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Medi-Karriere Medizinische Berufe Medizinphysiker: Studium, Beruf und Gehalt

Medizinphysiker: Studium, Beruf und Gehalt

Medizinphysiker

Ausbildungstyp

Studium

Ausbildungsdauer

4,5 Jahre

Voraussetzung

Abitur

15 freie Jobs
als Medizinphysiker/in

  • Studium
  • Gehalt
  • Jobs

Ein Medizinphysiker ist eine Fachperson für hochkomplexe physikalische Prozesse im medizinischen Bereich. Medizinphysiker werden hinzugezogen, wenn medizinische Diagnosen und Behandlungen mittels radioaktiver oder ionisierender Strahlung, bildgebender Verfahren oder Nuklearmedizin nötig sind. Auf diese Weise unterstützen sie Mediziner bei ihrer Arbeit und optimieren den Strahlenschutz in medizinischen Einrichtungen. Informationen zur Ausbildung, zu den Aufgaben im Beruf und zum Gehalt gibt es hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Voraussetzungen des Studiums: Hochschulzugangsberechtigung sowie Interesse an Mathematik und Physik
  • Studium: Medizinische Physik oder ein verwandtes naturwissenschaftliches beziehungsweise ingenieurwissenschaftliches Studium
  • Abschluss: Für die Tätigkeit als Medizinphysiker ist in der Regel ein Masterabschluss erforderlich
  • Dauer: Bachelorstudium sechs bis acht Semester, Masterstudium drei bis vier Semester
  • Weiterbildung: Für die DGMP-Fachanerkennung ist eine mehrjährige praktische Weiterbildung vorgesehen
  • Aufgaben: Strahlenschutz, Qualitätssicherung, Dosimetrie sowie Betreuung medizinisch-physikalischer Geräte und Verfahren
  • Arbeitsbereiche: Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Radiologie, Forschung und Medizintechnik
  • Mediangehalt: 5.717 Euro brutto monatlich
  • Tarifvertrag: Im öffentlichen Dienst erfolgt häufig eine Eingruppierung in TV-L E13, bei höherer Verantwortung ist E14 möglich

Was macht ein Medizinphysiker?

Wann kommt ein Medizinphysiker zum Einsatz? Die Physik bildet die Basis für viele medizinische Diagnosen und Behandlungen. Bei der Diagnose mit bildgebenden Verfahren, bei der Strahlentherapie und bei robotergestützten Operationen sind die Abläufe so komplex, dass Ärzte die Unterstützung von physikalisch geschultem Fachpersonal benötigen.

Die Einsatzgebiete von Medizinphysikern sind die Strahlentherapie, die Nuklearmedizin und die Radiologie. Sie sorgen unter anderem für die korrekte Anwendung der Gerätschaften und physikalischen Methoden, achten auf die genaue Dosierung radioaktiver Materialien und kümmern sich um die Installation und Wartung der radiologischen Apparate.

Das deutsche Strahlenschutzgesetz legt seit seiner Aktualisierung im Januar 2019 fest, dass bei bestimmten radiologischen Untersuchungen Medizinphysik-Experten (MPE) hinzuzuziehen sind. Dabei handelt es sich um Medizinphysiker (MP), die über einen Masterabschluss verfügen und die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz nachweisen können (§5 Abs. 24 StrlSchG).

Mta Ausbildung

Tätigkeitsfeld Medizin- und Rehatechnik

Berufe für Technikaffine im medizinischen Bereich: von Medizinisch-technischer Assistent bis Orthopäde - mit Gehaltsangaben und möglichen Weiterbildungen.

Mehr zu Tätigkeitsfeld Medizin- und Rehatechnik

Medizinphysiker Studium – Übersicht

Der Zugang zum Beruf als Medizinphysiker ist auf verschiedenen Wegen möglich. Grundlage bildet ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Eine Befragung unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) zeigt, dass rund die Hälfte aller Medizinphysiker ein Physikstudium absolviert hat. Rund ein Drittel hat einen Abschluss in einem ingenieurwissenschaftlichen Fach erworben.

Seit Ende der 1990er Jahre besteht zudem die Möglichkeit, das Fach “Medizinische Physik” zu studieren. Mittlerweile bieten verschiedene Hochschulen eigenständige Studiengänge in Medizinischer Physik an.

