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Medi-Karriere Medipedia Finger

Finger: Anatomie und Schmerzen

Elias Müller
von Elias Müller (Medizinstudent) Zuletzt aktualisiert: 21.10.2025
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Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie
  3. Funktion
  4. Schmerzen

Ob beim Klettern oder bei Greifbewegungen, die Finger sind essentiell für diese feinkoordinativen Bewegungsabläufe. Dieser Artikel betrachtet die Anatomie, Funktion und Verletzungen dieser Struktur.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie
  3. Funktion
  4. Schmerzen

Finger – Definition

Die Finger sind die distalen (rumpffernen) Endglieder der oberen Extremität und haben ihren Ursprung an der Hand.

Finger – Anatomie

Normalerweise befinden sich an jeder Hand fünf Finger, von denen einer der Daumen ist, welcher Besonderheiten in Funktion und Anatomie aufweist.

Knochen und Gelenke

Der Finger besteht aus drei Knochen: Phalanx proximalis, Phalanx media und Phalanx distalis. Diese Knochen bilden folgende Gelenke:

  • Fingergrundgelenk: Zwischen Mittelhandknochen (Os metacarpi) und Phalanx proximalis
  • Fingermittelgelenk: Zwischen Phalanx proximalis und Phalanx media
  • Fingerendgelenk: Zwischen Phalanx media und Phalanx distalis

Der Daumen bildet eine Außnahme, denn er besteht nur aus zwei Knochen, der Phalanx proximalis und Phalanx distalis. Damit bildet er auch weniger Gelenke, da das Mittelgelenk wegfällt. Das Gelenk Zwischen dem ersten Mittelhandknochen und dem Os trapezium (großes Vieleckbein) bezeichnet man als Daumensattelgelenk. Es spielt eine besondere Rolle in der Beweglichkeit des Daumens.

Bandapparat

Der Bandapparat der Finger ist äußerst komplex und kann sehr variabel ausgeprägt sein. Im folgenden wird der Bandapparat des Daumens zunächst außen vor gelassen. Grundsätzlich lassen sich drei Bandarten unterscheiden. Das sind die Kollateralbänder (Ligamenta collateralia), Ringbänder (Ligamenta anularia) und Kreuzbänder (Ligamenta cruciata/obliqua). Die Kollateralbänder verlaufen seitlich über die Fingergelenke und verhindern ein seitliches Abknicken der Fingerglieder. Auf der palmaren Fingerseite sitzen fünf Ringbänder (A1 – A5), durch die die Sehnen der Musculi flexor digitorum profundus und superficialis ziehen. Die drei Kreuzbänder (C1 – C3) sitzen ebenfalls auf der palmaren Seite (zwischen A2 und A3, A3 und A4, A4 und A5). Sie verlaufen dabei schräg über die Ansatzsehenen der Musculi flexor digitorum profundus und superficialis.

Muskeln

In den Fingern direkt befinden sich keine Muskeln, nur die Sehnen von Muskulatur der Hand und des Unterarms, welche die Glieder bewegen. Der Daumen hat eigene Muskeln, die seine Bewegung ermöglichen.

Der Musculus flexor digitorum superficialis entspringt schon dem Epicondylus medialis des Oberarmknochens und zieht bis zu dem Phalanges mediae, und ermöglicht so eine Beugung (Flexion) der Fingergrund- und Mittelgelenke. Eine zusätzliche Flexion der Endgelenke erfolgt bei Kontraktion des Musculus flexor digitorum profundus, welcher erst dem Unterarm entspringt. Eine Streckung (Extension) aller Fingergelenke wird durch dem Musculus extensor digitorum gewährleistet. Zusätzlich streckt der Musculus extensor indicis dem Zeigefinger.

Innervation der großen Fingerbeuger

Der Musculus flexor digitorum superficialis wird durch den Nervus medianus innerviert. Der Kopf des Musculus flexor digitorum profundus, der die Finger IV und V bewegt, wird vom Nervus ulnaris versorgt. Der restliche Muskel wird durch den Nervus medianus innerviert.

