Das Studium der Medizinpädagogik befähigt Absolventen dazu, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an den medizinisch-pflegerischen Nachwuchs weiterzugeben. Wer bereits erste Berufserfahrungen im Gesundheitswesen gesammelt hat und nun andere unterrichten möchte, findet als Medizinpädagoge ein spannendes Aufgabenfeld mit aussichtsreichen Karrieremöglichkeiten.
Der folgende Artikel erklärt, welche Voraussetzungen für das Studium erwartet werden, welche Studieninhalte das Curriculum umfasst und wo man eine Anstellung findet.
Das Wichtigste in Kürze
- Studienart: Bachelor- oder Masterstudium in Medizinpädagogik
- Voraussetzungen: Je nach Hochschule Abitur, Fachhochschulreife oder berufliche Qualifikation sowie teilweise eine Ausbildung im Gesundheitswesen
- Studiendauer: Bachelor meist sechs bis acht Semester (verkürzte Modelle möglich); Master meist vier bis sechs Semester
- Studienumfang: Bachelor in der Regel 180 bis 210 ECTS (bei integriertem Praxissemester)
- Studieninhalte: Pädagogik, Didaktik, Psychologie, Medizin, Gesundheitswissenschaften, Bildungsmanagement und Recht
- Arbeitsorte: Berufsfachschulen, Pflegeschulen, Hochschulen, Gesundheitsunternehmen und Weiterbildungseinrichtungen
- Einstiegsgehalt: 3.568 Euro brutto monatlich
- Mediangehalt: 4.114 Euro brutto monatlich
- Perspektiven: Lehrtätigkeit, Bildungsmanagement, Beratung, Fortbildung, Forschung oder selbstständige Bildungsangebote
Was macht ein Medizinpädagoge?
Als Medizinpädagoge übernimmt man die Ausbildung des medizinisch-pflegerischen Nachwuchses. Die Lehrkräfte verfügen über das nötige medizinische Fachwissen und kennen die pädagogischen Methoden, mit denen sich komplexe medizinische Themen nachvollziehbar vermitteln lassen. Medizinpädagogen unterrichten unter anderem an Schulen für Medizinische Technologie und bilden angehende Medizinische Technologen (MT) aus. An Pflegeschulen und Berufskollegs unterrichten sie etwa angehende Notfallsanitäter, Medizinische Fachangestellte (MFA) und Kosmetiker. Darüber hinaus sind Medizinpädagogen in der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung tätig oder arbeiten in der pädagogischen Beratung von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen.
Medizinpädagogik Studium – Übersicht
Das Studium der Medizinpädagogik wendet sich vom Konzept her an Menschen, die bereits im Gesundheitsbereich tätig sind und nun mit einem akademischen Abschluss den nächsten Schritt auf der Karriereleiter wagen möchten. Das Studium vermittelt wissenschaftliche, medizinische und pädagogische Kompetenzen für Lehr-, Bildungs- und Managementaufgaben im Gesundheitswesen sowie für Tätigkeiten an Berufsfachschulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen..
Zu den typischen zulassungsfähigen Berufen gehören:
- Pflegeberufe wie Kranken- und Altenpflegekräfte
- Therapieberufe wie Ergotherapeuten oder Logopäden
- Hebammen
- sonstige Berufe der Gesundheitsversorgung wie MTA, Rettungsassistent, Notfallsanitäter
- soziale Berufe wie Erzieher, Heilpädagoge oder Familienpfleger.
Das Bachelorstudium Medizinpädagogik ist ein akademischer Studiengang. Viele Hochschulen richten sich an Bewerber mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Gesundheitswesen, jedoch unterscheiden sich die Zulassungsvoraussetzungen je nach Hochschule. Teilweise ist auch ein Studium ohne einschlägige Berufserfahrung möglich.

Medizinpädagogik – Zugangsvoraussetzungen
Wer sich für die Arbeit als Medizinpädagoge interessiert, sollte sowohl einige fachliche als auch persönliche Voraussetzungen erfüllen.
