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Medi-Karriere Magazin WHO-Bericht: Fachkräftemangel in Europa kurz vor Eskalation

WHO-Bericht: Fachkräftemangel in Europa kurz vor Eskalation

WHO-Bericht: Fachkräftemangel in Europa kurz vor Eskalation

Der WHO-Bericht zur Lage der gesundheitlichen Versorgung in Europa geht hart mit den Verantwortlichen ins Gericht. Die Weltgesundheitsorganisation deckt mit ihrer Publikation einige Missstände in den Gesundheitssystemen auf und mahnt dringlichst zum Handeln. Nicht ohne Grund lautet der Titel “Time to act”. Zum Handeln ist es aller höchste Zeit, macht die WHO deutlich. Folgen jetzt keine konkreten Handlungsschritte, drohen schwere Konsequenzen und das für ausnahmslos alle Länder.

In diesem Artikel gibt es einen Überblick zu den Inhalten des WHO-Berichtes und einen kritischen Blick darauf, welcher Rolle Deutschland im Speziellen dabei zukommt.

WHO-Bericht – Warum kommt er genau jetzt?

Im September vergangenen Jahres hat die Weltgesundheitsorganisation einen Bericht zur gesundheitlichen Versorgungslage in den 53 Ländern des europäischen Kontinents veröffentlicht. “Bericht” trifft es dabei eher weniger, vielmehr könnte man die Publikation als düsteres Zeugnis der Gesundheitssysteme bezeichnen. Es handelt sich dabei um den ersten Bericht dieser Art überhaupt und nach Meinung der WHO ist dieser auch dringend notwendig. Vor allem die Covid-19 Pandemie hat die Stärken und Schwächen der Gesundheitssysteme im europäischen Raum ohne Rücksicht auf Verluste offen gelegt – ein “Whistleblower” quasi, vor dem niemand mehr die Augen verschließen konnte.

Das Fazit des WHO-Berichtes lautet daher, dass die europäischen Länder momentan ein gigantisches Risiko mit sich herumschleppen. Sie prognostiziert: Ohne eine zielgerichtete Politik in diesem Bereich wird der Druck auf den Gesundheitssektor zukünftig noch weiter ansteigen. Die Folgen für die Bevölkerung könnten fatal sein.

Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft

Ausbildung zum Pflegefachmann 2026 (w/m/d)
Bad König
Asklepios Schlossberg Klinik Bad König
29.09.2026

Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/d)
93104 Sünching
Caritas
22.10.2026

Ausbildung Pflegefachmann (m/w/d) 01.04.2027 (bis zu 1.653€) Albert-Schweitzer-Haus Köln
50999 Köln
Diakonie Michaelshoven Pflege und Wohnen gGmbH
22.10.2026

Ausbildung Pflegefachkraft (w/m/d) Start 2027
Zirndorf
K S Gruppe
22.10.2026

Auszubildende zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/div)
Hohndorf
fliedner mobil Hohndorf
22.10.2026

Auszubildende zum/zur Pflegefachmann/-frau (m/w/d)
Grefrath
Ev Altenzentrum Oedt
22.10.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau (Start: 01.04.2027) (m/w/d)
Bülzenstraße 3, 74354 Besigheim
Evangelische Heimstiftung
22.10.2026

Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/d)
92648 Vohenstrauß
Caritas
22.10.2026

Ausbildung zum Pflegefachmann (m/w/d)
72574 Bad Urach
m i Fachkliniken Hohenurach
22.10.2026

Altenpflegefachhelfer / Altenpflegefachhelferin oder Pflegehilfskraft (ohne Ausbildung) in Teilzeit (m/w/d)
Burtenbach
RDA Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter gGmbH
22.10.2026

Ausbildung Pflegefachfrau / Pflegefachmann April 2027 Iserlohn (m/w/d)
58638 Iserlohn
Diakonie Mark Ruhr gemeinnützige GmbH
22.10.2026

Ausbildung Pflegefachfrau / Pflegefachmann (w/m/d)
40699 Erkrath
Wohnhaus St Johannes
22.10.2026

Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/d)
84307 Eggenfelden
Caritas
22.10.2026

Auszubildende als Pflegefachmann/ -frau (m/w/d)
Großostheim
Caritas Einrichtungen gGmbH
22.10.2026

Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/d)
93128 Regenstauf
Caritas
22.10.2026

Ausbildung Pflegefachfrau/ Pflegefachmann (m/w/d)
50169 Kerpen
Caritas Akademie Rhein Erft Pflegeschule
22.10.2026

Auszubildende*n zur Pflegefachkraft (m/w/d) - Bonn - Bad Godesberg
Bonn
Ev Altenzentrum Haus auf dem Heiderhof
22.10.2026

Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/d)
93333 Neustadt an der Donau
Caritas
22.10.2026

Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann (m/w/d)
93176 Beratzhausen
Caritas
22.10.2026

Ausbildung zur Pflegefachfrau/ zum Pflegefachmann (m/w/d)
93170 Bernhardswald
Caritas
22.10.2026

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Pflegefachkraft

WHO-Bericht – Das gnadenlose Zeugnis für Europa

Doch was genau läuft eigentlich schief? In dem knapp über 200 Seiten langen WHO-Bericht mangelt es keineswegs an deutlichen Beispielen. Ein erstes und folgenschweres Problem beziffert die WHO mit dem Personalmangel im Gesundheitswesen. Damit steht nicht nur die aktuelle Situation am Pranger, sondern auch die zukünftige Entwicklung sieht alles andere als rosig aus. Diverse gesundheitsbezogene Institutionen stolpern über geeignete Maßnahmen, um fachkundiges Personal, wie Gesundheits- und Krankenpfleger/innen oder Physiotherapeuten/-innen, überhaupt erst anzuwerben, anschließend zufriedenstellende Arbeitsbedingungen zu liefern und die Fachkräfte somit auch langfristig zu halten.

Weiter wirft der WHO-Bericht den Ländern vor, eine ineffiziente Arbeitsorganisation an den Tag zu legen. Dazu zählt außerdem, dass verfügbare digitale Unterstützungssysteme nicht ausreichend genutzt werden. Außerdem lassen viele Arbeitsgebiete bezüglich einer genauen Abgrenzung der Aufgabenbereiche deutlich zu wünschen übrig. Vor allem im ersten Punkt gibt es in Deutschland zahlreiche Baustellen: Während andere Länder, wie zum Beispiel Estland, keine Möglichkeit der digitalen Unterstützung unversucht lassen, quält sich Deutschland immer noch mit der Einführung der elektronischen Patientenakte herum.

Digitalisierung in der Arztpraxis

Die Arbeitsstrukturen im deutschen Gesundheitssystems funktionieren an vielen Stellen och größten Teils analog. Auch wenn Neuerungen wie die elektronische Patientenakte oder das E-Rezept die deutschen Praxen in ein neues digitales Zeitalter heben sollten, tun sich viele mit der Umstellung schwer, was den Prozess in der Vergangenheit immer wieder verlangsamt hat.

Zusätzlich erhalten auch die Köpfe der gesundheitlichen Versorgung eine deutliche Rüge innerhalb des WHO-Berichtes. Die WHO findet, dass das gesamte gesundheitliche System schlecht überwacht und gemanagt sei und zudem einer allgemein schlechten strategischen Planung unterliegen würde. Auf der politischen Ebene wirft der WHO-Bericht den europäischen Akteuren/-innen ungenügende Investitionsmaßnahmen vor. Alles in allem kann man von schweren Vorwürfen sprechen, die die Weltgesundheitsorganisation den Ländern des europäischen Kontinents vorhält.

WHO-Bericht – Wie kommt Deutschland davon?

