Karrierewege Altenpfleger/in: Weiterbildungen im Überblick

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Ausbildungstyp

Duale Ausbildung

Ausbildungsdauer

mindestens 3 Jahre

Voraussetzung

Mittlerer Schulabschluss

1.431 freie Jobs
als Altenpfleger/in

Die Altenpflege ist ein vielfältiges und anspruchsvolles Berufsfeld, das zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bietet. Altenpfleger/innen haben die Chance, sich durch gezielte Weiterbildungen in verschiedenen Spezialgebieten zu qualifizieren und ihre Karriere auf vielfältige Weisen voranzutreiben. Von Spezialisierungen in der Pflegepraxis bis hin zu akademischen Studiengängen, bietet die Altenpflege eine breite Palette an Entwicklungsmöglichkeiten für engagierte Fachkräfte.

Dieser Artikel zeigt einen Überblick über die Weiterbildungen für Altenpfleger/innen und die verschiedenen Karrierewege in diesem Bereich.

Karrierewege Altenpfleger/in – Ausbildung und Berufsstart

Es gibt verschiedene Wege, um in den Altenpflegeberuf einzusteigen, wobei die meisten sich für die klassische Ausbildung zum/-r Altenpfleger/in entscheiden. Seit 2021 beginnen alle angehenden Pflegefachkräfte in der Alten- und Krankenpflege zunächst eine dreijährige Ausbildung zum/-r Pflegefachmann/-frau. Nach dem zweiten Jahr können sie sich entweder für die Spezialisierung als die Altenpfleger/in oder Kinderkrankenpfleger/in entscheiden. Wer das nicht will, kann einfach mit der generalistischen Pflegeausbildung weitermachen. Je nach dieser Entscheidung erhalten die Absolventen/-innen nach Abschluss entweder die Bezeichnung Altenpfleger/in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in oder Pflegefachkraft.

Neben dem klassischen Einstieg über eine dreijährige Ausbildung gibt es aber auch einen anderen, niedrigschwelligen Zugang zur Altenpflege: Mit einer nur einjährigen Ausbildung kann man z.B. als Altenpflegehelfer/in arbeiten und erste Erfahrungen in der Altenpflege sammeln, die auch weitere Verantwortungsbereiche umfassen können. In einigen Fällen kann dieses Vorwissen sogar dazu führen, dass die generalistische Pflegeausbildung (falls man sich später dafür entscheidet) verkürzt werden kann.

Alternativ dazu besteht auch die Möglichkeit, Pflegewissenschaften zu studieren. Das Pflegestudium dauert vier Jahre und erfordert eine Hochschulzugangsberechtigung. Im Unterschied zur Ausbildung, bei der ein mittlerer Schulabschluss ausreicht. Nach Abschluss dieses Studiums, das auch praktische Einsätze beinhaltet, gilt man ebenfalls als qualifizierte Pflegefachkraft.

Ausbildungsplätze als Altenpfleger/in

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Altenpfleger/in

Unabhängig von der Art und Weise, wie man in den Pflegeberuf eingestiegen ist, sei es durch eine Ausbildung oder ein Studium, steht zunächst einmal der Schritt an, praktische Erfahrungen zu sammeln. In diesen ersten Berufsjahren wird deutlich, ob man sich für bestimmte Fachbereiche besonders interessiert oder ein spezielles Arbeitsumfeld bevorzugt. Sobald man eine klare Richtung eingeschlagen hat, bietet es sich an, nach geeigneten Fachweiterbildungen Ausschau zu halten.

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Karrierewege Altenpfleger/in – Weiterbildungen

Für Altenpfleger/innen bieten sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten an. Zunächst kann man sich mit einer fachlichen Spezialisierung im Altenpflege-Beruf in einer speziellen Nische weiterbilden und weiter qualifizieren. Auch eine Karriere als Führungskraft ist für Altenpfleger/innen möglich, die die pflegerische Tätigkeit verlassen wollen. Nicht zuletzt gibt es auch zahlreiche berufliche Möglichkeiten in der Forschung und Verwaltung.

