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Die Pflege-Löhne steigen 2025 erneut deutlich. Das bringt spürbare Verbesserungen für die Beschäftigten, treibt aber zugleich die Eigenanteile für Menschen im Pflegeheim und für Pflegebedürftige zu Hause weiter in die Höhe. Darauf weist eine aktuelle Auswertung des GKV-Spitzenverbandes hin, der jährlich die Lohnentwicklung in der Pflegebranche erhebt.
Dieser Artikel erläutert alle Details zu den aktuellen Entwicklungen in der Pflege-Branche.
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Pflege-Löhne steigen – aber nicht ohne Folgen
Im Vergleich zum Vorjahr sind die durchschnittlichen Stundenlöhne in der Pflege um 4,9 Prozent auf nun 23,70 Euro gestiegen. Grundlage sind rund 11.300 Meldungen tarifgebundener Einrichtungen, die vom GKV-Spitzenverband ausgewertet wurden. Besonders deutlich fällt der Anstieg bei Hilfs- und Assistenzkräften aus:
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Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung verdienen im Schnitt 20,26 Euro pro Stunde, ein Plus von 5,2 Prozent.
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Assistenzkräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung kommen auf 22,62 Euro, das sind 5,7 Prozent mehr.
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Pflegefachkräfte erhalten im Schnitt 27,06 Euro, ein Zuwachs von 4,4 Prozent.
Damit fällt der aktuelle Lohnanstieg zwar geringer aus als im Vorjahr, als die Durchschnittslöhne um neun Prozent kletterten, bleibt aber deutlich spürbar. Regional zeigen sich Unterschiede: In Berlin, Brandenburg und Sachsen legen die Löhne stärker zu, während in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eher moderate Steigerungen zu sehen sind. Nicht tarifgebundene Einrichtungen müssen ihre Vergütungen seit 2022 an das jeweilige regionale Niveau anpassen.
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Pflege-Kosten für Bewohnerinnen, Bewohner und Angehörige
Die bessere Bezahlung der Pflegekräfte hat eine direkte Kehrseite für Pflegebedürftige: Nach Schätzung des GKV-Verbands werden die Eigenanteile der Heimbewohnenden im Durchschnitt um rund 100 Euro pro Monat steigen. Davon fangen Entlastungszuschläge der Pflegekassen – je nach Dauer des Heimaufenthalts – im Mittel um etwa 30 Euro ab. Dennoch bleibt eine spürbare Mehrbelastung, und auch die Pflegeversicherung selbst rechnet mit Mehrausgaben von rund 260 Millionen Euro jährlich.
Der Hintergrund ist strukturell: Die Pflegeversicherung funktioniert als „Teilkasko“ – sie trägt nur einen Teil der Kosten für Pflege und Betreuung. Vor allem die Personalkosten schlagen durch, seit Versorgungsverträge nur noch mit Einrichtungen möglich sind, die nach Tarif oder auf einem ähnlichen Niveau bezahlen. Zusätzlich tragen Bewohnerinnen und Bewohner Ausgaben für Unterkunft, Verpflegung, Investitionen der Heime und Ausbildungsumlagen.
Auch in der häuslichen Versorgung zeigen sich die Folgen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt, dass besonders über eine Million zu Hause gepflegte Menschen von steigenden Kosten ambulanter Dienste betroffen sind. Da bestimmte Unterstützungsbeträge nicht mit steigen, drohe vielen Betroffenen die Kürzung von Betreuungsstunden oder der Weg in die Sozialhilfe.
Pflege-Politik unter Druck
Aus Sicht der Kostenträger ist die Entwicklung ambivalent: Einerseits verbessern höhere Löhne die Attraktivität der Pflegeberufe und sichern die Versorgung. Andererseits steigen die finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Familien erneut deutlich. Der GKV-Spitzenverband fordert deshalb von der Politik, tragfähige Modelle zu entwickeln, um die Eigenanteile zu begrenzen und die Pflegeversicherung langfristig stabil zu finanzieren.
Die aktuelle Lohnrunde zeigt damit einmal mehr den Grundkonflikt der Pflege: Ohne bessere Bezahlung wird der Personalmangel kaum zu bewältigen sein – doch solange die Finanzierung überwiegend über Eigenanteile und eine Teilkasko-Versicherung läuft, zahlen Pflegebedürftige und Angehörige den Preis für jede notwendige Verbesserung im System.
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- Pflegelöhne steigen bundesweit, https://www.aok.de/... (Abrufdatum: 17.11.2025)
- Löhne in der Pflege steigen, Heimkosten auch, https://www.br.de/... (Abrufdatum: 17.11.2025)







