Ein Pharmazeut beschäftigt sich mit der Wissenschaft rund um Heil- und Arzneimittel. Pharmazeuten stellen selbst neue oder individuell abgestimmte Medikamente her, erforschen deren Wirkung und sind für die korrekte Herausgabe von Medikamenten zuständig. Als staatlich geprüfte Arbeitskräfte wissen sie bestens über Arzneien, ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper und rechtliche Konsequenzen bei eventuellem Missbrauch Bescheid.
Der klassische Beruf für Pharmazeuten nach einem abgeschlossenen Pharmaziestudium ist der Apotheker. Er berät Kunden, beantwortet ihre Fachfragen und kennt sich mit allen Bereichen der Arzneimittel (zum Beispiel Nebenwirkungen, Alternativen, Wechselwirkungen, Risiken) aus. Neben der Arbeit am Kunden sind Pharmazeuten aber auch für das Herstellen verschriebener Salben oder Tinkturen zuständig oder testen im Labor die Wirkweise von Medikamenten.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Pharmaziestudium dauert vier Jahre und schließt mit einem Staatsexamen ab.
- Zur Ausbildung gehören außerdem acht Wochen Famulatur und ein zwölfmonatiges Praktisches Jahr.
- Pharmazeut bezeichnet allgemein eine pharmazeutisch ausgebildete Person; Apotheker ist eine geschützte Berufsbezeichnung, die grundsätzlich erst nach dem dritten Prüfungsabschnitt und der erteilten Approbation geführt werden darf.
- Pharmazeuten arbeiten unter anderem in Apotheken, Forschung, Industrie und Behörden.
- PhiP erhalten 2026 in tarifgebundenen öffentlichen Apotheken 1.133 Euro brutto monatlich.
Was macht ein Pharmazeut?
Welche Aufgaben Pharmazeuten übernehmen, hängt stark von ihrem Arbeitsplatz und ihrer Qualifikation ab. In Forschung und Industrie entwickeln und untersuchen sie unter anderem Wirkstoffe, Arzneiformen und Herstellungsverfahren. Sie beschäftigen sich mit der Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln, erstellen Unterlagen für Zulassungsverfahren oder arbeiten in der Arzneimittelinformation, Qualitätssicherung und Pharmakovigilanz.
Approbierte Apotheker in öffentlichen Apotheken versorgen Patienten ordnungsgemäß mit Arzneimitteln. Sie prüfen ärztliche Verordnungen, informieren über die richtige Anwendung und beraten zu möglichen Neben- und Wechselwirkungen. Im Rahmen der Selbstmedikation helfen sie bei der Auswahl geeigneter Arzneimittel und erkennen Situationen, in denen eine ärztliche Abklärung erforderlich ist.
Zu den Aufgaben in Apotheken gehört außerdem die individuelle Herstellung von Rezepturarzneimitteln, etwa von Salben, Cremes, Lösungen, Kapseln, Zäpfchen oder Augentropfen. Darüber hinaus werden Ausgangsstoffe und Arzneimittel nach den geltenden pharmazeutischen Vorschriften geprüft. Eine klinische Prüfung der Wirksamkeit findet dagegen nicht im apothekeneigenen Labor statt.
Pharmazeut – Übersicht
Die bundesweit geregelte Ausbildung zum Pharmazeuten umfasst:
- ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität,
- eine achtwöchige Famulatur,
- eine zwölfmonatige praktische Ausbildung und
- die Pharmazeutische Prüfung mit drei Prüfungsabschnitten.
Der Erste Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung folgt auf das Grundstudium, der Zweite Abschnitt auf das Hauptstudium. Nach dem Zweiten Abschnitt beginnt die praktische Ausbildung als Pharmazeut im Praktikum. Anschließend wird der Dritte Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung in den Fächern Pharmazeutische Praxis und Spezielle Rechtsgebiete für Apotheker abgelegt.
Das bestandene dritte Staatsexamen ist nicht mit der Approbation gleichzusetzen. Nach Bestehen aller drei Prüfungsabschnitte muss die Approbation bei der zuständigen Behörde beantragt werden. Erst mit ihrer Erteilung ist die Ausbildung zum Pharmazeuten vollständig abgeschlossen.

