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Eine strukturierte Sprechtherapie hilft Menschen mit einer Sprechstörung, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern oder nach einer Erkrankung wiederherzustellen. Dieser Artikel stellt die Einsatzgebiete und Methoden der Sprechtherapie vor und erklärt die Unterschiede zu anderen logopädischen Techniken wie der Sprach- und Stimmtherapie.
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Sprechtherapie – Definition
Bei der Sprechtherapie handelt es sich um eine Behandlungsform in der Logopädie (Sprachheilkunde). Sie kommt zum Einsatz, wenn der motorische Ablauf des Sprechens gestört ist.
Gelegentlich wird Sprechtherapie mit Sprach- oder Stimmtherapie verwechselt. Diese Methoden fokussieren jedoch auf andere Aspekte der Sprachbildung. Sprache und Sprechen werden von vielen Faktoren beeinflusst. Daher ist bei Auffälligkeiten der Sprach- und Lautbildung eine gründliche, fachkundige Anamnese und Untersuchung unerlässlich, um die Ursache der Störung sicher zu ermitteln und eine gezielte Behandlung zu planen. Je nach zugrunde liegender Problematik kann es notwendig sein, verschiedene Therapieformen zu kombinieren.
Sprechtherapie bieten in Deutschland sowohl Logopäden als auch medizinische Sprachheilpädagogen und Sprachtherapeuten an. Bei medizinisch relevanten Sprachstörungen und entsprechender ärztlicher Verordnung übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Therapiekosten, wobei die Versicherten meist eine anteilige Zuzahlung leisten müssen.
Sprechtherapie, Sprachtherapie oder Stimmtherapie?
Sprach- und Sprechstörungen können in jedem Lebensalter auftreten. Bei Kindern sind unter anderem die Gehirnreife, die geistige Entwicklung, motorische Fähigkeiten und das Hörvermögen ausschlaggebend für die Sprachentwicklung. Sie verläuft in Phasen, wobei vorübergehende Auffälligkeiten keine Seltenheit sind. Erwachsene erleiden Sprach- oder Sprechstörungen meist infolge von Krankheiten wie beispielsweise einem Schlaganfall oder einer Krebserkrankung im Bereich des Kehlkopfes.
Sprechtherapie adressiert die motorische Technik der Lautbildung. Bei der Ausatmung regulieren der Schlund, die Lippen und die Zunge den Atemstrom derart, dass aus einem ursprünglich unverständlichen Stimmlaut Silben und Wörter geformt werden, die das Gegenüber als Sprache verstehen kann. Dabei muss die Muskelspannung in den unteren Atemwegen angemessen eingestellt sein und der Sprecher muss die Geschwindigkeit des Sprechens mit dem Atemstrom koordinieren.
Bei der Sprachtherapie setzen sich Patient und Therapeut mit dem Sprach- und Lautverständnis auseinander. Damit die Wortbildung gelingt, muss das Gehirn zunächst alle Silben oder Laute des Wortes korrekt und in der richtigen Reihenfolge zusammenstellen. Bei Sprachbildungsstörungen wie der Aphasie gelingt das nicht. Das Gehirn erkennt gelesene oder gesprochene Wörter nicht mehr und kann auch nicht auf diese zurückgreifen, wenn der Sprecher sie äußern möchte. Dabei ist die Sprachmotorik an sich nicht beeinträchtigt (sofern nicht weitere Erkrankungen der Nerven oder Muskeln vorliegen).
Die Stimmbildung erfolgt, wenn Luft aus der Lunge durch die Stimmbänder im Kehlkopf strömt. Der dabei entstehende Laut wird durch die Artikulation, also die Lautformung beim Sprechen nach Vorgabe des Sprachmusters aus dem Gehirn, zu verständlicher Sprache geformt. Stimmtherapie fokussiert auf die Technik des Ausatmens. Sie kommt unter anderem bei Stimmbanderkrankungen und zum Erlernen einer „Ersatzsprache“ nach Kehlkopfentfernung zum Einsatz.
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Sprechtherapie – Sprechstörungen
Sprechtherapie ist die Behandlung der Wahl bei Sprechstörungen wie dem Stottern oder Poltern, bei denen die motorische Koordination im Rachen– und Mundraum inadäquat abläuft. Lispeln ist eine weitere, bekannte Sprechstörung, die durch eine Fehlplatzierung der Zunge entsteht. Beim Lispeln können S-Laute nicht adäquat gebildet werden. Auch Näseln kann häufig durch eine Sprechtherapie gelindert werden.
Wie Kinder sprechen lernen
Bereits im Mutterleib nehmen Kinder Klang und Melodie der Sprache in ihrer Umgebung wahr. Ab der Geburt trainieren sie ihre Muskulatur und lernen zunehmend, diese zur gezielten Lautbildung einzusetzen. Durch das wachsende Sprachverständnis und ihr Bedürfnis, mit ihrem Umfeld zu kommunizieren, entwickeln sie ihre eigene Sprache. Dabei gibt es große individuelle Schwankungen. Während manche Kinder schon vor dem ersten Geburtstag mit dem Sprechen beginnen, sagen andere mit zwei Jahren das erste verständliche Wort. Auch der Wortschatz kann um den 20. Lebensmonat zwischen 50 und 200 Wörtern variieren.
Sprechtherapie – Maßnahmen
Die Übungen zur Sprechtherapie passt der Therapeut an die individuellen Voraussetzungen und Ziele der Patienten an. Beim Stottern kann Fluency Shaping, eine Veränderung der Sprechweise, die Sprechflüssigkeit verbessern. Sie wird häufig mit der Stottermodifikation kombiniert, die akute Sprachblockaden löst und den Redefluss wiederherstellt.
Generell sind Übungen zur Artikulation, Sprechgeschwindigkeit und Koordination die Grundlage der Sprechtherapie. Ergänzend gibt es Sprechtherapie-Apps, die Betroffene beim Üben im häuslichen Umfeld unterstützen.
Passende Jobs in der Therapie
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- Redefluss, https://www.logopaletti.de/... (Abrufdatum: 23.06.2025)








