Zahnarzt werden – auch wenn der Besuch häufig mit wenig Vorfreude verbunden ist, handelt es sich beim Zahnarztberuf für viele um einen Traumjob. Wie die Zahnarzt-Ausbildung konkret abläuft und welche Aufgaben ein Zahnarzt im Berufsalltag wahrnimmt, zeigt der folgende Beitrag.
Das Wichtigste in Kürze
- Zahnärzte behandeln Zähne, Mund und Zahnhalteapparat – sie führen Vorsorgeuntersuchungen durch, behandeln Karies und Wurzelerkrankungen und versorgen Patienten mit Zahnersatz und Röntgendiagnostik.
- Wer Zahnarzt werden möchte, braucht das Abitur und besteht den NC – dieser liegt je nach Hochschule zwischen 1,0 und 1,5.
- Das Studium umfasst mindestens 10 Semester und durchläuft drei Abschnitte, die jeweils mit einem Staatsexamen abgeschlossen werden.
- Nach dem Studium arbeiten Absolventen zwei Jahre als Vorbereitungsassistenten, bevor sie die Approbation und damit die vollständige Berufszulassung erhalten.
- Die Berufschancen sind sehr gut: Besonders im ländlichen Raum werden Zahnärzte gesucht, da viele niedergelassene Kollegen in den nächsten Jahren in Rente gehen.
- Wer sich in Kieferorthopädie, Oralchirurgie oder Parodontologie spezialisiert, erweitert nicht nur sein Behandlungsspektrum, sondern steigert auch sein Gehalt.
Was macht ein Zahnarzt?
Zahnärzte kümmern sich um die Gesundheit von Zähnen, Mund und Zahnhalteapparat, also beispielsweise von Kiefer und Zahnfleisch. Ihr Aufgabenbereich reicht von regelmäßigen Kontrolluntersuchungen über Kariesvorsorge und -behandlung bis hin zu Zahnsteinentfernung, Zahnfleisch- und Wurzelbehandlungen. Außerdem fertigen sie Zahnabdrücke an, die als Grundlage für Zahnersatz oder kieferorthopädische Korrekturen dienen. Auch Röntgenaufnahmen und deren Auswertung gehören zum Praxisalltag.
Da viele Menschen den Zahnarztbesuch mit Unsicherheit oder Angst verbinden, benötigen Zahnärzte neben fachlichem Wissen auch Einfühlungsvermögen im Umgang mit ihren Patienten. Unterstützt werden sie dabei von Zahnmedizinischen Fachangestellten sowie speziell weitergebildeten ZMF und Prophylaxeassistenten, die unter anderem professionelle Zahnreinigungen eigenständig durchführen.
Zahnarzt werden – Ausbildung
Die Zahnarzt-Ausbildung ist anspruchsvoll und zeitintensiv – sie erfordert nicht nur ein solides Verständnis für Naturwissenschaften und handwerkliches Geschick, sondern auch Einfühlungsvermögen im Umgang mit Patienten jeden Alters. Was das Studium konkret umfasst und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, zeigt der folgende Abschnitt.

Zugangsvoraussetzungen
Für die Zahnarzt-Ausbildung ist ein Zahnmedizin-Studium notwendig. Um hierfür zugelassen zu werden, brauchen Interessierte die allgemeine Hochschulreife oder einen gleichgestellten Abschluss mit sehr guten Noten, damit der Numerus Clausus (NC) geschafft wird. Dieser lag für das Wintersemester 2025/2026 zwischen 1,0 und 1,5. Die Bewerbung erfolgt häufig über hochschulstart.de. Dort ist eine Bewerbung an allen Universitäten, die den Studiengang anbieten, über ein Bewerbungsverfahren möglich. Insgesamt waren an den Universitäten im Wintersemester 2025/2026 1.498 Studienplätze zu vergeben.
Über die besten Noten werden 30 Prozent der Studienplätze vergeben. Weitere 10 Prozent der Plätze werden durch schulnotenunabhängige Kriterien (ZEQ) vergeben. Die restlichen 60 Prozent der Studienplätze werden über die Auswahlverfahren der jeweiligen Hochschulen verteilt (zum Beispiel Studieneignungstests).
Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) - Was gehört dazu?
Die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) umfasst 10 Prozent der Studienplätze. In Zahnmedizin werden dabei schulnotenunabhängige Kriterien bewertet, die je nach Hochschule unterschiedlich gewichtet werden.
Dazu gehören:
- Studierfähigkeitstests wie TMS, HAM-Nat, HAM-SJT oder HAM-Man, die fachliche, kognitive oder praktische Eignung prüfen
- Anerkannte Berufsausbildungen, zum Beispiel im medizinischen oder zahnmedizinischen Bereich
- Anerkannte Berufstätigkeit, die meist mindestens 12 Monate dauern muss
- Anerkannte Dienste oder Ehrenämter, etwa FSJ, Bundesfreiwilligendienst oder Tätigkeiten bei Hilfsorganisationen
- Anerkannte Preise in bildungsbezogenen Wettbewerben wie Jugend forscht oder Olympiaden.
Einzelne Hochschulen können zusätzlich ein Interview berücksichtigen. Insgesamt können pro Hochschule maximal 100 ZEQ-Punkte erreicht werden.
Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Für die Zahnarzt-Ausbildung ist ein Studium über mindestens 10 Semester erforderlich, das in allen Universitäten mit zahnmedizinischer Fakultät absolviert werden kann. Es setzt sich aus einem vorklinischen und einem klinischen Abschnitt zusammen. Abgeschlossen wird das Zahnmedizin-Studium am Ende eines jeden Abschnitts jeweils mit einem Staatsexamen.
Ausbildungsinhalte
Das Zahnmedizinstudium gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Abschnitte. Anders als in der Humanmedizin beginnt die praktische Arbeit jedoch bereits früh – schon in den ersten Semestern trainieren Studierende an Kiefer- und Zahnmodellen das handwerkliche Grundgeschick, das im späteren Berufsalltag unerlässlich ist.
Da Zahnärzte mit vielfältigen Materialien und Instrumenten in der engen Mundhöhle arbeiten, brauchen sie ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl. Dieses üben sie in sogenannten Phantomkursen – dort behandeln sie künstliche Köpfe mit künstlichem Gebiss und wenden ihr Wissen erstmals praktisch an, bevor es an echte Patienten geht.
Neue Approbationsordnung seit dem Wintersemester 2021/22 (ZApprO)
Die neue Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen (ZApprO) wurde 2019 beschlossen und trat formal am 1. Oktober 2020 in Kraft; praktisch gilt sie für Studienanfänger ab dem Wintersemester 2021/22. Sie ersetzt die alte Approbationsordnung von 1955.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
Die bisherige Aufteilung in einen vorklinischen und einen klinischen Abschnitt sowie die naturwissenschaftliche und zahnärztliche Vorprüfung entfallen. Stattdessen gliedert sich die Ausbildung in drei aufeinander aufbauende Prüfungsabschnitte. Außerdem stärkt die neue Ordnung den Praxisbezug, die medizinischen Grundlagen, wissenschaftliches Arbeiten, Prävention und die Behandlung unterschiedlicher Patientengruppen. Die Regelstudienzeit von zehn Semestern und die Zulassungsvoraussetzungen bleiben unverändert.
Was gilt für ältere Semester?
Wer sein Zahnmedizinstudium bis einschließlich Sommersemester 2021 begonnen hat, studiert grundsätzlich noch nach der alten Approbationsordnung (ZÄPrO). Allerdings gelten auch hier Übergangsfristen: Wer bis zum 10. Februar 2025 nicht zur zahnärztlichen Vorprüfung zugelassen wurde, wechselt ab dem Sommersemester 2025 in das neue Recht. Wer die Vorprüfung bestanden hat, aber bis zum 30. März 2028 nicht zur abschließenden zahnärztlichen Prüfung zugelassen wird, studiert ab diesem Zeitpunkt ebenfalls nach der neuen Ordnung.
