Als Physiotherapeut hilfst Du Menschen, nach Verletzungen oder Operationen wieder beweglicher zu werden, Schmerzen zu lindern und ihren Alltag selbstständiger zu bewältigen. Doch wie wirst Du Physiotherapeut, welche Voraussetzungen musst Du erfüllen und wie viel verdienst Du? Hier erfährst Du alles über die dreijährige Ausbildung, mögliche Kosten, Aufgaben und Karrierewege. Außerdem erklären wir, was sich durch die geplante Ausbildungsreform ändern könnte.
Das Wichtigste zu Physiotherapeuten in Kürze
- Ausbildung: Die schulische Physiotherapie-Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und umfasst mindestens 2.900 Unterrichtsstunden sowie 1.600 Stunden praktische Ausbildung.
- Voraussetzungen: In der Regel benötigst Du einen mittleren Schulabschluss und gesundheitliche Eignung. Es gibt gesetzliche alternative Zugangswege.
- Vergütung: Schulische Ausbildungen werden nicht automatisch bezahlt. Bei bestimmten tarifgebundenen Ausbildungsträgern sind bis zu 1.522,03 Euro brutto im dritten Ausbildungsjahr möglich.
- Aufgaben: Du untersuchst Bewegungs- und Funktionsstörungen, planst Therapien, behandelst Patienten und dokumentierst die Fortschritte.
- Gehalt: Der bundesweite Median liegt bei 3.248 Euro brutto im Monat für Vollzeitbeschäftigte.
- Reform: Ein Referentenentwurf vom 26. Oktober 2026 sieht unter anderem neue Ausbildungsvorgaben, eine verbindliche Vergütung ab 2029 und eine Abschaffung des Schulgelds vor. Diese Änderungen sind noch nicht beschlossen.
Was macht ein Physiotherapeut?
Physiotherapeuten unterstützen Menschen dabei, ihre körperliche Beweglichkeit, Kraft und Funktionsfähigkeit zu verbessern oder zu erhalten. Sie behandeln beispielsweise Beschwerden nach Operationen, Sportverletzungen, neurologische Erkrankungen und chronische Bewegungseinschränkungen. Im Mittelpunkt stehen gezielte Übungen, aktive Bewegungstherapie, Anleitung und je nach Befund weitere physiotherapeutische Maßnahmen.
Darüber hinaus planen Physiotherapeuten Behandlungen, bereiten diese nach und erstellen Abrechnungen. Auch die Beratung von Patienten gehört zu ihrer Arbeit dazu. Daher erfordert der Beruf viel medizinisches Fachwissen, um Behandlungsmethoden und deren Wirkungsweisen erklären zu können. Neben viel Einfühlungsvermögen und körperlicher Fitness sollten Physiotherapeuten aber auch Planungsgeschick und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein besitzen.
Physiotherapeut – Ausbildung
Die schulische Physiotherapie-Ausbildung ist bundesweit gesetzlich geregelt und dauert in Vollzeit drei Jahre. Sie findet an staatlich anerkannten Schulen (öffentliche und private Träger). Theoretischer und praktischer Unterricht werden mit praktischen Einsätzen an Patienten verbunden.
Darüber hinaus gehören Praktika in medizinischen Einrichtungen zur Ausbildung, sodass man Einblicke in die arbeitsweltlichen Gegebenheiten erhält und die gängigen Behandlungsmethoden erlernt. Im theoretischen Teil lernen die Auszubildenden viel über die menschliche Anatomie, aber auch Physiologie oder Krankheitslehre gehören zu den Themenschwerpunkten.

Zugangsvoraussetzungen
Für die Physiotherapeuten-Ausbildung benötigst Du grundsätzlich gesundheitliche Eignung und einen Realschulabschluss beziehungsweise gleichwertigen Bildungsabschluss. Auch eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert, erfüllt die gesetzliche Voraussetzung. Mit Hauptschulabschluss ist der Zugang ebenfalls möglich, wenn Du anschließend eine mindestens zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hast. Schulen können darüber hinaus eigene Auswahlverfahren wie Bewerbungsgespräche oder Eignungstests durchführen.
