Ein Sporttherapeut hilft Menschen mithilfe gezielter Bewegungsprogramme und Sportübungen dabei, ihre physischen und psychischen Kräfte zu stärken und vorhandene Beschwerden zu lindern.
Die Nachfrage nach präventivem Gesundheitssport steigt, da auch das Bewusstsein vieler Menschen in Bezug auf körperliche Gesundheit und der daraus resultierenden besseren geistigen Verfassung zunimmt. Somit wird die Sporttherapie zu einem der Berufe mit steigender Relevanz aufgrund des demografischen Wandels. Gleichzeitig gilt: Bewegung ist zwar grundsätzlich gesund, falsch oder unsachgemäß ausgeführte Übungen können jedoch zu Überlastungen und neuen Beschwerden führen. Deshalb sind qualifizierte Sporttherapeuten wichtig, um Bewegungsabläufe sicher anzuleiten und nachhaltige gesundheitliche Effekte zu erzielen.
Der folgende Überblick enthält alle Informationen zum Berufsbild und Arbeitsalltag des Sporttherapeuten, sowie zu Gehalt, Ausbildung und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Kein einheitlicher Ausbildungsweg: Der Beruf Sporttherapeut/in ist in Deutschland nicht über eine einzige staatlich geregelte Ausbildung festgelegt.
- Verschiedene Zugänge möglich: Der Einstieg kann über ein einschlägiges Studium, eine Weiterbildung oder eine Zusatzqualifikation erfolgen.
- Anerkennung genau prüfen: Nicht jeder Lehrgang oder Abschluss ist automatisch in Reha, Prävention oder im medizinischen Bereich anerkannt.
- Zusatzqualifikationen oft wichtig: Für bestimmte Tätigkeiten, etwa in abrechnungsfähigen Präventions- oder Reha-Angeboten, können zusätzliche Lizenzen oder Zertifikate erforderlich sein.
- Studium bietet breite Grundlage: Ein Studium vermittelt meist fundiertes Wissen in Sportmedizin, Trainingswissenschaft, Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsförderung.
- Weiterbildungen unterscheiden sich stark: Dauer, Umfang, Kosten und Abschluss hängen stark vom jeweiligen Anbieter ab.
- Vorher Berufsziel klären: Vor Beginn sollte geprüft werden, welche Qualifikation für das gewünschte Arbeitsfeld tatsächlich benötigt wird.
Was macht ein Sporttherapeut?
Sporttherapeuten setzen auf ein ganzheitliches Behandlungskonzept und entwickeln individuelle Behandlungspläne, um Menschen mit physischen, psychischen und sozialen Beschwerden und Problemen zu helfen. Dieses erarbeitete Trainingsprogramm leiten sie in Gruppen oder auch im Einzelcoaching an und begleiten Patienten durch regelmäßige Übungseinheiten. Die Sporttherapie bietet einen geschützten Erfahrungsraum für positives Körpergefühl und Selbsterleben.
Unterschiede zur Physiotherapie
Sporttherapie und Physiotherapie überschneiden sich in der Rehabilitation und Gesundheitsförderung, unterscheiden sich aber in Schwerpunkt und beruflichem Zugang. Physiotherapie ist ein staatlich geregelter Heilberuf und arbeitet häufig mit manuellen, funktionellen und krankengymnastischen Behandlungstechniken direkt am Körper der Patienten. Die Sporttherapie ist dagegen stärker bewegungs-, trainings- und gruppenorientiert. Im Mittelpunkt stehen angeleitete Übungen, Trainingsprogramme, Belastungssteuerung, Gesundheitsverhalten und die Förderung eines aktiven Lebensstils.
Sporttherapeut Ausbildung – Überblick
Eine einheitliche, staatlich geregelte Ausbildung zum Sporttherapeuten gibt es in Deutschland nicht. Der Weg in den Beruf kann über ein sportwissenschaftliches, bewegungswissenschaftliches, gesundheitswissenschaftliches oder physiotherapeutisches Studium, über eine einschlägige Berufsausbildung mit Zusatzqualifikation oder über Fort- und Weiterbildungen führen. Welche Qualifikation erforderlich ist, hängt stark davon ab, ob man etwa in einer Reha-Klinik, einem Therapiezentrum, einer Präventionseinrichtung, im Fitness- und Gesundheitssport oder selbstständig arbeiten möchte.