Pharmazeut – Zugangsvoraussetzungen
Für das Pharmaziestudium ist eine Hochschulzugangsberechtigung erforderlich, im Regelfall das Abitur. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch beruflich Qualifizierte ohne Abitur zum Studium zugelassen werden. Die konkreten Bedingungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Hochschule.
Die Studienplätze im Fach Pharmazie werden grundsätzlich über die Stiftung für Hochschulzulassung vergeben. Teilweise berücksichtigen die Universitäten zusätzliche eigene Auswahlkriterien. Studieninteressierte sollten sich deshalb frühzeitig bei Hochschulstart und bei der gewünschten Universität über das aktuelle Zulassungsverfahren informieren.
Hilfreich für Studium und Beruf sind insbesondere:
- ausgeprägtes Interesse an Chemie, Biologie, Medizin und weiteren Naturwissenschaften,
- sorgfältiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten,
- mathematisches und analytisches Verständnis,
- Geschick bei praktischen Laborarbeiten,
- Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen,
- Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen sowie
- die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären.
Pharmazeut – Ausbildungsform und Ausbildungsaufbau
Pharmazie ist ein bundesweit geregelter Staatsexamensstudiengang. Anders als bei einem Bachelor- oder Masterstudiengang wird die reguläre Ausbildung durch drei Abschnitte der Pharmazeutischen Prüfung gegliedert.
Das vierjährige Universitätsstudium besteht nicht ausschließlich aus theoretischem Unterricht. Neben Vorlesungen und Seminaren gehören umfangreiche praktische Lehrveranstaltungen und Laborarbeiten dazu. Während des Studiums wird außerdem die achtwöchige Famulatur absolviert.
| Lehrveranstaltung | Semester | Stundenzahl |
| Grundstudium | ||
| Allgemeine und analytische Chemie der anorganischen Arznei-, Hilfs- und Schadstoffe | 1 | 168 |
| Mathematische und statistische Methoden für Pharmazeuten | 1 | 28 |
| Pharmazeutische und medizinische Terminologie | 1 | 14 |
| Quantitative Bestimmung von Arznei-, Hilfs- und Schadstoffen | 2 | 154 |
| Physikalische Übungen für Pharmazeuten | 2 | 28 |
| Arzneipflanzen-Exkursionen, Bestimmungsübungen | 2 | 28 |
| Chemische Nomenklatur | 2 | 28 |
| Physikalisch-chemische Übungen für Pharmazeuten | 3 | 28 |
| Chemie der organischen Arznei-, Hilfs- und Schadstoffe | 3 | 168 |
| Zytologische und histologische Grundlagen der Biologie | 3 | 28 |
| Kursus der Physiologie | 3 | 28 |
| Stereochemie | 3 | 14 |
| Arzneiformenlehre | 4 | 70 |
| Instrumentelle Analytik | 4 | 154 |
| Mikrobiologie | 4 | 42 |
| Pharmazeutische Biologie I | 4 | 8 |
| Pharmazeutische Biologie II | 4 | 4 |
| Hauptstudium | ||
| Arzneistoffanalytik unter besonderer Berücksichtigung der Arzneibücher | 5 | 112 |
| Biochemische Untersuchungsmethoden einschließlich Klinischer Chemie | 5 | 98 |
| Qualitätssicherung bei der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln | 5 | 14 |
| Arzneimittelanalytik, Drug-Monitoring, toxikologische und umweltrelevante Untersuchungen | 6 | 168 |
| Pharmazeutische Biologie III | 7 | 84 |
| Pharmazeutische Technologie | 7 | 196 |
| Pharmakotherapie | 7 | 56 |
| Pharmakologisch-toxikologischer Demonstrationskurs | 8 | 84 |
| Klinische Pharmazie einschließlich Pharmaepidemiologie und Pharmaökonomie | 8 | 112 |
| Biogene Arzneimittel | 8 | 42 |
| Biopharmazie einschließlich arzneiformen-bezogener Pharmakokinetik | 8 | 28 |
| Wahlpflichtfach: Durchführung eines Forschungsprojektes an einem Institut der Universität Jena oder einer außeruniversitären Einrichtung | 8 | 112 |
Ein Diplom gehört nicht automatisch zur bundesrechtlich geregelten Apothekerausbildung. Einige Universitäten bieten nach dem Zweiten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung die Möglichkeit, durch eine zusätzliche wissenschaftliche Arbeit einen Diplomgrad zu erwerben. Voraussetzungen und Ablauf richten sich nach den Regelungen der jeweiligen Universität. Auch für eine Promotion gelten die Promotionsordnungen der einzelnen Hochschulen.
