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Medi-Karriere Medizinische Berufe Lehrer

Lehrer: Studium, Beruf und Gehalt

Lehrer Studium

Ausbildungstyp

Studium

Ausbildungsdauer

3 - 5 Jahre

Voraussetzung

Abitur

279 freie Jobs
als Lehrkraft

  • Studium
  • Gehalt
  • Bewerbung
  • Jobs

Ein Lehrer vermittelt nicht nur wichtigen Lehrstoff, sondern setzt sich auch pädagogisch mit Schülern auseinander und leistet daher einen wichtigen Beitrag zum Bildungssystem. Doch wie steht es um das Gehalt der Lehrkräfte und wie ist das Lehramtsstudium aufgebaut?

Das Wichtigste in Kürze

  • Tätigkeit: Lehrer vermitteln fachlichen Unterricht, bereiten diesen didaktisch auf und übernehmen Erziehungs- und Betreuungsaufgaben im Schulalltag. Dazu gehören Unterrichts- und Prüfungs-Vor- und Nachbereitung sowie Eltern- und Kollegenkontakte.
  • Ausbildungsdauer: Das Lehramtsstudium dauert in Deutschland mehrere Jahre (in der Regel sechs bis zehn Semester) und endet mit dem Referendariat, das schulische Praxis und zweite Staatsprüfung umfasst.
  • Voraussetzungen: meist das Abitur; die konkreten Zulassungs- und Studienbedingungen hängen von Schulform und Bundesland ab.
  • Inhalt: Erziehungswissenschaften, Fachwissenschaften, Fachdidaktik; Fachwissenschaften; Studierende wählen meist zwei Unterrichtsfächer
  • Besonderheiten: Während des Studiums gibt es umfangreiche Praktika und das anschließende Referendariat, in dem praktische Unterrichtserfahrung gesammelt wird.
  • Perspektiven: Es gibt aktuell viele offene Stellen für Lehrkräfte, und die Jobaussichten sind insgesamt gut, unter anderem wegen weiterhin bestehendem Lehrermangel.
  • Gehalt: Die Bezahlung als Lehrkraft richtet sich unter anderem nach Bundesland, Schulform und Status (Beamter/Angestellter) und erfolgt meist im höheren Dienst.

Was macht ein Lehrer?

Ein Lehrer ist in Bildungseinrichtungen wie Schulen tätig und vermittelt Schülern spezifischen Lehrstoff. Es kommt bei den Inhalten auf die Fachrichtung an, zum Beispiel Musik oder Naturwissenschaften. Lehrer unterrichten aber auch in Ausnahmen fächerübergreifende Inhalte, vor allem, wenn es sich um junge Schüler handelt. Dazu gehört zum Beispiel die Verkehrserziehung oder Unterrichtsstunden, in denen pädagogische Inhalte praktisch umgesetzt werden (beispielsweise im Rahmen der Streitschlichtung). Somit tragen Lehrer maßgeblich zur Persönlichkeitserziehung ihrer Schüler bei und vermitteln auch ethische Werte.

Zu den weiteren Aufgaben von Lehrern gehört die Unterrichtsvorbereitung sowie die Nachbereitung. Vor allem während der ersten Dienstjahre nimmt die Vorbereitung des Unterrichts oftmals besonders viel Zeit in Anspruch. Lehrer müssen Lehrstoff schülergerecht aufbereiten, Lehrkonzepte erarbeiten und gegebenenfalls Materialien herstellen oder besorgen. Zudem müssen sie Tests, Klausuren oder bestimmte Projekte für den Unterricht vorbereiten. Die Nachbereitung des Unterrichts umfasst vor allem die Korrektur von Hausarbeiten, Tests oder Klassenarbeiten.

Zum Schuldienst zählen jedoch auch organisatorische Aufgaben. So müssen Ausflüge, Elternabend sowie außerunterrichtliche Angebote wie Sportaktivitäten vorbereitet werden. Lehrer stehen zudem im engen Austausch mit den Eltern ihrer Schüler, Kollegen oder der Schulleitung. Ein Lehrer kümmert sich um Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Schule, den Austausch von Unterrichtsmaterialien und nimmt an Fortbildungen teil.