Überblickstabelle: Sporttherapeut-Ausbildung – Diese Wege führen zum Ziel
| Weg | Voraussetzung | Dauer | Abschluss | Typisches Einsatzfeld |
|---|---|---|---|---|
| Bachelorstudium | Abitur/Fachabitur | 6–8 Semester | B.A./B.Sc. | Reha-Kliniken, Prävention, ggf. Leitung |
| Weiterbildung/Zusatzqualifikation | oft Grundberuf o. Vorerfahrung | Wochen bis Monate | Zertifikat | Fitness/Gesundheitssport, ergänzend zu Grundberuf |
| DVGS-Zusatzqualifikation | Physiotherapie/Sportlehrer o. ä. | modular, berufsbegleitend | Verbandslizenz | Abrechnungsfähige Reha-Angebote |
| Quereinstieg über verwandten Beruf | Physiotherapeut, Sportlehrer | variiert | ergänzende Qualifikation | Je nach Zusatzqualifikation |
Der DVGS weist darauf hin, dass die akademische und nichtakademische Ausbildung im Bereich Sport- und Bewegungstherapie uneinheitlich ist. Daher sollten Interessierte vor Beginn einer Ausbildung oder Weiterbildung prüfen, ob der Abschluss zum gewünschten Tätigkeitsfeld passt und ob zusätzliche Anerkennungen, Lizenzen oder Zertifikate erforderlich sind. Warum wir im weiteren Verlauf den akademischen Weg genauer beschreiben: Für ein Studium existieren offizielle, geprüfte Eckdaten (Leistungspunkte, Prüfungsordnung, Regelstudienzeit über die Hochschule selbst). Bei privaten Weiterbildungen variieren Inhalt, Dauer und Anerkennung stark von Anbieter zu Anbieter. Da es keine staatliche Ausbildungsordnung gibt, ist das Studium der Weg, der einer formalen Qualifikation am nächsten kommt.
Sporttherapeut Ausbildung – So läuft das Sporttherapie-Studium
Wer Sporttherapie studieren möchte, findet nicht immer einen Studiengang, der exakt “Sporttherapie” heißt. Häufig kommen auch verwandte Studiengänge infrage, zum Beispiel Sport- und Bewegungstherapie, Gesundheitssport, Prävention und Rehabilitation, Sportwissenschaft mit gesundheitsbezogenem Schwerpunkt oder Trainingswissenschaft.
Ein konkretes Beispiel ist der Bachelorstudiengang “Sporttherapie und Prävention” an der Universität Potsdam. Er schließt mit dem Bachelor of Arts ab, umfasst 180 Leistungspunkte, dauert sechs Semester und startet jeweils zum Wintersemester.

Zulassungsvoraussetzungen
Die Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Hochschule und Studiengang. Für ein Bachelorstudium ist in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung erforderlich, also zum Beispiel Abitur, Fachabitur, fachgebundene Hochschulreife oder ein vergleichbarer Zugang über berufliche Qualifikation. Zusätzlich können Sporteignungsprüfungen, medizinische Nachweise, Auswahlverfahren oder weitere studiengangsspezifische Anforderungen hinzukommen.
An der Universität Potsdam ist für den Bachelor “Sporttherapie und Prävention” eine Sporteignungsprüfung verpflichtend. Diese darf nicht älter als zwei Jahre sein und umfasst unter anderem Leichtathletik, Schwimmen, Gymnastik/Tanz, Turnen und Ballsportarten.
Generell sollten Interessierte aber auf jeden Fall Lust haben, aktiv mit Menschen zu arbeiten und somit eine gewisse Sozialkompetenz, Empathie, Hilfsbereitschaft, Geduld und Kommunikationsfähigkeit mitbringen.
Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Bachelorstudiengänge im Bereich Sporttherapie, Prävention oder Sport- und Bewegungstherapie sind in der Regel modular aufgebaut. Studierende erwerben Leistungspunkte und absolvieren Prüfungsleistungen in verschiedenen Studienbereichen. Am Beispiel der Universität Potsdam umfasst der Bachelor “Sporttherapie und Prävention” 180 Leistungspunkte:
| Module Studiengang Sporttherapie und Prävention | Umfang |
| Bereich Sporttherapie und Prävention | 78 LP |
| Bereich Sportwissenschaft | 36 LP |
| Bereich Theorie und Praxis der Sportarten | 24 LP |
| Schlüsselqualifikationen | 30 LP |
| Bachelorarbeit | 12 LP |
Ausbildungsinhalte
Je nachdem welchen Studiengang man zur Sporttherapeut-Ausbildung wählt, können die Modultitel abweichen. Die Inhalte decken unabhängig vom Modultitel die notwendigen Bereiche ab. Während der Ausbildung wird besonders intensiv auf Anatomie und Physiologie, Bewegungs- und Verdauungsapparat, ebenso wie auf das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel eingegangen. Außerdem werden folgende Lernfelder in einer guten Sporttherapeut-Ausbildung behandelt:
- Medizinische Grundlagen
- Trainingslehre
- Wissenschaftliches Arbeiten
- Sporttherapie und Prävention
- Gesundheitssport, Therapie und Qualitätskontrolle
- Grundlagen aus Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften
- Rechtliche Grundlagen
- Grundlagen der Gesundheits-, Sport- und Fitnessberatung
- Orthopädie
- Innere und Sinnesorgane
- Sport- und Gesundheitspädagogik
- Funktionelle Sporttherapie
- Sporttherapie und mentale Gesundheit
- Psychosoziale Aspekte in der therapeutischen Arbeit
- Sportpsychologie, Sport- und Gesundheitssoziologie
- Trainingswissenschaft, Biomechanik und Bewegungswissenschaft
- Sportpädagogik, Sportdidaktik, Sportgeschichte
- Theorie und Praxis der Sportarten
- Prävention und Therapie durch Sport und Bewegung
- Akademische Grundkompetenzen
Studierende nehmen ebenfalls auch an Projekten und Exkursionen zu Sporteinrichtungen teil.
Ausbildungsdauer
Ein Bachelorstudiengang Sporttherapie dauert in Regelstudienzeit 6 bis 8 Semester, also 3 bis 4 Jahre.
Ausbildungsorte
Durch die breite Möglichkeit an passenden Sporttherapie-Studiengängen finden sich an den meisten Hochschulen Studienangebote. Je nach Art des Studiums – Präsenzstudium, dual oder Fernstudium, ergibt sich der Ausbildungsort. Wer ein grundständiges Studium absolviert, tut dies vor Ort an der jeweiligen Hochschule (z.B. in Potsdam). Ein Fernstudium hat den Vorteil, dass man sich Lernort und -zeit frei einteilen kann und die Einheiten meist von zu Hause absolviert. Ein duales Studium findet in Blockeinheiten an der Schule statt bzw. an einem auswählbaren Ort für die angebotene Nahphase. Die restliche Zeit verbringt man im kooperierenden Ausbildungsbetrieb.
Ausbildungsabschluss
Der Abschluss hängt vom jeweiligen Bildungsweg ab. Ein Hochschulstudium kann je nach Hochschule und Studiengang mit einem Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Master of Arts oder Master of Science abschließen. Der Bachelor “Sporttherapie und Prävention” an der Universität Potsdam führt zum Bachelor of Arts. Der Master “Sportwissenschaft: Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung” an der Medical School Hamburg führt dagegen zum Master of Science (laut MSH-Quellen dauert der Studiengang in der Regelstudienzeit 5 Semester und richtet sich an Studierende mit einem Bachelorabschluss in Sportwissenschaft oder verwandten Disziplinen).
Bei Weiterbildungen oder Intensivausbildungen wird in der Regel kein akademischer Grad verliehen. Stattdessen erhalten Teilnehmende je nach Anbieter ein Zertifikat, eine Teilnahmebescheinigung oder eine Zusatzqualifikation. Daher sollte im Artikel klar zwischen Hochschulabschluss, Weiterbildungszertifikat und fachverbandlicher Lizenz unterschieden werden.
Perspektiven nach der Ausbildung
Die Berufsperspektiven im Bereich Sporttherapie, Prävention und Bewegungstherapie gelten grundsätzlich als gut, weil Bewegung in Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsförderung eine wichtige Rolle spielt. Einsatzmöglichkeiten bestehen unter anderem in Reha- und Kurkliniken, Krankenhäusern, Therapiezentren, Facharztpraxen für Sportmedizin, Pflegeeinrichtungen, Fitness- und Gesundheitsstudios, Sportvereinen, Gesundheitszentren, Einrichtungen der betrieblichen Gesundheitsförderung oder in der Selbstständigkeit.
