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Medi-Karriere Medizinische Berufe Psychotherapeut

Psychotherapeut – Ausbildung, Studium und Beruf

Psychotherapeut Ausbildung

Ausbildungstyp

Studium

Ausbildungsdauer

5 Jahre

Voraussetzung

Fachhochschulreife

22 freie Ausbildungsplätze als Psychotherapeut/in

  • Ausbildung
  • Freie Ausbildungsplätze
  • Gehalt
  • Jobs

Als Psychotherapeut setzt man sich mit den psychischen und psychosomatischen Problemen von Patienten auseinander. Die Arbeit ist anspruchsvoll und erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und psychischer Belastbarkeit. Die Ausbildung im Bereich Psychotherapie hat sich zum 1. September 2020 geändert. Wie läuft die Psychotherapeut-Ausbildung nun ab? Wo liegt der Unterschied zwischen Studium und Weiterbildung? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Welche Aufgaben und welche Vergütung können Psychotherapeuten im Berufsalltag erwarten? Wir geben Antworten auf diese Fragen in unserem Überblick zum Berufsbild.

Das Wichtigste in Kürze

  • Psychotherapeuten behandeln Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen.
  • Das Studium dauert in der Regel fünf Jahre: drei Jahre Bachelor und zwei Jahre Master.
  • Seit der Reform 2020 erhalten Absolventen die Approbation bereits nach dem Masterabschluss.
  • Wer gesetzlich Versicherte behandeln und über die Krankenkasse abrechnen möchte, braucht anschließend eine Weiterbildung.
  • Diese Weiterbildung dauert in Vollzeit etwa fünf Jahre.
  • Mögliche Schwerpunkte sind Erwachsene oder Kinder und Jugendliche.
  • Wichtige Eigenschaften sind Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit und professionelle Distanz.

Was macht ein Psychotherapeut?

Ein Psychotherapeut behandelt Menschen mit starken seelischen Belastungen und psychischen Störungen. Er diagnostiziert psychische und psychosomatische Störungen mit Krankheitswert, entscheidet über geeignete Therapiemaßnahmen und führt Therapien durch. Bei Diagnose und Behandlung folgen Psychotherapeuten wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Darüber hinaus geben Psychotherapeuten ihren Patienten mit ihrem einfühlsamen Verhalten eine wichtige psychologische Stütze, die den Heilungsprozess fördert.

Psychotherapeut-Ausbildung – Das Studium im Überblick

Die Berufsbezeichnung Psychotherapeut ist in Deutschland gesetzlich geschützt. Studium und Ausbildung regelt das Psychotherapeutengesetz (PsychThG), das zum 1. September 2020 grundlegend reformiert wurde.

Wer sein Studium vor der Reform begonnen hat, durchläuft zunächst ein Studium der Psychologie oder Pädagogik (für die Ausbildung zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten zählt auch ein Studium der Sozialpädagogik). Daran schließt ein Master mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie an – Bachelor und Master umfassen zusammen zehn Semester (eine Alternative ist ein Medizinstudium mit folgendem Facharzttitel in diesem Bereich).

Nach dem Masterabschluss folgt eine postgraduale Ausbildung an einem staatlich anerkannten Ausbildungsinstitut, die mit der staatlichen Abschlussprüfung und der Approbation endet. Dieser Weg steht nur noch Personen offen, die ihr Studium vor dem 1. September 2020 begonnen haben und die Ausbildung bis spätestens September 2032 abschließen. In begründeten Härtefällen kann eine Verlängerung der Frist bis 2035 beantragt werden.

Nach der Reform ist Psychotherapie ein eigenständiges Studium: auf drei Jahre polyvalentes Bachelorstudium folgen zwei Jahre Masterstudium mit staatlicher Abschlussprüfung. Die Approbation wird bereits mit bestandenem Masterabschluss erteilt.

Psychotherapeut Studium

Ganz wichtig:  Um gesetzlich Versicherte in eigener Praxis behandeln und mit den Krankenkassen abrechnen zu können, ist anschließend eine mindestens fünfjährige Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten erforderlich. Gleiches gilt grundsätzlich auch für die Abrechnung mit privaten Krankenversicherungen und der Beihilfe.

