Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger pflegen und betreuen kranke und pflegebedürftige Kinder, Säuglinge und auch Jugendliche. Sie führen denselben Job wie Krankenpfleger aus, mit dem Unterschied, dass sie auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert sind. Somit bedarf es in diesem Beruf ein besonderes Empathievermögen, da sie Kinder unter anderem bei Angst und Schmerzen trösten, sie zum Spielen anregen und die Eltern beraten. Zu ihren Aufgaben gehört weiterhin Patienten zu waschen, Kleinkinder zu wickeln, Verbände zu wechseln, Medikamente zu verabreichen und Ärzten bei Untersuchungen und operativen Eingriffen zu assistieren. Außerdem sind sie auch für die Dokumentation und Planung von Pflegemaßnahmen zuständig.
Was sie in diesem Beruf verdienen wird in diesem Artikel beantwortet. Es geht um das Kinderkrankenpfleger Gehalt in der Ausbildung, im Beruf und nach verschiedenen Arten von Einrichtungen, die Tarifverträge der Einrichtungen, sowie Gehaltsdifferenzen zwischen Bundesländern, Alter und Geschlecht.
Das Wichtigste in Kürze
- Durchschnittsgehalt: Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger verdienen im Mittel etwa 4.587 Euro brutto pro Monat beziehungsweise rund 55.044 Euro brutto im Jahr.
- Einstiegsgehalt: Direkt nach der Ausbildung liegt das Gehalt bei etwa 3.300 Euro brutto monatlich.
- Gehaltsentwicklung: Mit zunehmender Berufserfahrung und höheren Tarifstufen steigt das Einkommen deutlich.
- Einflussfaktoren: Das Gehalt hängt unter anderem von Berufserfahrung, Bundesland, Arbeitgeber und Tarifbindung ab.
- Tarifverträge: In tarifgebundenen Einrichtungen wie öffentlichen oder kirchlichen Trägern sind häufig höhere und klar geregelte Gehälter möglich.
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger – Ausbildungsvergütung
Die Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger wurde seit dem 1. Januar 2020 mit den Ausbildungen als Altenpfleger, sowie als Gesundheits- und Krankenpfleger zusammengelegt und dauert drei Jahre. Die Vergütung der Ausbildung hängt sehr stark von der Einrichtung und auch dem Bundesland ab. Bei tariflich geregelten Gehältern fällt diese zum Beispiel in der Regel höher aus als bei privat festgelegten Gehältern.
Nach dem TVAöD wird beispielsweise folgendes Gehalt festgelegt:
| Ausbildungsjahr | Monatsgehalt |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 1.490,69 Euro |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.552,07 Euro |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.653,38 Euro |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: TVAöD BT-Pflege
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Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger – Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
Das Einstiegsgehalt variiert ebenso wie das Ausbildungsgehalt abhängig von der Einrichtung, dem Bundesland und der konkreten Stadt, in der man berufstätig ist. Bei der Einrichtung spielt zum einen die Größe der Einrichtung, zum anderen die Tarifgebundenheit der Einrichtung eine große Rolle bezüglich des Gehalts. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 3.300 Euro. Tariflich geregelte Gehälter liegen meist eher im höheren Bereich und bringen den Vorteil mit sich, dass sie festgelegt sind und somit nicht verhandelt werden müssen, sowie alle paar Jahre automatisch steigen. Denn mit steigender Berufserfahrung rutscht man in den Entgeltstufen auf, welche ein höheres Gehalt beinhalten. Hat man Weiterbildungen abgeschlossen kann man in den Entgeltgruppen aufsteigen, womit das Gehalt weiterhin erhöht werden kann.
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger – Gehalt nach Art der Einrichtung
Wie bereits erwähnt, beeinflusst die Wahl der Einrichtung das Gehalt erheblich. Kinderkrankenpfleger arbeiten beispielsweise auf Kinder-, Jugend- oder Säuglingsstationen, in spezialisierten Kinderkliniken, Kinderheimen, kinderärztlichen Praxen sowie bei ambulanten Pflegediensten. Dabei bestimmt vor allem der Träger, wie viel sie verdienen: Öffentliche Einrichtungen vergüten ihre Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, während kirchliche Träger ihre Arbeitsvertragsrichtlinien anwenden. Private Arbeitgeber legen ihre Gehälter dagegen meist selbst fest. Deshalb können sich sowohl das Grundgehalt als auch Zulagen und Sonderzahlungen deutlich unterscheiden. Wie groß diese Unterschiede zwischen den einzelnen Einrichtungen ausfallen, zeigen die folgenden Abschnitte.