Lehrer: Studium – Übersicht

Wer sich dafür entscheidet als Lehrer tätig werden zu wollen, muss ein Lehramtsstudium an einer Universität oder einer pädagogischen Hochschule absolvieren. Das Lehramtsstudium unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und die Studiendauer beträgt zwischen sechs und zehn Semestern. Mit jedem weiteren Fach verlängert sich das Studium um weitere zwei Semester.

Lehrer: Studium – Zugangsvoraussetzungen

Da es sich bei der Ausbildung zum Lehrer um ein Studium handelt, zählt die allgemeine Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung. Die weiteren Zugangsvoraussetzungen sind vor allem davon abhängig, an welcher Schulform der folgenden Schulformen die angehenden Lehrer später unterrichten möchten:

 Stufe  Schulform
Primarstufe Grundschule, Hauptschule
Sekundarstufe I Realschule
Sekundarstufe II Gymnasium, Gesamtschule, Gemeinschaftsschule, Berufsschule, Berufskolleg
Sonstiges  Sonderpädagogische Schule, Sonderschule

In den Fächern Kunst, Musik und Sport wird an einigen Hochschulen und Universitäten außerdem eine Aufnahmeprüfung vorausgesetzt. Um Lehrer an einer Berufsschule zu werden, ist zudem eine mindestens einjährige fachspezifische Praxiserfahrung bis zum Ende des Studiums nachzuweisen.

Zu den persönlichen Voraussetzungen angehender Lehrer zählt, neben dem Willen, gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen zu arbeiten, vor allem die Fähigkeit kommunikativ und diskussionsfreudig zu sein. Außerdem sollte es angehenden Lehrkräften nicht an Fleiß und Selbstständigkeit mangeln, denn Sie müssen sich die Aufgaben selbst einteilen. Darüber hinaus sollte man eine hohe Stresstoleranz aufweisen können und Autorität ausstrahlen.

Lehrer: Studium – Aufbau

An einigen Universitäten erlangen die Lehramtsstudenten nach dem sechsten Semester einen Bachelor of Education mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Dieser wird nach dem Erwerb von 180 Leistungspunkten (LP) verliehen. Dieser Abschluss zählt nicht als Lehrerlaubnis und wird nicht für das Grundschullehramt verliehen. Das Studium wird nach dem Erwerb des Bachelor of Education fortgesetzt und schließt mit dem 1. Staatsexamen ab.

In manchen Universitäten folgt der Studiengang dem Bachelor-Master-Modell. Das Bachelorstudium dauert drei Jahre und qualifiziert für eine außerschulische Tätigkeit (“Bachelor of Education”). Das daran anschließende Masterstudium dauert weitere zwei Jahren. Absolviert man anschließend das Referendariat und besteht das 2. Staatsexamen, ist man Lehrer.

Zudem vertiefen die Studenten in verschiedenen Praktika ihre Fertigkeiten und schließen ihre Ausbildung mit dem 18-24-monatigen Referendariat ab. Während dieser Zeit unterrichten die Lehrer bereits. Am Ende des Referendariats steht das zweite Staatsexamen an, welches den Studenten die Zulassung als Lehrer bescheinigt.

Lehramt: Duales Studium

Ein duales Lehramtsstudium ist ein praxisintegrierter Studienansatz zur Lehrerausbildung, bei dem Theorie und schulische Praxis von Beginn an eng verknüpft werden: Studierende sind bereits im ersten Semester an realen Schulen eingebunden und sammeln systematisch Unterrichtserfahrung parallel zum Hochschulstudium.

An mehreren Universitäten startet ein solches duales Modell für das Lehramt an Sekundarschulen, das aus einem praxisintegrierenden Bachelorstudium und einem darauf aufbauenden dualen Master mit Vorbereitungsdienst besteht. Während des Studiums arbeiten die angehenden Lehrkräfte regelmäßig an Ausbildungsschulen in Schulalltag und Unterricht mit, was die spätere Übergangsphase in den Schuldienst erleichtert.

Das Modell ist als Antwort auf den Lehrkräftemangel konzipiert und zielt darauf ab, Praxisnähe, Ausbildungsqualität und Bindung an den Lehrerberuf zu stärken. Studierende erhalten über die gesamte Dauer eine Vergütung, starten früh in die schulische Praxis und schließen mit den für den Lehrberuf notwendigen staatlichen Prüfungen ab. Nach erfolgreichem Abschluss besteht meist eine Verpflichtung, für einen festgelegten Zeitraum im Schuldienst zu arbeiten, was die Fachkräfteversorgung in den Regionen verbessert.

