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Medi-Karriere Medipedia Mimische Muskulatur

Mimische Muskulatur: Anatomie, Funktion und Klinik

Elias Müller
von Elias Müller (Medizinstudent) Zuletzt aktualisiert: 21.10.2025
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Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie
  3. Funktion
  4. Klinik

Mimik, die die mimische Muskulatur ermöglicht, ist ein zentraler Bestanteil der nonverbalen Kommunikation und damit von elementarer Wichtigkeit im alltäglichen Umgang zwischen zwei Menschen. Sie verleiht dem Menschen die Funktion Emotionen auszudrücken. Ihre Anatomie, Funktion sowie Ausfälle oder Korrekturen werden in diesem Artikel besprochen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie
  3. Funktion
  4. Klinik

Mimische Muskulatur – Definition

Die mimische Muskulatur ist eine Muskelgruppe im Bereich des Gesichts, die von Schädel bis zum Hals reicht und dem Menschen die Fähigkeit gibt, Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Sie inserieren an der Haut, was sie von anderen mit Faszien besetzten Muskeln unterscheidet.

Mimische Muskulatur – Anatomie

Die mimischen Muskeln lassen sich in Bereiche des Gesichts einteilen, an denen sie ihre Funktion ausüben. Die meisten Muskeln sitzen im Bereich des Mundes und führen zur einer veränderten Form dieses Bereiches, was unterschiedliche Emotionen zum Ausdruck bringt. Die gesamte Muskelgruppe wird vom Nervus facialis, dem siebten Hirnnerven, versorgt.

Besonderheit der mimischen Muskulatur

Die mimische Muskulatur setzt im Gegensatz zu anderen Muskelgruppen nicht an Knochen, sondern an der Haut des Gesichts an. Deshalb haben die mimischen Muskeln auch keine eigenen Faszien.

Schädeldach

Das Schädeldach wird von den Musculi occipitofrontalis und tempoparietalis besetzt. Der Musculus occipitofrontalis kann mit seinen vorderen Anteilen, die über dem Os frontale liegen, die Stirn zum runzeln bringen. Dahingegen kann der hintere Teil des Muskels über dem Os occipitale die Stirn wieder glätten. Der zweitere Muskel (M. temporoparietalis) ist für die Mimik von geringer Bedeutung, zieht aber die Ohren nach oben, sobald er angespannt wird.

Ohr

Drei Muskeln im Gesicht setzen an den Ohren an: Die Musculi auriculares anterior, superior und posterior. Der anteriore Muskel bewegt das Ohr nach vorne, der superiore bewegt es nach oben und der posteriore bewegt die Ohren nach hinten.

Augen

Der Musculus corrugator supercilii zieht vom Os frontale zur oberen Augenbraue und kann die senkrechten Falten zwischen den Brauen bilden. Dahingegen bewegt der Musculus depressor supercilii die Augenbrauen nach unten, denn er verläuft vom Oberkiefer zur Braue. Der größte Muskel im Bereich der Augen ist der Musculus orbicularis oculi, der den kompletten Lidschluss ermöglicht. Er liegt kreisförmig um dem Auge herum.

Nase

Der Musculus nasalis kann mit einem Teil die Nasenlöcher verschließen und sie mit einem anderen Anteil öffnen. Dieser Muskel zieht vom Oberkiefer zum Nasenrücken. Ein weiterer Muskel in dem Bereich der Nase ist der Musculus procerus, der vom Nasenrücken zur Stirnhaut verläuft und Falten bilden kann. Der Musculus depressor septi nasi zieht ebenfalls vom Oberkiefer zur Nase und kann die Nasenspitze nach unten senken.

Mund

Die mimische Muskulatur um den Mund herum umfasst sehr viele kleinere Muskeln. Zu Ihnen gehört auch der Musculus orbicularis oris, der sich um den Mund herum gelegt hat und das Schließen des Mundes ermöglicht. Vom Kiefer bis zum Mundwinkel verläuft der Musculus buccinator, der den Mund beim Kauen verengt. Der Musculus levator labii superioris und der Musculus levator labii superioris aleque nasi können die Oberlippe anheben. Dem Herunterziehen von Mundwinkel und Unterlippe dienen der Musculus depressor anguli oris und der Musculus depressor labii inferioris. Der Musculus mentalis, der an der vom Kinn zur Unterlippe läuft, kann die Kinnhaut nach oben ziehen lassen. Die gegenteilige Bewegung wird vom Musculus transversus menti ausgeführt. Vier weitere Muskeln sind hauptsächlich für das Lächeln durch seitlichen Zug am Mundwinkel verantwortlich:

  • Musculus risorius
  • Musculus levator anguli oris
  • Musculus zygomaticus major
  • Musculus zygomaticus minor

Mimische Muskulatur.Grafik

Mimische Muskulatur – Funktion

Die mimische Muskulatur hat die Hauptaufgabe, die Gesichtshaut zu bewegen, wodurch sie eine entscheidende Rolle für den Ausdruck von Emotionen und die nonverbale Kommunikation spielt. Sie ermöglicht es, Mimik wie Lächeln, Stirnrunzeln, Augenbrauenzucken oder das Zusammenkneifen der Augen darzustellen, die wichtige Signale in sozialen Interaktionen senden.

