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Die Pflegebranche in Deutschland verzeichnet im Jahr 2025 einen deutlichen Zuwachs an Nachwuchskräften. Die endgültigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass sich wieder mehr Menschen für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels besonders bedeutsam und könnte langfristig zur Stabilisierung des Gesundheitssystems beitragen.
Das Wichtigste zur Pflegeausbildung 2025 in Kürze
- 2025 entscheiden sich in Deutschland wieder deutlich mehr Menschen für eine Pflegeausbildung: Rund 63.900 neue Ausbildungsverträge bedeuten ein Plus von etwa acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Insgesamt sind mit etwa 157.200 Auszubildenden so viele Menschen wie nie seit der Reform 2020 in der Pflegeausbildung.
- Auch das Pflegestudium wächst, und der Männeranteil steigt kontinuierlich.
- Die generalistische Ausbildung, die seit 2024 geltende Vergütung des Pflegestudiums und die ab 2027 startende Pflegefachassistenzausbildung sollen den Zugang zu Pflegeberufen verbessern, auch wenn der Fachkräftemangel weiterhin eine große Herausforderung bleibt.
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Pflege – Anstieg bei neuen Ausbildungsverträgen
Die endgültigen Zahlen zeigen, dass die Zahl der neuen Pflege-Ausbildungsverträge zum dritten Mal in Folge gestiegen ist. Vor allem die Entwicklung bei den Neuverträgen zeigt, dass 2025 mehr Menschen eine Pflegeausbildung begonnen haben als im Vorjahr. Dies ist ein wichtiges Signal für die Zukunft der pflegerischen Versorgung.
Mehr Nachwuchs als im Vorjahr
Im Jahr 2025 wurden rund 63.900 neue Ausbildungsverträge in der Pflege abgeschlossen. Damit ist die Zahl der Neueinsteiger im Vergleich zum Vorjahr um etwa acht Prozent gestiegen. Konkret entspricht dies einem Zuwachs von rund 4.500 zusätzlichen Auszubildenden. Diese Zahlen beziehen sich auf Personen, die einen neuen Vertrag abgeschlossen haben und sich zum Jahresende weiterhin in Ausbildung befanden. Der Anstieg setzt einen positiven Trend fort, der bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten war.
Höchststand bei Gesamtzahl der Auszubildenden
Nicht nur die Zahl der Neueinsteiger ist gestiegen, sondern auch die Gesamtzahl der Auszubildenden. Ende 2025 befanden sich ungefähr 157.200 Menschen in einer Pflegeausbildung. Das waren so viele wie noch nie seit Einführung der generalistischen Ausbildung im Jahr 2020. Dieser Höchststand belegt den gestiegenen Ausbildungsbestand, erlaubt aber keinen sicheren Rückschluss darauf, welche Maßnahmen den Anstieg verursacht haben.
Ausbildungsplätze als Pflegefachkraft
Pflege – Geschlechterverteilung
Die Geschlechterverteilung in der Pflege ist seit vielen Jahren relativ stabil. Dennoch lassen sich vor allem im Hinblick auf den steigenden Männeranteil interessante Entwicklungen erkennen.
Deutliche Mehrheit weiblicher Auszubildender
Wie in vielen Gesundheitsberufen sind Frauen auch in der Pflege weiterhin deutlich in der Mehrheit. Rund 71 Prozent der neuen Ausbildungsverträge wurden von Frauen abgeschlossen. Männer stellen dagegen etwa 29 Prozent der Auszubildenden mit Neuvertrag. Damit bleibt das Geschlechterverhältnis zwar klar zugunsten der Frauen verschoben, dennoch gibt es Veränderungen.
Männer holen auf
Die Zahl der männlichen Auszubildenden ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärker gestiegen als die der Frauen. Während die Zahl der weiblichen Auszubildenden moderat zunahm, verzeichneten Männer einen prozentual deutlich höheren Zuwachs. Langfristig zeigt sich ein klarer Trend: Seit Einführung der neuen Pflegeausbildung im Jahr 2020 ist der Männeranteil kontinuierlich gestiegen. Welche Faktoren den steigenden Männeranteil verursacht haben, lässt sich aus der Statistik jedoch nicht ableiten.
Pflege – Entwicklung des Studiums
Neben der klassischen Ausbildung gewinnt auch die akademische Qualifikation in der Pflege zunehmend an Bedeutung. Das Pflegestudium stellt eine wichtige Ergänzung dar und eröffnet neue berufliche Perspektiven. Gleichzeitig trägt es zur weiteren Professionalisierung des Berufsfeldes bei.
Zuwachs bei Studierenden
Im Jahr 2025 begannen knapp 800 Studierende ein Pflegestudium. Insgesamt befanden sich zum Jahresende etwa 1.800 Personen in einem entsprechenden Studiengang. Dieses Studienangebot verbindet praktische Ausbildung mit wissenschaftlicher Lehre und führt zu einem Bachelorabschluss sowie zur Berufszulassung als Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau.
