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Medi-Karriere Medizinische Berufe Tierarzt

Tierarzt werden – Ausbildung und Beruf

Tierarzt Ausbildung

Ausbildungstyp

Studium

Ausbildungsdauer

5,5 Jahre

Voraussetzung

Allgemeine Hochschulreife

34 freie Jobs
als Tierarzt/ärztin

  • Studium
  • Gehalt
  • Bewerbung
  • Jobs

Tierarzt werden – ein Traum für einfühlsame Idealisten mit Tierliebe, Geduld und der Fähigkeit, Tieren auch unangenehme Prozeduren so angenehm wie möglich zu machen und sie zu heilen bzw. ihre Gesundheit zu erhalten. Wer das Studium der Tiermedizin mit dem Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen und die Approbation beantragt hat, darf im Beruf als Tierarzt praktizieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Tierärzte untersuchen, behandeln und operieren Tiere – in Kleintier- oder Großtierpraxen, Tierkliniken, im Veterinäramt, in der Industrie oder der Forschung
  • Der Zugang zum Beruf führt über das Staatsexamen im Studium der Tiermedizin, gefolgt von der Beantragung der Approbation
  • Voraussetzung ist in der Regel die Allgemeine Hochschulreife; unter bestimmten Bedingungen auch eine einschlägige Berufsausbildung mit Berufserfahrung
  • Die Regelstudienzeit beträgt 11 Semester (5,5 Jahre) und ist bundeseinheitlich durch die TAppV geregelt
  • In Deutschland gibt es nur fünf Studienorte: Berlin, Gießen, Hannover, Leipzig und München
  • Besonders gute Berufsaussichten bestehen aktuell in der Nutztiermedizin

Was macht ein Tierarzt?

Tierärzte untersuchen, behandeln und operieren Tiere in Großtier- und Kleintierpraxen oder Tierkliniken.

Großtierpraxen sind häufiger in ländlichen Gegenden zu finden und versorgen Nutztiere wie Kühe, Pferde und Schweine. Als Nutztierarzt ist man daher nicht nur in der Tierpraxis, sondern viel unterwegs und untersucht und behandelt tierische Patienten ambulant vor Ort im Stall.

Kleintierpraxen sind als die „normalen“ Haustierpraxen in Städten und Dörfern für die Versorgung und Behandlung von Hunden, Katzen und anderen Haustieren zuständig.

Als Tierarzt kann man jedoch auch im Veterinäramt, in der Industrie oder der Forschung und Lehre praktizieren. Als Veterinäramtstierarzt besucht man beispielsweise Molkereien oder Schlachthöfe, berät zum Seuchen- und Tierschutz und führt Kontrollen zu Lebensmittelsicherheit und -hygiene durch. Im industriellen Bereich entwickelt und vermarktet man Arzneimittel und Impfstoffe. Und wer sich für den Weg in Forschung und Lehre entscheidet, erforscht Krankheitserreger und Präventionsmöglichkeiten im Labor und unterrichtet Studierende.

Tierarzt werden – Ausbildung

Das Studium der Tiermedizin ist der klassische Weg, um als staatlich anerkannter Tierarzt praktizieren zu dürfen. Der Abschluss ist das Staatsexamen, gefolgt von der Beantragung der Approbation, die zur Ausübung des Tierarzt-Berufs berechtigt.

Tiermedizin Ausbildung

Zugangsvoraussetzungen

Die Allgemeine Hochschulreife ist der klassische Zugang zum Studium der Tiermedizin. Als Ausnahme kann man auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und dreijährigen Berufserfahrung in einem nahestehenden Beruf (zum Beispiel Landwirt oder Tierpfleger) den Hochschulzugang erlangen.

Das Studium der Tiermedizin ist zulassungsbeschränkt und 1.000 Studienplätzen stehen jährlich gut 2.000 Bewerbungen entgegen. Der Numerus Clausus (NC) liegt in der Abiturbestenquote je nach Hochschule und Bewerbungsjahrgang üblicherweise zwischen 1,0 und 1,3.