Famulatur
Die Famulatur dauert acht Wochen und wird während der lehrveranstaltungsfreien Zeiten des Studiums abgeleistet. Sie soll Studierenden erste Einblicke in pharmazeutische Tätigkeitsfelder vermitteln.
Mindestens vier Wochen müssen in einer öffentlichen Apotheke absolviert werden. Die übrigen vier Wochen können ebenfalls in einer öffentlichen Apotheke oder in einer anderen nach der Approbationsordnung zulässigen Einrichtung stattfinden. Dazu kommen beispielsweise Krankenhaus- oder Bundeswehrapotheken, die pharmazeutische Industrie, Universitätsinstitute, geeignete wissenschaftliche Einrichtungen oder Arzneimitteluntersuchungsstellen infrage.
Wer bereits die Prüfung als Pharmazeutisch-technischer Assistent bestanden hat, ist von der Famulatur befreit.
Praktische Ausbildung beziehungsweise Praktisches Jahr
Nach dem bestandenen Zweiten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung folgt die zwölfmonatige praktische Ausbildung. Während dieser Zeit lautet die übliche Bezeichnung Pharmazeut im Praktikum, kurz PhiP.
Sechs Monate müssen in einer öffentlichen Apotheke absolviert werden, die keine Zweigapotheke ist. Die weiteren sechs Monate können wahlweise in einer öffentlichen Apotheke oder an einer der folgenden Ausbildungsstätten stattfinden:
- Krankenhaus- oder Bundeswehrapotheke,
- pharmazeutische Industrie,
- Universitätsinstitut oder andere geeignete wissenschaftliche Einrichtung oder
- Arzneimitteluntersuchungsstelle beziehungsweise vergleichbare Einrichtung.
Die praktische Ausbildung wird durch einen insgesamt vier- bis sechswöchigen begleitenden Unterricht ergänzt. Behandelt werden insbesondere pharmazeutische Praxis, Arzneimittelinformation sowie rechtliche und betriebswirtschaftliche Themen.
Dritter Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung und Approbation
Nach der praktischen Ausbildung wird der Dritte Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung abgelegt. Geprüft werden die Fächer Pharmazeutische Praxis und Spezielle Rechtsgebiete für Apotheker.
Nach Bestehen aller drei Prüfungsabschnitte kann die Approbation beantragt werden. Die Approbation ist die staatliche Zulassung zur uneingeschränkten Ausübung des Apothekerberufs und berechtigt grundsätzlich zum Führen der Berufsbezeichnung „Apotheker“.
Pharmazeut – Ausbildungsinhalte
Das Pharmaziestudium verbindet naturwissenschaftliche, medizinische und arzneimittelbezogene Inhalte. Zu den zentralen Fachgebieten gehören unter anderem:
- allgemeine, anorganische und organische Chemie,
- pharmazeutische und medizinische Chemie,
- pharmazeutische Analytik,
- Mathematik und Physik,
- pharmazeutische Biologie und Humanbiologie,
- Biochemie und Pathobiochemie,
- pharmazeutische Technologie und Biopharmazie,
- Pharmakologie und Toxikologie,
- Klinische Pharmazie,
- Arzneimittelinformation und
- rechtliche Grundlagen für Apotheker.