Physiotherapeut-Ausbildung - Weitere Anforderungen
Wer sich bewirbt, sollte sich frühzeitig über die Anforderungen seiner Schule und der praktischen Einsatzstellen informieren. Je nach Einrichtung können beispielsweise ein ärztliches Attest, ein Führungszeugnis oder bestimmte Impfnachweise erforderlich sein. Gute Deutschkenntnisse helfen dabei, Patienten verständlich anzuleiten und Behandlungen zu dokumentieren. Ebenso wichtig sind Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Freude an der Arbeit mit Menschen.
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Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Grundlage der Ausbildung als Physiotherapeut sind das Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten (PhysTh-APrV). Sie regeln unter anderem Ausbildungsinhalte, praktische Einsätze und die staatliche Prüfung. Die Details zu Dauer und Ausbildungsorten findest Du in den folgenden Abschnitten.
Neben der schulischen Physiotherapie-Ausbildung gibt es bereits heute die Möglichkeit, Physiotherapie an einer Hochschule zu studieren. Seit dem 1. Januar 2025 bildet § 18a MPhG dafür die unbefristete Rechtsgrundlage. Die Bundesländer können entsprechende hochschulische Ausbildungen ermöglichen. Achte bei der Studienwahl darauf, ob der Studiengang direkt zur Berufszulassung führt oder sich als aufbauendes Studium an bereits ausgebildete Physiotherapeuten richtet.
Welche Aubildungsform passt zu Dir?
| Ausbildungsweg | Typischer Aufbau | Darauf solltest Du achten |
|---|---|---|
| Schulische Ausbildung | Drei Jahre an staatlich anerkannter Schule mit praktischen Einsätzen | Schulgeld, Vergütung, Praktikumsstellen und Vertragsbedingungen prüfen |
| Hochschulische Ausbildung nach § 18a MPhG | Studiengang mit berufsqualifizierendem Abschluss, je nach Landesregelung | Führt der Studiengang zur staatlichen Berufserlaubnis? |
| Studium nach bereits abgeschlossener Ausbildung | Aufbauendes Studium, zum Beispiel Therapiewissenschaften | Zugang, Anrechnung und berufliches Ziel vergleichen |
Die im Oktober 2026 geplante Reform ist in dieser Übersicht nicht als bereits geltender Ausbildungsweg dargestellt.

Geplante Reform der Physiotherapie-Ausbildung
Das Bundesgesundheitsministerium hat am 26. Oktober 2026 einen Referentenentwurf für ein Physiotherapieberufereformgesetz veröffentlicht. Geplant ist, den dreijährigen schulischen Ausbildungsweg zu modernisieren und den hochschulischen Ausbildungsweg neu auszugestalten. Bestimmte bisher gesondert erworbene Zusatzqualifikationen, etwa Manuelle Therapie oder Lymphdrainage, sollen stärker in die Ausbildung einbezogen werden. Darüber hinaus sieht der Entwurf die bundesweite Abschaffung des Schulgelds und ab 1. Januar 2029 eine verpflichtende angemessene Ausbildungsvergütung in der schulischen Ausbildung vor. Wesentliche Regelungen sollen nach dem Entwurf ab 2028 gelten. Für die hochschulische Ausbildung sind weitergehende heilkundliche Kompetenzen vorgesehen. Das ist jedoch nicht mit einem heute bereits bestehenden allgemeinen Direktzugang zur Physiotherapie gleichzusetzen. Wichtig: Es handelt sich um einen Referentenentwurf. Termine, Inhalte und Finanzierung können sich im Gesetzgebungsverfahren ändern. Geltendes Recht bleibt bis dahin maßgeblich.
