Operations Technischer Assistent OTA

Operationstechnische/r Assistent/in (OTA) – Ausbildung, Beruf, Gehalt

Im Operationssaal sind nicht nur Chirurgen und Anästhesisten von Bedeutung. Fähige Assistenten sind ebenso wichtig, damit eine Operation reibungslos verläuft. Als Operationstechnischer Assistent (OTA) arbeitet man Seite an Seite mit den Ärzten und übernimmt dabei vielfältige wichtige Aufgaben. Dazu gehört die Betreuung der Patienten vor und nach dem Eingriff, die Vorbereitung der Operationseinheiten sowie die Assistenz während des eigentlichen Eingriffs.

Wichtige Informationen zur OTA-Ausbildung, zum Berufsbild und zum Gehalt sind hier zusammengefasst.

Inhalt

Ausbildung Operationstechnischer Assistent – Voraussetzungen, Inhalt, Dauer

Operationstechnische Assistenten, kurz OTA, sind die rechte Hand der Chirurgen. Wer sich für diesen Beruf interessiert, muss zunächst eine dreijährige schulische Ausbildung absolvieren. Diese folgt abhängig vom Bundesland entweder landesrechtlichen Vorgaben oder den Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Alternativ zur Vollzeitausbildung ist es auch möglich, sich in Teilzeit als OTA ausbilden zu lassen. Dann beträgt die Ausbildungsdauer maximal fünf Jahre.

Die OTA-Ausbildung enthält einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der Theorieteil umfasst insgesamt 1.600 Stunden und wird an einer Berufsfachschule absolviert. Der praktische Teil nimmt den größeren Umfang ein. Er umfasst 3.000 Stunden Praxiseinsatz an den ausbildenden Krankenhäusern und Kliniken. Theorie- und Praxiseinheiten finden als Blockunterricht statt, das bedeutet, die Auszubildenden besuchen einige Wochen die Berufsfachschule und wechseln dann für einige Wochen in den praktischen Unterricht. Am Ende der Ausbildung müssen angehende OTAs eine Abschlussprüfung bestehen, die sich aus einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt. Nach bestandener Prüfung dürfen sie sich Operationstechnischer Assistent bzw. OTA nennen.

Für die Ausbildung als OTA wird mindestens ein mittlerer Schulabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation vorausgesetzt. Wer einen Hauptschulabschluss sowie eine zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung oder eine einjährige Ausbildung in der Kranken- oder Altenpflege vorweisen kann, kann sich ebenfalls bewerben. Einige OTA-Schulen schreiben weitere Zugangsvoraussetzungen vor, verlangen beispielsweise ein Gesundheitsattest. Neben den erforderlichen Abschlüssen sind gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern wünschenswert. Auch einige persönliche Voraussetzungen sollte man als angehende OTA mitbringen: Der Beruf erfordert viel Einfühlungsvermögen sowie ein konzentriertes, sorgfältiges und genaues Arbeiten. Durchhaltevermögen und ein hohes Verantwortungsbewusstsein sollten ebenfalls gegeben sein.

Der Theorieteil der Ausbildung teilt sich in vier Lehrbereiche, die sich abhängig von den landesrechtlichen Regelungen leicht unterscheiden können:

  • Im ersten Lehrbereich beschäftigen sich die Auszubildenden in der Regel mit der fachkundigen Vor- und Nachbereitung von Operationen. Dabei lernen die Auszubildenden auch, wie sie sich im Krisenfall zu verhalten haben.
  • Im zweiten Lehrbereich stehen Medikamenten- und Instrumentenkunde sowie Diagnostik im Mittelpunkt.
  • Der dritte Lehrbereich widmet sich der Kommunikation im Team sowie dem beruflichen Selbstverständnis.
  • Im vierten Lehrbereich lernen die Auszubildenden die rechtlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihres Berufes kennen, ebenso die geltenden Qualitätskriterien.

Die praktischen Einheiten absolvieren angehende OTAs in den Operationsabteilungen der Chirurgie, der Traumatologie/ Unfallchirurgie oder Orthopädie sowie auf der Urologie oder Gynäkologie. Praktische Erfahrungen sammeln sie zudem außerhalb des Operationsbereiches, beim Einsatz auf verschiedenen Stationen wie der Notaufnahme und in der Endoskopie. Schließlich können sich die Auszubildenden auf ein mögliches OP-Fachgebiet spezialisieren und zum Beispiel ihre praktische Tätigkeit in der Gefäßchirurgie, der Kinderchirurgie oder der Augenchirurgie vertiefen.

Operationstechnischer Assistent Ausbildung Gehalt

Obwohl es sich bei der Ausbildung als OTA um eine schulische Ausbildung handelt, wird eine Vergütung gezahlt. Die Höhe richtet sich in aller Regel nach dem Tarifvertrag, der in der auszubildenden Einrichtung zum Einsatz kommt. An kommunalen Krankenhäusern ist das zum Beispiel der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Das Gehalt staffelt sich dabei nach dem jeweiligen Ausbildungsjahr.

Ausbildungsjahr Gehalt (Brutto Monat)
1. Ausbildungsjahr 1.140 Euro
2. Ausbildungsjahr 1.200 Euro
3. Ausbildungsjahr 1.300 Euro

Dabei handelt es sich jedoch nur um ungefähre Werte, die je nach Ausbildungsstätte variieren können. Zusätzlich zum Ausbildungsgehalt werden Sonderleistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld gezahlt.

Der Operationstechnischer Assistent – Tätigkeiten und Alltag

Operationstechnische Assistenten werden vor, während und nach einem operativen Eingriff tätig. Vor der Operation bereiten sie den Patienten auf den Eingriff vor. Dazu gehört es, alle nötigen Instrumente zurechtzulegen, medizinisch-technische Gerätschaften auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen und für die Einhaltung der Hygienevorschriften zu sorgen.

Während der Operation reicht man den Ärzten die benötigten chirurgischen Instrumente an und behält gleichzeitig den Zustand des Patienten im Auge. Auch nach einem erfolgten Eingriff gibt es noch einiges zu tun. So müssen die Instrumente desinfiziert und sterilisiert werden. Zur Aufgabe der OTA gehört es außerdem, den Ablauf der Operation schriftlich zu dokumentieren. OTAs unterstützen Ärzte zudem bei Endoskopien und eventuell bei der Anästhesie.

Operationstechnischer Assistent Gehalt

Wie viel man als OTA mit abgeschlossener Ausbildung verdient, richtet sich danach, ob man bei einem tarifgebundenen oder -ungebundenen Arbeitgeber tätig wird. Mit der Anzahl der Berufsjahre steigt auch das Gehalt. Je nach Bundesland, in dem man berufstätig ist, können die Gehälter variieren.

Berufserfahrung Gehalt (Brutto Monat)
Einstiegsgehalt 2.800 Euro
3 Jahre 3.200 Euro
ab 6 Jahren 3.500 Euro

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