Tierarzt werden – ein Traum für einfühlsame Idealisten mit Tierliebe, Geduld und der Fähigkeit, Tieren auch unangenehme Prozeduren so angenehm wie möglich zu machen und sie zu heilen bzw. ihre Gesundheit zu erhalten. Wer das Studium der Tiermedizin mit dem Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen und die Approbation beantragt hat, darf im Beruf als Tierarzt praktizieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Tierärzte untersuchen, behandeln und operieren Tiere – in Kleintier- oder Großtierpraxen, Tierkliniken, im Veterinäramt, in der Industrie oder der Forschung
- Der Zugang zum Beruf führt über das Staatsexamen im Studium der Tiermedizin, gefolgt von der Beantragung der Approbation
- Voraussetzung ist in der Regel die Allgemeine Hochschulreife; unter bestimmten Bedingungen auch eine einschlägige Berufsausbildung mit Berufserfahrung
- Die Regelstudienzeit beträgt 11 Semester (5,5 Jahre) und ist bundeseinheitlich durch die TAppV geregelt
- In Deutschland gibt es nur fünf Studienorte: Berlin, Gießen, Hannover, Leipzig und München
- Besonders gute Berufsaussichten bestehen aktuell in der Nutztiermedizin
Was macht ein Tierarzt?
Tierärzte untersuchen, behandeln und operieren Tiere in Großtier- und Kleintierpraxen oder Tierkliniken.
Großtierpraxen sind häufiger in ländlichen Gegenden zu finden und versorgen Nutztiere wie Kühe, Pferde und Schweine. Als Nutztierarzt ist man daher nicht nur in der Tierpraxis, sondern viel unterwegs und untersucht und behandelt tierische Patienten ambulant vor Ort im Stall.
Kleintierpraxen sind als die „normalen“ Haustierpraxen in Städten und Dörfern für die Versorgung und Behandlung von Hunden, Katzen und anderen Haustieren zuständig.
Als Tierarzt kann man jedoch auch im Veterinäramt, in der Industrie oder der Forschung und Lehre praktizieren. Als Veterinäramtstierarzt besucht man beispielsweise Molkereien oder Schlachthöfe, berät zum Seuchen- und Tierschutz und führt Kontrollen zu Lebensmittelsicherheit und -hygiene durch. Im industriellen Bereich entwickelt und vermarktet man Arzneimittel und Impfstoffe. Und wer sich für den Weg in Forschung und Lehre entscheidet, erforscht Krankheitserreger und Präventionsmöglichkeiten im Labor und unterrichtet Studierende.
Tierarzt werden – Ausbildung
Das Studium der Tiermedizin ist der klassische Weg, um als staatlich anerkannter Tierarzt praktizieren zu dürfen. Der Abschluss ist das Staatsexamen, gefolgt von der Beantragung der Approbation, die zur Ausübung des Tierarzt-Berufs berechtigt.

Zugangsvoraussetzungen
Die Allgemeine Hochschulreife ist der klassische Zugang zum Studium der Tiermedizin. Als Ausnahme kann man auch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und dreijährigen Berufserfahrung in einem nahestehenden Beruf (zum Beispiel Landwirt oder Tierpfleger) den Hochschulzugang erlangen.
Das Studium der Tiermedizin ist zulassungsbeschränkt und 1.000 Studienplätzen stehen jährlich gut 2.000 Bewerbungen entgegen. Der Numerus Clausus (NC) liegt in der Abiturbestenquote je nach Hochschule und Bewerbungsjahrgang üblicherweise zwischen 1,0 und 1,3.
Zentrale Vergabe der Studienplätze
Die Studienplatzvergabe wird zentral über das Portal Hochschulstart geregelt. 30 Prozent der Studienplätze werden in der Abiturbestenquote nach Abiturnote vergeben. 10 Prozent entfallen auf die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ), in die je nach Hochschule Kriterien wie Wartezeit, einschlägige Berufsausbildung oder Testergebnisse einfließen können. Die restlichen 60 Prozent vergeben die Hochschulen im eigenen Auswahlverfahren (AdH). Neben einem guten NC oder einer starken ZEQ-Punktzahl sind daher hochschulinterne Aufnahmekriterien zu erfüllen. Für genaue Informationen zur Bewerbung empfiehlt sich die Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail-Adresse, die leicht auf der Homepage der entsprechenden Uni zu finden ist.
Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Das Studium der Tiermedizin ist durch die TAppV bundeseinheitlich geregelt. Die Regelstudienzeit beträgt fünf Jahre und sechs Monate. Die Ausbildung besteht aus einem wissenschaftlich-theoretischen Studienteil von viereinhalb Jahren mit 3.850 Stunden, einem praktischen Studienteil von 1.170 Stunden sowie den staatlichen Prüfungen: der Tierärztlichen Vorprüfung und der Tierärztlichen Prüfung.