Zentrale Vergabe der Studienplätze

Die Studienplatzvergabe wird zentral über das Portal Hochschulstart geregelt. 30 Prozent der Studienplätze werden in der Abiturbestenquote nach Abiturnote vergeben. 10 Prozent entfallen auf die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ), in die je nach Hochschule Kriterien wie Wartezeit, einschlägige Berufsausbildung oder Testergebnisse einfließen können. Die restlichen 60 Prozent vergeben die Hochschulen im eigenen Auswahlverfahren (AdH). Neben einem guten NC oder einer starken ZEQ-Punktzahl sind daher hochschulinterne Aufnahmekriterien zu erfüllen. Für genaue Informationen zur Bewerbung empfiehlt sich die Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail-Adresse, die leicht auf der Homepage der entsprechenden Uni zu finden ist.

Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau

Das Studium der Tiermedizin ist durch die TAppV bundeseinheitlich geregelt. Die Regelstudienzeit beträgt fünf Jahre und sechs Monate. Die Ausbildung besteht aus einem wissenschaftlich-theoretischen Studienteil von viereinhalb Jahren mit 3.850 Stunden, einem praktischen Studienteil von 1.170 Stunden sowie den staatlichen Prüfungen: der Tierärztlichen Vorprüfung und der Tierärztlichen Prüfung.

Die Tierärztliche Vorprüfung gliedert sich in zwei Abschnitte: das Vorphysikum und das Physikum. Im Vorphysikum (naturwissenschaftlicher Abschnitt) werden in den ersten zwei Fachsemestern die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Fachs vermittelt. Dazu gehören:

  • Physik
  • Chemie
  • Zoologie
  • Botanik der Futter-, Gift- und Heilpflanzen
  • Medizinische Terminologie
  • Landwirtschaftslehre
  • Geschichte der Veterinärmedizin.

Im anschließenden Physikum (anatomisch-physiologischer Abschnitt), das das dritte und vierte Fachsemester umfasst, werden folgende Fachbereiche geprüft:

  • Tierzucht und Vererbungslehre
  • Tierbeurteilung
  • Anatomie und Physiologie
  • Histologie
  • Embryologie
  • Biochemie

Der praktische Studienteil umfasst insgesamt 1.170 Stunden, die im Verlauf des gesamten Studiums in unterschiedlichen Phasen abzuleisten sind. Die einzelnen Praktika sind gemäß TAppV an bestimmte Studienabschnitte geknüpft:

Praktikumsbereich Zeitraum Dauer
Landwirtschaft vor Abschluss des Physikums 2 Wochen (70 Stunden)
Tierarztpraxis oder Tierklinik frühestens nach dem 6. Fachsemester 4 Wochen (150 Stunden)
Lebensmittelkontrolle frühestens nach dem 8. Fachsemester 2 Wochen (75 Stunden)
Schlachttier- und Fleischuntersuchung frühestens nach dem 8. Fachsemester 3 Wochen (100 Stunden) 
öffentlichen Veterinärwesen frühestens nach dem 8. Fachsemester 2 Wochen (75 Stunden)
Tierarztpraxis, Tierklinik, Wahlpraktikum frühestens nach dem 8. Fachsemester 16 Wochen (700 Stunden)

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildungsinhalte des Tiermedizinstudiums sind bundesweit durch die TAppV geregelt. Zwar unterscheiden sich Studienaufbau, Schwerpunktsetzung und konkrete Lehrplanung je nach Universität, die maßgeblichen Fachgebiete und Gesamtstundenzahlen ergeben sich jedoch aus Anlage 1 der TAppV.

Das Studium verbindet naturwissenschaftliche Grundlagen mit vorklinischen, klinischen, lebensmittelbezogenen, tierseuchenrechtlichen und tierschutzrelevanten Inhalten. Die Lehre erfolgt unter anderem in Vorlesungen, Seminaren, klinischen Demonstrationen und Übungen, auch am Tier. Dabei sollen theoretisches und klinisches Wissen möglichst eng verknüpft und die Inhalte problemorientiert sowie fächerübergreifend vermittelt werden.