Um die Lage in Deutschland zu bewerten, sollte man sich zunächst einmal mit den expliziten Zahlen für das Land beschäftigen. In dem 2022 veröffentlichten WHO-Bericht stammen die Daten meist aus dem Jahr 2019. Eine wichtige Orientierungsgröße stellt bei der Analyse die Versorgungsdichte dar. Diese Zahl entspricht der Anzahl an Fachpersonal auf eine bestimmte Einwohnerzahl, egal, ob krank oder gesund. Betrachtet man die Bundesrepublik, so kommen auf eine Bevölkerung von 10.000 Menschen etwa 43,9 Ärzte/-innen und 139,5 Pflegefachkräfte. Mit diesen Zahlen steht Deutschland vergleichsweise solide da: Der Durchschnitt für die Ärztedichte liegt etwa 16 Prozent darunter (37 / 10.000), der für Pflegemitarbeiter/innen beträgt sogar ganze 46 Prozent (80 / 10.000) weniger.

Was darüber hinaus im Bericht ein wenig untergeht, ist die recht positive Entwicklung in der Vergangenheit, die Deutschland hingelegt hat. Demnach sind die Ärztezahlen von 2010 bis 2019 um 18 Prozent gestiegen, bei den Krankenschwestern/-pflegern um 20 Prozent. Auch andere Berufe haben Zuwachs erhalten: Hebammen (+ 19 Prozent), Apotheker/innen (+ 8 Prozent) und Zahnärzte/innen (+ 4 Prozent) verzeichnen ein nennenswertes Wachstum in diesem Zeitraum. Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass die Bundesrepublik in der Vergangenheit sinnvolle Schritte zur Aufrechterhaltung der gesundheitlichen Versorgung gegangen sein muss.

Ausbildungsplätze als Altenpfleger/in

Pflegefachkraft / Altenpfleger als Ausbildungskoordinator (m/w/d)
Dornstadt
Evangelische Heimstiftung GmbH
21.10.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
79276 Reute (Breisgau)
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
79426 Buggingen
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
18209 Bad Doberan
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
76351 Linkenheim-Hochstetten
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
76189 Karlsruhe
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
76477 Elchesheim-Illingen
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
76756 Bellheim
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
23568 Lübeck
länk
03.08.2026

Altenpfleger (3-jährige Ausbildung) (m/w/d)
47228 Duisburg
länk
03.08.2026

Altenpfleger (3-jährige Ausbildung) (m/w/d)
67251 Freinsheim
länk
03.08.2026

Altenpfleger (3-jährige Ausbildung) (m/w/d)
49525 Lengerich
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
64521 Groß-Gerau
länk
03.08.2026

Ausbildung zum Altenpfleger (m/w/d)
Friedrichstraße 56, 45525 Hattingen
FairCura Ambulanter Pflegedienst
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
12167 Berlin
länk
03.08.2026

Ausbildung Altenpflegerhelfer/in
23558 Lübeck
KBS Kranken Behinderten Service GmbH
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
Hummelsbüttel
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
22419 Hamburg
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
22457 Hamburg
länk
03.08.2026

Altenpfleger mit abgeschlossener 3-jähriger Ausbildung (m/w/d)
28307 Bremen
länk
03.08.2026

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Altenpfleger/in

Düstere Prognosen

Dennoch muss man festhalten: Auch wenn die Covid-19 Pandemie das deutsche Gesundheitssystem nicht zum Einsturz gebracht hat, könnte die Versorgungslage hierzulande zukünftig deutlich kritischer werden. Grund dafür ist vor allem die Altersstruktur in den spezifischen Fachbereichen. Die folgende Grafik zeigt einmal die Verteilung hinsichtlich des Alters in der deutschen Ärzteschaft.

Altersstruktur der praktizierenden deutschen Ärzte/-innen (Stand: 2019)

Richtet man das Augenmerk auf die beiden rechten Säulen der Grafik, wird die Problematik klar: Rund 45 Prozent aller Ärzte/-innen sind älter als 55 Jahre. Von dort aus ist es bis zum aktuellen Renteneintrittsalter von 65 Jahren nicht mehr allzu weit. Die jüngste Altersgruppe macht hingegen nur etwa 20 Prozent aller Ärzte/-innen aus. Wenn innerhalb der nächsten Jahre fast die Hälfte der Ärzte/-innen aus dem Berufsleben ausscheidet, klafft hier eine riesige Lücke. Natürlich kann man so das Niveau der Versorgungsdichte über die nächsten Jahre nicht mehr aufrecht erhalten.

