Was ein Logopäde verdient wird in folgendem Artikel beantwortet. Es werden ausführliche Informationen dargestellt zum Gehalt in der Ausbildung und im Beruf, Gehaltsunterschiede zwischen Bundesländern, Alter und Geschlecht, sowie zwischen den Einrichtungen und Tarifverträgen.
Das Wichtigste in Kürze
- Logopäden verdienen in Deutschland im Median rund 3.204 Euro brutto im Monat.
- Während der Ausbildung gibt es nicht immer eine Vergütung, da die Logopädie-Ausbildung häufig schulisch organisiert ist.
- Im öffentlichen Dienst richtet sich das Gehalt nach dem TVöD. Für staatlich anerkannte Logopäden kommt häufig die Entgeltgruppe E5 infrage; dort liegt das Monatsgehalt bei etwa 3.240,30 € bis 3.926,20 € brutto.
- Mehr Gehalt ist vor allem durch Berufserfahrung, Fortbildungen, Spezialisierungen, Leitungsaufgaben oder ein Studium möglich.
Logopäde – Gehalt in der Ausbildung
Da es sich bei der Ausbildung zum Logopäden um eine schulische Ausbildung handelt, wird diese in der Regel auch nicht vergütet. In öffentlichen Einrichtung wie einem kommunalen Krankenhaus, werden Logopäden in der Ausbildung hingegen nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Rechts für Auszubildende (TVAöD) vergütet:
| Ausbildungsjahr | Ausbildungsvergütung |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 1.365,24 Euro |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.425,30 Euro |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.522,03 Euro |
Gültig von 01.05.2026
Logopäde – Einstiegsgehalt
Zum Berufseinstieg erhalten Logopäden ein Gehalt von etwa 2.550 Euro brutto pro Monat. Nach der Ausbildung hängt die Höhe des Gehalts von Faktoren wie dem Arbeitsort, der Branche oder auch der Einrichtungsart ab. Denn wie bereits während der Ausbildung, so ist es auch als frisch gebackener Logopäde entscheidend für das monatliche Einkommen, ob man in einer öffentlichen, kirchlichen, oder privaten Einrichtung tätig ist.
Logopäde/in Stellenangebote
Logopäde – Gehalt nach Art der Einrichtung
Laut der Bundesagentur für Arbeit können Logopäden in der Regel mit einem mittleren Monatseinkommen von rund 3.204 Euro monatlich rechnen.
Logopäden haben die Möglichkeit, in öffentlichen/staatlichen Einrichtungen wie kommunalen Krankenhäusern, sowie in kirchlichen Einrichtungen wie der Diakonie oder der Caritas, oder in privaten Praxen tätig zu sein. Öffentliche beziehungsweise staatliche Einrichtungen sind in den meisten Fällen an tarifliche Gehaltsvorgaben gebunden, denn sie vergüten nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Gleiches gilt für kirchliche Einrichtungen, welche ebenfalls nach Tarifverträgen wie den Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) vergüten. Private Einrichtungen sind in der Regel nicht an tarifliche Vorgaben gebunden.
Gehalt bei öffentlichen / staatlichen Einrichtungen
Ist ein Logopäde bei einer staatlichen Einrichtung angestellt, so erfolgt in der Regel eine Vergütung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). In der Entgeltgruppe E6 ergibt sich für Logopäden ein monatliches Gehalt von rund 3.240,30 € bis 3.926,20 €. Erfüllen Logopäden schwierigere Aufgaben wie beispielsweise die Behandlung von Patienten nach Schlaganfällen, Gehirnoperationen oder mit Intelligenzminderungen, so kann die Einordnung in eine höhere Entgeltgruppe erfolgen.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
| E 15Ü | 7.062,92 € | 7.814,11 € | 8.525,72 € | 9.000,15 € | 9.110,86 € | |
| E 15 | 5.827,86 € | 6.208,96 € | 6.634,05 € | 7.214,39 € | 7.811,37 € | 8.204,11 € |
| E 14 | 5.298,27 € | 5.643,35 € | 6.094,01 € | 6.594,12 € | 7.151,57 € | 7.551,78 € |