Medizinphysiker Studium

Medizinische Physik – Zugangsvoraussetzungen

Wer sich für das Studium der medizinischen Physik bewerben möchte, benötigt eine Hochschulzugangsberechtigung, etwa das Abitur oder die fachgebundene Hochschulreife. Da es sich bei der medizinischen Physik um eine recht beliebte Disziplin handelt, gelten an einigen Hochschulen zudem zusätzliche Zugangsvoraussetzungen wie ein Numerus Clausus (N.C.).
Weiterhin sollten Bewerber einige persönliche Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel ein hohes Interesse an Mathematik und Physik sowie ein gutes Grundlagenwissen in diesen Fächern mitbringen. Englischkenntnisse sind ebenfalls für die Bewerbung von Vorteil.

Medizinphysiker – Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau

Das Hochschulstudium der medizinischen Physik gliedert sich in einen Bachelor- und einen Master-Studiengang. Der Master ist für die Tätigkeit als Medizinphysiker verpflichtend, eine Karriere nur mit Bachelorabschluss stellt die absolute Ausnahme dar. Sowohl Bachelor- als auch Masterstudium schließen Praxismodule mit ein. Je nach Hochschule kann die klinische Tätigkeit einen sehr großen Raum einnehmen. Dafür arbeiten die betreffenden Hochschulen eng mit Kliniken zusammen.

Medizinphysiker ist keine geschützte Berufsbezeichnung – außer im Land Berlin, wo 1987 eine gesetzliche Regelung in Kraft getreten ist. Die Zertifizierung als Medizinphysiker mit DGMP-Fachanerkennung setzt allerdings eine mindestens dreijährige, berufliche Tätigkeit unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten voraus.

Wer als Medizinphysik-Experte im Strahlenschutz tätig sein möchte, muss eine praktische Vollzeit-Weiterbildung unter Anleitung eines fachkundigen MPE absolvieren und Grund- und Spezialkurse im Strahlenschutz belegen. Die Dauer der praktischen Ausbildung richtet sich nach dem Umfang der zu erwerbenden Fachkunde.#

Berufsbegleitendes Studium – Medizinische Physik

Das Masterstudium der Medizinischen Physik ist auch berufsbegleitend möglich. Die RPTU Kaiserslautern-Landau bietet einen entsprechenden Fernstudiengang an. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester, mit einem Zeitaufwand von etwa 15 bis 20 Stunden pro Woche.

Medizinische Physik – Inhalte des Studiums

Das Bachelorstudium der Medizinischen Physik behandelt vorwiegend physikalische Themen, begleitet von Modulen aus den Bereichen Mathematik, Informatik und Medizin. Schwerpunkte und Praxisanteil unterscheiden sich dabei je nach Hochschule.

Die einzelnen Module umfassen beispielsweise:

Modul Punkte
Experimentalphysik (1–3) 29
Theoretische Physik (1–2) 18
Medizinphysik (1–2) 15
Struktur der Materie: Festkörperphysik, Kern- und Elementarteilchenphysik 8
Strahlungsphysik, Medizinphysik und Klinikpraktikum 8
Elektronik 8
Grundpraktikum 12
Fortgeschrittenenpraktikum 6
Biochemie (1–2) 6
Physiologie (1–2) 6
Anatomie 4
Höhere Mathematik (1–3) 27
Informatik: Einführung für Ingenieure und Naturwissenschaftler 7

Details zum Studiengang erfahren

Alle Details, welche Rolle welches Fach im Studienverlaufsplan spielt und wie alles genau aufgebaut sein wird, kann man auf den Seiten der Wunschuni erfahren. Sollten dann noch Fragen offen sein, kann man eine E-Mail mit allem, was noch unklar ist, verfassen.

Darum geht es nach der Master-Zulassung

Im Master-Studiengang obliegt es den Studenten, ihre Schwerpunkte zu setzen. Die Entscheidung für einen Schwerpunkt bildet die Basis für die spätere Berufstätigkeit. Das Angebot an Modulen variiert, für gewöhnlich werden aber die folgenden Inhalte behandelt:

• Strahlenphysik und -biologie
• Nuklearmedizin
• Dosimetrie
• bildgebende Systeme: Ultraschall, Computertomographie, Kernspintomographie
• Wahrscheinlichkeitsrechnung, Stochastik, Computersimulation
• Plasmaphysik
• Laserphysik
• Biophysik und biomedizinische Messtechnik
• Laborpraktika und physikalische Experimente

Was ist Plasmaphysik und was Dosimetrie?

