Medizinische Fachangestellte (MFA) - Jobs

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Was verdient eine Medizinische Fachangestellte (MFA)?

Nach Abschluss der Ausbildung liegt das Gehalt einer Medizinischen Fachangestellten zwischen 2.080 € bis 2.750 € pro Monat.

In welchen Branchen und Unternehmen findet man Jobs als MFA?

Als MFA findet man vorwiegend Stellenangebote in Arztpraxen und MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum). Hierzu zählen vor allem Hausarztpraxen und Facharztpraxen (z.B. Facharzt für Orthopädie oder Chirurgie). Daneben findet man auch Stellen in Laboren, Kliniken, Krankenhäusern oder in Unternehmen mit Betriebsarzt.

Welche Tätigkeiten hat eine medizinische Fachangestellte?

Medizinische Fachangestellte beschäftigen sich vor allem mit der Organisation der Praxis, Unterstützung des Arztes bei Behandlungen und führen selbst medizinische Maßnahmen durch wie Puls messen, Fieber messen, Blutdruck messen, Blut abnehmen oder Injektionen legen.

Medizinische Fachangestellte (MFA): Beruf & Karriere

Medizinische Fachangestellte (MFA) bilden die Schnittstelle zwischen Arzt und Patient. Sie kümmern sich um reibungslose Abläufe in der Praxis, führen aber auch kleinere medizinische Behandlungen durch. Als unverzichtbare Fachkräfte im deutschen Gesundheitssystem arbeiten Medizinische Fachangestellte aber nicht nur in Arztpraxen und Kliniken, sondern auch in Laboren und Gesundheitsämtern.

Dabei bilden Frauen mit einem Anteil von über 90 Prozent die Mehrzahl in diesem Beruf. Seit 2006 ist Medizinische Fachangestellte bzw. MFA die offizielle Bezeichnung für diese Tätigkeit. Die Bezeichnungen Arzthelferin oder Sprechstundenhilfe werden nur noch umgangssprachlich gebraucht. Medizinische Fachangestellte werden ständig gesucht. Somit haben sie beste Aussichten auf einen sicheren Job und gute Chancen, bei Bedarf jederzeit eine neue Stelle zu finden, denn der Markt ist groß und es gibt beständig zahlreiche Stellenangebote für Medizinische Fachangestellte.

Wie läuft die Ausbildung als Medizinische Fachangestellte ab?

Die Ausbildung als Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA) dauert drei Jahre und ist im Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt sowie staatlich anerkannt. Seit 1986 folgt sie dem dualen System und besteht aus einem schulischen wie einem betrieblichen Teil. Der schulische Teil der Ausbildung findet entweder in Blockform oder an bestimmten Wochentagen in der Berufsschule statt. Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt eine Zwischenprüfung, nach drei Jahren weisen die Auszubildenden ihre Kenntnisse in einer Abschlussprüfung nach. Die schriftliche Abschlussprüfung besteht aus den drei Bereichen Behandlungsassistenz, Betriebsorganisation und Verwaltung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die duale Ausbildung als Medizinische Fachangestellte nicht vorgeschrieben. Gute Noten in Biologie, Chemie und Mathematik sind allerdings hilfreich, um einen der besonders bei jungen Frauen beliebten Ausbildungsplätze zu erhalten. Angehende Medizinische Fachangestellte sollten zudem ein gutes Verständnis für medizinische, biologische und chemische Zusammenhänge mitbringen. Da sie sich auch um Abrechnungen und weitere Verwaltungsaufgaben kümmern, ist ein gutes mathematisches Verständnis von Vorteil. Viele Ausbildungsstätten fordern einen Nachweis der gesundheitlichen Eignung, der zum Beispiel durch ein ärztliches Attest erbracht werden kann.

