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Pflege-Azubis erhalten im öffentlichen Dienst eine vergleichsweise hohe Ausbildungsvergütung. Doch reicht ein gutes Gehalt aus, um mehr Nachwuchs zu gewinnen und langfristig im Beruf zu halten?
Dieser Artikel liefert einen Blick auf aktuelle Vergütungs- und Ausbildungszahlen zeigt, worauf es zusätzlich ankommt.
Das Wichtigste zu Azubi-Gehältern in der Pflege in Kürze
- Es gibt aktuell eine vergleichsweise hohe Ausbildungsvergütung für Pflege-Azubis im öffentlichen Dienst.
- Seit Mai 2026 liegen die monatlichen Bruttobeträge nach TVAöD-Pflege zwischen 1.490,69 Euro im ersten und 1.653,38 Euro im dritten Ausbildungsjahr.
- Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten: Ein gutes Gehalt allein reicht nicht, um genügend Nachwuchs für das Gesundheitswesen zu gewinnen und langfristig zu halten.
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Azubi-Gehälter – Pflege deutlich über dem allgemeinen Niveau
Die Azubi-Gehälter in Deutschland sind zuletzt kräftig gestiegen. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) erhielten Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben 2025 durchschnittlich 1.209 Euro brutto pro Monat über alle Ausbildungsjahre hinweg. Im öffentlichen Dienst waren es durchschnittlich 1.329 Euro.
Pflege-Auszubildende können darüber liegen: Nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes im Bereich Pflege (TVAöD-Pflege) gelten seit 1. Mai 2026 folgende Monatsentgelte:
| Ausbildungsjahr | Monatsgehalt |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 1.490,69 Euro |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.552,07 Euro |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.653,38 Euro |
Gültig von 01.05.2026 bis 31.03.2027
Quelle: TVAöD BT-Pflege
Wichtig für den Vergleich: Die Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann gehört nicht zu den dualen Ausbildungsberufen nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung. Sie ist deshalb im klassischen BIBB-Beruferanking der Ausbildungsvergütungen nicht enthalten. Ein direkter Ranglistenvergleich wäre methodisch irreführend.
Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft
Pflegeausbildung gewinnt Nachwuchs
Die aktuellen Ausbildungszahlen entwickeln sich positiv. Nach endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamts schlossen 2025 rund 63.900 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag in der Pflege ab. Das war der dritte Anstieg in Folge. Insgesamt befanden sich Ende 2025 knapp 157.200 Personen in der Ausbildung zur Pflegefachperson – sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Ob die hohe Vergütung diesen Anstieg verursacht hat, lässt sich aus den Zahlen allerdings nicht ableiten. Sie dürfte die Pflegeausbildung im Wettbewerb um Nachwuchs zumindest finanziell konkurrenzfähiger machen.
Warum ein hohes Gehalt allein nicht genügt
Für das Gesundheitswesen bleibt die Herausforderung größer als die Frage nach Azubi-Gehältern. Das Fachmedium Die Schwester | Der Pfleger berichtete 2026 auf Basis des BIBB-Pflegepanels, dass 2023 zahlreiche angebotene Ausbildungsplätze unbesetzt blieben.
Hinzu kommt die Ausbildungsqualität: Laut einem ver.di-Ausbildungsreport waren nur 34,1 Prozent der befragten Pflege-Auszubildenden mit ihrer Ausbildung zufrieden. Als Belastungsfaktoren wurden unter anderem Personalmangel und fehlende Anleitung genannt.
Für Einrichtungen bedeutet das: Eine attraktive Vergütung ist ein wichtiger Vorteil bei der Nachwuchsgewinnung. Nachhaltige Fachkräftesicherung braucht daneben gute Praxisanleitung, verlässliche Ausbildungsbedingungen und Perspektiven nach dem Examen.
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Häufige Fragen zu Azubi-Gehältern
- Wie hoch ist das Azubi-Gehalt in der Pflege 2026?
- Verdienen alle Pflege-Azubis gleich viel?
- Gehört die Pflege zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen?
- Reicht eine hohe Ausbildungsvergütung gegen den Fachkräftemangel?
Im TVAöD-Pflege beträgt es seit Mai 2026 je nach Ausbildungsjahr 1.490,69 bis 1.653,38 Euro brutto monatlich.
Nein. Die tatsächliche Vergütung hängt vom Ausbildungsträger und dem jeweils geltenden Tarifvertrag beziehungsweise der Vergütungsregelung ab.
Die Vergütungen liegen auf hohem Niveau. Ein exakter Platz im BIBB-Ranking ist jedoch nicht möglich, weil die Pflegefachausbildung dort methodisch nicht erfasst wird.
Nein. Gute Bezahlung verbessert die Attraktivität, entscheidend sind aber ebenso Ausbildungsqualität, Arbeitsbedingungen und berufliche Perspektiven.
- Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): „Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2025“, https://www.bibb.de/... (letzter Zugriff: 26.08.2026)
- Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA): TVAöD – Besonderer Teil Pflege, https://www.bmi.bund.de/... (letzter Zugriff: 26.08.2026)
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Pflegeausbildung 2025 – endgültige Ergebnisse, https://www.destatis.de/... (letzter Zugriff: 26.08.2026)








