Wie hoch das Gehalt als Psychologe ausfällt, kann stark variieren. Insbesondere da Psychologen in so vielen unterschiedlichen Branchen und Unternehmen arbeiten können, sind nicht nur die Berufsaussichten, sondern auch die Gehaltsaussichten entsprechend vielfältig. Wie der Verdienst von Psychologen konkret aussieht – nach Einrichtung, Tarifvertrag, Bundesland sowie Geschlecht und Alter – ist in dieser Übersicht zusammengefasst.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Einstiegsgehalt von Psychologen liegt bei 4.280 Euro brutto im Monat.
- Das Mediangehalt von Psychologen liegt bei 5.088 Euro brutto im Monat.
- Das Gehalt hängt stark vom Arbeitsbereich ab, zum Beispiel Klinik, Beratung, Forschung, Wirtschaft oder öffentlicher Dienst.
- Mit Berufserfahrung, Spezialisierung oder Leitungsverantwortung steigt das Einkommen meist deutlich.
- Ein Masterabschluss verbessert die Gehalts- und Karrierechancen in der Regel spürbar.
- Besonders gute Verdienstmöglichkeiten gibt es häufig in der Wirtschaft, im öffentlichen Dienst und mit eigener psychotherapeutischer Praxis.
Psychologe – Gehalt während des Studiums
Die Ausbildung als Psychologe besteht aus einem Bachelor-Studium der Psychologie und gegebenenfalls einem aufbauenden Master-Studium. Eine Vergütung gibt es während des Studiums von Psychologen nicht. Je nachdem, an welcher Hochschuleinrichtung man das Studium absolviert, können recht hohe Kosten anfallen. Dazu gehören zum Beispiel Studiengebühren an privaten Hochschulen, Kosten für Lernmaterialien, Umzugs- oder Fahrtkosten sowie Kosten für die Unterkunft bei einem Umzug.
Um solche Kosten tragen zu können, besteht die Möglichkeit eines Nebenjobs oder man kann versuchen, BAföG zu beantragen. Wem dieses zusteht, hängt von der Wohnsituation, dem eigenem Einkommen (falls vorhanden) sowie dem Einkommen der Eltern ab.
Psychologe – Einstiegsgehalt nach dem Studium
Das Einstiegsgehalt für Psychologen liegt bei 4.280 Euro liegen. Da ein Psychologe nicht nur in der Therapie, sondern in zahlreichen anderen Bereichen tätig werden kann, ist es schwer, ein konkretes Einstiegsgehalt festzulegen. Dieses hängt somit zum einen von der Branche, zum anderen auch von der konkreten Einrichtung oder dem Unternehmen ab. Größe und eine eventuelle Tarifgebundenheit sind große Einflussfaktoren in Bezug auf die Einrichtung.
Weiterhin hängt das Einstiegsgehalt maßgeblich von dem Abschluss und der angestrebten Stelle ab. Psychologen mit Master-Abschluss und entsprechenden Kenntnissen können natürlich ein weitaus höheres Einstiegsgehalt erwarten als Psychologen mit Bachelor-Abschluss. Daher ist das angegebene Gehalt lediglich als grobe Orientierung zu sehen, denn das individuelle Gehalt kann sowohl niedriger als auch höher ausfallen.
Ausbildungsplätze als Psychologe/ Psychologin
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Psychologe – Gehalt nach Art der Einrichtung
Psychologen können, wie bereits erwähnt, in verschiedensten Branchen und Einrichtungen tätig werden. Sie können zum Beispiel in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken, psychologischen Praxen, Kinder- und Erziehungsheimen, sozialen Beratungsstellen, ambulanten sozialen Diensten, in der Forschung und Lehre oder bei allgemeinbildenden und beruflichen Schulen oder Justizbehörden arbeiten. Auch in der Medien- und Marketingbranche sowie im Personalwesen ist eine Anstellung möglich.
Neben der Branche ist ebenfalls entscheidend, ob es sich um eine öffentliche, kirchliche oder private Einrichtung handelt und ob diese tarifgebunden ist oder nicht. Wie die Gehälter sich nach Art der Einrichtung unterscheiden, wird in den folgenden Abschnitten genauer erläutert.