Die kurzen Handmuskeln liegen in der Mittelhand und sorgen für ein Abspreizen (Musculi interossei dorsales) oder das Zusammenziehen (Musculi interossei palmares) der Finger. Die Musculi lumbricales sorgen zusätzlich für eine Flexion in den Grundgelenken und eine Streckung in den restlichen Fingergelenken.

Der kleine Finger wird durch weitere Muskeln in der Hand bewegt, die als Hypothenarmuskulatur zusammengefasst sind. Der Musculus abductor digiti minimi sorgt unter anderem für das Abspreizen des kleinen Fingers, der Musculus opponens digiti minimi schiebt den kleinen Finger zur Handfläche und der Musculus flexor digiti minimi brevis beugt ihn im Grundgelenk.

Der Daumen wird durch seine eigenen Muskeln bewegt: Dem Unterarm und dem distalen Oberarm entspringen der Musculus flexor pollicis longus, die Musculi extensor pollicis longus und brevis und der Musculus abductor pollicis longus. In der Hand verlaufen weitere Muskeln, die als Thenarmuskulatur bekannt sind.

Finger Grafik

Leitungsbahnen

Die Arteria ulnaris und die Arteria radialis verbinden sich im Bereich der Mittelhand zum Arcus palmaris superficialis. Seine Äste, die Arteriae digitales palmares communes, versorgen die Finger und den Daumen auf ganzer Länge. Ihre Endäste sind die Arteriae digitales palmares propriae, welche die Rami digitopalmares abgeben, die wiederum die Beugesehnen der Finger versorgen.

Aus dem Nervus ulnaris und dem Nervus medianus gehen die Nervi digitales palmares hervor, die bis zu Fingerspitze ziehen.

Finger – Funktion

Die Finger ermöglichen das Greifen und Tasten über viele kleine Mechanosensoren unterhalb der Haut. Darüber hinaus können sie der Kommunikation dienen, wie das beispielsweise in der Gebärdensprache der Fall ist. Evolutionär betrachtet gaben sie unseren Vorfahren die Fähigkeit zu klettern, was durchaus heute noch von vielen als Sportart betrieben wird.

Der Daumen hat wegen seines Sattelgelenks wesentlich mehr Bewegungsfreiheit als die restlichen Finger. Wichtig bei Greifbewegungen ist vor allem seine Opponierbarkeit, das heißt er kann von seiner seitlichen Ursprungsposition vor die Handfläche geschoben werden.

Finger – Schmerzen

Bei einer Verletzung der Ringbänder werden die Beugesehnen unter der Haut sichtbar, da sie nicht mehr durch das Band am Finger befestigt sind. Beim Klettern, besonders beim Greifen kleiner Griffe, können solche Verletzungen vorkommen.

Ein Riss des innern Kollateralbands des Daumengrundgelenks wird auch als Skidaumen bezeichnet. Der Verletzungsmechanismus ist häufig ein Sturz auf den ausgestreckten Daumen.

Autor
Elias Müller

Elias Müller

Medizinstudent

Elias studiert Humanmedizin im klinischen Abschnitt an der Medizinischen Fakultät Homburg der Universität des Saarlandes. Vorherige Ausbildungen in Rettungsdienst und Pflege ermöglichten ihm tiefe Einblicke in ärztliche und pflegerische Abläufe in Krankenhaus, OP-Saal und Rettungswesen. Dieses Wissen lässt er als Medizinredakteur in seine Artikel einfließen.

Quellen
  1. Schenke, Michael et al.:  Prometheus Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem, Thieme (Stuttgart: 6. Auflage, 2022)
  2. Aumüller, Gerhard et al.:  Duale Reihe Anatomie, Thieme (Stuttgart: 5. Auflage, 2020)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

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