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Medi-Karriere Medizinische Berufe Inklusionshelfer

Inklusionshelfer: Ausbildung, Beruf und Gehalt

Inklusionshelfer Ausbildung

Ausbildungstyp

Weiterbildung

Ausbildungsdauer

2 bis 9 Monate

Voraussetzung

Mittlerer Schulabschluss

51 freie Jobs
als Inklusion

  • Ausbildung
  • Gehalt
  • Jobs

Ein Inklusionshelfer unterstützt Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Schulalltag. Er hilft ihnen dabei, am Unterricht und am sozialen Leben in der Schule teilzunehmen. Art und Umfang der Unterstützung richten sich immer nach dem persönlichen Bedarf des Kindes. Deshalb kann die Arbeit je nach Fall sehr unterschiedlich aussehen.

Inklusionshelfer begleiten zum Beispiel den Schulweg, geben Orientierung im Schulgebäude oder helfen bei der Kommunikation. Außerdem können sie bei der Körperpflege, der Mobilität und der Arbeitsorganisation unterstützen. Sie unterrichten jedoch nicht selbst. Die Verantwortung für Unterricht, Lernziele und Leistungsbewertung bleibt bei der Lehrkraft.

Für diese Tätigkeit braucht ein Inklusionshelfer Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Je nach Unterstützungsbedarf sind außerdem pädagogische, pflegerische oder medizinische Kenntnisse nötig. In diesem Artikel erfahren Interessenten, welche Aufgaben ein Inklusionshelfer übernimmt, welche Zugangswege es gibt und wie hoch das Gehalt ausfallen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Inklusionshelfer unterstützt einen Schüler mit Behinderung im Schulalltag und fördert seine Selbstständigkeit.
  • Schulbegleiter, Inklusionshelfer und Integrationshelfer bezeichnen meist dieselbe Tätigkeit.
  • Es gibt keine bundesweit geregelte Ausbildung. Deshalb ist ein Quereinstieg möglich. Bei besonderem Hilfebedarf kann der Arbeitgeber jedoch eine Fachkraft verlangen.
  • Der Schulbegleiter unterstützt den Schüler beim Lernen, unterrichtet und bewertet aber nicht selbst.
  • Viele Stellen sind in Teilzeit. Deshalb liegt das tatsächliche Monatsgehalt oft unter dem statistischen Vollzeitwert.

Was macht ein Inklusionshelfer?

Ein Inklusionshelfer begleitet Kinder und Jugendliche mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung. Er kann auch Schüler unterstützen, denen eine seelische Behinderung droht. Entscheidend ist nicht allein eine Diagnose. Vielmehr muss die Behinderung die Teilhabe am Schulalltag erschweren und einen persönlichen Hilfebedarf auslösen.

Der Inklusionshelfer hilft dem Schüler dabei, den Schulalltag möglichst selbstständig zu bewältigen. Er kann ihn auf dem Schulweg, im Unterricht, in den Pausen sowie bei Ausflügen und Klassenfahrten begleiten. Außerdem fördert er die Kommunikation mit Mitschülern und Lehrkräften. Bei Bedarf unterstützt er auch bei der Mobilität, beim Essen, beim Umziehen oder beim Toilettengang.

Schulbegleitung ist eine Leistung zur Teilhabe an Bildung. Die Eltern oder Erziehungsberechtigten beantragen sie beim zuständigen Sozial- oder Jugendhilfeträger. Die Behörde prüft anschließend den persönlichen Bedarf. Bei körperlichen oder geistigen Behinderungen ist in der Regel der Träger der Eingliederungshilfe zuständig. Bei einer bestehenden oder drohenden seelischen Behinderung ist meist das Jugendamt zuständig.

Schulbegleiter, Inklusionshelfer oder Integrationshelfer: Was ist der Unterschied?