Karriere mit fachlicher Spezialisierung

Altenpfleger/innen haben die Möglichkeit, ihr Wissen auf verschiedene Fachgebiete auszuweiten und ihre Expertise zu vertiefen. Diese Spezialisierungen bieten Altenpfleger/innen die Möglichkeit, sich auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren, die ihren Interessen und beruflichen Zielen entsprechen. Hierzu gehören u.a.:

  • Palliativ- und Hospizpflege: In dieser Spezialisierung liegt der Fokus auf der Betreuung und Begleitung von (älteren) Menschen am Lebensende. Altenpfleger/innen in der Palliativ- und Hospizpflege arbeiten eng mit Ärzten/-innen und anderen Fachkräften zusammen, um eine ganzheitliche und schmerzfreie Versorgung sicherzustellen.
  • Gerontopsychiatrische Pflege: Diese Spezialisierung befasst sich mit der Pflege und Unterstützung älterer Menschen, die psychische Erkrankungen wie Demenz oder Depressionen haben. Altenpfleger/innen in der gerontopsychiatrischen Pflege sind darauf geschult, angemessen auf die besonderen Bedürfnisse dieser Patienten/-innen einzugehen.
  • Fachkrankenpfleger/in Intensivpflege/Anästhesie: Wer sich in diesem Bereich weiterbildet, arbeitet in besonderem Maße in OPs und auf Intensivstationen von größeren Kliniken und Krankenhäusern. Damit zählen nicht mehr nur ältere Menschen zu den Patienten/-innen, sondern alle Altersklassen.
  • Fachkraft in der häuslichen Pflege: Als Fachkraft in der häuslichen Pflege kümmert man sich Pflegebedürftige Menschen in ihrem Zuhause, wenn diese nicht in einem Pflegeheim leben und stattdessen die gewohnte Umgebung beibehalten wollen. Auch für diesen Beruf sind viel Fingerspitzengefühl und Empathie gefragt.
  • Onkologische/r Fachassistent/in: Fachassistenten/-innen in der Onkologie arbeiten mit Patientinnen und Patienten, die an Krebs erkrankt sind. Sie sind kommunikatives Bindeglied zwischen den Erkrankten, den Angehörigen und der Ärzteschaft. Darüber hinaus besitzen sie viel zusätzliches Fachwissen zu Krebserkrankungen und arbeiten deshalb auch eng mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten zusammen.
  • Außerklinische Intensivpflege: Altenpfleger/innen mit einer Weiterbildung in außerklinischer Intensivpflege kümmern sich um ältere Menschen, die aufgrund schwerer Gesundheitsprobleme auf eine kontinuierliche medizinische und pflegerische Betreuung angewiesen sind. Sie sind in der Lage, komplexe medizinische Geräte zu bedienen und lebenserhaltende Maßnahmen durchzuführen.

Karriere als Führungskraft

Zusätzlich zu den zuvor genannten Weiterbildungen gibt es auch die Möglichkeit, sich zur Führungskraft weiterzuentwickeln oder in der Lehre tätig zu werden. Hierbei verlagert sich aber der Tätigkeitsschwerpunkt von der täglichen Arbeit mit Patienten/-innen weg, was auch den häufig damit verbundenen Schichtdienst in vielen dieser Berufe reduziert. Ein Einstieg kann somit eine geeignete Option für diejenigen sein, die der Altenpflege nicht vollständig den Rücken kehren möchten, sich aber weitgehend reguläre (Büro-)Arbeitszeiten wünschen.

Als Heim- und Einrichtungsleitung ist man Ansprechpartner/in für die Pflegekräfte in Seniorenheimen und organisiert dort Abläufe und Dienstpläne. In dieser Position liegt der Fokus mehr auf administrativen Aufgaben, und man arbeitet vermehrt im Hintergrund. Als Pflegedirektion arbeitet man daran, die wirtschaftliche Lage eines Seniorenheimes im Auge zu behalten und zu stärken und gute Arbeitsbedingungen für die dort tätigen Pflegekräfte sowie eine qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung für alle Patienten/-innen sicherzustellen.

Falls man hingegen eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung (PDL) absolviert hat, ist man für die Leitung eines Seniorenpflegedienstes verantwortlich. Dies ist häufig ein ambulanter Pflegedienst und daher eine Tätigkeit außerhalb des Umfelds des Seniorenheims. In der Position als Stationsleitung ist man für die Pflege eines Teilbereichs eines Krankenhauses oder eines Pflegeheims verantwortlich. Man koordiniert Dienstzeiten und ist Ansprechpartner/in für das Pflegeteam.