Im Grundstudium stehen vor allem naturwissenschaftliche Grundlagen im Mittelpunkt. Das Hauptstudium vermittelt vertiefte pharmazeutische Inhalte, beispielsweise zur Entwicklung, Herstellung, Prüfung, Wirkung und sicheren Anwendung von Arzneimitteln. Dazu gehören auch die Beurteilung klinischer Studien, die Interpretation ausgewählter Laborparameter und die Arzneimitteltherapie bei besonderen Patientengruppen.
Pharmazeut – Ausbildungsdauer
Die reguläre Ausbildung bis zum Dritten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung dauert mindestens fünf Jahre:
- vier Jahre Universitätsstudium,
- acht Wochen Famulatur während des Studiums und
- zwölf Monate praktische Ausbildung.
Hinzu kommen die Prüfungszeiträume und das anschließende Approbationsverfahren. Bei nicht bestandenen Prüfungen, Unterbrechungen oder zusätzlichen wissenschaftlichen Qualifikationen kann sich die Gesamtdauer verlängern.
Ausbildungsorte
Das Pharmaziestudium findet an einer Universität in Hörsälen, Seminarräumen und Ausbildungslaboren statt. Die Famulatur und das Praktische Jahr werden in den jeweils zulässigen Ausbildungsstätten absolviert.
Welche Tätigkeiten während der praktischen Ausbildung kennengelernt werden, hängt vom Ausbildungsort ab. In einer öffentlichen Apotheke stehen beispielsweise die ordnungsgemäße Arzneimittelabgabe, Beratung, Rezepturherstellung, Arzneimittelinformation und betriebliche Abläufe im Mittelpunkt. In der Industrie können je nach Abteilung unter anderem Entwicklung, Herstellung, Qualitätskontrolle, Zulassung oder Pharmakovigilanz behandelt werden. Ein einzelner Ausbildungsabschnitt vermittelt daher nicht automatisch Einblicke in sämtliche pharmazeutischen Tätigkeitsfelder.
Pharmazeut – Gehalt in der Ausbildung
Während des Universitätsstudiums wird grundsätzlich kein Ausbildungsgehalt gezahlt. Stattdessen fallen unter anderem Semesterbeiträge und Kosten für Lernmaterialien an. Je nach persönlichen Voraussetzungen kommen BAföG, Stipendien oder studentische Nebenjobs zur Finanzierung infrage.
Für das Praktische Jahr gelten andere Bedingungen. Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Praktikum, die ihre praktische Ausbildung in einer tarifgebundenen öffentlichen Apotheke im Geltungsbereich des ADEXA/ADA-Tarifvertrags absolvieren, erhalten ab dem 1. Januar 2026 eine tarifliche Ausbildungsvergütung von 1.133 Euro brutto im Monat. Bei anderen Ausbildungsstätten oder nicht tarifgebundenen Arbeitgebern kann die Vergütung abweichen.
Pharmazeut – Gehalt im weiteren Berufsleben
Das Gehalt von Pharmazeuten hängt von der Qualifikation, dem Tätigkeitsbereich, der Berufserfahrung, der Region, der Betriebsgröße und der Tarifbindung ab. Gehälter in öffentlichen Apotheken lassen sich daher nicht ohne Weiteres mit Einkommen in Industrie, Forschung, Behörden oder anderen Bereichen vergleichen. Insgesamt liegt das Mediangehalt für Pharmazeuten bei 5.404.
Pharmazeut/in Stellenangebote
Pharmazeut – Aufgaben im Arbeitsalltag
Ein Pharmazeut hat vielfältige Aufgaben, die sich je nachdem unterscheiden, wo man tätig sind. So haben sie zum Beispiel in der Apotheke andere Aufgaben als in der Pharmaindustrie oder im Marketing oder in der Pharmaforschung. Hier sind die vier Hauptaufgaben von Pharmazeuten einzeln dargestellt:
In der Apotheke
Approbierte Pharmazeuten prüfen Verordnungen, geben Arzneimittel ordnungsgemäß ab und beraten Patientinnen und Patienten zur sicheren Anwendung. Sie informieren unter anderem über Dosierung, Einnahmezeitpunkt, Neben- und Wechselwirkungen, Aufbewahrung und mögliche Anwendungsprobleme.