Für die Tätigkeit gibt es in Deutschland keine einheitliche Berufsbezeichnung. Schulbegleiter ist der verbreitete Oberbegriff. Inklusionshelfer, Integrationshelfer, Inklusionsassistenz und Integrationsassistenz bezeichnen meist dieselbe Form der persönlichen Unterstützung. Teilhabeassistenz betont besonders das Ziel, die gleichberechtigte Teilnahme an Bildung zu ermöglichen. Der Begriff Schulassistenz kann ebenfalls eine persönliche Begleitung meinen. In einigen Bundesländern bezeichnet er jedoch zusätzliches Personal, das eine Schule oder mehrere Schüler unterstützt. Die genaue Bedeutung hängt deshalb vom Bundesland, vom Träger und vom bewilligten Hilfemodell ab. Keiner dieser Begriffe ist bundesweit als einheitlicher Ausbildungsberuf geschützt.

Inklusionshelfer – Ausbildung

Inklusionshelfer ist kein bundesweit geregelter Ausbildungsberuf. Deshalb gibt es weder einen einheitlichen Lehrplan noch einen staatlich festgelegten Abschluss. Auch die Berufsbezeichnungen sind nicht geschützt.

Trotzdem bieten viele Bildungsträger Qualifizierungen für Schulbegleiter an. Die Kurse vermitteln Grundlagen zu Behinderungsformen, Kinderschutz, Kommunikation, Pflege und rechtlichen Fragen. Sie erleichtern den Einstieg, ersetzen aber keine staatlich anerkannte pädagogische, pflegerische oder medizinische Berufsausbildung.

Je nach Unterstützungsbedarf setzt der Arbeitgeber eine Fachkraft oder eine geeignete Hilfskraft ein. Für manche Kinder reicht ein persönlich geeigneter Quereinsteiger mit passender Einarbeitung aus. Andere Kinder benötigen dagegen eine pädagogische, pflegerische oder medizinische Fachkraft. Das gilt zum Beispiel, wenn der bewilligte Unterstützungsbedarf besondere Fachkenntnisse verlangt.

Inklusionshelfer Ausbildung

Zugangsvoraussetzungen

Es gibt keine bundesweit einheitlichen Zugangsvoraussetzungen. Deshalb unterscheiden sich die Anforderungen je nach Bundesland, Arbeitgeber, Kostenträger und Einzelfall.

Ein Quereinstieg ist grundsätzlich möglich. Einige Arbeitgeber stellen ausdrücklich Bewerber ohne bestimmte Berufsausbildung oder ohne festgelegten Schulabschluss ein. Andere Arbeitgeber verlangen eine abgeschlossene Ausbildung, zum Beispiel als Erzieher, Heilerziehungspfleger, Pflegefachkraft oder Sozialassistent. Für besonders anspruchsvolle Fälle können auch Sozialpädagogen, Heilpädagogen oder andere Fachkräfte eingesetzt werden.

Viele Arbeitgeber achten besonders auf folgende Voraussetzungen:

  • persönliche Eignung und Zuverlässigkeit
  • Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Geduld und Einfühlungsvermögen
  • gute Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • ausreichende Deutschkenntnisse
  • Bereitschaft zu Fortbildungen
  • ein einwandfreies erweitertes Führungszeugnis
  • Nachweis über den vorgeschriebenen Masernschutz

Einzelne Weiterbildungsträger legen zusätzliche Bedingungen fest. Der TÜV Rheinland verlangt für die spätere Arbeit als Schulbegleiter zum Beispiel einen Hauptschulabschluss, ein Mindestalter von 18 Jahren und Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2. Diese Vorgaben gelten jedoch nicht automatisch für alle Arbeitgeber oder Kurse.

Einige Träger verlangen außerdem aktuelle Nachweise über Erste Hilfe, Kinderschutz oder Gewaltprävention. Praktische Erfahrung im Umgang mit Kindern ist hilfreich. Ein Praktikum kann deshalb den Berufseinstieg erleichtern. Es ist aber nicht bundesweit vorgeschrieben.

Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau

Bildungsträger bieten Qualifizierungen in Präsenz, online oder in gemischter Form an. Je nach Angebot findet der Kurs in Vollzeit oder Teilzeit statt. Teilzeit bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Kurs berufsbegleitend ist. Beim aktuellen Online-Angebot des TÜV Rheinland ist zum Beispiel Teilzeit möglich, eine berufsbegleitende Teilnahme aber ausgeschlossen.

Die Angebote unterscheiden sich deutlich. Das bfw schließt seine Weiterbildung mit einem trägerinternen Zertifikat ab. Beim TÜV Rheinland erhalten Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung. Beide Abschlüsse sind keine staatlich anerkannten Berufsabschlüsse.

Ausbildungsinhalte

Während der Weiterbildung lernen angehende Schulbegleiter viel über den Umgang mit geistig und körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen. Die Inhalte der Ausbildung für Inklusionshelfer umfassen unter anderem die folgenden Themen:

  • Behinderungsarten und Krankheitsbilder
  • rechtliche Grundlagen
  • Einführung in die Inklusionspädagogik
  • Phasen der kindlichen Entwicklung
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Stärkung der Sozialkompetenz
  • Unterstützung bei der Arbeitsbewältigung
  • Unterstützung beim schulischen Lernen
  • Umgang mit Traumata in den Erziehungswissenschaften
  • Umgang mit Rückschlägen und Widerständen
  • Zusammenarbeit mit Eltern, Schulen und dem Jugendamt
  • Selbstreflexion der eigenen Rolle im Umfeld Schule

Ausbildungsdauer

Da es keine einheitliche Ausbildung gibt, lässt sich auch keine allgemeine Dauer nennen. Aktuelle Kurse dauern je nach Anbieter wenige Wochen oder mehrere Monate. Das Angebot des TÜV Rheinland dauert derzeit zum Beispiel ein bis drei Monate. Andere Bildungsträger legen eigene Zeitmodelle fest.

Interessenten sollten daher nicht nur auf die Kursdauer achten. Wichtiger sind ein klarer Lehrplan, qualifizierte Dozenten, praktische Übungen und ein angemessener Anteil an Kinderschutz, Rollenklärung und Kommunikation.

Ausbildungsorte

Weiterbildungen bieten unter anderem Bildungswerke, Wohlfahrtsverbände, private Akademien und andere Weiterbildungsträger an. Viele Arbeitgeber schulen neue Schulbegleiter zusätzlich selbst. Solche internen Fortbildungen behandeln häufig Erste Hilfe, Kinderschutz, bestimmte Behinderungsformen oder den Umgang mit Krisen.

Ausbildungsabschluss

Die Weiterbildung endet meist mit einem Zertifikat des Bildungsträgers oder einer Teilnahmebescheinigung. Der Abschluss ist nicht mit einer staatlich anerkannten Berufsausbildung gleichzusetzen. Bewerber sollten deshalb vor dem Kurs prüfen, ob Arbeitgeber in ihrer Region den Abschluss anerkennen und ob eine Förderung möglich ist.

Inklusion Stellenangebote

Fachkraft für Schul- und Kitabegleitung / Inklusionsassistenz (m/w/d)
Wermelskirchen
Jugendhilfe Hand in Hand GmbH Co KG
03.08.2026

Inklusionsassistenz / Schulbegleitung (m/w/d) Dauerausschreibung
Breite Straße 18, 45657 Recklinghausen
Lebenshilfe Mitte Vest e V
03.08.2026

Päd. Fachkraft als Teilhabe- / Inklusionsassistenz (m/w/d)
47178 Duisburg
Soziale Dienste Marxloh gGmbH
03.08.2026

Pädagogische Fachkraft (m/w/d) für Inklusion
Moosstiege 2, 48341 Altenberge
Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder und Jugendhilfe mbH
03.08.2026

Pädagogische Fachkraft (m/w/d) als Inklusionsassistenz
Venner Straße 20, 53177 Bonn
KJF Gemeinnützige Evangelische Gesellschaft für Kind Jugend und Familie mbH
03.08.2026

