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Medi-Karriere Magazin Hitze im Pflegeberuf

Hitze im Pflegeberuf: Das kannst Du tun

Hitze im Pflegeberuf: Das kannst Du tun

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum hohe Temperaturen Pflegekräfte besonders treffen
  2. Was in Deinem Körper passiert
  3. Was Du vor der Schicht tun kannst
  4. Was Dir während der Arbeit hilft
  5. Warnzeichen, die Du ernst nehmen solltest
  6. Wo Deine persönliche Verantwortung endet
  7. Jobs in der Pflege

Hitze im Pflegeberuf ist mehr als ein unangenehmer Sommeraspekt. Pflegearbeit ist körperlich, emotional und organisatorisch anspruchsvoll. Wenn hohe Temperaturen dazukommen, steigt die Belastung deutlich. Du bewegst Patienten, läufst lange Wege, arbeitest unter Zeitdruck, trägst Dienstkleidung oder Schutzkleidung und musst gleichzeitig aufmerksam bleiben. Genau diese Kombination macht Hitze im Pflegeberuf so herausfordernd.

Dieser Artikel erklärt Dir, wie Du Dich vor Hitze im Pflegeberuf schützen kannst und welche Tricks Dir dabei helfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hitze im Pflegeberuf belastet Kreislauf, Konzentration, Schlaf und körperliche Leistungsfähigkeit.
  • Besonders anstrengend wird Hitze durch Schichtdienst, Schutzkleidung, körperliche Arbeit und Zeitdruck.
  • Du kannst Dich schützen, indem Du regelmäßig trinkst, leichte Mahlzeiten wählst, Pausen aktiv nutzt und Warnzeichen ernst nimmst.
  • Gute Vorbereitung beginnt vor der Schicht: Wetterwarnungen prüfen, Kleidung sinnvoll wählen, Trinkflasche bereithalten.
  • Persönliche Maßnahmen helfen, ersetzen aber keine strukturellen Schutzmaßnahmen durch Arbeitgeber.
  • Stand: 28.07.2026

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum hohe Temperaturen Pflegekräfte besonders treffen
  2. Was in Deinem Körper passiert
  3. Was Du vor der Schicht tun kannst
  4. Was Dir während der Arbeit hilft
  5. Warnzeichen, die Du ernst nehmen solltest
  6. Wo Deine persönliche Verantwortung endet
  7. Jobs in der Pflege

Hitze im Pflegeberuf – Warum hohe Temperaturen Pflegekräfte besonders treffen

Hitze kann den Körper stark beanspruchen. Typische Beschwerden sind Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Benommenheit und Kreislaufprobleme. Im Extremfall können Hitzekollaps, Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag auftreten. Besonders kritisch ist, dass Hitze nicht nur körperlich wirkt, sondern auch Konzentration und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann. In der Pflege kann das direkte Folgen für die Versorgung haben, weil Aufmerksamkeit, Kommunikation und sichere Abläufe zentral sind.

Hinzu kommt: Pflegekräfte arbeiten häufig mit besonders gefährdeten Menschen. Ältere, pflegebedürftige oder chronisch kranke Patienten reagieren oft empfindlicher auf Hitze. Viele trinken zu wenig, nehmen bestimmte Medikamente ein oder können sich nicht selbst ausreichend schützen. Der Hitzeschutz betrifft deshalb immer beide Seiten: die Menschen, die gepflegt werden, und die Pflegekräfte, die die Versorgung sichern.

Risiken unterschiedlicher Arbeitsorte

  • Krankenhaus: PSA, OP-Bereiche, Intensivstation, Wärme durch medizinische Geräte.
  • Stationäre Pflege: überhitzte Bewohnerzimmer, Trinkunterstützung, Medikamentenlagerung.
  • Ambulante Pflege: aufgeheizte Fahrzeuge, Wege in der Sonne, nicht kontrollierbare Wohnräume.
  • Nachtdienst: fehlende nächtliche Abkühlung und zusätzliche Schlafbelastung.

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Hitze im Pflegeberuf – Was in Deinem Körper passiert

Bei Hitze versucht der Körper, seine Kerntemperatur stabil zu halten. Er schwitzt, erweitert die Blutgefäße und verlagert Blut in die Haut, damit Wärme abgegeben werden kann. Dadurch muss das Herz-Kreislauf-System mehr leisten. Wenn Du zusätzlich körperlich arbeitest, wenig trinkst oder kaum Pausen bekommst, kann der Körper schneller an Grenzen kommen.

