Karrierewege MTA: Weiterbildungen im Überblick

Karrierewege MTA

Ausbildungstyp

Duale Ausbildung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsdauer

Mittlerer Schulabschluss

737 freie Jobs als Medizinisch-technische/r Assistent/in (MTA)

Der Beruf der Medizinisch-technischen Assistenten (MTAs) bietet ein vielseitiges Tätigkeitsfeld und zahlreiche Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung. Mit gezielten Weiterbildungen können MTAs ihr Fachwissen vertiefen und sich in spezialisierten Bereichen wie der Radiologie, Labordiagnostik oder Funktionsdiagnostik weiterqualifizieren. Dadurch eröffnen sich neue Perspektiven, die sowohl fachlich als auch karrieretechnisch spannende Möglichkeiten bieten.

Im Folgenden gibt es einen Überblick zu den Karrierewegen für MTA sowie zu den verschiedenen Möglichkeiten, wie sich die Karriere in diesem Beruf individuell gestalten lässt.

Karrierewege MTA – Ausbildung und Berufsstart

Um den Beruf des Medizinisch-technischen Assistenten (MTA) zu ergreifen, führt der klassische Weg über eine dreijährige staatlich anerkannte Ausbildung. Diese Ausbildung basiert auf den Vorgaben des „Gesetzes über technische Assistenten in der Medizin“ sowie der dazugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Nur wer diese Ausbildung erfolgreich abschließt, darf die Berufsbezeichnung MTA führen.

An dieser Stelle wichtig zu erwähnen: Seitdem das MTA-Reformgesetz 2023 in Kraft getreten ist, heißen MTA jetzt “Medizinischer Technologe (MT). Auch die einzelnen Spezialisierungen haben angepasste Namen erhalten. Der Einfachheit halber verwendet dieser Text aber die alten Berufsbezeichnungen.

Innerhalb der MTA-Ausbildung gibt es vier Spezialisierungsrichtungen:

Die reguläre Ausbildung dauert drei Jahre und besteht aus einer Kombination aus theoretischem Unterricht und praktischen Einsätzen in Kliniken, Labors oder anderen Einrichtungen.

Ausbildungsplätze als Medizinisch-technische/r Assistent/in (MTA)

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Medizinisch-technische/r Assistent/in (MTA)

Egal, über welche Spezialisierung man in den Beruf der Medizinisch-technischen Assistenten (MTA) eingestiegen ist – der erste Schritt besteht darin, praktische Erfahrungen zu sammeln. Gerade in den ersten Berufsjahren zeigt sich, welche Fachbereiche besonders interessieren oder welches Arbeitsumfeld am besten passt. Sobald man für sich eine klare berufliche Richtung definiert hat, ist es sinnvoll, sich nach passenden Weiterbildungen oder Spezialisierungen umzusehen, um die eigenen Kenntnisse zu vertiefen.

Karrierewege MTA

Karrierewege MTA Mobile

Karrierewege MTA – Weiterbildungen

Für Medizinisch-technische Assistenten (MTAs) eröffnen sich vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Zum einen kann man sich durch Spezialisierungen in bestimmten diagnostischen oder therapeutischen Bereichen weiter qualifizieren und gezielt in einer speziellen Nische arbeiten. Zum anderen steht MTAs, die sich für Führungsaufgaben interessieren, der Weg in leitende Positionen offen, beispielsweise in Labor- oder Abteilungsleitungen. Zudem gibt es zahlreiche berufliche Optionen in der Forschung, im Qualitätsmanagement oder in administrativen Funktionen innerhalb des Gesundheitswesens.

Karriere mit fachlicher Spezialisierung

Medizinisch-technische Assistenten (MTAs) haben die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in verschiedenen Fachbereichen zu vertiefen und sich auf spezifische Aufgaben zu spezialisieren. Diese Weiterbildungen erlauben es MTAs, sich beruflich weiterzuentwickeln und in Arbeitsfeldern tätig zu werden, die ihren Interessen und Zielen entsprechen. Dazu gehören unter anderem:

  • Radiologieassistent: In dieser Spezialisierung liegt der Fokus auf der Durchführung und Überwachung bildgebender Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT. Radiologieassistenten arbeiten eng mit Ärzten zusammen, um präzise Diagnosen zu ermöglichen.
  • Strahlenschutzbeauftragte: MTAs mit dieser Qualifikation sind dafür verantwortlich, die Einhaltung der Strahlenschutzvorschriften in Kliniken, Laboren oder Forschungseinrichtungen sicherzustellen. Dazu gehört sowohl die Schulung von Kollegen als auch die Überwachung von Strahlenquellen und Schutzmaßnahmen.
  • Hygienebeauftragte: Diese Weiterbildung befähigt MTAs, Hygienepläne zu erstellen, deren Umsetzung zu überwachen und Schulungen durchzuführen, um Infektionsrisiken in medizinischen Einrichtungen zu minimieren.
  • Immunologe: MTAs, die sich auf Immunologie spezialisieren, arbeiten an der Analyse von Immunantworten, erforschen Krankheitsmechanismen und entwickeln neue Ansätze für Diagnostik und Therapie in der Immunmedizin.
  • Kardiotechniker: In diesem Bereich unterstützen MTAs bei der Herzchirurgie und der Betreuung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dazu gehört unter anderem die Bedienung von Herz-Lungen-Maschinen und anderer spezialisierter Technik im Operationssaal.
  • Zytologieassistent: Diese Spezialisierung fokussiert sich auf die mikroskopische Untersuchung von Zellproben, etwa zur Krebsfrüherkennung. Zytologieassistenten spielen eine entscheidende Rolle in der Pathologie und der präventiven Diagnostik.
  • Studienassistent für klinische Forschung: MTAs, die in die klinische Forschung wechseln möchten, können sich in diesem Bereich weiterbilden. Sie unterstützen bei der Planung, Durchführung und Dokumentation klinischer Studien, um neue Medikamente oder Therapien zu testen.
  • Onkologischer Fachassistent: MTAs mit dieser Spezialisierung arbeiten eng mit Patienten zusammen, die an Krebs erkrankt sind. Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Ärzten, Patienten und Angehörigen. Darüber hinaus verfügen sie über fundierte Kenntnisse zu Krebserkrankungen und begleiten sowohl die Therapie als auch die emotionale Unterstützung der Betroffenen.

Jede dieser Spezialisierungen bietet nicht nur spannende Arbeitsfelder, sondern auch die Möglichkeit, gezielt auf persönliche Interessen einzugehen und sich langfristig beruflich weiterzuentwickeln.

Medizinisch-technische/r Assistent/in (MTA) Stellenangebote

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Karriere als Führungskraft

Neben den Spezialisierungen bietet sich für Medizinisch-technische Assistenten (MTAs) die Möglichkeit, in Führungsrollen oder in der Ausbildung tätig zu werden. In solchen Positionen liegt der Fokus weniger auf der direkten Arbeit mit Patienten, sondern stärker auf organisatorischen oder administrativen Tätigkeiten. Ein Vorteil dieser Laufbahn ist, dass Schichtdienste häufig entfallen und die Arbeit in der Regel zu festen Bürozeiten stattfindet. Solche Karrierepfade sind ideal für MTAs, die ihr praktisches Wissen aus der Medizintechnik weiterhin nutzen möchten, dabei aber neue Schwerpunkte setzen wollen.

  • Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen: In dieser Position übernimmt man die organisatorische Leitung von Abteilungen oder Teams, z. B. in Kliniken, Laboren oder anderen medizinischen Einrichtungen. Man sorgt dafür, dass wirtschaftliche, rechtliche und personelle Prozesse reibungslos ablaufen.
  • Medizintechniker: Wer sich auf die technische Entwicklung und Betreuung medizinischer Geräte spezialisieren möchte, kann sich zum Medizintechniker weiterbilden. Hier liegt der Fokus auf der Wartung, Prüfung und Optimierung von medizintechnischen Anlagen sowie auf der Schulung von Mitarbeitern.
  • Regulatory Affairs Manager: MTAs mit dieser Qualifikation arbeiten in der Zulassung und Überwachung medizinischer Produkte. Dieser sorgt dafür, dass Geräte und Verfahren die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, und begleitet regulatorische Prozesse in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Behörden.
  • Qualitätsmanager:  Als Qualitätsmanager ist man dafür zuständig, die Qualitätsstandards in medizinischen Einrichtungen sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Dies umfasst die Überprüfung von Prozessen, die Einhaltung von Hygienevorschriften und die kontinuierliche Verbesserung der Patientensicherheit.
  • Gesundheitsmanager: MTAs, die sich für organisatorische und strategische Aufgaben interessieren, können als Gesundheitsmanager tätig werden. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Planung, Steuerung und Optimierung von Abläufen in Kliniken, Laboren oder anderen Gesundheitseinrichtungen, um eine effiziente und qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten.

Diese Karrieremöglichkeiten eröffnen MTAs spannende Perspektiven, die über die praktische Arbeit hinausgehen und es ermöglichen, neue Schwerpunkte in der eigenen beruflichen Laufbahn zu setzen.