Die konkreten Ausbildungsinhalte für eine Medizinische Fachangestellte sind in 144 einzelnen Lernzielen festgelegt. In der Berufsschule erlernen die Azubis zum Beispiel die Grundlagen der Diagnostik, Therapie und Praxishygiene, Empfang und Beratung von Patienten, die Organisation von Praxisabläufen, Verwaltung und Abrechnung sowie den Umgang mit Patientendaten. Auch das richtige Handeln bei Not- und Zwischenfällen steht auf dem Lehrplan. Der praktische Unterricht im Ausbildungsbetrieb, also meistens in einer Arztpraxis, ergänzt die theoretischen Inhalte. Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten assistieren den Ärzten und lernen dabei grundpflegerische Maßnahmen sowie Hygienemaßnahmen kennen. Darüber hinaus nehmen sie beispielsweise Blut ab, führen Untersuchungen in medizinischen Laboren durch und lernen, Untersuchungsergebnisse zu beurteilen und einzustufen.

Die Ausbildungsinhalte im Überblick:

  • Einführung in den Ausbildungsbetrieb
  • Hygiene und Gesundheitsschutz
  • Kommunikation
  • Betreuung und Beratung von Patienten
  • Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement
  • Abrechnung und Verwaltung
  • Dokumentation und Information
  • Diagnostik und Therapie
  • Prävention und Rehabilitation
  • Handeln bei Not- und Zwischenfällen

Welche Aufgaben und Tätigkeiten haben Medizinische Fachangestellte (m/w/d)?

Die Aufgaben, die eine MFA im Arbeitsalltag erledigt, teilen sich in medizinische, organisatorische und verwaltungstechnische Tätigkeiten. Die wichtigsten Aufgaben im medizinischen Bereich umfassen die Assistenz bei Untersuchungen und Behandlungen sowie das eigenständige Durchführen von Blutabnahmen, Injektionen und ähnlicher kleinerer Eingriffe. Zum organisatorischen Bereich gehören das Empfangen, die Terminvergabe und die Beratung und Information von Patienten. Weiterhin umfassen die Tätigkeiten die Einführung und Umsetzung des praxisinternen Qualitätsmanagements. Im Büro gilt es außerdem, den anfallenden Schriftverkehr zu erledigen, Rechnungen auszustellen, Abrechnungen an die Krankenkasse weiterzuleiten und Befunde sowie Krankheitsberichte zu schreiben.

Die Aufgaben und Tätigkeiten von MFA im Überblick:

Organisatorisch:

  • Terminmanagement
  • Koordination des Sprechstundenablaufs
  • Empfang, Beratung und Aufklärung von Patienten
  • Vorbereitung des Arzt-Patienten-Kontakts
  • Ausstellen von Rezepten
  • Führung der Patientenkartei
  • Patienten an Gesundheitsleistungen erinnern
  • Praxis-, Büro- und Sprechstundenbedarf organisieren und bestellen
  • Organisation und Leitung von Teambesprechungen
  • Pflege, Desinfektion und Wartung medizinischer Instrumente und Apparate

Medizinisch:

  • Assistenz bei Untersuchungen und Behandlungen
  • Eigenständige Durchführung medizinischer Tätigkeiten (Blut abnehmen, Injektionen verabreichen, EKG schreiben, Lungenfunktionstest durchführen, Wunden versorgen)
  • Erste Hilfe und Assistenz in Notfallsituationen
  • Schulungen organisieren und durchführen

Verwaltung:

  • Qualitätsmanagement entwickeln und umsetzen
  • Abrechnungen nach EBM und GOÄ vorbereiten und durchführen
  • Rechnungsmanagement
  • Schriftverkehr erledigen
  • Befunde, Krankheitsberichte und Anträge schreiben und anfordern
  • Werbematerial in Auftrag geben und pflegen

Welche Fähigkeiten und Kenntnisse benötigt eine Medizinische Fachangestellte?

Um den täglichen Umgang mit Patienten zu meistern, benötigen Medizinische Fachangestellte im Berufsalltag vor allem gute Kommunikationsfähigkeiten. Sie müssen sich flexibel auf unterschiedliche Charaktere und Situationen einstellen und Konflikte bewältigen können. Zudem erfordert die Arbeit mit Patienten ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Für die medizinischen Tätigkeiten und die Arbeit im Labor müssen strenge Hygienevorschriften eingehalten werden. Neben biologischen und chemischen Kenntnissen sind auch Genauigkeit und Zuverlässigkeit enorm wichtig.

