Ein Facharzt ist ein Arzt, welcher sich auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert hat. Das kann zum Beipsiel Neurologie, Innere Medizin oder ein anderes medizinisches Fachgebiet sein. Je nachdem in welcher Fachrichtung man arbeitet, hat man dementsprechend andere Aufgaben. Fachärzte betreuen und beraten Patienten, diagnostizieren Erkrankungen, erstellen Behandlungspläne und dokumentieren diese Prozesse.
Alles zur Ausbildung zum Facharzt, die Voraussetzungen, Ausbildungsdauer und das Gehalt sowie Weiterbildungschancen gibt es in diesem Beitrag.
Das Wichtigste in Kürze
- Fachärzte sind approbierte Ärzte mit abgeschlossener Weiterbildung in einem medizinischen Fachgebiet.
- Die Facharztweiterbildung beginnt nach dem Medizinstudium und dauert je nach Fachgebiet meist 48 bis 72 Monate.
- Die Weiterbildung erfolgt praktisch im Beruf, z. B. in Klinik, Praxis, MVZ oder Institut, unter Anleitung weiterbildungsbefugter Ärzte/-innen.
- Inhalte und Dauer richten sich nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer.
- Fachärzte arbeiten z. B. in Krankenhäusern, Praxen, MVZ, Forschung oder Lehre.
- Nach der Facharztanerkennung sind weitere Spezialisierungen, Zusatz-Weiterbildungen, Oberarztstellen oder eine eigene Praxis möglich.
Was macht ein Facharzt?
Ein Facharzt ist ein approbierter Arzt, der nach dem Medizinstudium eine anerkannte Weiterbildung in einem medizinischen Gebiet abgeschlossen und die Facharztprüfung vor der zuständigen Ärztekammer bestanden hat. Fachärzte verfügen damit über eine nachgewiesene Facharztkompetenz, zum Beispiel in Allgemeinmedizin, Innerer Medizin, Neurologie, Urologie, Radiologie oder Chirurgie. In Deutschland waren zum 31. Dezember 2025 insgesamt 446.120 Ärzte berufstätig. Davon arbeiteten rund 313.000 berufstätige Ärzte mit Gebiets- beziehungsweise Facharztbezeichnung.
Je nach Fachgebiet unterscheiden sich die Aufgaben deutlich. Fachärzte diagnostizieren und behandeln Erkrankungen, beraten Patienten, erstellen Therapiepläne, führen Untersuchungen und Eingriffe durch, verordnen Medikamente oder Heilmittel und dokumentieren den Behandlungsverlauf. In Klinik, Praxis oder MVZ übernehmen sie außerdem je nach Position Anleitung, Supervision und organisatorische Verantwortung.
Facharzt – Ausbildung
Korrekt ist fachlich der Begriff ärztliche Weiterbildung zum Facharzt. Sie beginnt nach abgeschlossenem Medizinstudium und Approbation. Während dieser Zeit arbeiten Ärzte meist als Ärzte in Weiterbildung; umgangssprachlich wird häufig weiterhin der Begriff Assistenzarzt verwendet.
Die Weiterbildung erfolgt an zugelassenen Weiterbildungsstätten, etwa in Krankenhäusern, Universitätskliniken, Praxen oder Medizinischen Versorgungszentren. Sie wird unter Anleitung von Ärzten durchgeführt, die von der zuständigen Ärztekammer zur Weiterbildung befugt sind. Maßgeblich ist die Weiterbildungsordnung der jeweiligen Landesärztekammer. Die Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer dient als Orientierung; rechtsverbindlich ist die jeweilige Landesfassung.

Zugangsvoraussetzungen
Voraussetzung für den Beginn der fachärztlichen Weiterbildung ist in der Regel die ärztliche Approbation. Einen Numerus clausus wie beim Zugang zum Medizinstudium gibt es für die Facharztweiterbildung nicht. Entscheidend ist, dass eine geeignete Weiterbildungsstelle bei einer zugelassenen Weiterbildungsstätte und unter einem weiterbildungsbefugten Arzt gefunden wird.
