Rettungssanitäter sind häufig die ersten medizinischen Fachkräfte am Einsatzort, wenn Menschen nach einem Unfall oder bei einer akuten Erkrankung Hilfe benötigen. Sie leisten Erste Hilfe, stabilisieren Patientinnen und Patienten und begleiten sie während des Transports ins Krankenhaus. Dabei arbeiten sie eng mit Notfallsanitätern, Notärzten und weiteren Einsatzkräften zusammen und sind sowohl bei Notfällen als auch bei Krankentransporten im Einsatz.
Welche Voraussetzungen für die Rettungssanitäter-Ausbildung gelten, wie hoch das Rettungssanitäter-Gehalt ist und welche Tätigkeiten zu diesem Berufsbild gehören – der folgende Überblick beantwortet die Fragen.
Das Wichtigste in Kürze
- Tätigkeit: Rettungssanitäter leisten Erste Hilfe, versorgen Patienten bei Notfällen und begleiten Krankentransporte ins Krankenhaus.
- Ausbildung: Die Ausbildung dauert in der Regel drei bis vier Monate und umfasst theoretischen Unterricht, Klinikpraktikum und Rettungswachenpraktikum.
- Aufgaben: Dazu gehören Erstversorgung von Verletzten, Überwachung von Vitalwerten, Unterstützung des Notarztes und Transport von Patienten.
- Arbeitsorte: Rettungssanitäter arbeiten hauptsächlich bei Rettungsdiensten, Hilfsorganisationen, Feuerwehr oder Krankentransportdiensten.
- Voraussetzungen: Wichtig sind Belastbarkeit, Teamfähigkeit, schnelles Entscheidungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein.
Was macht ein Rettungssanitäter?
Rettungssanitäter helfen Menschen in medizinischen Notfallsituation. Sie werden in der Notfallrettung zur Unterstützung der Notfallsanitätern und Ärzte im Rettungsdienst eingesetzt.
Im allgemeinen Krankentransport wiederum sind sie in fast allen Bundesländern als höherqualifizierte Besatzungsmitglieder mit einem Rettungshelfer unterwegs und übernehmen dort die Betreuung der Patienten.
Neben dem Fahren des Rettungswagens, medizinischen Aufgaben wie der Wundversorgung oder wiederbelebenden Maßnahmen, fällt auch die psychologische Betreuung von Patienten und deren Angehörigen in das Aufgabengebiet der Rettungssanitäter. Nach den Einsätzen sind Rettungssanitäter dafür zuständig, das Einsatzfahrzeug zu desinfizieren. für kommende Notfälle einsatzbereit zu machen und über die Notfalleinsätze Protokoll zu schreiben.
Außer für alltägliche Notfalleinsätze und Krankentransport werden Rettungssanitäter auch im Katastrophenschutz tätig. Sie organisieren außerdem Rettungseinsätze auf den Rettungswachen oder arbeiten bei Großveranstaltungen in der Ersthelfer-Versorgung.
Unterschied Rettungshelfer, Rettungssanitäter und Notfallsanitäter
Im Rettungsdienst gibt es verschiedene Qualifikationsstufen mit unterschiedlichen Aufgaben und Ausbildungsdauern.
- Rettungshelfer: Einstieg in den Rettungsdienst mit einer kurzen Ausbildung (meist wenige Wochen). Rettungshelfer unterstützen vor allem beim Patiententransport und helfen dem Team bei einfachen medizinischen Maßnahmen.
- Rettungssanitäter: Qualifikation mit einer etwa 3–4-monatigen Ausbildung. Rettungssanitäter übernehmen bereits mehr Verantwortung bei der Versorgung von Patienten und sind häufig Teil der Besatzung im Krankentransport oder Rettungswagen.
- Notfallsanitäter: Höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst mit einer 3-jährigen Ausbildung. Notfallsanitäter führen eigenständig medizinische Maßnahmen durch, stabilisieren Patienten in Notfällen und arbeiten eng mit Notärzten zusammen.
Rettungssanitäter – Ausbildung
Die Rettungssanitäter-Ausbildung ist nicht staatlich anerkannt. Daher unterscheiden sich die Rahmenbedingungen einzelner Ausbildungen je nach Vorschriften des jeweiligen Bundeslands und der Ausbildungsanbieter.