Kita-Assistenz für die Inklusionsbegleitung (m/w/d)
Nettetal
EVANGELISCHER VEREIN FÜR JUGEND UND FAMILIENHILFE E V
03.08.2026

Mobiler Fachkraft für Inklusionsbegleitung und Beratung (m/w/d) gesucht!
Essen
Villa Luna Kindertagesstätten GmbH
03.08.2026

Kita-Assistenz (m/w/d) für die Inklusionsbegleitung im Kindergarten & Familienzentrum ZAK
Reginharstraße 40, 51429 Bergisch Gladbach
FRÖBEL eingetragener Verein e V
03.08.2026

Inklusionsassistenz m/w/d in (fester) Springerfunktion
Laurentiusstraße 9, 42103 Wuppertal
Mit Menschen Wuppertal Verein für Menschen mit Behinderung e V
03.08.2026

Ergänzungskräfte bzw. Kinderpfleger*innen als Inklusionsassistenz im Rahmen einer Face-to-Face-Betreuung (m/w/d)
Sandkaulbach 13-15, 52062 Aachen
Stadt Aachen
03.08.2026

Inklusionsassistenz m/w/d
Laurentiusstraße 9, 42103 Wuppertal
Mit Menschen Wuppertal Verein für Menschen mit Behinderung e V
03.08.2026

Inklusionskraft (m/w/d)
Bochum
Kita Zweckverband Essen
03.08.2026

Inklusionsassistenz mit oder ohne päd. Qualifikation (m/w/d) (Witten)
Witten
Intensivpädagogischer Dienst Bergisch Land GmbH
03.08.2026

Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter (m/w/d) für die Förderung von Inklusionsbetrieben
Kennedy-Ufer 2, 50679 Köln
Landschaftsverband Rheinland
03.08.2026

Fachberater für betriebliche Inklusion (m/w/d)
Saarbrücken
Saarland Heilstätten GmbH
03.08.2026

Inklusionsassistenz mit oder ohne päd. Qualifikation (m/w/d) (Ennepetal)
Ennepetal
Intensivpädagogischer Dienst Bergisch Land GmbH
03.08.2026

Inklusionsbegleiter / Schulbegleiter
Bornheim
Praxis für Kinder und Jugendhilfe Iris Schneider GmbH
03.08.2026

Inklusionsbegleiter / Schulbegleiter
Bon
Praxis für Kinder und Jugendhilfe Iris Schneider GmbH
03.08.2026

Schulbegleiter/Schulinklusionsassistenten (m/w/d) an der Förderschule Hiddinghausen
Langenbruchstraße 4, 45549 Sprockhövel
Lebenshilfe Inklusions Gesellschaft gGmbH
03.08.2026

Inklusionsassistent:in (m/w/d)
Remscheid
Behindert na und e V
03.08.2026

Zu den freien Inklusion Jobs

Perspektiven nach der Ausbildung

Inklusionshelfer werden in vielen Regionen gesucht. Der Bedarf hängt jedoch von den örtlichen Strukturen, den bewilligten Hilfen und den verfügbaren Trägern ab. Deshalb unterscheiden sich die Beschäftigungschancen und Arbeitsbedingungen regional.

Neben einer persönlichen Einzelbegleitung setzen einige Regionen auch Poolmodelle ein. Dabei unterstützt ein Team von Schulbegleitern mehrere Schüler oder eine ganze Schule. Solche Modelle können flexibler sein. Sie müssen aber den persönlichen Hilfebedarf jedes Schülers weiterhin abdecken.

Inklusionshelfer – Gehalt während der Ausbildung

Eine Weiterbildung zum Schulbegleiter ist keine vergütete Berufsausbildung. Deshalb erhalten Teilnehmer während eines Kurses normalerweise kein Ausbildungsgehalt. Einige Kurse kosten Geld. Unter bestimmten Voraussetzungen kann jedoch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Kosten über einen Bildungsgutschein übernehmen. Auch die Deutsche Rentenversicherung kommt in einzelnen Fällen als Förderer infrage.

