Gehalt als Masseur: Wie ist der Verdienst in der Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister und im Beruf? Welche Tarifverträge gibt es? Wie sieht es aus mit Unterschieden zwischen Bundesländern, Alter und Geschlecht, sowie Weiterbildungsmöglichkeiten für mehr Gehalt? Alles dazu gibt es hier im Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
- Einstiegsgehalt: etwa 2.500 Euro brutto/Monat
- Mediangehalt: rund 2.997 Euro brutto/Monat
- Öffentlicher Dienst (TVöD): meist Entgeltgruppe 4 bis 5 mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.953,13 € und 2.994,17 €
- Einflussfaktoren: Berufserfahrung, Qualifikation, Spezialisierung, Arbeitsort
Masseur – Gehalt in der Ausbildung
Die zweieinhalbjährige Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister erfolgt überwiegend schulisch und wird daher in der Regel nicht vergütet. Während öffentliche Schulen meist kostenfrei sind, können bei privaten Anbietern monatliche Gebühren von bis zu 500 Euro anfallen. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung, bestehend aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil.
Im Anschluss absolvieren die Auszubildenden ein halbjähriges Fachpraktikum in einer geeigneten Einrichtung. Die Vergütung in dieser Phase hängt vom jeweiligen Träger ab: In öffentlichen Einrichtungen erfolgt die Bezahlung üblicherweise nach dem Tarifvertrag für Praktikanten im öffentlichen Dienst (TVPöD) und beträgt seit dem 1. Mai 2026 monatlich 1.895,36 Euro brutto.
Masseur – Einstiegsgehalt
In der Regel liegt das Gehalt eines Masseurs zum Berufseinstieg bei 2.500 Euro brutto monatlich. Das Gehalt kann in der Privatwirtschaft frei ausgehandelt werden, im öffentlichen Dienst hingegen richtet sich das Gehalt nach Tarifverträgen.
Nachdem die Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt und das halbjährige Fachpraktikum absolviert wurde, können ausgebildete Masseure in das Berufsleben einsteigen und in verschiedenen Einrichtungen wie medizinischen Massage- und Physiotherapiepraxen, Wellnesszentren, Wellnesshotels, Schwimmbadanlagen mit angeschlossenem Wellnesszentrum, größeren Arztpraxen, sowie Kliniken und Pflegeeinrichtungen tätig werden.
Masseur – Gehalt nach Art der Einrichtung
Wie in den meisten Berufsfeldern des medizinischen Bereichs, so ist auch das Gehalt eines Masseurs stark davon abhängig, in welchem Bundesland dieser sich niedergelassen hat, über wie viel Berufserfahrung er verfügt, ob er seinen Beruf in Voll- oder Teilzeit ausübt, und wie breit der Kundenstamm gefächert ist. Vor allem spielt es jedoch eine entscheidende Rolle, ob ein Masseur einem Angestelltenverhältnis in einer öffentlichen, kirchlichen oder privaten Einrichtung nachgeht, oder ob dieser seinen Beruf auf selbstständiger Basis ausübt.
Gehalt bei öffentlichen / staatlichen Einrichtungen
Ist ein Masseur in einer staatlichen Einrichtung beschäftigt, erfolgt die Vergütung in der Regel nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Das Gehalt ist dabei festgelegt und richtet sich nach Qualifikation, Berufserfahrung sowie dem jeweiligen Bundesland. Berufseinsteiger werden meist in die Entgeltgruppen 4 oder 5 eingestuft und verdienen zwischen 2.953,13 € und 2.994,17 €.