Warum sinnvoll:

  • frühe und durchgehende schulpraktische Erfahrung schon im Studium
  • starke Verzahnung von akademischer Ausbildung und Unterrichtspraxis
  • Vergütung während des Studiums und bessere Übergänge in den Beruf
  • gezielte Qualifizierung für akuten Lehrkräftebedarf vor Ort

Lehrer: Studium – Inhalte

Je nach Bundesland, Schulform und Abschluss sind die Lehramtsstudiengänge anders aufgebaut. Jedoch wählen die angehenden Lehrer in allen Bundesländern zwei Studienfächer aus. Die zu wählenden Studienfächer unterscheiden sich oftmals von Bundesland zu Bundesland, gliedern sich jedoch meist in folgende Bereiche:

  • Sprachen: zum Beispiel Deutsch, Englisch, Französisch
  • Geisteswissenschaft: zum Beispiel Geschichte, Politikwissenschaften
  • Naturwissenschaft: zum Beispiel Mathe, Physik, Chemie, Geographie
  • Technik: zum Beispiel Informatik
  • Künste: zum Beispiel Kunst, Musik
  • Religionslehre / Philosophie / Ethik
  • Sportwissenschaften

Die Wahl der Unterrichtsfächer im Lehramtsstudium hängt von den eigenen Interessen und der angestrebten Schulform ab. Je nach Lehramt sind bestimmte Fächer oder Fächerkombinationen vorgesehen oder verpflichtend. In der Regel werden zwei Unterrichtsfächer studiert, bei manchen Schulformen kommen besondere fachliche Schwerpunkte hinzu. Welche Fächer genau angeboten und miteinander kombiniert werden können, hängt von der jeweiligen Universität und deren Studienordnung ab.

Angehende Lehrkräfte, die sich für das Lehramt der Sonderpädagogik entscheiden, wählen neben den zwei Fächern auch noch Förderschwerpunkte wie emotionale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche Entwicklung sowie Lernen oder Sprache.

Dennoch finden sich spezifische Lerninhalte wie Erziehungswissenschaften, Fachwissenschaften, Fachdidaktik, Praktika und Bachelorarbeit in allen Lehramtsstudiengängen wieder.

Lehrer: Studium – Dauer und Ausbildungsorte

Die Dauer der Lehrerausbildung ist je nach Bundesland und angestrebter Schulform geregelt, folgt jedoch in der Regel einer einheitlichen Struktur. Das Studium besteht meist aus einem sechssemestrigen Bachelorstudium und einem viersemestrigen Masterstudium. Bereits während dieser Zeit sind schulpraktische Anteile und Praktika fester Bestandteil der Ausbildung. Daran schließt sich der Vorbereitungsdienst (Referendariat) an, der in der Regel 18 bis 24 Monate dauert. Die Lehrerausbildung erfolgt damit in einem zweiphasigen Modell aus wissenschaftlichem Studium an der Universität und einer anschließenden praktischen Ausbildungsphase im Schuldienst. Abweichungen sind je nach Bundesland möglich.

Lehrer: Studium – Abschluss

Um Lehrer zu werden, gibt es allerdings keine einheitlichen Regelungen für das Studium. Alle Bundesländer haben je nach Fach und Schulform eigene Regelungen. Es liegen jedoch Regelungen vor, welche sicherstellen, dass die Abschlüsse von allen 16 Bundesländern anerkannt werden. Grundsätzlich müssen alle Lehrer deutschlandweit ein Studium absolviert haben.

Daher unterscheidet sich der Verlauf des Lehramtsstudiums auch nach Einführung der Bachelorabschlüsse zum Teil erheblich. Während das Lehramtsstudium in Bayern mit dem Staatsexamen abschließt, wird es in Niedersachsen oder Thüringen mit dem Bachelor und Master beendet. In Rheinland-Pfalz erwerben angehende Lehrer zunächst den Bachelor of Education, dann den Master of Education und im Anschluss das 2. Staatsexamen.