Unter Plasma versteht man in der Physik ein Gemisch aus Teilchen, genauer aus Ionen, neutralen Atomen oder Molekülen sowie freien Elektronen. In diesem Fach lernt man genaues über die komplexen physikalischen Vorgänge im Plasma. Dosimetrie heißt die Quantifizierung und Feststellung von Strahlung. Zur Messung nutzt man oft ein Dosimeter und untersucht biologische Einflussfaktoren.

Medizinische Physik – Studium Dauer

Das Bachelorstudium der Medizinischen Physik dauert je nach Hochschule sechs bis acht Semester. Die Regelstudienzeit des Master-Studiengangs beträgt in Vollzeit drei bis vier Semester.

Hinzu kommt die praktische Ausbildung, die bei Medizinphysikern mit DGMP-Fachanerkennung drei Jahre dauert, bei MPE mit Strahlentherapie-Sachkundenachweis eventuell auch länger.

Medizinische Physik – Ausbildungsorte

Mittlerweile bieten eine Vielzahl von Universitäten Medizinische Physik als eigenständigen Studiengang an. Eine laufend aktualisierte Übersicht der Studienstandorte in Deutschland führt die DGMP auf ihrer Website. Weiterhin ist das Studium der Medizinischen Physik an der Medizinischen Universität Wien möglich.

Je nach Hochschule ist das Studium leicht unterschiedlich aufgebaut. So legen einige Universitäten zum Beispiel großen Wert auf die praktisch-klinische Ausbildung, während an anderen der theoretische Teil einen größeren Raum einnimmt.

Medizinische Physik – Ausbildungsabschluss

Das Studium der Medizinischen Physik schließt mit dem Master of Science (M. Sc.) ab. Um den akademischen Grad zu erhalten, erstellen Studenten eine Masterarbeit zu einem wissenschaftlichen Thema und legen eine mündliche Abschlussprüfung ab.
Die dreijährige Weiterbildung zum Medizinphysiker mit DGMP-Fachanerkennung endet mit einem Fachgespräch vor einer sogenannten Fachanerkennungskommission. Dieses Gremium besteht aus mindestens zwei berufserfahrenen MPE. Bei erfolgreicher Prüfung vergibt die Fachanerkennungskommission die Urkunde zur “Fachanerkennung für Medizinische Physik der DGMP” und Absolventen dürfen die Berufsbezeichnung “Medizinphysiker (DGMP)” tragen. Der aktuelle Vorsitzende der Anerkennungskommission ist Prof. Dr. Markus Buchgeister und das bereits seit 2020.

Medizinphysiker – Gehalt während der Ausbildung

Die akademische Ausbildung zum Medizinphysiker wird nicht vergütet. Während der praktischen Weiterbildung zum “Medizinphysiker (DGMP)” richtet sich das Gehalt nach Art und Tarifbindung der ausbildenden Einrichtung.
An Krankenhäusern und Kliniken in öffentlicher Hand gelten der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TV-ÖD), der Tarifvertrag der Länder (TV-L), der Tarifvertrag für Unikliniken (TV-UK) oder der Ärztetarif (TV-A/VKA). An kirchlichen Einrichtungen erfolgt die Bezahlung gemäß eigener Arbeitsvertragsrichtlinien.

Wie viel verdient man als Medizinphysiker?

Das Gehalt eines Medizinphysikers hängt von Berufserfahrung, Arbeitgeber, Region und Verantwortungsbereich ab. Das Mediangehalt liegt bei 5.717 Euro brutto monatlich. Das Einstiegsgehalt beträgt 5.051 Euro. Als maximales Gehalt sind 6.472 Euro möglich. Im öffentlichen Dienst kann die Vergütung nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) erfolgen. Medizinphysiker werden häufig der Entgeltgruppe E13 zugeordnet. Bei Tätigkeiten mit höherer Verantwortung kommt auch eine Eingruppierung in E14 infrage. Die konkrete Eingruppierung richtet sich nach den übertragenen Aufgaben und den tariflichen Voraussetzungen.