Mit zunehmender Berufserfahrung sowie der Übernahme schwieriger Aufgaben wie Massage- oder Bäderbehandlung nach Schlaganfällen oder bei Kinderlähmung, sowie Massagebehandlung von frisch operierten Personen, ist ein Aufstieg innerhalb der jeweiligen Entgeltgruppe möglich.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
| E 15Ü | 7.062,92 € | 7.814,11 € | 8.525,72 € | 9.000,15 € | 9.110,86 € | |
| E 15 | 5.827,86 € | 6.208,96 € | 6.634,05 € | 7.214,39 € | 7.811,37 € | 8.204,11 € |
| E 14 | 5.298,27 € | 5.643,35 € | 6.094,01 € | 6.594,12 € | 7.151,57 € | 7.551,78 € |
| E 13 | 4.901,11 € | 5.279,32 € | 5.709,87 € | 6.177,31 € | 6.727,38 € | 7.025,87 € |
| E 12 | 4.415,70 € | 4.850,91 € | 5.359,50 € | 5.923,82 € | 6.586,00 € | 6.900,18 € |
| E 11 | 4.269,64 € | 4.669,92 € | 5.046,03 € | 5.454,10 € | 6.012,56 € | 6.326,77 € |
| E 10 | 4.124,53 € | 4.438,16 € | 4.794,69 € | 5.181,37 € | 5.611,95 € | 5.753,35 € |
| E 9c | 3.978,29 € | 4.249,97 € | 4.589,09 € | 4.958,59 € | 5.359,19 € | 5.487,80 € |
| E 9b | 3.833,50 € | 3.956,17 € | 4.267,03 € | 4.608,13 € | 4.983,57 € | 5.297,75 € |
| E 9a | 3.691,52 € | 3.917,37 € | 3.981,07 € | 4.196,35 € | 4.590,80 € | 4.746,88 € |
| E 8 | 3.486,40 € | 3.697,29 € | 3.843,36 € | 3.992,40 € | 4.153,50 € | 4.230,97 € |
| E 7 | 3.294,98 € | 3.537,94 € | 3.682,69 € | 3.828,76 € | 3.969,05 € | 4.045,24 € |
| E 6 | 3.240,30 € | 3.440,25 € | 3.580,46 € | 3.719,22 € | 3.855,50 € | 3.926,20 € |
| E 5 | 3.124,08 € | 3.318,04 € | 3.449,05 € | 3.587,78 € | 3.716,70 € | 3.783,33 € |
| E 4 | 2.994,17 € | 3.190,45 € | 3.355,14 € | 3.457,66 € | 3.560,17 € | 3.620,20 € |
| E 3 | 2.953,13 € | 3.164,20 € | 3.215,57 € | 3.332,99 € | 3.421,10 € | 3.501,81 € |
| E 2Ü | 2.787,52 € | 3.028,30 € | 3.116,51 € | 3.234,12 € | 3.314,92 € | 3.375,24 € |
| E 2 | 2.767,54 € | 2.975,32 € | 3.027,12 € | 3.101,04 € | 3.263,52 € | 3.433,49 € |
| E 1 | 2.543,55 € | 2.568,83 € | 2.611,69 € | 2.651,64 € | 2.754,50 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: Oeffentlichen-Dienst.de
Gehalt bei kirchlichen Einrichtungen
Einige wenige Masseure stehen jedoch auch in einem Arbeitsverhältnis mit einer kirchlichen Einrichtung wie der Diakonie oder der Caritas. Die Entlohnung erfolgt dann nach den sogenannten Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). Wie im Falle des TVöD, wird auch das Gehalt des AVR in stetig wiederkehrenden Tarifrunden angepasst. Eine Gehaltserhöhung ist somit wesentlich leichter zu erhalten als in nicht tariflich vergüteten Arbeitsverhältnissen. In den meisten Fällen ist die Bezahlung in Wohlfahrtsverbänden nach dem AVR an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) angelehnt und weicht somit nicht weit von diesem ab. So verdienen Masseure in Entgeltgruppe 4 zwischen 3.016,72 € und 3.299,09 €.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 |
| EG 1 | 2.374,05 € | 2.473,43 € | |||
| EG 2 | 2.666,23 € | 2.780,27 € | |||
| EG 3 | 2.825,21 € | 2.956,33 € | 3.087,44 € | ||
| EG 4 | 3.016,72 € | 3.157,91 € | 3.299,09 € | ||
| EG 5 | 3.257,22 € | 3.411,06 € | 3.564,92 € | 3.718,76 € | |
| EG 6 | 3.369,50 € | 3.529,26 € | 3.689,02 € | 3.848,79 € | |
| EG 7 | 3.761,31 € | 3.941,27 € | 4.127,12 € | 4.316,98 € | 4.413,36 € |