Zugangsvoraussetzungen
Einheitliche Voraussetzungen für die Rettungssanitäter-Ausbildung gelten nicht. Eine abgeschlossener Rettungshelfer-Lehrgang ist in der Regel gefordert. Hinzu kommen gesundheitliche Eignung und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Außerdem gibt es meist eine Altersbeschränkung für Ausbildungsplätze. Um die Ausbildung starten zu dürfen, müssen Anwärter mindestens 17 Jahre, oft sogar 18 Jahre alt sein. Des Weiteren wird vielerorts ein Führerschein verlangt.
Zudem spielt die persönliche Eignung eine wichtige Rolle. Bewerber für einen Job im Rettungsdienst sollten außerdem keine Probleme mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten haben, psychisch stabil, körperlich fit und reaktionsschnell sein. Des Weiteren spielen eine ausgeprägte Teamorientierung und Verantwortungsbewusstsein eine große Rolle.
Genaue Infos erfragen
Bei Interesse empfiehlt sich eine individuelle Anfrage per E-Mail bei den entsprechenden Ausbildungsanbietern.
Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Die Rettungssanitäter-Ausbildung ist ein schulischer Lehrgang, der je nach Bundesland unterschiedlich aufgebaut ist. Dabei besteht normalerweise ein Drittel der 520 zu absolvierenden Stunden aus Theorieunterricht, während die anderen Anteile der Kurse auf ein klinisches Praktikum sowie ein Praktikum in einer Lehrrettungswache entfallen. Am Ende der Ausbildung bereitet ein Abschlusslehrgang auf die Abschlussprüfung vor.
Ausbildungsinhalte
Angehende Rettungssanitäter bekommen in der Ausbildung Einblicke in eine Vielfalt an Themenbereichen. Im theoretischen Unterricht werden zu Ausbildungsbeginn Kenntnisse aus der Anatomie, Chirurgie, Inneren Medizin, Neurologie, Notfallmedizin, Pädiatrie und Psychiatrie vermittelt. Anwärter lernen die Technik für Rettungsdienste kennen und werden im Recht für Rettungsdienste geschult. Hinzu kommen Grundlagen zur Patientenüberwachung, Intubation, zum Vorgehen bei Notfällen und zu Wiederbelebungsmaßnahmen. Darüber hinaus sind Regeln zur Hygiene und Dokumentation der Einsätze im Rettungswesen Inhalte der Ausbildung.
Ausbildungsdauer
Die Rettungssanitäter-Ausbildung umfasst 520 Stunden (dies entspricht bei einer 40-Stunden-Woche einem Gesamtumfang von 13 Wochen). Wie genau die Stunden verteilt werden, kann sich je nach Ausbildungsanbieter unterscheiden. DRK Niedersachsen sieht beispielsweise folgenden Aufbau vor:
| Ausbildungsphase | Inhalte | Dauer in Stunden |
| theoretisch-praktische Ausbildung an Rettungsdienstschule | Grundlehrgang; beinhaltet grundlegende Themen wie zum Beispiel Anatomie, Physiologie und Notfallmedizin | 240 |
| klinisch-praktische Ausbildung | Praktische Anwendung des erworbenen Wissens unter Aufsicht/Anleitung von ärztlichen und Fachpflegepersonal | 80 |
| praktische Ausbildung an Lehrrettungswache | Teilnahme an Rettungseinsätzen, Assistenz bei der Versorgung von Verletzten, Transportation von Notfallpatienten und schriftliche Dokumentation der Einsätze. | 160 |
| Abschlusslehrgang | Vertiefung und Prüfungsvorbereitung | 40 |
Ausbildungsorte
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter kann sowohl an den Rettungsdienstschulen von Hilfsorganisationen wie DRK, ASB, Johanniter und Malteser als auch bei privaten Rettungsdienstschulen absolviert werden, die bundesweit zu finden sind.
Die verpflichtenden klinischen Praktika finden in Kliniken (beispielsweise in der Anästhesie, auf der Intensivstation oder in der Notfallambulanz) und Lehrrettungswachen (entweder im Notarzteinsatzfahrzeug, Krankentransport- oder Rettungswagen) statt.
