Medizintechniker im Gesundheitswesen sind mit ihrem Know How an der Entwicklung innovativer medizinischer Geräte beteiligt. Dies umfasst den kompletten Entwicklungs- und Wartungsprozess von Planung, Herstellung über Sicherheitskontrolle bis Reparatur. Es ist ein komplexes Berufsfeld, indem technisches als auch medizinisches Wissen benötigt wird. Medizintechnik trägt entscheidend zu Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zahlreicher Krankheiten bei und unterliegt permanenten Verbesserungsprozessen. Aus keinem Krankenhaus und keiner Arztpraxis sind medizintechnische Geräte und Verfahren schon lange nicht mehr wegzudenken.
Wie man Medizintechniker werden kann, welche Voraussetzungen für diese Tätigkeit benötigt werden, wie der Alltag und das Gehalt in der Ausbildung sowie im Beruf aussehen, erklären wir in unserem Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
- Tätigkeit: Medizintechniker entwickeln, planen und warten medizinische Geräte und Systeme, etwa Dialysegeräte, Insulinpumpen oder Herzschrittmacher.
- Ausbildung: Der Einstieg erfolgt meist über ein Studium der Medizintechnik oder eine technische Weiterbildung, zum Beispiel zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Medizintechnik.
- Arbeitsorte: Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es in Krankenhäusern, Medizintechnik-Unternehmen, Forschungsinstituten oder Service- und Wartungsfirmen.
- Aufgaben: Neben Entwicklung und Planung gehören auch Installation, Wartung, Reparatur und Einweisung in die Nutzung medizinischer Geräte zum Berufsalltag.
- Gehalt: Im Durschnitt liegt das Gehalt bei 4.777 Euro brutto monatlich, mit Hochschulabschluss teilweise deutlich höher.
Was macht ein Medizintechniker?
Die klinischen Forschungsergebnisse von Medizinern setzen Medizintechniker in neue Produkte und Verfahren um. Dies betrifft Forschung, Planung, Überwachung und Konstruktion medizintechnischer Geräte und Anwendungen zur klinischen Diagnostik und Therapie. Sie garantieren den sicheren Betrieb von Herzschrittmachern, Dialysemaschinen und Insulinpumpen ebenso wie von bildgebenden Verfahren wie Magnetresonanztomographie, Ultraschall und Computertomographie. Auch robotergestützte, minimalinvasive Operationen, Patienten-Monitoring und Laboranalysen profitieren von ihrem Know How. Dabei sind sie für Ärzte und Pflegepersonal Ansprechpartner bei allen Fragen zu Nutzung und Anschaffung.
Sollten bei der An- oder Verwendung der Gerätschaften Störungen auftreten, ist es ihre Aufgabe, diese zu analysieren und zu beheben. Sicherheitstechnische Kontrollen und die selbstständige Durchführung von Vorsichtsmaßnahmen gehören daher genauso zu ihrem Arbeitsalltag.
Medizintechniker – Ausbildung
Als Medizintechniker arbeiten Ingenieure mit Hochschulabschluss. Neben dem Medizintechnik-Studium wären auch die Studiengänge Biomedizintechnik, biomedizinische Technologie, Medical Engineering Optionen als Medizintechnik-Ausbildung für den Einstieg in das Berufsfeld geeignet.
Die folgende Übersicht fasst die Möglichkeiten an verschiedenen Hochschulen zusammen. Die Details können sich je nach Studienanbieter unterscheiden.

Zugangsvoraussetzungen
Für ein Medizintechnik-Studium wird in der Regel die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder die Fachhochschulreife vorausgesetzt. Manche Hochschulen verlangen zusätzlich ein Vorpraktikum oder führen ein Eignungsverfahren durch.
Wichtige fachliche Grundlagen sind Mathematik, Physik und Technik, da die Entwicklung und Funktionsweise medizinischer Geräte stark auf naturwissenschaftlichen Prinzipien basiert. Auch gute Englischkenntnisse sind von Vorteil, da viele Fachbegriffe sowie technische Dokumentationen und Fachliteratur auf Englisch verfasst sind.