Gehalt bei öffentlichen Einrichtungen
In einer öffentlichen Einrichtung richten sich die Gehälter nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Psychologen werden je nach Abschluss in Entgeltgruppe 9b bis 13 eingeordnet. In Entgeltgruppe 9b verdienen sie 3.833,50 € bis 5.297,75 €, in Entgeltgruppe 13 sind es 4.901,11 € bis 7.025,87 €.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
| E 15Ü | 7.062,92 € | 7.814,11 € | 8.525,72 € | 9.000,15 € | 9.110,86 € | |
| E 15 | 5.827,86 € | 6.208,96 € | 6.634,05 € | 7.214,39 € | 7.811,37 € | 8.204,11 € |
| E 14 | 5.298,27 € | 5.643,35 € | 6.094,01 € | 6.594,12 € | 7.151,57 € | 7.551,78 € |
| E 13 | 4.901,11 € | 5.279,32 € | 5.709,87 € | 6.177,31 € | 6.727,38 € | 7.025,87 € |
| E 12 | 4.415,70 € | 4.850,91 € | 5.359,50 € | 5.923,82 € | 6.586,00 € | 6.900,18 € |
| E 11 | 4.269,64 € | 4.669,92 € | 5.046,03 € | 5.454,10 € | 6.012,56 € | 6.326,77 € |
| E 10 | 4.124,53 € | 4.438,16 € | 4.794,69 € | 5.181,37 € | 5.611,95 € | 5.753,35 € |
| E 9c | 3.978,29 € | 4.249,97 € | 4.589,09 € | 4.958,59 € | 5.359,19 € | 5.487,80 € |
| E 9b | 3.833,50 € | 3.956,17 € | 4.267,03 € | 4.608,13 € | 4.983,57 € | 5.297,75 € |
| E 9a | 3.691,52 € | 3.917,37 € | 3.981,07 € | 4.196,35 € | 4.590,80 € | 4.746,88 € |
| E 8 | 3.486,40 € | 3.697,29 € | 3.843,36 € | 3.992,40 € | 4.153,50 € | 4.230,97 € |
| E 7 | 3.294,98 € | 3.537,94 € | 3.682,69 € | 3.828,76 € | 3.969,05 € | 4.045,24 € |
| E 6 | 3.240,30 € | 3.440,25 € | 3.580,46 € | 3.719,22 € | 3.855,50 € | 3.926,20 € |
| E 5 | 3.124,08 € | 3.318,04 € | 3.449,05 € | 3.587,78 € | 3.716,70 € | 3.783,33 € |
| E 4 | 2.994,17 € | 3.190,45 € | 3.355,14 € | 3.457,66 € | 3.560,17 € | 3.620,20 € |
| E 3 | 2.953,13 € | 3.164,20 € | 3.215,57 € | 3.332,99 € | 3.421,10 € | 3.501,81 € |
| E 2Ü | 2.787,52 € | 3.028,30 € | 3.116,51 € | 3.234,12 € | 3.314,92 € | 3.375,24 € |
| E 2 | 2.767,54 € | 2.975,32 € | 3.027,12 € | 3.101,04 € | 3.263,52 € | 3.433,49 € |
| E 1 | 2.543,55 € | 2.568,83 € | 2.611,69 € | 2.651,64 € | 2.754,50 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: Oeffentlichen-Dienst.de
Gehalt bei kirchlichen Einrichtungen
In kirchlichen Einrichtungen wie der Diakonie oder Caritas gelten die jeweiligen Tarifverträge der Arbeitervertragsrichtlinien (AVR). Bei der Diakonie können Psychologen zum Beispiel in Entgeltgruppe 9 bis 12 eingeordnet werden, abhängig von der konkreten Stelle. In Entgeltgruppe 9 sind alle Mitarbeiter der Bereiche Therapie, Seelsorge und Beratung angesiedelt. Der Verdienst liegt hier bei 4.497,47 € bis 5.308,86 €. Psychologen, die in ihrer Stellenbeschreibung wissenschaftliche Kenntnisse und Methodenkompetenzen benötigen, werden in EG 12 eingeordnet und verdienen 6.115,84 € bis 7.219,22 €.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 |
| EG 1 | 2.374,05 € | 2.473,43 € | |||
| EG 2 | 2.666,23 € | 2.780,27 € | |||
| EG 3 | 2.825,21 € | 2.956,33 € | 3.087,44 € | ||
| EG 4 | 3.016,72 € | 3.157,91 € | 3.299,09 € | ||