Im Pflegealltag zeigt sich das oft schleichend. Du fühlst Dich schneller erschöpft, bist gereizter, bekommst Kopfschmerzen oder merkst, dass Du Dich schlechter konzentrieren kannst. Auch schwere Beine, Muskelkrämpfe, Übelkeit oder ungewöhnlich starke Müdigkeit können Warnsignale sein. Solche Symptome solltest Du nicht „wegdrücken“. Gerade bei Hitze ist frühes Gegensteuern wichtig.

Achte auch auf die Nacht vor der Schicht. Wenn Räume nachts nicht abkühlen, erholt sich der Körper schlechter. Schlechter Schlaf verschärft die Belastung am nächsten Tag. Das betrifft besonders Frühdienste nach heißen Nächten oder Nachtdienste in schlecht gekühlten Bereichen. Bei Warnungen vor starker Wärmebelastung berücksichtigt der Deutsche Wetterdienst neben der gefühlten Temperatur auch die nächtliche Wärmebelastung. Die Schwellenwerte sind flexibel und hängen unter anderem von der thermischen Belastung sowie dem Warnzeitraum ab.

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Hitze im Pflegeberuf – Was Du vor der Schicht tun kannst

Guter Hitzeschutz beginnt nicht erst auf Station oder beim ersten Hausbesuch. Prüfe vor heißen Tagen die Wetter- und Hitzewarnungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starker Wärmebelastung etwa ab einer gefühlten Temperatur über 32 Grad Celsius und vor extremer Wärmebelastung ab etwa 38 Grad Celsius. Diese Werte beziehen sich neben der Lufttemperatur auch auf Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Wind und Strahlung.

Bereite Deine Schicht deshalb praktisch vor. Nimm eine gut gefüllte Trinkflasche mit, idealerweise Wasser oder ungesüßten Tee. Wenn Du zu Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen neigst, plane bewusst kleine Trinkroutinen ein, etwa vor Dienstbeginn, nach jeder größeren Pflegemaßnahme und in jeder Pause. Warte nicht, bis Du starken Durst hast. Bei mehr als 30 Grad Raumtemperatur muss der Arbeitgeber außerdem geeignete Getränke, beispielsweise Trinkwasser, bereitstellen, sodass Du Dir nicht immer erst überlegen musst, wie Du an mehr Wasser kommst. Auch bereits oberhalb von 26 Grad sind Arbeitgeber angehalten, Getränke anzubieten.

Bewahre Deine Trinkflasche außerdem an einem hygienisch geeigneten, von der Einrichtung festgelegten Ort auf. In Behandlungs- und Pflegebereichen kann das Trinken aus Gründen des Infektionsschutzes nämlich eingeschränkt sein. Für Arbeitgeber wiederum heißt das: Sie sollten gut erreichbare und sichere Trinkbereiche schaffen.

Auch Essen spielt eine Rolle. Sehr schwere, fettige Mahlzeiten belasten zusätzlich. Besser sind leichte, wasserreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Joghurt, Salate oder kleine Portionen über den Tag verteilt. Die DGUV empfiehlt bei Hitze neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr auch wasserreiche Kost und leichte Ernährung.

Wenn Deine Einrichtung Dienstkleidung vorgibt, hast Du nicht immer viel Spielraum bei der Kleidung. Nutze aber das, was möglich ist: atmungsaktive Kleidung, Wechselkleidung, bequeme Schuhe und bei Außeneinsätzen Sonnenschutz. Bei ambulanter Pflege oder Wegen zwischen Einrichtungen kann auch eine Kopfbedeckung sinnvoll sein.

Hitze im Pflegeberuf – Was Dir während der Arbeit hilft

Im Dienst zählt vor allem Regelmäßigkeit. Trinken, kurze Entlastung und Abkühlung funktionieren am besten, wenn Du sie nicht dem Zufall überlässt. Stelle Deine Trinkflasche sichtbar hin. Verbinde Trinken mit festen Abläufen: Dokumentation beendet, ein paar Schlucke trinken. Zimmerwechsel, ein paar Schlucke trinken. Pause beginnt, trinken und kurz herunterfahren.