Ausbildungsinhalte
Die dreijährige Ausbildung umfasst mindestens 2.900 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 1.600 Stunden praktische Ausbildung. Nach der PhysTh-APrV wird die Ausbildung wie folgt gegliedert:
| Inhalt | Stunden |
| Theoretischer und praktischer Unterricht für Physiotherapeuten | 2.900 |
| Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde | 40 |
| Anatomie | 240 |
| Physiologie | 140 |
| Allgemeine Krankheitslehre | 30 |
| Spezielle Krankheitslehre | 360 |
| Hygiene | 30 |
| Erste Hilfe und Verbandtechnik | 30 |
| Angewandte Physik und Biomechanik | 40 |
| Sprache und Schrifttum | 20 |
| Psychologie/Pädagogik/Soziologie | 60 |
| Prävention und Rehabilitation | 20 |
| Trainingslehre | 40 |
| Bewegungslehre | 60 |
| Bewegungserziehung | 120 |
| Physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken | 100 |
| Krankengymnastische Behandlungstechniken | 500 |
| Massagetherapie | 150 |
| Elektro-, Licht-, Strahlentherapie | 60 |
| Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie | 60 |
| Methodische Anwendung der Physiotherapie in den medizinischen Fachgebieten | 700 |
| Zur Verteilung auf die Fächer 1 bis 20 | 100 |
| Praktische Ausbildung für Physiotherapeuten, Einsätze in der… | 1.600 |
| Chirurgie | 240 |
| Innere Medizin | 240 |
| Orthopädie | 240 |
| Neurologie | 240 |
| Pädiatrie | 160 |
| Psychiatrie | 80 |
| Gynäkologie | 80 |
| Zur Verteilung auf die Fachgebiete | 240 |
| sonstigen Einrichtungen, Exkursionen | 80 |
Ausbildungsdauer
Die reguläre Physiotherapie-Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre. Für bestimmte berufliche Vorqualifikationen sieht das MPhG auf Antrag verkürzte Ausbildungswege vor.
Beispielsweise können ausgebildete Masseure und medizinische Bademeister ihre Physiotherapie-Ausbildung auf Antrag auf 18 Monate verkürzen. Bei mindestens fünfjähriger Berufserfahrung in diesem Beruf ist unter den gesetzlichen Voraussetzungen sogar eine Verkürzung auf zwölf Monate möglich.
Ausbildungsorte
Da es sich bei der Ausbildung zum Physiotherapeuten um eine schulische Ausbildung handelt, findet diese an staatlichen oder privat geführten Berufsfachschulen statt. Da eine solche Ausbildung aber auch immer Praktika beinhaltet, gehören auch medizinische Einrichtungen unterschiedlicher Art zu den Ausbildungsorten.
Ausbildungsabschluss
Am Ende der Ausbildung legt man eine staatliche Prüfung mit einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil ab. Wer die Ausbildung abgeschlossen und die Prüfung bestanden hat, kann die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „Physiotherapeut“ beantragen. Die zuständige Behörde prüft dafür außerdem, ob der Antragsteller zuverlässig und gesundheitlich geeignet ist und über die erforderlichen Deutschkenntnisse verfügt.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung zum Physiotherapeuten kann man in verschiedenen medizinischen Einrichtungen wie Gesundheitszentren, Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen arbeiten. Viele Physiotherapeuten machen sich aber auch mit einer eigenen Physiotherapie-Praxis selbstständig. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich weiterzubilden oder ein Studium an die Ausbildung anzuhängen. Besonders im Fall einer Weiterbildung ist es ratsam, zuvor ein paar Jahre Berufserfahrung zu sammeln. Dies wird häufig als Zugangsvoraussetzung verlangt.
Ausbildungsplätze als Physiotherapeut/in
Physiotherapeut – Ausbildungsvergütung
Bei einer rein schulischen Physiotherapie-Ausbildung besteht nicht automatisch ein Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung. Es gibt jedoch Einrichtungen mit tariflicher Ausbildungsvergütung. Ob und wie viel ein Auszubildender tatsächlich erhält, hängt von der jeweiligen Einrichtung und dem geltenden Tarifvertrag ab. Deshalb sollte man Vergütung und mögliche Ausbildungskosten vor der Bewerbung direkt bei der Schule erfragen. Laut dem TVAöD wird beispielsweise folgende Vergütung festgelegt:
| Ausbildungsjahr | Ausbildungsvergütung |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 1.365,24 Euro |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.425,30 Euro |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.522,03 Euro |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Die Beträge gelten für Auszubildende, auf deren Ausbildungsverhältnis der TVAöD-Pflege nach § 1 Abs. 1 Buchstabe c Anwendung findet. Sie sind keine bundesweit verpflichtende Ausbildungsvergütung für alle Physiotherapieschulen. Allgemeine Infos zum Ausbildungsgehalt hier:
Physiotherapeut – Gehalt im weiteren Berufsleben
Insgesamt liegt ihr bundesweites Mediangehalt von Physiotherapeuten bei 3.452 monatlich bei Vollzeitbeschäftigung. Mehr Informationen zum Physio-Gehalt hier:
Physiotherapeut – Aufgaben im Arbeitsalltag
Physiotherapeuten helfen Patienten bei der Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung ihrer Beweglichkeit nach einer Krankheit, einem Unfall oder bei altersbedingten Beschwerden. Die Physiotherapie findet in der Regel auf der Grundlage einer ärztlichen Verordnung (Rezept) statt. Die Therapie wird eigenständig vom Physiotherapeuten geplant. Bei gesetzlich Versicherten richtet sich die Auswahl der Heilmittel grundsätzlich nach der Verordnung. Eine Ausnahme bildet die seit November 2024 mögliche Blankoverordnung für bestimmte Schultererkrankungen: Hier entscheiden Physiotherapeuten innerhalb der geltenden Vorgaben selbst über die Auswahl der Heilmittel sowie die Häufigkeit und Dauer der Behandlung.
Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören beispielsweise aktive Übungen, medizinische Trainingstherapie, Atemtherapie, Massagetherapie sowie Wärme-, Kälte-, Elektro- und Wasseranwendungen. Die Auswahl richtet sich nach dem Befund und den jeweils geltenden Verordnungsvorgaben.
Behandlungspläne und Übungsprogramme erstellen
Bevor Physiotherapeuten die aktive Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten beginnen, erstellen sie zunächst einen Behandlungsplan auf Grundlage einer physiotherapeutischen Anamnese. Sie untersuchen also den Patienten im Vorfeld und überlegen sich, welche Anwendungen in welcher Dauer und Intensität am besten zum Ziel führen. Mit dieser Voreinschätzung entwickeln sie einen Plan, wie sie in der kommenden Zeit mit der Person arbeiten werden und welche Übungen er oder sie eventuell noch zu Hause selbst durchführen soll.
So können sie den voraussichtlichen Behandlungsbedarf einschätzen und die Therapie im Rahmen der geltenden Verordnung planen. Wie viele Sitzungen tatsächlich erforderlich sind, hängt auch vom individuellen Therapieverlauf ab.
Therapeutische Maßnahmen durchführen
Sobald ein Physiotherapeut erkannt hat, welche Maßnahmen dem Patienten helfen, führt er diese eigenständig durch. Dazu gehören beispielsweise Bewegungstherapie, Übungstherapie, Atemtherapie, Wärmetherapie, Kältetherapie, Wassertherapie, Elektroanwendungen und Massagen. Je nachdem, ob die Person die Übungen zusätzlich daheim durchführen soll, erklären Physiotherapeuten auch, wie man die Bewegungen richtig ausführt, um das richtige Ergebnis zu erzielen und Verletzungen zu vermeiden.
Behandlungsverläufe protokollieren und auswerten
Genauso wichtig wie das Vorbereiten und die Durchführung therapeutischer Maßnahmen ist die Nachbereitung von Behandlungen. Physiotherapeuten dokumentieren bei diesem Schritt, welche Erfolge sie bei ihren Sitzungen erzielt haben, sodass sie den Therapieverlauf gegebenenfalls anpassen können. Dies hilft ihnen auch dabei, zukünftige Behandlungen zu verbessern und effektiver zu arbeiten.
Weitere Aufgaben
Folgende Liste bietet eine Übersicht über die zahlreichen weiteren möglichen Aufgaben eines Physiotherapeuten:
- Patienten und Angehörige informieren und beraten
- Patienten dazu motivieren, Übungen selbstständig durchzuführen
- Funktionsstörungen untersuchen und behandeln
- Eigenständigen physiotherapeutischen Befund erheben und diesen unter Berücksichtigung der ärztlichen Diagnose für die Therapieplanung nutzen
- Gruppentraining und Kurse in Gesundheitsgymnastik konzipieren und durchführen (Osteoporose Training, Rückenschule, Schwangerschaftsgymnastik, Wassergymnastik)
- Seminare im Bereich betriebliche Gesundheitsvorsorge und -förderung anbieten
- Planung, Organisation und Durchführung von Sportphysiotherapeutischen Maßnahmen zum Zweck der Leistungssteigerung
- Eigenständigen physiotherapeutischen Befund erheben und diesen unter Berücksichtigung der ärztlichen Diagnose für die Therapieplanung nutzen
- Bei einer eigenen Praxis die Leitungs- und Organisationsaufgaben durchführen
Physiotherapeut – Arbeitszeiten
Deine Arbeitszeiten als Physiotherapeut hängen vor allem vom Arbeitsplatz ab. In vielen ambulanten Physiotherapiepraxen sind planbare Arbeitszeiten üblich, oft auch mit Terminen am frühen Morgen oder Abend. In Kliniken, Rehabilitationszentren und bei der Betreuung von Sportteams können je nach Einrichtung Wochenend- oder Feiertagsdienste anfallen. Als selbstständiger Physiotherapeut kannst Du Deine Termine grundsätzlich selbst organisieren, musst aber auch die Bedürfnisse Deiner Patienten sowie Verwaltungs- und Organisationsaufgaben berücksichtigen.