Neben fachlichem Interesse sind je nach Gebiet unterschiedliche persönliche Voraussetzungen wichtig. Dazu gehören Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit, Empathie und Teamfähigkeit. Ärzte arbeiten eng mit Pflegefachpersonen, Medizinischen Fachangestellten, Medizinischen Technologen sowie weiteren Berufsgruppen zusammen.
Weitere Zugangsvoraussetzungen sind je nach Fachrichtung unterschiedlich. Wer sich zum Beispiel auf Kinderchirurgie spezialisieren will, sollte mit Kindern umgehen können. Wer hingegen in der Urologie arbeiten möchte, sollte keine Berührungsängste mit Genitalbereichen sowie Urin haben. Stellt sich also lediglich die Frage: In welchem Fachbereich möchte man sich spezialisieren?
Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Die Facharztweiterbildung ist keine schulische Ausbildung, sondern eine strukturierte ärztliche Weiterbildung im Beruf. Sie findet überwiegend im Rahmen der praktischen ärztlichen Tätigkeit statt und wird durch theoretische Unterweisung, strukturierte Anleitung und je nach Gebiet auch durch anerkannte Kurse ergänzt. Einzelne Weiterbildungen enthalten verpflichtende Kursanteile, etwa die Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin mit 360 Stunden Kurs-Weiterbildung.
Die Weiterbildungsinhalte werden kontinuierlich dokumentiert. Dafür dient das elektronische Logbuch, kurz eLogbuch. Es enthält die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte und Richtzahlen und dokumentiert sowohl die absolvierten Inhalte als auch den erreichten Weiterbildungsstand. Die konkrete Anwendung richtet sich nach den Vorgaben der zuständigen Landesärztekammer.
Ausbildungsinhalte
Die Inhalte und der Aufbau der Weiterbildung variieren je nach Fachrichtung. Angehende Fachärzte der Chirurgie verbringen zum Beispiel 18 Monate in der Orthopädie und Unfallchirurgie, 18 Monate in Viszeralchirurgie, sechs Monate in der Notfallaufnahme und sechs Monate in der Intensivmedizin.
Eine einheitliche Weiterbildungsordnung für ganz Deutschland gibt es nicht, da jede Landesärztekammer ihren eigenen Weiterbildungskatalog zusammenstellt. Assistenzärzte arbeiten die einzelnen Punkte ihres Katalogs ab. Für jeden Fachbereich ist dabei festgelegt, wie oft man welche Untersuchungs- und Behandlungsverfahren durchgeführt haben muss, um die Facharztprüfung absolvieren zu dürfen.
Daher ist es wichtig, sich jedes erreichte Ziel schriftlich von dem Vorgesetzen bescheinigen zu lassen. Diese Zeugnisse bilden nämlich die Basis für die spätere Zulassung zur Facharztprüfung.
Ausbildungsdauer
Die Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt dauert je nach Fachgebiet in Vollzeit meist 48, 60 oder 72 Monate. In Teilzeit ist sie grundsätzlich möglich, wenn Dauer, Niveau und Qualität dem Kompetenzerwerb in Vollzeit entsprechen; die Weiterbildungszeit verlängert sich dann entsprechend.
Unterschiedliche Dauer je nach Fachgebiet - Beispiele
Die Weiterbildung in Anatomie umfasst 48 Monate, Allgemeinmedizin und Urologie jeweils 60 Monate, viele chirurgische Facharztweiterbildungen wie Herzchirurgie 72 Monate.
Die Facharztausbildung kann nur bei einem sogenannten Weiterbildungsermächtigten an einer geeigneten Weiterbildungsstätte absolviert werden. Daher können Ärzte in Weiterbildung nur von einem Facharzt ausgebildet werden, der über eine offizielle Weiterbildungsbefugnis in der gewünschten Fachrichtung verfügt.
