AVR Diakonie 2026: Das sind die wichtigsten Fakten
- Einstiegsgehalt einer ausgebildeten Pflegefachkraft nach EG 7: 3.874,15 €
- Einstiegsgehalt einer Pflegehilfskraft nach EG4: 3.107,22 €
- Seit dem 1. September 2026 steigen die Tabellenentgelte um 3,0 Prozent (EG 1 gesondert festgesetzt). Die Tabelle gilt bis zum 31. Oktober 2027.
Die Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Deutschland (AVR DD) gelten für Beschäftigte in Einrichtungen, die dieses Regelwerk anwenden. Für andere diakonische Einrichtungen können regionale Arbeitsvertragsrichtlinien oder Tarifverträge gelten. Sie sichern faire Bezahlung entsprechend der Arbeitsbelastung, der übertragenen Verantwortung und der Berufserfahrung. Geregelte Arbeitszeiten, Kinderzuschläge und eine zusätzliche Altersvorsorge zeichnen den Tarif der Diakonie in Deutschland aus.
AVR Diakonie – Entgelttabelle 2026
Die aktuelle Entgelttabelle der AVR Diakonie gilt seit dem 01.09.2026. Monatliche Bruttoentgelte bei Vollzeit mit 39 Wochenstunden, ohne Zulagen und Sonderzahlungen:
| Entgeltgruppe | Einarbeitungsstufe | Basisstufe | Erfahrungsstufe 1 | Erfahrungsstufe 2 | Erfahrungsstufe 3 |
| EG 1 | 2.501,19 € | 2.577,49 € | |||
| EG 2 | 2.746,22 € | 2.863,68 € | |||
| EG 3 | 2.909,97 € | 3.045,02 € | 3.180,06 € | ||
| EG 4 | 3.107,22 € | 3.252,65 € | 3.398,06 € | ||
| EG 5 | 3.354,94 € | 3.513,39 € | 3.671,87 € | 3.830,32 € | |
| EG 6 | 3.470,59 € | 3.635,14 € | 3.799,69 € | 3.964,25 € | |
| EG 7 | 3.874,15 € | 4.059,51 € | 4.250,93 € | 4.446,49 € | 4.545,76 € |
| EG 8 | 4.242,44 € | 4.457,72 € | 4.676,24 € | 4.894,75 € | 5.004,00 € |
| EG 9 | 4.632,39 € | 4.871,17 € | 5.109,95 € | 5.348,73 € | 5.468,13 € |
| EG 10 | 5.265,14 € | 5.536,54 € | 5.807,94 € | 6.079,34 € | 6.215,04 € |
| EG 11 | 5.978,83 € | 6.287,02 € | 6.595,18 € | 6.903,38 € | 7.057,48 € |
| EG 12 | 6.299,32 € | 6.624,02 € | 6.948,74 € | 7.273,45 € | 7.435,80 € |
| EG 13 | 7.118,77 € | 7.485,72 € | 7.852,66 € | 8.219,60 € | 8.403,09 € |
Gültig von 01.09.2026 bis 31.10.2027
Quelle: AVR Diakonie Gehaltstabelle
Die nächsten Verhandlungen zur Anpassung der Entgelte sollen spätestens im Mai 2027 beginnen; bis zum 31. Oktober 2027 gilt eine “Friedenspflicht”.
AVR Diakonie – Entgelttabelle 2025
Im Folgenden ist die Entgelttabelle der AVR Diakonie für den vorherigen Zeitraum von 01.März 2025 bis 31. August 2026 dargestellt.