Karriere in Forschung und Verwaltung

Wer wissenschaftlich arbeiten möchte, hat die Möglichkeit, diesen Karriereschritt mit einem Studium oder einer gezielten Weiterbildung umzusetzen. Beide Optionen eröffnen Einblicke in die wissenschaftlichen Hintergründe medizinischer Prozesse und vermitteln fortgeschrittene Fähigkeiten, die in Forschung und Entwicklung gefragt sind. Mögliche Karrieren in Forschung und Verwaltung können unter anderem die folgenden Berufe sein:

  • Study Nurse: In dieser Rolle arbeitet man eng an der Durchführung klinischer Studien und trägt dazu bei, neue Therapien und medizinische Verfahren zu entwickeln. Study Nurses übernehmen die Koordination von Studienabläufen und sorgen für deren Einhaltung nach wissenschaftlichen Standards.
  • Clinical Research Associate (CRA): Als CRA ist man für die Planung, Überwachung und Dokumentation klinischer Studien verantwortlich. Diese Tätigkeit erfordert ein tiefes Verständnis der Forschung und eine präzise Arbeitsweise, um Studienprotokolle und regulatorische Anforderungen sicherzustellen.
  • Medizinpädagoge: Diese Weiterbildung ermöglicht es MTAs, im Bereich der Lehre tätig zu werden. Medizinpädagogen bilden zukünftige Fachkräfte aus, indem sie ihr Wissen und ihre praktische Erfahrung weitergeben, und tragen so zur Qualifizierung des medizinischen Nachwuchses bei.
  • Biotechnologe: Mit einer Spezialisierung in der Biotechnologie arbeiten MTAs an der Schnittstelle zwischen Medizin und Forschung. Sie entwickeln und testen neue biotechnologische Verfahren, die sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie eingesetzt werden können.
  • Medizincontroller: In dieser Position liegt der Schwerpunkt auf der Analyse und Optimierung von Abläufen in Gesundheitseinrichtungen. Medizincontroller überwachen Kosten, Ressourcen und die Einhaltung von Qualitätsstandards, um eine effiziente Patientenversorgung sicherzustellen.

Diese Karrieremöglichkeiten ermöglichen es MTAs, ihre praktischen Erfahrungen in neuen Bereichen einzusetzen und dabei spannende und verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen.

Karrierewege MTA – Alternative Arbeitszeitmodelle

Im Berufsleben eines Medizinisch-technischen Assistenten (MTA) gibt es verschiedene Arbeitszeitmodelle, die sich individuell an persönliche Bedürfnisse anpassen lassen. Neben der klassischen Vollzeitstelle entscheiden sich viele MTAs beispielsweise für Teilzeit, um Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Eine weitere Option ist Gleitzeit, bei der man innerhalb bestimmter Kernzeiten flexibel beginnen und enden kann, was vor allem für MTAs in Laboren oder administrativen Bereichen praktisch ist. Wer jedoch kein Problem mit unregelmäßigen Arbeitszeiten hat, kann in Schichtarbeit tätig sein – zum Beispiel in Kliniken oder in der Radiologie, wo Patientenversorgung rund um die Uhr gefragt ist.

Rufbereitschaft ist in vielen Bereichen der Medizintechnik üblich. Dabei ist man außerhalb der regulären Arbeitszeiten abrufbereit und wird nur bei Bedarf eingesetzt, was vor allem in Notfallsituationen oder bei technischen Störungen von Geräten wichtig ist. Für MTAs, die projektbezogen arbeiten möchten, bietet sich projektbasierte Arbeit oder eine Honorartätigkeit an. In solchen Modellen ist man oft für bestimmte Projekte oder Auftraggeber tätig, z. B. im Rahmen klinischer Studien, in der Forschung oder bei der Implementierung neuer medizinischer Technologien.

Das Homeoffice ist ebenfalls für diejenigen eine Option, die im Bereich Dokumentation, Qualitätssicherung oder Regulatory Affairs tätig sind. Hier lässt sich ein Großteil der Arbeit ortsunabhängig erledigen, was eine hohe Flexibilität ermöglicht.

Karrierewege MTA – Gehalt

Wie sich das Gehalt nach einer Weiterbildung für Medizinisch-technische Assistenten (MTAs) entwickelt, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Generell ist jedoch davon auszugehen, dass mit der Übernahme einer anspruchsvolleren Position und der Erweiterung des eigenen Fachwissens auch eine Gehaltserhöhung einhergeht. Die genaue Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der gewählten Spezialisierung, dem Tätigkeitsbereich und der Art der Einrichtung.

In der Regel bieten größere Kliniken oder öffentliche Einrichtungen, die an Tarifverträge gebunden sind, oft höhere Gehälter als private Labore oder kleinere Arbeitgeber. Auch der Standort, die Berufserfahrung und die zusätzlichen Qualifikationen spielen eine wichtige Rolle bei der Gehaltsentwicklung.

Passende Stellenangebote für MTA

Interesse an einer passenden Stelle als MTA? Bei Medi-Karriere gibt es zahlreiche MTA-StellenangeboteStellen für Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen oder Jobs für Kardiotechniker.

Quellen
  1. Deutsches Institut zur Weiterbildung für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin e.V., https://diw-mta.de/... (Abrufdatum: 27.01.2025)
  2. Weiterbildungen für Medizinisch-Technische Assistenten / Assistentinnen (MTA), https://www.kursfinder.de/... (Abrufdatum: 27.01.2025)
  3. Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V., https://dvta.de/... (Abrufdatum: 27.01.2025)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Redaktion
Jana Swientek
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Redakteurin