Hinweis zu Heilpraktikern: Heilpraktiker mit einer behördlich erteilten Psychotherapieerlaubnis dürfen bestimmte psychotherapeutische Tätigkeiten ausüben. Den gesetzlich geschützten Titel „Psychotherapeut” dürfen sie jedoch nicht führen – dieser ist ausschließlich approbierten Psychotherapeuten vorbehalten.

Zugangsvoraussetzungen

Das Studium der Psychotherapie setzt die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife voraus. Der Studienbeginn ist außerdem mit einem vergleichbaren anerkannten Schulabschluss oder mit entsprechender beruflicher Qualifikation möglich.

Darüber hinaus sollten die Studierenden einige persönliche Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen sehr gute Kommunikationsfähigkeiten, eine gute Beobachtungsgabe und großes Einfühlungsvermögen. Zugleich sollten Psychotherapeuten in der Lage sein, sich emotional von ihren Patienten abzugrenzen und professionelle Distanz zu wahren. Für die Arbeit mit Statistiken und theoretischen Modellen sind analytische Fähigkeiten und logisches Denkvermögen gefragt.

Ausbildungsplätze als Psychotherapeut/in

Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut*innen in Ausbildung (m/w/d)
41749 Viersen
Landschaftsverband Rheinland
03.08.2026

PiA Psychologische Psychotherapeuten in Ausbildung w/m/d PSK Bergisch Gladbach
51469 Bergisch Gladbach
PSK Psychosomatische Klinik Bergisch Land gGmbH
03.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung (m/w/d)
Wilhelmshöher Allee 345A, 34131 Kassel
Vitos Nordhessen
03.08.2026

Psych. Psychotherapeut oder Psychologe (m/w/d) in fortgeschr. Ausbildung - Suchtbereich PIA
Lübeck
UKSH Service Stern Nord
03.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung klinische Psychologie & Neuropsychologie w/m/d
Karlsbad
SRH Klinikum Karlsbad Langensteinbach
03.08.2026

Psychotherapeut*innen in Ausbildung (m/w/d)
41749 Viersen
Landschaftsverband Rheinland
03.08.2026

Psychotherapeut (m/w/d) in Ausbildung (PIA)
Vogesenstraße 17, 79227 Schallstadt
AGJ Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e V
03.08.2026

Psychotherapeut in Ausbildung (w/m/d)
Münster
Christoph Dornier Klink GmbH
03.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung w/m/d Psychiatrie
Karlsbad
SRH Klinikum Karlsbad Langensteinbach
03.08.2026

Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) PT1 (m/w/d)
Paulmannshöher Straße 14, 58515 Lüdenscheid
Klinikum Lüdenscheid
03.08.2026

Psychotherapeutische Leitung in unserem psychotherapeutischen Ausbildungs-/ Weiterbildungsinstitut
Rudolf-Breitscheid-Straße 43, 90762 Fürth
Valeara
03.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung (m/w/d)
Kassel
Vitos gGmbH
03.08.2026

Psychotherapeut:in in Ausbildung
Esplanade 23, 20354 Hamburg
Dr Beer Kollegen GmbH
03.08.2026

Psychologische Psychotherapeutin / Psychologischer Psychotherapeut (w/m/d) in Ausbildung (PPiA) im LWL-Klinikum Gütersloh
33334 Gütersloh
LWL Regionalnetz Klinikum Gütersloh
03.08.2026

Psychologische PsychotherapeutIn (m/w/d) in Ausbildung für Therapeutische Wohngruppen in München
Sonnenstraße 2, 80331 München
Therapienetz Essstörung
03.08.2026

Psychologin/Pädagogin in Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (w/m/d)
Sonnenstraße 2, 80331 München
Therapienetz Essstörung
03.08.2026

Psychologische Psychotherapeutin oder Psychologin in fortgeschrittener Ausbildung (VT) (m/w/d)
Preetz
Landesverein für Innere Mission in Schleswig Holstein
03.08.2026

Psychologische Psychotherapeutin in Ausbildung (m/w/d)
Geilenkirchen
Ambulante Reha am Krankenhaus GmbH
03.08.2026

psycholgische(n) Psychotherapeut*in in Ausbildung (PiA) (ab Sommer 2026 bzw. nach Absprache)
Poststraße 3, 79098 Freiburg
Praxis für Psychologische Psychotherapie Dr Nina Landmann und Kollegen
03.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung / PiA (m/w/d) - Tagesklinik Am Rosenaupark
Obere Turnstraße 8, 90429 Nürnberg
PsoriSol Hautklinik GmbH
03.08.2026

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Psychotherapeut/in

Wichtig zu wissen: Wer sein Studium vor 2020 begonnen hat und den alten Bachelorstudiengang absolviert, kann zwar den neuen Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie belegen, muss aber weiterhin die Psychotherapeuten-Ausbildung nach altem System absolvieren. Es ist allerdings zu erwarten, dass einige Universitäten Nachqualifizierungsangebote einführen werden, mit denen der alte Bachelorstudiengang den Vorgaben der neuen Approbationsordnung entspricht.