Davon zu unterscheiden sind staatlich geregelte Ausbildungen im sozialen Bereich. Wer zum Beispiel eine praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher oder Heilerziehungspfleger absolviert, kann ein tarifliches Ausbildungsentgelt erhalten. Seit dem 1. Mai 2026 sieht der TVAöD-Pflege für die einschlägige Tarifgruppe folgende monatliche Bruttobeträge vor:

Ausbildungsjahr Ausbildungsgehalt (brutto monatlich)
1. Ausbildungsjahr 1.490,69 Euro
2. Ausbildungsjahr 1.552,07 Euro
3. Ausbildungsjahr 1.653,38 Euro

Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027

Quelle: Quelle: TVAöD

Diese Beträge gelten nicht für einen einfachen Schulbegleiterkurs. Sie gelten nur, wenn ein entsprechendes Ausbildungsverhältnis besteht und der Tarifvertrag anwendbar ist.

Inklusionshelfer – Gehalt im weiteren Berufsleben

Das Inklusionshelfer-Gehalt nach der Ausbildung liegt im Mittel bei 3.536 Euro brutto im Monat. Dieser Wert stellt das Mediangehalt dar, das bedeutet, die Hälfte aller Beschäftigten verdient mehr, die andere Hälfte weniger.

Zum Berufseinstieg ist der Verdienst eher am unteren Ende dieser Spanne angesiedelt. Mit wachsender Berufserfahrung steigt auch das Gehalt. Eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium im sozialen Bereich verbessern die Gehaltsaussichten ebenfalls.

Das konkrete Inklusionshelfer-Gehalt hängt jedoch auch davon ab, für welche Einrichtung man arbeitet. An Schulen, bei Vereinen oder mit Anstellung beim Jugendamt erhält man meist einen festen Stundensatz. Wird man dagegen direkt von den Eltern beschäftigt, kann das Gehalt individuell verhandelt werden und auch über dem Median liegen.

Inklusionshelfer – Aufgaben im Arbeitsalltag

Ein Inklusionshelfer unterstützt einen Schüler so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Sein Ziel besteht darin, Teilhabe und Selbstständigkeit zu fördern. Die konkreten Aufgaben richten sich nach dem bewilligten Bedarf, dem Hilfeplan und den Absprachen mit Arbeitgeber und Schule.

Unterstützung bei Schulaufgaben

Der Schulbegleiter sitzt bei Bedarf mit im Unterricht. Er kann dem Schüler helfen, seinen Arbeitsplatz zu organisieren, Materialien bereitzulegen und Arbeitsaufträge in einzelne Schritte zu gliedern. Außerdem kann er an Aufgaben erinnern, die Konzentration fördern oder vereinbarte Pausen begleiten.

Er darf Arbeitsanweisungen der Lehrkraft verständlich wiederholen oder bei der Kommunikation helfen. Er entwickelt jedoch keine eigenen Aufgaben und verändert den Lernstoff nicht selbstständig. Auch Unterricht, Förderung und Leistungsbewertung bleiben Aufgaben der Lehrkraft.

Hilfestellung im Schulalltag

Als Inklusionsassistenz unterstützt man Schüler nicht nur beim Unterricht, man hilft ihnen auch, sich in der Schule zurechtzufinden. Man begleitet Kinder und Jugendliche auf dem Schulweg und durch das Schulgebäude. Hat das zu betreuende Kind motorische Probleme, führt man zum Beispiel die Hand beim Schreiben und leistet Unterstützung bei anderen motorischen Fähigkeiten. Bei Bedarf hilft man beim Toilettengang und beim Umziehen vor und nach dem Sportunterricht

Unterstützung bei der Kommunikation

Kommt es bei der Integration der Kinder zu Schwierigkeiten, etwa zu Problemen mit Lehrern oder anderen Kindern und Jugendlichen, greifen Inklusionshelfer vermittelnd ein. Sie rufen zum Beispiel Gesprächsrunden ein und bemühen sich, Konflikte gütlich beizulegen. Weiterhin vermittelt man zwischen den Eltern, dem Lehrpersonal, der Schulleitung und in einigen Fällen auch zwischen Eltern, Schule und Jugendamt. Man informiert die Schule zum Beispiel über besondere Bedürfnisse der Kinder, damit diese unter den besten Bedingungen lernen können.