Nutze Pausen wirklich als Abkühlungszeit. Wenn möglich, gehe in kühlere Räume, vermeide direkte Sonne und lege körperlich anstrengende Tätigkeiten nicht freiwillig in die heißeste Tagesphase. Bei ambulanter Pflege kann es helfen, das Auto im Schatten zu parken, Fenster nach kurzer Standzeit zu öffnen und ausreichend Wasser mitzunehmen.

Kleine Maßnahmen können spürbar entlasten:

  • Unterarme kurz mit kühlem Wasser abspülen
  • feuchtes Tuch in den Nacken legen
  • Dienstkleidung wechseln, wenn sie stark durchgeschwitzt ist
  • körperlich schwere Aufgaben im Team verteilen
  • Kollegial auf Warnzeichen achten
  • Räume morgens oder abends lüften, wenn es draußen kühler ist
  • Sonnenschutz bei Außeneinsätzen konsequent nutzen

Wichtig ist auch: Sprich an, wenn es zu heiß wird. Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen soll grundsätzlich 26 Grad Celsius nicht überschreiten. Steigt die Außenlufttemperatur auf mehr als 26 Grad und bleibt es trotz geeigneten Sonnenschutzes auch im Raum wärmer, sollte der Arbeitgeber zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Bei mehr als 30 Grad Raumtemperatur sind wirksame Maßnahmen verpflichtend. Über 35 Grad ist ein Raum ohne besondere Schutzmaßnahmen in der Regel nicht als Arbeitsraum geeignet.

Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft

Ausbildung zum Pflegefachmann 2026 (w/m/d)
Bad König
Asklepios Schlossberg Klinik Bad König
30.08.2026

Ausbildung Pflegefachfrau / Pflegefachmann (w/m/d)
Wuppertal
CBT Caritas Betriebsführungs und Trägergesellschaft mbH
03.08.2026

Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau / Pflegefachmann in Teilzeit (m/w/d)
Einsteinstraße 9, 79108 Freiburg
Universitätsklinikum Freiburg
03.08.2026

Ausbildung Pflegefachfrau/-mann/-person (m/w/d)
41749 Viersen
Landschaftsverband Rheinland
03.08.2026

Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau/Pflegefachmann 2026 (m/w/d)
Winterberg 1, 66119 Saarbrücken
Klinikum Saarbrücken gGmbH
03.08.2026

Ausbildung Pflegefachfrau*Pflegefachmann / Pflegeausbildung
Hiltrup
Missionsschwestern von Hiltrup gGmbH
03.08.2026

Ausbildung Pflegefachmann / Pflegefachfrau (m/w/d) in Bottrop
Am Quellenbusch 102, 110, 46242 Bottrop
Malteser Hilfsdienst e V
03.08.2026

Ausbildung zur Pflegefachassistentin/zum Pflegefachassistenten (m/w/d) ab 01.04.2027
Dreieich
Johanniter Seniorenhäuser GmbH
03.08.2026

Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft (m/w/d)
48291 Telgte
Wohnstift St Clemens
03.08.2026

Ausbildung Pflegefachfrau / Pflegefachmann 2026 - Seniorenhilfe (m/w/d)
47918 Tönisvorst
Alexianer Tönisvorst GmbH
03.08.2026

Ausbildung zur Pflegefachassistenz (m/w/d)
Hofkamp 87, 42103 Wuppertal
Talpflege GmbH
03.08.2026

Auszubildende zur/zum Pflegefachfrau*mann mit päd. Vertiefung (m/w/d)
Einsteinstraße 9, 79108 Freiburg
Universitätsklinikum Freiburg
03.08.2026

Ausbildung - Pflegefachmann (m/w/d)
Püttlingen
Marienhospital Bottrop gGmbH
03.08.2026

Ausbildung Pflegefachmann / Pflegefachfrau (m/w/d)
Gesundbrunnen 1, 34369 Hofgeismar
Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen
03.08.2026

Ausbildung Pflegefachassistenz (m/w/d)
Kreuzacker 1/7, Duisburg
Johanniter GmbH
03.08.2026

Ausbildung Pflegefachmann/-frau
Neukirchen/Erzgebirge
Parkresidenz Hohenstein Ernstthal
03.08.2026

Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau/-mann (m/w/d)
Hauptstraße 8, 79359 Wyhl
BeneVit Holding GmbH
03.08.2026

Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/Pflegefachfrau (m/w/d)
Otto-Haseloff-Straße 13, 14480 Potsdam
AZURIT Rohr GmbH Natürlich Leben im Alter
03.08.2026

Ausbildungsplätze zur Pflegefachkraft (w/m/d)
Ulrichstraße 42, 55128 Mainz
Arbeiter Samariter Bundes Landesverband Rheinland Pfalz e V
03.08.2026

Ausbildung zur Pflegefachkraft (m/w/d)
Magdeburg
Alloheim Senioren Residenz Editha
03.08.2026

Zu allen freien Ausbildungsplätzen als Pflegefachkraft

Hitze im Pflegeberuf – Warnzeichen, die Du ernst nehmen solltest

In extremen Fällen kann es zu Hitzekollaps, Hitzschlag oder Hitzeerschöpfung kommen. In diesen Situationen ist es wichtig, schnell erste Hilfe zu leisten. Hitzeprobleme kündigen sich oft an. Nimm körperliche Signale ernst, auch wenn im Dienst viel los ist. Warnzeichen können sein:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • starke Erschöpfung
  • Benommenheit
  • Muskelkrämpfe
  • Herzrasen
  • ungewöhnliche Verwirrtheit
  • ein verändertes Hautbild
  • Kreislaufprobleme

Wenn solche Symptome auftreten, solltest Du sofort reagieren: raus aus der Hitze, trinken, kühlen, hinsetzen oder hinlegen und Unterstützung holen. Bei schweren Symptomen, Bewusstseinsstörungen oder Verdacht auf Hitzschlag ist medizinische Hilfe nötig. Hitzschlag ist ein Notfall!

Merkmal Hitzekollaps Hitzeerschöpfung Hitzschlag
Hauptproblem Kurzzeitiger Blutdruckabfall und Minderdurchblutung des Gehirns Flüssigkeits- und Elektrolytverlust Gefährliche Überwärmung des Körpers mit Störung des Nervensystems
Typische Situation Langes Stehen bei Hitze, schnelles Aufstehen, Menschenmenge Längere Hitzeeinwirkung, körperliche Arbeit oder Sport, starkes Schwitzen Extreme Hitze oder starke körperliche Belastung, oft als Zuspitzung einer Hitzeerschöpfung
Bewusstsein Kurze Ohnmacht möglich, im Liegen meist rasche Erholung Meist wach und ansprechbar, aber stark geschwächt Verwirrtheit, auffälliges Verhalten, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit möglich
Haut Häufig blass und schweißig Typischerweise kühl, blass und feucht Kann heiß, gerötet, trocken oder auch schweißig sein
Körpertemperatur Meist nicht stark erhöht Normal bis erhöht, häufig unter 40 °C Typischerweise um oder über 40 °C
Dringlichkeit Muss wegen der Ohnmacht abgeklärt werden Ernst, da Übergang zum Hitzschlag möglich Sofortiger Notfall, 112

 

Achte nicht nur auf Dich, sondern auch auf Kollegen. Im Pflegeberuf wird Belastung oft normalisiert. Sätze wie „Geht schon“ oder „Nach der Übergabe trinke ich was“ können bei Hitze riskant sein. Ein kurzer Hinweis im Team kann helfen: „Du siehst erschöpft aus, trink kurz etwas und setz Dich zwei Minuten.“ Das ist keine Schwäche, sondern professioneller Selbstschutz.

Diese Tipps helfen allerdings nur bei leichten Symptomen. Bei stärkeren Beschwerden, die beispielsweise auf einen Hitzekollaps oder Hitzschlag hindeuten könnten, ist wichtig:

  • Nur vollständig wachen Personen etwas zu trinken geben.
  • Bei Bewusstlosigkeit immer den Notruf 112 wählen.
  • Bei Verdacht auf Hitzschlag sofort 112 rufen und unverzüglich kühlen.
  • Bewusstlosen Personen keine Flüssigkeit einflößen.
  • Bei Hitzekollaps Beine hochlagern.
  • Bei Bewusstlosigkeit Atmung prüfen und stabile Seitenlage beziehungsweise Wiederbelebung einleiten.