Vorklinischer Abschnitt
An der Christian-Albrechts-Universität Kiel ist der vorklinische Abschnitt beispielsweise folgendermaßen aufgebaut:
| Modul | Semester | ECTS |
| Physik | 1 | 7,5 |
| Chemie | 1 | 8 |
| Biologie | 1 | 6 |
| Anatomie | 1-3 | 30 |
| Physiologie | 2-3 | 19 |
| Biochemie | 2-4 | 16 |
| Terminologie | 1 | 1,5 |
| Zahnmedizinische Propädeutik | 3-4 | 20 |
| Berufsfelderkundung | 1-2 | 5 |
| Selbstmanagement | 1 | 1,5 |
| Notfallmedizin I | 3-4 | 0,5 |
| Gesundheitswissenschaften I | 4 | 1,5 |
| Wissenschaftliches Arbeiten I | 4 | 2 |
| Klinische Werkstoffkunde I | 4 | 1,5 |
| Gesamt | 120 | |
Am Ende der Vorklinik findet der erste Abschnitt der zahnärztlichen Prüfung statt. Dieser ist eine mündliche Prüfung und umfasst die Fächergruppen Biochemie und Molekularbiologie/Chemie, Anatomie/Biologie, Physiologie/Physik sowie das Fach Zahnmedizinische Propädeutik. Geprüft wird, ob die Studierenden die grundlegenden Inhalte beherrschen, deren Bedeutung für die Zahnmedizin – besonders für klinische Zusammenhänge – verstehen und über die nötigen Kenntnisse für das weitere Studium verfügen. Jedes Prüfungsgespräch dauert pro Person etwa 20 bis 30 Minuten. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn in allen Fächergruppen und im Fach Zahnmedizinische Propädeutik mindestens die Note „ausreichend“ erreicht wird.
Vorbereitend-klinischer Abschnitt
Nach dem ersten Prüfungsabschnitt folgt der vorbereitend-klinische Abschnitt:
| Modul | Semester | ECTS |
| Integrierter Phantomkurs Zahnerhaltung | 5-6 | 16,5 |
| Integrierter Phantomkurs Prothetik | 5-6 | 16,5 |
| Kieferorthopädische Propädeutik | 5-6 | 9 |
| Zahnärztlichchirurgische Propädeutik | 5-6 | 7 |
| Zahnärztliche Radiologie I | 5-6 | 4,5 |
| Notfallmedizin II | 5-6 | 0,5 |
| Pathologie | 5-6 | 3 |
| Hygiene und Mikrobiologie | 5-6 | 3 |
| Gesamt | 60 | |
Der Zweite Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung kann frühestens nach dem zweiten Fachsemester und nach Bestehen des ersten Prüfungsabschnitts absolviert werden. Die Prüfung ist mündlich-praktisch aufgebaut und überprüft, ob Studierende die zahnmedizinischen, zahntechnischen und werkstoffkundlichen Grundlagen sicher beherrschen, klinische Zusammenhänge verstehen und die notwendigen praktischen Fähigkeiten für die spätere Arbeit am Patienten besitzen. Geprüft werden die Bereiche Zahnärztliche Prothetik, Kieferorthopädie, Oralchirurgie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Hinzu kommt die Fächergruppe Zahnerhaltung mit Endodontologie, Kinderzahnheilkunde, Parodontologie sowie Zahnhartsubstanzlehre, Prävention und Restauration. Im praktischen Teil bearbeiten die Studierenden standardisierte Behandlungssituationen; je nach Fach dauert dieser Abschnitt zwischen einem halben Tag und vier Tagen. Zusätzlich finden mündliche Prüfungsgespräche von jeweils etwa 20 bis 30 Minuten statt.