Darüber hinaus sind im Beruf Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und eine strukturierte Arbeitsweise besonders wichtig. Medizintechniker tragen Verantwortung für die Funktionsfähigkeit medizinischer Geräte, weshalb präzises und zuverlässiges Arbeiten entscheidend ist.
Weitere notwendige Skills
Wer im Bereich Medizintechnik tätig sein möchte, benötigt zudem Durchhaltevermögen und eine hohe psychische Belastbarkeit. Denn oft ist man in langwieriger Feinarbeit mit einer neuen Apparatur beschäftigt und muss mit Zeit- und Erfolgsdruck umgehen. Ferner stellt Führungsfähigkeit eine wichtige Eigenschaft dar, denn Medizintechniker müssen regelmäßig Personal im Umgang mit den Geräten schulen.
Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Das Medizintechnik-Studium umfasst im Bachelor zwei Studienabschnitte. Im Grundstudium werden den Studierenden alle Grundlagen vermittelt, wonach sie im Hauptstudium eine Spezialisierung anstreben. Hier steht die eigene Forschung im Vordergrund der akademischen Medizintechniker-ausbildung, die als Grundlage für die Abschlussarbeit im Studiengang Medizintechnik dienen sollte. Hier beispielhaft der Bachelor Studiengang Medizintechnik der Hochschule Mannheim mit folgendem Aufbau:
| Semester | Studienphase | Inhalte |
| 1. + 2- Semester | Bachelor Grundstudium Medizintechnik | Grundlagen: Mathematik, Physik, Medizin, Programmieren, Elektrotechnik |
| 3. + 4. Semester | Bachelor Hauptstudium Medizintechnik | Grundlagen der Ingenieurwissenschaften: Bildgebende Verfahren, Elektronische Schaltungen, Embedded Systems |
| 5. Semester | Praxissemester in der Industrie | |
| 6. + 7. Semester | Vertiefung | Softwareengineering, Bildgestützte Medizin, Biomedizinische Elektronik, Neuroprothetik, Sensorik, Kommunikationstechnik |
| 7. Semester | Bachelorarbeit an der Hochschule oder bei Unternehmen in der Industrie |
Studieninhalte
In der akademischen Ausbildung des Medizintechnik-Studiums fließen verschiedene wissenschaftliche Disziplinen zusammen. Zwar steht die praktische Anwendung im Fokus des Studiums, doch müssen in den ersten Semestern zuerst die theoretischen Grundlagen in den Bereich Mathematik, Technische Physik, Medizin und Informatik gelegt werden.
In den höheren Semestern der akademischen Medizintechniker-Ausbildung gibt es die Möglichkeit, sich innerhalb der Medizintechnik über fachspezifische Fächer auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Dazu zählen z.B. medizinische Gerätetechnik, auf medizinische Informationssysteme oder Mechatronik.
Ein genauer Überblick über die Inhalte im Medizintechnik-Studium am Beispiel der HS Mannheim:
| Themenbereich | Inhalt | CP |
| 1. Semester | 31,5 | |
| Medizin | Grundlagen der Medizin | 3,5 |
| Mathematik und Naturwissenschaften | Mathematik 1 | 5 |
| Mathematik und Naturwissenschaften | Physik | 6 |
| Elektro- und Digitaltechnik | Elektrotechnik 1 | 5 |
| Elektro- und Digitaltechnik | Digitaltechnik | 5 |
| Ingenieurinformatik | Einführung in die Programmierung | 7 |
| 2. Semester | 28,5 | |
| Medizin | Anatomie, Physiologie, Biochemie | 3,5 |
| Mathematik und Naturwissenschaften | Mathematik 2 | 6 |
| Elektro- und Digitaltechnik | Wechselstromtechnik | 4 |
| Elektro- und Digitaltechnik | Grundlagen der Schaltungstechnik | 4 |
| Ingenieurinformatik | Algorithmen und Datenstrukturen | 5 |
| Ingenieurinformatik | Objektorientierte Programmierung | 6 |
| 3. Semester | 32 | |
| Medizintechn. Vertiefung | Einführung in die Medizintechnik | 1 |
| Digitale und Embedded Systems | Digital- und Mikrocomputertechnik | 5 |
| Mathem. Grundlagen der Medizintechnik | Mathematik 3 | 6 |