Die konkreten Chancen hängen jedoch stark von der Qualifikation ab. Wer in medizinischen oder abrechnungsfähigen Versorgungsbereichen arbeiten möchte, benötigt häufig mehr als ein allgemeines Zertifikat. Je nach Tätigkeitsfeld können ein einschlägiges Studium, praktische Erfahrung, DVGS-Lizenzen oder indikationsspezifische Weiterbildungszertifikate erforderlich sein.
Sporttherapeut Ausbildung ohne Studium – Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen
Falls Du lieber einen alternativen Weg suchst, hier nochmal grob zusammengefasst, wie Du Sporttherapeut ohne Studium werden kannst:
- Ausbildungen gibt es in typischen Formaten: Intensivausbildung, Fernlehrgang, DVGS-Zusatzqualifikation
- Voraussetzungen: oft kein Abitur, aber einschlägige Vorerfahrung/Grundberuf
- Dauer und Kosten verschieden, z. B. IEK: 2 Wochen, 2.800 €
- Abschlussart: meist Zertifikat
Wann reichen Weiterbildungen oder Zusatzqualifikationen?
Eine Weiterbildung oder ein Zertifikat als Sporttherapeut reicht in der Regel für Tätigkeiten im freien Fitness- und Gesundheitsmarkt sowie in der Selbstständigkeit mit Privatkunden aus. Sobald Leistungen über die Krankenkasse abgerechnet werden sollen – etwa im Rehabilitationssport nach § 44 SGB IX oder bei GKV-geförderten Präventionskursen – sind spezifische, von den Kostenträgern anerkannte Qualifikationsnachweise erforderlich (z. B. Übungsleiter-Lizenzen nach DBS/DOSB-Richtlinien oder DVGS-Zusatzqualifikationen mit entsprechender Grundausbildung und Praxisnachweis). Ein Studium ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, erleichtert aber den Zugang zu diesen anerkannten Qualifikationswegen sowie zu Leitungs- und wissenschaftlichen Positionen erheblich.
Sporttherapeut – Gehalt in der Ausbildung
Während eines klassischen Vollzeitstudiums erhalten Studierende in der Regel kein Ausbildungsgehalt. Bei dualen Studiengängen kann dagegen eine Vergütung durch den Praxisbetrieb gezahlt werden. Höhe und Bedingungen hängen vom Arbeitgeber, dem Studienmodell und der individuellen Vereinbarung ab.
Bei Weiterbildungen oder Zertifikatslehrgängen fällt ebenfalls keine Ausbildungsvergütung an; hier entstehen meist Kosten für Lehrgang, Prüfungen, Reise, Unterkunft oder Materialien. Beim IEK Berlin kostet die zweiwöchige Intensivausbildung nach Anbieterangaben 2.800 Euro.
Sporttherapeut – Gehalt im weiteren Berufsleben
Sporttherapeuten verdienen im Mittel etwa 3.513 Euro brutto/Monat. Dabei hängt das Sporttherapeut-Gehalt stark vom Arbeitgeber und der Einrichtung, der Unternehmensgröße, aber auch vom Standort, der eigenen Qualifikation und auch immer vom Verhandlungsgeschick ab. Nach dem Studium oder einer entsprechenden Aus- und Weiterbildung liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 3.092 Euro.
Sporttherapeut – Aufgaben im Arbeitsalltag
Damit der Sporttherapeut mit den Patienten gut zusammenarbeiten können und die gesundheitlichen Ziele erreicht werden, fallen einige Aufgaben an:
Anamnese und Behandlungspläne
Um einen optimal auf die Patienten zugeschnittenen Behandlungsplan erstellen zu können, müssen Sporttherapeuten zunächst ein ausführliches Vorgespräch mit den Patienten führen und sich erkundigen, welche Einschränkungen und Schmerzen am Bewegungsapparat vorherrschen, ob Vorerkrankungen bestehen, psychosomatische Symptome vorliegen, eine sportliche Vorerfahrung vorhanden ist und welche Trainingsziele sie sich wünschen und möglich sind. Daraufhin wird der Sporttherapieplan individuell an die physischen und psychischen Voraussetzungen angepasst.
