In Krankenhäusern, Operationszentren und vielen Arztpraxen kommen täglich wiederverwendbare Medizinprodukte zum Einsatz. Qualifizierte Fachkräfte reinigen, desinfizieren, prüfen, verpacken und sterilisieren diese nach festgelegten Verfahren. Technische Sterilisationsassistenten übernehmen dabei wichtige Aufgaben in der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, kurz AEMP. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit mit Medizinprodukten erfordert eine fundierte Ausbildung. Wie diese genau abläuft, welche Voraussetzungen mitzubringen sind und was der spätere Arbeitsalltag dann mit sich bringt, zeigt der folgende Beitrag.
Das Wichtigste in Kürze
- Mediangehalt: 2.917 Euro brutto pro Monat
- Einstiegsgehalt: 2.628 Euro brutto pro Monat
- Art der Qualifizierung: Berufsbegleitender Fachkundelehrgang (Fachkunde I)
- Dauer: Mindestens 120 Unterrichtsstunden sowie 150 Stunden Praktikum vor Lehrgangsbeginn und weitere 80 Stunden Praxis
- Voraussetzung: Je nach Bildungsstätte praktische Erfahrung oder Tätigkeit in einer AEMP, teilweise medizinische Berufsausbildung erwünscht
- Abschluss: DGSV-Zertifikat nach bestandener schriftlicher und mündlich-praktischer Prüfung
- Einsatzorte: Krankenhäuser, AEMP, ambulante Operationszentren, Arztpraxen und externe Aufbereitungsbetriebe
- Karrierechancen: Fachkunde II, Managementlehrgang zur Leitung einer AEMP oder Ausbildung zur Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung (FMA-DGSV)
Was macht ein Sterilisationsassistent?
Technische Sterilisationsassistenten bereiten wiederverwendbare Medizinprodukte nach festgelegten Qualitäts- und Hygienestandards auf. Zu ihren Aufgaben gehören Annahme, Reinigung, Desinfektion, Kontrolle, Pflege, Funktionsprüfung, Verpackung, Kennzeichnung und Dokumentation. Je nach Produkt folgt anschließend die Sterilisation. Autorisierte Beschäftigte prüfen die Prozessdaten und geben die aufbereiteten Medizinprodukte zur erneuten Nutzung frei. Weiterhin sind sie mit der Wartung und Pflege der eingesetzten Sterilisatoren und Desinfektionsapparate betraut. Außerdem bereiten sie genormt zusammengesetzte Instrumentensiebe vor, die nach definierter Art und Weise bestückt werden.
Sterilisationsassistent – Ausbildung
Der Weg zum Technischen Sterilisationsassistenten führt üblicherweise über den Fachkundelehrgang I. Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Berufsausbildung, sondern um eine berufliche Qualifizierung. Die DGSV bietet hierfür ein anerkanntes Lehrgangs- und Zertifizierungssystem an. Als umfangreichere Alternative besteht die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung, kurz FMA-DGSV. Sterilisationsassistenten brauchen mindestens Fachkunde I, verbessern ihre Berufschancen aber durch den Erwerb der Fachkunde II und weitere Lehrgänge noch zusätzlich. Den Fachkundelehrgang I absolvieren häufig Beschäftigte, die bereits in einer AEMP arbeiten. Dazu zählen beispielsweise Pflegefachpersonen, Operationstechnische Assistenten und Medizinische Fachangestellte. Eine medizinische Berufsausbildung kann den Einstieg erleichtern, ist jedoch nicht in jedem Fall die alleinige Zugangsvoraussetzung.

Zugangsvoraussetzungen
Die Zugangsvoraussetzungen für die Fortbildung Sterilisationsassistent bestehen in der Regel in einer abgeschlossenen Berufsausbildung im medizinischen Bereich, zum Beispiel als Krankenpfleger/in oder als OP-Pfleger/in. Eine abgeschlossene medizinische Berufsausbildung ist jedoch nicht generell erforderlich. Bildungsstätten können jedoch eigene Zulassungsbedingungen festlegen. Häufig verlangen sie praktische Erfahrungen oder einen bestehenden Arbeitsplatz in der Medizinprodukteaufbereitung.