| Mathem. Grundlagen der Medizintechnik | Signale und Systeme | 5 |
| Elektro- und Informationstechnik | Entwurf elektronischer Schaltungen | 5 |
| Elektro- und Informationstechnik | Felder/Datenbanken | 5 |
| Softwareentwicklung | Höhere Programmiersprachen | 5 |
| 4. Semester | 30 | |
| Medizintechn. Vertiefung | Angewandte Physik | 5 |
| Digitale und Embedded Systems | Embedded Systems | 5 |
| Mathem. Grundlagen der Medizintechnik | Digitale Signalverabreitung | 5 |
| Mathem. Grundlagen der Medizintechnik | Regelungstechnik/Grundlagen Machine Learning | 5 |
| Elektro- und Informationstechnik | Hochfrequenztechnik 1/Betriebssysteme | 5 |
| Softwareentwicklung | Software Engineering | 5 |
| 5. Semester | 29 | |
| Blockveranstaltungen | 4 | |
| Praktisches Studiensemester | 25 | |
| 6. Semester | 29 | |
| Medizintechn. Vertiefung | Klinische Medizin | 4 |
| Medizintechn. Vertiefung | Bildgebende Verfahren | 5 |
| Medizintechn. Vertiefung | Künstliche Intelligenz | 5 |
| Medizintechn. Vertiefung | Neural Engineering | 5 |
| Elektro- und Informationstechnik | Mess- und Sensortechnik/Programmierbare Logikbausteine | 5 |
| Softwareentwicklung | Software-Entwicklungsmethoden und -tools | 5 |
| 7. Semester | 30 | |
| Medizintechn. Vertiefung | Bachelorarbeit | 12 |
| Medizintechn. Vertiefung | Seminar zur Bachelorarbeit | 3 |
| Wahlfächer | Wahlfach 1 | 5 |
| Wahlfächer | Wahlfach 2 | 5 |
| Fachübergreifende Inhalte | Zulassung von Medizinprodukten | 5 |
| Insgesamt | 210 | |
Ausbildungsdauer
Die Hochschul-Ausbildung im Bachelorstudium der Medizintechnik hat in der Regel eine Dauer von sechs bis acht Semester. Die Dauer hängt neben der eigenen Studiengeschwindigkeit auch davon ab, ob der Studienverlauf ein verpflichtendes Praxissemester vorsieht.
Ausbildungsorte
Das Medizintechnik-Studium findet in den Sälen von Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland statt.
Die Anfertigung und Präsentation von Projektarbeiten gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit Unternehmen sowie Praktika gehören auch dazu. Daher kann es sein, dass Studierende gelegentlich und vorübergehend in externen Firmen oder medizintechnischen Bereichen tätig ist. Im ähnlichen Rahmen finden Praxissemester statt.
Ausbildungsabschluss
Das Studium der Medizintechnik endet in der Regel mit dem akademischen Grad des Bachelor of Science (B.Sc.). (Manchmal Bachelor of Engineering (B.Eng.).
Für die Zulassung zur Bachelor-Thesis und Kolloquium muss eine bestimmte Anzahl an Creditpoints erarbeitet werden. Die Abschlussnote ergibt sich meist aus Kombination der Noten aller Module, der Note der Bachelor-Thesis in unterschiedlicher Gewichtung.
Alternative: Medizintechnik als Weiterbildung
Wer kein Medizintechnik-Studium absolvieren möchte oder die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt, kann über eine Weiterbildung zum Medizintechniker in dieses Berufsfeld einsteigen. Voraussetzung ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Bereich sowie entsprechende Berufserfahrung, zum Beispiel als Elektrotechniker oder Mechatroniker.
Die Weiterbildung findet an Fachschulen statt und kombiniert theoretischen Unterricht mit praktischen Anteilen. Sie kann in Vollzeit (ca. zwei Jahre) oder berufsbegleitend in Teilzeit (bis zu vier Jahre) absolviert werden. Je nach Vorbildung ist unter Umständen auch eine Verkürzung möglich. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Absolventen den Titel „staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Medizintechnik“. Gleichzeitig wird in der Regel die Fachhochschulreife erworben, wodurch anschließend auch ein Bachelorstudium möglich ist.
