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Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) ist die Anlaufstelle im Krankenhaus für akute medizinische Notfälle. Sie ist rund um die Uhr für Patienten mit schweren Erkrankungen oder Verletzungen geöffnet.
Dieser Artikel erklärt, wie eine ZNA aufgebaut ist, wer dort arbeitet und wie die Versorgung im Notfall erfolgt.
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Zentrale Notaufnahme (ZNA) – Definition
Der Begriff Zentrale Notaufnahme (ZNA) ist in Deutschland nicht einheitlich definiert. Allgemein ist die ZNA eine Krankenhausabteilung zur Erstversorgung von Notfallpatienten. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) gibt Empfehlungen zur Struktur und Ausstattung von Zentralen Notaufnahmen, an denen sich die Betreiber orientieren können.
Alternative Bezeichnungen für eine ZNA sind unter anderem „Notfallaufnahme“ oder „Zentralambulanz“. Je nach Größe und Ausstattung der Klinik kann die ZNA unterschiedlich organisiert sein. Kleinere Häuser betreiben oft eine interdisziplinäre Notaufnahme, während größere Kliniken mehrere Fachdisziplinen parallel in der ZNA bündeln.
Zentrale Notaufnahme – Bereiche und Funktionen
Eine Zentrale Notaufnahme setzt sich aus verschiedenen Abteilungen und Bereichen zusammen, die teils gemeinsam zu nutzen sind, oder auch eigene Aufgaben und Funktionen haben.
Allgemeine Strukturen
Jede ZNA verfügt über zentrale Bereiche wie Anmeldung, Wartebereich, Liegend-Anfahrt für Patienten, die vom Rettungsdienst gebracht werden sowie Untersuchungs- und Behandlungsräume.
Hinzu kommen Besprechungszimmer und Personalräume sowie in größeren Häusern Kurzlieger- oder Aufnahmestationen. Dort findet die Erstversorgung bis zur Entlassung oder die stationäre Aufnahme statt.
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Grundversorgung
Wunden und leichtere Verletzungen versorgen die Ärzte und Pflegefachkräfte im Gipsraum. Die internistische Diagnostik findet meist direkt am Bett statt. Dabei kommen mobile Geräte wie EKG oder Ultraschall zum Einsatz. Für besondere Untersuchungen, zum Beispiel bei gynäkologischen Notfällen, gibt es oft separate Untersuchungsräume mit entsprechender Ausstattung.
Spezialbereiche von großen Kliniken und Maximalversorgern
Größere Kliniken verfügen in der Regel über spezialisierte Räume wie den Schockraum für Schwerverletzte. Dieser liegt meist in der Nähe der Radiologie und des OP-Bereichs. Weitere Spezialeinheiten sind Stroke Units (bei Schlaganfällen), Chest Pain Units (bei Brustschmerzen) oder Herzkatheterlabore.
Was ist ein Notfall?
Ein Notfall wird definiert als eine Situation, in der das Leben oder die Gesundheit eines Menschen derart akut bedroht ist, dass eine sofortige medizinische Versorgung erforderlich ist. Dabei kann es sich um körperliche Notfälle (beispielsweise einen Herzinfarkt oder Verletzungen durch einen Unfall) oder auch psychische Gefahr (etwa akute Suizidalität) handeln.
Der Notfall wird von der nicht lebensbedrohlichen „Notfallsituation“ unterschieden. Die Unterscheidung erfordert immer die Begutachtung durch medizinisches Fachpersonal. Daher gilt bis zur Klärung zunächst jeder Verdacht als potenzieller Notfall.
Wer arbeitet in der Zentralen Notaufnahme?
In einer Zentralen Notaufnahme versorgen verschiedene Berufsgruppen gemeinsam die Patienten. Wenn das Pflegepersonal, die ärztlichen Mitarbeiter und alle weiteren Beteiligten optimal zusammenarbeiten, erzielen sie oft das beste Behandlungsergebnis für die Betroffenen.
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Aufgaben
Geschulte Aufnahmekräfte (oder in kleinen Häusern die Pflegekräfte selbst) nehmen die Daten der Patienten auf und erfragen erste Informationen über das Krankheitsbild. Anschließend erfolgt die Triage, die Ersteinschätzung der Behandlungsdringlichkeit. Kritisch kranke Patienten werden von Ärzten und Pflege stabilisiert.
