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Pflegekräfte im öffentlichen Dienst dürfen zukünftig mit höheren Gehältern rechnen. Mit den neuen Regelungen im TVöD 2026 wird auf steigende Lebenshaltungskosten, wachsende Anforderungen im Pflegealltag und den anhaltenden Fachkräftemangel reagiert. Die Anpassungen betreffen sowohl die Entgelttabellen als auch die Einstiegs- und Entwicklungsgehälter und sollen den Pflegeberuf insgesamt attraktiver machen.
In diesem Artikel gibt es einen ausführlichen Überblick dazu, was sich 2026 beim TVöD Pflege ändert.
Das Wichtigste in Kürze
- In drei Schritten gibt es insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld.
- Die erste Erhöhung zum 1. April um 2,8 Prozent.
- Die zweite Erhöhung zum 1. März 2027 um zwei Prozent.
- Die letzte Erhöhung zum Jahresstart 2028 um ein Prozent.
- Azubi-Gehälter werden um insgesamt 150 Euro erhöht.
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TVöD 2026 – Neue Entgeldtabelle für Pflegekräfte
Mit dem Inkrafttreten des TVöD 2026 gelten für Pflegekräfte im öffentlichen Dienst neue Entgelttabellen. Diese bilden die Grundlage für die künftige Bezahlung von Beschäftigten in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und weiteren öffentlichen Einrichtungen. Die Tabellen berücksichtigen sowohl die jeweilige Entgeltgruppe als auch die Erfahrungsstufen und sorgen damit für eine transparente und einheitliche Vergütungsstruktur.
Ziel der Anpassung ist es, die Einkommen in der Pflege spürbar anzuheben und den Beruf angesichts steigender Anforderungen und des anhaltenden Fachkräftemangels attraktiver zu gestalten. Pflegekräfte können anhand der neuen Tabellen genau nachvollziehen, wie sich ihr Gehalt ab 2026 entwickelt.
| Entgeltgruppe | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| P 16 | - | 5.240,05 € | 5.415,90 € | 5983,76 € | 6645,71 € | 6937,70 € |
| P 15 | - | 5132,29 € | 5293,23 € | 5695,60 € | 6177,16 € | 6361,06 € |
| P 14 | - | 5013,53 € | 5170,59 € | 5563,22 € | 6096,68 € | 6194,02 € |
| P 13 | - | 4894,78 € | 5047,94 € | 5430,82 € | 5707,28 € | 5778,68 € |
| P 12 | - | 4657,22 € | 4802,61 € | 5166,04 € | 5389,29 € | 5493,13 € |
| P 11 | - | 4419,71 € | 4557,30 € | 4901,27 € | 5129,69 € | 5233,54 € |
| P 10 | - | 4184,40 € | 4312,38 € | 4675,42 € | 4850,63 € | 4960,96 € |
| P 9 | - | 3992,39 € | 4184,40 € | 4312,38 € | 4558,59 € | 4662,42 € |
| P 8 | - | 3701,21 € | 3862,80 € | 4075,58 € | 4247,92 € | 4488,98 € |
| P 7 | - | 3510,30 € | 3701,21 € | 3998,33 € | 4149,59 € | 4305,40 € |
| P 6 | 3012,49 € | 3187,41 € | 3363,47 € | 3737,95 € | 3833,41 € | 4013,41 € |
| P 5 | 2907,18 € | 3146,33 € | 3216,62 € | 3334,09 € | 3422,22 € | 3629,25 € |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: TVÖD-P
So stark steigen die Gehälter in der Pflege
Mit dem TVöD 2026 dürfen sich Pflegekräfte über spürbare Gehaltssteigerungen freuen. Je nach Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe erhöhen sich die monatlichen Bruttogehälter deutlich. Besonders in den unteren und mittleren Entgeltgruppen fallen die Anpassungen überdurchschnittlich aus, um den finanziellen Abstand zu anderen Berufsgruppen zu verringern.