| EG 8 | 4.118,87 € | 4.327,88 € | 4.540,04 € | 4.752,18 € | 4.858,25 € |
| EG 9 | 4.497,47 € | 4.729,29 € | 4.961,12 € | 5.192,94 € | 5.308,86 € |
| EG 10 | 5.111,79 € | 5.375,28 € | 5.638,78 € | 5.902,27 € | 6.034,02 € |
| EG 11 | 5.804,69 € | 6.103,90 € | 6.403,09 € | 6.702,31 € | 6.851,92 € |
| EG 12 | 6.115,84 € | 6.431,09 € | 6.746,35 € | 7.061,60 € | 7.219,22 € |
| EG 13 | 6.911,43 € | 7.267,69 € | 7.623,94 € | 7.980,19 € | 8.158,34 € |
Gültig von 01.03.2025 bis 31.08.2026
Quelle: AVR Diakonie Gehaltstabelle
Gehalt bei privaten Einrichtungen
In privaten Einrichtungen kann das Gehalt eines Masseurs frei verhandelt werden, da keine Tarifbindung besteht. Der TVöD dient dabei oft als Orientierung. Das Mediangehalt für Masseure liegt insgesamt bei 2.997 Euro monatlich.
Viele Masseure entscheiden sich für die Selbstständigkeit. Hier variiert das Einkommen stark und hängt vor allem vom Kundenstamm sowie den festgelegten Preisen ab. Für eine klassische Massage werden in der Regel 40 bis 100 Euro pro Stunde berechnet. Allerdings müssen dabei auch laufende Kosten wie Miete, Anschaffungen und Instandhaltung berücksichtigt werden.
Masseur – Gehalt nach Bundesländern
Auch das Bundesland, in dem ein Masseur tätig ist, hat einen maßgeblichen Einfluss auf dessen Verdienst. Zahlen verdeutlichen, dass das Einkommen in den verschiedenen Bundesländern Deutschlands immer noch stark voneinander abweicht. Folgend sind die Mediangehälter der Bundesländer dargestellt:
Quelle: gehalt.de
In diesen Städten verdient man Besonders gut
Der Vergleich zwischen den einzelnen Bundesländern im Osten und Westen Deutschlands verdeutlicht, dass die Einkommensungleichheit noch immer allgegenwärtig ist. Doch betrachtet man die Gehälter der unterschiedlichen Regionen Deutschlands, so müssen auch die Lebensunterhaltskosten an den jeweiligen Standorten berücksichtigt werden. Denn vergleicht man die Gehälter zwischen ländlichen Regionen und Metropolen wie Frankfurt am Main, München oder Düsseldorf, so kommt man rasch zu dem Ergebnis, dass in Großstädten tendenziell die höchsten Gehälter gezahlt werden.
Quelle: Stepstone
Masseur – Gehalt nach Alter und Geschlecht
Für das Gehalt eines Masseurs spielt auch das Alter und somit die Berufserfahrung eine entscheidende Rolle, wenn es um das monatliche Einkommen geht. Doch vor allem die Verdienstlücke zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern macht sich noch immer deutlich im Portemonnaie bemerkbar.
Die Tabelle stellt die Gehälter nach Geschlecht und Alter, sowie im Gesamtmedian der jeweiligen Kategorie dar.
| Alterskategorie | weiblich | männlich | Gesamt |
| 25 - 54 Jahre | 2.743 € | 3.114 € | 2.890 € |
| 55 + Jahre | 2.992 € | 3.677 € | 3.267 € |
| Gesamt | 2.819 € | 3.270 € | 2.997 € |
Quelle: Entgeltatlas (Bundesagentur für Arbeit)
Masseur – Verdienst im Vergleich mit anderen Berufen
Verglichen mit ähnlichen Berufsfeldern, wie dem Beruf des Physiotherapeuten, schneidet das Berufsbild des Masseurs durchschnittlich ab. Im Vergleich mit anderen Berufen, zum Beispiel der Arbeit als Hebamme oder als Heilerziehungspfleger, ist das Gehalt von Masseuren jedoch eher gering.