Aufbau des Studiums

Nach neuer Approbationsordnung gliedert sich die Ausbildung zum Psychotherapeuten wie folgt:

  • Polyvalentes Bachelorstudium Psychologie
  • Masterstudium Klinische Psychologie und Psychotherapie
  • Psychotherapeut in Weiterbildung (PtW) im ambulanten oder stationärem Bereich
Ausbildungsinhalt Stunden
Theoretische Ausbildung 620 Stunden
Selbsterfahrung 120 Stunden
Praktische Tätigkeit I 1.200 Stunden
Psychiatrie Praktische Tätigkeit II 600 Stunden Psychosomatik/ Psychotherapie
Praktische Ausbildung 600 Stunden Behandlung von Patienten/-innen unter Supervision
Supervision 150 Stunden
Vor- und Nachbereitung mind. 930 Stunden

Studieninhalte

Das Studium der Psychotherapie ist inhaltlich breiter und stärker klinisch ausgerichtet als ein klassisches Psychologiestudium. Ziel ist es, Absolventen auf dem aktuellen Stand psychotherapeutischer, psychologischer, pädagogischer und medizinischer Erkenntnisse auszubilden.

Das Bachelorstudium legt die wissenschaftlichen Grundlagen: Themen sind unter anderem allgemeine und Entwicklungspsychologie, Diagnostik, Prävention und Rehabilitation sowie statistische und empirische Forschungsmethoden. Wichtig bei der Studienwahl: Der Bachelorstudiengang muss den Vorgaben der Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten entsprechen und klinisch-psychologische Inhalte ausreichend vertiefen.

Das Masterstudium baut darauf auf und vertieft die klinische Psychologie und Psychotherapie. Die Kerninhalte sind durch die Approbationsordnung bundesweit geregelt; daneben gibt es hochschulspezifische Schwerpunkte, die je nach Standort variieren können. Die Approbationsordnung legt folgende Pflichtinhalte für alle Universitäten verbindlich fest:

Inhalt min. ECTS
Bachelorstudium
Grundlagen der Psychologie 25
Grundlagen der Pädagogik 4
Grundlagen der Medizin 4
Grundlagen der Pharmakologie 2
Störungslehre 8
Psychologische Diagnostik 12
Allgemeine Verfahrenslehre 8
Präventive und rehabilitative Konzepte 2
Wissenschaftliche Methodenlehre 15
Berufsethik und Berufsrecht 2
Masterstudium
Wissenschaftliche Vertiefung 6
Vertiefte Forschungsmethodik 6
Spezielle Störungs- und Verfahrenslehre der Psychotherapie 11
Angewandte Psychotherapie 5
Dokumentation, Evaluierung und Oragnisation psychotherapeutischer Behandlungen 2
Vertiefte psychologische Diagnostik und Begutachtung 7
Berufsqualifizierende Tätigkeit II - vertiefte Praxis der Psychotherapie 15
Selbstreflexion 2

Quelle: Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)

Das Studium ist von Beginn an praxisorientiert und enthält neben Lehrveranstaltungen auch praktische Tätigkeiten, Behandlungen unter Supervision sowie Selbsterfahrungsanteile. Dabei bleiben jedoch auch freie Bereiche, die von Hochschule zu Hochschule variieren können.

Studiendauer

Im Bachelorstudium beträgt die Studiendauer drei Jahre beziehungsweise sechs Semester, im Masterstudium zwei Jahre beziehungsweise vier Semester. Insgesamt kann das Studium also nach fünf Jahren abgeschlossen werden. Die anschließende Weiterbildung dauert in Vollzeit fünf Jahre.

Studienorte

Sowohl beim Bachelor Psychologie als auch beim Master Klinische Psychologie und Psychotherapie handelt es sich um universitäre Studiengänge. Der Bachelor kann an allen öffentlichen und privaten Universitäten erworben werden, an denen der Studiengang der neuen Approbationsordnung entspricht.