Die in Anlage 1 vorgesehenen Fachgebiete sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Fachgebiet Stunden
Physik einschließlich Grundlagen der Strahlenphysik 56
Chemie 126
Zoologie 70
Botanik der Futter-, Gift- und Heilpflanzen 70
Biometrie 28
Berufsfelderkundung (Medizinische Terminologie, Geschichte der Veterinärmedizin, Berufskunde) 42
Anatomie 224
Histologie und Embryologie 98
Landwirtschaftslehre 28
Tierhaltung und Tierhygiene 56
Allgemeine und Klinische Radiologie 42
Physiologie; Biochemie 280
Tierzucht und Genetik einschließlich Tierbeurteilung 84
Klinische Propädeutik 98
Tierschutz und Ethologie 84
Labortierkunde 14
Tierernährung und Futtermittelkunde 98
Gerichtliche Veterinärmedizin, Tierärztliches Berufs- und Standesrecht 28
Geflügelkrankheiten 28
Pharmakologie und Toxikologie 126
Bakteriologie, Mykologie, Virologie, Parasitologie, Immunologie, Tierseuchenbekämpfung, Epidemiologie 266
Krankheiten der Reptilien, Amphibien, Fische sowie der Bienen 28
Allgemeine Pathologie, Spezielle pathologische Anatomie und Histologie einschließlich Obduktionen 182
Innere Medizin 420
Lebensmittelkunde 252
Klinische Ausbildung 518
Querschnittsunterricht 196
Übungen in Landwirtschaft, Tierzucht und Tierhaltung 70
Praktische Ausbildung in einer tierärztlichen Praxis oder tierärztlichen Klinik 850
Praktische Ausbildung in der Hygienekontrolle, Lebensmittelüberwachung und -untersuchung sowie in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung 175
Praktische Ausbildung im öffentlichen Veterinärwesen 75
Wahlpflichtveranstaltungen 308
Gesamtstunden 5.020

Quelle: Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV)

Ausbildungsdauer

Die Regelstudienzeit beträgt elf Semester. Das Studium kann also inklusive der praktischen Phasen in 5,5 Jahren gemeistert werden.

Ausbildungsorte

Nur fünf Universitäten bieten in Deutschland das Studium der Veterinärmedizin an: Die Freie Universität Berlin, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Universität Leipzig, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Tierärztliche Hochschule Hannover.

Die für den Praxisteil erforderlichen Einrichtungen wie Tierarztpraxen, Tierkliniken, Schlacht- und Geflügelbetriebe sowie Molkereien und Veterinärämter gibt es hingegen flächendeckend.

Ausbildungsabschluss

Die Vorprüfungen bestehen aus dem Vorphysikum (naturwissenschaftlicher Abschnitt) und dem Physikum (anatomisch-physiologischer Abschnitt). Nach bestandenem Physikum wird man Kandidat der Veterinärmedizin (cand. med. vet.).

Die Tierärztliche Prüfung erfolgt in mündlicher, schriftlicher oder kombinierter Form in mehreren Teilbereichen ab dem fünften Semester. Geprüft werden:

  • Tierhaltung und Tierhygiene
  • Tierschutz und Ethologie
  • Tierernährung
  • Klinische Propädeutik
  • Virologie, Bakteriologie und Mykologie
  • Parasitologie
  • Tierseuchenbekämpfung und Infektionsepidemiologie
  • Pharmakologie und Toxikologie
  • Arznei- und Betäubungsmittelrecht
  • Geflügelkrankheiten
  • Radiologie und physikalische Therapie
  • Allgemeine Pathologie
  • Spezielle pathologische Anatomie und Histologie
  • Lebensmittelkunde einschließlich Lebensmittelhygiene
  • Fleischhygiene
  • Milchkunde
  • Reproduktionsmedizin
  • Innere Medizin
  • Chirurgie und Anästhesiologie
  • Gerichtliche Veterinärmedizin, Berufs- und Standesrecht