| E 13 | 4.901,11 € | 5.279,32 € | 5.709,87 € | 6.177,31 € | 6.727,38 € | 7.025,87 € |
| E 12 | 4.415,70 € | 4.850,91 € | 5.359,50 € | 5.923,82 € | 6.586,00 € | 6.900,18 € |
| E 11 | 4.269,64 € | 4.669,92 € | 5.046,03 € | 5.454,10 € | 6.012,56 € | 6.326,77 € |
| E 10 | 4.124,53 € | 4.438,16 € | 4.794,69 € | 5.181,37 € | 5.611,95 € | 5.753,35 € |
| E 9c | 3.978,29 € | 4.249,97 € | 4.589,09 € | 4.958,59 € | 5.359,19 € | 5.487,80 € |
| E 9b | 3.833,50 € | 3.956,17 € | 4.267,03 € | 4.608,13 € | 4.983,57 € | 5.297,75 € |
| E 9a | 3.691,52 € | 3.917,37 € | 3.981,07 € | 4.196,35 € | 4.590,80 € | 4.746,88 € |
| E 8 | 3.486,40 € | 3.697,29 € | 3.843,36 € | 3.992,40 € | 4.153,50 € | 4.230,97 € |
| E 7 | 3.294,98 € | 3.537,94 € | 3.682,69 € | 3.828,76 € | 3.969,05 € | 4.045,24 € |
| E 6 | 3.240,30 € | 3.440,25 € | 3.580,46 € | 3.719,22 € | 3.855,50 € | 3.926,20 € |
| E 5 | 3.124,08 € | 3.318,04 € | 3.449,05 € | 3.587,78 € | 3.716,70 € | 3.783,33 € |
| E 4 | 2.994,17 € | 3.190,45 € | 3.355,14 € | 3.457,66 € | 3.560,17 € | 3.620,20 € |
| E 3 | 2.953,13 € | 3.164,20 € | 3.215,57 € | 3.332,99 € | 3.421,10 € | 3.501,81 € |
| E 2Ü | 2.787,52 € | 3.028,30 € | 3.116,51 € | 3.234,12 € | 3.314,92 € | 3.375,24 € |
| E 2 | 2.767,54 € | 2.975,32 € | 3.027,12 € | 3.101,04 € | 3.263,52 € | 3.433,49 € |
| E 1 | 2.543,55 € | 2.568,83 € | 2.611,69 € | 2.651,64 € | 2.754,50 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: Oeffentlichen-Dienst.de
Gehalt bei kirchlichen Einrichtungen
Auch für kirchliche Einrichtungen, wie der Diakonie und der Caritas, stellen Tarifverträge wie die Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) ein geeignetes Mittel dar, um Lohn- und Arbeitsbedingungen festzuschreiben. Wie im Falle des Tarifvertrages des öffentlichen Rechts (TVöD), wird auch das Gehalt des AVR in stetig wiederkehrenden Tarifrunden angepasst. Logopäden werden beispielsweise nach der Entgelttabelle der AVR Diakonie (ohne Nassau, Tarifgebiet Ost, Bayern und Hessen) in EG 7 mit 3.761,31 € bis 4.413,36 € vergütet.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 |
| EG 1 | 2.374,05 € | 2.473,43 € | |||
| EG 2 | 2.666,23 € | 2.780,27 € | |||
| EG 3 | 2.825,21 € | 2.956,33 € | 3.087,44 € | ||
| EG 4 | 3.016,72 € | 3.157,91 € | 3.299,09 € | ||
| EG 5 | 3.257,22 € | 3.411,06 € | 3.564,92 € | 3.718,76 € | |
| EG 6 | 3.369,50 € | 3.529,26 € | 3.689,02 € | 3.848,79 € | |
| EG 7 | 3.761,31 € | 3.941,27 € | 4.127,12 € | 4.316,98 € | 4.413,36 € |
| EG 8 | 4.118,87 € | 4.327,88 € | 4.540,04 € | 4.752,18 € | 4.858,25 € |
| EG 9 | 4.497,47 € | 4.729,29 € | 4.961,12 € | 5.192,94 € | 5.308,86 € |
| EG 10 | 5.111,79 € | 5.375,28 € | 5.638,78 € | 5.902,27 € | 6.034,02 € |
| EG 11 | 5.804,69 € | 6.103,90 € | 6.403,09 € | 6.702,31 € | 6.851,92 € |
| EG 12 | 6.115,84 € | 6.431,09 € | 6.746,35 € | 7.061,60 € | 7.219,22 € |
| EG 13 | 6.911,43 € | 7.267,69 € | 7.623,94 € | 7.980,19 € | 8.158,34 € |
Gültig von 01.03.2025 bis 31.08.2026
Quelle: AVR Diakonie Gehaltstabelle
Gehalt bei privaten Einrichtungen
Logopäden arbeiten größtenteils in freien Praxen und müssen ihr Gehalt somit individuell mit den Praxisinhaber verhandeln, denn im Gegensatz zu öffentlichen oder kirchlichen Einrichtungen, sind private Unternehmen nicht an tarifliche Gehaltsvorgaben gebunden. Sie vergüten entsprechend der Unternehmensgröße und Wirtschaftsstärke, meist jedoch wesentlich geringer als öffentliche oder kirchliche Einrichtungen. Des Weiteren spielt auch die Größe des Unternehmens eine wichtige Rolle, denn in der Regel gilt: Je größer das Unternehmen, desto höher das Gehaltsniveau.