Ausbildungsorte
Die Weiterbildungsorte unterscheiden sich je nach Fachgebiet. Möglich sind zugelassene Krankenhäuser, Universitätskliniken, Fachabteilungen, Praxen, Medizinische Versorgungszentren, Institute und andere Einrichtungen der ärztlichen Versorgung. Ob eine Einrichtung geeignet ist und in welchem Umfang dort Weiterbildungszeit anerkannt werden kann, ergibt sich aus der Weiterbildungsbefugnis der zuständigen Landesärztekammer.
Auch in der Anatomie beschränkt sich die Tätigkeit nicht nur auf Sektionssäle. Zur Facharztweiterbildung gehören unter anderem klinische Anatomie, bilddiagnostische Verfahren wie Sonographie, Röntgen, CT, MRT oder PET, Körperspendewesen, Embryologie sowie wissenschaftliche und lehrbezogene Tätigkeiten.
Ausbildungsabschluss
Die Weiterbildung endet mit der Anerkennung durch die zuständige Ärztekammer. Dafür müssen die vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Inhalte nachgewiesen und die Facharztprüfung bestanden werden. Die Zulassung zur Prüfung erfolgt auf Grundlage von Zeugnissen, Nachweisen und der Dokumentation im Logbuch.
Die Prüfung wird von einem Prüfungsausschuss der Ärztekammer durchgeführt. Jedem Prüfungsausschuss gehören drei Ärzte an; zwei davon müssen die zu prüfende Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung besitzen. Die Prüfung dauert mindestens 30 Minuten und ist nicht öffentlich. Nach erfolgreichem Abschluss darf die entsprechende Facharztbezeichnung geführt werden.
Perspektiven nach der Ausbildung
Fachärzte haben nach ihrer Ausbildung je nach Fachgebiet und gewünschtem Niederlassungsort sehr gute Perspektiven. Vor allem im ländlichen Bereich werden Fachärzte für Allgemeinmedizin, also Hausärzte, gesucht. Daher sind dort die Chancen außergewöhnlich gut. Auch viele Kliniken suchen aufgrund des Fachkräftemangels im medizinischen Bereich unter Hochdruck nach qualifizierten Fachärzten.
Ausbildungsplätze als Facharzt/ärztin
Facharzt – Ausbildungsvergütung
Das Gehalt während der Weiterbildung zum Facharzt variiert je nach Art der Einrichtung, denn es gelten unterschiedliche Tarifverträge je nach Arbeitgeber. Die individuelle Einstufung hängt darüber hinaus von der Anzahl der Berufsjahre ab.
So gibt es zum Beispiel für öffentliche Einrichtungen zwei verschiedene Tarifverträge: Zum einen den TV-Ärzte VKA für öffentliche Krankenhäuser, zum anderen den TV-Ärzte TdL für Universitätskliniken. Kirchliche Einrichtungen wie die Diakonie nutzen dagegen eigene Tarife der Arbeitervertragsrichtlinien (AVR). Private Kliniken wie zum Beispiel die Rhön, Helios oder Asklepios Kliniken haben ebenfalls eigene Haustarife.
Folgende Tabelle stellt die Gehälter nach Tarifvertrag dar.
| Tarife | 1. Stufe | 2. Stufe | 3. Stufe | 4. Stufe | 5. Stufe | 6. Stufe |
| TV-Ärzte VKA (06/2026 - 12/2026) | 5.722,05 | 6.046,42 | 6.278,07 | 6.679,58 | 7.158,37 | 7.355,29 |
| TV-Ärzte TdL (01/2026 - 12/2026) | 5.626,91 € | 5.945,86 € | 6.173,67 € | 6.568,57 € | 7.039,34 € | 7.222,97 € |
| AVR DD Ärzte (ab 01/2021) | 5.446,44 € | 5.991,67 € | 6.451,76 € | 6.774,36 € | - | - |
| Asklepios (01/2026 - 12/2026) | 5.735 € | 5.735 € | 5.735 € | 5.735 € | 5.735 € | 5.735 € |
Facharzt – Gehalt im weiteren Berufsleben
Ebenso wie das Gehalt während der Weiterbildung hängt auch das Gehalt ausgebildeter Fachärzte maßgeblich von den geltenden Tarifverträgen des Arbeitgebers ab. Die Einstufung und das konkrete Gehalt hängen auch hier von der Anzahl der geleisteten Jahre mit der Berufszugehörigkeit als Facharzt ab. Weitere Informationen zum Gehalt gibt es in einem separaten Artikel unter Facharzt Gehalt.