Da es sich um einen sehr verantwortungsvollen Beruf handelt, sind ein gut ausgeprägter Sinn für Hygiene, technisches Interesse, große Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein persönliche Eigenschaften, die ein Sterilisationsassistent mitbringen sollte.
Darüber hinaus schreibt die DGSV vor, dass ein Praktikum mit einer Gesamtdauer von 150 Stunden vor Beginn des Lehrgangs absolviert werden muss. Dieses muss in einer Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) abgeleistet werden und ist bereits Teil des Tätigkeitskatalogs für die Fachkunde I.
Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Bevor für angehenden Sterilisationsassistenten der Lehrgang zur Fachkunde I beginnt, muss ein 150-stündiges Praktikum absolviert werden. Ein weiteres Praktikum im Umfang von insgesamt 80 Stunden erfolgt zwischen zwei Lehrgangsteilen und gehört gemeinsam mit dem ersten Praktikum und dem theoretischen Lehrgang zum Tätigkeitskatalog der Fachkunde I.
Jobbezeichnung führen - ab wann?
- Tätigkeitsbezeichnung: Nach erfolgreicher Fachkunde I lautet die Bezeichnung „Technische Sterilisationsassistentin“ beziehungsweise „Technischer Sterilisationsassistent“.
- Erweiterte Qualifikation: Die Fachkunde II führt zur Bezeichnung „Technische Sterilisationsassistentin mit erweiterter Aufgabenstellung“ beziehungsweise „Technischer Sterilisationsassistent mit erweiterter Aufgabenstellung“.
- Ausbildung: Die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung, kurz FMA-DGSV, bildet einen eigenständigen Qualifikationsweg.
- Leitungsqualifikation: Für Führungsaufgaben bietet die DGSV den Managementlehrgang zur Leitung einer AEMP an.
Ausbildungsinhalte
Während der Fortbildung zur Fachkunde Teil I werden an die zukünftigen Sterilisationsassistenten umfangreiche Kenntnisse vermittelt. Teilnehmende lernen die Eigenschaften, Funktionsweisen und Herstellerangaben verschiedener Medizinprodukte kennen. Dieses Wissen benötigen sie, um geeignete Reinigungs-, Desinfektions-, Prüf-, Verpackungs- und Sterilisationsverfahren auszuwählen. Die Risikoeinstufung des jeweiligen Medizinprodukts bestimmt, welche Aufbereitungsschritte erforderlich sind. Hierzu liegt ein Schwerpunkt der Ausbildung auf der Instrumentenkunde. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen und normativen Grundlagen. Dazu gehören die europäische Medizinprodukteverordnung, das Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz und die Medizinprodukte-Betreiberverordnung. Auch das Infektionsschutzgesetz, die Gefahrstoffverordnung und die Empfehlungen von KRINKO und BfArM spielen eine wichtige Rolle.
Außerdem werden grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Mikrobiologie und Krankenhaushygiene vermittelt. Auch die verschiedenen Verfahren zur Reinigung, Sterilisation und Desinfektion der Instrumente sowie die Organisation der Sterilgutversorgung und Grundlagen der Qualitätssicherung bilden Lehrgangsinhalte des Rahmenplans für alle Lehrgangsteilnehmer.
