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Die Psychosomatische Klinik ist ein interessanter Arbeitsplatz für Menschen, die anderen bei der Bewältigung ihrer körperlichen und seelischen Erkrankungen und Leiden helfen möchten. Während Einrichtungen für Psychosomatik – auch durch zweifelhafte Angebote und Versprechungen – zunehmend den Anklang von Wellnessresorts bekommen, handelt es sich doch um Kliniken, in denen Patienten und ihre Behandler häufig intensive Arbeit verrichten, und dies oft noch über den Aufenthalt in der Klinik hinaus.
Dieser Artikel stellt die Psychosomatische Klinik als Therapieeinrichtung und wichtige Arbeitsbereiche in diesem spannenden Berufsfeld vor.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Psychosomatische Klinik?
Eine Psychosomatische Klinik ist eine Einrichtung, die sich der Behandlung von psychosomatischen, also durch die Wechselwirkung von Körper und Geist entstandenen, Krankheitsbildern widmet.
Es gibt eigenständige Kliniken für Psychosomatische Medizin sowie Fachabteilungen in großen Krankenhäusern, die sich auf chronische, stabile Leiden konzentrieren. Im Gegensatz zu psychiatrischen Stationen, die sich mit Akutnotfällen wie Suchtmittelentzug oder Suizidalität befassen, behandeln psychosomatische Kliniken meist Patienten nach einer akuten stationären Behandlung. Je nach Krankheitsbild können Patienten zwischen teilstationärer Betreuung in einer Tagesklinik und einem vollstationären Aufenthalt wählen.
Psychosomatische Kliniken setzen Methoden wie Psychoedukation, Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und Krisenintervention ein. Die Patienten lernen, je nach therapeutischer Strategie, neue Bewältigungsmuster und Techniken wie progressive Muskelrelaxation, Selbsthypnose und Meditation. Zudem gibt es häufig Gruppenangebote und Austauschmöglichkeiten mit anderen Patienten, die neue Perspektiven eröffnen können.
Psychosomatik – Definition
Bei der Psychosomatik handelt es sich um die Wissenschaft von der Wechselwirkung von Körper (griechisch „soma“) und Geist (Psyche) bei der Entstehung und Beeinflussung von Krankheitsbildern und Symptomen. Psychosomatik erforscht, wie psychische Faktoren, beispielsweise Angst oder Stress, die Organsysteme beeinflussen, und wie dieser Einfluss abgeschwächt, umgekehrt oder auch positiv genutzt werden kann.
Wichtige psychosomatische Themenschwerpunkte sind chronische Schmerzsyndrome, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychosomatisch bedingte Störungen des Magen-Darm-Traktes ohne körperliche Ursache. Die Komplexität der Psychosomatik und das Risiko, körperliche Ursachen zu übersehen, spiegeln sich in den Anforderungen an die Fachärzte in diesem medizinischen Schwerpunktbereich wider.
Um Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zu werden, ist neben dem allgemeinen medizinischen Staatsexamen eine fünfjährige Fachweiterbildung erforderlich, die mit einer Prüfung abgeschlossen wird. Diese umfasst mindestens ein Jahr praktische Tätigkeit in der Inneren oder Allgemeinmedizin sowie ein Jahr in der Psychiatrie und Psychotherapie. Die Ausbildung behandelt die Erkennung und Behandlung psychosomatischer Krankheitsbilder, deren Abgrenzung von organischen Erkrankungen und Aspekte der Prävention und Rehabilitation. Auch Suchterkrankungen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Burnout sowie Partnerschafts- und Sexualstörungen zählen zu den behandelten Themen.
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Wann sollten Patienten in eine Psychosomatische Klinik?
Der Gang in die Psychosomatische Klinik kann sinnvoll sein, wenn ein Hausarzt oder Facharzt für Psychosomatik oder Psychotherapie eine psychosomatische Erkrankung diagnostiziert hat, bei der eine Therapie in einer Klinik erfolgversprechend ist. Die körperlichen Symptome haben oft ihren Ursprung in chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Nervensystems, Bewegungsapparates, wie rheumatischen oder orthopädischen Erkrankungen, und auch bei bösartigen Krankheiten.