| EG 5 | 3.257,22 € | 3.411,06 € | 3.564,92 € | 3.718,76 € | |
| EG 6 | 3.369,50 € | 3.529,26 € | 3.689,02 € | 3.848,79 € | |
| EG 7 | 3.761,31 € | 3.941,27 € | 4.127,12 € | 4.316,98 € | 4.413,36 € |
| EG 8 | 4.118,87 € | 4.327,88 € | 4.540,04 € | 4.752,18 € | 4.858,25 € |
| EG 9 | 4.497,47 € | 4.729,29 € | 4.961,12 € | 5.192,94 € | 5.308,86 € |
| EG 10 | 5.111,79 € | 5.375,28 € | 5.638,78 € | 5.902,27 € | 6.034,02 € |
| EG 11 | 5.804,69 € | 6.103,90 € | 6.403,09 € | 6.702,31 € | 6.851,92 € |
| EG 12 | 6.115,84 € | 6.431,09 € | 6.746,35 € | 7.061,60 € | 7.219,22 € |
| EG 13 | 6.911,43 € | 7.267,69 € | 7.623,94 € | 7.980,19 € | 8.158,34 € |
Gültig von 01.03.2025 bis 31.08.2026
Quelle: AVR Diakonie Gehaltstabelle
Gehalt bei privaten Einrichtungen
Private Einrichtungen richten sich in der Regel nicht nach Tarifverträgen, sondern legen eigene Gehälter für Psychologen fest, beziehungsweise verhandeln diese individuell mit dem Arbeitnehmer. Das Gehalt kann dementsprechend sehr unterschiedlich ausfallen, abhängig von Branche, Größe der Einrichtung und wirtschaftlicher Situation.
Im Pflegebereich fallen außertarifliche Gehälter tendenziell geringer aus als tarifliche Gehälter. In anderen Branchen kann man dagegen mit einem höheren Gehalt rechnen. Bei einer Selbstständigkeit mit eigener Praxis hängt der Umsatz maßgeblich von Patientenstamm, Mietkosten der Praxis, den damit einhergehenden Fixkosten und weiteren Ausgaben ab.
Psychologe – Gehalt nach Bundesländern
Das Mediangehalt für Psychologen liegt bei 5.088 Euro brutto im Monat.
Das Diagramm zeigt die Durchschnittsgehälter der Bundesländer.
Quelle: Gehalt.de
In diesen Städten verdient man besonders gut
Nicht nur das Bundesland, sondern auch die Stadt, in der man als Psychologe tätig ist, kann einen erheblichen Einfluss auf das Gehalt haben. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Gehälter in Großstädten höher ausfallen als in kleineren Städten.
Das Diagramm zeigt die Mediangehälter in mehreren großen Städten.
Quelle: brutto-netto-gehaltsrechner.de
Psychologe – Gehalt nach Alter und Geschlecht
Zusätzlich zu Einrichtung und Bundesland sind das Alter und das Geschlecht weitere Einflussfaktoren auf das Gehalt von Psychologen. Für die unter 25-Jährigen gibt es keine Daten, da die Zahl der Beschäftigten zu gering ist. Aufgrund des längeren beruflichen Werdegangs werden viele Psychologen erst ab Mitte 20 berufstätig. Wie in so vielen Berufen ist die Gehaltsspanne zwischen den Geschlechtern auch bei Psychologen noch recht hoch.
In der Tabelle sind die Gehälter nach Geschlecht, Alterskategorie und im jeweiligen Gesamtschnitt zu sehen.
| Altersgruppe | weiblich | männlich | Gesamt |
| 25- 54 Jahre | 4.795 € | 5.203 € | 4.886 € |
| 55 + Jahre | 6.467 € | 7.130 € | 6.810 € |
| Gesamt | 4.917 € | 5.693 € | 5.088 € |
Quelle: Entgeltatlas – Bundesagentur für Arbeit
Psychologe – Verdienst im Vergleich mit anderen Berufen
Mit mittleren 5.088 Euro verdienen Psychologen im Vergleich mit anderen Heilberufen ein gutes Gehalt.
