Ein Pflegeassistent, auch Gesundheits- und Pflegeassistent genannt, versorgt pflegebedürftige Menschen. Dabei kann es sich zum Beispiel um kranke Menschen, Senioren oder Menschen mit Behinderung handeln. Sie übernehmen grundpflegerische Maßnahmen, sowie die hauswirtschaftliche und ebenso die soziale Betreuung der Pflegebedürftigen. Zu ihrem Berufsalltag gehört es zum Beispiel Einkäufe zu erledigen, Speisepläne aufzustellen, zu kochen und das Essen zu servieren, sowie im Haushalt für Ordnung und Hygiene zu sorgen. Sie helfen den betroffenen Personen bei sämtlichen Aufgaben des alltäglichen Lebens und motivieren sie zu Bewegung und Freizeitaktivitäten. Dabei fördern sie stets die Eigenständigkeit der zu Betreuenden und stellen somit eine große Hilfe, sowie einen Ansprechpartner mit einem offenen Ohr, für die pflegebedürftigen Menschen dar.
Was man in diesem Beruf verdient, wird in diesem Artikel behandelt. Es geht unter anderem um das Gehalt in der Ausbildung, im Beruf, um die Tarifverträge und Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Das Wichtigste in Kürze
- Mediangehalt: Pflegeassistenten verdienen etwa 3.363 Euro brutto pro Monat beziehungsweise rund 40.356 Euro jährlich.
- Einstiegsgehalt: Zum Berufseinstieg liegt das Gehalt bei etwa 2.792 Euro brutto monatlich.
- Gehaltsentwicklung: Mit zunehmender Erfahrung kann das Einkommen auf etwa 3629,25 € brutto monatlich steigen.
- Einflussfaktoren: Das Gehalt hängt von Berufserfahrung, Arbeitgeber, Tarifbindung (zum Beispiel TVöD) und Region ab.
- Tätigkeitsniveau: Pflegeassistenten gehören zu den unterstützenden Pflegeberufen, wodurch das Gehalt meist unter dem von examinierten Pflegefachkräften liegt.
Pflegeassistent – Gehalt in der Ausbildung
Die Ausbildung zum Pflegeassistenten ist eine schule Ausbildung, die in der Regel ein bis zwei Jahre dauert. Wie bei den meisten schulischen Ausbildungen, wird auch hier keine Vergütung gezahlt. Je nachdem an welcher Art von Schule man diese durchführt können verschiedene Kosten anfallen. Zum Beispiel verlangen private Schulen recht hohe Lehrgangsgebühren. An staatlichen Schulen ist die Ausbildung zwar kostenfrei, jedoch können Aufnahme- und Prüfungsgebühren anfallen. Des Weiteren müssen weitere Kosten, zum Beispiel für Berufskleidung, Fahrten zur Ausbildungsstätte oder Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden.
In manchen Bundesländern ist allerdings trotzdem eine Ausbildungsvergütung möglich. So kann man beispielsweise monatlich 724 Euro bis 1.415 Euro im ersten Lehrjahr verdienen.
Generalistische Pflegefachassistenz Ausbildung
Ab dem 1. Januar 2027 wird die landesrechtliche Ausbildung zum Pflegeassistenten ersetzt durch die bundeseinheitliche Pflegefachassistenz-Ausbildung. Dort wird dann außerdem ein einheitliches monatliches Ausbildungsgehalt festgelegt.
Pflegeassistent – Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
Das Einstiegsgehalt kann stark variieren, da es von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Bei einem Pflegeassistent liegt dies bei rund 2.792 Euro. Es spielen zum Beispiel das Bundesland, die Region und auch die konkrete Stadt eine erhebliche Rolle bezüglich der Vergütung. Des Weiteren ist entscheidend, ob man bei einer staatlichen, kirchlichen oder privaten Einrichtung angestellt ist. Kirchliche und staatliche Einrichtungen sind tarifgebunden, zahlen in der Regel höhere Gehälter als private Einrichtungen und haben den Vorteil, dass man in regelmäßigen Abständen in den Entgeltstufen aufsteigt und somit automatisch mehr Geld verdient. Bei privaten Einrichtungen muss das Gehalt, sowie eine Gehaltserhöhung verhandelt werden, da diese nicht tarifgebunden sind. Möchte man sein Gehalt weiterhin steigern, kann man dies mithilfe von Weiterbildungen erreichen.