| Bereich | Inhalte und praktische Tätigkeiten |
|---|---|
| Einführung in die AEMP | Räumlichkeiten und Betriebsabläufe kennenlernen; Mentor zugewiesen bekommen; Unterweisung zu Arbeitsschutz, Gefahrstoffen und TRBA 250; Hygiene- und Desinfektionsplan kennenlernen; Qualitätsmanagement, Checklisten und Arbeitsanweisungen anwenden; Kommunikation mit Kunden und Schnittstellen der AEMP verstehen |
| Geräte und Dokumentation | Reinigungs- und Desinfektionsgeräte kennenlernen; Ultraschallreinigungsgerät bedienen; Siegelnahtgerät und Dampfsterilisator kennenlernen; Einblick in Niedertemperatursterilisation erhalten; EDV-Dokumentationssystem und weitere Geräte der AEMP nutzen |
| Reinigungs- und Desinfektionsbereich | Bereichs- und Schutzkleidung anlegen; hygienische Händedesinfektion durchführen; Geräte täglich in Betrieb nehmen; Prozesschemikalien kontrollieren; Medizinprodukte annehmen; mit Einwegprodukten umgehen; Instrumente für die maschinelle Aufbereitung vorbereiten; Beschickungswagen für Instrumente und Hohlkörper beladen; Medizinprodukte bei Bedarf manuell reinigen und desinfizieren; Chargen erfassen; Abweichungen dokumentieren |
| Packbereich | Arbeitsplätze vorbereiten; Siegelgerät und Dampfsterilisator in Betrieb nehmen; gereinigte Medizinprodukte aus dem RDG entnehmen; Packlisten aufrufen; Sichtkontrollen durchführen; mit Restverschmutzungen umgehen; Instrumente pflegen und auf Funktion prüfen; Siebe und Sets zusammenstellen; Instrumente mit Bogenware, Klarsichtfolie oder Containern verpacken |
| Bereich nach der Sterilisation | Bowie-Dick-Test kontrollieren und bewerten; bei einem nicht bestandenen Test korrekt reagieren; EDV-Programm und Barcodescanner nutzen; Chargen unter Anleitung aus dem Sterilisator entnehmen; Freigaben dokumentieren; bei Prozessfehlern oder einem Chargenabbruch richtig handeln |
| Optionaler Einblick | Innerhalb der 150 Praxisstunden kann eine eintägige Hospitation im Operationsbereich erfolgen. |
Gültig von 01.04.2026
Ausbildungsdauer
Der Fachkundelehrgang I umfasst mindestens 120 Unterrichtsstunden einschließlich Prüfung. Die zeitliche Dauer hängt vom Lehrgangsmodell ab. Kompakte Vollzeitangebote dauern häufig wenige Wochen, während berufsbegleitende Kurse mehrere Monate umfassen können. Hinzu kommen die erforderlichen praktischen Nachweise und Praxisaufträge. Vor Beginn der theoretischen Ausbildung ist ein Praktikum mit dem Umfang von 150 Stunden vorgeschrieben. Dieses muss in einer Aufbereitungsstätte für Medizinprodukte stattfinden. Hinzu kommen weitere 80 Stunden Praktikum zwischen zwei Lehrgangsteilen.
Ausbildungsorte
Die DGSV erkennt zahlreiche Bildungsstätten für die Ausbildung Sterilisationsassistent an, die über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind. Private Schulen, Krankenhäuser und Universitätskliniken sind unter den Bildungsstätten aufgelistet.
Ausbildungsabschluss
Die Fachkunde I endet mit einer Prüfung nach der jeweils geltenden DGSV-Prüfungsordnung. Diese umfasst üblicherweise einen schriftlichen sowie einen mündlich-praktischen Teil. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein Zeugnis und das entsprechende DGSV-Zertifikat.
Auch die Fachkunde-Lehrgänge II und die Weiterbildung zur Leitung einer ZSVA/AEMP DGSV® mit Managementaufgaben, werden mit jeweils einer eigenen Prüfung beendet, deren Aufbau sich teilweise ähnelt. Mit erfolgreicher Prüfung der Fachkunde I darf bereits die Berufsbezeichnung „Technischer Sterilisationsassistent“ geführt werden. Nach der Fachkunde Teil II lautet die Berufsbezeichnung „Sterilisationsassistent mit erweiterter Aufgabenstellung“.
Perspektiven nach der Ausbildung
Qualifizierte Beschäftigte in der Medizinprodukteaufbereitung arbeiten vor allem in Krankenhäusern, ambulanten Operationszentren und externen Aufbereitungsbetrieben. Zusätzliche Qualifikationen wie Fachkunde II oder die FMA-Ausbildung können die Einsatzmöglichkeiten erweitern. Die konkreten Berufschancen hängen vom regionalen Stellenmarkt und den Anforderungen des Arbeitgebers ab.