Die Tierärztliche Vorprüfung gliedert sich in zwei Abschnitte: das Vorphysikum und das Physikum. Im Vorphysikum (naturwissenschaftlicher Abschnitt) werden in den ersten zwei Fachsemestern die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Fachs vermittelt. Dazu gehören:
- Physik
- Chemie
- Zoologie
- Botanik der Futter-, Gift- und Heilpflanzen
- Medizinische Terminologie
- Landwirtschaftslehre
- Geschichte der Veterinärmedizin.
Im anschließenden Physikum (anatomisch-physiologischer Abschnitt), das das dritte und vierte Fachsemester umfasst, werden folgende Fachbereiche geprüft:
- Tierzucht und Vererbungslehre
- Tierbeurteilung
- Anatomie und Physiologie
- Histologie
- Embryologie
- Biochemie
Der praktische Studienteil umfasst insgesamt 1.170 Stunden, die im Verlauf des gesamten Studiums in unterschiedlichen Phasen abzuleisten sind. Die einzelnen Praktika sind gemäß TAppV an bestimmte Studienabschnitte geknüpft:
| Praktikumsbereich | Zeitraum | Dauer |
| Landwirtschaft | vor Abschluss des Physikums | 2 Wochen (70 Stunden) |
| Tierarztpraxis oder Tierklinik | frühestens nach dem 6. Fachsemester | 4 Wochen (150 Stunden) |
| Lebensmittelkontrolle | frühestens nach dem 8. Fachsemester | 2 Wochen (75 Stunden) |
| Schlachttier- und Fleischuntersuchung | frühestens nach dem 8. Fachsemester | 3 Wochen (100 Stunden) |
| öffentlichen Veterinärwesen | frühestens nach dem 8. Fachsemester | 2 Wochen (75 Stunden) |
| Tierarztpraxis, Tierklinik, Wahlpraktikum | frühestens nach dem 8. Fachsemester | 16 Wochen (700 Stunden) |
Ausbildungsinhalte
Die Ausbildungsinhalte des Tiermedizinstudiums sind bundesweit durch die TAppV geregelt. Zwar unterscheiden sich Studienaufbau, Schwerpunktsetzung und konkrete Lehrplanung je nach Universität, die maßgeblichen Fachgebiete und Gesamtstundenzahlen ergeben sich jedoch aus Anlage 1 der TAppV.
Das Studium verbindet naturwissenschaftliche Grundlagen mit vorklinischen, klinischen, lebensmittelbezogenen, tierseuchenrechtlichen und tierschutzrelevanten Inhalten. Die Lehre erfolgt unter anderem in Vorlesungen, Seminaren, klinischen Demonstrationen und Übungen, auch am Tier. Dabei sollen theoretisches und klinisches Wissen möglichst eng verknüpft und die Inhalte problemorientiert sowie fächerübergreifend vermittelt werden.
Die in Anlage 1 vorgesehenen Fachgebiete sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| Fachgebiet | Stunden |
| Physik einschließlich Grundlagen der Strahlenphysik | 56 |
| Chemie | 126 |
| Zoologie | 70 |
| Botanik der Futter-, Gift- und Heilpflanzen | 70 |
| Biometrie | 28 |
| Berufsfelderkundung (Medizinische Terminologie, Geschichte der Veterinärmedizin, Berufskunde) | 42 |
| Anatomie | 224 |
| Histologie und Embryologie | 98 |
| Landwirtschaftslehre | 28 |
| Tierhaltung und Tierhygiene | 56 |
| Allgemeine und Klinische Radiologie | 42 |
| Physiologie; Biochemie | 280 |
| Tierzucht und Genetik einschließlich Tierbeurteilung | 84 |
| Klinische Propädeutik | 98 |
| Tierschutz und Ethologie | 84 |
| Labortierkunde | 14 |
| Tierernährung und Futtermittelkunde | 98 |
| Gerichtliche Veterinärmedizin, Tierärztliches Berufs- und Standesrecht | 28 |
| Geflügelkrankheiten | 28 |
| Pharmakologie und Toxikologie | 126 |
| Bakteriologie, Mykologie, Virologie, Parasitologie, Immunologie, Tierseuchenbekämpfung, Epidemiologie | 266 |
| Krankheiten der Reptilien, Amphibien, Fische sowie der Bienen | 28 |
| Allgemeine Pathologie, Spezielle pathologische Anatomie und Histologie einschließlich Obduktionen | 182 |
| Innere Medizin | 420 |
| Lebensmittelkunde | 252 |
| Klinische Ausbildung | 518 |
| Querschnittsunterricht | 196 |
| Übungen in Landwirtschaft, Tierzucht und Tierhaltung | 70 |
| Praktische Ausbildung in einer tierärztlichen Praxis oder tierärztlichen Klinik | 850 |
| Praktische Ausbildung in der Hygienekontrolle, Lebensmittelüberwachung und -untersuchung sowie in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung | 175 |
| Praktische Ausbildung im öffentlichen Veterinärwesen | 75 |
| Wahlpflichtveranstaltungen | 308 |
| Gesamtstunden | 5.020 |
Quelle: Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV)
Ausbildungsdauer
Die Regelstudienzeit beträgt elf Semester. Das Studium kann also inklusive der praktischen Phasen in 5,5 Jahren gemeistert werden.