Ausgelernte Logopäden haben jedoch auch die Möglichkeit ihren Beruf auf selbstständiger Basis auszuüben. Das Gehalt eines selbstständigen Logopäden ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Durchschnittlich kann man mit einem Reingewinn von rund 43.000 Euro rechnen.
Logopäde – Gehalt nach Bundesländern
Wie in den meisten Berufsfeldern ist auch der Standort des Arbeitgebers entscheidend wenn es um das monatliche Einkommen geht.
In der Abbildung sind die Durchschnittsgehälter der jeweiligen Bundesländer zu sehen.
Quelle: gehalt.de
In diesen Städten verdient man Besonders gut
Der bundesweite Vergleich verdeutlicht: Das Verdienstgefälle zwischen den einzelnen Bundesländern der Republik ist noch immer gravierend. Doch auch der Vergleich zwischen den einzelnen Städten und Kreisen Deutschlands verdeutlicht, dass auch hier ein starkes Gefälle herrscht.
In der Abbildung sind die Durchschnittsgehälter einiger Städte zu sehen.
Quelle: Stepstone
Logopäde – Gehalt nach Alter und Geschlecht
Für das monatliche Einkommen von Logopäden ist auch das Geschlecht äußerst entscheidend. Doch auch das Alter eines Logopäden schlägt sich auf dessen Gehalt aus, denn wer lange in einem Beruf tätig ist verfügt meist auch über wesentlich mehr Erfahrung in seinem Berufsfeld. Aufgrund dessen kann man mit zunehmendem Alter und Berufserfahrung auch von einem höheren monatlichen Einkommen ausgehen.
Die Tabelle zeigt die Medianwerte der Alterskategorien und Geschlechter, sowie die Gehälter nach Geschlecht und Alter getrennt.
| Alterskategorie | weiblich | männlich | Gesamt |
| < 25 Jahre | 3.166 € | keine Daten* | 3.166 € |
| 25 - 54 Jahre | 3.359 € | keine Daten* | 3.380 € |
| 55 + Jahre | 3.763 € | keine Daten* | 3.888 € |
| Gesamt | 3.347 € | 3.711 € | 3.374 € |
*keine Daten: Diese Kategorien können aufgrund einer zu geringen Datenzahl nicht dargestellt werden, da sie somit nicht aussagekräftig sind.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Entgeltatlas
Logopäde – Verdienst im Vergleich mit anderen Berufen
Geht es um das monatliche Einkommen, so schneiden Logopäden mit einem mittleren Monatseinkommen von 3.204 Euro im Vergleich zu ähnlichen Berufen nur mittelmäßig ab.
| Beruf | Gehalt |
| Hebamme/Entbindungspfleger | 3.600 Euro |
| Heilerziehungspfleger | 4.263 Euro |
| Sporttherapeut | 3.513 Euro |
| Logopäde | 3.204 Euro |
| Atemtherapeut | 3.204 Euro |
| Physiotherapeut | 3.248 Euro |
| Masseur | 2.997 Euro |
Mehr Gehalt durch Weiterbildungen
Nach der Ausbildung stehen Logopäden viele Arbeitsfelder offen, zum Beispiel Praxen, Kliniken, Reha-Zentren, Kindergärten oder Krankenhäuser. Wer sein Einkommen steigern möchte, kann sich fachlich spezialisieren. Zusatzqualifikationen verbessern die Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben, Spezialisierungen in Kliniken oder eine besser vergütete Tätigkeit in eigener Praxis.