Klinischer Abschnitt
Zuletzt folgt der klinische Abschnitt des Studiums:
| Modul | Semester | ECTS |
| Zahn-, Mund - und Kieferkrankheiten | 7-10 | 11,5 |
| Diagnostik und Behandlungsplanung | 7-10 | 4,5 |
| Operationskurs | 8-9 | 7 |
| Kieferorthopädie | 7-10 | 8,5 |
| Integrierter Kurs I | 7 | 12 |
| Integrierter Kurs II | 8 | 11 |
| Integrierter Kurs III | 9 | 10,5 |
| Integrierter Kurs IV | 10 | 11,5 |
| Zahnärztliche Radiologie II | 7-10 | 5 |
| Berufskunde | 7-8 | 1,5 |
| Pharmakologie | 7-8 | 3,5 |
| Innere Medizin | 7-8 | 3,5 |
| Dermatologie | 7-8 | 3 |
| Klinische Werkstoffkunde II | 7-8 | 3 |
| Notfallmedizin III | 9-10 | 2,5 |
| Schmerzmedizin | 9-10 | 2,5 |
| Alterszahnheilkunde | 9-10 | 4 |
| Orale Medizin | 9-10 | 3 |
| Erkrankungen Kopf/Hals | 7-8 | 3 |
| Gesundheitswissenschaften II | 9-10 | 2 |
| Ethik und Geschichte | 9-10 | 2 |
| Wissenschaftliches Arbeiten II | 7-8 | 1,5 |
| Wissenschaftliches Arbeiten III | 9-10 | 1,5 |
| Wahlfach | 7-10 | 2 |
| Gesamt | 120 | |
Der Dritte Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung kann frühestens nach dem vierten Fachsemester und nach Bestehen des zweiten Prüfungsabschnitts absolviert werden. Die Prüfung besteht aus einem mündlich-praktischen und einem schriftlichen Teil. Dabei müssen Studierende zeigen, dass sie klinisch-zahnmedizinische und medizinische Zusammenhänge verstehen und die notwendigen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten für die zahnärztliche Versorgung besitzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt außerdem auf der Behandlung spezieller Patientengruppen, darunter Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder seltenen Erkrankungen. Im praktischen Teil behandeln die Studierenden Patienten direkt; je nach Fach dauert dieser Abschnitt zwischen zwei und zehn Tagen. Ergänzend finden mündliche Prüfungsgespräche von jeweils etwa 20 bis 30 Minuten statt. Der schriftliche Teil dauert fünf Stunden und umfasst 200 Prüfungsfragen aus allen relevanten Fachbereichen.
Übergangszeit als Vorbereitungsassistent
Im Anschluss an das Studium arbeiten Zahnärzte in der Regel noch weitere zwei Jahre als Vorbereitungsassistenten im Zahnarzt-Beruf, bevor sie die vollumfängliche Berufszulassung erlangen. Während der Assistenzzeit wird in der Regel bereits ein normales Einkommen bezogen.
Ausbildungsorte
Die Ausbildung zum Zahnarzt findet größtenteils in einer der 29 Universitäten statt, die in Deutschland das Zahnmedizin-Studium anbietet. Zusätzlich gibt es im Rahmen des Studiums mehrere Praktika beziehungsweise integrierte Kurse in zahnmedizinischen Kliniken.
Ausbildungsabschluss
Die Zahnarzt-Ausbildung wird der Zahnärztlichen Prüfung abgeschlossen, deren drei Abschnitte über den Verlauf des Studiums verteilt sind. Nach Bestehen des dritten Teils kann die Approbation als Zahnarzt bei der jeweils zuständigen Behörde gestellt werden. Spätestens drei Monate nach Eingang des Antrags entscheidet die Behörde über den Antrag und stellt schließlich die Approbationsurkunde aus.
Eine Doktorarbeit anzufertigen ist für Zahnmediziner keine Pflicht. Nach Erhalt der Approbation steht der Zahnarzt-Karriere nichts mehr im Weg.
Zahnarzt/ärztin Stellenangebote
Perspektiven nach der Ausbildung
Nach der Zahnarzt-Ausbildung sind die Berufschancen für Zahnärzte sehr gut. Besonders im ländlichen Bereich, wo die Zahnarzt-Dichte niedrig ist, werden sie gesucht. Abgesehen davon stehen viele zurzeit niedergelassene Zahnärzte mehr oder weniger kurz vor dem Rentenbeginn, weswegen in absehbarer Zeit die Praxen an junge Kollegen weitergegeben werden.