Ausbildungsorte
Nur fünf Universitäten bieten in Deutschland das Studium der Veterinärmedizin an: Die Freie Universität Berlin, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Universität Leipzig, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Tierärztliche Hochschule Hannover.
Die für den Praxisteil erforderlichen Einrichtungen wie Tierarztpraxen, Tierkliniken, Schlacht- und Geflügelbetriebe sowie Molkereien und Veterinärämter gibt es hingegen flächendeckend.
Ausbildungsabschluss
Die Vorprüfungen bestehen aus dem Vorphysikum (naturwissenschaftlicher Abschnitt) und dem Physikum (anatomisch-physiologischer Abschnitt). Nach bestandenem Physikum wird man Kandidat der Veterinärmedizin (cand. med. vet.).
Die Tierärztliche Prüfung erfolgt in mündlicher, schriftlicher oder kombinierter Form in mehreren Teilbereichen ab dem fünften Semester. Geprüft werden:
- Tierhaltung und Tierhygiene
- Tierschutz und Ethologie
- Tierernährung
- Klinische Propädeutik
- Virologie, Bakteriologie und Mykologie
- Parasitologie
- Tierseuchenbekämpfung und Infektionsepidemiologie
- Pharmakologie und Toxikologie
- Arznei- und Betäubungsmittelrecht
- Geflügelkrankheiten
- Radiologie und physikalische Therapie
- Allgemeine Pathologie
- Spezielle pathologische Anatomie und Histologie
- Lebensmittelkunde einschließlich Lebensmittelhygiene
- Fleischhygiene
- Milchkunde
- Reproduktionsmedizin
- Innere Medizin
- Chirurgie und Anästhesiologie
- Gerichtliche Veterinärmedizin, Berufs- und Standesrecht
Bestimmte Abschlussprüfungen, insbesondere in Pathologie, Lebensmittel-, Fleisch- und Milchhygiene, Innerer Medizin, Chirurgie und Anästhesiologie, Reproduktionsmedizin sowie Gerichtlicher Veterinärmedizin, dürfen erst nach dem Ende des achten Semesters abgeschlossen werden. Nach Bestehen der Tierärztlichen Prüfung wird ein Zeugnis über das Ergebnis und das Gesamtergebnis ausgestellt. Auf dieser Grundlage kann anschließend die Approbation als Tierärztin oder Tierarzt beantragt werden.
Tierarzt/ärztin Stellenangebote
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung bieten sich Tierärzten zahlreiche Berufswege. Im landwirtschaftlichen Bereich kann man sich dem Tierseuchenschutz sowie Impfungen und der Geburtenhilfe bei Nutztieren widmen. Dieser Bereich hat besonders gute Berufschancen, da es aktuell mehr Arbeitsstellen als Tierärzte in diesem Fachbereich gibt.
Als niedergelassener Tierarzt in Anstellung oder mit eigener Praxis gehört die Arbeit an Kleintieren wie Hunden, Katzen oder Meerschweinchen zum Alltag. Man kann sich auch auf Exoten spezialisieren, wie Schildkröten, Spinnen oder Schlangen, die vermehrt als Haustiere gehalten werden.
Ein weiteres Berufsfeld der Tiermedizin ist die Sicherung der Lebensmittelhygiene. Und wer sich nach seinem veterinärmedizinischen Studium für ein anschließendes Promotionsstudium entschließt, kann eine berufliche Laufbahn in der Forschung oder Lehre einschlagen.
Tierarzt werden – Gehalt in der Ausbildung
Während des Studiums erhalten angehende Tierärzte kein Gehalt. Wer im Studium etwas dazu verdienen möchte, muss sich eine Stelle als studentische Hilfskraft oder einen Mini-Job-Beschäftigung suchen.