Um das Master-Studium nach neuer Approbationsordnung einführen zu können, müssen Hochschulen zunächst eine berufsrechtliche Anerkennung sowie fachliche Akkreditierung durch die zuständigen Landesbehörden erhalten. Aktuell gibt es bundesweit zahlreiche Universitäten, die einen entsprechenden Masterstudiengang anbieten.

Studienabschluss

Der Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie schließt mit der staatlichen psychotherapeutischen Prüfung ab. Die Prüfung besteht aus einer mündlich-praktischen Fallprüfung und einer anwendungsorientierten Parcoursprüfung in fünf Kompetenzbereichen.

Nach bestandener Prüfung erhalten die Absolventen ihre Approbation und dürfen sich als “Psychotherapeut” bezeichnen.

Hinweis zu bestehenden Berufsbezeichnungen

Die bisherigen Berufsbezeichnungen „Psychologischer Psychotherapeut” (PP) sowie „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut” (KJP) gelten fort und treten in alle Rechte und Pflichten ein, die auch Psychotherapeuten haben, die nach dem neuen Gesetz die Aus- und Weiterbildung abgeschlossen haben.

Psychotherapeut/in Stellenangebote

Psychologischer Psychotherapeut / Suchttherapeut – Fachklinik Psychosomatik, Abhängigkeitserkrankungen (m/w/d)
Hennef (Sieg)
Eschenberg Wildpark- Klinik Fuest Verwaltungsgesellschaft mbH & Co KG
18.08.2026

Psychologe mit Diplom / Master in Psychologie / Psychologischer Psychotherapeut (m/w/d)
Wuppertal
VITREA Rehaklinik Bergisch-Land
14.08.2026

Psychologische*n Psychotherapeut*in
Schömberg
Reha-Zentrum Schömberg - Klinik Schwarzwald
14.08.2026

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (m/w/d) Schmerztherapie
Berlin
Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gemeinnützige GmbH (KEH gGmbH)
14.08.2026

Psychologische/-r Psychotherapeut/-in (m/w/d) mit Approbation
Amberg
Klinikum St. Marien Amberg
14.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut (m/w/d) für die Schmerztherapie
Bad Friedrichshall
SLK-Kliniken Heilbronn GmbH
13.08.2026

Psychologischen Psychotherapeuten (m/w/d) oder Psychologen (Master of Science) (m/w/d) in fortgeschrittener Weiterbildung
Bad Bevensen
DIANA Krankenhausbetriebsgesellschaft mbH
11.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut / Psychiater oder Psychosomatiker (gn*)
Eisenhüttenstadt
Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH
11.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut (m/w/d)
Dermbach
Dr. Becker Burg-Klinik
11.08.2026

Suchttherapeut (m/w/d)
Hennef (Sieg)
Eschenberg Wildpark- Klinik Fuest Verwaltungsgesellschaft mbH & Co KG
07.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut (m/w/d) – Stationäre Rehabilitation, Psychotraumaambulanz und stellvertretende Leitung
Berlin
BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH
06.08.2026

Oberpsychologin / Oberpsychologe 80-100 % (m/w/d)
Winterthur
Integrierte Psychiatrie Winterthur - Zürcher Unterland
06.08.2026

Psychotherapeut (m/w/d) Standort Cottbus
Cottbus
Ernst von Bergmann Sozial gemeinnützige GmbH
06.08.2026

Psychologischer Psychotherapeut (m/w/d)
Bad Wildungen
MEDIAN Klinik Mühlengrund Bad Wildungen
03.08.2026

Psychologischen Psychotherapeuten (w/m/d)
Königsfeld im Schwarzwald
MEDICLIN Albert Schweitzer Klinik / MEDICLIN Baar Klinik
24.07.2026

Psychologischer Psychotherapeut (m/w/d) bei Interesse mit Teamleitungsfunktion
Möhnesee
Dr. Becker Klinik Möhnesee
20.07.2026

Psychologischer Psychotherapeut für unsere MVZ
Koblenz
Katholisches Klinikum Koblenz Montabaur
18.08.2026

Psychotherapeut (m/w/d)
Paderborn
Christliches Klinikum Paderborn
17.08.2026

Psychologischen Psychotherapeuten (w/m/d)
Tauberbischofsheim
Krankenhaus Tauberbischofsheim
15.08.2026

