Veterinärmedizinisch Technischer Assistent (VMTA)

Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) – Ausbildung, Beruf und Gehalt

Befinden sich gesundheitsschädliche Keime in der Milch? Ist das für den menschlichen Verzehr bestimmte Fleisch frei von Medikamentenrückständen? Solche Fragen gehören zum Berufsalltag von Veterinärmedizinisch-technische Assistent/innen, kurz VMTA. Als Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) ist man vorrangig auf Laboruntersuchung in der Tiermedizin und in der Lebensmittelanalytik spezialisiert. Abhängig vom jeweiligen Arbeitgeber untersucht man dabei entweder Lebensmittelproben oder Proben von lebenden Tieren. VMTAs entnehmen zum Beispiel Gewebeproben und präparieren diese, legen Bakterienkulturen an, und führen Untersuchungen durch. Auf diese Weise helfen sie, Krankheiten und Tierseuchen zu diagnostizieren.

Mehr zum Beruf, zur VMTA-Ausbildung sowie zum Gehalt ist hier zusammengetragen.

Inhalt

Ausbildung Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA)- Voraussetzungen, Inhalt, Dauer

Wer als Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) arbeiten möchte, absolviert eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Die theoretische Ausbildung wird dabei durch Praxiseinheiten in schuleigenen Laboren sowie durch Berufspraktika ergänzt. Die VMTA-Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.

Vorausgesetzt wird mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss. Zur Ausbildung zugelassen wird aber auch, wer nach dem Hauptschulabschluss bereits eine Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer abgeschlossen hat. Die meisten Berufsfachschulen führen zudem ein Aufnahmeverfahren durch. Bewerber sollten gute schulische Leistungen, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern, vorweisen können. Die gesundheitliche Eignung ist wie bei allen Berufen im Gesundheitswesen durch ein ärztliches Attest bzw. durch ein Gesundheitszeugnis des örtlichen Gesundheitsamtes zu belegen.

Einige Berufsfachschulen führen auch Eignungstests durch. Neben den schulischen Leistungen wird dabei die persönliche Eignung der Bewerber bewertet. Wichtig für den späteren Beruf sind zum Beispiel ein gutes naturwissenschaftliches Verständnis und die Fähigkeit, Fachliteratur zu verstehen und richtig anzuwenden. Der Umgang mit empfindlichen veterinärmedizinischen Proben erfordert darüber hinaus eine hohe Genauigkeit. Wer als Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) arbeiten möchte, sollte daher über eine gute Hand-Augen-Koordination und eine hohe Konzentrationsfähigkeit verfügen. Laboruntersuchungen müssen äußerst exakt durchgeführt werden, ein hohes Maß an Sorgfalt gehört daher ebenfalls zu den Grundvoraussetzungen für diesen Beruf. Auch die Kommunikationskompetenz und das technische Verständnis der Ausbildungsanwärter wird im Bewerbungsgespräch geprüft. Schließlich sollten die Bewerber ein großes Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Im späteren Berufsalltag bilden ihre Untersuchungsergebnisse oft die Grundlage für weitreichende Entscheidungen, etwa darüber, welche Lebensmittel verzehrbar sind.

Der theoretische Teil der Ausbildung umfasst in erster Linie die Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und auch Latein, um die relevanten Fachbegriffe zu erlernen. Im praktischen Teil werden die Auszubildenden an die Arbeit mit veterinärmedizinischen Proben und Bakterienkulturen herangeführt. Sie lernen, welche Proben man für welche Untersuchung benötigt, wie man unterschiedliche Proben entnimmt, für die Untersuchung vorbereitet und analysiert. Auch die gewissenhafte Dokumentation der Befunde steht auf dem Stundenplan.

Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) Ausbildung Gehalt

Schulische Ausbildungen werden in Deutschland generell nicht vergütet. Das gilt auch für die VMTA-Ausbildung. Um die Lebenshaltungskosten und eventuelle Schul- und Prüfungsgebühren zu decken, können Auszubildende BAföG-Förderung beantragen. Ob BAföG-Berechtigung besteht, entscheidet sich in Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern, dem eigenen Verdienst sowie der persönlichen Wohnsituation.

Der Beruf Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) – Tätigkeiten und Alltag

Als Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) mit abgeschlossener Ausbildung ist man zum Beispiel bei folgenden Arbeitgebern tätig:

  • in Tierkliniken und größeren Tierarztpraxen mit eigenem Labor
  • in veterinärmedizinischen Labors
  • in Landesuntersuchungsämtern
  • in den Kontrolllabors von Molkereien, Schlachthöfen und lebensmittelverarbeitenden Betrieben

Die Aufgaben im Berufsalltag hängen vom jeweiligen Arbeitgeber ab. In Tierkliniken und Tierarztpraxen sowie veterinärmedizinischen Labors entnehmen und untersuchen VMTAs zum Beispiel Gewebeproben, Körperflüssigkeiten oder Bakterienkulturen von lebenden und toten Tieren. Dabei arbeiten sie eng mit den Tiermedizinern zusammen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung ermöglichen die Diagnose von Krankheiten und die Behandlungsfindung. Abhängig vom Labor wirken VMTAs auch an der Herstellung von Tierimpfstoffen mit.

In den Kontrollbehörden arbeitet man als Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) vorrangig mit tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milch oder Eiern. Man untersucht die Produkte auf Keime oder Rückstände von Schadstoffen und Medikamenten. Alle Untersuchungsergebnisse werden sorgfältig schriftlich dokumentiert. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wird zum Beispiel entschieden, welche tierischen Produkte in den Verkauf gelangen dürfen und welche zurückbehalten werden müssen. Die Arbeit von VMTAs hilft zudem dabei, Tierseuchen zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Je nach Ausrichtung des Labors wenden VMTAs im Arbeitsalltag eine Reihe von Untersuchungsverfahren an. Sie arbeiten zum Beispiel mit mikroskopischen, histologischen, biologischen, chemischen oder biochemischen Methoden. Besonders wichtig ist es dabei, die Hygienevorschriften genau zu beachten, da schon kleinste Abweichungen die Proben und Kulturen verfälschen können.

Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) Gehalt

Wie viel man als ausgelernter Veterinärmedizinisch-technischer Assistent (VMTA) verdient, ist nicht bundesweit einheitlich geregelt. Das Gehalt kann daher regional schwanken. Einige Arbeitgeber entlohnen nach Tarifgehalt, andere zahlen ein außertarifliches Gehalt. In der Regel können VMTAs nach abgeschlossener Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt von 2.200 bis 2.400 Euro rechnen. Mit mehr Berufserfahrung ist ein Bruttolohn von bis zu 2.900 Euro im Monat möglich.

VMTAs haben zudem die Option, ihre Verdienstchancen durch Weiterbildungen zu verbessern. So können sie sich beispielsweise zum Biomedizinischen Fachanalytiker ausbilden lassen oder ein Studium der Veterinärmedizin oder in verwandten Bereichen anstreben.

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