Bestimmte Abschlussprüfungen, insbesondere in Pathologie, Lebensmittel-, Fleisch- und Milchhygiene, Innerer Medizin, Chirurgie und Anästhesiologie, Reproduktionsmedizin sowie Gerichtlicher Veterinärmedizin, dürfen erst nach dem Ende des achten Semesters abgeschlossen werden. Nach Bestehen der Tierärztlichen Prüfung wird ein Zeugnis über das Ergebnis und das Gesamtergebnis ausgestellt. Auf dieser Grundlage kann anschließend die Approbation als Tierärztin oder Tierarzt beantragt werden.

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Zu den freien Tierarzt/ärztin Jobs

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung bieten sich Tierärzten zahlreiche Berufswege. Im landwirtschaftlichen Bereich kann man sich dem Tierseuchenschutz sowie Impfungen und der Geburtenhilfe bei Nutztieren widmen. Dieser Bereich hat besonders gute Berufschancen, da es aktuell mehr Arbeitsstellen als Tierärzte in diesem Fachbereich gibt.

Als niedergelassener Tierarzt in Anstellung oder mit eigener Praxis gehört die Arbeit an Kleintieren wie Hunden, Katzen oder Meerschweinchen zum Alltag. Man kann sich auch auf Exoten spezialisieren, wie Schildkröten, Spinnen oder Schlangen, die vermehrt als Haustiere gehalten werden.

Ein weiteres Berufsfeld der Tiermedizin ist die Sicherung der Lebensmittelhygiene. Und wer sich nach seinem veterinärmedizinischen Studium für ein anschließendes Promotionsstudium entschließt, kann eine berufliche Laufbahn in der Forschung oder Lehre einschlagen.

Tierarzt werden – Gehalt in der Ausbildung

Während des Studiums erhalten angehende Tierärzte kein Gehalt. Wer im Studium etwas dazu verdienen möchte, muss sich eine Stelle als studentische Hilfskraft oder einen Mini-Job-Beschäftigung suchen.

Tierarzt werden – Gehalt im weiteren Berufsleben

Das Gehalt als Tierarzt variiert je nach Art der Einrichtung, sowie auch je nach Tierart und Spezialisierung. Das Mediangehalt für Tierärzte liegt insgesamt bei 4.650 Euro.

Tierarzt werden – Aufgaben im Arbeitsalltag

Neben den regulären Aufgaben von Tierärzten wie zum Beispiel der Untersuchung und Behandlung von Tieren, der Verabreichung von Impfungen, Injektionen, Transfusionen und Infusionen, der Blutabnahme bei Tieren sowie der Verordnung und Verschreibung von Arzneimitteln gibt es je nach Schwerpunkt verschiedene Tätigkeiten und Aufgabengebiete.

Geburtshilfe, Erstuntersuchungen und Impfungen

In der Kleintiermedizin ist der Arbeitsalltag am intensivsten, da man direkt mit Tier und Halter zusammenarbeitet. Dies kann erfüllend sein, wenn es um positive Ereignisse wie zum Beispiel Geburtshilfe, Welpen-Erstuntersuchungen, Impfungen oder ähnliches geht. Wenn Tiere jedoch nach Unfällen schwer verletzt sind, wegen schmerzhafter Krankheiten eingeschläfert werden müssen oder austherapiert sind und man weinende Tierbesitzer/innen vor sich hat, braucht man starke Nerven.

Mobiles Gesundheitsmanagement in der Landwirtschaft

In der Nutztiermedizin spielt sich der Arbeitsalltag eines Tierarztes überwiegend „außer Haus“ ab. Hier gilt das Hauptaugenmerk den in landwirtschaftlichen Betrieben zum Zweck der Lebensmittelproduktion gehaltenen Tieren wie Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel.

