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Der Fachkräftemangel in der Pflege ist seit Langem bekannt. Doch ein Blick auf die Ausbildung zeigt, wie sich die Situation zuspitzt. Trotz Tausender Ausbildungsplätze entscheiden sich immer weniger junge Menschen für einen Einstieg in den Pflegeberuf.
Warum liegen Angebot und Nachfrage so weit auseinander und was bedeutet das für die Zukunft der Pflege? Diese Fragen beantwortet der nachfolgende Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
Das Hauptproblem in der Pflege liegt nicht daran, dass es zu wenige Ausbildungsplätze gibt, sondern daran, dass viele Stellen nicht besetzt werden: 2023 wurden in Einrichtungen zwar fast 100.000 Plätze angeboten, aber nur 54 Prozent besetzt. An Pflegeschulen lag die Auslastung bei rund 74 Prozent. Als Gründe gelten vor allem zu wenige Bewerbungen in der Altenpflege sowie die fehlende Eignung mancher Bewerber in Krankenhäusern und Pflegeschulen.
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Lage auf dem Arbeitsmarkt
Im Jahr 2023 gab es in Deutschland mehr Ausbildungsplätze in der Pflege als Bewerber, wie eine Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt. Insgesamt wurden knapp 100.000 Ausbildungsplätze in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen angeboten, von denen jedoch nur etwa 54 Prozent besetzt werden konnten. Bei Pflegeschulen lag die Besetzungsquote bei rund 74 Prozent. Auch Studiengänge wie der primärqualifizierende Pflege-Bachelor blieben weitgehend unbesetzt.
Alters- und Geschlechtsverteilung
Rund 75 Prozent der Auszubildenden in der Pflege sind Frauen und etwa 20 Prozent der neuen Pflege-Azubis sind mindestens 30 Jahre alt.
Gründe für unbesetzte Plätze
Die Ursachen für die vielen unbesetzten Plätze unterscheiden sich je nach Bereich. In der Altenpflege ist vor allem ein Mangel an Bewerbungen der Hauptgrund für unbesetzte Ausbildungsplätze. Krankenhäuser und Pflegeschulen berichten dagegen eher, dass viele Bewerber die fachlichen oder persönlichen Anforderungen nicht erfüllten. Bei der Auswahl spielen Motivation und persönlicher Eindruck teils eine größere Rolle als schulische Noten.
Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft
Fehlentwicklungen zwischen Pflegebereichen
Ein weiterer Befund der Erhebung ist, dass Absolventen aus der Altenpflege häufig direkt in die Krankenpflege wechseln. Rund 1.800 Auszubildende verließen demnach nach dem Abschluss die Altenpflege zugunsten einer Stelle im Krankenhausbereich, was die ohnehin schon angespannte Situation in der Langzeitpflege zusätzlich verschärft.
Fazit
Die Analyse zeigt, dass der Pflege-Ausbildungsmarkt trotz hoher Nachfrage nach Fachkräften mit bedeutenden strukturellen Problemen zu kämpfen hat. Dabei gibt es zu wenige geeignete Bewerber. Die Konsequenz ist, dass viele Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Die Absolventen gehen zudem nach ihrer Ausbildung dann tendenziell in Bereiche mit besseren Arbeitsbedingungen.
Trotz der unbesetzten Plätze zeigen sich auch positive Aspekte, denn viele Auszubildende werden nach Abschluss der Ausbildung in den Betrieben übernommen, häufig sogar unbefristet. Besonders in Krankenhäusern erfolgt die Übernahme regelmäßig.
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Häufige Fragen
- Warum bleiben so viele Ausbildungsplätze in der Pflege leer?
- Woran liegt das konkret?
- Welche Bereiche sind besonders betroffen?
- Lohnt sich eine Pflegeausbildung trotz der Probleme?
Weil das Angebot größer ist als die tatsächliche Nachfrage. 2023 wurden in ausbildenden Einrichtungen fast 100.000 Plätze angeboten, aber nur 54 Prozent besetzt. Auch an Pflegeschulen blieben Plätze frei: Von rund 83.000 angebotenen Plätzen wurden etwa 61.500 belegt.
Die Ursachen unterscheiden sich je nach Bereich: Pflegeheime und ambulante Dienste berichten vor allem von zu wenigen Bewerbungen. Pflegeschulen und Krankenhäuser nennen dagegen häufiger eine fehlende Eignung mancher Bewerbender.
Vor allem die Langzeitpflege steht unter Druck. Krankenhäuser melden vergleichsweise seltener Besetzungsprobleme, und zusätzlich wechseln laut BIBB geschätzt rund 1.800 Absolventinnen und Absolventen direkt nach dem Abschluss aus der stationären oder ambulanten Langzeitpflege in den Krankenhausbereich.
Ja, die Berufschancen sind laut den Daten gut. Fast 80 Prozent der Absolvierenden in Krankenhäusern und rund zwei Drittel in Pflegeheimen und -diensten wurden übernommen, meist unbefristet. Das spricht für gute Einstiegsmöglichkeiten nach der Ausbildung.
- BIBB, https://www.bibb.de/... (Abrufdatum: 26.01.2026)
- Fast die Hälfte der Pflege-Ausbildungsplätze bleibt leer, https://www.carevor9.de/... (Abrufdatum: 26.01.2026)