| Entgeltgruppe | Einarbeitungsstufe | Basisstufe | Erfahrungsstufe 1 | Erfahrungsstufe 2 | Erfahrungsstufe 3 |
|---|---|---|---|---|---|
| EG 1 | – | 2.374,05 € | 2.473,43 € | – | – |
| EG 2 | – | 2.666,23 € | 2.780,27 € | – | – |
| EG 3 | 2.825,21 € | 2.956,33 € | 3.087,44 € | – | – |
| EG 4 | 3.016,72 € | 3.157,91 € | 3.299,09 € | – | – |
| EG 5 | 3.257,22 € | 3.411,06 € | 3.564,92 € | 3.718,76 € | – |
| EG 6 | 3.369,50 € | 3.529,26 € | 3.689,02 € | 3.848,79 € | – |
| EG 7 | 3.761,31 € | 3.941,27 € | 4.127,12 € | 4.316,98 € | 4.413,36 € |
| EG 8 | 4.118,87 € | 4.327,88 € | 4.540,04 € | 4.752,18 € | 4.858,25 € |
| EG 9 | 4.497,47 € | 4.729,29 € | 4.961,12 € | 5.192,94 € | 5.308,86 € |
| EG 10 | 5.111,79 € | 5.375,28 € | 5.638,78 € | 5.902,27 € | 6.034,02 € |
| EG 11 | 5.804,69 € | 6.103,90 € | 6.403,09 € | 6.702,31 € | 6.851,92 € |
| EG 12 | 6.115,84 € | 6.431,09 € | 6.746,35 € | 7.061,60 € | 7.219,22 € |
| EG 13 | 6.911,43 € | 7.267,69 € | 7.623,94 € | 7.980,19 € | 8.158,34 € |
Gültig von 01.03.2025 bis 31.08.2026
Quelle: Entgelttabelle AVR Diakonie
AVR Diakonie – Gehaltstabelle 2024
Hier die Entgelttabelle für Beschäftigte der Diakonie der EG 1 bis 13 im Zeitraum vom 01. Juli 2024 bis 28.Februar 2025.
| Entgeltgruppe | Einarbeitungsstufe | Basisstufe | Erfahrungsstufe 1 | Erfahrungsstufe 2 | Erfahrungsstufe 3 |
| EG 1 | 2.224,05 € | 2.323,43 € | |||
| EG 2 | 2.516,23 € | 2.630,27 € | |||
| EG 3 | 2.675,21 € | 2.806,33 € | 2.937,44 € | ||
| EG 4 | 2.866,72 € | 3.007,91 € | 3149,09 € | ||
| EG 5 | 3.107,22 € | 3.261,06 € | 3.414,92 € | 3.568,76 € | |
| EG 6 | 3.216,50 € | 3.379,26 € | 3.539,02 € | 3.698,79 € | |
| EG 7 | 3.611,31 € | 3.791,27 € | 3.977,12 € | 4.162,95 € | 4.255,89 € |
| EG 8 | 3.968,87 € | 4.173,46 € | 4.378,05 € | 4.582,62 € | 4.684,91 € |
| EG 9 | 4.337,00 € | 4.560,55 € | 4.784,11 € | 5.007,66 € | 5.119,44 € |
| EG 10 | 4.929,40 € | 5183,49 € | 5.437,59 € | 5.691,68 € | 5.818,73 € |
| EG 11 | 5.597,58€ | 5.886,11 € | 6.174,63 € | 6.463,17 € | 6.607,44 € |
| EG 12 | 5.897,63 € | 6.201,63 € | 6.505,64 € | 6809,64 € | 6.961,64€ |
| EG 13 | 6.664,83 € | 7.008,38 € | 7.351,92 € | 7.695,46 € | 7.867,25 € |
Gültig von 01.07.2024 bis 28.02.2025
Quelle: Entgelttabelle AVR Diakonie
Deutschlandweit einheitlich?
Auch wenn die Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie bezüglich des Namens eine einfache einheitliche Wirkung auf ganz Deutschland vermuten lassen, ist dem nicht der Fall. Neben den AVR.DD bestehen weitere regionale und landeskirchliche Arbeitsvertragsrichtlinien und Tarifverträge. Welches Regelwerk tatsächlich gilt, richtet sich nach der jeweiligen Einrichtung und ihrem arbeitsrechtlichen Geltungsbereich.
Es existieren unter anderem Tarife für Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mitteldeutschland und Sachsen.
AVR Diakonie – Eingruppierungen
Anhand der übertragenen Tätigkeiten werden Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Entgeltgruppen eingruppiert. Diese Gruppe bestimmt das Grundgehalt der mitarbeitenden Person. Grundsätzlich gilt dabei, je komplexer und schwieriger die Aufgaben und je höher die notwendige Qualifikation für die vereinbarten Tätigkeiten ist, desto höher wird der Mitarbeiter eingestuft und desto höher fällt das Grundgehalt dadurch aus.