Die Tabelle stellt die Gehälter nach dem jeweiligen Tarifvertrag dar.
| Tarife | 1. Stufe | 2. Stufe | 3. Stufe | 4. Stufe | 5. Stufe | 6. Stufe |
| TV-Ärzte VKA (06/2026 - 12/2026) | 7.552,19 | 8.185,40 | 8.741,40 | 9.065,74 | 9.382,33 | 9.698,91 |
| TV-Ärzte TdL (01/2026 - 12/2026) | 7.426,63 € | 8.049,32 € | 8.596,06 € | 8.903,30 € | 9.070,79 € | 9.302,27 € |
| AVR DD Ärzte (ab 01/2021) | 6.986,19 € | 7.512,88 € | 8.364,85 € | 8.581,67 € | - | - |
| Asklepios (01/2026 - 12/2026) | 7.560 € | 7.560 € | 7.560 € | 7.560 € | 7.560 € | 7.560 € |
Facharzt – Aufgaben im Arbeitsalltag
Die Aufgaben im Arbeitsalltag von Fachärzten unterscheiden sich je nach Fachbereich stark. Fachärzte für Chirurgie haben zum Beispiel andere Aufgaben als zum Beispiel Fachärzte für Kardiologie. Ein Facharzt der Chirurgie diagnostiziert und behandelt in seinem Arbeitsalltag zum Beispiel meist Verletzungen, aber auch bestimmte Erkrankungen, die chirurgisch behoben werden können. Dabei kann es sich um Erkrankungen und Verletzungen der inneren Organe, des Gefäßsystems, der Lunge, des Brust- oder Rippenfells handeln.
Im Folgenden stellen wir daher beispielhaft drei verschiedene Fachärzte vor.
Facharzt der Allgemeinmedizin
Fachärzte der Allgemeinmedizin sind vor allem in Hausarztpraxen tätig und übernehmen die allgemeine Betreuung ihrer Patienten. Sie werden daher auch als Hausärzte bezeichnet. Auch untersuchen sie Menschen jeden Alters, diagnostizieren allgemein übliche Erkrankungen, verschreiben Medikamente, erstellen Therapiepläne und beraten ihre Patienten. Sie betreuen auch langfristige Krankheitsbilder wie zum Beispiel Diabetesbehandlungen.
Da sie meist die erste Anlaufstelle für Erkrankte sind, müssen sie sich mit einem breiten medizinischen Feld auskennen. Sie sind jedoch in keinem dieser Fachgebiete tiefgreifend spezialisiert. Wenn eine Erkrankung ihre Fachkenntnisse übersteigt, überweisen sie daher ihre Patienten zu einem anderen Facharzt. Vor allem im ländlichen Bereich sind Fachärzte der Allgemeinmedizin wichtige medizinische Anlaufstellen und müssen gegebenenfalls auch Maßnahmen der Ersten Hilfe durchführen können.
Facharzt der Arbeitsmedizin
Fachärzte der Arbeitsmedizin haben vor allem eine beratende Funktion. Sie beschäftigen sich mit den Einflüssen der Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit, vor allem in stark körperlichen Branchen wie zum Beispiel der Baubranche oder in der Industrie. Dort gilt es, gefährliche Einflüsse durch Chemikalien oder ähnlichem zu minimieren.
Sie betreuen und beraten bei ihrer Tätigkeit sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Dabei geht es hauptsächlich um Themen wie den vorbeugenden Arbeitsschutz, die betriebliche Förderung und Vorsorge der Gesundheit und eine sicherere Gestaltung der Arbeitsplätze. Fachärzte für Arbeitsmedizin sind bei großen Arbeitgebern auch dafür zuständig, den Mitarbeitenden Programme zur Vorbeugung von arbeitstypischen Verschleißerkrankungen anzubieten. Bauarbeiter profitieren zum Beispiel von Rückengymnastik und Fliesenleger von Anleitungen für Knie– und Hüftbeweglichkeit.