In der Selbstmedikation erfragen sie Beschwerden und persönliche Risikofaktoren, empfehlen im fachlich vertretbaren Rahmen geeignete Arzneimittel und erkennen die Grenzen der Selbstbehandlung. Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Praktikum arbeiten während ihrer Ausbildung unter Leitung beziehungsweise Aufsicht eines Apothekers.
Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln
Apotheken stellen individuelle Rezepturarzneimittel her, wenn beispielsweise kein geeignetes Fertigarzneimittel verfügbar ist oder eine besondere Dosierung oder Darreichungsform benötigt wird. Dazu zählen unter anderem Salben, Cremes, Kapseln, Lösungen, Zäpfchen und Augentropfen.
Zur pharmazeutischen Tätigkeit gehören außerdem vorgeschriebene Prüfungen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Apotheken führen jedoch keine klinischen Wirksamkeitsprüfungen von Arzneimitteln durch.
Forschung und pharmazeutische Industrie
In der pharmazeutischen Industrie können Pharmazeuten unter anderem in Forschung und Entwicklung, Herstellung, Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung, Zulassung, Arzneimittelinformation oder Pharmakovigilanz tätig sein. Die konkreten Aufgaben reichen von der Untersuchung neuer Wirkstoffe und Arzneiformen bis zur Erstellung und Bewertung zulassungsrelevanter Unterlagen.
Arzneimittelinformation, Vertrieb und Marketing
Pharmazeuten können wissenschaftliche Informationen über Arzneimittel aufbereiten und Fachkreise beraten. Im pharmazeutischen Außendienst oder Marketing müssen dabei die gesetzlichen Vorgaben für Arzneimittelwerbung und die fachlichen Grenzen der jeweiligen Tätigkeit eingehalten werden.
Weitere Tätigkeitsfelder
Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen beispielsweise:
- in Krankenhaus- und Bundeswehrapotheken,
- an Universitäten und Forschungseinrichtungen,
- bei Gesundheits- und Arzneimittelbehörden,
- in Arzneimitteluntersuchungsstellen,
- bei Krankenkassen,
- bei Kammern, Verbänden und Fachorganisationen,
- im Schul- und Bildungswesen sowie
- in pharmazeutischen Fachmedien.
Pharmazeut – Weiterbildungsmöglichkeiten
Für Pharmazeuten im Praktikum ist der nächste reguläre Schritt der Dritte Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung und anschließend der Antrag auf Approbation.
Approbierte Apotheker können sich im Rahmen einer geregelten Weiterbildung beispielsweise in folgenden Gebieten spezialisieren:
- Allgemeinpharmazie,
- Klinische Pharmazie,
- Pharmazeutische Analytik und Technologie,
- Arzneimittelinformation,
- Toxikologie,
- Öffentliches Gesundheitswesen,
- Klinische Chemie sowie
- Theoretische und Praktische Ausbildung.
Daneben gibt es je nach Apothekerkammer Weiterbildungen oder Zusatzqualifikationen in Bereichen wie Ernährungsberatung, Prävention und Gesundheitsförderung, Naturheilverfahren und Homöopathie, Onkologische Pharmazie, Geriatrische Pharmazie, Pädiatrische Pharmazie, Infektiologie oder Medikationsmanagement im Krankenhaus.
Pharmazeut – Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten von Pharmazeuten richten sich nach dem jeweiligen Tätigkeitsbereich. In Industrie, Behörden und Forschung sind häufig geregelte Arbeitszeiten üblich. In öffentlichen und Krankenhausapotheken können zusätzlich Nacht-, Wochenend-, Feiertags- oder Notdienste anfallen.
Ob und in welcher Höhe hierfür Zuschläge, Pauschalen oder Freizeitausgleich gewährt werden, hängt vom anwendbaren Tarifvertrag, dem Arbeitsvertrag und der konkreten Dienstart ab.
Pharmazeut – Wo kann gearbeitet werden?