Die fachlichen Vorgaben ähneln sich an jeder Hochschule für Gesundheit, jedoch legt jede Hochschule ihre eigenen Zulassungskriterien selbst fest:
- Abitur oder Fachhochschulreife
- eventuell abgeschlossene Berufsausbildung im Gesundheitswesen
- eventuell mehrere Jahre Berufserfahrung im Gesundheitswesen oder als Lehrkraft
- eventuell Bestehen eines hochschuleigenen Auswahlverfahrens
Soft Skills für Berufs-Interessierte
Als Medizinpädagoge arbeitet man zwangsläufig eng mit anderen Menschen zusammen und vermittelt dieses Wissen aus dem Gesundheitsbereich. Entsprechend sollte man Spaß an der Kommunikation mitbringen und die Gabe haben, komplizierte Sachverhalte einfach verständlich zu erklären. Geduld und Durchsetzungsvermögen gehören ebenfalls zu den Eigenschaften, über die man als Medizinpädagoge bzw. Praxisanleiter verfügen sollte.
Damit das eigene Wissen stets auf dem aktuellen Stand ist, sollte man außerdem Begeisterung für kontinuierliches Lernen mitbringen. Gute Englischkenntnisse sind von Vorteil, denn nicht selten ist relevante Fachliteratur nur in englischer Sprache verfügbar.
Kriterien für den Masterstudiengang
Für den konsekutiven Master-Studiengang in Medizinpädagogik setzen manche Hochschulen eine bestimmte Abschlussnote im Erststudium voraus und/oder erwarten weitere Praxiserfahrung im Sozial- und Gesundheitswesen.
Beispiele für Aufnahmeverfahren
Ob ein Auswahlverfahren durchgeführt wird, hängt von der jeweiligen Hochschule ab. Einige Hochschulen führen Auswahlgespräche oder Eignungsverfahren durch, viele vergeben Studienplätze jedoch ausschließlich anhand der formalen Zulassungsvoraussetzungen. An einigen Schulen besteht das Aufnahmeverfahren für Medizinpädagogik aus einem Vorstellungsgespräch. An anderen Schulen ist eine Aufnahmeprüfung zu erfüllende Aufgabe für die Zulassung. Diese besteht aus einem mündlichen Test, in dem die Kandidaten sich mit wissenschaftlicher Fachlektüre befassen und einer schriftlichen Klausur.
Medizinpädagogik – Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudiengang Medizinpädagogik werden als Vollzeitstudium oder als berufsbegleitendes Präsenzstudium angeboten. Ein Fernstudium bieten vereinzelte Anbieter an.
Die theoretischen Unterrichtsinhalte werden durch Praktika und Projektphasen ergänzt. Diese vermitteln den Studieren einen ersten Einblick in die Praxis und den Arbeitsalltag als Medizinpädagoge. Im letzten Semester verfassen die Studierenden dann ihre Bachelorarbeit.
Der Aufbau des Masterstudiums ähnelt dem Bachelor-Studiengang. Die ersten Semester legen den Fokus auf wissenschaftliche und theoretische Inhalte. In der zweiten Hälfte des Studiums können Studierende eigene Schwerpunkte setzen und sich spezialisieren. Dafür nehmen sie ebenfalls an Praxis-Einheiten teil. Im letzten Semester wird die Masterarbeit verfasst.
Berufsbegleitendes Studium – Medizinpädagogik
Da für das Bachelorstudium Medizinpädagogik bereits einschlägige Berufsausbildung vorausgesetzt wird, bieten die meisten Hochschulen das Studium in berufsbegleitender Form an. Je nach Anbieter findet der Unterricht in Blöcken an den Abendstunden oder an den Wochenenden statt. An einigen Hochschulen setzt sich der Unterricht aus Präsenzeinheiten und Online-Seminaren zusammen.
Alles ganz genau wissen
Hat man sich für eine kleine Auswahl an potenziellen Studienorten entschieden, kann man dort Infomaterial anfordern. Kontaktdaten dazu findet man auf der jeweiligen Webseite, wie eine E-Mai-Adresse. Das Material enthält Einträge, die den genauen Umfang von Praxisbezug und schlüsselt auf, in welchem Semester man zu welchen Themen Erfahrungen sammeln kann. Meist steht darin auch, auf welche Weise die Prüfung pro Fach stattfindet.