| Beruf | Median |
| Heilpraktiker | 3.133 Euro |
| Heilerziehungspfleger | 4.263 Euro |
| Heilpädagoge | 4.413 Euro |
| Psychotherapeut | 4.594 Euro |
| Psychologe | 5.088 Euro |
| Sozialpädagoge | 4.705 Euro |
| Lehrer (Förderschule) | 4.701 Euro |
Quelle: Entgeltatlas (Bundesagentur für Arbeit)
Mehr Gehalt durch Weiterbildungen
Eine gute Möglichkeit, um das Gehalt aufzustocken, sind Weiterbildungen. Denn mit einer Weiterbildung können Psychologen ihr Fachwissen in verschiedenen Bereichen vertiefen, neue Therapietechniken erlernen oder sich auch auf einen anderen Fachbereich spezialisieren. Somit kann man Abwechslung in den Arbeitsalltag bringen, neue Aufgaben übernehmen und zusätzlich die Vergütung verbessern. Welche Weiterbildungen es gibt, wird folgend erläutert.
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Fachweiterbildungen
Es gibt eine Vielfalt an Fachweiterbildungen, die ein Psychologe absolvieren kann. Besonders bekannt ist die Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten. Nach Abschluss liegt das Gehalt laut der Bundesagentur für Arbeit bei etwa 4.594 Euro brutto im Monat, je nach Arbeitgeber, Berufserfahrung und eigener Praxis auch höher.
Auch eine Spezialisierung in Neuropsychologie kann sich lohnen, etwa für Tätigkeiten in Kliniken, Reha-Einrichtungen oder Beratungsstellen. Neuropsychologen verdienen im Median etwa 6.671 Euro brutto monatlich.
Wer sich stärker in Richtung Unternehmen entwickeln möchte, kann sich im Bereich Wirtschaftspsychologie, Personalentwicklung oder Coaching weiterbilden. Wirtschaftspsychologen verdienen je nach Branche und Unternehmensgröße laut der Bundesagentur für Arbeit ein Mediangehalt von 5.102 Euro brutto im Monat, in größeren Unternehmen auch mehr.
Studium
Psychologen mit Bachelorabschluss können durch einen Master ihre Karriere- und Gehaltschancen deutlich verbessern. Beispielsweise werden Bachelorabsolventen im TVöD ab Entgeltgruppe 9b eingeordnet mit einem Einstiegsgehalt von 3.833,50 €, während Masterabsolventen in der Entgeltgruppe 13 einsteigen mit 4.901,11 €.
Ein Master in Klinischer Psychologie oder Psychotherapie eröffnet den Weg in therapeutische oder klinische Tätigkeiten. Wer später als Psychotherapeut arbeitet, kann mit rund 4.594 Euro brutto monatlich rechnen.
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Häufige Fragen
- Wie hoch ist das Einstiegsgehalt von Psychologen?
- Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt von Psychologen?
- Verdienen Psychologen mit Masterabschluss mehr?
- In welchen Bereichen verdienen Psychologen besonders gut?
- Lohnt sich eine Weiterbildung finanziell?
Das Einstiegsgehalt liegt je nach Tätigkeitsbereich und Arbeitgeber meist bei 4.280 Euro brutto im Monat. Besonders große Unterschiede gibt es zwischen klinischen, wirtschaftlichen und therapeutischen Tätigkeiten.
Das Einkommen hängt vor allem von der Berufserfahrung, dem Studienabschluss, dem Arbeitsort und dem jeweiligen Tätigkeitsbereich ab. Auch Tarifverträge oder Leitungspositionen können sich positiv auf das Gehalt auswirken.
In vielen Fällen ja. Ein Masterabschluss eröffnet häufig den Zugang zu qualifizierteren Tätigkeiten und besseren Karrierechancen, wodurch meist auch das Gehalt steigt.
Höhere Gehälter sind oft in der Wirtschaft, in leitenden Positionen, im öffentlichen Dienst oder in der Psychotherapie möglich. Besonders selbstständige Psychotherapeuten können mit zunehmender Erfahrung deutlich mehr verdienen.
Weiterbildungen und Spezialisierungen können sich langfristig auszahlen. Zusätzliche Qualifikationen, etwa in Psychotherapie, klinischer Psychologie oder Wirtschaftspsychologie, führen häufig zu mehr Verantwortung und besseren Verdienstmöglichkeiten.
- Bundesagentur für Arbeit, Entgelt für den Beruf: Psychologe/Psychologin, https://web.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 12.05.2026)
- Bundesagentur für Arbeit, Entgelt für den Beruf: Psychologische/r Psychotherapeut/in, https://web.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 12.05.2026)