Perspektiven nach dem Studium
Medizintechnik ist eine zukunftsträchtige Branche mit hohen Wachstumsraten. Mit ihrem Wissen stehen Medizintechnikern alle Türen offen. Neben dem Einstieg ins Berufsleben bei Krankenhäusern, Laboren oder einer Karriere als freiberuflicher Vertriebs- oder Produktionsingenieur bietet sich ein Master-Studium zur Vertiefung an.
Medizintechniker – Gehalt in der Ausbildung
Sowohl bei der beruflichen Ausbildung als auch im Medizintechnik-Studium erhalten Medizintechniker keine Vergütung. Wird die Weiterbildung nebenberuflich in Teilzeit durchgeführt, erhält man zumindest sein reguläres Gehalt und hat somit eine finanzielle Absicherung. Beim Studium kann man sich mithilfe eines Nebenjobs oder über BAföG beziehungsweise Studienkredit finanzieren.
Einen Vorteil bietet hier ein duales Studium. Je nach Einrichtung und Tarifvertrag verdienen Studierende der Medizintechnik zwischen 900 Euro und 1.500 Euro je nach Ausbildungsjahr und Betrieb.
Medizintechniker – Gehalt im weiteren Berufsleben
Das Gehalt der Medizintechniker unterscheidet sich zwischen den Bundesländern und Einrichtungen zum Beispiel je nach Betriebsgröße und Tarifgebundenheit. Durchschnittlich liegt das Gehalt für Medizintechniker bei 4.777 Euro.
Bei öffentliche Einrichtungen, die nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) zahlen, kann man je nach Eingruppierung und Berufserfahrung mit einem Gehalt von 3.486,40 € bis 5.753,35 € rechnen. Wird ein außertarifliches Gehalt gezahlt, muss dieses individuell verhandelt werden.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
| E 15Ü | 7.062,92 € | 7.814,11 € | 8.525,72 € | 9.000,15 € | 9.110,86 € | |
| E 15 | 5.827,86 € | 6.208,96 € | 6.634,05 € | 7.214,39 € | 7.811,37 € | 8.204,11 € |
| E 14 | 5.298,27 € | 5.643,35 € | 6.094,01 € | 6.594,12 € | 7.151,57 € | 7.551,78 € |
| E 13 | 4.901,11 € | 5.279,32 € | 5.709,87 € | 6.177,31 € | 6.727,38 € | 7.025,87 € |
| E 12 | 4.415,70 € | 4.850,91 € | 5.359,50 € | 5.923,82 € | 6.586,00 € | 6.900,18 € |
| E 11 | 4.269,64 € | 4.669,92 € | 5.046,03 € | 5.454,10 € | 6.012,56 € | 6.326,77 € |
| E 10 | 4.124,53 € | 4.438,16 € | 4.794,69 € | 5.181,37 € | 5.611,95 € | 5.753,35 € |
| E 9c | 3.978,29 € | 4.249,97 € | 4.589,09 € | 4.958,59 € | 5.359,19 € | 5.487,80 € |
| E 9b | 3.833,50 € | 3.956,17 € | 4.267,03 € | 4.608,13 € | 4.983,57 € | 5.297,75 € |
| E 9a | 3.691,52 € | 3.917,37 € | 3.981,07 € | 4.196,35 € | 4.590,80 € | 4.746,88 € |
| E 8 | 3.486,40 € | 3.697,29 € | 3.843,36 € | 3.992,40 € | 4.153,50 € | 4.230,97 € |
| E 7 | 3.294,98 € | 3.537,94 € | 3.682,69 € | 3.828,76 € | 3.969,05 € | 4.045,24 € |
| E 6 | 3.240,30 € | 3.440,25 € | 3.580,46 € | 3.719,22 € | 3.855,50 € | 3.926,20 € |
| E 5 | 3.124,08 € | 3.318,04 € | 3.449,05 € | 3.587,78 € | 3.716,70 € | 3.783,33 € |
| E 4 | 2.994,17 € | 3.190,45 € | 3.355,14 € | 3.457,66 € | 3.560,17 € | 3.620,20 € |
| E 3 | 2.953,13 € | 3.164,20 € | 3.215,57 € | 3.332,99 € | 3.421,10 € | 3.501,81 € |
| E 2Ü | 2.787,52 € | 3.028,30 € | 3.116,51 € | 3.234,12 € | 3.314,92 € | 3.375,24 € |
| E 2 | 2.767,54 € | 2.975,32 € | 3.027,12 € | 3.101,04 € | 3.263,52 € | 3.433,49 € |
| E 1 | 2.543,55 € | 2.568,83 € | 2.611,69 € | 2.651,64 € | 2.754,50 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: Oeffentlichen-Dienst.de
Detaillierte Informationen zum Verdienst gibt es im Beitrag Medizintechniker Gehalt.