Pflegeassistent – Gehalt nach Art der Einrichtung
Ein Pflegeassistent kann in verschiedenen Einrichtungen tätig sein. Sie sind zum Beispiel in Krankenhäusern, Altenheimen, Einrichtungen zur Betreuung von Menschen mit Behinderung, ambulanten Alten- und Krankenpflegediensten oder auch in Privathaushalten angestellt. Wichtig für die Vergütung ist vor allem die Art der Einrichtung und somit die Tarifgebundenheit. So orientieren sich staatliche Einrichtungen am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), kirchliche Einrichtungen haben eigene Arbeitervertragsrichtlinien (AVR), private Einrichtungen können dagegen eigene Gehälter festlegen.
Gehalt im öffentlichen Dienst
Bei einer öffentlichen Einrichtung gilt der TVöD. Im Bereich der Pflege wird ein Pflegeassistent in die Gruppe P5 eingeordnet und kann somit mit einer Vergütung von 2907,18 € bis 3629,25 € rechnen, abhängig von der Berufserfahrung.
| Entgeltgruppe | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| P 16 | - | 5.240,05 € | 5.415,90 € | 5983,76 € | 6645,71 € | 6937,70 € |
| P 15 | - | 5132,29 € | 5293,23 € | 5695,60 € | 6177,16 € | 6361,06 € |
| P 14 | - | 5013,53 € | 5170,59 € | 5563,22 € | 6096,68 € | 6194,02 € |
| P 13 | - | 4894,78 € | 5047,94 € | 5430,82 € | 5707,28 € | 5778,68 € |
| P 12 | - | 4657,22 € | 4802,61 € | 5166,04 € | 5389,29 € | 5493,13 € |
| P 11 | - | 4419,71 € | 4557,30 € | 4901,27 € | 5129,69 € | 5233,54 € |
| P 10 | - | 4184,40 € | 4312,38 € | 4675,42 € | 4850,63 € | 4960,96 € |
| P 9 | - | 3992,39 € | 4184,40 € | 4312,38 € | 4558,59 € | 4662,42 € |
| P 8 | - | 3701,21 € | 3862,80 € | 4075,58 € | 4247,92 € | 4488,98 € |
| P 7 | - | 3510,30 € | 3701,21 € | 3998,33 € | 4149,59 € | 4305,40 € |
| P 6 | 3012,49 € | 3187,41 € | 3363,47 € | 3737,95 € | 3833,41 € | 4013,41 € |
| P 5 | 2907,18 € | 3146,33 € | 3216,62 € | 3334,09 € | 3422,22 € | 3629,25 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: TVÖD-P
Gehalt bei kirchlichen Einrichtungen
Die Caritas oder Diakonie orientieren sich an den AVR, welche an den TVöD angelehnt sind. So wird ein Pflegeassistent bei der Diakonie (nicht gültig für Nassau, Tarifgebiet Ost, Bayern und Hessen) in EG 4 eingruppiert und kann somit mit einem Einstiegsgehalt von 3.016,72 € rechnen. Nach langjähriger Berufszugehörigkeit kann dies auf bis zu 3.299,09 € steigen.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 |
| EG 1 | 2.374,05 € | 2.473,43 € | |||
| EG 2 | 2.666,23 € | 2.780,27 € | |||
| EG 3 | 2.825,21 € | 2.956,33 € | 3.087,44 € | ||
| EG 4 | 3.016,72 € | 3.157,91 € | 3.299,09 € | ||
| EG 5 | 3.257,22 € | 3.411,06 € | 3.564,92 € | 3.718,76 € | |
| EG 6 | 3.369,50 € | 3.529,26 € | 3.689,02 € | 3.848,79 € | |
| EG 7 | 3.761,31 € | 3.941,27 € | 4.127,12 € | 4.316,98 € | 4.413,36 € |
| EG 8 | 4.118,87 € | 4.327,88 € | 4.540,04 € | 4.752,18 € | 4.858,25 € |
| EG 9 | 4.497,47 € | 4.729,29 € | 4.961,12 € | 5.192,94 € | 5.308,86 € |
| EG 10 | 5.111,79 € | 5.375,28 € | 5.638,78 € | 5.902,27 € | 6.034,02 € |
| EG 11 | 5.804,69 € | 6.103,90 € | 6.403,09 € | 6.702,31 € | 6.851,92 € |
| EG 12 | 6.115,84 € | 6.431,09 € | 6.746,35 € | 7.061,60 € | 7.219,22 € |
| EG 13 | 6.911,43 € | 7.267,69 € | 7.623,94 € | 7.980,19 € | 8.158,34 € |
Gültig von 01.03.2025 bis 31.08.2026
Quelle: AVR Diakonie Gehaltstabelle
Gehalt bei privaten Einrichtungen
Private Einrichtungen haben manchmal hauseigene Tarifverträge oder orientieren sich an den bestehenden Tarifverträgen, in der Regel sind sie jedoch nicht tarifgebunden und legen eigene Gehälter fest. Diese können zwar auch außertariflich besonders hoch ausfallen, in den meisten Fällen muss sich ein Pflegeassistent jedoch mit einem vergleichsweisen niedrigen Gehalt zufriedengeben. Eine pauschale Aussage ist hier dementsprechend nicht möglich. Wie hoch das Gehalt tatsächlich ausfällt hängt insbesondere von der wirtschaftlichen Lage und dem Budget der Einrichtung ab, denn private Einrichtungen stehen im Wettbewerb und sind daher auf Gewinne angewiesen. Oft fehlt den Einrichtungen daher die Möglichkeit für eine höhere Vergütung, es gibt aber auch einen Lichtblick. So werden häufig andere Benefits angeboten, zum Beispiel eine betriebliche Altersvorsorge, die das Gehalt etwas ausgleichen können.
