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Der deutsche Pflegemarkt wird bei der Personalgewinnung zunehmend international. Besonders deutlich zeigt sich das dort, wo Pflegekräfte aktiv den Arbeitgeber wechseln wollen: Gut ein Drittel der registrierten Jobsuchenden haben keinen deutschen Pass.
Gleichzeitig weisen Arbeitsmarkt- und Statistikdaten darauf hin, dass der Beschäftigungszuwachs in der Pflege seit einigen Jahren vor allem – teils ausschließlich – durch Zuwanderung getragen wird. Dieser Artikel liefert alle wichtigen Informationen zum Thema.
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Jobsuche – Jede dritte Pflegekraft ohne deutschen Pass
Die jüngste Analyse, die diese Informationen liefert, basiert auf anonymisierten Daten von knapp 101.500 Pflegekräften, die im Zeitraum von September 2024 bis September 2025 als aktive Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform registriert waren. Ergebnis: Rund 33 Prozent der Pflegekräfte, die dort einen Job suchen, besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Die Datengrundlage umfasst laut Bericht elf Qualifikationsgruppen – von Pflegehilfskräften bis hin zu Leitungsfunktionen.
Auffällig ist zudem ein hierarchisches Muster: Je niedriger die Position, desto höher der Anteil internationaler Pflegekräfte. Bei Hilfskräften liegt der Anteil ohne deutschen Pass demnach bei fast 37 Prozent, bei Pflegefachkräften bei 27 Prozent. In Leitungsfunktionen sind zugewanderte Pflegekräfte hingegen deutlich seltener vertreten: Genannt werden sieben Prozent bei Einrichtungsleitungen und zehn Prozent bei Pflegedienstleitungen.
Jobsuche – Berufseinsteiger und Männer als Treiber
Die Internationalisierung konzentriert sich laut Auswertung besonders auf Berufseinsteiger. Bei Pflegekräften ohne Berufserfahrung kommen demnach gut 53 Prozent aus dem Ausland. Mit wachsender Berufspraxis sinkt dieser Anteil deutlich – bei drei bis zehn Jahren Erfahrung auf 23 Prozent, bei mehr als zehn Jahren auf knapp zwölf Prozent.
Auch zwischen den Geschlechtern zeigt sich laut Bericht eine Differenz: Während 22 Prozent der weiblichen Pflegekräfte auf Jobsuche keinen deutschen Pass haben, liegt der Anteil bei Männern bei 39 Prozent. Das fällt auch deshalb ins Gewicht, weil der Männeranteil in der Pflege in Deutschland insgesamt unter 20 Prozent liege, heißt es im Beitrag.
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Jobsuche – Anerkennung als Schlüssel gegen Dequalifizierung
Der Bericht verweist außerdem darauf, dass viele internationale Pflegekräfte unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten. Als Gründe werden unter anderem langwierige Anerkennungsverfahren und fehlende Unterstützungsstrukturen genannt. Dies hat zur Folge, dass qualifizierte Kräfte zunächst als Hilfskräfte starten.
Wie groß die Bedeutung der Anerkennung insgesamt ist, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts: 2023 wurden 65.300 Anerkennungsverfahren positiv beschieden, ein Plus von 25 Prozent gegenüber 2022. Medizinische Gesundheitsberufe machten dabei rund 69 Prozent aller anerkannten Qualifikationen aus; auf Pflegeberufe entfiel ein besonders großer Anteil der Anerkennungen.
Jobsuche – Zuwanderung bleibt zentral – Personallücke droht zu wachsen
Jenseits der Plattformdaten bestätigen Arbeitsmarktanalysen den Trend: Die Bundesagentur für Arbeit beziffert die Zahl der Beschäftigten in Pflegeberufen 2024 auf 1,72 Millionen. Der Anteil ausländischer Beschäftigter liege bei 18 Prozent. Zudem werde das Wachstum seit mehreren Jahren in Folge ausschließlich von ausländischen Pflegekräften getragen.
Auch das IAB kommt zu ähnlichen Befunden: Für Juni 2023 nennt es knapp 1,7 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Pflege. Seit 2022 stamme der Beschäftigungszuwachs demnach ausschließlich von ausländischen Beschäftigten, während die Zahl deutscher Pflegekräfte zurückgehe.
Der demografische Druck dürfte die Rekrutierung zusätzlich verschärfen. Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass der Bedarf an Pflegekräften bis 2049 deutlich steigt und – je nach Annahmen – eine Lücke von 280.000 bis 690.000 Pflegekräften entstehen könnte. Vor diesem Hintergrund dürfte der Wettbewerb um internationale Fachkräfte weiter zunehmen – und damit auch die Bedeutung von Integration, Aufstiegschancen und Anerkennungsprozessen.
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- Jede dritte Pflegekraft auf Jobsuche hat ausländischen Pass, https://www.carevor9.de/... (Abrufdatum: 16.02.2026)
- Internationale Pflegekräfte prägen den Arbeitsmarkt, https://persoblogger.de/... (Abrufdatum: 16.02.2026)