Ausbildungsabschluss
Nachdem dem Erwerb der notwendigen theoretischen und praktische Kenntnisse folgt der Abschlusslehrgang inklusive der abschließenden Prüfung. Die Abschlussprüfung besteht aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen. Wer sie erfolgreich absolviert, erhält ein Zeugnis und darf fortan als Rettungssanitäterin und Rettungssanitäter arbeiten.
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach der abgeschlossenen Rettungssanitäter-Ausbildung muss das Wissen in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Rettungssanitäter sind zur Teilnahme an Lehrgängen im Umfang von 30 Stunden pro Jahr verpflichtet, um weiterhin in dem Beruf arbeiten zu dürfen.
Aber auch, wer noch weitere Stufen auf der Karriereleiter erklimmen möchte, hat mit der Ausbildung einen guten Grundstein gelegt. Neben weiteren medizinischen Ausbildungsberufen stellt auch ein Medizinstudium eine Möglichkeit dar, um sich weiterzubilden.
Rettungssanitäter – Gehalt während der Ausbildung
Während der Ausbildung zum Rettungssanitäter gibt es kein Gehalt. Da es sich lediglich um einen Lehrgang im Eiltempo handelt, wird generell keine Ausbildungsvergütung gezahlt.
Für die Ausbildung können jedoch Kosten anfallen, die sich in der Regel auf 2.000 Euro bis 3.500 Euro belaufen. Teilweise übernimmt diese Kosten der Ausbildungsanbieter, wenn die Rettungssanitäter sich verpflichten, im Anschluss an die Ausbildung einige Zeit für diesen zu arbeiten.
Rettungssanitäter – Gehalt im weiteren Berufsleben
Wie hoch das Gehalt als Rettungssanitäter ausfällt, hängt vor allem vom Arbeitgeber ab. Durchschnittlich verdienen Rettungssanitäter etwa 4.165 Euro brutto pro Monat. Im kommunalen Rettungsdienst richtet sich das Einkommen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD, Entgeltgruppe 4). Dort ist ein Gehalt ab 2.953,13 € monatlich möglich.
| Entgeltgruppe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 |
| E 15Ü | 7.062,92 € | 7.814,11 € | 8.525,72 € | 9.000,15 € | 9.110,86 € | |
| E 15 | 5.827,86 € | 6.208,96 € | 6.634,05 € | 7.214,39 € | 7.811,37 € | 8.204,11 € |
| E 14 | 5.298,27 € | 5.643,35 € | 6.094,01 € | 6.594,12 € | 7.151,57 € | 7.551,78 € |
| E 13 | 4.901,11 € | 5.279,32 € | 5.709,87 € | 6.177,31 € | 6.727,38 € | 7.025,87 € |
| E 12 | 4.415,70 € | 4.850,91 € | 5.359,50 € | 5.923,82 € | 6.586,00 € | 6.900,18 € |
| E 11 | 4.269,64 € | 4.669,92 € | 5.046,03 € | 5.454,10 € | 6.012,56 € | 6.326,77 € |
| E 10 | 4.124,53 € | 4.438,16 € | 4.794,69 € | 5.181,37 € | 5.611,95 € | 5.753,35 € |
| E 9c | 3.978,29 € | 4.249,97 € | 4.589,09 € | 4.958,59 € | 5.359,19 € | 5.487,80 € |
| E 9b | 3.833,50 € | 3.956,17 € | 4.267,03 € | 4.608,13 € | 4.983,57 € | 5.297,75 € |
| E 9a | 3.691,52 € | 3.917,37 € | 3.981,07 € | 4.196,35 € | 4.590,80 € | 4.746,88 € |
| E 8 | 3.486,40 € | 3.697,29 € | 3.843,36 € | 3.992,40 € | 4.153,50 € | 4.230,97 € |
| E 7 | 3.294,98 € | 3.537,94 € | 3.682,69 € | 3.828,76 € | 3.969,05 € | 4.045,24 € |
| E 6 | 3.240,30 € | 3.440,25 € | 3.580,46 € | 3.719,22 € | 3.855,50 € | 3.926,20 € |
| E 5 | 3.124,08 € | 3.318,04 € | 3.449,05 € | 3.587,78 € | 3.716,70 € | 3.783,33 € |
| E 4 | 2.994,17 € | 3.190,45 € | 3.355,14 € | 3.457,66 € | 3.560,17 € | 3.620,20 € |
| E 3 | 2.953,13 € | 3.164,20 € | 3.215,57 € | 3.332,99 € | 3.421,10 € | 3.501,81 € |
| E 2Ü | 2.787,52 € | 3.028,30 € | 3.116,51 € | 3.234,12 € | 3.314,92 € | 3.375,24 € |
| E 2 | 2.767,54 € | 2.975,32 € | 3.027,12 € | 3.101,04 € | 3.263,52 € | 3.433,49 € |
| E 1 | 2.543,55 € | 2.568,83 € | 2.611,69 € | 2.651,64 € | 2.754,50 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: Oeffentlichen-Dienst.de
Rettungssanitäter – Aufgaben im Arbeitsalltag
Als Rettungssanitäter ist man Teil der Besatzung des Rettungswagens oder Notarztwagens und fährt bei Einsätzen des Rettungsdienstes mit. Dabei hat man beschränkte Befugnisse, darf weniger an Patienten arbeiten und unterstützt den Notarzt oder Notfallsanitäter.