Dabei ist nicht die höchste abgeschlossene berufliche Ausbildung oder Qualifikation maßgebend, sondern die vereinbarten Tätigkeiten mit dem Arbeitgeber. Dem Mitarbeiter ist es möglich, durch eine dauerhafte Übernahme von höher eingestuften Tätigkeiten in die nächsthöhere Entgeltgruppe aufzusteigen. Zudem steigert sich das Grundgehalt mit zunehmender Beschäftigungsdauer. Dabei können nachgewiesene förderliche Berufszeiten aus den letzten fünf Jahren vor der Einstellung auf die Stufenlaufzeit angerechnet werden.
Entgeltgruppen AVR
Unabhängig von der Länge der Beschäftigung bezieht sich die Entgeltgruppe spezifisch auf die an den Mitarbeiter gestellten Anforderungen und seine Aufgaben bei der Diakonie. Diese müssen schriftlich festgelegt sein, beispielsweise mittels einer Stellen- und Aufgabenbeschreibung, und vom Arbeitgeber übertragen werden. Welcher Entgeltgruppe die beschäftigte Person angehört, ist ihr ebenfalls schriftlich mitzuteilen.
Die festgelegten Tätigkeiten, die für die Eingruppierung maßgeblich sind, müssen unverzichtbarer Bestandteil des Arbeitsalltages sein. Ein Aufstieg in eine höhere Entgeltgruppe ist durch die dauerhafte Beauftragung von höherwertigen Tätigkeiten seitens des Arbeitgebers möglich. Besteht diese Beauftragung lediglich über einen kurzen Zeitraum (mindestens einen Monat) oder vertretungsweise (länger als drei Monate) ist der Ausgleich des zusätzlichen Arbeitsaufwands über eine persönliche Zulage möglich.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der Entgeltgruppen und der entsprechenden Anforderungen an die Mitarbeitenden und ihre Tätigkeiten.
| Entgeltgruppe | Beschreibung |
| EG 1 | einfachste Tätigkeiten können nach Einübung ausgeführt werden: Reinigungskraft, Küchenhilfe, Boten im Hol- und Bringdienst: |
| EG 2 | sehr einfache Tätigkeiten können nach fachlicher Einarbeitung ausgeführt werden: Stationshilfe, Mitarbeiter in der Poststelle |
| EG 3 | Tätigkeiten, die Fertigkeiten oder einfache Kenntnisse voraussetzen: Hauswirtschaftskraft, Mitarbeiter am Empfang |
| EG 4 | Tätigkeiten, die Fertigkeiten und Kenntnisse voraussetzen: Altenpflegehelfer, Krankenpflegehelfer, Heilerziehungspflegehelfer |
| EG 5 | Tätigkeiten, die spezielle Fertigkeiten und erweiterte Kenntnisse voraussetzen: Stationsassistent, Hausmeister, Rettungssanitäter |
| EG 6 | Tätigkeiten, die erweiterte oder vertiefte Kenntnisse und entsprechende Fertigkeiten voraussetzen: Hauswirtschafter, Diätassistent, Verwaltungsfachkraft |
| EG 7 | Tätigkeiten, die Fachwissen und entsprechende Fähigkeiten voraussetzen: Pflegefachkraft, Hebamme, Physiotherapeut |
| EG 8 | Tätigkeiten, die vertieftes Fachwissen und entsprechende Fähigkeiten voraussetzen: Intensivpflege, OP-Pflege, OTA |
| EG 9 | Tätigkeiten, die anwendungsbezogene wissenschaftliche Kenntnisse voraussetzen: Sozialarbeiter, Controller, IT-Systemberater |
| EG 10 | Tätigkeiten, die vertiefte anwendungsbezogene wissenschaftliche Kenntnisse voraussetzen: Sozialpädagoge mit entsprechend erforderlicher Weiterbildung, Lehrkräfte an Fachschulen |
| EG 11 | Tätigkeiten, die vertiefte und erweiterte anwendungsbezogene wissenschaftliche Kenntnisse voraussetzen: Qualitätsmanager im Krankenhaus oder in einer Komplexeinrichtung, Leitung größerer Dienste oder Bereiche |
| EG 12 | Tätigkeiten, die wissenschaftliche Kenntnisse und Methodenkompetenz voraussetzen: Psychologin, Leiter Finanz- und Rechnungswesen, Leiter einer sehr großen Einrichtung |
| EG 13 | Tätigkeiten, die vertiefte oder erweiterte wissenschaftliche Kenntnisse und Methodenkompetenz voraussetzen: Pflegedirektion, Fachabteilungsleiter in einer großen Komplexeinrichtung, Geschäftsführer |
Quelle: Arbeitsvertragsrichtlinien für Einrichtungen, die der Diakonie Deutschland angeschlossen sind, beschlossen von der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Deutschland, Stand: 01. Januar 2026
AVR Diakonie – Sonderzahlungen und Zuschläge
AVR.DD sehen verschiedene tariflich geregelte Zulagen und Zuschläge vor, die zu dem Grundgehalt der Entgeltgruppe addiert werden. Neben regelmäßigen Tariferhöhungen zahlt die Diakonie nach den AVR.DD eine Jahressonderzahlung, sofern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Berechnet wird diese Jahressonderzahlung durch die Summe der Bezüge von Januar bis Oktober, welche anschließend durch zehn geteilt wird.