Sterilisationsassistent – Gehalt in der Ausbildung
Die Weiterbildung zum Sterilisationsassistenten wird in der Regel berufsbegleitend absolviert. Daher erhalten Teilnehmende meist kein klassisches Ausbildungsgehalt, sondern beziehen weiterhin das Gehalt ihres eigentlichen Berufs. Wie hoch das Einkommen während der Weiterbildung ausfällt, hängt somit von der ursprünglichen Qualifikation, dem Arbeitgeber und dem geltenden Tarifvertrag ab. Häufig absolvieren Gesundheits- und Krankenpfleger, Medizinische Fachangestellte oder Operationstechnische Assistenten den Fachkundelehrgang und werden während dieser Zeit regulär weiter vergütet. Das Gehalt von Gesundheits- und Krankenpflegern/-innen kann hier genauso ein Anhaltspunkt sein wie das Gehalt von Medizinischen Fachangestellten. In Einzelfällen übernimmt der Arbeitgeber zusätzlich die Kosten der Weiterbildung oder stellt die Teilnehmenden für einzelne Unterrichtsphasen bezahlt frei.
Sterilisationsassistent – Gehalt im weiteren Berufsleben
Nach der Weiterbildung können Sterilisationsassistenten zum Berufseinstieg mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsgehalt von 2.628 Euro rechnen. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Einkommen auf ein Mediangehalt von 2.917 Euro brutto pro Monat. In kommunalen Krankenhäusern erfolgt die Vergütung häufig nach dem TVöD VKA. Je nach Tätigkeitsbereich und Verantwortung werden Sterilisationsassistenten meist den Entgeltgruppen E 4 oder E 5 zugeordnet. Das monatliche Grundgehalt reicht dabei von 2.994,17 € (E 4, Stufe 1) beziehungsweise 3.124,08 € (E 5, Stufe 1) bis zu 3.620,20 € (E 4, Stufe 6) beziehungsweise 3.783,33 € (E 5, Stufe 6). Neben Berufserfahrung beeinflussen auch Arbeitgeber, Bundesland und zusätzliche Qualifikationen die Höhe des Gehalts.
Wie sich das Einkommen von Sterilisationsassistenten je nach Alter und Geschlecht unterscheidet, zeigt die folgende Tabelle.
| Alterskategorie | Weiblich | Männlich | Gesamt |
|---|---|---|---|
| < 25 Jahre | k. D. | k. D. | k. D. |
| 25-54 Jahre | 3005 € | 3103 € | 3053 € |
| 55+ Jahre | 3212 € | 3244 € | 3220 € |
| Gesamt | 3014 € | 3073 € | 3039 € |
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit
Weitere Infos zum Gehalt eines Sterilisationsassistenten findest Du hier:
Sterilisationsassistent – Aufgaben im Arbeitsalltag
Die Aufgaben von Sterilisationsassistenten sind mit einem hohen Maß an Verantwortung verbunden:
Aufbereitung sowie Sterilisation von Instrumenten
Zu den Hauptaufgaben eines Sterilisationsassistenten gehört die fach- und sachgerechte Aufbereitung und Sterilisation verschiedener Instrumente und Geräte. Diese können zum Teil sehr komplexe Funktionsweisen haben und unterscheiden sich zwischen verschiedenen Medizinprodukte-Herstellern und je nach Einsatzgebiet voneinander. Daher ist eine fundierte Kenntnis des Sterilguts Grundvoraussetzung.
Technische Sterilisationsassistenten beladen Reinigungs- und Desinfektionsgeräte sowie Sterilisatoren nach festgelegten Beladungsmustern. Dabei achten sie darauf, dass alle Flächen und Hohlräume für das jeweilige Verfahren erreichbar sind. Nur korrekt vorbereitete und geprüfte Medizinprodukte dürfen den weiteren Aufbereitungsprozess durchlaufen.
