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Medi-Karriere Medipedia Thermorezeptoren

Thermorezeptoren: Definition, Funktion und Klinik

Elias Müller
von Elias Müller (Medizinstudent) Zuletzt aktualisiert: 21.10.2025
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Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Aufbau und Einteilung
  3. Funktion
  4. Klinik

Thermorezeptoren sind spezialisierte Sinneszellen, die es dem menschlichen Körper ermöglichen, Temperaturveränderungen wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Regulierung der Körpertemperatur und der Wahrnehmung von Kälte und Wärme aus der Umgebung. Diese Rezeptoren sind nicht nur für unser tägliches Empfinden wichtig, sondern auch essenziell für den Schutz vor extremen Temperaturen, die den Körper schädigen könnten. Ihre klinische Bedeutung reicht von der Diagnostik neurologischer Erkrankungen bis hin zu therapeutischen Anwendungen. Dieser Artikel beleuchtet die Funktion, Struktur und die medizinische Relevanz der Thermorezeptoren.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Aufbau und Einteilung
  3. Funktion
  4. Klinik

Thermorezeptoren – Definition

Thermorezeptoren sind freie Nervenendigungen mit speziellen Kanälen, die auf Temperaturveränderungen reagieren und Informationen über Wärme oder Kälte an das zentrale Nervensystem weiterleiten. Sie befinden sich in der Haut, den Schleimhäuten und inneren Organen und spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur und der Wahrnehmung von Temperaturreizen aus der Umgebung. Sie werden auch als Thermosensoren bezeichnet.

Thermorezeptoren – Aufbau und Einteilung

Bei Thermorezeptoren handelt es sich um freie Nervenendigungen, deren Zellmembran von hitze- und kälteaktivierbaren Kanälen besetzt sind. Diese sind in besonders hoher Dichte im Gesicht vorhanden gefolgt vom Oberkörper, Bauch und zuletzt den Extremitäten, wo das Temperaturempfinden relativ schlecht ausgeprägt ist. Generell gibt es zehn mal mehr Thermorezeptoren, die kalt empfinden als welche, die Wärme registrieren. Thermosensoren, die Kälte wahrnehmen (Kaltsensoren) liegen unterhalb der Epidermis, im Gegensatz zu den Warmsensoren, die sich unter der Dermis befinden.

  • Kaltsensoren: Sie sind aktiv bei Temperaturen, die von acht bis 38 Grad Celsius reichen, wobei ab 15 Grad zusätzliche Schmerzfasern aktiviert werden, die den “Kälteschmerz vermitteln”. Maximal wirksam sind Kaltsensoren bei Temperaturen zwischen 20 bis 30 Grad Celsius.
  • Warmsensoren: Bei Temperaturen zwischen 29 und 45 Grad Celsius sind sie aktiv, wobei ihre höchste Aktivität bei Temperaturen zwischen 38 und 43 Grad zu verzeichnen ist. Der “Hitzeschmerz” über zusätzliche Schmerzfasern wird ab  45 Grad Celsius und aufwärts vermittelt.

Thermorezeptoren – Funktion

Die Funktion von Thermorezeptoren besteht darin, Temperaturveränderungen in der Umgebung oder im Körperinneren wahrzunehmen und diese Informationen an das zentrale Nervensystem weiterzuleiten. Sie ermöglichen die Wahrnehmung von Wärme und Kälte und spielen eine zentrale Rolle bei der Temperaturregulation des Körpers. Thermorezeptoren aktivieren Schutzmechanismen, wie das Vermeiden extremer Temperaturen, um Gewebeschäden zu verhindern, und helfen bei der Aufrechterhaltung der Körpertemperatur durch physiologische Reaktionen wie Schwitzen oder Zittern.