Insgesamt sollen die Erhöhungen nicht nur die gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgleichen, sondern auch ein klares Signal der Wertschätzung setzen. Für viele Pflegekräfte bedeutet dies ein Plus von mehreren hundert Euro im Jahr, das sich dauerhaft im Einkommen niederschlägt.
Jahressonderzahlungen
Für Pflegekräfte gelten 2026 neue Regelungen zur Jahressonderzahlung. Denn es wird eine einheitliche Sonderzahlung von 85 Prozent des Monatsentgelts eingeführt. Pflegekräfte in Krankenhäusern sowie Pflegeeinrichtungen können diese Zahlung nicht in zusätzliche freie Tage umwandeln, was andere Beschäftigte unter dem TVöD können. Dafür steigt die Sonderzahlung in diesen Gruppen auf 90 Prozent.
Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft
Mindestlohn
Unabhängig vom TVöD steigen auch die gesetzlich festgelegten Mindestlöhne für Pflegekräfte. Pflegehilfskräfte, qualifizierte Hilfskräfte und Pflegefachkräfte erhalten 2026 einen höheren Mindeststundenlohn. Zudem passt auch das Arbeitsentgelt bei kirchlichen Arbeitgebern wie Caritas und Diakonie ihre Löhne an.
Wer profitiert besonders?
Von den Gehaltssteigerungen im Rahmen des TVöD 2026 profitieren vor allem Pflegekräfte in den unteren und mittleren Entgeltgruppen sowie Beschäftigte mit geringer Berufserfahrung. Für sie fallen die Anpassungen prozentual besonders hoch aus. Auch Pflegefachkräfte mit Zusatzqualifikationen oder speziellen Aufgabenbereichen können mit einem überdurchschnittlichen Gehaltsplus rechnen. Darüber hinaus wirken sich die neuen Entgelttabellen langfristig positiv auf Pflegekräfte aus, die noch am Anfang ihrer Laufbahn stehen, da höhere Einstiegsgehälter und verbesserte Stufenaufstiege die Einkommensentwicklung über die gesamte Berufsdauer stärken.
Auch neue Entgeltgruppe für Hebammen
Ab 2026 werden Hebammen und Entbindungspfleger mit abgeschlossener Hochschulbildung tariflich in die Entgeltgruppe P 11 eingeordnet. Das bedeutet, dass ihre Vergütung im TVöD künftig formal höher angesiedelt ist als zuvor, was sich positiv auf das Gehalt auswirken kann. Auch Hebammen ohne Studium können in diese Gruppe eingestuft werden, wenn sie über gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen und entsprechende Tätigkeiten ausüben.
Bedeutung der Erhöhung für die Pflege
Die Gehaltserhöhung im Rahmen des TVöD 2026 hat für die Pflege eine weitreichende Bedeutung. Sie ist nicht nur ein finanzieller Ausgleich für die hohe Arbeitsbelastung, sondern auch ein wichtiges Signal der Anerkennung für einen systemrelevanten Beruf. Höhere Löhne können dazu beitragen, die Attraktivität des Pflegeberufs zu steigern, neue Fachkräfte zu gewinnen und bestehendes Personal langfristig zu halten.
Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist die Entgelterhöhung ein zentraler Baustein, um die Pflege im öffentlichen Dienst gut aufzustellen und die Qualität der Versorgung nachhaltig zu sichern.
Fazit
Der TVöD 2026 bringt für Pflegekräfte im öffentlichen Dienst spürbare finanzielle Verbesserungen. Die neuen Entgelttabellen und eine stärkere Berücksichtigung von Berufserfahrung und Qualifikation setzen ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Gleichzeitig können die Anpassungen dazu beitragen, den Pflegeberuf attraktiver zu machen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ob die Maßnahmen langfristig ausreichen, wird sich zeigen. Klar ist jedoch, dass der TVöD 2026 ein Schritt in die richtige Richtung für die Pflege ist.
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- Öffentlicher Dienst Pflege, https://oeffentlicher-dienst-news.de/... (Abrufdatum: 28.01.2026)
- Neuer Tarif, https://www.merkur.de/... (Abrufdatum: 29.01.2026)