Kontrolle, Pflege und Funktionsprüfung
Eine weitere Aufgabe besteht für Sterilisationsassistenten in der Wartung und Pflege. Die häufige Wiederverwendung des Sterilguts kann mit der Zeit zu Funktionsausfall oder Beschädigungen führen. Um immer eine einwandfreie Funktionsweise sicherzustellen, muss das aufbereitete Sterilgut gepflegt und regelmäßig auf eine korrekte Funktionsweise überprüft werden.
Verpacken der gereinigten Teile
Beispielsweise in einem OP-Trakt findet sich eine Vielzahl verschiedener Instrumentensiebe mit von Sterilisationsassistenten vorbereiteten Instrumenten. Es ist mit größter Sorgfalt darauf zu achten, dass die geforderten Materialien jeweils vollzählig enthalten sind, damit im Notfall für das OP-Personal darauf Verlass ist, beim Öffnen eines Siebs auch alle erwarteten Instrumente vollständig und einwandfreiem Zustand vorzufinden.
Freigabe des aufbereiteten Sterilguts
Nach erfolgter Qualitätssicherung durch die Sterilisationsassistenten wird das Sterilgut zur Weiterverwendung freigegeben. Hierzu ist ein umfangreiches Qualitätsmanagement sicherzustellen.
Dokumentation des Aufbereitungsvorganges
Damit der Sterilisationsassistent im Zweifelsfall den reibungslosen und korrekten Ablauf der Sterilisations- und Desinfektionsverfahren jederzeit nachweisen kann, besteht eine wichtige Aufgabe darin, den gesamten Aufbereitungsvorgang korrekt und vollständig zu dokumentieren.
Sterilisationsassistent/in Stellenangebote
Sterilisationsassistent – Weiterbildungsmöglichkeiten
Mit dem Fachkunde-Nachweis zum Lehrgangsteil I darf die Berufsbezeichnung Sterilisationsassistent geführt werden. Darauf aufbauend können zusätzlich die Fortbildung Fachkunde II und die Weiterbildung zur Leitung einer Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) oder einer Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) mit Managementaufgaben angehängt werden.
Für die Bezeichnung „Technischer Sterilisationsassistent mit erweiterter Aufgabenstellung“ ist der Fachkunde-Lehrgang II zu absolvieren. Er schließt sich an eine mindestens sechsmonatige praktische Tätigkeit in einem Aufbereitungsbetrieb an und setzt damit den abgeschlossenen Fachkundelehrgang I voraus. Die Fachkunde II umfasst weitere 120 Stunden, in denen die Kenntnisse aus Teil I vertieft und um Inhalte wie Kommunikation, Mitarbeiteranleitung, -förderung und -beurteilung sowie Qualitätsmanagement ergänzt werden.
Die ehemalige Fachkunde III wurde mit Wirkung zum 01.01.2019 durch die Weiterbildung zur Leitung einer ZSVA/AEMP nach Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV ) mit Managementaufgaben ersetzt. Der „Managementlehrgang“ ist in mehrere Module untergliedert, die insgesamt aus mindestens 720 Unterrichtsstunden bestehen. Es gibt zwei Basismodule und fünf Fachmodule, die berufsbegleitend innerhalb eines Zeitraums von maximal drei Jahren abgeleistet werden. Begleitet wird der theoretische Teil von insgesamt drei Hospitationen in verschiedenen Einrichtungen. Jedes Modul wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Hinzu kommen noch eine Projektarbeit und sowie deren mündliche Präsentation. Die Teilnahme erfordert unter anderem eine abgeschlossene Berufsausbildung, eine geeignete fachliche Qualifikation und einschlägige Berufserfahrung in der Medizinprodukteaufbereitung.
Auf den Blöcken Fachkunde I und II und der Weiterbildung zur Leitung einer ZSVA/AEMP DGSV mit Managementaufgaben aufbauend, existieren noch einige Sachkunde-Lehrgänge, um weiterführende spezielle Kompetenzen zu erlangen.