Perspektiven nach dem Studium

Die Jobaussichten für angehende Lehrer in Deutschland sind aktuell sehr gut, weil der Lehrermangel bundesweit weiterhin ein großes Problem ist. Laut Prognosen der Kultusministerkonferenz wird es bis 2035 etwa 49.000 fehlende Lehrkräfte geben, um alle Stellen abzudecken, und besonders im Sekundarbereich bleibt der Bedarf hoch. Bis zum Beginn des Schuljahres 2025/26 waren in einigen Bundesländern noch tausende Lehrerstellen unbesetzt – allein in Nordrhein-Westfalen waren es zum Beispiel rund 8.800 offene Stellen. Hinzu kommt, dass die Zahl der Schüler nach aktuellen Modellrechnungen bis 2032 um etwa 600.000 wächst, was den weiteren Bedarf an Lehrkräften erhöht. Durch diese Entwicklung stehen Absolventen des Lehramtsstudiums voraussichtlich gute Chancen auf eine feste Anstellung im Schuldienst offen.

Lehrer: Gehalt in Studium und Referendariat

Während der reinen Studienzeit erhalten angehenden Lehrer keine Vergütung. In vielen Fällen erheben die Universitäten sogar zusätzliche Kosten für Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren.

Was hingegen vergütet wird, ist das Referendariat. Wie hoch der Verdienst währenddessen ist, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Das Einkommen wird als Anwärterbezug bezeichnet und kennzeichnet das Beamtenverhältnis auf Widerruf. Die angehenden Lehrkräfte können ihren Verdienst also im jeweiligen Besoldungsgesetz des Bundeslands einsehen.

Neben dem Bundesland ist jedoch auch die gewählte Schulform für die Höhe des Gehalts als Lehrer im Referendariat entscheidend. So erhalten angehende Lehrer für Grund- oder Realschulen in Niedersachsen beispielsweise eine monatliche Besoldung in Höhe von 1.663 Euro. Als Lehrer am Gymnasium oder an berufsbildenden Schulen liegt der Anwärterbezug in Niedersachsen monatlich bei 1.702 Euro.

Lehrer: Gehalt im weiteren Berufsleben

Grundsätzlich muss bei der Bezahlung von Lehrkräften zwischen Beamten, Lehrkräften im privaten Sektor sowie Lehrer im kirchlichen Sektor und Lehrkräften im Anstellungsverhältnis unterscheiden werden.

Bei Lehrkräften ist der Beamtenstatus die Regel, die Beschäftigung als Angestellter ist eher die Ausnahme und tritt beispielsweise bei befristeter Einstellung ein oder, wenn Verbeamtungshindernisse wie fehlende Ausbildung oder gesundheitliche Eignungen vorliegen.

Gehalt in Verbeamtung

Das Gehalt von Lehrern in Verbeamtung richtet sich meist nach der Entgeltordnung für Lehrkräfte (TV EntgO-L). Das Gehalt wird zudem von unterschiedlichen Faktoren, wie dem Bundesland sowie der Berufserfahrung der Lehrkräfte und der Schulform beeinflusst. So erhalten Lehrer in einem höheren Alter in der Regel auch einen höheren Lohn, da sie meist mehr Berufserfahrung haben und in den Entgeltgruppen der im Bundesland geltenden Tarifverträge automatisch aufsteigen.

Viele verbeamtete Lehrer in der Besoldungsgruppe A 13 eingeordnet, was den Standard im höheren Dienst darstellt. In dieser Gruppe liegen die Jahres-Grundgehälter je nach Bundesland meist zwischen etwa 58.000 € und 80.000 € brutto. Gymnasial- und Berufsschullehrkräfte sowie die meisten anderen Lehrkräfte werden regulär in A 13 bezahlt.

In einigen Bundesländern sind Grundschullehrkräfte und teils auch Haupt- oder Realschullehrer noch in der Besoldungsgruppe A 12, was geringere Gehälter bedeutet (etwa 49.000 € bis knapp 69.000 € brutto jährlich). In vielen Ländern wird diese Regelung aktuell aber aufgelöst und A 13 flächendeckend eingeführt.

Gehalt nach Bundesland

Maximales Bruttojahreseinkommen nach Bundesland

Alle Angaben in Euro

Lehrergehalt nach TV-L

Die tatsächliche Höhe des Gehalts hängt vom jeweiligen Bundesland, der persönlichen Erfahrungsstufe sowie eventuellen Zusatzaufgaben oder Leitungsfunktionen ab. Angestellte Lehrkräfte ohne Beamtenstatus werden meist nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) in Entgeltgruppen wie E13 vergütet, die ebenfalls in einem ähnlichen Bereich liegen, aber wegen höherer Abgaben netto meist etwas weniger ausfallen. Lediglich in Hessen gilt eine eigene Regelung für die Vergütung von Lehrern.