Psychologischen Psychotherapeuten (m/w/d) -familienfreundliche Rahmenbedingungen-
Idar-Oberstein
salvea Idar Oberstein
15.08.2026

Zu den freien Psychotherapeut/in Jobs

Psychotherapeut – Ausbildung und Approbation

Zwar haben Psychotherapeuten nach bestandener Masterprüfung ihre Approbation bereits in der Tasche und sind damit grundsätzlich zur Ausübung heilkundlicher Psychotherapie berechtigt. Allerdings müssen sie dabei stets den sogenannten Fachpsychotherapeutenstandard einhalten, was in der Regel eine entsprechende fachliche Anleitung voraussetzt. Ohne abgeschlossene Weiterbildung ist zudem kein Arztregistereintrag möglich, der wiederum Voraussetzung für die Behandlung gesetzlich Versicherter in eigener Praxis (Kassensitz) sowie grundsätzlich auch für die Abrechnung mit privaten Krankenversicherungen und der Beihilfe ist.

Innerhalb der Weiterbildung erhalten Psychotherapeuten entweder die Fachkunde zur Therapie von Erwachsenen, von Kindern und Jugendlichen oder im Bereich der Neuropsychologischen Psychotherapie (Behandlung von Störungen infolge von Hirnverletzungen und -erkrankungen). Erst nach erfolgreichem Abschluss können sie sich ins Arztregister eintragen lassen und mit den Krankenkassen abrechnen. Außerdem führen sie nach erfolgreicher Weiterbildung die Berufsbezeichnung Fachpsychotherapeut.

Die Weiterbildung findet in der Regel je zwei Jahre in stationären und ambulanten Einrichtungen statt. Das fünfte Jahr kann wahlweise ambulant, stationär oder institutionell absolviert werden. Die Weiterbildung fokussiert sich auf vier wissenschaftlich anerkannte Therapiebereiche:

  • Analytische Psychotherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Systemische Therapie
  • Verhaltenstherapie

Psychotherapeut – Perspektiven nach dem Studium

Die Fallzahl der psychischen und psychosomatischen Erkrankungen in der Gesellschaft nimmt stetig zu. In der Statistik der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit stehen psychische Störungen nach Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems auf Platz 3. Die Zahl der Therapieplätze liegt weit unter Bedarf. Entsprechend gefragt sind Psychotherapeuten, die sich um das seelische Wohlbefinden ihrer Patienten kümmern. Die Berufschancen nach dem Ausbildungsabschluss stehen daher sehr gut. Neben Krankenhäusern und psychiatrischen Kliniken suchen auch größere Wirtschaftsunternehmen nach Therapeuten für ihre Mitarbeiter.

Psychotherapeut – Vergütung während des Studiums

Das Studium der Psychotherapie ist unvergütet. Je nach Hochschule können Semesterbeiträge und Studiengebühren anfallen. Abhängig vom persönlichen Einkommen und dem Einkommen der Eltern können Studierende Bafög beantragen.

Eine wichtige Änderung des Psychotherapiegesetzes betrifft die Vergütung der Weiterbildung. Nach altem System wurden Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) in der Regel nicht vergütet. Zum Teil war die Weiterbildung sogar kostenpflichtig. Das hat sich mit der Gesetzesnovelle geändert: PiA erhalten seit der Reform während der Praktischen Tätigkeit I (dem sogenannten Psychiatriejahr) mindestens 1.000 Euro brutto im Monat, sofern sie diesen Ausbildungsabschnitt in Vollzeit absolvieren. Die Kliniken erhalten diese Mindestvergütung von den Krankenkassen refinanziert.

Im neuen System sollen Psychotherapeuten in Weiterbildung (PtW) angemessen vergütet werden. Je nach Einrichtung kann die Vergütung beispielsweise nach Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst erfolgen. Die Vergütung liegt bei rund 4.901,11 € brutto im Monat (TV-VKA – Entgeltgruppe 13). Zudem sind PtW sozialversichert.

Psychotherapeut – Gehalt im weiteren Berufsleben

Wie viel man als Psychotherapeut im weiteren Berufsleben verdient, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Gehalt von Psychotherapeuten unterscheidet sich unter anderem nach Art der Beschäftigung. Das Mediangehalt für Psychotherapeuten liegt insgesamt bei 4.594 Euro.