Sterilisationsassistent – Arbeitszeiten
Als Sterilisationsassistent arbeitet man je nach Arbeitgeber zu unterschiedlichen Arbeitszeiten. In ambulanten Operationszentren, Arzt- oder Zahnarztpraxen sowie externen Aufbereitungsbetrieben sind häufig geregelte Arbeitszeiten während der üblichen Tageszeiten möglich. In Krankenhäusern und Universitätskliniken erfolgt die Tätigkeit dagegen oft im Schichtdienst, damit die Aufbereitung von Medizinprodukten rund um die Uhr sichergestellt ist. Ungeplante Überstunden können insbesondere dann anfallen, wenn Notfalloperationen, unerwartet viele Eingriffe oder technische Störungen zusätzliche Aufbereitungsprozesse erforderlich machen. Dadurch muss sichergestellt werden, dass jederzeit ausreichend sterile Medizinprodukte für die Patientenversorgung zur Verfügung stehen.
Sterilisationsassistent – Wo kann gearbeitet werden?
In den meisten Fällen sind Sterilisationsassistenten in den entsprechenden Fachabteilungen von verschiedenen Krankenhäusern beschäftigt. Dazu gehören beispielsweise die Zentralsterilisation oder der Operationstrakt. Auch in speziellen Fachabteilungen wie zum Beispiel der Endoskopie kann ein Sterilisationsassistent angestellt sein. Weiterhin werden in ambulanten Operationszentren oder größeren Gemeinschaftspraxen Sterilisationsassistenten gebraucht. Viele Krankenhäuser lagern den kompletten Sterilisationsbereich aber aus Kostengründen aus. In externen Aufbereitungsstätten finden Sterilisationsassistenten ebenfalls Beschäftigung.
Passende Stellenangebote für Sterilisationsassistenten finden
Auf der Suche nach passenden Jobs als Sterilisationsassistent? Hier geht es direkt zur Suche in unserem Stellenportal von Medi-Karriere mit aktuellen Stellenangeboten für Sterilisationsassistenten/-innen aus ganz Deutschland.
Wenn Dir unsere Artikel gefallen und Du keine neue Veröffentlichung verpassen möchtest, dann kannst Du hier mit nur einem Klick medi-karriere.de zu Deinen präferierten Quellen bei Google hinzufügen.
Häufige Fragen zur Sterilisationsassistenten-Ausbildung
- Was macht ein Sterilisationsassistent im Berufsalltag?
- Welche Voraussetzungen benötigt ein Sterilisationsassistent?
- Wie viel verdient ein Sterilisationsassistent?
- Welche Weiterbildungsmöglichkeiten hat ein Sterilisationsassistent?
Ein Sterilisationsassistent bereitet Medizinprodukte fachgerecht auf und sorgt dafür, dass sie sicher wieder eingesetzt werden können. Dazu gehören Reinigung, Desinfektion, Kontrolle, Verpackung, Sterilisation und Dokumentation.
Ein Sterilisationsassistent benötigt für den Fachkundelehrgang I je nach Bildungsstätte unterschiedliche Voraussetzungen. Häufig werden praktische Erfahrungen in einer AEMP oder eine Tätigkeit im medizinischen Bereich erwartet.
Ein Sterilisationsassistent verdient im Median 2.917 Euro brutto pro Monat. Zum Berufseinstieg liegt das durchschnittliche Gehalt bei 2.628 Euro brutto monatlich.
Ein Sterilisationsassistent kann sich mit der Fachkunde II, dem Managementlehrgang zur Leitung einer AEMP oder der Ausbildung zur Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung (FMA-DGSV) weiterqualifizieren. Dadurch eröffnen sich zusätzliche Aufgabenbereiche und bessere Karrierechancen.
- Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV), Fachkunde I, https://www.dgsv-ev.de/... (letzter Zugriff am 14.07.2026).
- Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV), Tätigkeitskatalog Fachkunde I-A (Stand: März 2026), https://www.dgsv-ev.de/... (letzter Zugriff am 14.07.2026).
- Robert Koch-Institut (RKI), Medizinprodukte und Aufbereitung von Medizinprodukten, https://www.rki.de/... (letzter Zugriff am 14.07.2026).