Anhand der Untersuchungsergebnisse erhebt der Arzt die Diagnose und leitet Behandlungsmaßnahmen ein. Spezialisten wie Radiologen oder Wundmanager werden bei Bedarf hinzugezogen.
Die Pflegekräfte übernehmen die Überwachung des Patienten und bereiten im Bedarfsfall die stationäre Aufnahme vor.
Zentrale Notaufnahme – Triage
Die Triage erfolgt unmittelbar nach Ankunft in der ZNA. Dabei schätzen erfahrene Fachkräfte die Behandlungsdringlichkeit ein, indem sie nach strukturierten Vorgaben die Symptome, Vitalwerte und weitere Informationen erheben.
Ein verbreitetes Verfahren ist die Manchester Triage, nach der Patienten in fünf Farbkategorien einteilt werden. Die Behandlung erfolgt dann entweder sofort oder innerhalb eines definierten Zeitfensters.
Eine sorgfältige Triage ist besonders bei hohem Patientenaufkommen wichtig, um lebensbedrohlich Erkrankte schnell zu erkennen und Ressourcen gezielt einzusetzen.
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Häufige Fragen
- Was ist eine Zentrale Notaufnahme?
- Wann darf man in die Notaufnahme im Krankenhaus?
- Was macht die Notaufnahme im Krankenhaus?
- Was ist eine interdisziplinäre Notaufnahme?
Eine Zentrale Notaufnahme, kurz ZNA, ist eine Abteilung im Krankenhaus, die auf die Untersuchung und Versorgung von Menschen mit einem gesundheitlichen Notfall oder in einer Notfallsituation ausgerichtet ist. Dabei kommen die Patienten entweder eigeninitiativ in die Notaufnahme, sie werden von einem Arzt eingewiesen oder vom Rettungsdienst gebracht.
Grundsätzlich sind die Notaufnahmen jederzeit und für jeden geöffnet, der sich in einer vermeintlichen oder gesicherten Notfallsituation befindet. Damit jedoch die Versorgung aller Menschen bestmöglich erfolgen kann, ist es allerdings sinnvoll, nur tatsächliche Notfälle in der Notaufnahme zu behandeln. Bei nicht schwerwiegenden Krankheitsbildern können oft auch Haus- und Fachärzte oder der Ärztliche Bereitschaftsdienst (KV Dienst) angemessen helfen.
Die Notaufnahme im Krankenhaus nimmt Notfallpatienten entgegen, untersucht und versorgt sie. Hiernach entscheiden die Mitarbeiter, wie es für den Patienten weiter geht. Schwer kranke Menschen werden beispielsweise auf Intensivstationen übernommen, Traumapatienten im Operationsbereich weiter versorgt. Wenn die Untersuchungen ergeben, dass kein „echter“ Notfall vorlag und es dem Patienten wieder gut geht, kann er unter Umständen auch wieder in die hausärztliche Betreuung entlassen werden.
Eine interdisziplinäre Notaufnahme, auch „INA“, ist eine besondere Form der Zentralen Notaufnahme, in der Patienten unabhängig vom Krankheitsbild aufgenommen, untersucht und versorgt werden. Im Gegensatz zu spezialisierten Notaufnahmen, die auf einen medizinischen Teilbereich ausgelegt sind, bündelt die interdisziplinäre Notaufnahme mehrere Fachrichtungen an einem Ort. Das kann vor allem bei unklaren oder komplexen Krankheitsbildern hilfreich sein.
- Überblick über die Notfallversorgung in Deutschland, https://www.bundestag.de/... (Abrufdatum: 27.08.2025)
- Francke, A. (2010). Elemente, Funktionsweise und Organisation einer Notaufnahme. In: Francke, A. (Hrsg.), Interdisziplinäre Notaufnahme (Thieme, 2010, S. 1 ff.)
- Gries, A.; Schrimpf, A. M.; von Dercks, N., Zentrale Notaufnahme – Inanspruchnahme und Ressourceneinsatz im Krankenhaus in Abhängigkeit von der Art der Zuweisung. In: Deutsches Ärzteblatt (Ausgabe 38/2022).
- Sefrin, P., Notfallmedizinische Begriffsdefinitionen. In: Scholz, J. et al., Notfallmedizin (Thieme, 3. Auflage, 2013, S. 46 ff.).