Medizinische Versorgung
Rettungssanitäter unterstützen das Rettungspersonal dabei, den Zustand der Patienten zu überblicken. Daher ist die Überwachung von Vitalfunktionen wie Puls oder Atmung eine wichtige Aufgabe. Auch andere Maßnahmen wie das Stillen von Blutungen fallen in den Aufgabenbereich eines Rettungssanitäters.
Herstellung der Transportfähigkeit
Der Transport von Patienten in ein Krankenhaus oder eine Pflegeeinrichtung gehört zum Alltag als Rettungssanitäter. Damit sie den Transport gut überstehen, muss beispielsweise sichergestellt werden, dass der Zustand des Kreislaufs stabil bleibt.
Betreuung von Angehörigen
Bei einem medizinischen Notfall besteht nicht nur bei den Patienten selbst, sondern auch bei ihren Angehörigen Betreuungsbedarf. Um Ängste und Sorgen nehmen zu können, muss man als Rettungssanitäter nicht nur einfühlsam sein, sondern auch Ruhe vermitteln.
Weitere Aufgaben
In der Regel sitzen Rettungssanitäter hinten im Wagen, fahren aber auch Rettungswagen und Krankentransportwagen selbst, sofern Führerschein und Erlaubnis zur Personenbeförderung vorliegen. Auch zwischen den Einsätzen gibt es sowohl mit der Dokumentation der Einsätze als auch der Reinigung und Desinfektion der Arbeitsmittel und des Fahrzeuges regelmäßig anfallende, notwendige Tätigkeiten.
Rettungssanitäter – Arbeitszeiten
Zum Rettungsdienst gehört der Schichtdienst (auch nachts und am Wochenende) dazu. Oft gibt es 24-Stunden-Schichten. Vor allem im Dienst der Feuerwehr ist diese Arbeitszeit eher die Regel. Inklusive Überstunden und Bereitschaft überschreitet man mit 2 Schichten pro Woche schon die Regelarbeitszeit. Beim 24-Stunden-Schichtdienst sind zwar Pausen eingeplant, die man gemeinsam auf der Wache verbringt, allerdings ist meist unklar, wann der nächste Einsatz beginnt. Der Beruf ist somit gleich fordernd wie belohnend.
Rettungssanitäter – Wo kann gearbeitet werden?
Neben Rettungsdienst und den Berufsfeuerwehr zählen auch Katastrophen-Hilfswerke oder Bergungsdienste zu den möglichen Arbeitgebern für Rettungssanitäter. Viele arbeiten auch im sogenannten qualifizierten Krankentransport. Dabei werden Kranke, die nicht als Notfall zählen, auf dem Weg zum Arzt im Rettungswagen begleitet und überwacht.
Möglich sind auch Jobs und Einsätze bei Festivals, Sportereignissen und anderen Veranstaltungen, bei denen in einem Zelt oder anderen extra dafür eingerichteten Räumlichkeiten Patienten versorgt werden.