Gehalt im öffentlichen Dienst
Im öffentlichen Dienst orientieren sich die Gehälter für Kinderkrankenpfleger nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes im Bereich Pflege (TVöD-P). Kommt man frisch aus der Ausbildung wird man in die Entgeltgruppe P7 eingeordnet, womit das Einstiegsgehalt 3510,30 € beträgt. Nach einigen Jahren der Berufserfahrung kann man in dieser Gruppe bis zu 4305,40 € verdienen.
| Entgeltgruppe | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| P 16 | - | 5.240,05 € | 5.415,90 € | 5983,76 € | 6645,71 € | 6937,70 € |
| P 15 | - | 5132,29 € | 5293,23 € | 5695,60 € | 6177,16 € | 6361,06 € |
| P 14 | - | 5013,53 € | 5170,59 € | 5563,22 € | 6096,68 € | 6194,02 € |
| P 13 | - | 4894,78 € | 5047,94 € | 5430,82 € | 5707,28 € | 5778,68 € |
| P 12 | - | 4657,22 € | 4802,61 € | 5166,04 € | 5389,29 € | 5493,13 € |
| P 11 | - | 4419,71 € | 4557,30 € | 4901,27 € | 5129,69 € | 5233,54 € |
| P 10 | - | 4184,40 € | 4312,38 € | 4675,42 € | 4850,63 € | 4960,96 € |
| P 9 | - | 3992,39 € | 4184,40 € | 4312,38 € | 4558,59 € | 4662,42 € |
| P 8 | - | 3701,21 € | 3862,80 € | 4075,58 € | 4247,92 € | 4488,98 € |
| P 7 | - | 3510,30 € | 3701,21 € | 3998,33 € | 4149,59 € | 4305,40 € |
| P 6 | 3012,49 € | 3187,41 € | 3363,47 € | 3737,95 € | 3833,41 € | 4013,41 € |
| P 5 | 2907,18 € | 3146,33 € | 3216,62 € | 3334,09 € | 3422,22 € | 3629,25 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: TVÖD-P
Gehalt bei kirchlichen Einrichtungen
Bei kirchlichen Einrichtungen, wie der Caritas oder Diakonie, gelten die Tarifverträge nach den Arbeitervertragsrichtlinien (AVR). In der Entgelttabelle der Diakonie (gilt nicht für Nassau, Tarifgebiet Ost, Bayern und Hessen) verdienen Kinderkrankenpfleger in Entgeltgruppe 7 zwischen 3.874,15 € und 4.545,76 €, abhängig von der Berufszugehörigkeit.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 |
| EG 1 | 2.501,19 € | 2.557,49 € | |||
| EG 2 | 2.746,22 € | 2.863,68 € | |||
| EG 3 | 2.909,97 € | 3.045,02 € | 3.180,06 € | ||
| EG 4 | 3.107,22 € | 3.252,65 € | 3.398,06 € | ||
| EG 5 | 3.354,94 € | 3.513,39 € | 3.671,87 € | 3.830,32 € | |
| EG 6 | 3.470,59 € | 3.635,14 € | 3.799,69 € | 3.964,25 € | |
| EG 7 | 3.874,15 € | 4.059,51 € | 4.250,93 € | 4.446,49 € | 4.545,76 € |
| EG 8 | 4.242,44 € | 4.457,72 € | 4.676,24 € | 4.894,75 € | 5.004,00 € |
| EG 9 | 4.632,39 € | 4.871,17 € | 5.109,95 € | 5.348,73 € | 5.468,13 € |
| EG 10 | 5.265,14 € | 5.536,54 € | 5.807,94 € | 6.079,34 € | 6.215,04 € |
| EG 11 | 5.978,83 € | 6.287,02 € | 6.595,18 € | 6.903,38 € | 7.057,48 € |
| EG 12 | 6.299,32 € | 6.6624,02 € | 6.948,74 € | 7.273,45 € | 7.435,80 € |
| EG 13 | 7.118,77 € | 7.485,72 € | 7.852,66 € | 8.219,60 € | 8.403,09 € |
Gültig von 01.09.2026 bis 31.10.2027
Quelle: AVR Diakonie Gehaltstabelle
Gehalt bei privaten Einrichtungen