Im städtischen Raum ist die Zahnarztdichte zwar hoch, doch die Berufsperspektiven sind trotzdem gut, wenngleich nicht von einem Ärztemangel die Rede sein kann, wie man ihn im Bereich der Humanmedizin kennt.
Zahnarzt werden – Gehalt in der Ausbildung
Während des Studiums erhalten angehende Zahnmediziner kein Gehalt. Studierende der Zahnmedizin müssen wie grundsätzliche alle Studenten an Hochschulen für ihren Lebensunterhalt sowie die Aufwendungen für das Studium selbst aufkommen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, für die Ausbildungszeit BAföG zu beantragen.
Zahnarzt werden – Gehalt im weiteren Berufsleben
Das Zahnarzt-Gehalt ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel der Art der Anstellung und der Vertragssituation. Das Mediangehalt für einen angestellten Zahnarzt liegt bei 6.944 Euro pro Monat.
Mit eigener (Fach)-Praxis können Zahnärzte einen Reinertrag zwischen rund 22.500 Euro und 23.500 Euro pro Monat erwirtschaften.
Zahnarzt werden – Aufgaben im Berufsalltag
Zum Arbeitsalltag von Zahnärzten gehören viele unterschiedliche Aufgaben. Ein wichtiger Bereich sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, bei denen Zähne und Zahnfleisch kontrolliert werden, um Schäden frühzeitig zu erkennen. Treten Beschwerden wie Zahnschmerzen auf oder werden Schäden entdeckt, behandeln Zahnärzte diese beispielsweise durch das Entfernen von Karies und das Einsetzen von Füllungen. Auch Wurzelbehandlungen gehören häufig dazu. Sind Zähne zu stark beschädigt, müssen sie unter örtlicher Betäubung gezogen werden. Darüber hinaus fertigen Zahnärzte Zahnabdrücke für Zahnersatz, Zahnspangen oder Aufbissschienen an. Um Diagnosen zu unterstützen, nutzen sie außerdem Röntgenaufnahmen des Kiefers oder einzelner Zähne. Neben der Behandlung von Patienten übernehmen Zahnärzte auch organisatorische Aufgaben wie das Schreiben von Befunden, Ausstellen von Rezepten und Überweisungen sowie weitere Verwaltungsarbeiten im Praxisalltag.
Zahnarzt werden – Arbeitszeiten
Zahnärzte haben in der Regel je nach individuellem Arbeitsvertrag eine Vollzeitwoche im Umfang von 38,5 bis 40 Wochenstunden. Zahnarztpraxen sind normalerweise an Werktagen geöffnet. Der zahnärztliche Notdienst wird allerdings auch nach den regulären Öffnungszeiten, an den Wochenenden und an Feiertagen von den niedergelassenen Zahnärzten gestellt.
Zahnärzte, die in einem Klinikum angestellt sind, können abweichende Arbeitszeiten und – je nach Hausregeln – auch nachts oder am Wochenende Dienst haben.
Zahnarzt/ärztin Stellenangebote
Zahnarzt werden – Wo kann gearbeitet werden?
Die allermeisten approbierten Zahnärzte arbeiten nach der Zahnarzt-Ausbildung in einer Praxis oder einer Klinik. Die Aufgabenfelder unterscheiden sich je nach gewähltem Schwerpunkt.
Ein weiterer Teil der Zahnärzte hat sich auf den Bereich der zahnmedizinischen Forschung spezialisiert oder ist für Firmen in der Dentalindustrie, beispielsweise als Produktentwickler, tätig.
Auch Lehrtätigkeiten an Universitäten oder Berufsschulen können Zahnärzte übernehmen. Sie arbeiten darüber hinaus auch im öffentlichen Gesundheitswesen, für Krankenkassen oder Berufsverbände.
Zahnarzt werden – Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach dem Zahnmedizinstudium gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, um sich zu spezialisieren oder zusätzliche Tätigkeitsbereiche zu übernehmen. Wer die Zusatzbezeichnung „Fachzahnarzt“ erwerben möchte, absolviert dafür in der Regel eine mindestens vierjährige hauptberufliche Assistenzzeit. Teile dieser Weiterbildung lassen sich mit der Vorbereitungsassistenz kombinieren, die alle angehenden Zahnärzte durchlaufen. Deshalb lohnt es sich, schon bei der Stellensuche auf passende Weiterbildungsmöglichkeiten zu achten – besonders, wenn bereits Interesse an einer Spezialisierung wie der Kieferorthopädie besteht.