Fachärzte für Arbeitsmedizin sind aber nicht ausschließlich vorbeugend tätig. Sollte zum Beispiel ein Betriebsunfall eintreten, kümmern sie sich als direkte Anlaufstelle um den Verletzten und leiten Maßnahmen der Ersten Hilfe ein. Und auch nach Arbeitsunfällen kümmern sie sich anschließend um die stufenweise Wiedereingliederung des erkrankten Mitarbeitenden in den Betrieb.
Facharzt der Anatomie
Fachärzte der Anatomie untersuchen gesunde und krankhaft veränderte Körperteile beziehungsweise Organe, um Erkenntnisse über Aussehen, Lage, Funktion und Zusammenwirken mit anderen Organen zu gewinnen. Sie führen zum einen selbst Leichenöffnungen (Sektionen) durch und fertigen Präparate an und leiten zum anderen Studierende bei Sektionsübungen an.
Sie führen außerdem funktionelle Untersuchungen oder Gewebeschnitte durch, züchten Gewebe und befassen sich teilweise mit experimenteller Zytologie. In der Röntgenanatomie interpretieren sie Röntgenaufnahmen oder Kernspintomogramme. Auf dem Gebiet der Embryologie studieren sie zum Beispiel die Entwicklung befruchteter Eizellen zu Embryonen. Zusätzlich zu ihren medizinischen Aufgaben stellen Fachärzte der Anatomie den reibungslosen Ablauf des Laborbetriebes sicher und fertigen Befundgutachten und Berichte an.
Weitere Aufgaben
Wie man sieht, fallen je nach Fachbereich ganz verschiedene Aufgaben an. Was jedoch alle Fachärzte gemeinsam haben, ist die verwaltungstechnische Arbeit. Neben dem Umgang mit Patienten und deren Angehörigen gehört die Dokumentation der Behandlungen ebenfalls zu ihrem Arbeitsalltag.
Hinzu kommt außerdem die Überwachung und Anleitung des angewiesenen Personals (zum Beispiel Gesundheits- und Krankenpfleger in Kliniken sowie MFA in Praxen). Je nach Fachgebiet und persönlicher Zuständigkeit kann außerdem die Betreuung von Studierenden hinzukommen, zum Beispiel in der Anatomie oder bei der Anleitung Medizinstudierender in Universitätskliniken.
Facharzt/ärztin Stellenangebote
Facharzt – Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach der Facharztanerkennung bestehen verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten. Ärzte können sich durch Schwerpunktweiterbildungen oder Zusatz-Weiterbildungen weiter spezialisieren, zum Beispiel in Notfallmedizin, Akupunktur, Geriatrie, Medizinischer Informatik, Palliativmedizin, Schlafmedizin, Sportmedizin oder Suchtmedizinischer Grundversorgung. Welche Zusatzbezeichnungen möglich sind, richtet sich nach der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer.
Facharzt – Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten von Fachärzten hängen vom Umfang ihrer Tätigkeit sowie dem Arbeitgeber ab. Arbeitet man zum Beispiel in Vollzeit in einer Klinik, arbeitet man zum einen die entsprechende 40-Wochenstunden-Schicht, kann aber durchaus zusätzlich an Wochenenden und Feiertagen tätig sein. Außerdem sind Rufbereitschaften je nach Fachbereich und Arbeitsvertrag möglich. Arbeitet man hingegen in Teilzeit, reduziert sich die Arbeitszeit entsprechend.
Wer in seiner eigenen Praxis tätig ist, bestimmt seine Arbeitszeiten komplett selbständig. Dies kann jedoch auch in Absprache mit Kollegen erfolgen, sofern man in einer Gemeinschaftspraxis arbeitet. In diesen Fällen kommen außerdem Wochenend- und Feiertagsbereitschaften sowie Urlaubsvertretungen von Kollegen hinzu.
Facharzt – Wo kann gearbeitet werden?