Medizintechniker – Aufgaben im Arbeitsalltag
Der Fokus von Medizintechniker liegt neben Planung und Herstellung von Medizintechnologien vor allem um Wartung und Montage sowie Einweisung in die richtige Handhabung.
Forschung und Entwicklung
Medizintechniker arbeiten bei der Planung und Entwicklung neuer medizintechnischer Geräte und Anlagen für Krankenhäusern und andere Nutzer im Gesundheitssektor mit. In enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Kliniken und Laboren entwickeln sie neue Gerätschaften auf Basis neuester Forschungsergebnisse, die Arbeitsabläufe erleichtern, beschleunigen oder vergünstigen. Alle heute unverzichtbaren medizinischen Gerätschaften wie zum Beispiel Insulinpumpen, Dialysegeräte oder Herzschrittmacher sind von Medizintechnikern entwickelt worden. Der Bereich der Forschung und Entwicklung ist daher ein unverzichtbares Berufsfeld.
Vertrieb und Schulung
Medizintechniker sind im industriellen Gesundheitswesen auch für Marketing und Vertrieb der technischen Ausstattung an Labore, Krankenhäuser und Arztpraxen zuständig. Medizintechniker planen die komplette technische Ausstattung von Krankenhäusern und Arztpraxen. Dafür beschaffen sie entweder medizin- und labortechnische Anlagen und Geräte von Drittanbietern oder verkaufen eigene Produkte und koordinieren deren Inbetriebnahme. Zudem schulen sie die Anwender ihrer Produkte.
Wartung und Kundendienst
Vor Ort stellen Medizintechniker die Medizingeräte auf, nehmen sie in Betrieb und führen die Wartung durch. Bei Störungen suchen sie die Ursache des Problems und sorgen für die Funktionsfähigkeit der Geräte und für die Sicherheit von Personal und Patienten beim Betrieb der Geräte. Dies gehört ebenso zum Arbeitsalltag wie die gesetzlich notwendige Dokumentation ihrer Checks.
Sie versorgen außerdem medizinisch-technische Einrichtungen mit der aktuellen Software und stellen den Transfer der Daten bei Diagnostik und Therapie sicher. Darüber hinaus beraten und betreuen sie Ärzte, Pflege-, Haus- und Verwaltungspersonal in allen technischen Belangen.
Medizintechniker – Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten für Medizintechniker hängen stark vom Arbeitgeber und ihrer Position beziehungsweise Tätigkeit ab. Solange sie nicht bei Klinken als Servicetechniker arbeiten, können sie meist mit geregelten und gewöhnlichen Arbeitszeiten rechnen. Wer zum Beispiel bei Krankenhäusern als Servicetechniker angestellt ist, wird auch in Wochenend- oder Feiertags- sowie Schichtarbeit eingesetzt, da Patienten sieben Tage pro Woche rund um die Uhr betreut werden und Gesundheit und oft auch Leben von perfekt funktionierenden Geräten abhängt.
Medizintechniker/in Stellenangebote
Medizintechniker – Wo kann gearbeitet werden?
Medizintechniker können in Krankenhäusern, Gesundheits- und Dialysezentren, Facharztpraxen, Pharmaunternehmen, bei Herstellern medizinischer Geräte oder in der Forschung tätig sein. Ihnen steht ein breites Angebot an Arbeitsplätzen offen, denn überall wo medizintechnische Geräte zum Einsatz kommen, werden Medizintechniker benötigt. Aber nur 15 Prozent der 200.000 Medizintechniker arbeiten in Labor und Forschung, der Rest ist in der freien Wirtschaft und der Geräteentwicklung tätig. Auch die Bundeswehr schreibt Stellen auf diesem Gebiet aus.