Im Vergleich zu öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen, bezahlen private Einrichtungen in der Regel eher schlechter. Dies muss natürlich nicht für alle privaten Einrichtungen gelten. Es kann auch vorkommen, dass sie die Möglichkeit haben auch außertariflich besonders hohe Gehälter zahlen zu können oder sich freiwillig an den bestehenden Tarifverträgen orientieren. Der hohe Wettbewerbsdruck und das gewinnorientierte Arbeiten führen aber meist dazu, dass die Personalkosten niedrig gehalten werden müssen und daher eher gering ausfallen. In diesem Fall muss das Gehalt individuell verhandelt werden. Bei der Verhandlung kann man versuchen sich den tariflichen Gehältern zumindest anzunähern, häufig kann man aber auch weitere Benefits verhandeln, die das Gehalt ergänzen und etwas ausgleichen können. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine betriebliche Altersvorsorge, ein Job-Ticket oder sogar einen Firmenwagen handeln.
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in Stellenangebote
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger – Gehalt nach Bundesländern
Kinderkrankenpfleger verdienen im Mittel 4.587 Euro brutto im Monat. Je nachdem in welchem Bundesland man tätig ist kann das Gehalt aber stark variieren, insbesondere zwischen Ost- und Westdeutschland.
Folgende Grafik zeigt den Gehaltsvergleich zwischen den Bundesländern.
Quelle: Entgeltatlas Bundesagentur für Arbeit
In diesen Städten verdient man besonders gut
Weiterhin beeinflusst auch die konkrete Stadt, in der man tätig ist, die Vergütung. Somit spielt nicht nur das Bundesland, sondern auch die Stadt eine Rolle bezüglich der Vergütung, da man je nach Stadt sogar mehr als der Median des dazugehörigen Bundeslandes verdienen kann.
Quelle: Entgeltatlas Bundesagentur für Arbeit
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger – Gehalt nach Alter und Geschlecht
Im Laufe der Jahre steigt das Gehalt in der Regel an, da man mit viel Berufserfahrung meist besser vergütet wird. Weitere Unterschiede im Gehalt gibt es außerdem zwischen den Geschlechtern. So sind die Differenzen in der ersten Altersgruppe zwar noch kaum vorhanden, im Laufe der Jahre steigen sie aber immer stärker an.
Die Tabelle zeigt die Gehälter im Median für die Geschlechter, nach Alterskategorie und im Gesamtmedian für die jeweilige Kategorie.
| Altersgruppe | weiblich | männlich | Median |
| < 25 Jahre | 4.287 € | 4.295 € | 4.288 € |
| 25 – 54 Jahre | 4.551 € | 4.763 € | 4.605 € |
| 55 + Jahre | 4.857 € | 5.199 € | 4.931 € |
| Gesamt | 4.534 € | 4.763 € | 4.587 € |
Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Entgeltatlas
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger – Verdienst im Vergleich mit anderen Berufen
Vergleicht man die Gehälter der verschiedenen medizinischen Ausbildungsberufe, liegen Kinderkrankenpfleger im mittleren Bereich. Sie verdienen zum Beispiel ungefähr so viel wie Gesundheits- und Krankenpfleger, weniger als Fachkrankenpfleger oder Ärzte, dafür aber deutlich mehr als Altenpfleger und medizinische Fachangestellte.