Thermorezeptoren im Hypothalamus spielen eine entscheidende Rolle bei der Zentralregulation der Körpertemperatur. Der Hypothalamus fungiert als thermoregulatorisches Zentrum des Gehirns und ist in der Lage, sowohl die Körperkerntemperatur zu überwachen als auch die nötigen Anpassungsmechanismen zu steuern, um eine konstante Temperatur zu halten. Im Hypothalamus befinden sich spezialisierte Thermorezeptoren, die auf Veränderungen der inneren Körpertemperatur reagieren. Diese Rezeptoren messen kontinuierlich die Temperatur des Blutes, das durch den Hypothalamus fließt. Wenn die Körpertemperatur zu hoch oder zu niedrig wird, aktiviert der Hypothalamus entsprechende physiologische Reaktionen, um die Temperatur zu stabilisieren. Bei hoher Körpertemperatur löst der Hypothalamus Mechanismen wie Schwitzen und Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße) aus, um Wärme abzugeben. Bei niedriger Körpertemperatur aktiviert der Hypothalamus Zittern und Vasokonstriktion (Verengung der Blutgefäße), um Wärme zu erzeugen und den Wärmeverlust zu minimieren. Diese Reaktionen sind für die Aufrechterhaltung einer konstanten Körpertemperatur von etwa 37 °C unerlässlich, um die normale Funktion der Organe und Enzyme zu gewährleisten.

Kalt- und Warmsensoren erhalten ihre Information über die Temperatur durch die Öffnung hitze- oder kälteaktivierbarer Kanäle in der Zellmembran. Die Öffnung bewirkt einen Einstrom gewisser Ionen, die eine Depolarisation zur Folge hat. Diese kann dann über die zuständige Nervenfaser über das Rückenmark zum Gehirn weitergeleitet werden.

Kältesensoren

TRPA1 ist ein kälteaktivierbarer Kanal der sich bei etwa 10 Grad Celsius öffnet und somit auch den Kälteschmerz über das nozizeptive System aktiviert. Der TRPM8 öffnet erst bei circa 25 Grad Celsius und kann zusätzlich durch Menthol aktiviert werden. Deshalb hat Menthol den Effekt der Kälteempfindung.

Wärmesensoren

Der Kanal TRPV3 kann sich bei wärmeren Temperaturen öffnen, die bei etwa 25 Grad Celsius liegen. Ein Kanal, der bei heißen Temperaturen von über 47 Grad Celsius aktiviert wird, ist der TRPV1. Er ist zusätzlich durch Capsaicin aktivierbar, welches in scharfem Essen zu finden ist. Das ist der Grund, warum sich scharfes essen “heiß” anfühlt.

Weiterleitung ins Gehirn

Das Temperaturempfinden wird über die sensible Bahn an das Gehirn weitergeleitet. Über die Spinalganglien laufen die Nervenfasern der Thermorezeptoren ins Rückenmark und werden dort im Hinterhorn auf das zweite Neuron der sensiblen Bahn umgeschaltet. Dort kreuzen die Faser auf Segmenthöhe auf die Gegenseite. Das zweite Neuron zieht weiter zum Thalamus, wo es auf das dritte Neuron umgeschaltet wird, welches dann letztendlich im somatosensiblen Kortex endet. Dort werden die Informationen interpretiert und gegebenenfalls weitere Reize zur Anpassung an andere Zielstrukturen gesendet.

Individuelle Temperaturwahrnehmung

Thermorezeptoren im Körper sind so empfindlich, dass sie nicht nur auf Temperaturunterschiede reagieren, sondern auch auf mentale Wahrnehmung von Temperatur! Zum Beispiel kann der Kontakt mit einer Substanz wie Menthol nicht nur eine kühle Empfindung erzeugen, sondern auch aktiv Kälterezeptoren anregen, obwohl keine tatsächliche Kälte vorhanden ist. Das Gehirn interpretiert es, als ob es kälter wird.

Thermorezeptoren – Klinik

Thermorezeptoren haben eine wichtige klinische Bedeutung, da sie eine zentrale Rolle in der Wahrnehmung von Temperaturreizen und der Regulation der Körpertemperatur spielen. Dysfunktionen dieser Rezeptoren können zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Beispielsweise können Störungen der Kälte- oder Wärmewahrnehmung auf neurologische Erkrankungen wie Polyneuropathien oder multiple Sklerose hinweisen. Eine Überempfindlichkeit der Thermorezeptoren, etwa bei Kälte- oder Wärmeallodynie, tritt häufig im Rahmen von Nervenschädigungen oder chronischen Schmerzerkrankungen auf. Zudem sind Thermorezeptoren essenziell für die Aktivierung von Schutzmechanismen, wie dem Vermeiden von extremer Kälte oder Hitze, um Gewebeschäden zu verhindern. Ihre Funktion wird auch in der Medizin genutzt, z. B. bei der lokalen Anwendung von Wärme oder Kälte zur Schmerzlinderung oder Entzündungshemmung. Eine gestörte Thermoregulation, etwa bei Fieber oder Hypothermie, kann auf systemische oder zentrale Störungen hindeuten und erfordert häufig eine gezielte Behandlung. Entsprechend sind Thermorezeptoren nicht nur für die alltägliche Temperaturwahrnehmung, sondern auch für die Diagnostik und Therapie in der Medizin von großer Bedeutung.