Mehr zum Gehalt hier:

  • Psychotherapeut – Verdienst und Gehalt

Psychotherapeut – Aufgaben im Arbeitsalltag

Als Psychotherapeut behandelt man die seelischen Probleme der Menschen. Die Wurzeln dieser Probleme sind vielen Patienten nicht bewusst. Gemeinsam mit ihnen legen Therapeuten verschlossene Gefühle frei und erarbeiten Wege, die aus der seelischen Krise führen.

Im Arbeitsalltag nimmt man vor allem die Aufgaben wahr, die in den nachfolgenden Abschnitten beschrieben sind.

Erstgespräche führen

In einem ausführlichen Erstgespräch schildern die Patienten ihre jeweiligen Probleme und erklären, wie ihr seelischer Zustand das alltägliche Leben belastet. Je nach Verfassung des Patienten werden teilweise auch Gespräche mit den Angehörigen geführt. Aufgrund der im Erstgespräch gewonnenen Eindrücke legen Therapeuten den Behandlungsweg fest und entscheiden, ob ein Klinik- oder Kuraufenthalt notwendig ist. Gegebenenfalls holen sie für ihre Entscheidung eine zweite Meinung ein.

Individuelle Therapiepläne erarbeiten

Das Erstgespräch dient als Basis für den Therapieplan. Unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Probleme erarbeiten Psychotherapeuten verschiedene wissenschaftlich anerkannte Therapiemaßnahmen. Sie entscheiden zum Beispiel, ob eine Einzel- oder eine Gruppentherapie als hilfreicher erscheint und ob eine Verhaltenstherapie oder eine Gesprächstherapie zu bevorzugen ist.

Patienten therapieren

Auf Grundlage des Therapieplans erfolgt die eigentliche Behandlung. Man bereitet die Sitzungen vor, bespricht sich eventuell mit Fachkollegen und führt Feedback-Gespräche mit den Patienten, die dann die weitere Richtung der Therapie bestimmen.

Weitere Aufgaben

Neben Diagnose und Behandlung gehören auch Verwaltungsaufgaben zum Arbeitsbereich eines Psychotherapeuten. Das umfasst unter anderem:

  • Therapiesitzungen nachbereiten
  • Behandlungsfälle dokumentieren
  • Abrechnungen mit den Krankenkassen
  • in größeren Einrichtungen: Beratung mit Kollegen
  • in eigener Praxis: Personalplanung, Teambesprechungen planen und durchführen

Psychotherapeut – Weiterbildungsmöglichkeiten

Auf dem Feld der Psychologie und Psychotherapie werden stetig Fortschritte gemacht und neue Erkenntnisse gewonnen. Psychotherapeuten müssen daher dazu bereit sein, sich stetig weiterzubilden und auf dem neuesten Stand der Forschung zu bleiben.

Die Psychotherapeuten-Kammern der Länder sowie verschiedene Akademien bieten berufsbezogene Fortbildungen an. Dazu gehören etwa Seminare zu ADHS bei Erwachsenen, zum Umgang mit Angehörigen von psychisch erkrankten Personen oder zur Betreuung von Patienten mit Migrationshintergrund.

Psychotherapeut – Arbeitszeiten

Als Psychotherapeut sind die Arbeitszeiten recht geregelt. In stationären und ambulanten Einrichtungen wird in der Regel im Schichtdienst gearbeitet, die Einsatzzeiten richten sich nach Dienstplan. Die Wochenarbeitszeit beträgt für gewöhnlich 40 Stunden. Psychotherapeuten in eigener Praxis legen ihre Sprechzeiten selbst fest und vereinbaren individuelle Termine mit den Patienten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch nach den Sprechzeiten noch einiges an Arbeit anfällt, unter anderem für die Dokumentation und die Abrechnung mit den Krankenkassen.

Psychotherapeut – Wo kann gearbeitet werden?

Macht man sich als Psychotherapeut nicht mit eigener Praxis selbstständig, kann man zum Beispiel im Krankenhaus, in einer psychiatrischen Klinik oder psychosomatischen Einrichtungen arbeiten. Weiterhin ist die Tätigkeit in Erziehungsheimen, Beratungseinrichtungen und Organisationen des Gesundheitswesens möglich. Zunehmend suchen auch größere Unternehmen nach Therapeuten, die direkt im Betrieb angestellt sind und die Belegschaft betreuen. Einige Psychotherapeuten ziehen es vor, nach abgeschlossener Ausbildung an der Hochschule zu bleiben und in Forschung und Lehre zu arbeiten.