Tierarzt werden – Gehalt im weiteren Berufsleben
Das Gehalt als Tierarzt variiert je nach Art der Einrichtung, sowie auch je nach Tierart und Spezialisierung. Das Mediangehalt für Tierärzte liegt insgesamt bei 4.650 Euro.
Tierarzt werden – Aufgaben im Arbeitsalltag
Neben den regulären Aufgaben von Tierärzten wie zum Beispiel der Untersuchung und Behandlung von Tieren, der Verabreichung von Impfungen, Injektionen, Transfusionen und Infusionen, der Blutabnahme bei Tieren sowie der Verordnung und Verschreibung von Arzneimitteln gibt es je nach Schwerpunkt verschiedene Tätigkeiten und Aufgabengebiete.
Geburtshilfe, Erstuntersuchungen und Impfungen
In der Kleintiermedizin ist der Arbeitsalltag am intensivsten, da man direkt mit Tier und Halter zusammenarbeitet. Dies kann erfüllend sein, wenn es um positive Ereignisse wie zum Beispiel Geburtshilfe, Welpen-Erstuntersuchungen, Impfungen oder ähnliches geht. Wenn Tiere jedoch nach Unfällen schwer verletzt sind, wegen schmerzhafter Krankheiten eingeschläfert werden müssen oder austherapiert sind und man weinende Tierbesitzer/innen vor sich hat, braucht man starke Nerven.
Mobiles Gesundheitsmanagement in der Landwirtschaft
In der Nutztiermedizin spielt sich der Arbeitsalltag eines Tierarztes überwiegend „außer Haus“ ab. Hier gilt das Hauptaugenmerk den in landwirtschaftlichen Betrieben zum Zweck der Lebensmittelproduktion gehaltenen Tieren wie Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel.
Die Tätigkeit als „Gesundheitsmanager“ der bäuerlichen Betriebe setzt ein hohes Maß an Mobilität voraus, da die Höfe meist weit verstreut liegen. Die Tiere dort zu behandeln, hat auch den Zusatzfaktor der Verantwortung für Seucheneindämmung und Gesundheitsmanagement für die menschlichen Mitarbeiter.
Tierschutz und Seuchenprävention
Tierärzte im öffentlichen Veterinärwesen gehen noch weiter und überwachen die gesamte Lebensmittelkette vom Stall bis zum Tisch. Sie kümmern sich um Tierschutz, -seuchenbekämpfung und -vorbeugung.
Amtstierärzte sind nicht nur „Schreibtischtäter“, die Gesetze, Verordnungen und Vorschriften überwachen, sondern greifen aktiv in veterinärpolizeiliche und tierhygienische Angelegenheiten wie zum Beispiel die Kontrolle von Schlachtbetrieben auf leidende Tiere und/oder unsachgemäße Haltung oder illegaler Tierhandel. Wer auch in kniffligen Lagen einen kühlen Kopf und den Überblick über die Gesetzeslage behält, ist hier gut aufgehoben.
Weitere Aufgaben
Zu den weiteren regelmäßigen Aufgaben von Veterinärmediziner gehören unter anderem:
- medizinische Vorbeugungsmaßnahmen gegen Erkrankungen
- operative Eingriffe
- Schlachttier- und Fleischuntersuchung
- Ausstellung von tierärztlichen Zeugnissen und Gutachten
- künstliche Besamung von Haustieren
Tierarzt werden – Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten von Tierärzten unterscheiden sich je nach Tätigkeitsbereich deutlich. In Kleintierpraxen richten sie sich meist nach den Sprechzeiten, oft auch mit Abend- oder Samstagsterminen. In Tierkliniken, im Notdienst sowie in der Pferde- oder Nutztierpraxis kommen häufiger Wochenend-, Feiertags-, Nacht- und Bereitschaftsdienste vor. Im öffentlichen Veterinärwesen, in Forschung, Industrie oder Verwaltung sind die Arbeitszeiten meist regelmäßiger.
Für angestellte Tierärzte gilt das Arbeitszeitgesetz: Die werktägliche Arbeitszeit beträgt grundsätzlich höchstens acht Stunden. Sie kann auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Monaten oder 24 Wochen ein entsprechender Ausgleich erfolgt. Nach Arbeitsende ist in der Regel eine Ruhezeit von elf Stunden einzuhalten.
Selbstständige Tierärzte sind flexibler, arbeiten je nach Praxisform und Notdienstbelastung aber häufig mehr als 40 Stunden pro Woche.
Tierarzt werden – Wo kann gearbeitet werden?