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
E 15 Ü 6.857,14 € 7.587,33 € 8.280,33 € 8.734,83 € 8.846,64 € -
E 15 5.658,38 € 6.067,30 € 6.283,38 € 7.050,89 € 7.632,07 € 7.854,52 €
E 14 5.143,59 € 5.515,90 € 5.821,41 € 6.283,38 € 6.991,23 € 7.194,48 €
E 13 Ü - 5.106,09 € 5.366,89 € 6.283,38 € 6.991,23 € 7.194,48 €
E 13 4.759,37 € 5.106,09 € 5.366,89 € 5.873,56 € 6.573,97 € 6.764,69 €
E 12 4.310,90 € 4.599,41 € 5.210,41 € 5.746,90 € 6.439,85 € 6.626,54 €
E 11 4.178,35 € 4.444,86 € 4.748,43 € 5.210,41 € 5.881,02 € 6.050,95 €
E 10 4.038,42 € 4.299,95 € 4.599,41 € 4.904,89 € 5.486,13 € 5.644,20 €
E 9b 3.620,10 € 3.870,81 € 4.035,07 € 4.488,99 € 4.875,10 € 5.014,87 €
E 9a 3.620,10 € 3.870,81 € 3.925,58 € 4.035,07 € 4.488,99 € 4.615,76 €
E 8 3.419,52 € 3.659,02 € 3.795,52 € 3.925,58 € 4.069,31 € 4.158,27 €
E 7 3.235,83 € 3.469,72 € 3.645,69 € 3.781,85 € 3.891,36 € 3.987,16 €
E 6 3.186,57 € 3.418,08 € 3.547,20 € 3.679,20 € 3.768,15 € 3.863,96 €
E 5 3.073,97 € 3.301,87 € 3.430,99 € 3.553,66 € 3.652,34 € 3.720,25 €
E 4 2.949,24 € 3.179,22 € 3.340,61 € 3.430,99 € 3.521,39 € 3.579,47 €
E 3 2.915,57 € 3.140,47 € 3.205,03 € 3.308,32 € 3.392,25 € 3.463,27 €
E 2 Ü 2.811,20 € 3.030,72 € 3.114,64 € 3.217,96 € 3.288,97 € 3.385,81 €
E 2 2.742,84 € 2.953,24 € 3.017,80 € 3.082,36 € 3.230,84 € 3.385,81 €
E 1 - 2.534,49 € 2.565,06 € 2.601,78 € 2.638,51 € 2.730,30 €

Gültig von 01.04.2026 bis 28.02.2027

Lehrkräfte, die sich im Anstellungsverhältnis mit privaten Einrichtungen befinden, werden nicht tariflich vergütet, da private Einrichtungen ihre Gehälter selbst festlegen.

Lehrer: Aufgaben im Arbeitsalltag

Der Arbeitsalltag von Lehrern ist vielfältig, denn sie unterrichten nicht nur Schüler, sondern erstellen und verwalten zudem Unterrichtsplan, bereiten Unterrichtsmaterialien sowie Klausuren und Test vor, bewerten und korrigieren diese und stehen für Rückfragen zur Verfügung. Sie können in allen Schulformen wie Förderschulen, Berufsschulen oder Gymnasien tätig werden.

Unterrichten gehört zum Lehrerberuf

Ein Lehrer gestaltet den Unterricht anhand des Lehrplans, der die ungefähren Inhalte für jedes Schuljahr vorgibt. Er erstellt Materialien und orientiert sich bei der Vermittlung von Wissen am Lernstand der Schulklasse. Tipps und Informationen kann man sich zum Beispiel bei Kollegen einholen, die eine ähnliche Herausforderung bereits gemeistert haben.

Pädagogik

Lehrern kommen vor allem bei der Arbeit mit jüngeren Kindern nicht selten auch erzieherische Aufgaben zu. Hierfür ist es wichtig, dass sich die Lehrkräfte über die kulturellen und sozialen Lebensbedingungen ihrer Schüler informieren und die Stärken und Schwächen sowie etwaige familiäre Probleme erkennen. Zum Beruf gehört also mehr als nur die Aufgabe, für inhaltliche Bildung zu sorgen.