Analyse der körperlichen Konstitution
Bevor die Therapie begonnen werden kann, führen die Sporttherapeuten sportmedizinische Tests und einen Gesundheitscheck durch. Mithilfe spezieller Geräte können Dysbalancen und Funktionsstörungen an Muskeln und Gelenken festgestellt werden. Die Bewegungsabläufe werden dabei genau gemessen, die die Grundlage für den Trainingsplan stellen.
Therapiekonzepte entwickeln und anleiten
Je nachdem wie die Verfassung der Patienten ist, welche Vorerkrankungen und Beeinträchtigungen bestehen, können Sporttherapeuten mit unterschiedlichen Therapiekonzepten zu einem aktiveren Lebensstil verhelfen und die Beweglichkeit ihrer Klienten erhalten und wiederherstellen. Dazu zählen:
- Konditions- und Ausdauertherapie (zum Beispiel Spinning)
- gezieltes Rückentraining
- Körperwahrnehmung (zum Beispiel Fitness)
- Lauftherapie zur Antriebssteigerung
- sensomotorisches Training zur Gleichgewichtsschulung und Körperwahrnehmung
- Muskelaufbautraining zur Förderung der Kraftfähigkeit
- Life Kinetik zur Förderung der psychischen Stressresilienz
- Sportspiele zur Förderung der sozialen Interaktion und Aktivierung der Bewegungsfreude
Darüber hinaus erledigen sie auch Verwaltungs- und Bürotätigkeiten, denn Therapieverläufe und -ergebnisse müssen dokumentiert werden.
Sporttherapeut – Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten hängen stark vom Arbeitgeber und vom konkreten Tätigkeitsfeld ab. In Reha- und Therapiezentren, Kliniken, Praxen, Gesundheitszentren oder Fitness- und Präventionseinrichtungen können die Arbeitszeiten unterschiedlich organisiert sein. Häufig gibt es planbare Tagesarbeitszeiten, insbesondere in ambulanten Einrichtungen oder Kursangeboten. Abendtermine, Wochenendangebote oder Schichtmodelle können je nach Einrichtung und Zielgruppe aber vorkommen.
Sporttherapeut – Wo kann gearbeitet werden?
Sporttherapeuten arbeiten überall dort, wo Bewegung gezielt zur Prävention, Rehabilitation, Gesundheitsförderung oder Leistungsentwicklung eingesetzt wird. Typische Arbeitgeber sind Rehabilitations- und Kurkliniken, Krankenhäuser, Therapiezentren, Facharztpraxen für Sportmedizin, Pflegeeinrichtungen, Fitnessstudios mit therapeutischem Angebot, Gesundheitszentren, Sportvereine, Wellnesseinrichtungen, Unternehmen mit betrieblicher Gesundheitsförderung oder Einrichtungen der psychosozialen Versorgung. Auch eine selbstständige Tätigkeit ist möglich.
Sporttherapeut/in Stellenangebote
Sporttherapeut – Weiterbildungsmöglichkeiten
Weiterbildung ist in der Sporttherapie besonders wichtig, weil Einsatzbereiche und Qualifikationsanforderungen sehr unterschiedlich sind. Mögliche Schwerpunkte sind zum Beispiel Orthopädie, Innere Medizin, Neurologie, Kardiologie, Onkologie, Psychosomatik, Sucht, mentale Gesundheit, medizinische Trainingstherapie, Rehasport, Funktionstraining, Aquasport, Nordic Walking, Entspannungsverfahren oder betriebliche Gesundheitsförderung.
Wer in bestimmten medizinischen Versorgungsbereichen arbeiten möchte, sollte sich gezielt über DVGS-Lizenzen, indikationsspezifische Weiterbildungszertifikate und Anerkennungsverfahren informieren. Der DVGS vergibt Lizenzen und Zertifikate unter bestimmten Voraussetzungen und prüft vorliegende Qualifikationen im Einzelfall.
