
Inhaltsverzeichnis
Am 6. November hat der Bundestag das Gesetz „zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ – häufig auch Pflegekompetenzgesetz genannt – verabschiedet. Dafür stimmten CDU/CSU und SPD, die AfD votierte dagegen; Grüne und Linke enthielten sich.
Ziel der Reform ist es, Pflegefachpersonen mehr eigenständige Befugnisse zu geben und Dokumentationslast zu senken, um die Versorgung zu verbessern und den Beruf attraktiver zu machen.
Alle Neuigkeiten zum Pflegekompetenzgesetz liefert dieser Artikel.
Inhaltsverzeichnis
Pflegekompetenzgesetz – Was konkret beschlossen wurde
Kern der Reform ist die Erweiterung des Handlungsspielraums der Pflege. Pflegefachkräfte sollen künftig – abgestuft nach Qualifikation – Leistungen eigenverantwortlich erbringen dürfen, die bislang Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren.
Genannt werden insbesondere Bereiche wie Diabetesversorgung, Wundmanagement und Demenz. Zudem können bestimmte Behandlungen auf Basis einer pflegerischen Diagnose initiiert werden, ohne dass zuvor eine ärztliche Diagnose vorliegt. Die Detailausgestaltung der konkreten Leistungen soll die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen festlegen.
Pflegekompetenzgesetz – Einordnung und Begründung
Die Bundesregierung begründet die Reform mit dem demografischen Wandel, steigenden Pflegebedarfen und Engpässen in der ärztlichen und pflegerischen Versorgung.
Durch die Verlagerung definierter Aufgaben auf die Pflege erhofft man sich verkürzte Versorgungswege sowie weniger Doppelstrukturen und Bürokratie. Offiziell hat das Vorhaben den Namen “Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege”. In den Parlamentsunterlagen wird es zugleich Pflegekompetenzgesetz genannt.
Pflegefachkraft Stellenangebote
Pflegekompetenzgesetz – Reaktionen aus Praxis und Verbänden
Erste Reaktionen fallen gemischt aus. Branchenvertreter begrüßen grundsätzlich mehr Eigenverantwortung und die Entlastung ärztlicher Strukturen. Sie fordern aber klare Qualifikationsstandards, praxistaugliche Finanzierung und zügige Richtlinien der Selbstverwaltung.
Auch Lob und Kritik aus Verbänden richten sich auf die Umsetzbarkeit im Alltag – etwa auf Fragen der Vergütung, Fortbildung und Haftung.
Pflegekompetenzgesetz – Ausblick
Mit dem Parlamentsbeschluss beginnt die eigentliche Implementierung. Kurzfristig dürfte die Selbstverwaltung (u. a. auf Ebene von Richtlinien) festlegen, welche Leistungen Pflegefachpersonen konkret eigenverantwortlich übernehmen dürfen und wie Qualifikations- sowie Dokumentationsanforderungen aussehen.
Mittel- bis langfristig könnten erweiterte Aufgabenprofile, neue Fort- und Weiterbildungsangebote, digital unterstützte Pflegeprozesse (etwa automatisierte Dokumentation) und interprofessionelle Teammodelle folgen. Möglich ist zudem, dass erfolgreiche Modelle in weiteren Durchläufen erprobt und das Vergütungssystem angepasst werden, um die neuen Kompetenzen abzubilden und die Fachkräftebindung zu stärken.
Stellenangebote in der Pflege
Wer aktuell noch auf der Suche nach einer neuen Stelle in der Pflege ist, wird bei Medi-Karriere fündig. Hier gibt es zahlreiche Job-Angebote für Pflegefachkräfte, freie Stellen als Altenpfleger sowie viele weitere Pflege-Stellenangebote.
- Pflegegesetz vom Bundestag beschlossen, https://www.t-online.de/... (Abrufdatum: 06.11.2025)
- Pflegekräfte dürfen künftig einige Aufgaben von Ärzten übernehmen, https://www.zeit.de/... (Abrufdatum: 06.11.2025)
- Neue Pflegegesetze, https://www.bundestag.de/... (Abrufdatum: 06.11.2025)