Pflegeassistent – Gehalt nach Bundesländern
Die Gehälter variieren sehr stark zwischen den Bundesländern. Das Mediangehalt eines Pflegeassistent liegt bei 3.363 Euro brutto im Monat.
In der Abbildung sind die Mediane (mittleres monatliches Bruttoentgelt) der Bundesländer zu sehen.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Entgeltatlas
Pflegeassistent – Gehalt nach Alter und Geschlecht
Die Einrichtung und das Bundesland haben bereits einen erheblichen Einfluss auf die Vergütung, es gibt jedoch noch weitere Faktoren. So spielen auch das Alter und Geschlecht eine Rolle bei dem Gehalt. Im Alter verdient man meist mehr, weil man in der Regel lange im Beruf tätig war und dementsprechend viel Erfahrung gesammelt hat. Des Weiteren beeinflusst das Geschlecht heute noch das Gehalt.
Die Tabelle stellt die Medianwerte nach Geschlecht und Alter, sowie im Gesamtmittel, dar.
| Alterskategorie | weiblich | männlich | Gesamt |
| <25 Jahre | 3.250 € | 3.217 € | 3.240 € |
| 25-54 Jahre | 3.344 € | 3.466 € | 3.379 € |
| 55+ Jahre | 3.349 € | 3.654 € | 3.413 € |
| Gesamt | 3.332 € | 3.448 € | 3.363 € |
Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Entgeltatlas
Pflegeassistent – Verdienst im Vergleich mit anderen Berufen
Das Gehalt eines Pflegeassistenten liegt im Vergleich mit anderen medizinischen Ausbildungsberufen eher im unteren Bereich des Gehaltsspektrums.
| Beruf | Gehalt (brutto monatlich) |
|---|---|
| Sozialpädagogischer Assistent | 3.666 Euro |
| Erzieher | 3.755 Euro |
| Pflegeassistent | 3.363 Euro |
| Heilerziehungsassistent | 3.099 Euro |
| Zahnarzthelfer | 2.669 Euro |
| Altenpflegehelfer | 2.785 Euro |
| Gesundheits- und Krankenpflegehelfer | 3.596 Euro |
| MFA | 3.129 Euro |
| Apothekenhelfer | 3.091 Euro |
| TMFA | 2.739 Euro |
| Medizinische Schreibkraft | 4.035 Euro |
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit
Mehr Gehalt durch Weiterbildungen
Wer sein Gehalt erhöhen und sich beruflich Weiterbilden möchte, hat verschiedene Optionen. Je nach persönlichem Interesse kann sich ein Pflegeassistent auf einen bestimmten Bereich spezialisieren, sich im organisatorischen Bereich weiterbilden und somit sogar eine Leitungsposition anstreben oder ein Studium durchführen. Mithilfe von Weiterbildungen erlangt man weitreichende Qualifikationen, kann sein Aufgabenfeld ausdehnen und mehr Verantwortung tragen. Dies wird natürlich mit einem höheren Gehalt entlohnt.