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
E 15 Ü 6.857,14 € 7.587,33 € 8.280,33 € 8.734,83 € 8.846,64 € -
E 15 5.658,38 € 6.067,30 € 6.283,38 € 7.050,89 € 7.632,07 € 7.854,52 €
E 14 5.143,59 € 5.515,90 € 5.821,41 € 6.283,38 € 6.991,23 € 7.194,48 €
E 13 Ü - 5.106,09 € 5.366,89 € 6.283,38 € 6.991,23 € 7.194,48 €
E 13 4.759,37 € 5.106,09 € 5.366,89 € 5.873,56 € 6.573,97 € 6.764,69 €
E 12 4.310,90 € 4.599,41 € 5.210,41 € 5.746,90 € 6.439,85 € 6.626,54 €
E 11 4.178,35 € 4.444,86 € 4.748,43 € 5.210,41 € 5.881,02 € 6.050,95 €
E 10 4.038,42 € 4.299,95 € 4.599,41 € 4.904,89 € 5.486,13 € 5.644,20 €
E 9b 3.620,10 € 3.870,81 € 4.035,07 € 4.488,99 € 4.875,10 € 5.014,87 €
E 9a 3.620,10 € 3.870,81 € 3.925,58 € 4.035,07 € 4.488,99 € 4.615,76 €
E 8 3.419,52 € 3.659,02 € 3.795,52 € 3.925,58 € 4.069,31 € 4.158,27 €
E 7 3.235,83 € 3.469,72 € 3.645,69 € 3.781,85 € 3.891,36 € 3.987,16 €
E 6 3.186,57 € 3.418,08 € 3.547,20 € 3.679,20 € 3.768,15 € 3.863,96 €
E 5 3.073,97 € 3.301,87 € 3.430,99 € 3.553,66 € 3.652,34 € 3.720,25 €
E 4 2.949,24 € 3.179,22 € 3.340,61 € 3.430,99 € 3.521,39 € 3.579,47 €
E 3 2.915,57 € 3.140,47 € 3.205,03 € 3.308,32 € 3.392,25 € 3.463,27 €
E 2 Ü 2.811,20 € 3.030,72 € 3.114,64 € 3.217,96 € 3.288,97 € 3.385,81 €
E 2 2.742,84 € 2.953,24 € 3.017,80 € 3.082,36 € 3.230,84 € 3.385,81 €
E 1 - 2.534,49 € 2.565,06 € 2.601,78 € 2.638,51 € 2.730,30 €

Gültig von 01.04.2026 bis 28.02.2027

Weitere Informationen zum Gehalt eines Medizinphysikers findest Du hier:

  • Medizinphysiker Gehalt
Pflege Gehalt Mehr Geld Seit März

Gehalt und Tarifverträge

Alles zu den Themen Gehalt und Tarifverträge mit Informationen zu Verdienstmöglichkeiten in Klinik, Praxis und MVZ.

Mehr zu Gehalt und Tarifverträge

Medizinphysiker – Aufgaben im Arbeitsalltag

Je nach Einsatzgebiet nehmen Medizinphysiker eine Vielzahl von Aufgaben wahr. Entsprechend abwechslungsreich gestaltet sich der Alltag im Beruf. Zu den grundlegenden Aufgaben gehören:

Optimierung des Strahlenschutzes

Als Medizinphysiker kennt man sich zum Beispiel mit der aktuellen Strahlenschutzverordnung aus und trifft die Entscheidung, welche medizinisch-physikalischen Geräte eingesetzt werden. Man weiß aber nicht nur, welche Medizintechnik sich am besten eignet, sondern überwacht außerdem die Dosierung der radioaktiven oder ionisierenden Strahlung und stellt letztlich sicher, dass die Risikogrenzwerte nicht überschritten werden.

Werden Patienten hohen Dosen radioaktiver oder ionisierender Strahlung ausgesetzt, muss verpflichtend ein MPE hinzugezogen werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass man auch bei jeder einzelnen Behandlung anwesend sein muss. Man muss allerdings als Ansprechpartner für das medizinische Personal zur Verfügung stehen.

Qualitätssicherung und Risiko-Management

Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich von Medizinphysikern sind die Qualitätssicherung und das Risiko-Management. Man entwickelt Strategien und kontrolliert die Durchführung der Qualitätssicherungsmaßnahmen. Als Mitglied interdisziplinärer Teams bewertet man das Risiko diverser medizinisch-physikalischer Prozesse und leitet Maßnahmen zur Risikoreduzierung ein.