| Beruf | Gehalt |
| Hebamme/Entbindungspfleger | 3.600 Euro |
| Heilerziehungspfleger | 4.263 Euro |
| Sporttherapeut | 3.513 Euro |
| Logopäde | 3.204 Euro |
| Atemtherapeut | 3.204 Euro |
| Physiotherapeut | 3.248 Euro |
| Masseur | 2.997 Euro |
Mehr Gehalt durch Weiterbildungen
Masseure haben vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und gute berufliche Perspektiven. Um mit den Entwicklungen in der Medizin- und Gesundheitsbranche Schritt zu halten, sind regelmäßige Fortbildungen unerlässlich.
Welche Weiterbildung gewählt wird, hängt vor allem von der gewünschten Spezialisierung ab. Besonders attraktiv ist eine verkürzte Ausbildung zum Physiotherapeuten, die im Schnitt 10 Prozent mehr Gehalt bringt. Diese kann – je nach Modell – in Voll- oder Teilzeit innerhalb von 9 bis 19 Monaten abgeschlossen werden.
Fachweiterbildung
Zu den gängigen Spezialisierungen zählen unter anderem manuelle Lymphdrainage, komplexe physikalische Entstauungstherapie, Sportphysiotherapie, manuelle Therapie, Weichteilorthopädie nach Cyriax sowie Prävention und Therapie von Osteoporose.
Darüber hinaus können zusätzliche Qualifikationen in Elektrotherapie, speziellen Massagetechniken oder Bewegungstherapie erworben werden. Diese erweitern das Leistungsspektrum und können sich positiv auf die Verdienstmöglichkeiten auswirken. Beispielsweise kann die Übernahme weiterer und schwieriger Aufgaben zu einer höheren Eingruppierung im TVöD führen.
Studium
Eine weitere Möglichkeit die Karriereleiter als erfolgreich ausgebildeter Masseur zu erklimmen, stellt ein Studium dar. Hat man sein Abitur in der Tasche oder verfügt über eine Hochschulzugangsberechtigung, so empfiehlt sich vor allem ein Studium im Bereich der Physiotherapie. Der Studiengang umfasst sowohl die Grundlagen der Medizin, als auch der Physiotherapie sowie der Psychologie und macht sich deutlich im Portemonnaie bemerkbar. Mit zunehmender Berufserfahrung schreitet die Gehaltsdifferenz tendenziell noch weiter fort.
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Häufige Fragen
- Wie viel verdient ein Masseur zum Einstieg?
- Wie hoch ist das Gehalt im öffentlichen Dienst?
- Lohnt sich die Selbstständigkeit als Masseur?
- Wie kann man sein Gehalt steigern?
Zum Berufseinstieg liegt das Gehalt meist bei 2.500 Euro brutto im Monat, abhängig von Arbeitgeber und Region.
Im öffentlichen Dienst erfolgt die Bezahlung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Masseure starten meist in den Entgeltgruppen 4 oder 5 und verdienen je nach Erfahrungsstufe rund 2.953,13 € bis 3.620,20 € brutto monatlich.
Die Selbstständigkeit kann lukrativ sein, bringt aber starke Einkommensschwankungen mit sich. Der Verdienst hängt vor allem vom Kundenstamm, Standort und Preisniveau ab.
Durch Berufserfahrung, Spezialisierungen (zum Beispiel Lymphdrainage oder Sportphysiotherapie) sowie zusätzliche Qualifikationen lässt sich das Einkommen deutlich erhöhen.
- Bundesagentur für Arbeit, Entgelt für den Beruf: Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in, https://web.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 21.04.2026)
- Bundesministerium des Inneren, Tarifvertrag für Praktikantinnen/Praktikanten des öffentlichen Dienstes (TVPöD), https://www.bmi.bund.de/... (letzter Zugriff am 21.04.2026)






