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Medi-Karriere Medipedia Gehörknöchelchen

Die 3 Gehörknöchelchen: Aufbau und Funktion

Robin Kaus
von Robin Kaus (Medizinstudent) Zuletzt aktualisiert: 21.10.2025
3d,Illustration,Of,A,Inner,Ear,Structure

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie & Aufbau
  3. Aufgaben & Funktion
  4. Probleme & Krankheiten

Die drei Gehörknöchelchen passen zu dritt auf eine 1-Cent-Münze -und das sogar mehrmals. Unter ihnen befindet sich außerdem der kleinste Knochen des menschlichen Körpers überhaupt. Nichtsdestotrotz üben diese drei Knochen eine wichtige Funktion im Ohr aus, denn sie sind maßgeblich am Hörprozess beteiligt. Alles zu Anatomie, Funktion und Problemen dieser Gehörknöchelchen gibt es in dem folgenden Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Anatomie & Aufbau
  3. Aufgaben & Funktion
  4. Probleme & Krankheiten

Gehörknöchelchen – Definition

Die Gehörknöchelchen (Ossicula auditus) sind drei winzige, gelenkig miteinander verbundene Knochen in der Paukenhöhle des Mittelohrs. Dazu zählen Hammer, Amboss und Steigbügel. Zu dritt formen sie die Gehörknöchelchenkette. Ihre Funktion besteht in der Schallweiterleitung und -verstärkung.

Gehörknöchelchen – Anatomie und Aufbau

Die Ossicula auditus sind über zwei echte Gelenke miteinander verbunden. Dies sind:

  • Articulatio incudostapedia
  • Articulatio incudomallearis

Eine Syndesmose fixiert darüber hinaus den Steigbügel im ovalen Fenster des Innenohrs.

Grafik Gehörknöchelchen

Hammer (Malleus)

Der Hammer (Malleus) besitzt eine Länge von 7,5 bis neun Millimeter sowie ein Gewicht von rund 25 Milligramm und stellt somit den größten aller Gehörknöchelchen dar. Hinsichtlich seiner Anatomie lässt er sich in verschiedene Abschnitte einteilen:

  • Kopf
  • Hals
  • Handgriff
  • Vorderer Hammerfortsatz
  • Seitlicher Hammerfortsatz

Er besitzt die Form einer Keule, der Handgriff ist dabei fest mit dem Trommelfell verbunden. Über einen abgerundeten Kopf steht er zudem in Verbindung mit dem Amboss. Verschiedene kleine Bänder fixieren den Malleus an den Wänden der Paukenhöhle.

Amboss (Incus)

Der Amboss (Incus) ist das mittlere Gehörknöchelchen. Mit seinem Corpus und den zwei Schenkeln hat er in etwa die Form eines Zahnes mit zwei Wurzeln. Auch er weist zwei Bänder zur Aufhängung auf. Am langen Schenkel befindet sich zudem der Processus lenticularis, der mit dem Kopf des Stapes artikuliert.

Steigbügel (Stapes)

Beim Steigbügel (Stapes) passt der Name zum Aussehen: Er besteht aus einer Fußplatte, zwei Schenkeln und einen Köpfchen. Letzteres weist eine konkave Knorpelplatte auf, die dem Amboss als Gelenkfläche dient. Die Fußplatte wiederum ist nierenförmig und im ovalen Fenster des Innenohrs elastisch aufgehängt. Das Loch zwischen den beiden Schenkeln ist durch die Membrana stapedialis verschlossen.

Kleinster Knochen im Körper

Der Stapes stellt mit einem Gewicht von lediglich zwei Milligramm den kleinsten Knochen im menschlichen Körper dar.

Embryologie

Hammer und Amboss entwickeln sich beide aus der Knorpelspange des ersten Kiemenbogens, dem Meckel-Knorpel. Der Steigbügel entspringt hingegen dem Gewebe des zweiten Kiemenbogens (Reichert-Knorpel). Die Knochenbildung beginnt zunächst beim Hammer zwischen dem dritten und vierten Fetalmonat. Etwas später folgt der Amboss. Als letztes entwickelt sich der Stapes, etwa gegen Ende des vierten Monats.

Gehörknöchelchen – Aufgaben und Funktion

Die wichtige Funktion der Gehörknöchelchen liegt in der Weiterleitung der Schallwellen vom Trommelfell zum Innenohr. Dabei ist jedoch eine Verstärkung des Schallsignals notwendig, denn ansonsten würde ein Großteil des Signals verloren gehen. Der Grund dafür besteht in den unterschiedlichen Schallwiderständen von Luft (Trommelfellschwingung) und Flüssigkeit (Perilymphe im Innenohr). Da jedoch die Gehörknöchelchen Kette die Schallwellen um das 22-fache verstärkt, kann dennoch ein verwertbares Signal erzeugt werden. Diese Verstärkung beruht zum einen auf den Hebelkräften der einzelnen Knöchelchen untereinander. Zum anderen trägt auch das Größenverhältnis von Trommelfell zu ovalem Fenster dazu bei.

Gehörknöchelchen – Probleme und Krankheiten

Krankheiten in diesem Bereich des Mittelohrs können beispielsweise angeborene Hörstörungen aufgrund einer Missbildung der Gehörknöchelchen sein. Hammer, Amboss und Steigbügel können außerdem im Rahmen von entzündlichen Prozessen (zum Beispiel Otitis media) geschädigt und zerstört werden.

Bei dem Krankheitsbild der Otosklerose liegt ein gesteigerter Knochenumbau beziehungsweise -/abbau im Bereich des Labyrinths vor. Im Laufe der zunehmenden Schwerhörigkeit durch die Verknöcherung kann es zu einer Fixation des Stapes im ovalen Fenster kommen. Schließlich kann der Musculus stapedius, welcher den Stapes bewegt, bei einer Parese des Nervus facialis ausfallen. Dementsprechend kommt es zu einer Überempfindlichkeit auf Geräusche (Hyperakussis), da die hemmende Wirkung dieses Muskels auf die Schallweiterleitung wegfällt.

Autor
Robin Kaus

Robin Kaus

Medizinstudent

Robin Kaus studiert Humanmedizin im klinischen Abschnitt an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Im Rahmen seines Studiums erhält er tiefgehende Einblicke in die ärztlichen und pflegerischen Abläufe in Krankenhaus, Arztpraxis, OP-Saal und Co. Dieses Wissen lässt er als Medizinredakteur in seine Artikel für Medi-Karriere einfließen. Seine Begeisterung für das Schreiben wurde vor einigen Jahren durch die Teilnahme an Poetry-Slams entfacht.

Quellen
  1. Ohr, https://next.amboss.com/...  (Abrufdatum: 17.12.2023)
  2. Ohr: Entwicklung, https://viamedici.thieme.de/... (Abrufdatum: 18.12.2023)
  3. Otosklerose, https://next.amboss.com/... (Abrufdatum: 18.12.2023)
Medizinische und Rechtliche Hinweise
Dieser Artikel ist nur als Hintergrundinformation bestimmt. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbst Diagnosen zu stellen sowie Behandlungen anzufangen oder abzusetzen. Die Informationen können keinen Arztbesuch ersetzen. Bei medizinischen Anliegen und zur Klärung weiterer Fragen ist daher stets ein/e Arzt/Ärztin aufzusuchen.

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