Physiotherapeut – Wo kann gearbeitet werden?
Physiotherapeuten können als Angestellte in verschiedenen Einrichtungen eine Anstellung finden. Dazu gehören zum Beispiel Krankenhäuser, Kliniken, Facharztpraxen, physiotherapeutische Praxen, Altenheime, Rehabilitationszentren oder Einrichtungen zur Pflege von Menschen mit Behinderungen. Auch in Sportstätten oder im Wellnesshotel können Physiotherapeuten eine Anstellung finden.
Alternativ können sich Physiotherapeuten selbstständig machen, eine eigene Praxis aufmachen oder mit anderen Therapeuten eine Gemeinschaftspraxis gründen. Die Verdienstchancen sind oft höher, allerdings ist auch das wirtschaftliche Risiko größer. Es gibt nach Angaben des Deutschen Verbands für Physiotherapie rund 212.000 berufstätige Physiotherapeuten in Deutschland (Stand 2025).
Wer eine eigene Praxis eröffnet und gesetzlich Versicherte auf Kassenrezept behandeln möchte, benötigt außerdem eine Zulassung als Heilmittelerbringer nach § 124 SGB V. Dafür müssen unter anderem die berufliche Qualifikation und eine geeignete Praxisausstattung nachgewiesen werden.
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Physiotherapeut – Weiterbildungsmöglichkeiten
Mit gezielten Weiterbildungen kannst Du Deine Behandlungskompetenzen als Physiotherapeut erweitern und Dich für spezielle Tätigkeiten qualifizieren. Typische Bereiche sind Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage, Krankengymnastik am Gerät sowie neurologische Behandlungskonzepte wie Bobath oder PNF. Für die Abrechnung bestimmter Leistungen mit gesetzlichen Krankenkassen können besondere Qualifikations- und Anerkennungsvoraussetzungen gelten. Daneben kommen kaufmännische Fortbildungen wie der Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen infrage. Eine Weiterbildung führt allerdings nicht automatisch zu einem höheren Gehalt.
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Häufige Fragen zu Physiotherapeuten
- Was ist ein Physiotherapeut?
- Was verdient man als Physiotherapeut?
- Was muss man als Physiotherapeut können?
- Was schreibe ich in eine Bewerbung für eine Stelle als Physiotherapeut?
- Welche Fächer hat man in der Ausbildung zum Physiotherapeuten?
- Was kann man nach der Ausbildung zum Physiotherapeuten machen?
Ein Physiotherapeut hilft Menschen dabei, ihre Bewegungsfähigkeit wieder herzustellen und damit den Heilungsprozess, beispielsweise nach einer Verletzung, zu fördern. Diese Arbeit verrichten sie meist in Physiotherapie-Praxen, aber auch in Kliniken und Reha-Zentren sind sie anzutreffen. Zu den gängigsten Therapie-Formen zählen Massagen, Übungen an Geräten, Atemtherapie, Wärme- oder Hydrotherapie. Als Physiotherapeut erstellt man für die Patienten außerdem Behandlungspläne und dokumentiert deren Fortschritte.
Insgesamt liegt ihr bundesweites Mediangehalt bei 3.452 monatlich.
Will man als Physiotherapeut arbeiten, sollte man empathisch und geduldig sein, keine Scheu vor Körperkontakt haben, gerne mit Menschen kommunizieren und interagieren sowie selbstständig arbeiten können. Ein grundsätzliches mathematisches Verständnis und Interesse an den medizinischen Zusammenhängen der menschlichen Anatomie sollte ebenfalls vorhanden sein.