Zahnärzte können sich beispielsweise auf Kieferorthopädie, Oralchirurgie, Parodontologie oder das öffentliche Gesundheitswesen spezialisieren. Wer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg werden möchte, benötigt zusätzlich zum Zahnmedizinstudium auch ein abgeschlossenes Humanmedizinstudium.
Stellenangebote für Zahnärzte finden
Wer nach den passenden Zahnarzt-Stellen sucht, kann sich auf dem Stellenportal von Medi-Karriere umsehen. Hier geht es auch direkt zu unserer Suche mit zahlreichen Zahnarzt-Jobs und weiteren Stelleangeboten zahnmedizinischer Berufe wie Jobs für Zahnarzthelfer und ZMFA-Stellen.
Häufige Fragen
- Was ist ein Zahnarzt?
- Wie viel verdient man als Zahnarzt?
- Was muss man als Zahnarzt wissen?
- Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Zahnarzt?
- Wie läuft eine Zahnarzt-Ausbildung ab?
- Was kann man nach der Zahnarzt-Ausbildung machen?
Zahnärzte sind für die Gesundheit der Zähne, des Kiefers und des Zahnfleischs zuständig. Um das zu gewährleisten, führen sie regelmäßige Routinekontrolluntersuchungen, Kariesprophylaxen und -behandlungen sowie Zahnfleisch- und Wurzelbehandlungen durch. Sie fertigen auch Zahnabdrücke als Grundlage für die Herstellung von Zahnersatz oder Korrekturmaterialien an und setzen diese ein.
Das Gehalt von Zahnärzten ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Das Mediangehalt für angestellte Zahnärzte liegt bei 6.944 Euro pro Monat.
Zahnärzte nehmen meist Vorsorgeuntersuchungen vor, sanieren Zahnschäden und extrahieren Zähne. Sie müssen sich mit Zahnersatz, -schienen und -spangen auskennen, Röntgenuntersuchungen durchführen sowie Rezepte und Befunde ausstellen können. Nicht zuletzt müssen sie auch mit den administrativen Aufgaben einer Praxis vertraut sein.
In einer Bewerbung zum Zahnarzt sollte man die eigene Motivation ausdrücken und erklären, warum man sich gerade in dieser speziellen Zahnklinik oder Zahnarztpraxis bewirbt. In den dazugehörigen Lebenslauf zum Zahnarzt gehören die wichtigsten Stationen der bisherigen beruflichen Laufbahn, die Ausbildungsstationen und eventuelle Weiter- und Zusatzausbildungen.
Zahnärzte absolvieren ein Studium der Zahnmedizin für etwa zehn Semester. Abgeschlossen wird dieses mit dem Staatsexamen, wonach man sich Zahnarzt nennen darf. Ausüben darf man den Beruf aber erst, nachdem bei der zuständigen Behörde die Approbation beantragt und erteilt wurde.
Zahnärzte arbeiten meist in ihren eigenen zahnmedizinischen Praxen oder Zahnkliniken, finden aber auch oft in großen Dentallaboren oder Forschungseinrichtungen Anstellung. Auch die zahnmedizinische Forschung oder die Tätigkeit für Firmen in der Dentalindustrie stehen ihnen offen. Eher selten übernehmen Zahnärzte Lehrtätigkeiten an Universitäten oder Berufsschulen, im öffentlichen Gesundheitswesen, für Krankenkassen oder Berufsverbände.
- Bundesamt für Justiz, Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen (ZApprO), https://www.gesetze-im-internet.de/... (letzter Zugriff am 11.05.2026)
- Deutscher Zahnarzt Service, Studium Zahnmedizin in Deutschland, https://www.deutscher-zahnarzt-service.de/... (letzter Zugriff am 11.05.2026)