Fachweiterbildungen / Spezialisierungen
Als Pflegeassistent kann man sich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren und tiefergehende Kenntnisse erhalten. So kann man sich zum Beispiel auf das Thema Ernährung und Diätwesen, Hauswirtschaft oder Menschen mit Demenzerkrankung fokussieren. Somit ist man auf dem neusten Stand des Wissens in seinem Fachbereich und kann mehr Aufgaben und Verantwortung übernehmen.
Dies sind einige Beispiele für eine Fachweiterbildung:
- Kranken-, Altenpflege
- Hauswirtschaft / Fachhauswirtschafter
- Küchenwesen
- Diätwesen, Ernährung
- Kranken-, Altenbetreuung – Menschen mit Demenzerkrankung
- Ambulante Pflege, Haus- und Familienpflege
Administrative Weiterbildungen
Mit einer administrativen Weiterbildung kann sich ein Pflegeassistent vor allem auf organisatorische und verwaltungstechnische Aufgaben konzentrieren. Mit diesen Qualifikationen kann man weitaus mehr administrative Aufgaben übernehmen und sich für eine Leitungsposition qualifizieren. Dies geht mit einem hohen Maß an Verantwortung einher und bringt dementsprechend ein höheres Gehalt mit sich.
Folgende Möglichkeiten gibt es:
- Hauswirtschaftlicher Betriebsleiter
- Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
- Fachwirt Organisation und Führung
- Betriebswirt Hauswirtschaft
Studium
Wem eine Weiterbildung nicht ausreicht, der kann ein Studium in Betracht ziehen. Somit kann man weitaus mehr Fachkenntnisse erlangen und sich für eine höhere Position oder sogar einen anderen Fachbereich qualifizieren. Besonders interessant ist für viele das duale Studium, da es einige Vorzüge mit sich bringt. Zum Beispiel sammelt man auch während des Studiums wertvolle Berufserfahrung, kann das Gelernte sofort in der Praxis anwenden und erhält eine Vergütung. Ob ein duales Studium möglich ist hängt jedoch von der konkreten Hochschule und dem Studiengang ab. Voraussetzung für das Studium ist in der Regel das Abitur, manchmal gibt es aber auch die Möglichkeit ohne Abitur zu studieren, sollte dies nicht vorhanden sein, zum Beispiel auf Basis der Ausbildung und einer gewissen Zeit der Berufserfahrung. Die Zulassungsbestimmung ist jedoch ebenfalls von der Hochschule abhängig.
Diese Studiengänge könnte ein Pflegeassistent in Betracht ziehen:
- Pflegemanagement, -wissenschaft
- Ernährungswissenschaft, Ökotrophologie
- Gesundheitsförderung, -pädagogik
- Gesundheitsmanagement, -ökonomie
- Public Health
- Soziale Arbeit
Interesse an weiteren medizinischen Ausbildungsberufen und ihren Gehältern? Hier geht es zu der Übersicht zu Gehaltsartikel von verschiedenen medizinischen Berufen auf Medi-Karriere unter Gehalt.
Häufige Fragen
- Wie hoch ist das Mediangehalt als Pflegeassistent?
- Wie viel verdient man zum Einstieg als Pflegeassistent?
- Wie entwickelt sich das Gehalt mit Berufserfahrung?
- Wovon hängt das Gehalt als Pflegeassistent ab?
- Verdienen Pflegeassistenten im öffentlichen Dienst mehr?
Das Mediangehalt liegt bei etwa 3.363 Euro brutto im Monat, was rund 40.356 Euro im Jahr entspricht.
Zum Berufseinstieg können Pflegeassistenten mit etwa 2.792 Euro brutto monatlich rechnen.
Mit zunehmender Erfahrung steigt das Gehalt und kann auf etwa 3629,25 € brutto monatlich anwachsen.
Das Einkommen wird vor allem durch Berufserfahrung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Bundesland beeinflusst. Öffentliche und kirchliche Träger zahlen häufig nach Tarif.
Oft verdienen Pflegeassistenten im öffentlichen Dienst mehr. In tarifgebundenen Einrichtungen (zum Beispiel nach TVöD) sind die Gehälter meist höher und klar geregelt, inklusive regelmäßiger Steigerungen.
- Bundesagentur für Arbeit, Entgelt für den Beruf: Pflegeassistent/in, https://web.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 27.04.2026)
- Bundesregierung, Pflege stärken, Nachwuchs gewinnen, https://www.bundesregierung.de/... (letzter Zugriff am 27.04.2026)