Mehr Möglichkeiten durch Masterstudium
Ein Masterabschluss kann die beruflichen Möglichkeiten erweitern, etwa für Leitungsfunktionen, wissenschaftliche Tätigkeiten, Konzeptentwicklung, Lehre, Forschung oder spezialisierte Aufgaben in Diagnostik, Trainingssteuerung und Therapie. Passende Studiengänge können je nach Zielrichtung sporttherapeutisch, bewegungstherapeutisch, sportwissenschaftlich, gesundheitswissenschaftlich oder trainingswissenschaftlich ausgerichtet sein.
Interessierte sollten dabei genau prüfen, ob der jeweilige Master zur gewünschten Tätigkeit passt. Ein Master in Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung qualifiziert beispielsweise eher für Diagnostik, Trainingsplanung, Leistungssport und sportwissenschaftliche Aufgaben, während ein Master in Sport- und Bewegungstherapie stärker auf therapeutische und gesundheitsbezogene Tätigkeiten ausgerichtet sein kann.
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Häufige Fragen zur Sporttherapeut-Ausbildung
- Was ist ein Sporttherapeut?
- Wie viel verdient man als Sporttherapeut?
- Was muss man als Sporttherapeut wissen?
- Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Sporttherapeut?
- Kann man Sporttherapeut ohne Studium werden?
- Wie läuft eine Sporttherapie-Ausbildung ab?
- Was kann man nach der Sporttherapie-Ausbildung machen?
Sporttherapeuten helfen ihren Patienten, körperliche, psychische oder soziale Beeinträchtigungen mithilfe von Sport zu überwinden. Die Sporttherapie bedient sich dabei der Mittel und Methoden des sportlichen Trainings im Rahmen der Vorbeugung und Rehabilitation und stellt einen wichtigen Faktor in der nicht-medikamentösen Behandlung und Rehabilitation dar.
Sporttherapeuten verdienen im Mittel etwa 3.513 Euro brutto im Monat.
Sporttherapeuten helfen Menschen dabei, vorübergehende körperliche Einschränkungen zu überwinden oder dauerhafte Behinderungen mithilfe von Sport zu lindern. Dabei versuchen Sporttherapeuten, das Bewusstsein ihrer Klienten für den eigenen Körper zu schulen, um so Krankheiten und Verletzungen vorzubeugen oder Zustandsverschlimmerungen zu verhindern.
In einer Bewerbung zum Sporttherapeuten sollte man seine Motivation ausdrücken und erklären, warum man sich gerade in dieser speziellen medizinischen oder therapeutischen Einrichtung bewirbt. In den dazugehörigen Lebenslauf zum Sporttherapeuten gehören die wichtigsten Stationen der bisherigen beruflichen Laufbahn, die Ausbildungsstationen und eventuelle Weiter- und Zusatzausbildungen.
Ja, man kann auch Sporttherapeut ohne Studium werden. Es gibt verschiedene Ausbildungs- bzw. Weiterbildungswege und diverse Anbieter. Die Entscheidung sollte auch davon abhängen, wo und wie man tätig sein möchte, da es für bestimmte Bereiche gesetzliche Limitierungen gibt.
Um als Sporttherapeut zu arbeiten, gibt es keinen einheitlichen, staatlich geregelten Weg. Möglich sind unter anderem ein einschlägiges Hochschulstudium (z. B. Bachelor) oder Fort-/Weiterbildungen mit fachverbandlicher Anerkennung (z. B. durch den DVGS), deren Anerkennung im jeweiligen Tätigkeitsfeld vorab geprüft werden sollte.
Sporttherapeuten arbeiten überall, wo Bewegung als Therapie oder Prävention eingesetzt wird. Hauptsächlich sind dies Krankenhäuser, Facharztpraxen für Sportmedizin sowie Reha- und Therapiezentren. Aber auch in Pflegeheimen, Gesundheitszentren, bei Sportverbänden und in Kurhotels sowie manchmal in Kindertagesstätten finden Sporttherapeuten Anstellung.
- Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET – Sporttherapeut/in, https://web.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 08.07.2026)
- DVGS e. V., Abrechnungsfähigkeit, https://dvgs.de/... (letzter Zugriff am 08.07.2026)
- DVGS e. V., Allgemeines, https://dvgs.de/... (letzter Zugriff am 08.07.2026)
- DVGS e. V., Anerkennungsverfahren / Lizenz- und Zertifikatsbedingungen, https://dvgs.de/... (letzter Zugriff am 08.07.2026)