Darüber hinaus erfüllt die mimische Muskulatur wesentliche physiologische Funktionen. Sie ist für das Schließen der Augenlider verantwortlich, was den Schutz der Augen vor Fremdkörpern und die Verteilung der Tränenflüssigkeit sicherstellt. Auch das Öffnen und Schließen der Lippen, das für das Sprechen, Essen und Trinken notwendig ist, wird durch die mimischen Muskeln gewährleistet.

Mimische Muskulatur – Klinik

Die Klinik der mimischen Muskulatur ist eng mit der Funktion und Innervation durch den Nervus facialis (VII) verknüpft. Dieser Nerv steuert die gesamte mimische Muskulatur und spielt eine zentrale Rolle für den Gesichtsausdruck, die Augenbewegungen und die Kontrolle der Lippen. Störungen in diesem Bereich können sich auf vielfältige Weise äußern.

Eine häufige klinische Erscheinung ist die periphere Fazialisparese, die sich durch eine Lähmung aller Muskeln auf der betroffenen Gesichtshälfte zeigt. Typische Symptome sind ein herabhängender Mundwinkel, die Unfähigkeit, das Auge zu schließen, und ein Verlust der Stirnrunzelfähigkeit. Diese Form der Lähmung wird oft durch Entzündungen wie bei der Bell-Lähmung oder durch mechanische Schädigungen des Nervs ausgelöst.

Die zentrale Fazialisparese unterscheidet sich von der peripheren dadurch, dass nur die untere Gesichtshälfte auf der Gegenseite der zentralen Läsion betroffen ist. Die Stirn- und Augenmuskulatur bleibt in der Regel intakt, da diese von beiden Hirnhälften innerviert wird. Ursachen sind meist zentrale Erkrankungen wie Schlaganfälle oder Multiple Sklerose.

Ein weiteres klinisches Problem ist der Spasmus hemifacialis, der sich durch unwillkürliche, wiederholte Muskelkontraktionen auf einer Gesichtshälfte äußert. Oft ist dies auf Gefäß-Nerven-Kontakte oder Irritationen des Nervus facialis zurückzuführen. Beim Blepharospasmus, einer fokalen Dystonie des M. orbicularis oculi, kommt es zu exzessivem Blinzeln oder länger anhaltenden Krämpfen, die die Sicht erheblich beeinträchtigen können.

Häufige Fragen

  1. Was ist die mimische Muskulatur?
  2. Die mimische Muskulatur umfasst die Muskeln im Gesicht, die für die Bewegung der Gesichtshaut, Nasenflügel, Augenlider und Lippen zuständig sind und somit den Ausdruck von Emotionen ermöglichen.

  3. Welche Funktionen hat die mimische Muskulatur?
  4. Sie ermöglicht Gesichtsausdrücke wie Lächeln, Stirnrunzeln und Augenbrauenheben und spielt eine Rolle bei der Nahrungsaufnahme und Artikulation.

  5. Wie wird die mimische Muskulatur gesteuert?
  6. Die mimische Muskulatur wird vollständig vom Nervus facialis innerviert, der den siebten Hirnnerven darstellt.

  7. Was unterscheidet die mimische Muskulatur von anderen Muskeln?
  8. Die mimische Muskulatur unterscheidet sich von anderen Muskelgruppen durch einige besondere anatomische und funktionelle Eigenschaften. Anatomisch ist charakteristisch, dass die mimischen Muskeln nicht an Knochen, sondern direkt an der Haut ansetzen. Diese Struktur ermöglicht es, die Gesichtshaut zu bewegen und dadurch unterschiedliche emotionale Ausdrücke wie Lächeln, Stirnrunzeln oder das Zukneifen der Augen zu erzeugen. Zudem besitzen die mimischen Muskeln keine eigenen Faszien, was sie von vielen anderen Muskeln des Körpers unterscheidet.

  9. Welche Probleme können bei der mimischen Muskulatur auftreten?
  10. Probleme mit der mimischen Muskulatur können vielfältige Ursachen und Auswirkungen haben. Häufig sind diese auf Funktionsstörungen des Nervus facialis (VII) oder auf Erkrankungen der Muskeln selbst zurückzuführen. Zu den häufigsten Problemen gehören Lähmungen, Spasmen, unwillkürliche Bewegungen sowie muskuläre Schwächen.

Autor
Elias Müller

Elias Müller

Medizinstudent

Elias studiert Humanmedizin im klinischen Abschnitt an der Medizinischen Fakultät Homburg der Universität des Saarlandes. Vorherige Ausbildungen in Rettungsdienst und Pflege ermöglichten ihm tiefe Einblicke in ärztliche und pflegerische Abläufe in Krankenhaus, OP-Saal und Rettungswesen. Dieses Wissen lässt er als Medizinredakteur in seine Artikel einfließen.

Quellen
  1. Aumüller, Gerhard et al.:  Duale Reihe Anatomie, Thieme , 5. Auflage, 2020
  2. Muskulatur von Kopf und Hals, https://next.amboss.com/... (Abrufdatum: 17.12.2024)
  3. Periphere Fazialisparese, https://next.amboss.com/... (Abrufdatum: 17.12.2024)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

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