Schulung und Beratung von medizinischen Fachkräften

Medizinphysiker weisen medizinisches Fachpersonal in den Umgang mit medizinisch-physikalischer Technik ein und vermitteln alle Informationen, die für die sichere Anwendung benötigt werden. So stellen Medizinphysikexperten sicher, dass die Qualität und der Erfolg in den relevanten Anwendungsbereichen gegeben sind. Man klärt über Risiken auf und steht bei Fragen beratend zur Seite.

Weitere Aufgaben

Außerdem gehören diese Tätigkeiten zum Alltag eines Physikers im Bereich Medizin:

• Installation, Wartung und Überwachung medizinisch-radiologischer Anlagen
• Kontrolle der Abnahmeprüfung (Qualitätskontrolle)
• Untersuchung möglicher Vorkommnisse und Fehler (Suche nach einer Lösung)
• Erstellung von Risikoeinschätzungen für Strahlenschutzkommissionen

Medizinphysiker – Fachrichtungen

Zwar ist ein Großteil derer, die als Medizinphysiker tätig sind, in der Strahlentherapie. Jedoch kann man sich auch auf andere Fachbereiche spezialisieren, darunter:

• Strahlenschutz
• Nuklearmedizin
• Röntgendiagnostik
• Klinisch-medizinische Optik
• Klinische Audiologie/Medizininformatik
• Klinische Anwendung von Lasern/Ultraschall/Magnetresonanz
• Physikalische Messtechniken in der Medizin

Medizinphysiker – Arbeitsorte

Als Medizinphysiker arbeitet man vorwiegend in Einrichtungen des Gesundheitssystems, zum Beispiel in Krankenhäusern, Unikliniken oder medizinischen Praxen. Abhängig von der Spezialisierung ist es darüber hinaus möglich, in der Industrie tätig zu werden und in der Entwicklung medizinisch-physikalischer Geräte zu arbeiten. Weiterhin ist eine Tätigkeit in der medizinischen Forschung und Entwicklung möglich. Alternativ bietet man als selbstständiger Dozent für Strahlenschutz Beratungen für Einrichtungen oder eine Behörde an.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Medizinphysiker

Möchte man sich im Bereich der Medizinischen Physik weiterbilden, kann man sich zum Beispiel für das Fortbildungsprogramm der DGMP bewerben. Webinare zur allgemeinen Medizinphysik und ihren spezifischen Fachrichtungen stehen sowohl zum Berufseinstieg als auch erfahrenen MPE offen. Englischsprachige Fortbildungsreihen werden von der International Organization for Medical Physics (IOMP) angeboten.

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Häufige Fragen zum Beruf des Medizinphysikers

  1. Was macht ein Medizinphysiker?
  2. Ein Medizinphysiker betreut physikalische Verfahren und Geräte in der Medizin. Zu den Aufgaben eines Medizinphysikers gehören Strahlenschutz, Dosimetrie, Qualitätssicherung und die Beratung medizinischer Fachkräfte.

  3. Welches Studium braucht ein Medizinphysiker?
  4. Ein Medizinphysiker benötigt in der Regel einen Masterabschluss. Besonders geeignet ist ein Studium der Medizinischen Physik, alternativ kommen verwandte naturwissenschaftliche oder ingenieurwissenschaftliche Studiengänge infrage.

  5. Wie lange dauert das Studium zum Medizinphysiker?
  6. Das Studium zum Medizinphysiker umfasst üblicherweise ein Bachelor- und ein Masterstudium. Der Bachelor dauert sechs bis acht Semester, während für den Master drei bis vier Semester vorgesehen sind.

  7. Wie hoch ist das Gehalt eines Medizinphysikers?
  8. Das Mediangehalt eines Medizinphysikers beträgt 5.717 Euro brutto monatlich. Im öffentlichen Dienst werden Medizinphysiker häufig nach TV-L E13 und bei höherer Verantwortung nach E14 eingruppiert.

Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Antonia Knobel
Antonia Knobel
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 03.09.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht einMedizinphysiker ?
  2. Studium – Übersicht
  3. Zugangsvoraussetzungen
  4. Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
  5. Inhalte des Studiums
  6. Studium Dauer
  7. Ausbildungsorte
  8. Ausbildungsabschluss
  9. Gehalt während der Ausbildung
  10. Wie viel verdient man als Medizinphysiker?
  11. Aufgaben im Arbeitsalltag
  12. Fachrichtungen
  13. Arbeitsorte
  14. Passende Stellenangebote

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