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In kaum einer anderen Berufsgruppe fallen so viele Krankheitstage an wie in der Altenpflege. Nach Angaben aus dem BKK-Gesundheitsreport 2025 waren Beschäftigte in der Altenpflege im Jahr 2024 im Durchschnitt knapp 39 Tage arbeitsunfähig gemeldet. Bereits 2023 lag der Mittelwert sogar über 39 Tagen.
Die Zahlen unterstreichen, dass der Krankenstand in der Branche auf einem dauerhaft sehr hohen Niveau bleibt. Dieser Artikel erklärt die Zusammenhänge.
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Krankheitstage – Körperliche Belastung und psychischer Druck
Als zentrale Ursachen nennen Experten eine Kombination aus starker körperlicher und psychischer Belastung – verstärkt durch Schichtbetrieb, Zeitdruck und Unterbesetzung. Besonders häufig schlagen sich die Anforderungen in Muskel-Skelett-Erkrankungen nieder: Das regelmäßige Stützen, Heben und Umlagern pflegebedürftiger Menschen gilt als wichtiger Auslöser. Entsprechend zählen Rückenschmerzen zu den häufigsten Gründen für Ausfälle.
Gleichzeitig besteht ein hoher emotionaler Druck im Alltag, etwa durch den Umgang mit schwerkranken oder sterbenden Bewohnern sowie die Verantwortung bei der Medikation, bei der Fehler gravierende Folgen haben können.
Neben körperlichen Beschwerden spielen auch psychische Erkrankungen eine große Rolle. Genannt werden unter anderem Anpassungsstörungen, akute Belastungsreaktionen und depressive Episoden. Zusätzlich kann Schichtarbeit den Schlaf-Wach-Rhythmus stören und ungesundes Essverhalten begünstigen – Faktoren, die Körper und Psyche weiter schwächen.
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Krankheitstage – Unterschiede innerhalb der Berufsgruppe
Auffällig sind Unterschiede innerhalb der Altenpflege: Pflegehilfskräfte kommen laut Auswertungen auf rund 40 Krankheitstage, Pflegefachkräfte auf etwa 36. Als mögliche Erklärung wird angeführt, dass Helfer häufiger körperlich belastende Routinetätigkeiten übernehmen, während qualifizierte Kräfte tendenziell selbstbestimmter und mit komplexeren Aufgaben arbeiten.
Ansatzpunkte zur Reduktion der Krankheitstage sehen Fachleute vor allem in der Organisation: Viele Arbeitgeber hätten bislang kein funktionierendes Ausfallmanagement, sodass Mitarbeiter kurzfristig an freien Tagen zum Einspringen kontaktiert werden.
Als Gegenmaßnahmen werden unter anderem Springerpools und besser geplante Prozesse genannt. Zudem verweist der Artikel auf eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Nach dieser kann der Krankenstand in Einrichtungen mit hohem Digitalisierungsgrad um bis zu 20 Prozent sinken.
Arbeitgeber sollten darüber hinaus Beschäftigte aktiv dabei unterstützen, Abgrenzungsstrategien zu entwickeln – Selbstfürsorge dürfe nicht allein Aufgabe des Mitarbeiters sein.
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