Darüber hinaus sollten positive Einflüsse auf die individuelle Entwicklung der Schüler ausgeübt sowie Werte und Normen vermittelt werden. Vor allem der Lösung von Konflikten und Schwierigkeiten kommt gesonderte Bedeutung zu. Lehrkräfte können hierbei helfen, altersgemäße und entwicklungspsychologisch fundierte Problemlösungen zu finden und den wertschätzenden Umgang zwischen Schülern in gewissem Maße zu fördern.

Lehrkraft Stellenangebote

MTR – Lehrkraft (w/m/d) in der kbs in Teilzeit
Mönchengladbach
kbs | Die Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus GmbH
03.08.2026

Stellvertretende Akademieleitung für Gesundheitsberufe (m/w/d)
Darmstadt
Klinikum Darmstadt GmbH
31.07.2026

Lehrkraft (m/w/d) für die OTA / ATA-Schule (BIG)
Leer (Ostfriesland)
Klinikum Leer gGmbH
27.07.2026

Pflegepädagoge, Medizinpädagoge, Lehrer für Pflegeberufe
Öhringen
Hohenloher Krankenhaus
07.08.2026

Assistenzarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie Mecklenburg Vorpommern (m/w/d) | akademisches Lehrkrankenhaus
Mecklenburg-Vorpommern
HiPo Executive GmbH
05.08.2026

Lehrkraft für den Fachbereich Logopädie (m/w/d)
Paderborn
Christliches Klinikum Paderborn
04.08.2026

Sport- und Gymnastiklehrer (m/w/d)
Recklinghausen
emeis Therapiezentrum Recklinghausen
03.08.2026

Sport- und Gymnastiklehrer (m/w/d) -flexible Arbeitszeitmodelle-
Duisburg
emeis Therapiezentrum Duisburg Huckingen
03.08.2026

Sport- und Gymnastiklehrer (m/w/d)
Meerbusch
emeis Therapiezentrum Meerbusch Lank
03.08.2026

Mitarbeiter* Medizinische Aufbereitung Endoskopie - finanzierter und freigestellter Sachkundelehrgang nach DGSV
Paderborn
MVZ im MediCo Paderborn GmbH
02.08.2026

Lehrkraft für Pflegeberufe (w/m/d)
Paderborn
Christliches Klinikum Paderborn
31.07.2026

Assistenzarzt Gefäßchirurgie Großraum Leipzig (m/w/d) | Lehrkrankenhaus
Brandenburg an der Havel
HiPo Executive GmbH
29.07.2026

Facharzt Anästhesie Raum Heilbronn (m/w/d) | Verantwortungsvolle Tätigkeit in einem akademischen Lehrkrankenhaus
Baden-Württemberg
HiPo Executive GmbH
26.07.2026

Assistenzarzt:ärztin / wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (w/m/d) Schwerpunkt Lehre und Forschung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Voll- oder Teilzeit
Potsdam
HMU Health and Medical University
03.08.2026

Arzt als Lehrkraft - Medizinische Ausbildung Schule Klinik w|m|d...
Karlsruhe
SRH
03.08.2026

Arzt/Ärztin als Lehrkraft (m/w/d) in der Logopädie
München
Döpfer Gruppe
03.08.2026

Arzt / Ärztin oder Medizinpädagogen als Lehrkräfte (m/w/d) für Gesundheitsberufe
92421 Schwandorf
Döpfer Gruppe
03.08.2026

Arzt als Lehrkraft w|m|d...
Karlsruhe
SRH
03.08.2026

Fachärzt*in (m/w/d) für Allgemeinmedizin oder Ärzt*in (m/w/d) in Weiterbildung Allgemeinmedizin ab 3. WB-Jahr für innovative Lehre und Lehrforschung
Bonn
Universitätsklinikum Bonn
03.08.2026

Arzt / Ärztin /Medizinpädagogen als Lehrkräfte (m/w/d)
Schwandorf
Döpfer Gruppe
03.08.2026

Zu den freien Lehrkraft Jobs

Beurteilen von Schülerleistungen

Zudem gehört die Beurteilung der Leistungen von Schülern zu den Aufgaben der Lehrkräfte. Dabei müssen Lehrer die individuellen Lernvoraussetzungen, den Lernprozess sowie die Leistungsentwicklung der einzelnen Schüler berücksichtigen.