Beginnt das Beschäftigungsverhältnis erst nach dem 1. Oktober, so dient als Grundlage der Bezug von November, der ebenfalls durch zehn geteilt wird. Eine Jahressonderauszahlung steht jedem Mitarbeitenden zu, der am 1. November des Jahres in einem Beschäftigungsverhältnis steht und dessen Arbeitsverhältnis bis mindestens 31. Dezember desselben Jahres besteht. Wichtig ist zu beachten, dass die Bezüge sich nicht nur aus dem Grundgehalt zusammensetzen. Auch Kinderzulagen und andere tariflich berücksichtigungsfähige Zulagen und Zeitzuschläge zählen hier dazu.
Die Jahressonderzahlung wird grundsätzlich in zwei Hälften ausgezahlt: im November des laufenden Jahres und im Juni des Folgejahres. Der Juni-Anteil kann bei einem negativen betrieblichen Ergebnis unter den Voraussetzungen der AVR.DD teilweise oder vollständig gekürzt werden.
Kinderzulagen
Die Kinderzulagen erhalten kindergeldberechtigte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach Vorlage eines Nachweises. Die Höhe des Zuschlags beträgt je Kind 100 Euro monatlich bei Vollzeitbeschäftigung. Diese Zuschläge steigern sich bei Beschäftigten in den Entgeltklassen eins bis vier.
Für das erste Kind beträgt der Kinderzuschlag auch in diesen Gruppen 100 Euro. Für das zweite und jedes weitere zu berücksichtigende Kind liegt die Zuzahlung für EG 1 und EG2 bei 26 Euro, für EG 3 bei 21 Euro und für EG 4 bei 16 Euro.
Altersvorsorge bei der Diakonie
Die Diakonie bietet verschiedene Partnerschaften mit Zusatzversorgungskassen. Bei langjähriger Tätigkeit bei der Diakonie können so zusätzliche Ansprüche auf eine betriebliche Altersversorgung entstehen. Deren konkrete Höhe hängt unter anderem von der Versorgungsregelung und den erworbenen Anwartschaften ab. Das ist möglich durch die Kirchlichen Zusatzversorgungskassen.
Schichtzulagen
Im Gesundheitssektor ist Schichtarbeit keine Seltenheit sondern steht an der Tagesordnung. Da sie eine hohe zusätzliche Belastung darstellt, bietet die Diakonie Wechselschicht- und Schichtzulagen für ihre Angestellten. Als Wechselschicht wird die Arbeit nach einem regelmäßig wechselnden Schichtplan definiert. Dabei muss die mitarbeitende Person innerhalb von fünf Wochen im Durchschnitt mindestens 40 Arbeitszeitstunden betriebsüblichen Nachtdienst ableisten. Die Zulage liegt in Höhe von 200 Euro pro Monat.