Weiterbildung
Da sich Diagnostik und Therapie in der Logopädie ständig weiterentwickeln, sind regelmäßige Fortbildungen wichtig. Besonders sinnvoll sind Weiterbildungen in Bereichen wie Dysphagie, Neurologische Sprach- und Sprechstörungen, Stimm- und Atemtherapie, Lese-Rechtschreib-Störungen, Unterstützte Kommunikation, Elternberatung oder Gesprächsführung. Im öffentlichen Dienst kann eine höhere Verantwortung je nach Stelle auch eine höhere Eingruppierung ermöglichen: Nach TVöD B liegen zum Beispiel E7 bei etwa 3.294,98 € bis 4.045,24 € brutto monatlich und E8 bei etwa 3.486,40 € bis 4.230,97 € brutto monatlich.
Studium
Für Logopäden mit Hochschulzugangsberechtigung kann ein Studium ein weiterer Karriereschritt sein. Geeignet sind zum Beispiel ein Bachelor in Logopädie, Sprachtherapie, Therapiewissenschaften. Ein weiterführender Master in Logopädie, Klinischer Linguistik, Therapiewissenschaften oder Gesundheitsmanagement kann ebenfalls sinnvoll sein. Ein Studium kann vor allem für leitende Tätigkeiten, wissenschaftliche Arbeit, Lehre oder den Aufbau einer eigenen Praxis hilfreich sein.
Bei entsprechender Stelle im öffentlichen Dienst sind mit Bachelor- oder Leitungsaufgaben zum Beispiel Entgeltgruppen wie E9b bis E12 möglich; diese reichen im TVöD B von etwa 3.833,50 € bis 6.900,18 € brutto monatlich. Für Masterabsolventen mit wissenschaftlichen, leitenden oder konzeptionellen Aufgaben können Stellen in E13 bis E15 relevant sein; hier liegen die Werte bei etwa 4.901,11 € bis 8.204,11 € brutto monatlich.
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Häufige Fragen
- Wie viel verdient ein Logopäde?
- Wie hoch ist das Einstiegsgehalt als Logopäde?
- Bekommt man während der Logopädie-Ausbildung Gehalt?
- Verdienen Logopäden im öffentlichen Dienst mehr?
- Wie kann man als Logopäde mehr verdienen?
- Lohnt sich ein Studium für Logopäden?
Logopäden verdienen in Deutschland im Median rund 3.204 Euro brutto monatlich. Je nach Arbeitgeber, Berufserfahrung und Region kann das Gehalt niedriger oder höher ausfallen. In privaten Praxen sind die Gehälter oft individueller verhandelbar, während Kliniken und öffentliche Einrichtungen häufiger nach Tarif bezahlen.
Das Einstiegsgehalt liegt häufig bei etwa 2.550 Euro brutto im Monat.
Da die Ausbildung zum Logopäden häufig schulisch erfolgt, wird sie nicht in jedem Fall vergütet. Bei öffentlichen oder tarifgebundenen Ausbildungsträgern ist jedoch eine Ausbildungsvergütung möglich. Aktuell liegen die Werte bei etwa im ersten, im zweiten und im dritten Ausbildungsjahr brutto monatlich.
Oft verdienen Logopäden im öffentlichen Dienst besser. Im öffentlichen Dienst profitieren Logopäden von festen Tarifstrukturen, Erfahrungsstufen und regelmäßigen Gehaltssteigerungen.
Mehr Gehalt ist vor allem durch Berufserfahrung, Spezialisierungen und zusätzliche Verantwortung möglich. Sinnvolle Weiterbildungen sind zum Beispiel Dysphagietherapie, Stimmtherapie, Aphasie-Therapie, Kindersprache, Redeflussstörungen, Unterstützte Kommunikation oder Trachealkanülenmanagement. Auch Leitungspositionen oder die Selbstständigkeit mit eigener Praxis können das Einkommen erhöhen.
Ein Studium kann sich lohnen, vor allem wenn eine leitende Position, wissenschaftliche Tätigkeit, Lehre oder ein stärker akademischer Karriereweg angestrebt wird. Geeignete Studiengänge sind zum Beispiel Logopädie, Sprachtherapie, Therapiewissenschaften, Klinische Linguistik oder Gesundheitsmanagement. Ein Studium garantiert zwar kein höheres Gehalt, kann aber die Chancen auf besser vergütete Positionen verbessern.
- Bundesagentur für Arbeit, Entgelt für den Beruf: Logopäde/Logopädin, https://web.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 20.05.2026)
- VKA, Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) – Besonderer Teil Pflege -, https://vka.de/... (letzter Zugriff am 20.05.2026)