Fachärzte arbeiten in Krankenhäusern, Kliniken oder Facharztpraxen. Im seltenen Ausnahmefall der Arbeitsmedizin kann auch in größeren Betrieben (zum Beispiel großen Baufirmen, Chemiefabriken oder ähnlichem) gearbeitet werden, wo die Mitarbeitenden starken körperlichen Beanspruchungen ausgesetzt sind.
Passende Stellenangebote für Fachärzte
Auf der Suche nach einer neuen passenden Stelle als Facharzt? Medi-Karriere veröffentlich auf dem Stellenportal aktuelle Stellenangebote aus ganz Deutschland. Hier geht es direkt zu den Facharzt Stellenangeboten. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Jobs für Assistenzärzte sowie viele Stellen für Oberärzte und Stellenangebote für Ärzte allgemein.
Häufige Fragen
- Was ist ein Facharzt?
- Wie viel verdient man als Facharzt?
- Was muss man als Facharzt wissen?
- Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Facharzt?
- Wie lange dauert die Ausbildung zum Facharzt?
- Was kann man nach der Facharzt-Ausbildung machen?
- Wie läuft eine Ausbildung zum Facharzt ab?
Ein Facharzt ist ein Arzt mit einer anerkannten Facharztausbildung auf einem der 50 verschiedenen medizinischen Fachgebiete. Fachärzte können beispielsweise in der Inneren Medizin, Neurologie oder Gynäkologie Anstellung finden und dort Patienten behandeln, Medikamente verschreiben, Überweisungen verordnen oder notwendige Untersuchungen durchführen.
Wie hoch das Facharzt-Gehalt nach der Ausbildung ausfällt, hängt vor allem vom Arbeitgeber, dem Fachgebiet und der Tarifbindung ab. In öffentlichen Einrichtungen richtet sich das Gehalt bei Fachärzten/-innen nach dem TV-Ärzte VKA, dem TV-Ärzte TdL oder den Arbeitervertragsrichtlinien (AVR). Das Gehalt liegt im Durchschnitt bei 8.488 Euro. Private Krankenhäuser vergüten nach eigenen Haustarifen.
Welche Kenntnisse die Fachärzte benötigen, ist vor allem von ihrem Fachgebiet abhängig. So verlangt das Gebiet der Chirurgie den Ärzten ganz andere Fähigkeiten ab als das Fachgebiet der Radiologie. In jedem Falle verfügen die Fachärzte über fundiertes Wissen im Bereich der Allgemeinmedizin und der menschlichen Anatomie.
Wenn man als Facharzt eine gute Bewerbung abgeben möchte, sollten Bewerbungsschreiben, Lebenslauf sowie relevante Zeugnisse und Zertifikate vorhanden sein. Neben persönlicher Motivation im Anschreiben sollte im Lebenslauf lückenlos der berufliche und schulische Werdegang aufgeführt werden. Bei der Auswahl der Zeugnisse und Zertifikate gilt eine Beschränkung auf die wichtigsten.
Je nach Fachgebiet dauert die Ausbildung zum Facharzt in Vollzeit meist 48, 60 oder 72 Monate. Bei Teilzeit verlängert sich die Dauer entsprechend.
Fachärzte können sich in ihrem gewählten Fachgebiet spezialisieren (beispielsweise auf Kinder- und Jugendmedizin). Auch Zusatzweiterbildungen in den Bereichen Homöopathie, Palliativmedizin, Akupunktur und viele weitere sind möglich. Auch die Eröffnung einer eigenen Praxis ist jetzt möglich.
Nach Approbation arbeiten Ärzte an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte unter Anleitung weiterbildungsbefugter Ärzte. Die vorgeschriebenen Inhalte werden im Logbuch dokumentiert. Am Ende stehen die Prüfung und die Anerkennung durch die zuständige Ärztekammer.
- Bundesärztekammer, (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018, https://www.bundesaerztekammer.de/... (letzter Zugriff am 25.06.2026)
- Bundesärztekammer, Ärztestatistik 2025, https://www.bundesaerztekammer.de/... (letzter Zugriff am 25.06.2026)