| Beruf | Bruttogehalt |
| Pharmakant | 4.848 Euro |
| Krankenschwester/-pfleger | 4.329 Euro |
| Fachkrankenschwester/-pfleger im OP | 4.788 Euro |
| Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger | 4.587 Euro |
| Altenpfleger | 4.153 Euro |
| Pflegedienstleitung | 5.232 Euro |
| Podologe | 2.615 Euro |
| Physiotherapeut | 3.248 Euro |
| Masseur | 2.997 Euro |
| Medizinischer Fachangestellter (MFA) | 3.129 Euro |
| Zahnmedizinischer Fachangestellter (ZFA) | 2.669 Euro |
| Dentalhygienikerin | 3.053 Euro |
| Ergotherapeut | 3.475 Euro |
| Heilerziehungspfleger | 4.263 Euro |
| Alltagsbegleiter / Betreuungskraft | 2.987 Euro |
| Kodierfachkraft | 4.413 Euro |
Mehr Gehalt durch Weiterbildungen
Eine Weiterbildung kann Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern den Zugang zu spezialisierten Tätigkeiten, Leitungsfunktionen oder akademischen Berufsfeldern eröffnen. Damit steigt häufig auch das Gehalt. Entscheidend ist jedoch nicht allein der Abschluss: Eine höhere Vergütung setzt in der Regel voraus, dass anschließend tatsächlich anspruchsvollere Aufgaben oder mehr Verantwortung übernommen werden.
Fachweiterbildungen / Spezialisierungen
Fachweiterbildungen vertiefen das Wissen in einem bestimmten Versorgungsbereich. Kinderkrankenpfleger können sich beispielsweise für die pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege, die Onkologie, die Palliativpflege, die Notfallpflege oder den Operationsdienst qualifizieren. Dadurch übernehmen sie komplexere Aufgaben, betreuen besonders schwer erkrankte Patienten und tragen mehr fachliche Verantwortung.
Konkrete Beispiele:
- Fachkrankenpfleger im Operationsdienst erzielen ein mittleres Bruttogehalt von etwa 4.519 Euro monatlich.
- Spezialisierte Pflegefachkräfte werden im öffentlichen Dienst häufig der Entgeltgruppe P 8 zugeordnet. Nach dem TVöD-P beträgt das monatliche Grundgehalt 2026 je nach Erfahrungsstufe rund 3701,21 € bis 4488,98 €.
- Pflegeberater verdienen deutschlandweit im Median etwa 4.202 Euro brutto im Monat. Sie informieren Pflegebedürftige und Angehörige beispielsweise über Leistungen, Hilfsmittel und geeignete Versorgungsangebote.
Zusätzlich zum Grundgehalt können je nach Arbeitsplatz Pflege-, Schicht-, Wechselschicht- oder Funktionszulagen hinzukommen.
Administrative Weiterbildungen
Wer sich stärker mit Organisation, Personalplanung oder Qualitätsmanagement beschäftigen möchte, kann eine administrative Weiterbildung absolvieren. Geeignet sind beispielsweise Qualifikationen zur Stationsleitung, Pflegedienstleitung, zum Praxisanleiter oder zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen. Auch Weiterbildungen zum Pflegesachverständigen oder zum Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen kommen infrage.
Mögliche Positionen und Gehälter:
- Stationsleitungen verdienen im Mittel 4.964 € brutto im Monat.
- Pflegedienstleitungen erreichen ein Medianentgelt von etwa 3.300 Euro monatlich.
- Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen kommen auf ein durchschnittliches Monatsgehalt von etwa 3.735 Euro brutto. Mit zusätzlicher Personal- oder Budgetverantwortung kann die Vergütung deutlich höher ausfallen.
- Gruppen- oder Teamleitungen erhalten nach TVöD-P – abhängig vom Umfang ihrer Verantwortung – in den Entgeltgruppen P 10 und P 11 ungefähr 4184,40 € bis 4419,71 € brutto monatlich.
Wie stark sich eine administrative Weiterbildung finanziell auszahlt, hängt insbesondere von der Größe der Einrichtung und der Zahl der unterstellten Beschäftigten ab.
Studium
Ein Studium erweitert die beruflichen Möglichkeiten über die unmittelbare Patientenversorgung hinaus. Für Kinderkrankenpfleger bieten sich insbesondere Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Pflege- oder Medizinpädagogik, Public Health und Gesundheitsförderung an. Je nach Hochschulzugangsrecht des Bundeslandes ist ein Studium teilweise auch ohne Abitur möglich, wenn eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrjährige Berufserfahrung vorliegen.