Förderung

Vor allem an Förderschulen liegt das Hauptaugenmerk der Lehrkräfte vor allem in der Förderung von Schülern mit Behinderung oder anderweitigen Beeinträchtigungen. Je nach Einrichtung können verschiedene Schwerpunkte wie emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, Hören und Kommunikation, körperliche und motorische Entwicklung sowie Lernen, Sehen oder Sprache gefördert werden. Dabei arbeiten Lehrer vor allem auch mit anderer Berufsgruppen der Förderschulen zusammen wie beispielsweise Ergotherapeuten, Logopäden, Kinderkrankenschwestern oder -pfleger, sowie Sozialarbeitern.

Lehrer: Fachrichtungen

Zunächst müssen sich angehende Lehrer auf eine Schulform festlegen, an welcher sie später unterrichten möchten. Je nach Bundesland können die Bezeichnungen voneinander abweichen, jedoch unterscheidet man grundsätzlich zwischen Grund-/Hauptschulen, Primarstufen, Sonderschulen, Realschulen, Gymnasien/Gesamtschulen sowie Berufsschulen.

Zudem setzt das Lehramtsstudium meist die Wahl zweier Fächer voraus: Zwei-Fach-Bachelor plus Master of Education oder Staatsexamen und anschließend das Referendariat. Zum jeweiligen Fachstudium kommt ein pädagogisch-didaktischer Teil, der sich sowohl nach der Didaktik des Fachs als auch nach der angestrebten Schulart richtet. Lehramtsstudenten studieren auf ihrem Weg also meist zwei Fächer. Die Kombination wird teilweise von der Hochschule vorgegeben.

Mit einer Weiterbildung zum Sonderpädagogen können sich Lehrkräfte zudem auf den Umgang mit körperlich oder geistig beeinträchtigen Menschen spezialisieren. Jedoch kann man auch gleich zu Beginn Sonderpädagogik studieren und muss nicht den “Quereinstieg” wagen.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrer

Die regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungen ist für Lehrer unerlässlich. Denn vor allem verbeamtete Lehrer sind dazu verpflichtet, an dienstlichen Fortbildungen teilzunehmen und sich zudem selbst fortzubilden, damit sie auf dem neusten Kenntnisstand bleiben und auch steigenden Anforderungen ihres Amtes gewachsen sind. Dabei wird vor allem zwischen Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte unterschieden.

Während Fortbildungen die Lehrkräfte dabei unterstützen, den Anforderungen des Lehrberufs mit all seinen (sich verändernden) Aspekten zu meistern, werden Lehrweiterbildung besucht, um zusätzliche Qualifikationen zu erwerben.

Weiterhin steht es Lehrkräften frei, den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. Eine Karriere als Lerncoach ist ebenso denkbar wie die Gründung eines eigenen privaten Bildungsinstituts. Zudem kommt auch die Tätigkeit als freier Dozent sowie ein zusätzliches Studium der Richtung Bildungsmanagement in Frage.

Lehrer – Arbeitszeiten

Die Arbeitszeiten von Lehrern richten sich vor allem nach den Schulzeiten. Während Lehrkräfte in Grundschulen möglicherweise um ein Uhr mittags ihre letzte Stunde unterrichten, kann es durchaus sein, dass Gymnasiallehrer an Ganztagsschulen bis drei oder vier Uhr am Nachmittag tätig sind. Abhängig von Schulform, Bundesland und Fachkombinationen haben Lehrer mit Vollzeitstellen zwischen 24 und 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung pro Woche.

Neben dem Unterricht haben Lehrkräfte jedoch noch viele andere Aufgaben zu verrichten, darunter die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, die Vorbereitung und Korrektur von Klassenarbeiten und ähnlichen Leistungsnachweisen. Auch Konferenzen mit Arbeitskollegen, Klassenfahrten oder Eltern- und Schülergespräche kommen dazu.

Schlussendlich gehen Lehrer somit mindestens einer 40-Stunden-Woche nach. Studien zufolge liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit einer Lehrkraft bei etwa 50 Stunden.

Lehrer – Wo kann gearbeitet werden?

Lehrer können nicht nur in schulischen Einrichtungen tätig werden, sondern mit erfolgreich abgeschlossenem Lehramtstudium auch in Nachhilfeinstituten, in Kinder- und Hausaufgabenbetreuungen, oder Sprachschulen arbeiten. Zudem ist eine Lehrtätigkeit an Kliniken und Reha-Zentren sowie deutschen Schulen im Ausland denkbar.