Weitere Aufgaben

Inklusionsfachkräfte übernehmen im Arbeitsalltag zudem noch weitere Aufgaben:

  • Beobachtung des Entwicklungsstand des Kindes
  • Erstellung von Berichten für Eltern, Schule und Jugendamt
  • Begleitung zu Klassenfahrten und Ausflügen

Inklusionshelfer – Weiterbildungsmöglichkeiten

Für Inklusionshelfer bestehen mehrere Möglichkeiten zur Weiterbildung. Verschiedene Träger bieten unterschiedliche Fortbildungen an, mit denen man sich auf bestimmte Themengebiete und Unterstützungsmaßnahmen spezialisieren kann. Dazu gehören etwa spezifische Unterstützungsmaßnahmen bei körperlicher Behinderung, der Umgang mit Autismus, einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung oder psychischen Störungen, die Unterstützung bei Verhaltensauffälligkeiten oder bei Lese- und Rechtschreibschwäche.

Weiterhin kann man ein Studium im sozialen Bereich absolvieren. Mit abgeschlossener Ausbildung ist das an vielen Hochschulen und Fernuniversitäten auch ohne Abitur möglich. Mit einem Bachelor oder Master in Sozialer Arbeit, Sozialmanagement, Sozialpädagogik oder Sonderpädagogik können sich die Karriereaussichten verbessern.

Inklusionshelfer – Arbeitszeiten

Viele Schulbegleiter arbeiten in Teilzeit, weil sich ihre Arbeitszeit am bewilligten Unterstützungsbedarf und häufig an den Unterrichtszeiten orientiert. Eine klassische Vollzeitwoche ist deshalb eher selten. Je nach Fall kann der Einsatz zum Beispiel von 8 bis 13 Uhr oder bis zum Ende der Ganztagsbetreuung dauern.

Ausflüge und Klassenfahrten können längere Arbeitstage verursachen. Dafür braucht es jedoch vorher klare Absprachen zu Arbeitszeit, Vergütung, Pausen, Übernachtung und Vertretung. Auch eine Hausaufgabenbetreuung gehört nur dann zur Aufgabe, wenn der bewilligte Unterstützungsumfang sie einschließt.

Die Beschäftigung während der Schulferien unterscheidet sich je nach Arbeitgeber und Vertrag. Einige Träger vergüten die Ferien durchgehend, andere verteilen die Arbeitszeit oder nutzen besondere Vertragsmodelle. Bewerber sollten deshalb vor Vertragsabschluss nach Ferienvergütung, Ausfallzeiten, Vertretung und Kündigungsregeln fragen.

Inklusionshelfer – Wo kann gearbeitet werden?

Als Inklusionshelfer finden man Anstellung bei Regel- und Förderschulen. Mögliche Arbeitgeber sind auch Vereine für Menschen mit Behinderung sowie Sozial- und Wohlfahrtsverbände als auch die betreffenden Eltern direkt.

Stellenangebote für Inklusionshelfer finden

Auf der Suche nach einer spannenden Jobs? Im Jobportal von Medi-Karriere finden sich diverse Stellenanzeigen im Gesundheitswesen wie Jobs für Inklusionsbegleiter, Stellenangebote für Sozialpädagogen oder Betreuungsassistenz-Stellen.

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Häufige Fragen

  1. Was ist ein Inklusionshelfer?
  2. Ein Inklusionshelfer unterstützt Kinder und Jugendliche mit Behinderungen wie psychischen Störungen, körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen, im Schulalltag.