Der Schichtzuschlag von 80 Euro monatlich wird bei einer ständigen Schichtarbeit mit einer Zeitspanne von mindestens 13 Stunden gezahlt. Gleiches gilt für geteilte Dienste, sofern die tariflichen Voraussetzungen erfüllt sind,
Zeitzuschläge und Überstundenentgelt
Durch die erforderliche Arbeit in der Pflege an sieben Tagen der Woche rund ums Jahr, sind ebenfalls Zeitzuschläge und Überstundengeld festgelegt. Sie nehmen Prozentsätze von 15 bis 50 Prozent des regulären Stundenlohns ein.
Für Nachtarbeit beträgt der Zuschlag 25 Prozent, für Sonntagsarbeit 35 Prozent und für Arbeit an Samstagen zwischen 13 und 21 Uhr 15 Prozent. Bei Feiertagsarbeit gelten 35 Prozent, bei Feiertagen, die auf einen Sonntag fallen, 50 Prozent.
Zeitzuschläge werden allerdings nicht für den Bereitschaftsdienst und die in diesem Umfang geleistete Arbeit sowie die Rufbereitschaft gezahlt. Lediglich für die tatsächlich absolvierte Arbeit während der Rufbereitschaft kann eine Kompensation mit Zeitzuschlägen für Arbeit an Sonntagen und Feiertagen, Nachtarbeit sowie in der Zeit von Samstag 13:00 Uhr bis 21:00 Uhr erfolgen.
Vertretungszuschlag
Des Weiteren ist der Vertretungszuschlag festgelegt. Der Arbeitgeber kann bis zu drei Mal im Monat die Vertretungsbereitschaft anordnen, während dieser der Mitarbeiter in einem Zeitfenster von maximal zwei Stunden bei Krankheit oder anderen Abwesenheiten einspringen muss. Der Zuschlag beträgt 30 Euro je Vertretungsbereitschaft. Erfolgt ein Abruf, erhöht er sich auf 45 Euro.
Bei einer freiwilligen kurzfristigen Übernahme eines ursprünglich dienstfreien Tages auf Anfrage des Arbeitgebers innerhalb von 48 Stunden vor Dienstbeginn beträgt der Vertretungszuschlag 60 Euro.
Für Beschäftigte in der Praxisanleitung der Entgeltgruppen 7 und 8 wurde zum 1. Juli 2026 außerdem eine monatliche Zulage von 200 Euro eingeführt, wenn ihnen die entsprechenden Aufgaben dauerhaft ausdrücklich übertragen wurden. Beschäftigte mit mindestens zehn Jahren Beschäftigungszeit erhalten 2026 und 2027 zudem einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag, den sogenannten Vitaltag.
Aktuelle Stellenangebote als
AVR Diakonie – Einrichtungen
Die Diakonie beschäftigt über 687.000 Mitarbeitende und noch mehr Freiwillige. Das Angebot und die Einrichtungen sind breit gefächert und beschränken sich keinesfalls nur auf die Krankenpflege. Mit 19 Prozent der hauptamtlich Beschäftigten entfällt nur ein geringerer Teil in die Krankenhilfe. Zu den Schwerpunkten der Diakonie zählen vorwiegend die Kinder- und Jugendhilfe, die Altenhilfe, Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderung und Hilfen für Menschen in besonderen Situationen. Mit einer Kapazität von 1,27 Millionen Betten bzw. Plätzen ist sie eine der größten und führenden Trägerorganisationen für verschiedenste Aspekte der Pflege, Betreuung und Begleitung von Personen.
Pflegekräfte können bei der Diakonie in unterschiedlichen Einrichtungen arbeiten. Darunter fallen neben der typischen Beschäftigung im Krankenhaus und in Kliniken auch Jobs in Wohnheimen für Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung oder in Pflegeheimen für pflegebedürftige Patienten. Auch Leitungspositionen in Beratungszentren sind verfügbar, genauso wie Angebote im Rettungsdienst, etwa bei der Johanniter-Unfall-Hilfe.
Da die Diakonie eine kirchliche, evangelische Trägerorganisation ist, setzt sie besonderes Augenmerk auf Nächstenliebe und erwartet von ihren Mitarbeitenden, dass sie die evangelische Grundlage ihrer Arbeit achten und mittragen. Eine Kirchenmitgliedschaft ist für viele Tätigkeiten nicht erforderlich. Bei bestimmten Aufgaben, etwa in der Seelsorge oder evangelischen Bildung, können jedoch besondere Anforderungen an die Religionszugehörigkeit gelten.