Ein gutes Ausdrucksvermögen ist für die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen ebenso relevant wie für den täglichen Schriftverkehr. Bei der Organisation des Praxisalltags sowie bei ihren verwaltungstechnischen Aufgaben arbeiten MFA mit Textverarbeitungs- und Tabellenprogrammen, bearbeiten E-Mails, elektronische Patientenkarteien und kümmern sich gegebenenfalls auch um die Praxis-Website. Dafür sind entsprechende EDV-Kenntnisse nötig. Um die Betriebsorganisation zu meistern, müssen sie zudem die Gebührenordnung kennen und mit den gesetzlichen Richtlinien im Gesundheitswesen vertraut sein.

In welchen Einsatzgebieten findet man Stellenangebote als Medizinische Fachangestellte?

MFA arbeiten unter anderem in Arztpraxen, medizinischen Versorgungszentren, Reha-Einrichtungen und Krankenhäusern. Dort sind sie am Empfang sowie in den Untersuchungs- und Behandlungsräumen tätig. Je nach Schwerpunkt der Praxis oder Klinik übernehmen sie andere medizinische Aufgaben. Als mobile Praxishelfer/innen und in der ambulanten Pflege besuchen sie Patienten zu Hause und führen dort Behandlungen eigenständig nach ärztlicher Anweisung bzw. gemäß Richtlinien durch. In Unternehmen unterstützen sie Betriebsärzte bei ihren Untersuchungen, in Gesundheitsämtern und ähnlichen Einrichtungen kümmern sie sich vorrangig um organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben.

Ein weiteres typisches Einsatzgebiet sind medizinische Labore, in denen entnommene Proben analysiert und Untersuchungsergebnisse aufbereitet werden. Medizinische Fachangestellte können zudem in der medizinischen Forschung arbeiten und dort den Wissenschaftlern assistieren.

Wie hoch ist der Gehalt von ausgelernten MFA im Beruf?

Das Gehalt für MFA richtet sich abhängig vom Arbeitgeber nach dem Mantelvertrag des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. (VMF) oder nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Beide Verträge staffeln die Entlohnung entsprechend der beruflichen Erfahrung. In den ersten Berufsjahren beträgt das Monatsbruttogehalt zwischen 2.088 und 2.481 Euro. Nach einigen Jahren Berufserfahrung erfolgt automatisch der Aufstieg in höhere Entgeltstufen. Wer länger als 29 Jahre im Beruf tätig ist, kann nach VMF 2.894 Euro brutto verdienen. Gemäß TVöD ist für MFA mit langjähriger Berufserfahrung ein monatliches Gehalt von bis zu 3.127 Euro brutto möglich.

Wie kann man sich als MFA weiterbilden?

Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen verbessern die Gehaltsaussichten und ermöglichen es, leitende Aufgaben mit mehr Verantwortung zu übernehmen. Berufliche Perspektiven eröffnen sich unter anderem durch eine Weiterbildung als Praxismanager/in. In dieser Position übernehmen die Beschäftigten leitende Aufgaben und kümmern sich unter anderem um das Personalmanagement sowie Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. Die Fortbildung besteht aus mindestens 280 Stunden und kann in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit absolviert werden. Aufstiegschancen bietet zudem eine Weiterbildung als Betriebswirt/in für Management im Gesundheitswesen. Die 800 Stunden umfassende Fortbildung qualifiziert für Personal-, Praxismanagement- und Leitungsaufgaben.

Darüber hinaus können Medizinische Fachangestellte sich in verschiedenen Fachbereichen weiterbilden, etwa in der Onkologie, Neurologie oder in der Palliativversorgung. Schließlich besteht die Möglichkeit, ein weiterführendes Studium zu absolvieren. Studiengänge in den Bereichen Gesundheitsmanagement, Pflegemanagement oder Gesundheitsökonomie werden häufig auch in berufsbegleitender Form angeboten.

Medizinische Fachangestellte arbeiten längst nicht mehr nur in Arztpraxen und Kliniken. Jobs bieten auch die folgenden Einrichtungen:

  • medizinische Labore
  • Rehabilitationszentren
  • Gesundheitszentren
  • Organisationen und Institutionen des Gesundheitswesens
  • betriebsärztliche Abteilungen in Unternehmen