Die Tätigkeit als „Gesundheitsmanager“ der bäuerlichen Betriebe setzt ein hohes Maß an Mobilität voraus, da die Höfe meist weit verstreut liegen. Die Tiere dort zu behandeln, hat auch den Zusatzfaktor der Verantwortung für Seucheneindämmung und Gesundheitsmanagement für die menschlichen Mitarbeiter.

Tierschutz und Seuchenprävention

Tierärzte im öffentlichen Veterinärwesen gehen noch weiter und überwachen die gesamte Lebensmittelkette vom Stall bis zum Tisch. Sie kümmern sich um Tierschutz, -seuchenbekämpfung und -vorbeugung.

Amtstierärzte sind nicht nur „Schreibtischtäter“, die Gesetze, Verordnungen und Vorschriften überwachen, sondern greifen aktiv in veterinärpolizeiliche und tierhygienische Angelegenheiten wie zum Beispiel die Kontrolle von Schlachtbetrieben auf leidende Tiere und/oder unsachgemäße Haltung oder illegaler Tierhandel. Wer auch in kniffligen Lagen einen kühlen Kopf und den Überblick über die Gesetzeslage behält, ist hier gut aufgehoben.

Weitere Aufgaben

Zu den weiteren regelmäßigen Aufgaben von Veterinärmediziner gehören unter anderem:

  • medizinische Vorbeugungsmaßnahmen gegen Erkrankungen
  • operative Eingriffe
  • Schlachttier- und Fleischuntersuchung
  • Ausstellung von tierärztlichen Zeugnissen und Gutachten
  • künstliche Besamung von Haustieren

Tierarzt werden – Arbeitszeiten

Die Arbeitszeiten von Tierärzten unterscheiden sich je nach Tätigkeitsbereich deutlich. In Kleintierpraxen richten sie sich meist nach den Sprechzeiten, oft auch mit Abend- oder Samstagsterminen. In Tierkliniken, im Notdienst sowie in der Pferde- oder Nutztierpraxis kommen häufiger Wochenend-, Feiertags-, Nacht- und Bereitschaftsdienste vor. Im öffentlichen Veterinärwesen, in Forschung, Industrie oder Verwaltung sind die Arbeitszeiten meist regelmäßiger.

Für angestellte Tierärzte gilt das Arbeitszeitgesetz: Die werktägliche Arbeitszeit beträgt grundsätzlich höchstens acht Stunden. Sie kann auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Monaten oder 24 Wochen ein entsprechender Ausgleich erfolgt. Nach Arbeitsende ist in der Regel eine Ruhezeit von elf Stunden einzuhalten.

Selbstständige Tierärzte sind flexibler, arbeiten je nach Praxisform und Notdienstbelastung aber häufig mehr als 40 Stunden pro Woche.

Tierarzt werden – Wo kann gearbeitet werden?

Tierärzte können in sehr unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Klassische Arbeitsorte sind Kleintierpraxen, Tierkliniken, Pferde- oder Nutztierpraxen sowie spezialisierte Praxen, etwa für Reptilien oder andere Heimtiere. Während Kleintierärzte meist in Praxis- oder Klinikräumen arbeiten, sind Nutztier- und Pferdetierärzte häufiger mobil unterwegs und betreuen Tiere direkt in Betrieben oder Ställen.

Auch im öffentlichen Veterinärwesen gibt es zahlreiche Einsatzfelder, etwa in Tierschutz- und Verbraucherschutzbehörden, bei der Kontrolle von Tierhaltungen und Tiertransporten sowie in der Lebensmittelüberwachung, zum Beispiel in Schlacht- oder Milchbetrieben.

Weitere Arbeitgeber sind Universitäten, Forschungseinrichtungen, Labore, die pharmazeutische Industrie sowie Hersteller von Tierarzneimitteln und Impfstoffen. Dort arbeiten Tierärzte unter anderem an der Erforschung von Krankheiten, der Entwicklung neuer Therapien, der Auswertung von Daten oder in der Lehre.