Hitze im Pflegeberuf – Wo Deine persönliche Verantwortung endet

Du kannst viel tun, um Dir das Arbeiten bei Hitze zu erleichtern. Trotzdem darf Hitzeschutz nicht allein auf Deinen Schultern liegen. Pflegekräfte können nicht durch Trinkflaschen, nasse Tücher und Durchhalten ausgleichen, was strukturell fehlt.

Arbeitgeber müssen Hitzebelastung ernst nehmen. Dazu gehören Gefährdungsbeurteilungen, funktionierende Lüftung, Verschattung, angepasste Dienstplanung, zusätzliche Pausen, kühle Aufenthaltsräume, klare Hitzeaktionspläne und Schulungen. In Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und ambulanten Diensten braucht es außerdem klare Abläufe für Patienten, die bei Hitze besonders gefährdet sind. Hitzeschutz in der Pflege sollte man nicht als Zusatzaufgabe verstanden werden, sondern als Bestandteil moderner Pflegequalität.

Für Dich persönlich heißt das: Schütze Dich aktiv, aber akzeptiere nicht stillschweigend unzumutbare Bedingungen. Dokumentiere extreme Belastungen, sprich sie im Team an und nutze vorhandene Wege über Leitung, Arbeitsschutz, Mitarbeitervertretung oder Betriebsarzt. Hitze im Pflegeberuf ist ein Gesundheitsrisiko und sollte auch so behandelt werden.

Passende Jobs in der Pflege

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Häufige Fragen

  1. Wie viel sollte ich bei Hitze im Pflegeberuf trinken?
  2. Eine pauschale Menge passt nicht für jeden Menschen. Wichtig ist, regelmäßig über die Schicht verteilt zu trinken, bevor starker Durst entsteht. Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Saftschorlen sind meist sinnvoller als stark gezuckerte Getränke. Bei Vorerkrankungen, etwa Herz- oder Nierenerkrankungen, solltest Du individuelle Trinkmengen ärztlich abklären.

  3. Was hilft schnell, wenn mir während der Schicht schwindelig wird?
  4. Setz Dich sofort hin oder lege Dich, wenn möglich, kurz hin. Geh aus der Hitze, trinke in kleinen Schlucken und kühle Unterarme, Nacken oder Gesicht. Informiere einen Kollegen. Wenn Symptome stark sind, wiederkehren oder Bewusstseinsstörungen auftreten, brauchst Du medizinische Hilfe.

  5. Darf ich bei großer Hitze einfach die Arbeit verweigern?
  6. Ein pauschales „Hitzefrei“ gibt es für Beschäftigte in der Regel nicht. Arbeitgeber müssen aber Schutzmaßnahmen ergreifen, wenn Hitze zur Gefährdung wird. Relevant sind unter anderem die Vorgaben der ASR A3.5 zu Raumtemperaturen. Sprich extreme Belastungen daher frühzeitig an und nutze interne Arbeitsschutzwege. Pflegekräfte sollten die Arbeit wegen hoher Temperaturen allerdings nicht ohne Weiteres eigenmächtig einstellen. Sie sollten die Belastung dokumentieren und zuerst den Vorgesetzten, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Betriebsarzt oder die Mitarbeitervertretung einschalten.

  7. Was kann ich tun, wenn meine Einrichtung keinen Hitzeschutzplan hat?
  8. Sprich das Thema konkret an. Hilfreich sind Beispiele aus dem Alltag: überhitzte Räume, fehlende Trinkmöglichkeiten, zusätzliche Belastung durch Schutzkleidung oder Kreislaufprobleme im Team. Bitte um klare Maßnahmen für heiße Tage, etwa Trinkpausen, kühlere Pausenräume, angepasste Abläufe und feste Zuständigkeiten. Wenn nötig, können Mitarbeitervertretung, Betriebsarzt oder Arbeitsschutz einbezogen werden.

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Quellen
  1. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: ASR A3.5 Raumtemperatur
  2. Gesundheitsrisiko Hitze, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/... (Abrufdatum: 08.07.2026)
  3. Hitze und UV-Warnungen, https://www.dwd.de/... (Abrufdatum: 08.07.2026)
Redaktion
pA Medien Gmbh
pA Medien Gmbh
Redaktionsteam
Zuletzt aktualisiert: 30.07.2026

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