Seit 2024 wird das Pflegestudium nach dem Pflegeberufegesetz finanziert. Studierende erhalten während des Vertragsverhältnisses eine angemessene monatliche Vergütung. Dadurch wurde das Studium finanziell attraktiver und für eine breitere Zielgruppe zugänglich. Die zunehmende Akademisierung könnte langfristig zu einer weiteren Professionalisierung der Pflege beitragen und neue Karrierewege eröffnen.
Pflegefachkraft Stellenangebote
Pflege – Reform der Ausbildung
Die strukturellen Veränderungen in der Pflegeausbildung haben die Grundlage für die aktuellen Entwicklungen geschaffen. Durch die Zusammenführung verschiedener Ausbildungswege gibt es einen modernen und flexiblen Zugang zum Pflegeberuf. Diese Reform gilt als Meilenstein für das Berufsfeld.
Generalistische Ausbildung seit 2020
Mit der Reform der Pflegeberufe wurden mehrere zuvor getrennte Ausbildungswege zusammengeführt. Seit 2020 beginnt die Pflegeausbildung grundsätzlich generalistisch zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann. Diese generalistische Ausbildung ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen, in verschiedenen Bereichen der Pflege tätig zu sein. Sie reichen von der Krankenpflege über die Kinderkrankenpflege bis hin zur Altenpflege.
Verbesserte Ausbildungsbedingungen
Die Reform brachte auch strukturelle Verbesserungen mit sich. Dazu zählen unter anderem der Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung und die Abschaffung des Schulgeldes. Zudem wurde ein primärqualifizierendes Pflegestudium eingeführt, das seit 2024 dual ausgestaltet und vergütet wird. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Pflege als Berufsfeld attraktiver zu machen und neue Zielgruppen anzusprechen.
Ausblick
Die positiven Entwicklungen fallen in eine Phase verschiedener politischer und struktureller Reformen. Um den steigenden Bedarf an Fachkräften zu decken, sind jedoch weitere Reformen notwendig. Bereits geplante Veränderungen könnten die Situation zusätzlich verbessern.
Neue Assistenz-Ausbildung ab 2027
Ein weiterer Schritt zur Stärkung der Pflege ist gesetzlich beschlossen: Am 1. Januar 2027 startet die bundesweit einheitliche und vergütete Pflegefachassistenzausbildung. Sie dauert in Vollzeit in der Regel 18 Monate und ersetzt schrittweise die bisher 27 landesrechtlich geregelten Pflegehilfe- und Pflegeassistenzausbildungen. Sie soll den Einstieg in den Pflegeberuf erleichtern und zusätzliche Qualifikationswege eröffnen.
Bedeutung für den Arbeitsmarkt
Die steigenden Ausbildungszahlen sind ein positives Signal für den Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen. Dennoch bleibt der Bedarf an Pflegekräften hoch. Die aktuellen Entwicklungen belegen steigende Vertrags- und Bestandszahlen, nicht jedoch die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen. Insgesamt deutet vieles darauf hin, sich die Ausbildungszahlen positiv entwickeln – auch wenn weiterhin große Herausforderungen bestehen.
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Häufige Fragen zur Pflegeausbildung 2025
- Warum ist der Anstieg der Pflege-Auszubildenden 2025 so wichtig?
- Wie haben sich die Ausbildungszahlen entwickelt?
- Welche Rolle spielt die Reform der Pflegeausbildung?
- Wie entwickelt sich das Pflegestudium?
Weil die Pflegebranche seit Jahren unter Fachkräftemangel leidet. Mehr Nachwuchskräfte können langfristig helfen, die pflegerische Versorgung zu sichern und das Gesundheitssystem zu stabilisieren.
2025 wurden rund 63.900 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind etwa acht Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt befanden sich Ende 2025 rund 157.200 Menschen in einer Pflegeausbildung — ein Höchststand seit Einführung der generalistischen Ausbildung.
Die Reform von 2020 hat mehrere bisher getrennte Ausbildungswege in einer generalistischen Ausbildung zusammengeführt. Dadurch wurde die Ausbildung breiter auf die Pflege von Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und auf verschiedene Versorgungsbereiche ausgerichtet. Zudem wurden das Schulgeld abgeschafft und der Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung verankert.
Auch das Pflegestudium wächst: 2025 begannen knapp 800 Personen ein entsprechendes Studium, insgesamt waren etwa 1.800 Studierende eingeschrieben. Seit 2024 erhalten Studierende während des Vertragsverhältnisses eine angemessene monatliche Vergütung.
- Pflegeausbildung 2025: Zahl neuer Auszubildender zum dritten Mal in Folge gestiegen, Destatis, endgültige Ergebnisse vom 2. Juli 2026, https://www.destatis.de/... (letzter Zugriff: 28.08.2026)
- Fachkommission übergibt Rahmenpläne für die bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung, BMBFSFJ, 30. Juni 2026, https://www.bmbfsfj.bund.de/... (letzter Zugriff: 28.08.2026)
- Fragen und Antworten zum Pflegeberufegesetz, Bundesministerium für Gesundheit, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/... (letzter Zugriff: 28.08.2026)