In einer Bewerbung für eine Stelle als Physiotherapeut sollten das Bewerbungsschreiben, der Lebenslauf und wichtige Zeugnisse und Zertifikate enthalten sein. Im Anschreiben sollte man die persönliche Motivation mit den eigenen Fähigkeiten und den Anforderungen der Einrichtung oder Praxis verbinden, bei der man sich bewirbt. Im Lebenslauf listet man tabellarisch alle wichtigen Stationen des beruflichen und schulischen Werdegangs auf, beginnend bei dem aktuellsten Punkt. Mit Zeugnissen und Zertifikaten, beispielsweise zu abgeschlossenen Lehrgängen, untermauert man diese Stationen.
In der Ausbildung zum Physiotherapeuten wird man sowohl in theoretischen als auch in fachpraktischen Fächern unterrichtet. Zu den theoretischen Fächern zählen beispielsweise Anatomie und Physiologie, Krankheitslehre, angewandte Physik, Berufs- und Staatskunde sowie Trainings- und Bewegungslehre. Im fachpraktischen Unterricht kommen dann noch Bereiche wie Befunderhebung, Physiotherapeutische Behandlungstechniken, Massagetherapie und Bewegungserziehung hinzu.
Nach der Ausbildung zum Physiotherapeuten kann man in einer Physiotherapie-Praxis arbeiten, aber auch in Kliniken, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie in Reha-Zentren eingestellt sein. Auch die Selbstständigkeit ist mit einer Ausbildung zum Physiotherapeuten eine Option, die viele mit einer eigenen Praxis verwirklichen.
- Bundesministerium für Gesundheit, „Reform der Berufe in der Physiotherapie (Physiotherapieberufereformgesetz – PhyThBRefG). Referentenentwurf“, 26.10.2026, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/... (letzter Zugriff am 30.10.2026).
- Bundesministerium der Justiz, Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten (PhysTh-APrV) vom 06.12.1994, BGBl. I S. 3786 (letzter Zugriff am 30.10.2026).
- Bundesministerium der Justiz: Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG). https://www.gesetze-im-internet.de/... (letzter Zugriff: 30.10.2026).
- Bundesministerium für Gesundheit: Physiotherapieberufereformgesetz, Referentenentwurf vom 26.10.2026. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/... (letzter Zugriff: 30.10.2026).
- Verband der Ersatzkassen e. V., „Reform des Physiotherapieberufs: vdek begrüßt mehr Qualität in der Ausbildung, vermisst aber eine faire Lastenverteilung bei der Finanzierung“, Pressemitteilung, 27.10.2026, https://www.vdek.com/presse/pressemitteilungen/2026/referentenentwurf-phythbrefg-reform-des-physiotherapieberufs.html (letzter Zugriff am 30.10.2026).
- GKV-Spitzenverband, „Vereinbarungen im Bereich Physiotherapie: Vertrag nach § 125a SGB V über die Heilmittelversorgung mit erweiterter Versorgungsverantwortung in der Physiotherapie und deren Vergütung“, 01.11.2024, https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/ambulante_leistungen/heilmittel/125_physio/125_physiotherapie.jsp (letzter Zugriff am 30.10.2026).
- Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V., „Zahlen, Daten, Fakten zur Physiotherapie“, 28.12.2023, https://www.physio-deutschland.de/fileadmin/data/bund/Dateien_oeffentlich/Beruf_und_Bildung/Zahlen__Daten__Fakten/Zahlen_Daten_Fakten28.12.2023.pdf (letzter Zugriff am 30.10.2026).
- Bundesministerium der Justiz und Bundesamt für Justiz, „Gesetz über die Berufe in der Physiotherapie (Masseur- und Physiotherapeutengesetz – MPhG) vom 26. Mai 1994“, insbesondere §§ 10 und 12, zuletzt geändert durch Gesetz vom 12.12.2023, https://www.gesetze-im-internet.de/... (letzter Zugriff am 30.10.2026).
- Versorgungskassen: TVAöD, Entgelttabellen ab 01.05.2026. https://www.versorgungskassen.de/personalentgelte/besoldung-und-entgelt/entgelttabellen.html (letzter Zugriff: 30.10.2026).











