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Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim steigen – und damit auch die Zahl der Menschen, die diese Ausgaben nicht mehr aus eigener Kraft stemmen können. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes erhielten im Jahr 2024 in Deutschland knapp 432.000 Personen „Hilfe zur Pflege“ nach dem Siebten Kapitel des SGB XII. Das sind 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Das bedeutet, dass immer mehr Pflegeheimbewohner auf Sozialhilfe angewiesen sind.
Alle Zahlen und Fakten hat der folgende Artikel.
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Pflegeheime – Sozialhilfe wird für viele zum Rettungsanker
Die Entwicklung zeigt sich besonders in den Einrichtungen: Rund 354.000 Empfängerinnen und Empfänger (82 Prozent) bekamen die Unterstützung 2024 in einer Einrichtung – etwa in Pflegeheimen, in der teilstationären Pflege oder in der Kurzzeitpflege. Außerhalb von Einrichtungen waren es rund 82.000 Menschen. Auch die Zahl der Beziehenden stationärer Pflegeleistungen legte zu.
Wie groß der finanzielle Druck inzwischen ist, verdeutlicht ein Vergleich mit der Gesamtgruppe der Pflegebedürftigen: Bezogen auf alle Menschen, die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erhalten, liegt der Anteil derjenigen, die zusätzlich Sozialhilfe brauchen, bei etwa acht Prozent. Betrachtet man nur vollstationär versorgte Pflegebedürftige, steigt der Anteil der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger auf rund 42 Prozent – also auf mehr als vier von zehn Heimbewohnenden.
Pflegeheime – Eigenanteile erreichen neue Rekordmarken
Parallel klettern die Eigenanteile weiter. Eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) zum Stichtag 1. Januar 2026 beziffert die monatliche Eigenbeteiligung im ersten Aufenthaltsjahr bundesweit im Schnitt auf 3.245 Euro. Gegenüber dem Anfang 2025 ist das ein Plus von 261 Euro beziehungsweise neun Prozent. Als Hauptkostentreiber nennt der Verband die gestiegenen Pflegepersonalkosten.
Der Betrag setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Einerseits gibt es einen pflegebedingten Anteil (einrichtungseinheitlicher Eigenanteil). Dazu kommen dann noch Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitions- und Ausbildungskosten. Seit 2022 zahlen die Pflegekassen zudem – abhängig von der Aufenthaltsdauer – Zuschläge zum pflegebedingten Eigenanteil. Seit 2024 liegen diese Zuschüsse bei 15 Prozent im ersten Jahr, 30 Prozent im zweiten, 50 Prozent im dritten und 75 Prozent ab dem vierten Jahr. Nach Einschätzung des vdek konnten aber auch diese Zuschläge den generellen Kostenanstieg nicht stoppen.
Ausbildungsplätze als Altenpfleger/in
Pflegeheime – Steigende Ausgaben belasten Städte und Landkreise
Wenn Rente, Ersparnisse und laufende Einkommen nicht ausreichen, übernehmen die Sozialhilfeträger die Lücke – mit wachsenden Kosten. Destatis beziffert die Nettoausgaben für „Hilfe zur Pflege“ im Jahr 2024 auf 5,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 17,7 Prozent gegenüber 2023.
Für Städte und Landkreise bedeutet das zusätzlichen Druck auf die Haushalte. Gleichzeitig wächst die Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt weiter, während Pflegeeinrichtungen über steigende Personal- und Sachkosten klagen. Die Folge: Wer neu ins Pflegeheim einzieht, gerät schneller in eine finanzielle Schieflage – und muss häufiger beim Sozialamt Unterstützung beantragen.
Pflegeheime – Reformdruck nimmt zu
Verbände sehen inzwischen strukturellen Handlungsbedarf. Der vdek fordert, dass die Bundesländer Investitions- und Ausbildungskosten stärker übernehmen. Nach Angaben des Verbandes könnten Bewohner dadurch im Schnitt um rund 640 Euro pro Monat entlastet werden.
Unabhängig von der konkreten Reformvariante gilt: Solange die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten abdeckt und die Eigenanteile schneller steigen als viele Alterseinkommen, wird die Sozialhilfe in Pflegeheimen für einen wachsenden Teil der Betroffenen zur Voraussetzung, um die Versorgung überhaupt bezahlen zu können.
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- Pflegeheim: Fast jeder zweite Bewohner ist auf Sozialhilfe angewiesen, https://www.stern.de/... (Abrufdatum: 04.02.2026)
- Pflegeheime: Immer mehr Bewohner auf Sozialhilfe angewiesen, https://www.rnd.de/... (Abrufdatum: 04.02.2026)