Medizinpädagogik – Inhalte des Studiums
Die konkreten Studieninhalte für Medizinpädagogik variieren von Studienort zu Studienort. Für gewöhnlich ist der Bachelor-Studiengang modular aufgebaut und in verschiedene Kompetenzfelder gegliedert. Die Kernbereiche des Studiengangs umfassen:
| Fachbereich | Inhalte |
| Bildungs- und Erziehungswissenschaften | pädagogische Grundlagen der Jugend- und Erwachsenenbildung, Fachdidaktik und -methodik, Bildungsmanagement |
| Psychologie und Soziologie | Gesundheitspsychologie und -soziologie, Pädagogische Psychologie |
| Medizinische und naturwissenschaftliche Fächer | Anatomie und Physiologie, Innere Medizin, Biochemie, Biophysik, Medizinethik |
| Bildungsmanagement | unternehmerisches Handeln, Prozess-, Projekt- und Teammanagement |
| Rechtliche Grundlagen | Arbeitsrecht, Berufsrecht, Schulrecht, Datenschutz im Gesundheitswesen |
| Public Health | Gesundheitsökonomie, Statistik, Epidemiologie |
Während sich die ersten Semester den Grundlagen widmen, können sich Studierende in der zweiten Hälfte des Studiums auf bestimmte Themen spezialisieren und entscheiden, ob sie ihren Schwerpunkt zum Beispiel im Bereich Pflege, im Rettungswesen, der Prävention oder im Bereich Ernährung setzen. Mit dieser Schwerpunktsetzung legen sie die ersten Weichen für die spätere Berufstätigkeit.
Inhalte Masterstudiengang
Die Studieninhalte im Master-Studiengang vertiefen das im Bachelor erworbene Wissen, insbesondere in den Bereichen
- Bildungswissenschaften
- Sozialwissenschaften
- Gesundheits- und Pflegewissenschaften.
Medizinpädagogik Studium – Dauer und ECTS
Die Dauer des Bachelorstudiums in Medizinpädagogik richtet sich nach der jeweiligen Hochschule.
Bachelor Medizinpädagogik:
- Typischerweise 6 bis 8 Semester Regelstudienzeit
- meist 180 ECTS-Punkte, vereinzelt 210 ECTS bei integriertem Praxissemester oder erweitertem Studium
- verkürzte Modelle (z. B. 4 Semester) für Absolventen mit abgeschlossener Gesundheitsfachausbildung möglich, wenn diese angerechnet wird
Master Medizinpädagogik:
- in der Regel 3–5 bzw. 4–6 Semester, abhängig von Hochschule und Studienform
- Abschluss meist mit Masterarbeit und Kolloquium
Medizinpädagogik – Ausbildungsorte
Medizinpädagogik wird heute an zahlreichen staatlichen und privaten Hochschulen in Deutschland angeboten. Das Studienangebot wächst kontinuierlich, sodass Interessierte zwischen verschiedenen Studienmodellen und Standorten wählen können. Dazu gehören neben Universitäten auch Fachhochschulen. Vorrangig handelt es sich dabei um private Bildungseinrichtungen. An sechs dieser Hochschulen kann im Anschluss an den Bachelor of Arts (B.A.) ein Masterstudiengang Medizinpädagogik absolviert werden.
Renommierte Ausbildungsstätten befinden sich unter anderem in Berlin, Potsdam, Hamburg, Köln, Regensburg, Frankfurt am Main, Gera und Stuttgart-Backnang. Einige private Hochschulen sind mit Standorten in ganz Deutschland vertreten.
Medizinpädagogik – Ausbildungsabschluss und berufliche Anerkennung
Der Bachelor-Studiengang Medizinpädagogik schließt mit dem Bachelor of Arts (B.A.) ab. Um diesen akademischen Grad zu erreichen, erstellen Studierende zum Ende vom Medizinpädagogik-Bachelor eine Bachelorarbeit zu einem wissenschaftlichen Thema. Der Umfang beträgt üblicherweise zwischen 30 und 70 Seiten. Anschließend legen sie eine mündliche Prüfung vor einer Prüfungskommission ab.
Für Lehrtätigkeiten an Berufsfachschulen oder Hochschulen wird häufig ein Masterabschluss empfohlen oder vorausgesetzt. Ob ein Master of Arts, Master of Science oder Master of Education erforderlich ist, richtet sich nach Hochschule, Bundesland und angestrebtem Tätigkeitsfeld. Für den Einsatz als Lehrkraft für die Sekundarstufe II und an Berufskollegs muss zusätzlich eine Anerkennung durch das zuständige Landesministerium erfolgen. Die für die Anerkennung notwendigen Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Aus diesem Grund sollte man sich möglichst frühzeitig über die geltenden Vorgaben informieren.