Zudem ist die Diakonie in einer Verbandsstruktur organisiert. Die oberste Ebene bildet der Bundesverband als Dachverband, welcher die verschiedenen Einrichtungen auf Bundesebene koordiniert. In den einzelnen Bundesländern vertreten Landesverbände die Interessen der Diakonie und kommunizieren mit regionalen Verbänden und Kommunen. Außerdem existieren noch 64 Fachverbände, die spezifische Aspekte der Arbeit auffassen und weiterentwickeln.
Häufige Fragen zum AVR Diakonie
- Was ist die AVR Diakonie?
- Wie funktioniert die Eingruppierung in der AVR Diakonie?
- Welche Zuschläge und Zusatzleistungen gibt es zusätzlich zum Grundgehalt?
- Wie wird die Jahressonderzahlung berechnet?
Die AVR Diakonie sind Arbeitsvertragsrichtlinien für Beschäftigte in diakonischen Einrichtungen. Sie regeln zentrale Arbeitsbedingungen wie Vergütung, Urlaub und Zuschläge. Welches konkrete Regelwerk gilt, hängt dabei vom Arbeitgeber bzw. dem anwendbaren kirchlichen Arbeitsrecht ab: Es kann ein regionaler diakonischer Tarif oder die AVR der Diakonie Deutschland (AVR.DD) sein.
Die Bezahlung ist über Entgeltgruppen und Stufen aufgebaut. Die offizielle AVR-DD-Tabelle arbeitet mit Einarbeitungs-, Basis- und Erfahrungsstufen, die nach festgelegten Verweilzeiten durchlaufen werden. Für die Entgeltgruppe sind die übertragenen Tätigkeiten maßgeblich. Förderliche Berufserfahrung kann bei der Stufenzuordnung berücksichtigt werden.
Neben dem Tabellenentgelt gibt es Zeitzuschläge von 15 bis 50 Prozent des tariflich festgelegten Stundenentgelts, etwa für bestimmte Arbeitszeiten wie Nachtarbeit oder Samstagsarbeit am Nachmittag und Abend. Außerdem werden Kinderzuschläge und eine zusätzliche Altersvorsorge als typische Bestandteile der AVR Diakonie hervorgehoben. Für Wechselschichtarbeit beträgt die monatliche Zulage seit September 2026 bei Vollzeit 200 Euro, für Schichtarbeit 80 Euro.
Nach den AVR.DD wird die Jahressonderzahlung aus der Summe der Bezüge von Januar bis Oktober berechnet und anschließend durch zehn geteilt. Sie wird grundsätzlich zur Hälfte im November und zur Hälfte im Juni des Folgejahres ausgezahlt. Der Juni-Anteil kann unter bestimmten wirtschaftlichen Voraussetzungen gekürzt werden.
- Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie Deutschland, Arbeitsvertragsrichtlinien für Einrichtungen, die der Diakonie Deutschland angeschlossen sind (AVR.DD). Stand: 1. Januar 2026 (Berlin 2026), https://www.arkdd.de/avr/avrdd_20260101.pdf (letzter Zugriff am 28.10.2026).
- Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie Deutschland, „Tarifrunde 2026/2025: Anlage 1 u. a., einschließlich Entgelttabellen“, Beschluss vom 09.07.2025, Rundschreiben vom 11.07.2025, https://www.arkdd.de/rs/rs_20250711.pdf (letzter Zugriff am 28.10.2026).
- Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie Deutschland, „Tarifrunde und Inflationsausgleich“, Rundschreiben vom 15.08.2023, https://www.arkdd.de/rs/rs_20230815.pdf (letzter Zugriff am 28.10.2026).
- Diakonie Deutschland, „Einrichtungsstatistik“, https://www.diakonie.de/einrichtungsstatistik (letzter Zugriff am 28.10.2026).
- Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland, „Kirchliches Arbeitsrecht“, https://www.v3d.de/diakonische-unternehmen/kirchliches-arbeitsrecht/ (letzter Zugriff am 28.10.2026).