  3. Wie viel verdient man als Inklusionshelfer?
  4. Das Medien-Gehalt der Inklusionshelfer liegt bei 3.536 Euro.

  5. Was muss man als Inklusionshelfer wissen?
  6. Inklusionshelfer sollten über umfangreiche Kenntnisse in den Gebieten Behinderungsarten und Krankheitsbilder, Einführung in die Inklusionspädagogik, Phasen der kindlichen Entwicklung, Persönlichkeitsentwicklung, Unterstützung beim schulischen Lernen sowie in der Zusammenarbeit mit Eltern, Schulen und dem Jugendamt verfügen.

  7. Was schreibe ich in einer Bewerbung für eine Stelle als Inklusionshelfer?
  8. Wenn man als Inklusionshelfer eine gute Bewerbung abgeben möchte, sollten Bewerbungsschreiben, Lebenslauf sowie relevante Zeugnisse und Zertifikate die persönliche Motivation schildern, warum man der Richtige für die Stelle ist. Dabei sollte man die Schilderung auf die Anforderungen und Erwartungen des Unternehmens abstimmen.

  9. Was kann man nach der Inklusionshelfer-Ausbildung machen?
  10. Inklusionshelfer bieten sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Eine Auswahl: spezifische Unterstützungsmaßnahmen bei körperlicher Behinderung, der Umgang mit Autismus oder psychischen Störungen sowie Unterstützung bei Verhaltensauffälligkeiten oder bei Lese- und Rechtschreibschwäche.

  11. Wie lange dauert die Ausbildung zum Inklusionshelfer
  12. ?
  13. Die Inklusionshelfer-Ausbildung dauert durchschnittlich rund acht Wochen in Vollzeit, sechzehn Wochen in Teilzeit.

  14. Wie läuft die Ausbildung zum Inklusionshelfer ab?
  15. Da der Ansatz des gemeinsamen Lernens von behinderten sowie nicht-behinderten Schülern noch relativ neu ist, existieren derzeit noch keine einheitlichen Regelungen für die Inklusionshelfer-Ausbildung. Sie kann sowohl in Voll- als auch in Teilzeit, mittels Fernstudiums oder berufsbegleitend absolviert werden.

Quellen
  1. Deutscher Bildungsserver, „Schulbegleiter / Schulassistenz / Integrationshelfer / Inklusionshelfer“, https://www.bildungsserver.de/... (letzter Zugriff am 31.07.2026)
  2. Deutsche Fernsehlotterie, „Inklusionshelfer: Alle Infos für und über Schulbegleiter“, https://www.fernsehlotterie.de/... (letzter Zugriff am 31.07.2026)
  3. bfw – Unternehmen für Bildung, „Weiterbildung zum Schulbegleiter, Schulassistenten oder Integrationshelfer“, https://www.bfw.de/... (letzter Zugriff am 31.07.2026)
  4. TÜV Rheinland Akademie, „Schulbegleitung / Integrationsassistenz (Schulassistenz)“, https://kurse.tuv.com/... (letzter Zugriff am 31.07.2026)
  5. Land Bremen – Der Senator für Kinder und Bildung, „Werden Sie Schulbegleitung!“, https://www.bildung.bremen.de/... (letzter Zugriff am 31.07.2026)
  6. Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, „Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes – Besonderer Teil Pflege“, https://vka.de/... (letzter Zugriff am 31.07.2026)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
Florentina Blakaj
Florentina Blakaj
Autorin
Zuletzt aktualisiert: 31.07.2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  1. Was macht ein Inklusionshelfer?
  2. Ausbildung
  3. Gehalt während der Ausbildung
  4. Gehalt im weiteren Berufsleben
  5. Aufgaben im Arbeitsalltag
  6. Weiterbildungsmöglichkeiten
  7. Arbeitszeiten
  8. Wo kann gearbeitet werden?
  9. Stellenangebote

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