Medizinpädagogik – Gehalt im Studium, Kosten und Finanzierung
Als akademische Ausbildung wird das Studium der Medizinpädagogik nicht vergütet. Finanzielle Unterstützung können Studierende in Form von Bafög, Studienkrediten oder Stipendien erhalten. Wer das Studium berufsbegleitend absolviert, erhält weiterhin sein übliches Gehalt.
Private Hochschulen erheben in der Regel Studiengebühren (ca. 400 Euro pro Monat), deren Höhe je nach Hochschule und Studienmodell variiert. Zusätzlich können Semesterbeiträge oder einmalige Einschreibegebühren anfallen.
Wie viel verdient man als Medizinpädagoge?
Das Einstiegsgehalt von Medizinpädagogen liegt bei 3.568 Euro brutto monatlich. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen häufig auf ein Mediangehalt von 4.114 Euro brutto monatlich. Besonders im öffentlichen Dienst richtet sich die Vergütung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
Je nach Qualifikation, Aufgabenbereich und Verantwortung erfolgt die Eingruppierung in der Regel in die Entgeltgruppen E 11 bis E 13. Absolventen mit Bachelorabschluss beginnen häufig in der Entgeltgruppe E 11, während Positionen mit Masterabschluss oder erweiterten Leitungs- und Koordinationsaufgaben oft in E 12 oder E 13 eingestuft werden.
Darüber hinaus beeinflussen weitere Faktoren die Gehaltshöhe. Dazu zählen unter anderem die Berufserfahrung, der Arbeitgeber, die Einrichtungsart, das Bundesland, die Größe der Bildungseinrichtung sowie zusätzliche Qualifikationen oder Spezialisierungen. Auch Leitungsfunktionen oder Tätigkeiten in der Hochschullehre können sich positiv auf das Einkommen auswirken.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
| E 15Ü | 7.062,92 € | 7.814,11 € | 8.525,72 € | 9.000,15 € | 9.110,86 € | |
| E 15 | 5.827,86 € | 6.208,96 € | 6.634,05 € | 7.214,39 € | 7.811,37 € | 8.204,11 € |
| E 14 | 5.298,27 € | 5.643,35 € | 6.094,01 € | 6.594,12 € | 7.151,57 € | 7.551,78 € |
| E 13 | 4.901,11 € | 5.279,32 € | 5.709,87 € | 6.177,31 € | 6.727,38 € | 7.025,87 € |
| E 12 | 4.415,70 € | 4.850,91 € | 5.359,50 € | 5.923,82 € | 6.586,00 € | 6.900,18 € |
| E 11 | 4.269,64 € | 4.669,92 € | 5.046,03 € | 5.454,10 € | 6.012,56 € | 6.326,77 € |
| E 10 | 4.124,53 € | 4.438,16 € | 4.794,69 € | 5.181,37 € | 5.611,95 € | 5.753,35 € |
| E 9c | 3.978,29 € | 4.249,97 € | 4.589,09 € | 4.958,59 € | 5.359,19 € | 5.487,80 € |
| E 9b | 3.833,50 € | 3.956,17 € | 4.267,03 € | 4.608,13 € | 4.983,57 € | 5.297,75 € |
| E 9a | 3.691,52 € | 3.917,37 € | 3.981,07 € | 4.196,35 € | 4.590,80 € | 4.746,88 € |
| E 8 | 3.486,40 € | 3.697,29 € | 3.843,36 € | 3.992,40 € | 4.153,50 € | 4.230,97 € |
| E 7 | 3.294,98 € | 3.537,94 € | 3.682,69 € | 3.828,76 € | 3.969,05 € | 4.045,24 € |
| E 6 | 3.240,30 € | 3.440,25 € | 3.580,46 € | 3.719,22 € | 3.855,50 € | 3.926,20 € |
| E 5 | 3.124,08 € | 3.318,04 € | 3.449,05 € | 3.587,78 € | 3.716,70 € | 3.783,33 € |
| E 4 | 2.994,17 € | 3.190,45 € | 3.355,14 € | 3.457,66 € | 3.560,17 € | 3.620,20 € |
| E 3 | 2.953,13 € | 3.164,20 € | 3.215,57 € | 3.332,99 € | 3.421,10 € | 3.501,81 € |
| E 2Ü | 2.787,52 € | 3.028,30 € | 3.116,51 € | 3.234,12 € | 3.314,92 € | 3.375,24 € |
| E 2 | 2.767,54 € | 2.975,32 € | 3.027,12 € | 3.101,04 € | 3.263,52 € | 3.433,49 € |
| E 1 | 2.543,55 € | 2.568,83 € | 2.611,69 € | 2.651,64 € | 2.754,50 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: Oeffentlichen-Dienst.de
Weitere Infos zum Medizinpädagogen-Gehalt gibt es hier:
Medizinpädagoge – Aufgaben im Arbeitsalltag
Ein Medizinpädagoge nach dem Medizinpädagogik-Abschluss arbeitet in erster Linie in der Aus- und Weiterbildung in Gesundheitsberufen. Als Lehrkräfte für die Sekundarstufe II unterrichten sie Jugendliche im Bereich Gesundheit. An Berufsfachschulen und anderen Bildungseinrichtungen arbeiten sie mit Erwachsenen, die zum Beispiel eine Ausbildung in Kliniken machen. Die Aufgaben für Medizinpädagogen beschränken sich aber nicht nur auf das Unterrichten selbst, sondern umfassen auch die Vor- und Nachbereitung, die Beratung von Schüler und administrative Tätigkeiten.