Laut einer Studie für das Wirtschaftsministerium gab es im Jahr 2022 knapp 35.000 unbesetzte Stellen im Gesundheitswesen. Das entspricht einem Anstieg um 40 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts. Dementsprechend hart ist die Arbeitssituation für Pflegende bereits jetzt: Einer Umfrage zufolge klagen neun von zehn Kliniken mit über 50 Betten über einen überdurchschnittlichen Personalmangel. Diesem Umstand passt sich nur leider nicht der Nachschub an Patienten/-innen an. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Durch die alternde Bevölkerung steigt tendenziell der medizinische Bedarf rapide an.

Schätzungen einer PWC-Studie zufolge könnten bis 2035 voraussichtlich 1,8 Millionen Stellen nicht mehr besetzt werden. Bei all diesen Zahlen sollten deutlich die Alarmglocken schrillen. Auch wenn die Bundesrepublik laut dem WHO-Bericht aktuell noch recht solide dasteht, droht zukünftig ein Abrutschen in die Unterversorgung, sofern keine weitreichenden Maßnahmen ergriffen werden.

Ausbildungsplätze als Hebamme

Ausbildung Hebamme (m/w/d) / Duales Studium
46397 Bocholt
Klinikum Westmünsterland GmbH
21.10.2026

Ausbildung Hebamme (m/w/d) Duales Studium 2027
Ahaus
Klinikum Westmünsterland GmbH
21.10.2026

Hebamme (all genders) - <strong>Gemeinsam besser. Fürs Leben.<br /></strong><br />Wir sind das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) – und stehen für exzellente Kompetenz in Forschung, Lehre und der vollumfänglichen Gesundhe
Hamburg
Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
21.10.2026

Studentische Auszubildende/r zur Hebamme (m/w/d)
Ludwigshafen
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen gGmbH Trier
17.09.2026

Hauptamtliche Praxisanleitung (m/w/d) - Praktische Ausbildung Hebammen
Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel
UKSH
03.08.2026

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Hebamme

WHO-Bericht – Fazit

„Personalknappheit, unzureichende Rekrutierung und Bindung von Fachkräften, Abwanderung von Fachkräften, unattraktive Arbeitsbedingungen und mangelnder Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten – all das plagt die Gesundheitssysteme“, sagt Regionaldirektor für Europa bei der WHO, Dr. Hans Henri Kluge. Die bildliche “Zeitbombe”, von der Kluge darüber hinaus spricht, ist auch in Deutschland deponiert. Im Vergleich mit den anderen Ländern auf europäischem Boden ist der Countdown bis zur Katastrophe zwar noch etwas hin; nichtsdestotrotz werden viele der erwähnten Faktoren das Ablaufen der Uhr in Zukunft beängstigend beschleunigen.

Der WHO-Bericht ruft deswegen zu dringendem Handlungsbedarf auf. Nur wer jetzt schnell und effektiv reagiert, kann sich vermutlich der drohenden Katastrophe entziehen. Nur wenn gehandelt wird, kann man die schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen, mit langen Wartezeiten, die zahlreichen vermeidbaren Todesfälle und auch das Kollabieren ganzer Gesundheitssysteme verhindern, so Kluge. Oder, wie es die WHO schon im Titel ihres Berichtes ausdrückt: “Time to act.”

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Quellen
  1. Medizinischer Fachkräftemangel eskaliert, https://deutsch.medscape.com/... (Abrufdatum: 02.02.2023)
  2. Gesundheitswirtschaft als Jobmotor, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/... (Abrufdatum: 03.02.2023)
  3. Health and care workforce in Europe: time to act, https://apps.who.int/... (Abrufdatum: 02.02.2023)
Autor
Robin Kaus
Robin Kaus
Medizinstudent
Zuletzt aktualisiert: 16.06.2026

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