Medizintechniker – Weiterbildungsmöglichkeiten
Dem Medizintechniker stehen zahlreiche Möglichkeiten der offen, um das eigene Profil zu schärfen.
Die zweijährige Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt führt in den mittleren oder oberen Führungsbereich und bildet eine Schnittstelle zwischen Technik, Produktion und Betriebswirtschaft.
Wer ein Master-Studium anhängen möchte, hat eine Auswahl ähnlicher Studiengänge wie Medizinische Technik, Elektrotechnik oder Maschinenbau. Ein Master of Science beziehungsweise Master of Engineering erleichtert den Zugang zu Führungspositionen in Firmen, Forschungseinrichtungen und Kliniken.
Stellenangebote für Medizintechniker finden
Auf der Suche nach passenden Medizintechniker-Jobs? Hier geht es direkt zu unserer Suche in unserem Medi-Karriere Stellenportal mit zahlreichen Medizintechniker Stellenangeboten, Jobs für Gesundheitsökonomen und Stellen als Medizincontroller.
Häufige Fragen
- Was ist ein Medizintechniker?
- Wie viel verdient man als Medizintechniker?
- Was muss man als Medizintechniker wissen?
- Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Medizintechniker?
- Wie lange dauert die Ausbildung zum Medizintechniker?
- Was kann man nach der Medizintechniker-Ausbildung machen?
- Wie läuft die Medizintechniker-Ausbildung ab?
Als Medizintechniker ist man für medizinischen Geräte der Einrichtung zuständig. Dabei kann es sowohl um die Wartung, Sicherheitskontrolle und Reparatur als auch Entwicklung, Planung und Herstellung der Geräte gehen.
Das Gehalt als Medizintechniker variiert abhängig vom Abschluss, der Berufserfahrung, dem Bundesland und der Einrichtung. Im öffentlichen Dienst können Medizintechniker zum Beispiel 3.486,40 € bis 5.753,35 € verdienen.
Medizintechniker müssen sich mit verschiedensten Geräten der Medizin auskennen. Dabei müssen sie wissen, wie diese funktionieren und wie man sie wartet. Auch die Anleitung von Mitarbeitern und der Kundendienst können zum Arbeitsalltag gehören.
Eine Bewerbung als Medizintechniker besteht aus Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen, Urkunden und gegebenenfalls einem Deckblatt. Beim Anschreiben sollten Bewerber darauf achten, die Stellenanforderungen einzubringen und persönliche Stärken, sowie berufliche Erfolge mit Beispielen aus dem Berufsalltag und möglicherweise Zahlen zu untermauern. Der Lebenslauf sollte gut strukturiert und übersichtlich sein.
Die Dauer der Ausbildung variiert, je nachdem auf welchem Wege man diese durchführt. Ein reguläres Medizintechnik-Studium dauert mindestens sechs Semester, also drei Jahre. Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit zwei Jahre, in Teilzeit sind es vier Jahre.
Als Medizintechniker kann man in Krankenhäusern, Gesundheits- und Dialysezentren, bei Facharztpraxen, Pharmaunternehmen oder auch Herstellern medizinischer Geräte sowie in der Forschung tätig werden.
Wer als Medizintechniker arbeiten möchte, kann eine Ausbildung oder ein Studium machen. Der Unterricht besteht sowohl aus theoretischen als auch praktischen Inhalten. Es gibt verschiedene Anbieter und Möglichkeiten der Ausbildung. So kann man die Ausbildung in Vollzeit oder in Teilzeit durchführen. Weiterhin besteht die Option der berufsbegleitenden Weiterbildung.
- Bundesagentur für Arbeit, Techniker/in – Medizintechnik/Bachelor Professional in Technik, https://web.arbeitsagentur.de/... (letzter Zugriff am 16.03.2026)
- Öffentlicher-Dienst.info, TVöD Bund, https://oeffentlicher-dienst.info/... (letzter Zugriff am 16.03.2026)