Unterricht vorbereiten
Guter Unterricht in Medizinpädagogik bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Bevor die Medizinpädagogik-Absolventen vor ihren Schüler stehen, befassen sich die Lehrkräfte daher ausführlich mit den Themen, die sie vermitteln möchten. Sie wählen geeignete Lehrmaterialien und Medien aus, konzipieren praktische Übungen und Gruppenarbeiten und bereiten schriftliche sowie mündliche Prüfungen vor.
Unterrichten und Nachbereitung
Im Unterricht vermitteln medizinpädagogische Lehrkräfte einschlägiges Fachwissen, überprüfen den Wissensstand ihrer Schüler mit Tests und Klausuren und geben eventuell Hausaufgaben auf. Entsprechend gehört auch das Korrigieren schriftlicher Arbeiten zum Aufgabenbereich.
Sie achten darauf, dass möglichst alle Schüler dem Unterricht folgen können und passen Unterrichtsform und -struktur gegebenenfalls an die Bedürfnisse ihrer Klasse an.
Lehrpläne, Lehrformate und Lernmethoden weiterentwickeln
Ein Medizinpädagoge übernimmt auch organisatorische Arbeiten. Dazu gehört etwa die Entwicklung von neuen Lehrplänen auf Basis aktueller pädagogischer Erkenntnisse. Weiterhin halten sie sich über neue Lehrformate und Lernmethoden auf dem Laufenden und binden diese in ihren Unterricht ein.
Weitere Aufgaben nach dem Medizinpädagogik-Abschluss
Zu den weiteren Aufgaben nach dem Medizinpädagogik-Abschluss gehören unter anderem:
- Beratung von Schüler für ihren weiteren Karriereweg
- Kommunikation mit Kollegen und medizinisch-pflegerischen Fachkräften
- Recherche, Lektüre und Aufbereiten von Fachliteratur
Medizinpädagoge/in Stellenangebote
Medizinpädagogik – Fachrichtungen
Medizinpädagogik ist ein breitgefächertes wissenschaftliches Gebiet. Die berufliche Vorerfahrung und die Schwerpunktsetzung im Studium bestimmen den späteren Arbeitsort. Die Fachrichtungen umfassen unter anderem:
- allgemeine Krankheitslehre
- Gesundheitsförderung
- Alten-, Kranken- und Gesundheitspflege
- Psychosomatik
- Ergotherapie
- Physiotherapie
- Geburtshilfe
- Rettungswesen
Medizinpädagogik – Arbeitsorte
Nach dem Studium der Medizinpädagogik ergeben sich vielfältige Karrierechancen. Medizinpädagogen können überall dort arbeiten, wo Wissen rund um das Thema Gesundheit vermittelt wird. Der Bedarf an Lehrkräften im Gesundheitswesen ist hoch, insbesondere Lehrpersonal mit Masterabschluss ist gefragt. Mit einem Bachelorabschluss sind bereits verschiedene Tätigkeiten im Gesundheits- und Bildungswesen möglich. Für viele hauptberufliche Lehrtätigkeiten an Pflegeschulen oder Berufsfachschulen wird jedoch zunehmend ein Masterabschluss verlangt oder empfohlen. Mögliche Arbeitsorte sind die folgenden:
- Fachschulen und Berufsfachschulen des Gesundheitswesens
- Gesundheitsunternehmen
- Vereine, Organisationen, Krankenkassen und andere Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens
- Institute für Gesundheitsförderung
- Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen (als Gesundheitsberater)
- Organisationen der freien Wohlfahrtspflege
- politische Parteien, Verbände und Organisationen
Sich selbstständig machen
Auch eine selbstständige Tätigkeit in der Medizinpädagogik ist möglich. Wer das betriebswirtschaftliche Fachwissen mitbringt oder sich entsprechend weiterbildet, kann eine eigene Schule gründen oder Fortbildungen und Lehrgänge auf freiberuflicher Basis anbieten.