Tierärzte können in sehr unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Klassische Arbeitsorte sind Kleintierpraxen, Tierkliniken, Pferde- oder Nutztierpraxen sowie spezialisierte Praxen, etwa für Reptilien oder andere Heimtiere. Während Kleintierärzte meist in Praxis- oder Klinikräumen arbeiten, sind Nutztier- und Pferdetierärzte häufiger mobil unterwegs und betreuen Tiere direkt in Betrieben oder Ställen.
Auch im öffentlichen Veterinärwesen gibt es zahlreiche Einsatzfelder, etwa in Tierschutz- und Verbraucherschutzbehörden, bei der Kontrolle von Tierhaltungen und Tiertransporten sowie in der Lebensmittelüberwachung, zum Beispiel in Schlacht- oder Milchbetrieben.
Weitere Arbeitgeber sind Universitäten, Forschungseinrichtungen, Labore, die pharmazeutische Industrie sowie Hersteller von Tierarzneimitteln und Impfstoffen. Dort arbeiten Tierärzte unter anderem an der Erforschung von Krankheiten, der Entwicklung neuer Therapien, der Auswertung von Daten oder in der Lehre.
Tierarzt werden – Weiterbildungsmöglichkeiten
In gewisser Weise ist eine Weiterbildungsmöglichkeit für Tierärzte der Erwerb des Doktortitels „Dr. med. vet.“. Die Promotion kann bessere Berufsaussichten sowie ein höheres Einkommen bringen und bietet sich vor allem an, wenn man in die Forschung möchte. Die Bewerbung richtet man direkt an die Forschungsabteilung der Universitätsklinik, an der man während der Zeit der Dissertation angestellt sein möchte.
Auch ein Fachtierarzttitel kann zu besseren beruflichen Chancen vor allem bei der Arbeit in Klein- und Nutztierkliniken verhelfen. Anders als in der Humanmedizin, wo der Facharzttitel zwingend ist, ist er in der Tiermedizin eine freiwillige Zusatzqualifikation. Man absolviert ihn in der Regel innerhalb von drei bis fünf Jahren an entsprechend zugelassenen Universitätskliniken. Möglichkeiten zur Spezialisierung sind unter anderem Chirurgie, Innere Medizin, Augenheilkunde, Kleintiere, Pferde sowie Nutztiere.
Passende Stellenangebote für Tierärzte finden
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Häufige Fragen
- Was ist ein
- Tierarzt?
- Wie viel verdient man als Tierarzt?
- Was muss man als Tierarzt wissen?
- Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Tierarzt?
- Wie läuft eine Tierarzt-Ausbildung ab?
- Was kann man nach der Tierarzt-Ausbildung machen?
Tierärzte untersuchen und behandeln Klein-, Groß- und Nutztiere. Sie operieren Haus- und Hoftiere, leisten Geburtshilfe, behandeln Krankheiten und beraten Tierbesitzer zu allen Fragen rund ums Tier wie Tierhaltung und Tierzucht.
Tierärzte verdienen ein Mediengehalt von 4.650 Euro brutto pro Monat.
Tierärzte müssen wissen, wie man kranke Tiere diagnostiziert und behandelt, sie gegen gängige Krankheiten impft und chirurgische Eingriffe durchführt. Außerdem überprüfen und erhalten sie die Gesundheit von Nutz- und Haustieren, helfen bei der Geburt und Züchtung und überwachen die hygienische Sicherheit bei der Produktion tierischer Lebensmittel.
In einer Bewerbung zum Tierarzt sollte man seine Motivation ausdrücken und erklären, warum man sich gerade in dieser speziellen tiermedizinischen Einrichtung bewirbt. In den dazugehörigen Lebenslauf zum Tierarzt gehören die wichtigsten Stationen der bisherigen beruflichen Laufbahn, die Ausbildungsstationen und eventuelle Weiter- und Zusatzausbildungen.
Tiermedizin ist ein Studium, dessen Regelstudienzeit elf Semester beträgt. Anders als in den meisten Studiengängen legt man jedoch als angehender Tierarzt eine Staatsprüfung statt einer Bachelor- oder Masterprüfung ab und beendet das Studium mit dem Staatsexamen.
Tierärzte können nach ihrem Staatsexamen sowohl eigene tierärztliche Praxen eröffnen als auch in bereits bestehenden Tierarztpraxen Anstellung finden. Sie können jedoch auch als Amtstierärzte beim Staat angestellt sein, in Zoos arbeiten oder in die Forschung und Entwicklung gehen.
- Bundesamt für Justiz, Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV), https://www.gesetze-im-internet.de/... (letzter Zugriff am 10.06.2026)