Passende Stellenangebote für Psychotherapeuten

Wer aktuell noch auf der Suche nach einer passenden Stelle im Bereich Psychologie ist, findet bei Medi-Karriere eine große Auswahl an Stellenangeboten. Hier gibt es beispielsweise zahlreiche Jobs als Psychotherapeut, Stellenangebote für Psychologen sowie viele Therapie-Stellen.

Häufige Fragen

  1. Was ist ein Psychotherapeut?
  2. Ein Psychotherapeut behandelt Patienten mit psychischen Krankheiten, die unter seelischen Belastungen leiden. Mit der Hilfe von Gesprächen stellen sie Diagnosen, legen dann einen Therapieplan fest und therapieren die Patienten im Anschluss. Je nach schwere der Erkrankung dauert eine Psychotherapie zwischen ein paar Wochen und mehrere Monate.

  3. Was verdient man als Psychotherapeut?
  4. Als Psychotherapeut verdient man ein monatliches Mediangehalt von . In Ausbildung ist das Gehalt niedriger. Das genaue Gehalt ist wiederum abhängig von Arbeitgebertyp und Art der Bezahlung. Nach Tarif verdient man meistens etwas mehr als in einer privaten Einrichtung.

  5. Was muss man als Psychotherapeut wissen?
  6. Wer Psychotherapeut werden möchte, sollt ein Interesse an medizinischen und besonders kognitiven wie psychologischen Zusammenhängen haben. Auch für Zahlen und Statistiken sollte man sich begeistern können, denn diese spielen in der Psychotherapie ebenfalls eine Rolle. Wichtig sind außerdem eine ausgeprägte Beobachtungsgabe, logisches Denken und gute Kommunikationsfähigkeiten. Als Zugangsvoraussetzung zum Studium gelten die Allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife.

  7. Wie schreibe ich eine Bewerbung für eine Stelle als Psychotherapeut?
  8. Um eine Stelle als Psychotherapeut zu bekommen, sollte man in der Bewerbung darauf achten, dass alle wichtigen Bestandteile enthalten sind: Anschreiben, Lebenslauf sowie wichtige Zeugnisse und Zertifikate. Im Anschreiben schildert man die persönliche Motivation für die Stelle und verbindet textlich die eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen mit den Anforderungen der Einrichtung, die in der Stellenausschreibung geschildert werden. Im Lebenslauf wiederum sollte man darauf achten, sich auf die wichtigsten Stationen im schulischen und beruflichen Leben zu beschränken und diese nach Aktualität aufzulisten. Darüber hinaus gibt man Hard Skills mit einer persönlichen Einschätzung an, wie gut man diese beherrscht.

  9. Was kann man nach der Ausbildung zum Psychotherapeuten machen?
  10. Nach der Ausbildung zum Psychotherapeuten kann man in verschiedenen therapeutischen Einrichtungen arbeiten wie beispielsweise Kliniken und Krankenhäusern sowie Pflegeeinrichtungen. Aber auch die Möglichkeit zur Selbstständigkeit mit einer eigenen Praxis steht Psychotherapeuten offen.

Quellen
  1. Psychotherapeutenkammer Niedersachsen, Ausbildung, https://www.pknds.de/... (letzter Zugriff am 09.06.2026)
  2. Psychotherapeutenkammer Niedersachsen, Fachpsychotherapeutische Weiterbildung, https://www.pknds.de/... (letzter Zugriff am 09.06.2026)
  3. Psychotherapeutenkammer Niedersachsen, Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO), https://www.pknds.de/... (letzter Zugriff am 09.06.2026)
  4. Bundesamt für Justiz, Psychotherapeutengesetz – PsychThG, https://www.gesetze-im-internet.de/... (letzter Zugriff am 09.06.2026)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Florentina Blakaj
Florentina Blakaj
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 19.06.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht ein Psychotherapeut?
  2. Studium
  3. Ausbildung und Approbation
  4. Perspektiven nach dem Studium
  5. Vergütung während des Studiums
  6. Gehalt im weiteren Berufsleben
  7. Aufgaben im Arbeitsalltag
  8. Weiterbildungsmöglichkeiten
  9. Arbeitszeiten
  10. Wo kann gearbeitet werden?
  11. Stellenangebote

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