialisierung auf die besonderen Anforderungen der veganen Ernährung stattfinden. Auch in vielen anderen Bereichen gewinnt die Ernährungswissenschaft immer neue Kenntnisse. Dem Weiterbildungsangebot sind also kaum Grenzen gesetzt und für jeden Geschmack lassen sich passende Angebote finden.

Alles zum Thema Weiterbildungen findest Du hier:

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Häufige Fragen zur Ernährungsberater-Ausbildung

  1. Welche Voraussetzungen benötigt man für die Ernährungsberater-Ausbildung?
  2. Für die Ernährungsberater-Ausbildung gibt es keine einheitlichen Voraussetzungen, da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist. Die Anforderungen hängen vom jeweiligen Anbieter und Lehrgang ab.

  3. Was lernt man in der Ernährungsberater-Ausbildung?
  4. Die Ernährungsberater-Ausbildung vermittelt Kenntnisse zu Ernährung, Gesundheit, Ernährungspsychologie und Beratung. Zusätzlich behandelt die Ernährungsberater-Ausbildung Themen wie Gesprächsführung, Recht und Ernährungsplanung.

  5. Ist die Ernährungsberater-Ausbildung staatlich anerkannt?
  6. Die Ernährungsberater-Ausbildung ist nicht staatlich geregelt und daher nicht automatisch staatlich anerkannt. Anerkannte Zertifizierungen bieten unter anderem die DGE und der VDOE an.

  7. Kann man die Ernährungsberater-Ausbildung berufsbegleitend absolvieren?
  8. Ja, viele Anbieter ermöglichen die Ernährungsberater-Ausbildung berufsbegleitend als Fernlehrgang oder Teilzeitkurs. Dadurch lässt sich die Weiterbildung gut mit dem Beruf kombinieren.

  9. Lohnt sich die Ernährungsberater-Ausbildung?
  10. Die Ernährungsberater-Ausbildung kann sich für Menschen mit Interesse an Ernährung und Gesundheit lohnen. Sie schafft die Grundlage für vielfältige Einsatzmöglichkeiten in einem wachsenden Berufsfeld.

Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Antonia Knobel
Antonia Knobel
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 24.06.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht ein Ernährungsberater?
  2. Ausbildung
  3. Perspektiven nach der Ausbildung
  4. Gehalt in der Ausbildung
  5. Gehalt im weiteren Berufsleben
  6. Aufgaben im Arbeitsalltag
  7. Arbeitszeiten
  8. Wo kann gearbeitet werden?
  9. Weiterbildungsmöglichkeiten
  10. Stellenangebote

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