Häufige Fragen

  1. Was sind Thermorezeptoren?
  2. Thermorezeptoren sind spezialisierte Sinneszellen, die auf Temperaturveränderungen reagieren. Durch ihre Reaktion auf Temperaturreize senden sie Signale an das zentrale Nervensystem, wodurch der Körper Temperaturunterschiede erkennen und entsprechend darauf reagieren kann. Thermorezeptoren spielen eine wichtige Rolle bei der Temperaturwahrnehmung und der Regulation der Körpertemperatur.

  3. Wo befinden sich Thermorezeptoren im menschlichen Körper?
  4. In der Haut sind sie für die Erkennung äußerer Wärme- und Kältereize verantwortlich. Sie sind sowohl in der Epidermis als auch in der tieferliegenden Dermis verteilt und geben wichtige Signale über Temperaturänderungen in der Umgebung. Auch in den Schleimhäuten, wie in der Mundhöhle, der Nase und anderen inneren Oberflächen, sind Thermorezeptoren zu finden. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei der Wahrnehmung von Temperaturen, beispielsweise beim Einatmen von kalter oder warmer Luft oder beim Kontakt mit heißen oder kalten Speisen. Darüber hinaus sind Thermorezeptoren in inneren Organen wie dem Magen-Darm-Trakt oder dem Hypothalamus lokalisiert. Diese Rezeptoren überwachen die Körperkerntemperatur und helfen, die Wärmehaushaltsmechanismen des Körpers zu steuern.

  5. Wie funktionieren Thermorezeptoren?
  6. Thermorezeptoren funktionieren, indem sie Temperaturveränderungen wahrnehmen und diese Informationen als elektrische Signale an das zentrale Nervensystem weiterleiten. Es gibt zwei Haupttypen von Thermorezeptoren: Kälterezeptoren und Wärmerezeptoren, die jeweils auf unterschiedliche Temperaturbereiche spezialisiert sind. Diese Rezeptoren sind in Zellmembranen eingebettet und enthalten spezifische ionenkanalbasierte Sensoren, die auf thermische Reize reagieren und Ionen einströmen lassen. Dieser Ionenfluss erzeugt ein elektrisches Signal (Aktionspotential), das über sensorische Nervenfasern an das Gehirn weitergeleitet wird.

  7. Welche Arten von Thermorezeptoren gibt es?
  8. Thermorezeptoren lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen: Kälterezeptoren und Wärmerezeptoren, die jeweils auf spezifische Temperaturbereiche spezialisiert sind. Kälterezeptoren reagieren auf sinkende Temperaturen. Wärmerezeptoren hingegen reagieren auf steigende Temperaturen.

  9. Welche Rolle spielen Thermorezeptoren bei der Temperaturregulation des Körpers?
  10. Thermorezeptoren spielen eine zentrale Rolle bei der Regulation der Körpertemperatur, indem sie Temperaturveränderungen wahrnehmen und entsprechende Signale an das zentrale Nervensystem senden. Sie befinden sich in der Haut, um äußere Temperaturen zu messen, und im Körperinneren, insbesondere im Hypothalamus, um die Körperkerntemperatur zu überwachen.

Autor
Elias Müller

Elias Müller

Medizinstudent

Elias studiert Humanmedizin im klinischen Abschnitt an der Medizinischen Fakultät Homburg der Universität des Saarlandes. Vorherige Ausbildungen in Rettungsdienst und Pflege ermöglichten ihm tiefe Einblicke in ärztliche und pflegerische Abläufe in Krankenhaus, OP-Saal und Rettungswesen. Dieses Wissen lässt er als Medizinredakteur in seine Artikel einfließen.

Quellen
  1. Silbernagel et. al.: Physiologie, Thieme, 8. Auflage, 2018
  2. Taktiles System, https://next.amboss.com/... (Abrufdatum: 24.01.2025)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

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