Tierarzt werden – Weiterbildungsmöglichkeiten

In gewisser Weise ist eine Weiterbildungsmöglichkeit für Tierärzte der Erwerb des Doktortitels „Dr. med. vet.“. Die Promotion kann bessere Berufsaussichten sowie ein höheres Einkommen bringen und bietet sich vor allem an, wenn man in die Forschung möchte. Die Bewerbung richtet man direkt an die Forschungsabteilung der Universitätsklinik, an der man während der Zeit der Dissertation angestellt sein möchte.

Auch ein Fachtierarzttitel kann zu besseren beruflichen Chancen vor allem bei der Arbeit in Klein- und Nutztierkliniken verhelfen. Anders als in der Humanmedizin, wo der Facharzttitel zwingend ist, ist er in der Tiermedizin eine freiwillige Zusatzqualifikation. Man absolviert ihn in der Regel innerhalb von drei bis fünf Jahren an entsprechend zugelassenen Universitätskliniken. Möglichkeiten zur Spezialisierung sind unter anderem Chirurgie, Innere Medizin, Augenheilkunde, Kleintiere, Pferde sowie Nutztiere.

Passende Stellenangebote für Tierärzte finden

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Häufige Fragen

  1. Was ist ein
  2. Tierarzt?
  3. Tierärzte untersuchen und behandeln Klein-, Groß- und Nutztiere. Sie operieren Haus- und Hoftiere, leisten Geburtshilfe, behandeln Krankheiten und beraten Tierbesitzer zu allen Fragen rund ums Tier wie Tierhaltung und Tierzucht.

  4. Wie viel verdient man als Tierarzt?
  5. Tierärzte verdienen ein Mediengehalt von 4.650 Euro brutto pro Monat.

  6. Was muss man als Tierarzt wissen?
  7. Tierärzte müssen wissen, wie man kranke Tiere diagnostiziert und behandelt, sie gegen gängige Krankheiten impft und chirurgische Eingriffe durchführt. Außerdem überprüfen und erhalten sie die Gesundheit von Nutz- und Haustieren, helfen bei der Geburt und Züchtung und überwachen die hygienische Sicherheit bei der Produktion tierischer Lebensmittel.

  8. Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Tierarzt?
  9. In einer Bewerbung zum Tierarzt sollte man seine Motivation ausdrücken und erklären, warum man sich gerade in dieser speziellen tiermedizinischen Einrichtung bewirbt. In den dazugehörigen Lebenslauf zum Tierarzt gehören die wichtigsten Stationen der bisherigen beruflichen Laufbahn, die Ausbildungsstationen und eventuelle Weiter- und Zusatzausbildungen.

  10. Wie läuft eine Tierarzt-Ausbildung ab?
  11. Tiermedizin ist ein Studium, dessen Regelstudienzeit elf Semester beträgt. Anders als in den meisten Studiengängen legt man jedoch als angehender Tierarzt eine Staatsprüfung statt einer Bachelor- oder Masterprüfung ab und beendet das Studium mit dem Staatsexamen.

  12. Was kann man nach der Tierarzt-Ausbildung machen?
  13. Tierärzte können nach ihrem Staatsexamen sowohl eigene tierärztliche Praxen eröffnen als auch in bereits bestehenden Tierarztpraxen Anstellung finden. Sie können jedoch auch als Amtstierärzte beim Staat angestellt sein, in Zoos arbeiten oder in die Forschung und Entwicklung gehen.

Quellen
  1. Bundesamt für Justiz, Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV), https://www.gesetze-im-internet.de/... (letzter Zugriff am 10.06.2026)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Florentina Blakaj
Florentina Blakaj
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 10.06.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht ein Tierarzt?
  2. Ausbildung
  3. Gehalt in der Ausbildung
  4. Gehalt im weiteren Berufsleben
  5. Aufgaben im Arbeitsalltag
  6. Weiterbildungsmöglichkeiten
  7. Arbeitszeiten
  8. Wo kann gearbeitet werden?
  9. Stellenangebote

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