Aufnahme
Vor der Aufnahme in eine Psychosomatische Klinik erfolgt eine umfassende Anamnese und klinische Untersuchung, um sicherzustellen, dass keine rein somatischen oder psychiatrischen Ursachen übersehen werden. Oft sind auch Labor-Untersuchungen und bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen erforderlich. Nach der Diagnosestellung entscheidet der Patient, idealerweise in Absprache mit dem behandelnden Arzt, ob die Behandlung von der Kranken- oder Rentenversicherung übernommen werden soll. In diesem Fall muss der Patient einen Antrag bei dem Kostenträger stellen und zusammen mit einem Einschätzungsbogen seines Arztes einreichen.
Nach Bewilligung erhält der Patient Vorschläge für passende Kliniken und Therapiezeiträume. Die Wartezeit variiert je nach Dringlichkeit und Verfügbarkeit der Plätze. Wenn der Patient die Kosten selbst trägt, hat er mehr Flexibilität bei der Wahl der Klinik.
Aufenthaltsdauer
Die Aufenthaltsdauer in einer psychosomatischen Klinik variiert je nach Krankheitsbild und Therapiekonzept, liegt jedoch meist zwischen sechs Wochen und drei Monaten. Einige Kliniken bieten auch Kurzzeittherapien an, die nur zwei bis vier Wochen dauern. Psychosomatiker raten jedoch zur Vorsicht bei sehr kurzen Aufenthalten, da die Therapie oft tiefgehende emotionale Arbeit erfordert, um langjährige Handlungs- und Denkmuster zu verändern. Die Dauer sollte so gewählt werden, dass die Therapieziele innerhalb des Aufenthalts erreicht werden können.
Heilungschancen
Grundsätzlich kann eine gut strukturierte Therapie in der Psychosomatischen Klinik helfen, die Lebensqualität für Betroffene zu verbessern und die bestehenden Denk- und Verhaltensmuster zu verändern. Eine vollständige Heilung ist nicht immer erreichbar und auch nicht zwingend das Ziel der Maßnahme. Vielmehr sollten individuelle Ziele und Wünsche der Patienten berücksichtigt werden, die sich auch in der Zeit nach dem Klinikaufenthalt fortsetzen lassen.
Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft
Wer arbeitet in einer Psychosomatischen Klinik?
Die Psychosomatische Klinik beschäftigt sowohl Fachärzte für Psychosomatik und Psychiatrie als auch viele weiteres medizinisches Personal. Sie führen als Körper-, Gestaltungs- oder Sporttherapeuten Übungen durch, unterstützen als Pflegefachkräfte Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen oder Handicaps, sind als Familientherapeuten Ansprechpartner auch für die Angehörigen und unterstützen Betroffene als Sozialarbeiter. Theologen können den Patienten bei der spirituellen Verarbeitung des Erlebten zur Seite stehen.
Aufgabenschwerpunkte
Aufgabenschwerpunkte in der Klinik liegen bei der diagnostischen Aufarbeitung der Krankheitsbilder und ihrer Ursachen und der Entwicklung eines passenden Therapiekonzeptes. Dessen Teilbereiche wie die Gesprächstherapie im Einzelgespräch oder in der Gruppe, die körperlichen Aspekte der Therapie, Entspannungsübungen und Begleitung beim Austausch in der Gruppe werden dann von den jeweils spezialisierten Behandlern umgesetzt.
Psychosomatische Klinik – Anlaufstellen und Hilfsangebote
Wer die Aufnahme in eine Psychosomatische Klinik plant, sollte sich zunächst an den Hausarzt oder Psychiater wenden, um die Diagnostik vorzunehmen und Beratung zu erhalten. Im Gespräch mit den Kliniken erfahren Interessierte mehr über das Klinik-Konzept, Wartezeiten und alternative Behandlungsoptionen. Die Rentenversicherung und Krankenkassenberater unterstützen beim Ausfüllen der Anträge und geben hilfreiche Tipps zur Klinikwahl und Aufenthaltsplanung. Bei akuten psychiatrischen Notfällen oder Suizidalität ist der Rettungsdienst unter der Nummer 112 erreichbar, der Betroffene zur Akutbehandlung in eine Psychiatrische Klinik bringen kann. Von dort aus kann die Behandlung ggf. in einer psychosomatischen Klinik fortgesetzt werden.
Passende Therapie-Jobs
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- Psychosomatische Kliniken in Deutschland, https://www.klinikfinder-psychosomatik.de/... (Abrufdatum: 10.03.2025)