Rettungssanitäter/in Stellenangebote
Rettungssanitäter – Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach der Ausbildung zum Rettungssanitäter steht man vor vielfältigen Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung wie die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Aber auch andere medizinische Berufe stehen einem offen. Wer (Fach-)Abitur hat, kann ein Studium absolvieren. Thematisch nahe Studienfächer sind zum Beispiel:
- Rescue Engineering
- Emergency Health Services Management
- Humanmedizin
Passende Stellenangebote für Rettungssanitäter
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Häufige Fragen
- Was ist ein Rettungssanitäter?
- Wie viel verdient man als Rettungssanitäter?
- Was muss man als Rettungssanitäter wissen?
- Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Rettungssanitäter?
- Wie lange dauert die Ausbildung zum Rettungssanitäter?
- Was kann man nach der Rettungssanitäter Ausbildung machen?
- Wie läuft eine Rettungssanitäter Ausbildung ab?
Rettungssanitäter kommen zum Einsatz, wenn Menschen medizinischen Notfälle melden. Sie unterstützen die Rettungsassistenten und fahren den Rettungswagen. Ihre Aufgaben liegen in Wundversorgung und der Anwendung wiederbelebender Maßnahmen. Hinzu kommt die psychologische Betreuung von Patienten und deren Angehöriger. Nach den Einsätzen desinfizieren sie das Einsatzfahrzeug und schreiben ein Einsatzprotokoll. Zusätzlich werden sie für Krankentransporte oder Einsätze bei Großveranstaltungen gebraucht.
Wie hoch das Gehalt als Rettungssanitäter nach der Ausbildung ausfällt, hängt vor allem vom Arbeitgeber und der Tarifbindung ab. Im kommunalen Rettungsdienst richtet sich das Gehalt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD, Entgeltgruppe 4). Das Durchschnittsgehalt in Deutschland liegt bei 4.165 Euro brutto im Monat.
Rettungssanitäter brauchen Kenntnisse in Anatomie, Chirurgie, Inneren Medizin, Neurologie, Notfallmedizin, Pädiatrie und Psychiatrie. Sie müssen im Einsatz der richtigen technischen Hilfsmittel und im Recht für Rettungsdienste geschult. Grundlagen zur Patientenüberwachung, Intubation, das Vorgehen bei Notfällen und Wiederbelebungsmaßnahmen sind absolute Kernkompetenzen.
Wenn man als Rettungssanitäter eine gute Bewerbung abgeben möchte, sollten Bewerbungsschreiben, Lebenslauf sowie relevante Zeugnisse und Zertifikate vorhanden sein. Das Anschreiben sollte die persönliche Motivation schildern und warum man der Richtige für die Stelle ist. Dabei sollte man seine Schilderung auf die Anforderungen und Erwartungen des Unternehmens abstimmen. Im Lebenslauf sollte lückenlos der berufliche und schulische Werdegang mit ausschlaggebenden Stationen aufgeführt werden, beginnend mit der aktuellsten Position. Bei der Auswahl der Zeugnisse und Zertifikate sollten nur die wichtigsten gewählt werden.
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter umfasst 520 Stunden (13 Vollzeit-Wochen). Diese teilen sich auf in Rettungsdienstschule, klinisches Praktikum, Praktikum an einer Lehrrettungswache sowie einem Abschlusslehrgang.
Rettungssanitäter sind verpflichtet, Lehrgänge im Umfang von 30 Stunden pro Jahr zu absolvieren. Viele Rettungssanitäter machen eine Ausbildung zum Notfallsanitäter. Wer (Fach-)Abitur hat, kann ein Studium wie Rescue Engineering, Emergency Health Services Management oder Humanmedizin in Betracht ziehen.
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist als Weiterbildung bei Rettungsdienstschulen und Hilfsorganisationen angelegt. Die Dauer beträgt 520 Stunden und beinhaltet neben der theoretischen Ausbildung an den Schulen Praktika in Klinik und Rettungswache. Am Ende wird eine Prüfung abgelegt.
- Öffentlicher-Dienst.info, TVöD Bund, https://oeffentlicher-dienst.info/... (letzter Zugriff am 17.03.2026)
- DRK Niedersachsen, Ausbildung zum Rettungssanitäter, https://www.rettungsschule.de/... (letzter Zugriff am 17.03.2026)
- ASB, Ausbildung als Rettungssanitäter:in, https://www.asb.de/... (letzter Zugriff am 17.03.2026)







