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Medi-Karriere Medipedia Kaumuskulatur

Kaumuskulatur: Definition, Anatomie, Klinik

Vivien Hornawsky
von Vivien Hornawsky (Medizinstudentin) Zuletzt aktualisiert: 21.10.2025
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Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie und Lage der Muskeln
  3. Funktionsweise
  4. Klinik

Vier Muskeln bilden den Komplex der Kaumuskulatur am Schädel, welche für die Nahrungsaufnahme und den ersten Schritt der Verdauung, das Zerkauen, unerlässlich ist. Dieser Artikel beschäftigt sich ausführlich mit der Anatomie und der Funktion der einzelnen Muskeln und geht auf die klinische Bedeutung ein.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie und Lage der Muskeln
  3. Funktionsweise
  4. Klinik

Kaumuskulatur – Definition

Die Kaumuskulatur setzt sich aus vier einzelnen Muskeln zusammen, welche alle an der Mandibula (Unterkiefer) ansetzen. Sie zählen zu der Gruppe der Skelettmuskulatur und wirken maßgeblich beim Kauakt mit.

Kaumuskulatur – Anatomie und Lage der Muskeln

Folgende Muskeln zählen zur Kaumuskulatur:

  • Musculus masseter
  • Musculus temporalis
  • Musculus pterygoideus medialis
  • Musculus pterygoideus lateralis

Sie alle wirken ausschließlich auf das Kiefergelenk, wobei man zusätzlich zwischen den oberflächlichen und tiefen Kaumuskeln unterscheidet. Zu den oberflächlichen zählen der Musculus masseter und temporalis, die anderen beiden gehören zu den tiefen.

Tatsächlich ist auch die suprahyale Muskulatur, welche vom Zungenbein (Os hyoideum) zur Mandibula zieht, an den Bewegungen im Kiefergelenk beteiligt. Gleichzeitig übernehmen sie aber auch noch andere Aufgaben, weshalb sie nicht zu den direkten Kaumuskeln zählen.

Die Lage und Anordnung der Muskeln ist sehr interessant. Sie sind in ihrer Umgebung sehr verschieblich, wobei sie die Funktion der benachbarten Organe nicht einschränken. Dafür sind sie in Faszien eingebettet, etwa die Fascia masseterica und die Fascia temporalis. Sie sorgen für ausreichend Platz, stellen aber gleichzeitig die Unversehrtheit der Umgebung sicher.

Kaumuskulatur Grafik

Oberflächliche Kaumuskeln

Zu den oberflächlichen Kaumuskeln zählen der Musculus masseter und der Musculus temporalis. Der Musculus masseter entspringt am Arcus zygomaticus (Jochbogen) und zieht zum Angulus mandibulae am Unterkiefer. Der Nervus massetericus, ein Ast des Nervus mandibularis, innerviert den Muskel. Er ist für den Kieferschluss und das Vorschieben der Mandibula (Protrusion) zuständig.

Der Musculus temporalis entspringt an der Linea temporalis inferior am Os parietale. Seinen Ansatz findet er an dem Processus coronoideus mandibulae. Seine Hauptaufgabe umfasst den Kieferschluss und die Retrusion, das Zurückziehen der Mandibula. Die versorgenden Nerven sind hier die Nervi temporales profundi, welche ebenfalls aus dem Nervus mandibularis stammen.

Tiefe Kaumuskeln

Der Musculus pterygoideus medialis und lateralis bildet die tiefe Kaumuskulatur. Der medial liegende Muskel entspringt an der Fossa pterygoidea und zieht zur Tuberositas pterygoidea am Angulus mandibulae. Er bedingt den Kieferschluss mit und wird durch den Nervus pterygoideus aus dem Nervus mandibularis innerviert.

Der Musculus pterygoideus lateralis teilt sich in zwei Köpfe, das Caput superius und das Caput inferius. Das Caput superius entspring an der Crista infratemporalis der Ala major ossis sphenoidalis und zieht zum Discus articularis des Kiefergelenks. Das Caput inferius beginnt am Processus pterygoideus und findet seinen Ansatz am Processus condylaris der Mandibula. Der Muskel im Gesamten ist der einzige Kieferöffner der Kaumuskeln. Bei einer beidseitigen Kontraktion der Muskeln verursacht er außerdem eine Protrusion. Kontrahiert hingegen nur eine Seite, so verschiebt sich der Unterkiefer zur Gegenseite. Dadurch entsteht die typische Mahlbewegung. Der Nervus pterygoideus lateralis, ein Ast des Nervus mandibularis, ist für die Innervation zuständig.