Außerdem können Lehramtsabsolventen mit entsprechender Weiterbildung auch in Erziehungs- oder Familienberatungsstellen oder als Lerntherapeut arbeiten. Im Bereich der Erwachsenenbildung finden Lehrer an Volkshochschulen, Abendschulen oder Bildungszentren der Kammern (wie der Handwerkskammer oder der Industrie- und Handelskammer) Anstellung.

Passende Stellenangebote finden

Medi-Karriere ist ein Info- und Karriereportal für medizinische Berufe. Deshalb findet man hier zum Beispiel Pflegeassistenz-Jobs, Logopäde-Stellenanzeigen sowie Stellenangebote in der Psychologie.

Häufige Fragen zu Lehrer Beruf und Ausbildung

  1. Wie viel verdient man als Lehrer?
  2. Als verbeamtete Lehrkraft wird man in Deutschland in der Regel nach A13 bezahlt; das Grundgehalt liegt – je nach Bundesland und Erfahrungsstufe – meist zwischen etwa 58.000 und 80.000 Euro brutto im Jahr. In einigen Bundesländern werden Grundschullehrkräfte teilweise noch nach A12 vergütet, was etwas darunter liegt. Angestellte Lehrkräfte verdienen nach dem Tarifvertrag der Länder (E13) in einem ähnlichen Bereich.

  3. Was macht man als Lehrer außer Unterricht?
  4. Neben dem Unterrichten, umfasst die Tätigkeit als Lehrer vor allem das Vor- und Nachbereiten der Unterrichtsstunden sowie die Beurteilung der Schüler. Gerade bei jüngeren Schülern fällt zudem vor allem die Vermittlung pädagogischer Inhalte an.

  5. Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen, um Lehrer zu werden?
  6. Die Voraussetzungen für den Lehrerberuf sind vor allem davon abhängig, an welcher Schule die angehenden Lehrer künftig unterrichten möchten. Grundsätzlich müssen jedoch alle Anwärter ein Lehramtstudium sowie diverse Praktika durchlaufen.

  7. Nach welchem Tarifvertrag wird ein Lehrer bezahlt?
  8. Während angestellte Lehrer einheitlich nach dem Tarifvertrag für Länder (TV-L) vergütet werden, erhalten verbeamtete Lehrer eine Vergütung entsprechend des Tarifvertrages Entgeltordnung für Lehrkräfte (TV EntgO-L).

Quellen
  1. Studienwahl, Lehramtsausbildung in Niedersachsen, https://studienwahl.de/... (letzter Zugriff am 03.03.2026)
  2. Landesamt für Qualitätssicherung und Informationstechnologie der Lehrerausbildung NRW, Lehramtsstudium, https://www.laquila.nrw.de/... (letzter Zugriff am 03.03.2026)
  3. Deutsches Schulportal, Lehrermangel bleibt ein großes Problem – Schülerzahl wächst bis 2032, https://deutsches-schulportal.de/... (letzter Zugriff am 03.03.2026)
  4. Deutsches Schulportal, Zwei Drittel der Lehrkräfte arbeiten zu viel, https://deutsches-schulportal.de/... (letzter Zugriff am 03.03.2026)
  5. Niedersächsisches Kultusministerium, Besoldung, https://www.mk.niedersachsen.de/... (letzter Zugriff am 03.03.2026)
  6. DBB, Besoldungstabellen, https://www.dbb.de/... (letzter Zugriff am 03.03.2026)
  7. GEW, Eingruppierung von angestellten Lehrkräften, https://www.gew.de/... (letzter Zugriff am 03.03.2026)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Florentina Blakaj
Florentina Blakaj
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 06.03.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht ein Lehrer?
  2. Übersicht
  3. Zugangsvoraussetzungen
  4. Aufbau
  5. Inhalte
  6. Dauer und Ausbildungsorte
  7. Abschluss
  8. Gehalt im Studium
  9. Gehalt im weiteren Berufsleben
  10. Aufgaben im Arbeitsalltag
  11. Fachrichtungen
  12. Weiterbildungsmöglichkeiten
  13. Arbeitszeiten
  14. Wo kann gearbeitet werden?
  15. Stellenangebote

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