Alternativ ist die Arbeit in der Entwicklung von Lehrangeboten und Lehrmaterialien möglich. Auch kann man die Interessen der Gesundheitsberufe auf politischer Ebene vertreten, etwa in der Politikberatung.
Weiterbildungsmöglichkeiten nach dem Medizinpädagogik-Studium
Nach dem Masterstudium Medizinpädagogik besteht zum Beispiel die Möglichkeit zur Promotion mit einer anschließenden Tätigkeit in Forschung und Lehre an einer Hochschule.
Darüber hinaus können sich Medizinpädagogen auch in unterschiedlichen Gesundheitsbereichen weiterbilden und sich verstärkt beispielsweise auf Psychologie, Soziologie, Anatomie oder Ergotherapie spezialisieren.
Darüber hinaus kommt zum Beispiel eine Weiterbildung im betrieblichen Gesundheitsmanagement in Frage, die zur Übernahme einer Position mit leitender Verantwortung befähigt. Für Berufstätige mit einschlägiger Vorerfahrung stehen zahlreiche Weiterbildungsangebote in Teilzeit zur Auswahl.
Medizinpädagogik – Passende Stellenangebote finden
Wer aktuell auf der Suche nach einem Stellenangebot im Gesundheitsbereich ist, findet hier in der Stellenbörse auf der Medi-Karriere-Webseite eine große Auswahl. Darunter sind zum Beispiel Medizinpädagoge-Jobs, Stellen für Heilpädagogen sowie viele Stellenangebote in der Krankenpflege.
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Häufige Fragen zum Medizinpädagogik-Studium
- Ist es möglich, Medizinpädagogik dual zu studieren?
- Wie hoch ist das Gehalt als Medizinpädagoge?
- Was kann man mit einem Abschluss in Medizinpädagogik machen?
- Was braucht man für eine Zulassung für das Medizinpädagogik-Studium?
Sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudiengang Medizinpädagogik sind praxisnah gestaltet. Viele Studiengänge werden berufsbegleitend in Teilzeit angeboten. Duale Studiengänge, die das Hochschulstudium mit fest integrierten Praxiseinheiten in Unternehmen des Gesundheitswesens verbinden, sind dagegen eher selten. Anbieter sind vorrangig private Bildungseinrichtungen.
Das Mediangehalt als Medizinpädagoge liegt bei 4.114 Euro brutto monatlich. Berufserfahrung, Abschluss, Arbeitgeber, Bundesland und Verantwortungsbereich beeinflussen die genaue Gehaltshöhe.
Medizinpädagogen sind in der Aus- und Weiterbildung von Gesundheitsberufen tätig. Je nach persönlicher Vorerfahrung und Schwerpunktsetzung während des Studiums unterrichten sie zum Beispiel angehende MTA, Hebammen, Ergotherapeuten oder Notfallsanitäter. Mit der Zulassung als Lehrkraft für die Sekundarstufe II können sie auch Jugendliche im Fachbereich Gesundheit unterweisen.
Die Zulassung für den Bachelor-Studiengang Medizinpädagogik (B.A.) setzt neben der Hochschulreife einen ersten berufsqualifizierenden Ausbildungsabschluss im medizinisch-pflegerischen, therapeutischen oder sozialen Bereich voraus. Zudem sollten Interessierte über einschlägige Berufserfahrung verfügen. Geduld, Empathie und Durchsetzungsvermögen sind für die Arbeit als medizinpädagogische Lehrkraft ebenfalls erforderlich.