Discus articularis

Der Discus articularis ist eine Hilfseinrichtung von Diathrosen, echten Gelenken. Dabei handelt es sich um eine Scheibe aus Faserknorpel und straffen Bindegewebe, welche die Gelenkfläche vergrößert und damit den mechanischen Druck und die Luxationsgefahr vermindert. Neben dem Kiefergelenk kommt diese Struktur auch im Sternoklavikulargelenk und am proximalen Handgelenk vor.

Zusammenfassung der Innervation

Die Innervation der Kaumuskulatur erfolgt zusammengefasst durch verschiedene Äste des Nervus mandibularis. Dieser ist der dritte Ast des fünften Hirnnervens, dem Nervus trigeminus.

Kaumuskulatur – Funktionsweise

Das Kiefergelenk kann sich in vier Ebenen bewegen: nach unten, nach oben, nach vorne und nach hinten. Außerdem ist durch die Kombination der Richtungen eine Mahlbewegung möglich.

Die Kieferöffnung, also die Bewegung des Kiefers nach unten, wird auch als Abduktion bezeichnet. Daran ist der Musculus pterygoideus als einziger Kaumuskel beteiligt. Unterstützend wird die Mundbodenmuskulatur, etwa der Musculus mylohyoideus und der Musculus digastricus.

Den Kieferschluss, die Bewegung des Unterkiefers nach oben, nennt man Adduktion. Hierbei spielen der Musculus temporalis, der Musculus masseter und der Musculus pterygoideus medialis eine wichtige Rolle.

Die Protrusion übernimmt vor allem der Musculus pterygoideus lateralis, aber auch der Musculus masseter und mediale Anteile des Musculus temporalis.

Der Musculus temporalis ist allerdings vorwiegend für die Retrusion von Bedeutung. Die tiefen Anteile des Musculus masseter wirken unterstützend.

Kaumuskulatur – Klinik

Kommt es zu einer Verspannung der Muskulatur, etwa durch nächtliches Zähneknirschen oder dauerhaftes Anpressen des Kiefers durch Stress, kann sich das in Schmerzen bei der Kieferöffnung zeigen. Diese Schmerzen treten auch häufig in Verbindung mit Migräne oder Kopfschmerzen vom Spannungstyp auf.

Bei gesundheitlich eingeschränkten Patienten treten im pflegerischen Alltag häufig Kaustörungen auf, die zu einer Aspiration von Nahrung oder Flüssigkeit führen kann. Eine geschwächte Kaumuskulatur stellt dafür einen begünstigenden Faktor dar. Dadurch zeigen sich geringe Kaubewegungen und unzerkaute Nahrungsreste. Patienten haben auch oft Probleme mit festen Speisen. Die Nahrung muss auf das Kauvermögen angepasst werden.

Im Rahmen der Riesenzellarteriitis beschreiben etwa ein Drittel der betroffenen Personen das Phänomen der Claudicatio masticatoria. Dabei treten Schmerzen beim Kauen auf und die Kaumuskulatur ermüdet sehr schnell. Typischerweise berichten Patienten von neu aufgetretenen Schmerzen im Bereich der Schläfe oder einer schmerzlosen Kiefersperre beim Essen. Ursächlich ist eine Ischämie von Ästen der Arteria carotis externa, die die Kaumuskulatur versorgt.

Autor
Vivien Hornawsky

Vivien Hornawsky

Medizinstudentin

Als Medizinstudentin an der Universität des Saarlandes in Homburg erlangt Vivien tiefgehende Einblicke in ärztliche Tätigkeiten und eignet sich stetig neues Wissen über medizinische Themen an. Unter anderem durch ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Pflege vor Studienbeginn, erlangte sie bereits ein fundiertes Grundlagenverständnis für die verschiedenen Bereiche. Diese Erfahrungen lässt sie in ihre Arbeit als Medizinredakteurin mit Leidenschaft einfließen. Mit dem Schreiben begann sie bereits während ihrer frühen Jugend und vereint so zwei Faszinationen.

Quellen
  1. Aumüller G et. al., Duale Reihe Anatomie, 5. Auflage, Thieme
  2. Muskulatur von Kopf und Hals, https://next.amboss.com/... , (Abrufdatum: 30.10.2024)
  3. Riesenzellarteriitis, https://next.amboss.com/... , (Abrufdatum: 30.10.2024)
  4. Aspirationsprophylaxe, https://next.amboss.com/... , (Abrufdatum: 30.10.2024)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

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