Der Beruf eröffnet Tätigkeitsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Apotheke. Zu den möglichen Arbeitsbereichen gehören:
- öffentliche Apotheken,
- Krankenhaus- und Bundeswehrapotheken,
- pharmazeutische Industrie,
- Forschung und Hochschulen,
- Arzneimittelzulassung,
- Herstellung und Produktion,
- Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung,
- Arzneimittelinformation und Pharmakovigilanz,
- Gesundheits- und Arzneimittelbehörden,
- Krankenkassen,
- Kammern und Verbände,
- Schul- und Bildungswesen sowie
- pharmazeutische Fachmedien.
Welche Tätigkeiten ausgeübt werden dürfen, hängt von der erreichten Qualifikation und gegebenenfalls von der Approbation ab. Für die uneingeschränkte Ausübung des Apothekerberufs und das Führen der Berufsbezeichnung “Apotheker” ist grundsätzlich die Approbation erforderlich.
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Häufige Fragen
- Wie viel verdient ein Pharmazeut?
- Was macht man als Pharmazeut?
- Was ist der Unterschied zwischen Apotheker und Pharmazeut?
- Wie wird man Pharmazeut?
Wie viel man als Pharmazeut verdient, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Insgesamt liegt das Mediangehalt bei 5.404.
Ein Pharmazeut entwickelt, prüft und stellt Arzneimittel her. Pharmazeuten erforschen in der Pharmaindustrie die Risiken von Arzneistoffen und ihre Bioverfügbarkeit, das heißt wie schnell und in welchem Umfang sie vom Körper aufgenommen werden. Sie entwickeln auch neue Formulierungen für Arzneimittel, erstellen die notwendigen Informationen für deren Zulassung sowie die Beipackzettel. In der chemischen und pharmazeutischen Grundlagenforschung analysieren und erproben sie außerdem neue Wirkstoffe und erstellen zum Beispiel im Rahmen des Umweltschutzes toxikologische Untersuchungen und Gutachten.
Ein Apotheker ist immer auch ein Pharmazeut, aber ein Pharmazeut ist nicht zwangsläufig auch ein Apotheker. Trotz des abgeschlossenen identischen Pharmaziestudiums unterscheiden sich Pharmazeuten von Apothekern dadurch, dass erstere (noch) keine Approbation erworben haben. Sie dürfen daher weder eine Apotheke leiten noch einen Apotheker wirksam vertreten und auch nicht die gemäß Bundes-Apothekerordnung geschützte Berufsbezeichnung führen. Teilweise wird der Berufstitel Pharmazeut auch als Bezeichnung für approbierte Apotheker verwendet, die nicht in Apotheken, sondern in anderen Bereichen wie zum Beispiel der Industrie oder Verwaltung arbeiten.
Um Pharmazie studieren zu können, muss man eine Hochschulzugangs-Berechtigung erworben haben. Dies ist i.d.R. das Abitur. Es gibt jedoch auch einige andere Möglichkeiten der Anerkennung von ähnlichen Abschlüssen, auch aus dem Ausland. Die pharmazeutische Ausbildung umfasst ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität, eine Famulatur von acht Wochen, eine praktische Ausbildung von zwölf Monaten und die Pharmazeutische Abschlussprüfung, die in drei Prüfungsabschnitten (die sog. Staatsexamen) abzulegen ist.
- Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz, Pharmazie, https://lsjv.rlp.de/... (letzter Zugriff am 24.07.2026)
- ABDA, Ausbildung und Approbation, https://www.abda.de/... (letzter Zugriff am 24.07.2026)
- Bundesamt für Justiz, Approbationsordnung für Apotheker, https://www.gesetze-im-internet.de/... (letzter Zugriff am 24.07.2026)
- Apothekerkammer Niedersachsen, Berufe und Ausbildung in der Apotheke, https://www.aknr.de/... (letzter Zugriff am 24.07.2026)
- Universität Hamburg, Studium der Pharmazie, https://www.min-studieren.uni-hamburg.de/... (letzter Zugriff am 24.07.2026)
- ADEXA, Gehaltstarifvertrag fürApothekenmitarbeiter:innen, https://www.adexa-online.de/... (letzter Zugriff am 24.07.2026)