Auch im Bereich Management können Altenpfleger/innen Fuß fassen. Als Praxismanager/in arbeitet man in einer Arztpraxis und koordiniert dort Abläufe und Dienstpläne. Arbeitet man hingegen als Patientenmanager/in, ist man häufig in einer Klinik tätig und hat dort die Bettenbelegung und weitere Vorgänge bei der Behandlung genaustens im Blick.

Karriere in Forschung und Verwaltung

Studiert man im Nachgang an die Altenpflege-Ausbildung Pflegewissenschaften, erlangt man die Möglichkeit, tiefer in die wissenschaftlichen Aspekte der Pflege einzutauchen und fortgeschrittene Fertigkeiten zu entwickeln, die in verschiedenen Pflegeumgebungen gefragt sind. Wer hingegen nicht studieren will, kann z.B. auch als weiteren Karriereschritt eine Weiterbildung zum/-r Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen absolvieren.

Als Study Nurse ist man tief im Bereich der Forschung beschäftigt und kümmert sich um klinische Studien, die beim Voranbringen der Medizin ausschlaggebend sind. Auch im Bereich Projektmanagement für klinische Studien treibt man den Fortschritt in Medizin und Pflege maßgeblich voran und übernimmt verantwortungsvolle Aufgaben.

Darüber hinaus sind die Arbeit als Case Manager/in, bei der man alles, rund um die Abläufe der Behandlung von Patienten/-innen genau im Auge behält sowie die Tätigkeit als Clinical Research Associate, bei der man in der wissenschaftlichen Forschung tätig ist, gute Möglichkeiten zur Weiterbildung in neuen und spannenden Bereichen.

Karrierewege Altenpfleger/in – Alternative Arbeitszeitmodelle

Im Laufe der Karriere als Altenpfleger/in gibt es nicht nur die Möglichkeit, in Vollzeit zu arbeiten, sondern man kann auch auf verschiedene andere Arbeitszeitmodelle zurückgreifen. Besonders beliebt ist die Tätigkeit in Teilzeit, weil man so Familie und Arbeit besser aufeinander abstimmen kann. Der Nachteil daran ist aber, dass mit der geringeren Arbeitszeit auch das Gehalt entsprechend sinkt. Verfügt die Arbeitsstelle über einen flexiblen Mitarbeiterpool, hat man die Möglichkeit, sich die gewünschten Schichten auszusuchen und die Arbeitszeiten individuell zu planen.

Auch das Konzept Leiharbeit funktioniert ähnlich; allerdings ist man in diesem Fall dann nicht in einer Klinik oder einem Krankenhaus angestellt, sondern arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma, wodurch man den Arbeitsplatz häufig wechselt. Hat man keine Probleme mit Nachtarbeit, kann man hingegen auch als Dauernachtwache arbeiten und die Arbeitszeit so generell vom Tag auf die Nacht verlagern. Kurz vor dem Renteneintritt greift schließlich das Modell der Arbeitsteilzeit, wodurch sich die Arbeitszeit nach und nach reduziert und man so schrittweise in die Rente hinein wechselt.

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Karrierewege Altenpfleger/in – Gehalt

Wie das Gehalt nach einer Weiterbildung in der Altenpflege aussieht, lässt sich nicht pauschal sagen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass sich durch den Wechsel in eine höhere Position und die Steigerung des eigenen Fachwissens i.d.R. auch ein höheres Gehalt ergibt. Die konkrete Gehaltshöhe hängt jedoch sowohl von dem gewählten Beruf in der Altenpflege als auch von zahlreichen anderen Faktoren ab. Im Allgemeinen kann man außerdem festhalten, dass öffentliche Krankenhäuser und Pflegeheime, die nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) entlohnen, sowie kirchliche Einrichtungen mit ihren eigenen Tarifen oft höhere Gehälter zahlen als private Einrichtungen.

Folgende Durchschnittsgehälter sind z.B. möglich:

  • Heim- und Einrichtungsleiter/in: ca. 4.900 Euro
  • Praxisanleiter/in: ca. 4.500 Euro
  • Pflegedienstleiter/in (PDL): ca. 4.300 Euro
  • Pflegedirektor/in: ca. 4.000 Euro
  • Palliativ- und Hospizpfleger/in: ca. 3.500 Euro
  • Gerontopsychiatrische Pflegekraft: ca. 3.500 Euro
  • Außerklinische/r Intensivpfleger/in: ca. 3.100 Euro

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Redaktion