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Die Zahle der Übergriffe auf Klinikpersonal steigt seit Jahren weiter an. Ein wichtiger Grund dafür sind neben Krankheiten und individuellen Behandlungsgründen auch die steigende Respektlosigkeit der Allgemeinbevölkerung gegenüber den Mitarbeitern.
Krankenhäuser erkennen dieses Problem und bieten bereits jetzt vielschichtige Maßnahmen zum Schutz des Personals an, etwa Deeskalationstraining. Besonders Pflegekräfte und die Notaufnahme sind häufig Ziel von Übergriffen.
Mehr Einblicke in die Hintergründe bietet der nachfolgende Artikel.
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Zunehmende Übergriffe auf Klinikpersonal
Das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) greift mit dem Bericht über Gewalt gegen Krankenhauspersonal ein Thema auf, das seit Jahren stetig präsenter wird. Im Rahmen der Umfragen stellte sich heraus, dass die Anzahl der körperlichen Übergriffe in allen Regionen innerhalb der letzten fünf Jahre zugenommen hat, insbesondere in kreisfreien Großstädten und städtischen Kreisen.
Die körperlichen Übergriffe treffen mit 51 Prozent vor allem das Pflegepersonal. Mitarbeiter im ärztlichen Dienst machen zwölf Prozent der Betroffenen aus. Insbesondere in Notfallaufnahmen und -ambulanzen ist Personal erhöhter Gefahr ausgesetzt. Hier berichteten 43 Prozent der Krankenhäuser, dass es häufig zu Vorfällen kommt, während es elf Prozent auf bettenführenden Stationen sind.
Übergriffe auf Klinikpersonal – Ursachen
An dieser Stelle ist es natürlich interessant, warum Patienten verbal oder körperlich gegenüber dem behandelnden Personal werden. Laut Einschätzung der Krankenhäuser gibt es drei Ursachen, die sich in den Vordergrund stellen. 77 Prozent geben an, dass der Zustand des Patienten, etwa Schmerzen oder Alkohol, als Auslöser festzustellen war. 65 Prozent begründen Übergriffe durch ein spezielles Patientenklientel wie Demenzerkrankte oder Patienten mit Schizophrenie. Ein weiterer essentieller Punkt ist der allgemeine Respektverlust gegenüber dem Klinikpersonal. Davon berichten 71 Prozent der Krankenhäuser.
Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft
Als weitere Gründe wurden zu lange Wartezeiten, hohes Patientenaufkommen, gewaltbetonte Klinikumgebung und die Durchsetzung der Stationsordnung durch das Personal genannt.
Es ist wichtig, diese Gründe zu erforschen, um präventive Maßnahmen zu ergreifen. Maßnahmen gegen Ursachen, die sich auf Krankheiten oder Behandlungsanlässe zurückführen lassen, sind grundlegend möglich. Das ist nicht der Fall bei allgemeingesellschaftlichen Gründen, wie dem Respektverlust. Dieser stellt zudem ein Problem in allen Regionen dar.
Maßnahmen zum Schutz der Krankenhauseinrichtung
Neben den Mitarbeitern wird auch die Einrichtung von Krankenhäusern häufig Opfer von Zerstörung und Diebstählen. Dagegen schützen sich viele Einrichtungen durch Videoüberwachung, Zutrittssteuerungsanlagen und den Einbau von Sichtschutz.
Übergriffe auf Klinikpersonal – Maßnahmen zur Prävention
Präventive Maßnahmen sollen helfen, verbale und körperliche Übergriffe zu reduzieren. Viele Kliniken integrieren schon jetzt einige Maßnahmen, die ihr Personal schützen sollen. An erster Stelle der Angebote steht das Deeskalationstraining für Mitarbeitende in besonders gefährdeten Stationen wie der Notaufnahme. 67 Prozent der Krankenhäuser führen eine Gefährdungsbeurteilung durch, welche auch Maßnahmen zur Gewaltprävention umfasst. In zahlreichen Kliniken gibt es außerdem eine Alarmierungskette für Notfälle.
Andere Krankenhäuser setzten auf eine Schulung der Mitarbeiter zum Erkennen von Frühwarnsignalen oder auf Strategien, welche vor körperlichen Übergriffen schützen. Lediglich ein Drittel der Kliniken setzen Sicherheitspersonal ein, während die Kooperation mit der örtlichen Polizeidienststelle noch etwas besser strukturiert ist. Die Kosten für Sicherheitspersonal sind jedoch nicht refinanzierbar und steigen jährlich an. Krankenhäuser müssen diese Ausgaben demnach selbst tragen.
Weitere Möglichkeiten sind die Installation eines Panikknopfes, Codewörter und Bodycams für Personal. Nur in seltenen Fällen haben Mitarbeiter Zugriff auf Pfefferspray.
Passende Jobs für Pflegefachkräfte
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- DKI Krankenhaus-Barometer Gewaltprävention, https://www.dkgev.de/... , (Abrufdatum: 07.01.2025)