Ein duales oder berufsbegleitendes Studium ermöglicht es, weiterhin Praxiserfahrung zu sammeln und ein Einkommen zu beziehen. Eine gesonderte Studien- oder Ausbildungsvergütung gibt es allerdings nur, wenn dies mit dem Arbeitgeber vereinbart wurde.
Beispiele für Tätigkeiten nach dem Studium:
- Pflegemanager verdienen bei einer 40-Stunden-Woche im Median etwa 5.656 Euro brutto monatlich.
- Gesundheitsmanager und Gesundheitsökonomen erreichen im Mittel rund 5.326 Euro brutto im Monat.
- Ein Studium in Pflegewissenschaft oder Public Health eröffnet unter anderem Tätigkeiten in Forschung, Qualitätsmanagement, Gesundheitsämtern oder Verbänden. Das konkrete Gehalt hängt hier besonders stark von Position, Abschluss und Arbeitgeber ab.
Vor allem bei Führungs- und Managementaufgaben bietet ein Studium langfristig gute Verdienstmöglichkeiten. Ein höherer Abschluss führt jedoch nicht automatisch zu mehr Gehalt – ausschlaggebend bleibt die anschließend übernommene Position.
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Häufige Fragen zu Gehalt Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
- Wie hoch ist das Gehalt von Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern?
- Steigt das Gehalt mit der Berufserfahrung?
- Welche Zulagen können zum Grundgehalt hinzukommen?
- Verdient man in öffentlichen Krankenhäusern mehr?
- Welche Weiterbildung bringt mehr Gehalt?
- Lohnt sich ein Studium finanziell?
- Kann man Pflege auch ohne Abitur studieren?
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger verdienen in Deutschland im Median rund 4.587 Euro brutto im Monat. Das tatsächliche Gehalt hängt unter anderem vom Arbeitgeber, dem Tarifvertrag, der Berufserfahrung und dem Bundesland ab.
Ja. Tarifbeschäftigte steigen nach festgelegten Zeiträumen in höhere Erfahrungsstufen auf. Dadurch erhöht sich das Grundgehalt, ohne dass ein Arbeitgeberwechsel oder eine neue Ausbildung erforderlich ist. Auch außerhalb eines Tarifvertrags verbessert Berufserfahrung häufig die Verhandlungsposition.
Zusätzlich zum Grundgehalt können Kinderkrankenpfleger unter anderem Pflege-, Schicht-, Wechselschicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagszulagen erhalten. Je nach Dienstplan und Arbeitgeber kann das tatsächliche Monatseinkommen deshalb deutlich über dem Tabellenentgelt liegen.
Kommunale Krankenhäuser bezahlen häufig nach dem TVöD-P. Dieser bietet transparente Entgeltgruppen, regelmäßige Stufenaufstiege und verschiedene Zulagen. Ob das Gehalt höher als bei kirchlichen oder privaten Einrichtungen ausfällt, lässt sich jedoch nicht pauschal sagen. Ein Vergleich der Gesamtvergütung einschließlich Sonderzahlungen und Zusatzleistungen ist daher sinnvoll.
Besonders gute Gehaltsaussichten bieten Fachweiterbildungen für Intensiv- und Anästhesiepflege, Onkologie, Notfallpflege oder den Operationsdienst. Fachkrankenpfleger im OP verdienen beispielsweise rund 4.519 Euro brutto im Monat. Das Gehalt steigt allerdings nur, wenn nach der Weiterbildung auch eine entsprechend qualifizierte Tätigkeit übernommen wird.
Ein Studium kann den Zugang zu besser bezahlten Fach- und Führungspositionen eröffnen. Geeignete Studiengänge sind beispielsweise Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik oder Public Health. Pflegemanager verdienen im Median etwa 5.656 Euro brutto im Monat. Ein akademischer Abschluss allein garantiert jedoch noch keine Gehaltserhöhung – entscheidend ist die anschließend ausgeübte Tätigkeit.
Das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Abhängig von Bundesland, Hochschule und Studiengang können eine abgeschlossene Pflegeausbildung und mehrjährige Berufserfahrung für die Zulassung ausreichen. Die konkreten Zugangsvoraussetzungen sollten direkt bei der jeweiligen Hochschule geprüft werden.








